Freitag, 30. September 2011

Auberginengebäck…

Dauernd fallen mir Rezepte mit Auberginen in die Hände, aber dann wenn ich mal eins brauche habe ich den total black out und finde sie nicht wieder. Jetzt muss ich auch dazusagen dass Herr GB nicht wirklich auf Auberginen fliegt, aber auch das bekomme ich schon noch hin ;-) Ihr wisst doch, ich arbeite an seinem Geschmack. Also wie schon erwähnt, es musste etwas mit Auberginen sein, warum? Die Sus vom Gärtnerblog hat zum Blogevent aufgerufen und das Thema ist, na? Richtig Auberginen.
Garten-Koch-Event September 2011: Aubergine [30.09.2011]

Farblich ist das Gemüse ja voll im Trend, neulich habe ich sogar Stühle in diesem Farbton gesehen, sahen echt chic aus. Aber ich könnte mir vorstellen mit der Zeit sieht man sich das vielleicht leid. Die Auberginen die ich gemacht habe waren so lecker, selbst Herr GB war der Meinung die isst man sich nicht so schnell leid. Außerdem ist es ein schönes Gebäck das hervorragend noch zu den restlichen Federweißertröpfchen passte das sich im Kühlschrank versteckte.

Auberginengebäck:
Zutaten: Hefeteig, Auberginenfüllung, Parmesankäse
Auberginenfüllung:
400 g Auberginen grob geraspelt
200 g rote Zwiebeln in feine Würfel geschnitten
1 rote Chilischote, entkernt und fein gehackt
50 ml Balsamiko-Essig
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
½ Teelöffel Thymian
2 Esslöffel Weißwein
2 Esslöffel Olivenöl
Olivenöl erhitzen, Auberginen, Chilischote und Zwiebeln darin anbraten, mit dem Essig und dem Weißwein ablöschen. Mit Pfeffer und Salz würzen und den Thymian untermischen. Anschließend ca. 10 bis 15 Minuten garen. Abkühlen lassen und für das Gebäck zur Seite stellen.
Die Grundlage des Gebäcks ist der Hefeteig den ich schon für die Pizzamuffins gemacht habe. Aber diesmal habe ich den Teig in zwei Platten ausgerollt und jeweils in die Mitte jeder Platte die Auberginenfüllung gegeben.
Den Teig einmal eingeschlagen, nochmals Auberginenfüllung drauf gegeben und wieder einschlagen.
Nun ist eine Rolle entstanden. Diese Rolle rechts und links nochmals einschlagen und nun in drei Streifen schneiden. Die Streifen einzeln auf ein Backblech legen. Mit der zweiten Teigplatte genauso verfahren.
Die Teigstücke auf dem Backbleck nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Mit Parmesankäse bestreuen und anschließend 20 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 200°C gebacken bis sie goldbraun sind.

Mittwoch, 28. September 2011

Zimtduft und warmer Apfelkuchen...

Na, das hört sich doch schon recht viel versprechend an, oder? Genau es ist ein Buchtitel und zwar von einem sehr schönen Backbuch aus dem Jan Thorbecke Verlag. Ich habe mich mal wieder im Backen versucht und zwar mit Erfolg. Der Kuchen ist bestimmt so schön geworden, weil Gemüse mit verarbeitet wurde, aber dazu komme ich später. Jetzt stelle ich Euch dieses schöne neue Buch vor, das sich mit gebackene Süßspeisen und fruchtigen warmen Desserts beschäftigt die garantiert nach langen Spaziergängen an frischen Herbst- oder kalten Wintertagen bei jedem Schleckermäulchen gut ankommen. Eine Rezeptsammlung aus den englischen, schottischen, amerikanischen und französischen Landhausküchen, so der Eindruck. Die aber auch durchaus in deutschen Küchen ihren festen Platz haben. Das Buch gestaltet sich mit einem Hartcover in aktueller Trendfarbe. Nach einer kurzen Einführung beginnen gleich die Rezepte die sich in den Gruppen Crumbles, Cobblers, Bettys und Crisps, Clafoutis, Slumps und Puddings, Pies, Tartes und Strudel, Kuchen zum Dessert aufteilen. Am Ende findet man ein Register, dass alle Rezepte alphabetisch aufführt. Ein Inhaltsverzeichnis das alles in Rubriken angibt findet man direkt vorne noch vor der Einführung.Zu jedem Rezept gibt es ein Bild. Nur schon alleine diese machen auf einige Speisen Appetit. Die Fotografien strahlen eine gemütliche kuschelige Wärme aus, gerade so wie man es in der kalten Jahreszeit gerne hat.
Zwei Anmerkungen habe ich allerdings, die Rezepte mit Erdbeeren fand ich eher unpassend. Erdbeeren sind in meinen Augen eher Früchte die in das späte Frühjahr bzw. in den Sommer passen. Zusätzlich hätte es mir gut gefallen, wenn man die einzelnen Rubriken erklärt hätte. Mir ist noch immer nicht ganz klar was Cobblers sind, oder gar Bettys?! Jede Erklärung nehme ich gerne entgegen.
Um mir eine Bewertung der Rezepte zu erlauben, arbeite ich gerne das eine oder andere Rezept nach und in diesem Fall fiel es mir wirklich schwer mich zu entscheiden. So viele tolle und schnelle Rezepte, aber auch ausgefallene und etwas aufwändigere.
Dann hatte ich genau den richtigen Anlass. Zu einem Geburtstag durfte ich einen Kuchen mitbringen und ich entschied mich für den Zitronen-Zucchini-Mohn-Kuchen. Das Rezept war super zu handhaben, obwohl das Buch aus dem Englischen übersetzt wurde, passten die Angaben perfekt. Mit anderen Übersetzungen habe ich da einschlägige Erfahrungen.
Bei den Gästen ist der Kuchen sehr gut angekommen und es wurde nach dem Rezept gefragt, was ich als Kompliment an den Verlag weitergeben darf.
So ganz nebenbei denke ich ist dieses Rezept ein schönes Geschenk an Zorra und ihren Kochtopfblog. Zorra´s Blog hatte auch Geburtstag und zwar ist er Sieben geworden. Zu diesem Anlass spendiere ich ihr gerne diesen schönen Kuchen, der obendrein auch noch kindertauglich ist, so bekommen die Kleinen ihre gesunde Gemüseportion und durch einen hohen Anteil von Zitrone auch noch Vitamin C und das Büdchen macht wie immer gerne mit, wenn im Kochtopf zu einem Bloggerevent aufgerufen wird.
7 Jahre kochtopf - Blitz-Blog-Event - Gib ihm Süsses! (Einsendeschluss 30. September 2011)
Das sagt der Verlag:
Zimtduft und warmer Apfelkuchen
Fruchtige Köstlichkeiten für die kalte Jahreszeit
Was gibt es Schöneres, als eine fruchtige Süßspeise selbst zu backen und noch ofenwarm Freunden zu servieren, während draußen die kalten Temperaturen das Thermometer nach unten treiben? Ob nach Zimt duftend, in köstlichem Fruchtsaft brodelnd oder mit knusprigen Streuseln überbacken, Äpfel, Brombeeren, Birnen, Blaubeeren, Kirschen, Pflaumen und ihre anderen fruchtigen Brüder und Schwestern sind verführerische Begleiter durch kalte, dunkle Tage.
In diesem Buch sind Obst- Köstlichkeiten aus der englischen, schottischen, amerikanischen und französischen Küche versammelt. Die meisten dieser Fruchtdesserts aus alten Zeiten lassen sich einfach zubereiten, ihr Genuss hingegen ist ein wahrer geschmacklicher Traum.

Mehr als 60 verführerische Rezepte
Mit wunderschönen Food-Fotos
Viele einfache Rezepte mit fantastischem Ergebnis

Hardcover mit Schutzumschlag
Format 19 x 23,5 cm, 160 Seiten
mit zahlreichen Fotos
2011 lieferbar
ISBN: 978-3-7995-3576-2
€ 19,90
Zitronen-Zucchini-Mohn-Kuchen
30 g Mohn, gemahlen
Fein geriebene Schale von 2 Zitronen
80 ml Milch
250 g Butter
280 g feiner Rohrzucker
4 große Eier, trennen
½ Teelöffel Vanillearoma
200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
80 g gemahlene Mandeln
250 g Zucchini geputzt und geraspelt
1/2 Teelöffel Weinsteinbackpulver

Für den Guss:
220 g Puderzucker
25 g zerlassene Butter
1 Teelöffel fein geriebene Zitronenschale
2-3 Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft
Mohn und Zitronenschale in eine Schüssel geben. Milch erhitzen und über den Mohn geben und abkühlen lassen.
Butter und Zucker schaumig rühren. Eigelbe nach und nach unterrühren. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und ebenfalls unterrühren. Vanillearoma zugeben und die geraspelten Zucchini unterheben. Die Eiweiße mit dem Weinsteinbackpulver zu Schnee schlagen und auch unter den Teig heben.
Eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Backform mit dem Teig füllen und bei 190° C 50 bis 60 Minuten backen bis sich der Teig fest anfühlt. Mit einem Holzstäbchen prüfen. Den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann stürzen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Aus Puderzucker, Butter, Zitronenschale und Zitronensaft einen streichfähigen Guss rühren. Mit dem Zitronensaft vorsichtig umgehen, nur soviel zugeben bis der Guss cremig ist, er darf nicht zu flüssig werden. Den Guss mindestens 2 Stunden fest werden lassen. Evtl. vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben.


Dienstag, 27. September 2011

Ich koch Dich türkisch...

diesen Spruch finde ich so doof. Keiner sagt "ich koch dich deutsch oder ich koch dich italienisch“. Aber ich koche heute weder etwas Deutsches, noch etwas Italienisches, ich koche Euch etwas Türkisches.Hier ins Büdchen ist ein wirklich sehr schönes türkisches Kochbuch eingezogen und ich habe mich recht lange mit diesem Buch beschäftigt um nicht vorschnell zu urteilen und zu handeln. Erst tat ich mich etwas schwer. Ein Buch mit gemalten Bildern, sehr persönlichen Geschichten und schönen Rezepten die von gewisser Einfachheit geprägt sind. Trotz Schnörkellosigkeit sind die Rezepte außergewöhnlich und äußerst lecker. Was ich aus dem Buch gekocht habe, hatte den typischen Geschmack den ich mit der türkischen Küche verbinde. Vielleicht liegt es aber einfach nur daran, dass die Speisen, die ich bisher aus der türkischen Küche gegessen habe, die gleichen Gewürze hatten.
Das Buchformat ist handlich und geht schon fast in Richtung Taschenbuch, das Cover ist bunt und sehr hübsch illustriert. Ach ich habe Euch noch gar nicht erzählt wie es heiß. „Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie“ oder Afiyet olsun! es kommt aus dem Gerstenberg-Verlag und die Autorin ist Semiha Stubert, die Illustrationen sind von Claudia Lieb. Die Autorin schreibt Rezepte und Geschichten die ihre Kindheit bestimmten.
Direkt am Anfang gibt es ein Inhaltsverzeichnis. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten und nach sehr ihren besagten persönlichen Gegebenheiten aufgeführt. Am Ende des Buches gibt es ein weiteres Inhaltsverzeichnis. In dieser Aufstellung sind die Rezepte nach den Gruppen Salat, Vorspeisen, Eier, Suppen, Gemüse, Fleisch und Fisch, Bratlinge, Bulgur und Reis, Brot und Pasteten, Nudeln, Süßspeisen, Getränke.
Am Anfang jeder Rubrik werden sehr familiäre Erinnerungen preis gegeben, hat man das ganze Buch gelesen, bleibt ein verbundenes Gefühl zurück. Man könnte meinen die Großeltern bzw. einen Teil der Familie von der Autorin kennengelernt zu haben. Der Leser wird in die Region Anatolien geführt und bekommt einen tiefen Einblick in ein Familienleben das unwesentlich anders ist, wie es einst in Deutschland in Großfamilien üblich war.
An den Rezepten gefiel es mir sehr gut, dass alles irgendwie kombinierbar ist.
Wer einen Schimmer von den türkischen Gaumenfreuden bekommen möchte, ist mit diesem Buch auf dem besten Weg in eine Küche zu finden, die nichts mit dem in Deutschland bekannten Dönner gemein hat.

Das sagt der Verlag:

Semiha Stubert hat ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Anatolien verbracht. Im Zentrum des Familienlebens stand gutes Essen, im Alltag und an Festtagen wurde gemeinsam geerntet, zubereitet und geschmaust. Die Autorin gewährt stimmungsvolle Einblicke in die Bräuche Anatoliens. Anhand sorgsam zusammengestellter traditioneller und neuer Rezepte vermittelt sie eine authentische und zeitgemäße türkische Küche, die betört und inspiriert.
Claudia Lieb hat den Zauber dieser kulinarischen Reise an den Fuß des Taurus-Gebirges mit fantasievollen Bildkompositionen eingefangen.

Autoren / Künstler
Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zurzeit lebt sie in Oslo.

Semiha Stubert
Claudia Lieb (Illustr.)

Afiyet olsun!
Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

176 Seiten, 17 x 23,5 cm
flexibler Einband, mit zahlreichen Illustrationen s/w und farbig.
ISBN 978-3-8369-2642-3
EUR (D) 19.95 | EUR (A) 20.60 | SFr 28.90


Wie immer habe ich etwas nachgekocht, um mir ein Bild von der Handhabung der Rezepte machen zu können. Herausgekommen ist eine Kombination von grünen Bohnen mit Tomaten und dazu Hackfleischbällchen mit Feta. Da im Büdchen das Lammfleisch nicht wirklich gerne gegessen wird, habe ich die Hackbällchen etwas abgewandelt.

Taze Fasülye Kavurmasi (Grüne Bohnen mit Tomaten)
500 g grüne Bohnen
4 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 türkische milde Peperonischote, fein gewürfelt
4 Tomaten, gehäutet und gewürfelt
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Salz, frischer Pfeffer
½ Bund glatte Petersilie, gehackt
Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser kurz blanchieren.
Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch- und Peperoniwürfel im Öl andünsten. Die Bohnen zugeben, mit Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen. Tomatenwürfel unterheben und mit geschlossenem Deckel 10 bis 15 Minuten garen.
Kurz vor dem Servieren die Petersilie unterheben.
Beyaz Peynirli Köfte (Hackfleischbällchen mit Fetakäse)
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1-2 türkische grüne milde Peperonischoten, sehr fein gewürfelt (hier hatte ich noch eine gelbe Paprika die ich ersatzweise verwendet habe)
500 g Rinderhack (im Original Lamm und Rind zu gleichen Teilen)
1 Ei
50 g Weißbrot vom Vortag, eingeweicht und ausgedrückt
2 Esslöffel glatte Petersilie
Je ½ Teelöffel Thymian, Oregano und Basilikum
½ Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Je ¼ Teelöffel Zimt-, Nelken- und Pimentpulver
¼ Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz und frischer Pfeffer fein gemahlen

200 g milder Fetakäse, in 12 Stücke geschnitten
Öl zum Braten
In Öl die Zwiebelwürfel und Peperoniwürfel kurz anbraten. Hackfleisch in eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten, inkl. der geschmorten Zwiebeln und Peperoniwürfel, allerdings bis auf den Fetakäse, zum Hack geben und einen geschmeidigen Fleischteig kneten. Aus dem Fleischteig Bratlinge formen, diese etwas platt drücken, einen Würfel Fetakäse in die Mitte geben und den Fleischteig um den Käse formen.
So mit dem ganzen Fleischteig vorgehen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten gar braten.
Die Köfte mit den Bohnen anrichten und servieren.


Montag, 26. September 2011

Roastbeef mit Senfcreme auf Zucchiniplätzchen...

Ich habe im Supermarkt ein Gespräch belauscht! Um genau zusagen zwischen Kunde und Fleischverkäuferin (Fachverkäuferin setze ich jetzt mal voraus).
Kunde: Ich hätte gerne Rinderfilet.
F-Verkäuferin: Welches hätten Sie denn gerne, das Deutsche oder das Argentinische?
Kunde: was ist denn der Unterschied?
F-Verkäuferin: Das Deutsche haben wir im Angebot!
Kunde: Und Qualitativ? Welches ist da besser?
F-Verkäuferin: Selbstverständlich das Argentinische!
Kunde: Was unterscheidet sich denn in der Qualität?
F-Verkäuferin: Das zeigt schon der Preis!
AAAHA!!!!!
Ich kaufte in diesem Laden wie immer nur das Allernötigste, alles andere kaufe ich auf dem Markt, im Hofladen auf meinem Weg, bei meinem Lieblingsbäcker bzw. dem Metzger meines Vertrauens und die befinden sich leider nicht im Supermarkt nebenan, sonder ich muss für gewisse Qualität schon den einen oder anderen Weg in Kauf nehmen. Wie sagte schon Ludwig Mies van der Rohe, ein deutscher Architekt, "Weniger ist mehr“ und diese "Weisheit“ ist durchaus auf alle möglichen Lebensbereiche übertragbar.
Mein Roastbeef habe ich nicht bei der Fleischerfachverkäuferin im Supermarkt gekauft sondern, Ihr wisst schon, beim Metzger meines Vertrauens!
Roastbeef mit Senfcreme auf Zucchiniplätzchen
300 g Kartoffeln
2 Eier
100 g Mehl
150 g Zucchini
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Öl zum ausbacken
Kartoffeln schälen, weich garen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Eier mit Mehl unterrühren. Zucchini fein raspeln und unter die Kartoffelmasse kneten.
Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Öl erhitzen, mit einem Esslöffel kleine Plätzchen in das heiße Fett geben und von beiden Seiten goldgelb braten.
Senfcreme:
100 g Creme fraiche
100 g Senf
Etwas Zucker und Salz
Creme fraiche mit Senf gut vermischen, mit Zucker und Salz abschmecken.
Zum Anrichten benötigt man einen dicken Bund Schnittlauch, etwas Petersilie, feine Tomatenschnitze und 16 dünne Scheiben Roastbeef. Ich brate Roastbeef gerne auf Niedrigtemperatur selber, aber als schnelle Alternative ist Roastbeef-Aufschnitt durchaus okay.
Teller mit Schittlauchhalmen auslegen, jeweils zwei Zucchiniplätzchen aufsetzen, einen Klecks Senfcreme aufs Plätzchen geben und darauf eine Scheibe Roastbeef als Blüte anrichten

Freitag, 23. September 2011

Lachs unter Senfgurken abgetaucht...

Eigentlich dürfte es im Büdchen ja gar keinen Fisch geben, oder sagen wir mal nur ganz bestimmte Fischarten. Warum? Weil ich gerne regional kochen möchte, ich habe zwar jetzt nicht vor zu angeln und zu jagen, aber bewusstes Leben steht ja schon lange im Büdchen auf dem Einkaufszettel. Bewusst leben bedeutet für uns hier im Büdchen mit offenen Augen durch die Region zu tapern. Nicht jedem x-beliebigen Laden oder Marktkette sein Geld hinterher schmeißen, sondern auf Qualität achten und das fängt bei der Herstellung bzw. Anbau, Düngung, Züchtung, Haltung etc. für uns an.
Was den Fisch angeht, da muss ich mich wirklich mal näher mit beschäftigen. Gleich hier in meiner Nähe habe ich ja die Ruhr. Nein, keine Angst ich gehe nicht unter die Angler und zeige Euch in Bildschritten wie ich einen Fisch ausnehme. Mir geht es um die Fische in der Ruhr. Die Ruhr ist der Fluss der maßgeblich für den Namen dieser Region Verantwortung trägt. Neee, nich Ruhrpott!!! Es heißt Ruhrgebiet!!! Das Ruhrgebiet ist weitaus größer als der so genannte Ruhrpott. Mit Ruhrpott ist der eigentliche Kern des Gebietes gemeint und mein eigentlicher Kern heute im Post ist nicht der Pott, sondern der Fisch und zwar der ausse Ruhr! Die Ruhr plätschert nicht nur als Trink- und Brauchwasserversorger hier durch unser Gebiet, nöööö, sie ist auch das Zuhause von zahlreichen Fischarten. 28 verschiedene Sorten sollen sich darin tummeln. Im Oberlauf baden die Bach- und Regenbogenforellen, aber auch Koppe und Äsche, im Unterlauf Brasse, Karpfen, Döbel und Schleie. Dazwischen hüpfen dann noch Barbe, Hecht und Rotfeder. Jetzt habe ich neulich gelesen die Verantwortlichen wollen auch den Stör und den Lachs ins Gewässer locken, dafür müssen die Herren aber erstmal die sogenannten Fischtreppen oder auch Fischaufstiege bauen. Na ich bin ja mal gespannt, aber bis es soweit ist, dass ich den Lachs außer Ruhr fischen kann, muss ich dann doch noch auf den Bio-Lachs von meinem Fischhändler zurückgreifen, aber die Forellen kaufe ich direkt hier in der Region, ganz in meiner Nähe. Aber jetzt ist erst einmal mein Lachs dran und den habe ich in kleinen Portionsformen gegart. Erstens geht das schneller und zweitens ist es netter, wenn jeder seine eigene Portion hat.
Lachs unter Senfgurken
½ Schlangengurke
150 g Lachs ohne Haut und Gräten
2 Esslöffel Weißwein
2 Esslöffel Creme Fraiche
1 Teelöffel Dijonsenf
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
Saft und Schale einer ½ Limone
Zucker, Salz und frischer Pfeffer
Schlangengurke in sehr feine Stifte schneiden. Den Lachs in eine Portionsform legen und mit den Gurkenstiften „zudecken“. Aus Weißwein, Creme Fraiche, Dijonsenf, Schnittlauchröllchen, Limonenschale und -saft eine Sauce herstellen, diese mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen bzw. abschmecken. Nun die Sauce über den Fisch geben und im Vorgeheizten Backofen bei 160° C ca. 20 Minuten garen. Gute Zutaten mehr braucht man nicht. Das Ganze schmeckt auch mit LachsForelle...

Mittwoch, 21. September 2011

Adventzeit im September...

Jaha, jetzt schaut Ihr aber erstaunt, wie? Genau richtig, heute gibt es wieder ein Dessert.Neulich beim Einkauf dachte ich ja mich tritt ein Elch, ich war fast so überrascht wie Ihr jetzt. Aber es war kein Elch, es war auch kein Pferd und wenn jetzt jemand glaubt es wäre ein Rentier gewesen, der liegt auch falsch, kommt der Sache aber schon etwas näher. Eigentlich war es wohl eher die Ladenleitung eines Supermarktes. Also die hat mich jetzt nicht wirklich getreten, aber die Leitung war für meine Überraschung verantwortlich. Wobei, hätte ich mal einen intensiven Blick auf den Kalender geworfen, hätte ich es ja schon eigentlich wissen müssen. Im Laden, gleich in der Nähe der Kassen, erwartet mich immer ab 01.September Lebkuchen und Dominosteine. Rentiere und Nikoläuse verstecken sich sicherlich noch im Lager. Ja klar, ich höre gerade das aufstöhnen, ohhh das ist doch nichts Ungewöhnliches! Für mich schon, ich will mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich ab 01. September Weihnachtsstimmung bzw. -geschmack haben soll, nur weil es einem Ladenleiter von irgendwelchen marketinggeilen umsatzorientierten möchtegern Fuzzis vorgegeben wird.
Da will man mich berauben, jawohl! Man will mir meinen Herbst nehmen! Den Altweibersommer, den goldenen Oktober, die Weinlesezeit mit ihren schönen Weinfesten und den Verköstigungen. Als Gipfel der Unverschämtheit noch die Vorfreude auf die Adventszeit. Bis Dezember habe ich noch so viel vor, die Zeit muss ich nicht mit Spekulatius und Marzipankartoffeln überbrücken. Im Oktober kommt noch Erntedank, weiß heute eigentlich noch überhaupt jemand was Erntedank ist? Ich denke die Manager von den einzelnen Supermarktketten feien jeden Monat mit ihren Umsatzzahlen Erntedank. Ich finde es sehr bedauerlich wohin manche Menschen durch Profitgier getrieben werden. Und jetzt soll ich auch getrieben werden, doch ich spiele dieses Spiel nicht mit, dafür habe ich keine Zeit, lieber probiere ich ein herbstliches Dessert...
Soufflé mit Schokohut an Birnenkompott
Soufflé
Souffléformen mit Butterausfetten und mit Zucker ausstreuen, zur Seite stellen.
80 g Schokolade, 1 ½ Esslöffel Sahne, 80 ml Vermouth
Schokolade schmelzen, Sahne erwärmen und zusammen mit dem Vermouth in die warme Schokolade geben und unterrühren.
400 g abgetropfter Quark mit 6 Eigelb und Mark einer Vanilleschote gut verrühren.
6 Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen, nach und nach 120 g Zucker im Eiweiß mit verschlagen bis ein cremiger Schaum entstanden ist.
Die Eiweißmasse unter die Quarkmasse heben.
Die Schokoladenmasse In die vorbereiteten Formen geben, darauf die Quark-Eischneemasse füllen und im Backofen bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Bitte auf Ober-Unterhitze achten!
Birnenkompott
4 Birnen
etwas Butter
1 Teelöffel Butter
40 ml Vermouth
1 Messerspitze Zimtpulver
Einige Zweige Minze
Zwei Birnen schälen und in kleine gleichmäßige Würfelchen schneiden. Butter erwärmen, die Birnenwürfelkurz anschwitzen, den Zucker dazugeben und karamellisieren, mit Vermouth ablöschen. Alles abkühlen lassen. Nun mit Zimt und feingehackter Minze würzen. Die restlichen Birnen auch schälen und diese aber in Scheiben schneiden. Wieder etwas Butter auslassen und diesmal die Birnenscheiben darin anbraten.
Sahneschaum
50 ml Sahne mit einem Teelöffel Vermouth und einem Esslöffel Birnensaft mit dem Zauberstab aufmixen bis eine schaumige Sauce entstanden ist.
Das Soufflee mit dem Birnenkompott und Sahneschaum hübsch auf Teller anrichten. Noch mit Schokopunkten und Minzeblättchen dekorieren.