Freitag, 31. Dezember 2010

Mit Lachsröllchen zum Jahresrückblick, die Quintessenz ist positiv…

Das Jahr zählt die letzten Stunden, unsere Freude aufs neue Jahr ist grenzenlos, 2011 wird sicher auch wieder die eine oder andere Überraschung parat haben, verschiedene Vorhaben rücken näher und manch ein ewig wartender Plan wird umgesetzt. Aber trotz aller Vorfreude sitzt auch eine ganz winzig kleine Träne im Augenwinkel, weil ein wirklich schönes Jahr zu Ende geht. Aber im Büdchen ist jeder optimistisch und wir gehen einfach davon aus, dass das kommende Jahr auch wieder viel Gutes für uns vorsieht.
Pläne für irgendwelche guten Vorsätze haben wir keine geschmiedet, wir lassen alles auf uns zukommen.
Ach, halt stopp, einen Vorsatz hab ich ja, ich werde Euch auch im kommenden Jahr mit meinen Küchenexperimenten nerven, oder vielleicht auch erfreuen und anregen. Auch im kommenden Jahr freue ich mich über Eure Kommentare, tausche mich gerne mit Euch aus und hoffe auf viele Anregungen.
Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2011, viele schöne Stunden und genauso viel Freude, aber vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.
Ich verabschiede mich bis zum kommenden Jahr und sende liebe Grüße aus dem Büdchen…

Um aber nicht den Faden zur eigentlichen Mission des Büdchens zu verlieren, serviere ich zum Jahresrückblick Lachsröllchen…


300 g Lachs
6 Jakobsmuscheln
2 Esslöffel Estragon fein gehackt
5 Esslöffel Salz
5 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Zitronenpfeffer
2 große Stücke Frischhaltefolie


Frischhaltefolie ausbreiten. Den Lachs in dünne Scheiben schneiden und nebeneinander auf der Folie zu einem Rechteck ausbreiten (ca. 15x18 cm). Nun jede Jakobsmuschel in dünne Scheiben schneiden, auf dem ausgebreiteten Lachs verteilen und mit dem Zitronenpfeffer betreuen. Anschließend mit Hilfe der Frischhaltefolie vorsichtig aufrollen. Salz und Zucker mit dem gehackten Estragon vermischen. Auf dem zweiten Stück Frischhaltefolie die Salzmischung aufstreuen, die Fischrolle rundum mit der Mischung bedecken und ganz fest mit der Folie zu einer Rolle verpacken. Die Rolle in eine Schale geben und im Kühlschrank 3 bis 5 Tage ziehen lassen, dabei die Rolle morgens und abends jeweils auf eine andere Seite legen, damit sie einigermaßen rund bleibt. (Ich habe es leider gelegentlich vergessen und darum ist meine Rolle auch recht platt geworden)
Die Rolle nach der Ruhezeit auspacken, die Salzmischung abwaschen, trocknen und in dünne Scheiben aufschneiden.
Die Lachsrollenscheibchen mit Zitronensoße (siehe unten) oder dem Meerrettichdressing aus diesem Rezept servieren.


Zitronensoße:
2 Esslöffel Zitronensaft
2 Esslöffel Orangensaft
2 Esslöffel Limonensaft
2 Esslöffel Weißwein trocken
1 Teelöffel Estragonessig
1 Esslöffel Estragon fein gehackt
1 Esslöffel Walnussöl
1 Esslöffel Distelöl
1 Esslöffel Olivenöl
Salz und Zucker

Den Zitronen-, Orangen- und Limonensaft mit dem Weißwein und dem Estragonessig in einen Topf geben und erhitzen. Etwas einkochen lassen.
Das Saft-Weikonzentrat in eine Schüssel geben, die verschiedenen Öle einrühren, den feingehackten Estragon untermischen und mit Salz und Zucker abschmecken. Evtl. noch einen kleinen Schuss Estragon einrühren.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Biathlon, Skispringen, Neujahrshörnchen…

Bereits acht Mal fand auf Schalke das Biathlon WTC statt und in diesem Jahr wären Herr und Frau GB auch dabei gewesen. Nein nicht als Akteur sondern nur als Zuschauer, obwohl nach den letzten Tagen uns beiden sportliche Aktivitäten durchaus gut täten. Aber dafür bietet sich ja das ganze kommende Jahr auch noch an.
Also wie gesagt, diesmal wären wir auch dabei gewesen. Jedes Jahr schaut Herr GB die Übertragung im Fernsehen an und betrachtet etwas neidvoll die Zuschauer die alles vor Ort live erleben. Was soll ich sagen, es vergeht keine Übertragung bei der mein Schatz nicht verlauten lässt, wie klasse es wohl sein mag, wenn man direkt dabei wäre. Im Oktober hatte Herr GB Geburtstag und ich habe ihn mit Karten für diesen Event überrascht und jetzt schneit es hier im Pott wie in den letzten 24 Jahren nicht mehr. Schnee ist ja schön und wir konnten auch gut jede Menge gebrauchen, aber hallo Frau Holle, es ist genug!!!
Jetzt haben wir soviel Schnee, dass das Dach von der Arena kaputt ist, klasse Frau Holle, jetzt ist das abgesagt worden und der Gatte sitzt wieder vor dem Fernsehen und wird wahrscheinlich diesmal sehnsüchtig erwähnen, wie schön es wäre einmal beim Skispringen live dabei sein zu können. Ich werde ihn jetzt kurzfristig aufheitern müssen, also Karten fürs Skispringen und Hotelzimmer werde ich wohl keine mehr bekommen, außerdem sind die Weihnachtsgeschenke schon verteilt und so ein Zusatzgeschenk außer der Reihe wäre etwas übertrieben. Ich werde ihm unser Fernsehgerät während der Übertragung komplett überlassen und mich in die Küche verdrücken und damit mein Schatz das Neujahrsskispringen auch so richtig genießen kann, werde ich ihm seinen Glotzentag mit Neujahrshörnchen versüßen…




Neujahrshörnchen ca. 23 Stück:
150 g Kandis
250 ml Wasser
125 g Butter
250 g Mehl
1 Teelöffel Zimt
2 Eier



Kandis in kochendem Wasser auflösen und die Butter darin schmelzen. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. In eine Rührschüssel das Mehl geben und mit dem Zimt mischen. Nach und nach die Zuckerbutterlösung zum Mehl geben und untermischen. Anschließend noch die Eier unterrühren. Den Teig etwas ruhen und quellen lassen. Den Hörnchenteig nach und nach in einem Hörnchenautomaten abbacken.
Die Waffelscheiben zu Hörnchen aufrollen und aufrecht in Gläser oder Tassen zum Abkühlen stellen.



Die abgekühlten Hörnchen mit Schlagsahne, Creme, Speiseeis oder Quark füllen.


Montag, 27. Dezember 2010

Das nächste Weihnachtsmenü kommt bestimmt…

ach war das wieder ein schönes Weihnachtsfest, nur glückliche und zufriedene Gesichter. Am Heiligabend war erstmal Schnee schieben angesagt und Tannenbaum einstielen und nicht zu vergessen, er musste auch noch geschmückt werden. Am frühen Nachmittag war dann alles fertig und das Warten aufs Christkind begann. Ja da hatte man das ganze Weihnachtsfest noch vor sich, aber heute ist es schon wieder Vergangenheit und mit jedem Tag mehr rückt man näher an das nächste Weihnachtsfest.
Ich plane ja gerne im Voraus und während ich über Weihnachten Kochbücher blättern konnte, sind mir einige schöne Rezepte in die Hände gefallen die beim nächsten Weihnachtsmenü ihren Auftritt finden könnten.
Da wäre z.B. das Rinderfilet mit einer Selleriekruste, aber das geht auch an ganz vielen anderen Tagen im kommenden Jahr…

Rinderfilet mit Selleriekruste
300 g Knollensellerie
125 ml Gemüsebrühe
60 g kalte Butter
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 Esslöffel Parmesan gerieben
40 g Paniermehl
1 Teelöffel Senf
2 Esslöffel gehackte Petersilie
4 Scheiben Rinderfilet á 150 bis 200 g
Butterschmalz


Knollensellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Selleriewürfel mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben und in ca. 20 Minuten weich dünsten, abgießen, dabei die Kochflüssigkeit auffangen und mit einem Pürierstab zu einem Mus pürieren. Evtl. etwas Kochflüssigkeit dazugeben. Das Selleriepüree mit Senf, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Butter, die Petersilie, den Parmesan und das Paniermehl untermischen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Rinderfilets von jeder Seite ca. 3 Minuten braun anbraten.
Die Rinderfilets auf ein Backblech legen und mit der Selleriemasse dick bestreichen.
Unter dem Backofengrill auf der mittleren Schiene goldbraun überbacken.

Freitag, 24. Dezember 2010

Rubine und Granaten, ein Dessert für Heiligabend…

Garten-Koch-Event Dezember 2010: Granatapfel [31. Dezember 2010]

Das ganze Büdchen ist festlich geschmückt und es duftet nach weihnachtlichen Gewürzen. Es müssen nur noch ein oder zwei Päckchen hübsch verpackt und der Tannenbaum prächtig hergerichtet werden, alles andere ist vorbereitet.
Am ersten Feiertag werde ich von Herrn GB ausgeführt, da bleibt die Küche im Büdchen kalt, na ja okay, evtl. gibt es Rührei zum Frühstück, aber sonst wird nichts gekocht.
Zum Kochen werde ich mich am zweiten Feiertag in die Küche begeben, aber dann wird wieder gekocht und gebrutzelt was der Ofen hergibt.
Heute wird es natürlich auch etwas Leckeres geben. Nein es gibt nicht Kartoffelsalat und Würsten, Herr GB hat sich Kartoffelsalat und Schnitzel gewünscht. Jaaa, wie sollte es auch anderes sein, seine geliebten Schnitzel! Aber es ist Weihnachten und da hat mein Schatz mindestens einen Wunsch frei.
Um das Ganze etwas aufzupeppen habe ich mich entschieden ihn mit einem Dessert zu überraschen. Die Anregung habe ich bei Sus im Gärtnerblog gefunden. Bei ihrem Dezemberevent geht es um Granatäpfel und um die geht es auch in meinem Dessert.
Orangencreme mit Granatapfelsoße, rot wie Rubine und Granaten, was wäre schöner für Heiligabend…

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen wunderschönen Heiligabend und ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Liebe Grüße aus dem Büdchen.



Orangencreme:
2 Eier getrennt
75 g Zucker
250 ml Orangensaft
250 g Sahnequark
200 ml Sahne
3 Blatt Gelatine
1 Prise Salz
2 Orangen



Die Orangen filetieren und zur Seite stellen.
Die Eier trennen und die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Den Quark und den Orangensaft in die Eigelbcreme rühren. Die Sahne steif schlagen. Ebenfalls das Eiweiß steif schlagen, hier bitte die Prise Salz zugeben.
Die Gelatine in etwas Wasser quellen lassen und anschließend bei geringer Hitze auflösen.
Die aufgelöste Gelatine unter die Orangeneigelbcreme geben. Hier nicht vergessen, erst einige Löffel Creme in die Gelatine geben und dann erst unter die Orangencreme geben.
Anschließen erst die Sahne und dann den Eischnee unter die Creme heben. Die Creme in Portionsschälchen geben und im Kühlschrank einige Stunden auskühlen lassen.

Granatapfelsoße:
2 Granatäpfel
40 g Zucker
1 Esslöffel Zitronensaft
120 ml kräftigen Rotwein oder Traubensaft

Die Kerne aus den Granatäpfeln lösen und in einem Topf auffangen. Den Rotwein (Saft), den Zucker und den Zitronensaft ebenfalls in den Topf geben und alles aufkochen. Auf kleiner Heizstufe alle um die Hälfte einkochen. Vom Herd nehmen und gut auskühlen lassen.

Die Creme mit den Orangenfilets dekorieren und mit der Granatapfelsoße anrichten.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Hmmm, lecker, Spätzchen auf dem Teller…

Es ist kalt, jawohl, eiskalt und das merkt auch das Vogelgetier. Herr GB ist für die Vogelfütterung zuständig und da hat er im Moment alle Hände voll zutun. Täglich muss er das Vogelhaus neu bestücken, die kleinen fliegenden Biester sind aber auch gefräßig, schon im Herbst haben sie die Sonnenblumenkerne stibitzt. Aber jetzt, wo es so super kalt ist finden sie recht wenig in der Natur und ich glaube, sie sind auch ganz schön bequem geworden. Sie werden von Herrn GB aber auch verwöhnt, jede Vogelart bekommt das Fresschen was sie bevorzugt. Schnellimbiss fürs Vogelvieh. Bei uns im Vogelhaus trifft sich aber auch alles mögliche Gefieder, sämtliche Meisenarten, Kleiber, Rotkehlchen, Drosseln, Eichelhäher, Zaunkönig, Stieglitz, Grünfinken, Dompfaffe, selbst ein Buntspecht kommt zum speisen. Es ist schon lustig was da so abgeht. Da jagt eine futterneidische Drossel die Blaumeisen und hinterrücks kommt ein Schwanzmeisenschwarm und putzt das Vogelhaus fast leer.
Während ich das Vogelvieh so beobachte fällt mit auf, was ich in unserer Gegend ewig nicht mehr gesehen habe, sind Spatzen. Die haben sich sicher verdrückt, weil sie hier kaum noch ihre Spatzennester bauen können. Ich muss mich außerdem mal erkundigen was die so fressen, vielleicht sind auch nicht die richtigen Körner für die Spatzen ausgelegt.
Aber wo ich gerade an Futter denke, wir müssen auch etwas auf den Teller bekommen, wie wäre es mit Spätzchen?
Nein, natürlich nicht die Fliegenden, sondern die Nudeligen, richtig heißen sie auch Spätzle und um genau zu sagen, mache ich Spinatspätzle…

Spinatspätzle in Schinkensahnesoße
Für die Spätzle
250 g Mehl
280 g frischer Blattspinat (oder 170 g gefrorener Spinat)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss frisch gemahlen
4 Eier

Für die Soße
250 ml Milch
150 ml Sahne
1 gehäufter Teelöffel Mehl
1 Esslöffel Butter
1 Zwiebel fein gewürfelt
Salz, Muskatnuss frisch gemahlen
100 g gekochten Schinken
4 Esslöffel geriebener Bergkäse


Den Spinat putzen und in Salzwasser 1-2 Minuten kochen und sofort in Eiswasser abschrecken, gut ausdrücken. Spinat mit den Eiern mit dem Stabmixer pürieren. (Tiefkühlspinat lediglich nur auftauen)
Mehl in eine Rührschüssel geben, die Spinateier zufügen und alles gut zu einem zähfließenden Teig verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Gute 20 Minuten ruhen lassen.

Milch und Sahne erwärmen. Die Zwiebelwürfel in der erhitzten Butter glasig dünsten, mit Mehl bestäuben und mit der Sahnemilch ablöschen. Etwas einkochen lassen. Den Schinken in Streifen schneiden und in die Soße geben. Den Bergkäse in die Soße rühren. Nicht mehr kochen!

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht den Teig in eine Spätzlepresse gebe und in das Salzwasser pressen. Sobald die Spätzle oben schwimmen mit einem Schaumlöffel herausfischen und kurz in kaltes Wasser geben.

Die fertigen Spätzle in die Soße geben und Portionsweise anrichten.

Montag, 20. Dezember 2010

Herzkirschenzeit…

Da gibt es ja diese bestimmten Pralinen in zartrosa Papier gepackt, die gibt’s nicht im Sommer, nee, nee, die Zeit für diese Leckerei beginnt im September, aber eh die hergestellt werden, muss die Claudia erstmal die Kirschen aussuchen und zwar die Piemont-Kirschen. Tja und soll ich Euch was sagen, die Kirschsorte Piemont gibt’s genauso wie die lila Kühe und die besagte Claudia ist so real wie Pumuckel. So eine Verdummdeufelei, ich hatte es mir so schön vorgestellt wie sie unter den Kirschbäumen herspazierte und die sonnengereiften Kirschen direkt vom Baum verköstigte. Die Kirschen kommen noch nicht einmal aus Italien!
Na da habe ich aber große Augen gemacht als ich das alles hier gelesen habe.
Habe mich davon aber nicht abhalten lassen und mich zum Einkaufen begeben. Was soll ich sagen, die Dinger waren in meinem Laden ausverkauft. Na so kann ich kein Dauerkunde werden.
Ich wollte doch aber unbedingt diese schönen Muffins backen wo diese Pralinchen rein sollten.
Also, ich wäre nicht die Tochter meiner Mutter, wenn ich in solchen Fällen handlungsunfähig wäre, habe ich kurzerhand Herzkirschen gekauft. Ist doch das Gleiche, Pralinen mit Kirsche und Likör. Was soll ich mit Kirschen die es nicht gibt. Herzkirschen, ja die gibt es und damit habe ich jetzt mitten im Winter die Herzkirschenzeit eingeläutet…


Herzkirschen-Muffins:
175 g Butter
1 Prise Salz
1 Esslöffel Vanillezucker
150 g Zucker
2 Esslöffel Zitronensaft
4 Eier
330 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
150g saure Sahne
12 Herzkirschen (Pralinen mit Kirschen und Alkohol gefüllt)
100 g Zartbitterkuvertüre


Butter mit Salz, Vanillezucker, Zucker und Zitronensaft schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und zu dem Eierbuttergemisch sieben. Alles gut verrühren. Zum Schluss noch die saure Sahne in den Teig rühren bis er schon geschmeidig ist.
Eine Muffin form einfetten oder kleine Papierförmchen in die Mulden der Muffinform stecken. (Dann spart man sich das Ausfetten) Jetzt jeweils einen gutgefüllten Esslöffel Teig in die Muffinmulden verteilen, darauf eine Herzkirsche geben und anschließend mit dem restlichen Teig bedecken. Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Umluft ca. 25 Minuten backen.
Aus der Form herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Kuvertüre schmelzen und die Muffins damit bestreichen.


Damit wird jedes Bengelchen zum Engelchen!

Freitag, 17. Dezember 2010

Hilfe die Kohlköpfe kommen...

So ein ganz kleines bisschen schäme ich mich ja, vor Wochen habe ich ja schon versprochen, ich erzähle Euch etwas von dem Raesfelder Kappesmarkt und wie unschwer zu erkennen ist, findet man nix aber auch gar nix über den hübschen Markt hier bei mir im Blog, der Markt war übrigens total verregnet. Ja und wenn man was ankündigt und dann doch nichts schreibt, ist schämen angesagt, aber jetzt ist das so lange her, da interessiert sich auch kein Mensch mehr dafür.
Aber wie ich jetzt auf den Mark komme? Ich habe meine Gefriertruhe überfallen und nach Leckereien gesucht und dabei sind mir Wirsingrouladen in die Hände gefallen. Boa, waren die lecker.
Tja und während wir diese leckeren Röllchen verputzten, musste ich eben wieder daran denken, dass ich tagelang mich nur um Kohlköpfe kümmern musste. Wieso erinnert mich das jetzt an Luis de Funes?
Nun aber wieder zu meinen Kohlköpfen und zum Markt zurück.
Also, zum super Schnäppchenpreis wurden dort auf dem Markt an jeder Ecke verschiedene Kohlarten feilgeboten. Das ich da zugreifen musste versteht sich doch von selbst, oder?
Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Kohlraben, aber auch Möhren und Lauch sind in meinen Einkaufskorb gewandert.
Aus den Möhren ist dieses Süppchen geworden. Den Rot- und Weißkohl habe ich in Gläser verpackt, ähnlich wie es neulich Charlotte mit ihrem Rotkohl auch gemacht hat. Den Lauch im Dörrautomat getrocknet. Dem Blumenkohl wurde nach diesem Rezept eingeheizt und das Rezept von den leckeren Wirsingrouladen verrate ich Euch jetzt:


Wirsingrouladen
1 Wirsing
600 g Gehacktes (das ist halb Schwein / halb Rind)
3 Esslöffel fein gehackte Zwiebelwürfel
1 Ei
1 Teelöffel Paprika
Salz und Pfeffer
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Teelöffel Brühpulver
1,5 Esslöffel Butterschmalz
Nochmals 1 Esslöffel Brühpulver
500 ml Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, ½ Teelöffel Kümmelpulver
Evtl. Stärkemehl
Die äußeren Blätter abtrennen. Den Wirsing waschen und entweder in einem großen Topf mit heißem Wasser, oder wie ich es gemacht habe, im Dampfgarer 5 Minuten bei 100°C blanchieren. Nach dem Bad in der Wärme, wird der Wirsing in kaltem Wasser abgeschreckt. Nun lassen sich die Blätter gut vom Strunk lösen und anschließend besser aufrollen.
Pro Roulade ein großes Blatt ausbreiten und den restlichen Wirsing in kleinere Stücke schneiden..
Das Gehackte mit den Zwiebeln, dem Ei, Brühpulver und den anderen Gewürzen vermengen. Jeweils ca. 100 g. Gehacktesmasse auf ein Blatt geben und anschließend die Seiten des Blattes einschlagen, dann das Ganze zu einer Roulade aufrollen. Ggf. mit Rouladennadeln feststecken, oder mit Garn binden.
Butterschmalz auslassen und die Rouladen von allen Seiten schön braun anbraten. Die restlichen Wirsingstücke ebenfalls in den Topf geben und mit anbraten.
Den Esslöffel Brühpulver einstreuen, Salz, Pfeffer und Kümmelpulver dazugeben. Mit der Fleischbrühe ablöschen dass das Gemüse und die Rouladen gut zur Hälfte bedeckt sind. Sollte die Brühe nicht reichen, kann man noch etwas Wasser angießen. Nun mit wenig geöffnetem Deckel gute 35 bis 40 Minuten schmoren. Wenn der Deckel leicht offen steht, kocht die Soße schön ein. Sollte die Soße zu dünn sein, kann man sie mit etwas angerührter Stärke andicken.
Wir haben dazu Salzkartoffeln gegessen, die kann man so schön in die Soße matschen.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Gebäck, eine Freude für die Kollegen…

Die Winterzeit schreit ja förmlich nach Koch- und Backgenüssen und vor allem, wenn man auch noch gerne in der Küche experimentiert. Doch was macht man mit den ganzen Leckereien? Weder Herr, noch Frau GB möchten in eine nächstgrößere Kleidergröße wechseln. Also ist die Versuchsfreudigkeit automatisch bei einem Zweipersonenhaushalt eingeschränkt. Was macht man mit den ganzen Leckereien? Klar man kann einkochen, einfrieren, einlegen, trocknen und was weiß ich nicht noch alles, aber gegessen werden sollte es schon mal irgendwann. Dass Besuch im Büdchen abgefüttert wir ist selbstverständlich, nur jeden Tag wird im Büdchen auch kein Besuch bewirtet. In Anbetracht dieser Tatsache muss ich mir zwangsläufig Alternativen suchen. So genannte Versuchskaninchen. Die Kollegen von Herrn GB bieten sich da super an, auf jedem Fall für alles was an Gebäck produziert wird, also es muss gut zu transportieren und mit wenig Geschirr bzw. Besteck zu essen sein.
Ich kann gar nicht beschreiben wie sich die Herren immer freuen wenn es wieder was aus der Versuchsküche zum probieren gibt. Meistens muss ich anschließend noch die Rezepte kopieren und die Herren nehmen die Rezepte ihren Frauen mit. Für die Gattinnen, die evtl. nicht so gerne in der Küche stehen, muss das ja nicht gerade funkende Freude verursachen.
Neulich habe ich den Kollegen mit Orangen-Dattel-Törtchen mit Marzipan eine Freude bereitet. Die Törtchen sind so gut angekommen, ich hätte fast wegen der Anzahl der Rezepte einen Copy-Shop aufsuchen können…


Orangen-Dattel-Törtchen mit Marzipan
8 Datteln entkernt und fein gehackt
100 g Walnüsse fein gemahlen
250 g gesiebtes Mehl
2 ½ Teelöffel Backpulver
½ Teelöffel Natron
1 Teelöffel Zimt
1 Esslöffel geriebene Schale einer unbehandelten Orange
1 Ei
150 g brauner Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
80 ml Rapsöl
175 ml Buttermilch
250 ml Orangensaft
2-3 Esslöffel Orangenmarmelade
100 g Marzipanrohmasse
2-3 Esslöffel Puderzucker


Ein Muffinblech fetten oder Papierförmchen in die Muffinmulden stecken.
Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und Orangenschale mischen. Das Ei mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Öl, Orangensaft und Buttermilch mit der Eiercreme vermengen. Die Mehlmischung mit einem Rührlöffel in die Eiermasse geben und gründlich verrühren . Die gehackten Datteln mit den Walnüssen mischen und auch noch in den Teig geben.
Den Teig auf die Muffinformen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C Heißluft 25 bis 30 Minuten backen.
Die gebackenen Törtchen auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
Aus der Marzipanrohmasse 6 Kugeln formen und jeweils einmal durchschneiden. Die Orangenmarmelade erwärmen und oben auf den Törtchen verteilen. Jeweils eine Halbkugel Marzipan aufsetzen und mit Puderzucker gründlich bestäuben.


Sollte Teig übrig sein und es findet sich keine Leckerschnute, einfach in kleinere Muffinförmchen füllen und in der Hälfte der Zeit backen.

Montag, 13. Dezember 2010

Fleischlos, umweltfreundlich und noch lecker...

Manchmal steht mir mein schlechtes Gewissen ja doch ganz schön im Rücken.
Hier im Büdchen wird ja nicht so viel Fleisch gegessen, aber ab und an dann doch gelegentlich und wenn, dann versuche ich auf BIO Fleisch und dem Metzger meines Vertrauens zurückzugreifen. Was sich im Pott ja nun nicht immer ganz so einfach gestaltet, zumal diese Region eher für Industrie, statt für Landwirtschaft, steht.
Für unsere Lebensmittelbeschaffung nehme ich durchaus auch weitere Wege in kauf, wobei ich mich dann wieder frage, ob ich mir die Umweltbelastung, die ich mit meiner herumgurkerei fabriziere, nicht doch lieber schenken soll. Fazit: entweder belaste ich die Umwelt mit Schadstoffen, oder ich esse was ich nicht essen will. Manoman ist das eine Hickhack. Natürlich macht mich das sehr nachdenklich, aber irgendwie habe ich den Eindruck, ich stecke da ganz schön in der Zwickmühle, zumal ich auch am liebsten mit frischen Produkten koche. Der Fleischer meines Vertrauens ist etwas entfernter, also gibt es auch nicht täglich Fleisch. Aber was ich ganz gut direkt in meiner Nähe, oder auf meinem Weg zur Arbeit täglich besorgen kann, ist Bio Gemüse und Obst. Also gibt’s was fleischloses, ohne unnötige Kilometer zu fahren, sprich umweltfreundlich und wenn man das richtige Rezept hat, auch noch total lecker...


Blumenkohlauflauf
600 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
1 Esslöffel Butter
1 gestrichener Esslöffel Mehl
250 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch
100 g Schmand
Salz
Pfeffer und Muskatnuss frisch gerieben
150 g geriebener Bergkäse


Kartoffel schälen in dünne Scheiben schneiden und ca. 5 bis 10 Minuten kochen. Sie sollen wirklich nur angegart sein bloß nicht zu weich. Den Blumenkohl in Rösschen teilen und ebenfalls ca. 10 Minuten garen. Ich habe beides jeweils in einen gelochten Garbehälter gegeben und im Dampfgarer gekocht.
Im Topf die Butter zerlassen, das Mehl einstreuen und leicht anrösten. Mit der Gemüsebrühe und der Milch ablöschen. Mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer würzen.
In eine gebutterte Auflaufschale die Kartoffelscheiben geben, darauf die Blumenkohlröschen verteilen, mit der Soße übergießen, den Schmand Tupfenweise verteilen und alles mit dem Käse bestreuen.
Bei 160 ° C im Backofen ca. weitere 25 Minuten garen. Sollte der Käse noch nicht braun genug sein, noch 5 Minuten unterm Grill gratinieren.
Dazu einen frischen Weißwein, sag ich doch, fleischlos kann auch lecker sein...

Freitag, 10. Dezember 2010

Zimtschneckentag im verlorenen Blog…

Sicher kennt Ihr das auch, dieses unendliche surfen durch die ganzen Küchenblogs. Man liest mal hier, man liest mal dort und denkt, ach das musst du unbedingt nachmachen. Hörte sich auch so lecker an. Tja, dann kommt der Tag X und du findest den Blog nicht mehr wieder mit dem super leckeren Rezept. Na klasse. Genauso war es auch neulich mit dem Rezept für die Zimtschnecken, ich kann mich nur noch an Kardamom erinnern und an Butter. Außerdem war die Rede davon, sie wären flauschig, schönes Wort für ein saftiges Hefegebäck. Es war auch ein Bild von den kleinen flauschigen Dingern, so hübsch und appetitlich sahen sie aus.
Ich habe sie schon förmlich auf der Zunge zergehen lassen. Aber dann habe ich den Blog nicht mehr wieder gefunden.
Jetzt habe ich einfach mal selbst Zimtschnecken gebastelt, auch wenn eigentlich kein Zimtschneckentag ist, aber wir sind hier ja auch nicht in Schweden, sondern im Büdchen, im Pott und meine Schnecken waren auch so schön flauschig und fluffig, wie auf den Bildern in dem verlorenen Blog…

Übrigens, sollte jemand den Blog finden, wäre ich für einen Tipp echt dankbar.


Zimtschnecken
500 g Mehl
75 g Butter lauwarm
¼ Liter lauwarme Milch
1/2 Würfel frische Hefe
1 Teelöffel Salz
60 g Zucker
1 Kapsel Kardamom (nur die Körner aus der Kapsel)

125 g flüssige Butter
2 Teelöffel Zimt
60 g Zucker

1 Ei und 3 Esslöffel Kondensmilch, Hagelzucker

Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine kleine Mulde drücken und dahinein die Hefe bröckeln, den Zucker herum streuen und die lauwarme Milch angießen. Ca. 10 Minuten stehen lassen dann kann die Hefe sich entwickeln. Zwischenzeitlich die Kardamomkapsel aufbrechen und die Körner in einem Mörser zerreiben. Mit dem Salz und der lauwarmen Butter zur Hefe geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Mit einem Tuch abdecken und gute 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Anschließend auf die Größe eines Backblechs rechteckig ausrollen. Die flüssige Butter mit dem Zucker und dem Zimt zu einer Paste verrühren und gleichmäßig auf den ausgerollten Teig streichen.
Nun von der breiten Seite her aufrollen. Die Zimtrolle in 16 Scheiben teilen und auf ein, mit Backpapier ausgelegtem, Backblech verteilen. Bitte genügend Abstand lassen, sonst lieber noch ein zweites Backblech belegen.


Die Schnecken nochmals gehen lassen bis sie sich deutlich vergrößert haben. Kurz vor dem Backen das Ei mit der Kondensmilch verschlagen und die Schnecken damit bestreichen. Etwas Hagelzucker aufstreuen.

Die Schnecken im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
Etwas abkühlen lassen, aber sie schmecken warm wie kalt total lecker.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein Rezept um sieben Ecken…

14ter mediterraner Kochevent - Syrien - tobias kocht! - 10.11.2010-10.12.2010
Tobias hat wieder zum Mitmachen aufgerufen, diesmal hat er Syrien herausgefischt. Erst dachte ich ja, oh no, da brauchst Du Dir gar nicht erst Gedanken machen, aber dann kam die Erleuchtung. Eine Bekannte, von einer Bekannten und deren Bekannte….
Nein, nein, ganz so schlimm war es dann doch nicht.
Aber ich kenne einen Australier der hier in Deutschland lebt, eigentlich ist er nur Halbaustralier, und mit einer Syrerin verheiratet. Um genau zu sagen, auch sie ist eine Halbsyrerin. Interessiert sich hier wahrscheinlich kein Mensch für, aber für mein Rezept waren diese Tatsachen nicht ganz unbedeutend, denn würde ich den Halbaustralier nicht kennen, hätte ich mir beim Tobias das Syrier-Kochevent von der Backe putzen können und so konnten wir uns das Mäulchen putzen. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob es ein Originalrezept ist, aber ich habe es original nach den Angaben nachgebastelt.
Die Gewürze und Zutaten gehören jetzt zwar nicht zu unserer Alltagsküche, doch da uns die Geschmacksrichtungen aus der Weihnachtszeit bekannt sind und wir ja nun auch mitten im vorweihnachtlichem Geschehen stecken, passte alles wie bestellt, ein schönes Rezept nicht nur zur Weihnachtszeit.
Dem Tobias sage ich mal Danke, denn ohne seine Kochanregung wäre ich nie darauf gekommen um sieben Ecken nach einem Rezept zu suchen...



Orientalischer Fischauflauf:
250 g Bulgur (vorgekocht)
1 Esslöffel Brühpulver
4 würzige Zwiebeln in kleine Würfel
350 g geraspelte Möhren
6 Datteln entkernen und in kleine Stücke hacken
1 Esslöffel Orangenschale einer Bio-Orange
75 ml frischen Orangensaft
600 g Steinbeißerfilet
Salz, Pfeffer,
Samen einer Kapsel Kardamom
1 Messerspitze Koriander
1 Messerspitze Zimt
1 Teelöffel Minze
1 Messerspitze Zucker
2-3 Tropfen Rosenwasser (nur nach Bedarf)
2 Esslöffel Butter


Bulgur in 1 Liter Salzwasser und dem Brühpulver 10 Minuten kochen. Die Zwiebelwürfel, geraspelte Möhren, Orangenschale und die gehackten Datteln untermischen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Rosenwasser abschmecken.
Bulgur in eine ausgefettete Auflaufschale füllen und glatt streichen.
Das Steinbeißerfilet in 4 gleiche Teile teilen und auf das Bulgur legen. Salz, Pfeffer, Kardamom, Koriander, Zimt, und Minze in den Orangensaft geben und den Fisch damit beträufeln. Die Butter in Flocken aufsetzen und alles bei 180°C im vorgeheizten Backofen 25 Minuten garen.
Den Fisch kann man durch Lammhackbällchen oder Spieße austauschen.
In Syrien isst man Fladenbrot und Joghurtsoße mit viel Knoblauch und Minze dazu.

Montag, 6. Dezember 2010

Schokoladenwahn, oder ich lade mir Besuch ein...

Na gut, ich gebe es zu, spätestens ab 01.November jeden Jahres bin ich der Schokolade verfallen. Keine Woche vergeht ohne ein Schokidessert. Bisher konnte ich das im Büdchen immer damit argumentieren, dass ja bald Weihnachten ist und ich noch ein passendes Dessert fürs Weihnachtsmenü suche. Aber so langsam kommt man mir hier im Büdchen auf die Schliche und selbst mir erscheint die Möglichkeit, ein Schokoholiker zu sein, immer wahrscheinlicher.
Im letzten Jahr sind mir schon diese netten Förmchen mit Anleitungsbuch aufgefallen, aber ich habe sie ignoriert mit der Hoffnung irgendwann kommt der Sommer und die Schokogelüste vergehen mit steigenden sommerlichen Temperaturen.
Soweit so gut, das hatte auch geklappt, aber es ist nicht zu leugnen, dass bereits der Sommer vorbei ist, selbst der goldene Oktober uns vor Wochen schon den Rücken kehrte und wir mit super großen Schritten aufs Weihnachtsfest zugehen. Das heißt wir haben Winter, es ist wieder kalt und der Schokoappetit wächst stetig.
Also die hübschen Formen mit der Anleitung werde ich mir auch in diesem Jahr verkneifen, aber beim Dessert werde ich die Götterspeise wieder einbeziehen, ist doch bald Weihnachten und nur für Besuch...


Schokoladen-Panna-Cotta mit Himbeeren
150 g Zartbitterkuvertüre
450 ml Sahne
150 ml Milch
50 g Zucker
3 Blatt Gelatine
250 g Himbeeren (gefroren)
2 Teelöffel Speisestärke
1 Esslöffel Zucker

Milch mit der Sahne in einen Topf geben und erwärmen. Die Schokolade raspeln und in der warmen Sahnemilch schmelzen. Den Zucker zugeben und auch auflösen.
Gelatine in etwas Wasser geben und gute 10 Minuten quellen lassen. Die Gelatine ausdrücken und auch in die Sahnemilch geben und auflösen. Anschließend etwas abkühlen lassen, auf Portionsgläser verteilen und zum kühlen in den Kühlschrank stellen.
Zwischenzeitlich die Himbeeren auftauen und den Saft auffangen. Den Saft ggf. mit Wasser auffüllen bis man 200 ml erhält. Zwei Esslöffel Saft abnehmen und mit der Speisestärke und dem Zucker glatt rühren. Den restlichen Saft erhitzen und mit der Speisestärke andicken.
Auf die Panna-Cotta vorsichtig die aufgetauten Himbeeren setzen und mit dem angedickten Saft überziehen. Wieder in den Kühlschrank stellen und bis zum Verzehr kühlen.

Freitag, 3. Dezember 2010

Die Erbsen zum Eisbein, die Linsen zum Lachs, (Ein)topf eben...

Eigentlich suche ich ja immer nach total simplen Rezepten. Einfach zack in den Topf ohne großen Aufwand. Auch die Gewürze sollten sich im Rahmen bewegen. Im Büdchen sind zwar Geschmackserlebnisse ausdrücklich erwünscht, aber immer schön mit dem Würzen auf dem Teppich bleiben. Einzelne Geschmacksnuancen können nicht nur, sondern sollten durchaus erkennbar sein. Nicht einfach nur alles zusammen schmeißen. Eintopf ist nicht gleich “ein Pott“. Außerdem gibt es ja auch die berühmten Paarungen die einfach immer funktionieren, die darf man auch nicht so mir nichts dir nichts ignorieren. Ich rede jetzt von Bohnen und Speck, Sauerkraut und Kassler, Wirsing und Gehacktesbällchen oder Linsen und Lachs. Jaaa, um genau zu sagen, Stremellachs. Nicht immer nur Mettwürstkes und Linsen. Hab da aus irgendeinem Werbeblättchen mal einen echt leckeren Eintopf gekocht. Wie ich es genau gemacht habe, habe ich mal aufgeschrieben, aber man braucht schon 2 Töpfe...

Linsen mit Balsamiko und Stremellachs
250 g Sellerie
250 g Möhren
150 g Porree
2 Schalotten
2 Esslöffel Olivenöl
50 g mild geräucherten Speck in feine Würfel
1 Lorbeerblatt
1 Thymianzweig

300 g Puy-Linsen
Dunkler Balsamico
100 ml Weißwein
2 Liter Gemüsebrühe
200 ml Sahne
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
200 g Stremellachs
etwas Kerbel

Gemüse putzen und in kleine feine Würfel schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen und Schalotten mit Speck, Lorbeer und Thymian darin anbraten. Die Hälfte der Sellerie- und Möhrenwürfel mit 250 g Linsen dazugeben und kurz mitdünsten. Mit etwas Balsamico ablöschen und den Weißwein angießen. Anschließend mit der Brühe auffüllen und ca. 40 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis die Linsen gar sind.
Nun alles püriere und durch ein feines Sieb streichen. Nochmals aufkochen und die Sahne untermixen. Evtl. mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken.
Restliche Linsen mit der übrigen Hälfte der Möhren, dem Sellerie und die Lauchwürfel separat in Wasser garen, kurz abtropfen lassen und mit kalten Wasser abschrecken.

Den Lachs bei 50°C im Ofen erwärmen. Suppe mit Pürierstab aufschäumen, Linsen und Gemüsewürfel zufügen. Suppe in Schalen geben. Den erwärmten Lachs hineinsetzen und mit etwas Kerbel bestreuen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Früher gab es Prickel pit, heute gibt’s Champagner...

Neulich beim Einkauf bin ich mal am Süßigkeitenregal vorbei geschlichen,man muss sich ja mal informieren, was es alles so neues gibt. Ich gebe zu, ich bin ja doch sehr eingefahren wenn es um Süßigkeiten geht. Irgendwie greife ich ja doch immer zu den gleichen Naschereien. Aber diesmal sollte es anders sein, also habe ich mir mal etwas mehr Zeit genommen und die riesige Regalwand studiert. Tja, und dann wurden da Kindheitserinnerungen wach. Da ist mir ein Curlywurly in die Hände gefallen, ich kenne ihn zwar noch unter Musketier oder Leckerschmecker, aber beides sind Karamelriegel. Ein ganzes Packet mit Ahoi Brause, natürlich verschiedene Geschmacksrichtungen. Rolo im Dreierpack, Esspapier, Schokoladenzigaretten, aber wo ist die Telebar geblieben? Diese quadratische Pappschachtel, gefüllt mit verschiedenen drageeartigen Nüssen, die in den 70gern auf keinem Wohnzimmertisch fehlen durfte, wenn die Samstagabendshows mit Kuhlenkampf und Fuchsberger kamen.
Oder wo bitte schön sind die Muscheln , diese kleinen Dinger gefüllt mit, na ich sage mal, Honigbonbonmasse? Was ich auch vermisse, sind die kleinen mini Plastikpokale, gefüllt mit Schokolade die mit einem Winziglöffel gegessen wurden. Dieses Löffelchen war seitlich an dem Plastikpokal angebracht und man konnte ihn einfach abbrechen und Schwupps hatte man eben gleich das richtige Werkzeug zum speisen. Tja und dann gab es noch das Prickel pit oder auch PEZ , diese kleinen winzigen Brausesteinchen die in diese hübschen Disney Figuren bzw. Stangen füllt wurden. Drückte man den Kopf der Figur nach hinten gab es ein Brausesteinchen, war man etwas zu forsch, ist der Kopf abgebrochen und man musste mit viel Mühe diese Steinchen aus dem Rest der Figur heraus fummeln. Außerdem haben diese Brausesteinchen gar nicht richtig gebraust, nix da mit prickelndem Genuss, aber heute weiß ich was prickelt, wie wäre es mit ein bisschen Champagner???


Champagnercreme mit Granatapfel:
1 Granatapfel
4 Eier
6 Blatt Gelatine
75 g Zucker
200 ml Champagner oder Sekt
1 Esslöffel Zitronensaft
200 ml Sahne


Den Granatapfel aufschneiden und die Kerne aus der Schale in ein Schüsselchen klopfen. Zur Seite stellen.
Die Gelatine in etwas Wasser nach Vorschrift einweichen. Während die Gelatine quillt, die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker zu einer schaumigen Creme schlagen. Den Champagner und denn Zitronensaft unter die Eigelbcreme rühren. Die ausgedrückte Gelatine erwärmen bis sie flüssig ist und auch unter die Creme rühren.

Die Eiweiße zu Schnee schlagen und ebenfalls die Sahne schlagen.
Erst die Sahne unter die Creme heben, dann den Eischnee.
Auf kleine Portionsgläser die Granatapfelkerne verteilen, einige für die Dekoration zurück halten. Anschließend die Creme auf die Gläschen verteilen. Die Creme für mindestens 2-3 Stunden kalt stellen. Kurz vor dem Servieren mit den restlichen Granatapfelkernen dekorieren.