Mittwoch, 31. August 2011

Herr GB ist wech…

Jau, das ist doch wohl echt scharf, Kevin Klärchen allein Zuhaus. Ich kann Euch was erzählen, hier tanzt die Maus auffem Tisch (wohl gemerkt auf dem Neuen). Neee, keine Panik, Herr GB hat das Klärchen nicht in den Tabak geschossen und ich ihn auch nicht, er war nur recht blass im Gesicht und die Gemüsekur trieb ihm auch nicht die gesunde Frische in die Backen wie eigentlich erwartet. Also was liegt da näher als ab inne Berge und Luftveränderung tanken. Er hat gleich den Pilzschwager, den Gatten der Schokischwester und noch einen guten Freund eingepackt und jetzt machen die Vier eine Wandertour. Ich glaube ja eher es wird eine Hüttentour, also sie flitzen von Hütte zu Hütte und küren am Ende der Woche die beste Hüttenspeisekarte. Neulich als Herr GB mal wieder ein Lebenszeichen von sich gab musste er ganz plötzlich das Gespräch beenden, der Schokischwager hatte eine Flasche mit Brombeer-Holunderlikör ausgepackt, der sollte wohl vernichtet werden, also der Likör!
Tja, ich wasche meine Hände ja in Unschuld, ich war für den Kuchen und für die Lufttrockne verantwortlich, mit dem Schnappes hab ich nix zu tun. Sollen sie sich ruhig mal ungesund ernähren, ich päppel sie schon wieder auf ;-)
Eigentlich könnte ich ja jetzt Chips und ungesunden Zeugs in mich rein stopfen, ist ja keiner da den ich zur gesunden Ernährung bekehren müsste, außerdem bin ich ja von Haus aus etwas faul wenn es um die eigene Versorgung geht. Doch eh Herr GB sich auf die Socken machte, hatten wir noch Rinderhüfte eingekauft und frische Bohnen lagen hier auch noch rum. Ja soll es das denn Tatsächlich geben??? Jetzt muss ich nur für mich Gemüsepflanze ein Fleischgericht kochen???
Okay, also gab es Chili-Rindfleisch mit Bohnen-Reis und Cashewkernen, erzählt das nur nicht Herrn GB…
40 g Reis
400 ml Gemüsebrühe
½ Teelöffel Currypulver
1 rote Chilischote
125 g Rindfleisch (Hüfte)
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
300 g grüne Bohnen
1 Esslöffel Cashewkerne
Saft einer ½ Limone
Den Reis in 200 ml Gemüsebrühe garen. Die Chilischote waschen, in feine Ringe schneiden und dabei die Kerne entfernen. Rindfleisch in Streifen schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen, Chiliringe mit Rindfleisch darin anbraten. Mit Salz, Pfeffer, und Paprika würzen. Restliche Brühe angießen. Bohnen waschen, in Stücke brechen und in Salzwasser 5 Minuten garen. Die Bohnen abgießen und zu dem Rindfleisch geben. Alles zusammen ca. 10 bis 15 Minuten auf kleiner Hitze garen. Die Cashewkerne hacken und zusammen mit dem gegarten Reis in die Fleischbohnenmischung geben. Mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.


Dienstag, 30. August 2011

Fango, Mango,Tango...

Ich konnte einfach nicht widerstehen und Herr GB auch nicht. Folglich ist nicht eine in den Einkaufskorb gewandert, sondern gleich zwei. Die Rede ist von Mango. Morgens Mango, abends Tango, zwischendurch noch eine Fango. Na wenn es dann nichts wird mit der Verjüngungskur. Also nicht etwa dass Herr GB und ich das nötig hätten, nieeee im Leben, aber in Indien schreibt man der Mango positives für Herz und Hirn zu. Wen ich Euch jetzt erzähle, dass sie sehr gesund ist, wundert Euch das sicher nicht. Aber jetzt mal ganz ohne Scherz, sie hat mehr Vitamin A als Aprikosen und Vitamin A ist unverzichtbar für Haut und Augen. Und den hohen Anteil an Vitamin C will ich Euch auch nicht verschweigen. Aber was mir an diesem Obst sehr entgegenkommt, es reift nach. Bisher dachte ich immer die Besten sind die Flugmangos, die widersprechen allerdings eindeutig meinem Umweltbewusstsein. Ja, ich weiß, eigentlich sollte man in unserer Region komplett auf Mangos verzichten zumal sie hier nicht hingehören. Da sprechen wir dann ein anderes Mal drüber, weil ich habe hier nämlich noch etwas nicht regionales was in meinem Rezept steht, es ist die Tonkabohne. Ich habe Herrn GB mit Tonkabohnenquarkmousse an Mangogelee überrascht, allerdings nach dem Essen waren wir so satt, da war dann nichts mehr mit Mango-Tango. Ich denke die Reihenfolge sollte anders sein, Fango, Tango, Mango...
Tonkabohnenquark
250 g Quark
250 g Schmand
200 ml Sahne
1 kleine Tonkabohne fein gerieben
2 Esslöffel Zucker
6 Blatt Gelatine
Mangomus
2 Mangos
50 ml weißen Süßwein
1 gehäuften Teelöffel Speisestärke
50 ml Mango- oder Pfirsichsaft
Einige Pistazien gehackt und Minzblätter
Den Quark mit dem Schmand, Zucker und der geriebenen Tonkabohne gut verrühren.
Sahne schlagen und zur Seite stellen. Gelatine einweichen und nach angegebener Quellzeit erwärmen damit sie flüssig wird. Etwas Quarkmasse mit Gelatine verrühren und anschließend komplett mit dem Quarkgemisch verrühren. Nun noch die Sahne unterheben.
Die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Süßwein und dem Saft mischen, anschließend etwas ziehen lassen. Einige Würfel der Mango zur Seite stellen und den Rest pürieren. Das Mangomus nun erwärmen und mit etwas Speisestärke andicken. Es sollte eine puddingartige Konsistenz bekommen.
Den Quark und das Mangomus abwechselnd in ein Glas schickten. Mit gehackten Pistazien und Minzblätter dekorieren.


Montag, 29. August 2011

Jetzt habe ich sie auch...

Ich glaube es gibt kaum noch irgendeinen Foodblogger der sie noch nicht auf seinem Blog hat. Sie sind aber auch wirklich klasse. Sie machen den Blog nicht nur hübsch, nein sie schmecken auch noch und sollte man mal wieder zu viele von den frischen ungespritzten gekauft haben, kann man sie auf diese Art super konservieren. Sie werden auch gerne als Geschenk genommen. Fast jeder kennt sie, aber im normalen Supermarkt bekommt man sie nicht, oder eher äußerst selten. Bei bestimmten Gerichten aus gewissen Regionen sind sie unerlässlich. In die Europäische Sommerküche haben sie sich ja schon längst eingeschlichen und sind oft das i Tüpfelchen wo gleich jeder fragt, wonach schmeckt das nur?Ja es schmeckt bekannt und doch sehr fremdländisch. Ach, ich habe noch gar nicht erzählt wovon ich spreche? Ich rede und rede, aber Ihr konntet euch sicher schon denken, dass ich die Salzzitronen meinte, oder?
Ich glaube es gibt mehr Salzzitronenrezepte wie es in einer Saison Zitronen gibt, also dachte ich mir, was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.
Die Idee, nur eine Zitrone in ein Glas zugeben, habe ich dem Robert geklaut. Auch meine Zitronen sollten gut 4 Wochen mit Missachtung gestraft werden, eh sie in die Pfanne gehauen das Gericht gegeben werden. Ich habe mal 4 Zitronen eingelegt, zwei fürs Büdchen und zwei zum Verschenken. Was ich genau mit Salzzitronen anstelle verrate ich Euch demnächst an Hand von entsprechenden Rezepten. Also warten lohnt sich...
4 unbehandelte Bio-Zitronen

4 Nelken
2 Sternanise
4 Miniprisen Kreuzkümmel
4 Piment
4 weiße Pfefferkörner
4 schwarze Pfefferkörner
4 Kubebenpfefferkörner
3 Esslöffel Zucker
6 Esslöffel Salz
¾ Liter Wasser
Wasser mit Salz und Zucker aufkochen und etwas köcheln lassen bis ein etwas dicklicher Sirup entstanden ist. Die Zitronen waschen und achtmal segmentartig einschneiden, aber nicht durchschneiden. Jeweils eine Zitrone in ein sterilisiertes Einkochglas geben, eine Nelke, ½ Sternanis, 1 Prise Kreuzkümmel, 1 Piment, je ein Pfefferkorn zu jeder Zitrone geben und die Gläser mit dem Salz-Zuckersirup aufgießen. Die Gläser verschließen und bei 100°C ca. 30 Minuten einkochen.
Der Sirup eignet sich super für Salatsaucen und die Zitronenschale in kleinen Stücken peppt jeden bitteren Blattsalat auf. Aber wie schon erwähnt, Rezepte folgen.


Freitag, 26. August 2011

Blumen(kohl) soweit das Auge reicht...

Bei uns am Haus haben wir ein Spalier mit einer Clematis die ein kleines bisschen als Sichtschutz dienen soll. Sie steht jetzt im 5 Jahr dort und lt. Aussage unseres Gärtners wächst sie nicht, nein, sie wuchert – angeblich! Blühen, ja blühen würde sie auch! Mindestens zweimal im Jahr, mit Blüten von Handtellergröße. Triebe in alle Himmelsrichtungen vor denen wir uns kaum retten können. Ach was!!!Ganz begeistert war ich von dem guten Stück. Im ersten Jahr hatte sie 5 bis 10 Blüten, die waren auch handtellergroß. Im zweiten Jahr wurden es mehr Blüten, die Handteller kleiner. Im dritten Jahr hatte sie Triebe, gibt es mehr als vier Himmelsrichtungen? Im vierten Jahr pflanzten wir ihr einen Gesellen dazu, vielleicht war sie einsam?! In diesem Jahr hatten wir die Faxen dick und haben ihr offiziell mitgeteilt, dass sie Platz machen muss für eine Kletterrose und siehe da, es geht doch...
Dem Blumenkohl, den ich auf dem Markt gekauft habe, habe ich vorsichtshalber nichts angedroht. Wer weiß was sonnst vielleicht passiert wäre. Eh wir unter Blumenkohlröschen ersticken habe ich die Röschen mal schnell zu einem leckeren Mittagessen verarbeitet.
Chicken-Curry zum hier essen:
250g Hähnchenbrust
2 Zwiebeln
6 Karotten
2 Teelöffel Pflanzenöl
Salz
2 gestrichene Esslöffel Currypulver
400 g Blumenkohlröschen
250 ml Milch
150 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Kokosnussraspeln in der Pfanne leicht gebräunt
Evtl. etwas Cayennepfeffer
1 Stange Zitronengras

Dazu Duftreis
Hähnchenbrust in Streifen schneiden. Zwiebeln in Würfel und die Karotten putzen und in Scheiben schneiden. Öl erhitzen Fleisch mit Zwiebeln anbraten. Karotten und Blumenkohl zugeben und 5 bis 10 Minuten andünsten. Mit Milch und Brühe ablöschen, mit Salz und Currypulver würzen, Zitronengras zugeben und bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten garen.
Nun die Kokosnussraspeln untermischen und ggf. nochmals mit Salz, Curry und etwas Cayennepfeffer abschmecken.
Das Chicken-Curry mit Duftreis servieren.
Tipp: Zitronengras mit dem Fleischklopfer kräftig klopfen, dann gibt das Zitronengras mehr Geschmack



Mittwoch, 24. August 2011

Ich backe mal wieder...

Ist ja schon lustig, alle Welt redet vom Abnehmen, von gesunder Ernährung, Ernährungsumstellung mit und ohne Kohlehydrate. Mit und ohne Eiweiß. Mit und ohne Fett. Mit und ohne Kalorien. Mit und ohne Essen und Trinken, aber vitaminreich und nährstoffhaltig sollte es sein. Je mehr ich hier im Büdchen diese Themen auseinander nehme, umso weniger Leser hängen hier herum. Aber sobald ich auf meine Speisekarte etwas von Kuchen schreibe, ist es hier rappelvoll.Leute, auch wenn die ersten Freibäder bereits wieder geschlossen haben, es gibt auch noch Hallenbäder und diverse Meere, Seen und Ozeane.

Ja bin ich denn die Einzige die auch noch im Badeanzug eine gute Figur machen will? Ich versuche hier ernste Themen anzusprechen und was ist? Nein, es werden sich hier nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen gemopst, hier besteht man nur wenn man gleich ein ganzes Kuchenbuffet auffährt. Na ja, ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren und ich weiß dass es hier auch Leser gibt die sich über figurfreundliche Rezepte freuen, weil evtl. ein Rock zu platzen droht oder ein Bikini etwas stramm sitzt. Wobei ich mir sicher bin, bei dem Bikini waren diese Schokokekse schuld.
Mein Leid mit den lesenden Kuchenessern habe ich Herrn GB geklagt. Na das war ja Wasser auf seinen Mühlen. Ich habe schon die Überlegung angestellt, ob er vielleicht hinterrücks mit meinen Lesern in Verbindung steht und den ganzen Boykott anzettelt?! Okay, Ihr habt es nicht anderes gewollt, ich backe mal wieder...

Herzhafte Blätterteigtörtchen mit Auberginen, Tomaten und Oliven:
4 Quadratische Blätterteigplatten (ca. 150 g, ggf. TK-Ware)
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Aubergine
Olivenöl
50 g Oliven ohne Steine
50 g getrocknete Tomaten
2 Teelöffel Kapern
30 g Pinienkerne
Pfeffer und Salz
200 g Mozzarella
1 Teelöffel Kräuter der Provence
½ Bund Basilikum, fein gehackt
Etwas Öl zum bestreichen

Schalotten und Knoblauchzehe schälen und würfeln. Aubergine waschen, putzen, trocknen und in Stücke schneiden. Nun noch die Oliven und die Tomaten klein hacken. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, erwärmen und die Schalotte-Knoblauchwürfel kurz andünsten. Die Auberginenwürfel dazugeben und alles zusammen etwas weich garen. Nun die Tomaten und Olivenwürfen zu den Auberginenstücken geben und mit dünsten. Jetzt alles mit Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence und dem gehackten Basilikum kräftig abschmecken. Die Pinienkerne und Kapern untermischen und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unter die Auberginenmasse mischen. Den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen (TK-Ware ggf. auftauen), die Auberginenfüllung jeweils in die Mitte auf den Quadraten gleichmäßig verteilen. Die Ränder des Blätterteigs wie zu einer kleinen Schale/Schüssel hochklappen.

Der Backofen sollte bereits auf 180°C vorgeheizt sein. Die Blätterteigtörtchen 20 Minuten bei 180°C goldbraun backen.

Übrigens, ich habe das Rezept aus dem Buch, Donnerstag ist Veggitag, allerdings habe ich es leicht abgewandelt.


Montag, 22. August 2011

Heute ist Veggitag...

Eigentlich heißt es ja Donnerstag ist Veggitag, aber ich denke vegetarisch kann man täglich essen. Diese Aussage soll sich jetzt auch nicht nur auf donnerstags beschränken, sondern es soll ein Anreiz sein einmal in der Woche bewusst einen vegetarischen Tag einzulegen um vom unkontrollierten Fleischkonsum wegzukommen. Es ist eine Initiative des Deutschen Vegetarierbundes und ich finde diese Aktion klasse. Sicherlich werden wieder genau die darauf aufmerksam, die sich eh schon mit diesen Themen auseinandersetzen, aber wie sag ich immer so schön: ...und konnte man nur einen überzeugen, so hat es sich gelohnt.
Zu dieser Aktion hat der
Vegetarierbund Deutschland ein Buch herausgebracht das im Südwestverlag unter gleichem Titel erschienen und hier ins Büdchen eingezogen ist. Donnerstag ist Veggitag!
Der erste Eindruck des Buches, es liegt ein stabiles Format mit Hardcover vor mir. Von der Höhe und Breite recht handlich und das Papier der einzelnen Seiten nicht zu dünn. Im vorderen Teil wird auf die Aktion vom Deutschen Vegetarierbund eingegangen und erklärt, was man mit dieser Aktion erreichen möchte. Es wird nicht nur erklärt, es wird auch aufgeklärt und mit mancher Crux aufgeräumt.
Die Rezepte sind unterteilt in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Aus meiner Sicht hätte man auf die Rezepte, die mit Alternativprodukten wie Tofu, Tempeh oder Seitan zubereitet wurden, durchaus verzichten können. Sicherlich gehen hier die Ansichten auseinander. Aber da am Anfang des Buches auf den immensen Anbau von Soja, der für Fleischproduktion benötigt wird, hingewiesen wurde, macht es mir nicht wirklich Sinn das Eine durch das Andere auszutauschen, dadurch wird der Sojaanbau nicht besser. Aber ich möchte hier nicht zu tief in die Thematik rutschen, es soll lediglich als Hinweis dienen.
Zurück zum
Buch, nach der Rubrik Winter werden auf zwei Seiten aus den vorhergegangenen Rezepten Büfetts und Menüs vorgeschlagen. Auch wieder nach Jahreszeiten geordnet.
Im Anschluss geht man auf die Vorratshaltung ein und gibt noch Aufschluss zu frische Produkte. Am Ende des Buches findet man zwei Register in dem einmal die Rezepte nach Jahreszeiten aufgelistet sind und einmal alphabetisch.
Das
Buch ist übersäht mit wirklich schönen Bildern der Rezepte die durchaus nachzumachen sind, aber auch sehr appetitanregend wirken. Vom Augen zum Gaumenschmaus.
Natürlich wollte ich mir ein Bild über die Handhabe der Rezepte machen und habe mir eine entsprechende Anleitung ausgesucht. Es wird sicherlich nicht das letzte Gericht sein dass ich aus diesem schönen Buch nachkoche. Es unterstützt mein Vorhaben mindestens einen Tag in der Woche fleischfrei aber auch sojafrei zu essen. Macht doch mit, Gemüse ist doch lecker!

Als erstes habe ich eine Lasagne ganz ohne Sahne oder Bechamelsauce gemacht. Also auch noch etwas für die schlanke Linie, es geht eben doch auch anders. Nur auf die selbst gemachten Lasagneblätter habe ich nicht verzichtet, sie hatten auch den Vorteil ich konnte mir meine Nudelplatten entsprechend auf benötigte Größe meiner Auflaufform schneiden.

Lasagneblätter:
200 g Hartweizengrieß (
ich nehme natürlich das tolle Mehl das ich beim Italiener kaufe)
1 Ei
1 Teelöffel Salz
4-6 Esslöffel heißes Wasser
Das Ei mit dem Mehl in eine Schüssel geben. Das Salz direkt in das Eigelb geben. Das verstärkt die Eigelbfarbe. Wasserzugabe nach Bedarf. Alle Zutaten kräftig durchkneten bis man einen geschmeidigen Teig erhält. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Die Kugel in 4 Teile schneiden und nacheinander durch die Nudelmaschine geben oder von Hand schön dünn ausrollen. Aus den ausgewalzten Nudelplatten Lasagneplatten in gewünschter Größe schneiden. Die einzelnen Platten gut bemehlen und zur Seite stellen.


2 gelbe Paprikaschoten
1 Fenchel
4 Teelöffel Olivenöl
2 g Safranfäden
Pfeffer, Salz
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe (
wer will nimmt wieder den Confierten)
2 rote Paprikaschoten
2 Auberginen
375 g frischen Blattspinat (oder ggf. TK-Ware)
1 gehäuften Teelöffel Kräuter der Provence
75 g Pinienkerne in einer Pfanne angeröstet
Die gelben Paprikaschoten und den Fenchel waschen putzen, trocknen und in kleine Würfel schneide. 2 Teelöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Würfel einige Minuten anbraten.

Dann das Gemüse mit Wasser bedecken. Die Safranfäden, Pfeffer und Salz zugeben und auf kleiner Hitze weiter garen bis alles weich ist. Anschließend mit dem Mixstab pürieren. Evtl. noch etwas einkochen lassen damit eine gelbe Sauce entsteht.
Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Die roten Paprikaschoten und die Auberginen ebenfalls waschen, putzen, trocknen und in Würfel schneiden. Den Spinat grob hacken. Das Öl in einem weiteren Topf erwärmen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig dünsten, das restliche Gemüse zufügen und kräftig mit den Kräutern der Provence, Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse auf kleiner Hitze fertig garen. Den Spinat unterheben und kurz mitkochen.
In eine gefettete Auflaufform erst etwas gelbe Sauce geben, darauf Gemüse und Lasagneblätter.

Dann wieder gelbe Sauce, Gemüse Lasagneblätter.
Alles immer im Wechsel.
Den Abschluss sollte die gelbe Sauce bilden.
Nun noch die angerösteten Pinienkerne aufstreuen und für 20 Minuten in den bereits auf 180°C vorgeheizten Backofen geben.


Der Verlag stellt das Buch wie folgt vor:

DONNERSTAG IST VEGGIETAG
Genuss und Abwechslung mit vegetarischen Rezepten
Die besten Donnerstag-Rezepte für Vegetarier
Vegetarische Ernährung ist mehr als ein Trend: Lebensmittelskandale, die ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion sowie ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein unterstützen die Bewegung einer bewussten Ernährungsweise. Auch zahlreiche Prominente – unter ihnen Thomas D., Nena oder Charlotte Link – bekennen sich zum Fleischverzicht. Die bundesweite Kampagne „Donnerstag Veggietag“ fordert Menschen auf, nur ein Mal wöchentlich konsequent vegetarisch zu essen, weil allein dadurch Umweltverschmutzung und Massentierhaltung reduziert werden. Sie folgt dem Aufruf von Paul McCartney, der einen fleischfreien Tag in der Woche fordert, und wird in Deutschland u. a. vom Vegetarierbund und der Albert-Schweitzer-Stiftung organisiert. Dieses Kochbuch unterstützt die Aktion und zeigt, wie genussvoll vegetarisches Essen ist. Die Rezepte für 52 Wochen machen Appetit auf verlockende Gerichte mit Tofu, Gemüse, Käse, Getreide & Co.. die satt und zufrieden machen. Die abwechslungsreichen Jahreszeiten-Rezepte erleichtern mit saisonalen und regionalen Produkten. Wenn Verzicht nur immer so schmackhaft wäre!

Miki Duerinck und Kristin Leybaert sind seit 25 Jahren leidenschaftlich als vegetarische Köchinnen tätig. Ihr kreativer Kochstil ist gekennzeichnet durch große Offenheit und kulinarischem Abenteuersinn. Mit ihrer neuen Initiative „Das vegetarische Kochstudio“ bieten sie die vielen Möglichkeiten des vegetarischen Kochens an: Rezeptentwicklung, Kochkurse, Küchenpartys, Catering und Vorführungen. Über das Kochen zu schreiben ist genau ihr Ding: So schreibt Miki eine zweiwöchig erscheinende Kolumne über Bioprodukte in der belgischen Zeitung „De Standaard Magazine“. Zusammen haben Miki Duernick und Kristin Leybaert bereits zwei vegetarische Kochbücher im Standard Uitgeverij Verlag veröffentlicht. Für das Buch „Donnerstag ist Veggietag“ haben sie superleckere Rezepte entwickelt, mit denen ein Jahr lang jeder Donnerstag zum kulinarischen Höhepunkt wird.


Freitag, 19. August 2011

Safrannudeln mit Fenchel in Safran-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen

Fenchel ging bis neulich ja fast gar nicht...Hier im Büdchen ist es ja manchmal gar nicht so einfach etwas auf den Tisch zu bringen, gerade wenn es so in Richtung Gemüse geht. Das Gemüse von Herrn GB heißt Fleisch und das Fleisch von mir heißt Gemüse. Ist ja allgemein bereits bekannt, dass ich Herrn GB das eine oder andere unterjuble, aber es gibt auch Dinge mit denen geht das nicht. Entweder sie sind zu aussagekräftig in der Farbe, wie die rote Bete, oder zu dominant im Geschmack wie der Fenchel.
Beim letzteren habe ich das auf jedem Fall immer so gedacht. Im Gärtnerblog hatte ich den Aufruf von Sus zum Blogevent für August gesehen "Fenchel“ na klasse.
Garten-Koch-Event August 2011: Fenchel [31.08.2011]
Erst kam mir in den Sinn, ob man aus Fenchel vielleicht Sirup machen kann, denn es gibt ja auch Fenchelhonig, aber da ich ja nur dat Klärchen bin und keine Kräuterhexe, war dieser Gedanke auch schnell wieder verworfen. Aber es kann doch nicht sein, dass mir nichts einfällt, ich wollte doch so gerne mal wieder mitmachen. Es ist schon fast eine Katastrophe, mal bin ich zu spät, mal verfehlt die angesagte Zutat unseren Geschmack, mal fällt mir nichts ein! Dann plötzlich die Idee, ich brauche dominante Aromen. Herr GB mag Fenchelhonig, also musste es in die süßliche Richtung gehen. Anis ist auch sehr eigen, aber in Verbindung mit Fenchel wieder gefällig.
Cayennepfeffer bringt Schärfe. Schärfe mit süß kombiniert macht es wieder runder. Safran ist ein großartiges Gewürz, zwar auch sehr eigen, aber z.B. in Verbindung mit Nudeln sehr apart.
Jetzt hatte ich mein Gericht, Safrannudeln in Fenchel-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen. Soll ich euch was sagen, wenn ich dem Gatte Fenchel immer so serviere, wird er noch zum Fenchelfreund...
Die Safrannudeln habe ich von hier genommen und in Salzwasser gar ziehen lassen. Die Jakobsmuscheln und die Garnelen waren Pipifax, einfach nur mit Cayennepfeffer bestäubt und in etwas Butter mit Öl braten. Doch für die Sauce habe ich mir etwas mehr Zeit genommen.
250 g Safrannudeln
Pro Person 2 Jakobsmuscheln, idealerweise frisch
5-6 Garnelen pro Person
Zutaten für die Sauce:
2g Safranfäden
1 frische Fenchelknolle
3 Schalotten
2 cl Anislikör
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 gestrichener Esslöffel Gemüsebrühe als Pulver
150 ml Wasser
Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Fenchelknolle in kleine Würfel schneiden. Beides zusammen in etwas Butter andünsten. Mit dem Wasser und dem Anislikör ablöschen und die Gemüsebrühe zugeben. Die Safranfäden zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles ca. 15 Minuten einkochen.
Nudeln mit der Fenchelsauce, den Jakobsmuscheln und den Garnelen anrichten.