Sonntag, 30. Oktober 2011

Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Löffelken Kompott...

Ein Löffel geht auf die Reise. Verrückt. Weltbekannt. Prominent.
Guten Tag, ich möchte mich vorstellen. Mein Name ist Löffelken Kompott. Wie ich zu meinem Namen kam ist eine lange Geschichte, ich hoffe Ihr habt Zeit.
Ich fange mal ganz von vorne an...
Geboren bin ich im Juli 2011, meine eigentlichen Eltern leben in Rheinland-Pfalz am linken Ufer des Rheins und heißen mit Nachnamen Paul. Meine Mutter, mit Vornamen Astrid, das ist die Tochter vom Attur (so sagt man in meiner neuen Wahlzwangsheimat). Geschwister habe ich unendliche, die Brüder und Schwestern ersten Grades sind alle gleich tätowiert. Aber unter den Verwandten zweiten und dritten Grades gibt es auch ganz nette, aber die sind ohne Tattoo.
Soviel zur Einleitung, damit Ihr auch einen Durchblickt habt wo meine Ursprungswurzeln sind.
Also an irgendeinem Tag X meinte meine Mutter, die Astrid, ich müsste hinaus in die große weite Welt, Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Die Idee an sich war nicht schlecht, aber so richtig gefiel sie mir auch nicht, da ich doch eher der Typ bin, der gerne am Schürzenzipfel hängt. Na ja, mir blieb es nicht erspart, ich wurde in einen dunklen Behälter, das man Briefumschlag nennt, gepackt, bekam eine Briefmarke auf den Allerwertesten und ab ging die Post. Mensch hatte ich Heimweh, außerdem war es so sehr dunkel und dauend wurde ich auch geschupst und gequetscht. Die reinste Tortur. Meine Walz hatte ich mir anders vorgestellt. Nach relativ kurzer Zeit bin ich dann wohl doch endlich angekommen und meine Transportkapsel wurde mit Schwung aufgerissen. Ich kann Euch gar nicht beschreiben welche Angst in mir steckte. Wo bin ich gelandet, was sind das für Leute, stecken die mich in einen Kochtopf, oder haben die womöglich einen Kamin und verwenden mich als Anzünder?! Ich zitterte wie Espenlaub. Eh ich die Menschen sah, hörte ich ihre Stimmen. Aus dem freudigen Gespräch entnahm ich, ich wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Die Frau schaute behutsam in meine Transporthülle und ich lugte vorsichtig über den Öffnungsrand des Briefumschlages. Voller Freude sagte die Frau, da bist du ja endlich, willkommen im Büdchen, wie schön dass Du Deine Reise schadlos überstanden hast. Na mit so einem Willkommensausbruch habe ich ja jetzt nicht gerechnet, denn in meiner Familie lebten ja so viele Geschwister, da hatte meine Mutter wirklich keine Zeit für jeden Einzelnen von uns. Diese noch unbekannte Frau frage wie ich heiße, doch eh ich eine Antwort geben konnte meinte sie, du bist jetzt das Löffelken und bleibst für immer im Büdchen. Na das wird sich noch herausstellen, ob es mir hier gefällt und ich auch bleiben will.
Gleich vom ersten Augenblick an hat sie mich vorsichtig auf Watte gelegt und mich nicht mehr aus den Augen gelassen. Außerdem habe ich seit meiner Ankunft bei größeren Reisen immer einen Stammplatz in der Handtasche meiner Adoptivmutter.
Sie gibt sich aber auch alle Mühe für mein Wohlfühlgefühl. Doch ich soll mich nicht nur in den eigenen vier Wänden auskennen und wohl fühlen, sie zeigt mir auch die Region, meine neue Heimat und ich werde immer mehr zum Ruhrgebietler.
Durch meine Adoption habe ich jetzt auch den Nachnamen der Familie bekommen, ich heiße jetzt genauso wie meine Adoptivmutter. Nein nicht Klärchen, sondern Kompott! Um genau zusagen, Löffelken Kompott! Habe aber nichts mit Marmelade oder Gelee gemein...
Meine neuen Eltern geben sich alle Mühe und zeigen mir jedes Fleckchen hier in dieser Ecke der Welt. Damit ich etwas über diese Region erfahre in der ich jetzt lebe, sind wir als erstes zum Bergbau-Museum gefahren.
Dort habe ich alles über das schwarze Gold der Region erfahren. Das Klärchen nimmt mich immer mit und so habe ich schon einiges kennengelernt unter anderem auch die bekannte Ruhr-Universität,
Ihr seht sie im Hintergrund, ich bin leider etwas verschwommen. Dort kann man einiges studieren, na aber ob ich dort mal eine Ausbildung mache stelle ich eher in Frage, ich bin wohl besser bei der DEHOGA in Dortmund aufgehoben, aber das Klärchen hat gesagt bis dahin habe ich noch Zeit.
Aber mit ganz ernster Stimme hat sie mir auch eines ganz strikt verboten. Löffelken, hat sie gesagt, Du darfst nie, niemals alleine ins Bermuda3eck, da könntest Du verloren gehen und das will ich auf keinem Fall!
Neulich war ich mal mit ihr in der Nähe von diesem besagten Dreieck, aber sie hat mich einfach nicht aus der Tasche gelassen, ich konnte nur einen kleinen Blick erhaschen und sah eine riesige Baustelle.
Ich verspreche Euch, sobald ich dort mal wieder hinkommen werde und nicht verschütt gehe, hört Ihr von mir und ich berichte über dieses ominöse 3eck…
Für heute sage ich bis denne euer Löffelken Kompott und …

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Wir hatten Nacken, nicht Rücken...

Jetzt, der Herbst, ist ja mal mega tückisch, eh Du dich versiehst hast Du im Zug gestanden und schon ist es passiert, Verspannung von oben bis unten. Also die Bundesbahn hat jetzt mal ausnahmsweise nichts damit zu tun.Na, was soll ich sagen, mein Schatz hatte es in der letzten Woche erwischt. Ich hatte den Eindruck er schaut mich immer so komisch vor der Seite an. Mein erster Gedanke, Klärchen hasse widda Bockmist gemacht und der Schatz ist sauer!? Aber eigentlich gab es doch gar keinen Grund, okay das mit den Ravioli und dem bitteren Radicchio, das war nicht wirklich nett, abber ich schwöre, ganz ohne schlechte Absicht.
Und siehe da, nur mal reden und schon war klar ich war nicht der Übeltäter, sach ich doch. Der Schatz hatte sich in der Nacht scheinbar verlegen und zu allem Unglück auch noch aufgedeckt. Da war es passiert, unterkühlt und prompt verspannt. Der ganze Nacken, zum Glück nicht bis runter in den Rücken. Ja ja, der Herbst hat nicht nur schöne warme Tage! Erstmal habe ich Herrn GB Wärme, Massage und spontan Akupunktur verordnet. Ratzfatz ging es ihm wieder besser. Mensch ich kann Euch was sagen, ich kann ihn einfach nicht leiden sehen und er kann leiden. Aber ich hatte jetzt ein gutes Gefühl und so konnte ich mir meine Hände in Unschuld waschen und bin dann auch gleich in die Küche gehüpft. Nach so einer Tortur hatte sich mein Schatz aber mal etwas richtig Leckeres verdient.
Für mein Fleischfressendes Pflänzchen kam mir gerade passend ein Nacken vom Bunten Bentheimer in die Finger.
Dieses schöne Stück auf mediterrane Art zubereitet, wird auch noch die letzte Verspannung lösen.
1,2 kg Nacken ausgelöst ohne Knochen
Einige Zweige Rosmarin (ca. 3-5 Stück)
½ Teelöffel Nelken
½ Teelöffel Fenchelsamen
2 Blätter frischer Lorbeer
4-5 Blätter Salbei
Geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Salz, Pfeffer frisch gemahlen
50 ml Olivenöl
Kräuter und Gewürze fein hacken mit Salz und Pfeffer vermischen. Das Öl zugeben und zu einer groben Paste vermengen.
In den Nacken kreuzweise kleine Schlitze schneiden und mit der Paste füllen. Mit dem Rest der Paste den ganzen Braten einschmieren.
Den Braten auf ein Rost geben, darunter eine Fettpfannestellen. Bei 200° C im vorgeheizten Backofen gute 15 bis 20 Minuten anbraten. Den Backofen auf 160° C herunterschalten und gute 2 Stunden langsam garen. Den Braten alle 10 bis 15 Minuten mit dem herauslaufenden Bratensaft / Bratenfett beträufeln damit er schön saftig bleibt.
In der Zwischenzeit einige Drillinge reinigen, kleine Tomaten waschen und den Stielansatz entfernen. Einige Minipaprikaschoten waschen und entkernen. Die Drillinge (ich hatte übrigens auch noch La Ratte verwendet), die Tomaten und die kleinen Paprikaschoten unter den Braten in die Fettpfanne geben, vielleicht noch einige Zweige Rosmarin auflegen.
Die Kartoffeln und das Gemüse sollten gut eine Stunde mitgaren. Bevor das Fleisch aufgeschnitten wird, den Nacken in Alufolie wickeln, damit er sich entspannen kann.
Bratenscheiben mit Kartoffeln, Gemüse und Bratensud anrichten, wer danach nicht entspannt ist...
Hmmm, ob ich Herrn GB bei der nächsten Verspannung auch mal in Alufolie wickeln sollte???


Dienstag, 25. Oktober 2011

Echter Apfelkuchen mit Zimtduft vonne Omma...

Manchmal kann man ja auch Glück haben und Glück hatte ich neulich, da musste ich einen ganzen Nachmittag im Hause sein und zur Verfügung stehen. Installateure für die neue Satelitenanlage spielten Heinzelmännchen und tummelten sich im ganzen Hause herum. Irgendwann am späten Nachmittag war dann alles installiert und ich konnte mit der Fernbedienung unseres Fernsehgerätes wieder durch die ganze Welt zappen. Na ja, weit gekommen bin ich nicht, gleich beim WDR bin ich hängen geblieben, das war sage und schreibe der dritte Programmplatz auf der Fernbedienung. Zufällig lief gerade das Nachmittagsprogramm „daheim & unterwegs“. Um diese Sendezeit bin ich selten daheim, meistens unterwegs und es ist erstaunlich was man da alles verpassen könnte, wenn man nicht gerade Glück hat und einen Date mit Handwerkern hat die dann aber schon wieder weg sind. Könnt Ihr mir noch folgen?Also kurz und knapp, Klärchen allein zu Haus sieht einfach nur fern. Wer daheim & unterwegs nicht kennt, muss wissen, das ist so eine Magazinsendung die die Zuschauer mit aktuellen Themen aus der Region versorgt, aber auch alltägliche Themen behandelt. Eins der alltäglichen Themen ist das Kochen und Backen. An diesem besagten Nachmittag gab es Kuchen. Der sah so klasse aus und machte Appetit, den musste ich einfach nachbacken. Dieses Rezept ist für mich der Inbegriff von Apfelkuchen. Einfach nur backen, essen, rundum zufrieden sein.
Letztens ist ja dieses schöne Backbuch mit wirklich tollen Rezepten hier im Büdchen eingezogen, Ihr erinnert Euch? Zimtduft und warmer Apfelkuchen. Dieses Rezept würde das Backbuch komplettieren. Genau der Apfelkuchen, den ich mir unter dem Buchtitel vorstelle, stand im Büdchen auf dem Tisch. Leider gibt es noch immer kein Geruchs- bzw. Geschmacksinternet (vielleicht auch gut so ;-) ) aber den Duft von diesem Kuchen hätte ich Euch eingefangen und den Geschmack sowieso. Der WDR hat den Kuchen als Urgroßmutters Apfelkuchen bezeichnet, den Titel hat sich der Kuchen aber auch wirklich verdient.
Vielleicht will den jemand nachbacken?!
Urgroßmutters Apfelkuchen
250 g Butter
250 g Zucker
5 Eier
1 Esslöffel Vanillezucker
Eine Prise Salz
350 g Mehl
Ein Päckchen Backpulver
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Rührteig verschlagen.
2 kg Äpfel schälen, entkernen und in feine Apfelspalten schneiden. Die Apfelspalten mit dem Teig vermischen, das geht am besten mit den Händen.
Den Apfelteig auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200° bis 220°C ca. 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen, oder wie ich es gemacht habe, in einer Springform. Dazu eine Springform gut fetten, den Teig mit den Äpfeln einfüllen bei 200°C ca. 60 Minuten backen. Sollte der Kuchen zu braun werden, bitte mit Alufolie abdecken. Eine Garprobe sollte auf jedem Fall gemacht werden, da es auf die Äpfel ankommt wie lange der Kuchen backen muss.
Während der Kuchen noch auskühlt den Zimtguss aufstreichen. Dafür 150 g Puderzucker, eine Messerspitze Zimt, 1 Esslöffel Rum, etwas Wasser (nur soviel bis der Guss cremig streichbar ist) zu einem Guss verrühren und anschließend den noch warmen Kuchen damit bestreichen.
Wer will kann ihn mit Schlagsahne servieren, aber dann schafft man weniger vom Kuchen...

Montag, 24. Oktober 2011

Walnusszeit…

Sobald der Oktober kommt graut es Herrn GB ganz besonders, das ist die Zeit für Walnüsse. Essen mag Herr GB die Walnüsse ja super gerne, aber hier im Büdchen gibt es ein Gebot, Walnüsse nur frisch geknackt, gekaufte im Beutel gehen gar nicht.
In diesem Jahr hängen die Walnussbäume so voll mit Nüssen, ich glaube Herrn GB schauert es schon. Ich muss mal sehen, ob es evtl. ein eigenes Walnusskoch- oder -backbuch gibt, nein, ich will ihn nicht ärgern, nur verwöhnen ;-). Für Tipps bin ich dankbar, aber pssst, nicht dass gleich mein Schatz das wieder mitbekommt und er eine Walnussphobie bekommt. Gebrannt Walnüsse ist ja eine ganz besondere Süßigkeit hier bei uns, aber es geht auch herzhaft.
Ich habe uns mal wieder Nudeln gemacht. Na besser gesagt Nudelteig und daraus Ravioli. Die Ravioli hatten eine superleckere Füllung aus einer Walnussmasse. Dazu gab es gedünstete Radicchio. Na das war ja nun ganz und gar nichts für Herrn GB. Die Ravioli immer wieder gerne, aber dieses bittere Zeugs von rotem Kohl (ähh Salat), der aber nun auch nichts mit dem von Herrn GB geliebten Rotkohl gemein hatte, okay, evtl. die Farbe, aber neee, der geht gar nicht, also der Radicchio.
Oh oh, da hab ich Herrn GB nun wirklich keine Freude gemacht. Erst Nüsse knacken und dann auch noch für ein Essen, das nur zur Hälfte schmeckt. Die Ravioli gibt es wieder, hab ich ja schon geschrieben, aber Herr GB möchte ein anderes Gemüse dazu haben. Sein Vorschlag war Spinat, aber ich bin der Meinung Spinat passt nicht zu Walnussravioli. Jetzt suche ich mir einen Wolf in gefühlten tausend Kochbüchern und finde keine adäquate Alternative. Sollte jemand den super genialen Vorschlag haben, bitte lasst es mich wissen, nur nichts Bitteres, sonst geht mein Schatz in den Nussknackstreik.
Aber ich verrate Euch trotzdem das Rezept von den Walnussravioli mit Radicchio.
100 g Hartweißengrieß (Mehl natürlich)
150 g Weizenmehl
2 Eier
2 Esslöffel Wasser
1 gehäuften Teelöffel Salz
Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Nudelteig herstellen und in Folie einschlagen. Mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Da ich von Robert gelernt habe, produziere ich den Teig einen Tag früher und lass ihn locker 12 bis 24 Stunden ruhen. Das Ergebnis ist genial.
Für die Füllung der Ravioli habe ich 180 g Frischkäse mit 30 ml Milch glattgerührt. 50 g Walnüsse mit dem Messer hacken. (nicht mahlen!) und unter den Frischkäse geben. Mit einem ¼ Teelöffel Zitronenschale, einem ½ Teelöffel Salz und frischgemahlenem Pfeffer abschmecken.
Den Nudelteig dünn ausrollen, runde Ravioli ausstechen, auf jede Teigplatte einen kleinen Klecks Füllung geben, die Ränder der Teigplatte mit Eiweiß bepinseln, zur Hälfte falten und die Ränder gut zusammendrücken.
Die Ravioli in kochendem Salzwasser gar ziehen lassen. Zwischenzeitlich in einer kleinen Pfanne etwas Butter auslassen und mit Salz würzen.
Einen Radicchio in feine Streifen schneiden, in etwas Olivenöl kurz anbraten, die Temperatur auf kleine Hitze reduzieren, die Radicchiostreifen mit Zucker, Salz, Pfeffer und Holunderblütenessig würzen. Wirklich nur einige Minuten dünsten!
Radicchio mit Walnussravioli anrichten, die ausgelassene Butter über die Ravioli geben und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


Freitag, 21. Oktober 2011

Käferbohnen in Aspik…

Die Buchmesse in Frankfurt ist beendet und ins Büdchen sind schon einige neue schicke Bücher eingezogen. Ich verspreche Euch, ich werde berichten und ich bin überzeugt, Ihr habt genauso Spaß an einigen Rezepten wie ich sie habe. Denn so ganz unter uns, ich bastel schon fleißig nach. Allerdings muss ich auch gestehen, in diesem Monat habe ich kaum Gelegenheit mich in die Küche verdrücken zu können. Wir haben zwar Anlässe fast ohne Ende, aber alles außer Haus. Tja, und wenn man dann mal im eigenen Heim ist, ist man vom Vortag noch so voll und hat keine Lust auf Essen. Auf Kochen schon, aber es mangelt dann einfach an Esser mit Appetit. Das ist doch das grausamste was einem passieren kann, wenn man so gerne kocht wie ich. Für Kleinigkeiten und leichte Dinge bleit zwar noch Spielraum, doch sind meine Kostproben nicht so hitverdächtig, dass ich Euch davon erzählen müsste. Aber jetzt gab es Käferbohnen in Aspik. Sicher könnt Ihr Euch noch an meinen Käferbohnensalat erinnern, der war mal echt megalecker und die Bohnen in Aspik waren nicht weniger gut.Als kleiner Vorspeisengang kommt er sicher auch bei Euch gut an.
200 g Käferbohnen über Nacht in Wasser einweichen und am nächsten Tag mit dem Einweichwasser in ca. 60 Minuten auf kleiner Hitze gar kochen. Die Bohnen sollten komplett mit Wasser bedeckt sein, ggf. mit Wasser auffüllen. In den Topf noch ein Lorbeerblatt, eine Knoblauchzehe, eine Zwiebel, Pfeffer und Salz geben. Nachdem Kochen die Bohnen abgießen und kurz abspülen. In eine eckige Form füllen.
Für das Aspik benötigt man 1 Liter Gemüsebrühe und 10 Blatt Gelatine
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Anschließend in der erwärmten Gemüsebrühe auflösen. Die Brühe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lauwarm über die Bohnen geben. Die Form mit dem Bohnenaspik für mindestens 6 Stunden kalt stellen.
Vinaigrette:
30 g Himbeeren
1 Esslöffel Rotweinessig
2 Esslöffel Weißweinessig
1 Teelöffel Zucker
½ Teelöffel Senf
2 Esslöffel Gemüsebrühe
3 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Traubenkernöl
Salz und Pfeffer
Für die Vinaigrette die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen.
Das Himbeerpüree mit allen anderen Zutaten vermischen und gut verschlagen.
Das Käferbohnenaspik mit der Himbeer-Vinaigrette, einigen Walnusskernen und Kresseblättchen anrichten. Mit Weißbrot servieren.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Hübsch oder doch lieber etwas auf die Gabel…

Ständig suche ich nach Möglichkeiten das Büdchen aufzuhübschen. Alle anderen Foodblogs haben oben im Kopf tolle Bilder einzelner Zutaten, oder schicke Bilder ihrer Kompositionen, natürlich in Pose gebracht wie sich das für einen Blogschreiber gehört der in ist.Warum fällt mir einfach nichts Außergewöhnlicheres ein? Nein ich werde nicht die Zwiebeln und Tomaten von meinem letzten Einkauf in Positur bringen und auf weißem Fotokarton drapieren. Jaha, der Profi fotografiert den Erbseneintopf auf dem weißen Teller, positioniert auf weißem Fotokarton, ohne Blitzlicht und schon gar nicht im Sonnenschein. Ich habe es auch versucht, aber soll ich Euch was sagen?! Meine Bilder sehen farblos aus! Klar mit so einem weißen Karton im Hintergrund ist es leichter, da brauchste nicht gucken, ist der Tisch sauber, machen wir heute die Bilder auf Granit in schwarz, auf Holz in braun oder auf Glas in durchsichtig? Nee mit nem weißem Karton ist es eben immer weiß, immer schick und immer sauber. Aber ins Büdchen passt das irgendwie nicht, vielleicht mal ab und zu aber nicht immer. Das ist genauso mit dem Kopf in diesem Blog, ich glaube wäre das Häuschen weg, würde im Büdchen etwas fehlen. Also bleibt hier erst einmal alles wie es ist, okay ich verspreche hoch und heilig, ich überarbeite die Speisekarte, die ist längere Zeit mit Nichtachtung behandelt worden, ist mir irgendwie untergegangen. Schlamperei, ich bräuchte eine Sekretärin, oder einen Tipp, ob ich eine Automation einbauen kann.
Doch für die Speisekarte habe ich jetzt auch leider keine Zeit, denn ich muss ganz dringend der Sus vom Gärtnerblog ein Rezept schicken. Sus hat wie in jedem Monat wieder zum Blogevent aufgerufen, diesmal ist das Thema Knoblauch, da muss ich mitmachen!
Garten-Koch-Event Oktober 2011: Knoblauch [31.10.2011]
Sicherlich habt ihr Verständnis, dass ich mich bei so einem Auftrag nicht um die Speisekarte kümmern, oder mich mit Blogverschönerungen aufhalten kann, oder?
Für Sus habe ich ein Rezept das man besser essen sollte, wenn man den nächsten Tag in Einsamkeit verbringt…
Shiitake mit karamellisiertem Knoblauch
200 g Shiitake
150 g Topinambur schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
12 Knoblauchzehen, geschält
2 Schalotten in kleine Würfel geschnitten
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 Lorbeerblatt
100 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Ahornsirup
1 Esslöffel Butter
1 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Bund Schnittknoblauch
An den Shiitakepilzen den Stiel entfernen (der ist sehr hart und wird auch während des Kochens nicht richtig weich). Das Olivenöl erhitzen, die Würfel einer Schalotte in das Öl geben und glasig dünsten. Thymian, Rosmarin und das Lorbeerblatt zufügen, ebenfalls die geputzten Shiitake und auf kleiner Temperatur gar dünsten.
In einer weiteren Pfanne die Butter auslassen, die restlichen Schalottenwürfel in die Butter geben und die Topinamburstücke zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschmoren. Mit Gemüsebrühe ablöschen und gar kochen.
In einem kleinen Topf die Knoblauchzehen geben, den Ahornsirup angießen und auf kleiner Hitze glasig dünsten.
Pilze, Topinambur und den gegarten Knoblauch mischen, mit dem Schnittlauchknoblauch bestreuen und anrichten. Mit Weißbrot servieren.


Montag, 17. Oktober 2011

Wo bekomme ich kleine Hände her, oder das Rezept der Zwetschgenwähe…

Ich kann Euch was erzählen, ich habe immer weniger Zeit für meine ganzen Aktivitäten. Ich weiß, jetzt sagt der/die eine oder andere, dann hör auf zu quasseln und geh Deine Projekte an. Dann sag ich nur “HALT, STOP“ quasseln heißt ich unterhalte meine Gäste im Büdchen, und es gibt einige die genau deswegen hier sind. Also wird nicht nur gekocht, sondern auch das Publikum amüsiert. Wobei mir im Moment nichts wirklich einfallen will, ich bin ja jetzt auch nicht der Heinz Erhardt der kleinen Witze, aber manchmal ist es hier im Büdchen doch recht situationskomisch. Tja und genau so war es gestern, ich habe Herrn GB einen Kuchen gebacken. Na, eigentlich ist er für die Kollegen von Herrn GB, denn der hat seinen Kumpels einen Kuchen versprochen und wer backt ihn? Genau, ich das Klärchen! Um jetzt ehrlich zu bleiben, ich muss gestehen, ich habe es angeboten. Die Herren mögen gerne Pflaumenkuchen und ich habe ein schönes Rezept gefunden das ich noch kurz mit Marzipan ergänzte.Nach Anleitung habe ich eine Art Mürbeteig zubereitet bis ich ins stocken kam und anschließend über meine eigene Komik förmlich einen Lachanfall bekam. Mein Schatz schaute mich nur fragend an und irgendwann habe ich ihn mit meinem Lachen angesteckt und er musste einfach mit lachen. Nachdem ich mich nach einiger Zeit gefangen habe, erzählte ich ihm prustend von meinem Lesefehler. Im Rezept stand mit möglichst kühlen Händen sollte eine Kugel geformt haben, ich las mit möglichst kleinen Händen eine Kugel formen, panikartig schaute ich meine Hände an und dachte, wo bekomme ich jetzt kleine Hände her!? Ich benötigte einige Sekunden bis ich meinen Lesefehler bemerkte und dann brach eben dieser Lachanfall aus. Kennt ihr auch diese Versprecher, Gedankenfehler, die Euch immer wieder zum schmunzeln bringen wenn ihr an sie denkt?
An meine Zwetschgenwähe werde ich wohl noch lange denken…
250 g Mehl
25 g Zucker
1 Prise Salz
100 g eiskalte Butter in kleinen Würfeln
110 ml eiskaltes Wasser
2 Esslöffel Essig
Aus allen Zutaten mit dem Knethaken der Küchenmaschine einen glatten Teig herstellen. Mit möglichst kühlen Händen eine Kugel formen und in Folie einschlagen. Die Kugel 30 bis 60 Minuten kühlen. Den Teig ein eine gefettete Springform geben und ausrollen. Den Teig am Rand ca. 2-3 cm hochziehen.
Aus 150g Marzipan eine Platte ausrollen, die von der Größe der Backform ist. Die Marzipanplatte auf den Boden auf den Teig in der Springform legen und Marzipan und Teigplatte mit einer Gabel mehrmals einstehen.
750 g halbierte Zwetschgen kreisförmig auf den Marzipanboden geben und die Form nun 10 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 220°C backen.
125 ml Sahne
2 Eier
2 Esslöffel Zucker
1 Messerspitze Zimt gemahlen.
Aus allen Zutaten eine Eiersahne rühren und auf die Zwetschgen gießen. Nun weitere 25 bis 30 Minuten auf gleicher Temperatur fertig backen.
Wer will kann ihn nach dem Backen noch mit Hagelzucker bestreuen.
Auch mit großen Händen ist er leicht zu backen ;-)