Mittwoch, 30. November 2011

Manchmal ist es besser das Licht ist aus...

Also eins ist ja auch mal klar, da gibt man sich alle Mühe die wunschlosen Blogleser für tolle Bücher zu animieren und was ist? Nix ist, nicht mit einem Wort hat irgendjemand aber auch nur annährend daran gedacht mir eine kurze Rückmeldung zugeben, ob das Buch von gestern nun gefällt oder nicht? Stündlich habe ich in meine Kommentare geschaut, aber never ever nix! Kein, klasse Klärchen tolles Buch schreib ich auf meinen Wunschzettel! Oder, Mensch Klärchen, was soll ich damit, ich bin wunschlos glücklich! Ich bin’s auch, denn ich habe den Schinken ja. Kommt mir nur keiner nach Weihnachten an und jammert, der Nachtisch war so blass, ewig später haben wir erst festgestellt, dass er schon Stunden auf dem Tisch stand, wir ihn aber von der weißen Tischdecke nicht unterscheiden konnten. Oder, die Nachspeise war so gruselig, die hätte ihren Starauftritt besser zu Halloween gehabt. Mein Dessert war so farblos, wir haben es lieber im Dunklen gegessen, wäre dann die dritte Variante.
Aber wo wir gerade bei dem Thema sind, wie ist das in diesen dunklen Restaurants, ihr wisst doch, diese Läden die diese Events veranstalten "Essen im Dunkeln“. Werden dort eigentlich die Speisen verziert, werden sie genauso schick angerichtet wie in den Sterneläden. Ich gebe ja zu, ich hab noch nie im Dunkeln gegessen. Also im fast Dunkeln schon, Chips auffe Couch, oder Nutella nur mit der Kühlschrankbeleuchtung, okay, lassen wir das. Aber was ich meine, sind diese Lokale in denen es stockfinster ist, nicht ein LED leuchtet, geschweige denn eine Kerze auf dem Tisch, oder gar Weihnachtsglimmerschimmer leuchtet und blinkt. Um es noch präziser auszudrücken, es ist noch düsterer als beim candel light dinner. mit einem Teelicht
Ich muss sagen, der Herr Pranschke setzt in mir mit seinem Buch ja ungeahnte Ideen frei, aber das war auch sein Ziel. Ideenmaximierung, er gibt den Funke und schon brennt die ganze Küche. Sicher denkt Ihr jetzt, nun isset soweit, jetzt ist das Klärchen durchgenallt. Erst erzählt sie von Dekorieren über alles und dann will sie ein candel light dinner ohne Kerzen und LED´s. Ganz so ist es jetzt nun nicht, nur ich hatte gerade die Megavision, sollte es bei meiner nächsten Kalorienbombe mal wieder mit der Deko nicht so richtig klappen, obwohl ich das Buch von Herrn Pransche habe, gibt es einfach ein Event im Büdchen. Wie wäre es mit "Sündigen im Dunkeln“ ups, oder vielleicht dann doch besser "Essen im Dunkeln“. Mein heutiger süßer Gaumenkitzel geht gerade noch so bei Kerzenschein durch...
Mangoparfait im Knusperkörbchen:
2 Eigelb
70 g Zucker
3 Blatt Gelatine in Wasser einweichen
100 g Mangopüree
200 g Sahne schlagen
Eigelbe mit Zucker über dem Wasserbad aufschlagen bis es weiß-cremig ist vom Wasserbad herunter nehmen und weiter schlagen. Gelatine ausdrücken, in der noch warmen Creme auflösen und das Fruchtpüree untermischen. Die geschlagene Sahne unterheben und die Parfaitmasse in Timbaleförmchen füllen. Ca. 6 Stunden gefrieren lassen.

Für die Knusperkörbchen benötigt man 12 Blätter Filoteig. Jeweils 3 Blätter versetzt in die Mulden einer Muffinform drücken, dass sie ein körbchen bilden. Die Körbchen bei 180°C im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Für die Himbeersoße 150 g gefrorene Himbeeren auftauen, pürieren und durch ein Sieb streichen. Das feine Himbeerpüree mit 2 Esslöffel Zucker verrühren und in feine Spritzflachen füllen.

Einen Teller mit der Himbeersoße im Gitterlook ausdekorieren. In jeweils ein Knusperkörbchen ein Mangoparfait setzen und auf dem Gitternetz setzen. Mit Himbeeren und Schokoraspeln verzieren und servieren.


Dienstag, 29. November 2011

Ein Tipp für den Weihnachtswunschzettel...

Ja ich weiß, ich wiederhole mich wenn ich jetzt zum x-ten Mal auf die Bücher von Herrn Rafael Pranschke aus dem Becker Joest Volk Verlag hinweise. Doch dieses Buch habe ich Euch noch nicht vorgestellt. Diesmal geht es ums Dessert. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wird doch geschlemmt und schnabuliert. Ein Menü ohne Dessert ist kein Menü. Ein Dessert sollte der krönende Abschluss einer unvergessenen Speisefolge sein und mit Unterstützung von Herrn Pranschke gelingt es auch. Also Herr Pranschke kommt jetzt nicht persönlich vorbei und zaubert Euch mal eben das Weihnachtsdessert, nööö, wenn ich von Unterstützung rede meine ich natürlich dieses Dessertbuch. Wieder so ein Schmöker den man einfach nicht aus der Hand legen will. Mit leichten Handgriffen demonstriert er wunderbar, wie einfach essbare Dekoration herzustellen ist. Nachvollziehbare Megatipps zur Vorbereitung, damit es am "Feiertag“ schnell geht.Auch dieses Buch ist kein Kochbuch im eigentlichen Sinne, sondern auch wieder ein Ratgeber.
Der gut kochende Freundeskreis von Herr Pranschke hat ihn zu seinen Büchern animiert. Ich erwische mich auch häufig dabei lecker zubereitete Speisen etwas trist zu servieren, so war es wohl auch bei den Freunden. Mit Liebe gekochtes Essen, köstlich aber ohne Antlitz. Geschmackvolle Gerichte haben eine schöne Anrichte verdient, okay Herr Pranschke, ich habe es kapiert. Und stelle es auch gerne unter Beweis, aber dazu später.
Jetzt erzähle ich erstmal noch etwas über das informative Buch:
Aufgebaut ist es wie die drei anderen Bücher von ihm. Kalte..., warme..., Party...
Schon das Cover macht Appetit und beweist wie simpel kochen sein kann. Einfach kleine Krokantkekse backen, eine Mouse herstellen, die Mouse zwischen die Kekse spritzen, alles zu kleinen Türmchen stapeln, ausdekorieren und fertig.
So könnte ich jetzt ellenlang die Beschreibung seiner Anleitungen fortsetzen. Natürlich beschreibt Herr Pranschke seine Erläuterungen professioneller und präziser, nur wollte ich Euch demonstrieren mit welcher Leichtigkeit seine Ausführungen umzusetzen sind.
Er startet mit Dekoideen, präsentiert Mehlspeisen, rührt Cremes und Mousse, kocht Pudding, Flammeri und Götterspeise, demonstriert wie Parfaits, Sorbets und Eis gelingen, backt Cupcakes. Tarte und Törtchen, Pralinen und Knopfkekse nicht aus. Zum guten Ende gibt es noch Tipps wie Gelatine aufgelöst wird, man Schokolade richtig temperiert, Eier richtig behandelt und, und, und… Damit auch alles gut wiedergefunden wird gibt es einen übersichtlichen Index. Genauso perfekt wie ich es von seinen anderen Büchern gewohnt bin.
Mein Fazit:
Ich hoffe Herr Pranschke hat jetzt so richtig Spaß am Bücher schreiben gefunden und er wird mich, uns noch mit einigen Ratgebern überschütten, ich bin überzeugt, er hat noch so einiges auf Lager.
Und das sagt der Verlag:
schöner kochen – Desserts
Die Kunst der perfekten Zubereitung – Rezepte und Tipps für Desserts
Süße Kreationen perfekt in Schale – mit den notwendigen Tricks und Handgriffen vom Meister des Foodstylings
„Nur kochen“ war gestern. Wer wirklich ambitioniert den Kochlöffel schwingt, will auch mit grandioser Optik auf dem Teller überzeugen. Und genau da machen herkömmliche Kochbücher Schluss.
Wie der Foodstylist die Sachen so schön auf dem Foto umgesetzt hat, blieb bisher als Geheimnis im Fotostudio.
Wie man Süßes so auf den Tisch zaubert, dass selbst mancher Profi staunt, zeigt Meisterkoch und Fooddesigner Rafael Pranschke in seiner „Hexenküche“. Ob lockere Mousses, verführerische Parfaits und Sorbets, liebevoll dekorierte Cupcakes, klassische Mehlspeisen oder Puddingvariationen:
Rafael Pranschke lädt Sie ein, mit Aromen und Texturen zu spielen und dabei immer neue Geschmackserlebnisse zu komponieren.

ISBN 978-3-938100-68-4
24, 95 EUR (D), 39,90 CHF, 25,70 EUR (A)
192 Seiten, Großformat 24,5 x 24,5 cm,

Auf 200 Seiten zeigt Ihnen der erfolgreiche Foodstylist und Koch alle Facetten seiner süßen Koch- und Dekokunst: Er erklärt, wie Sie aus Grundrezepten durch Abwandlungen und unterschiedliche Anrichteweisen Spitzendesserts kreieren, und verrät seine Berufsgeheimnisse, die auch Sie zum Dessertkünstler erheben werden.
Das Sahnehäubchen: mehr als 30 kreative Deko-Ideen aus Zucker, Früchten und Schokolade mit viel Aha-Effekt, die wirklich auch zu Hause gelingen. Hubertus Schüler hat die süßen Kompositionen wieder eindrucksvoll in Szene gesetzt. Praktische Step-by-Step-Fotos zeigen die Tricks, mit denen Rafael Pranschke seine Gäste verblüfft.

Autor Rafael Pranschke
Text Doreen Köstler
Fotografie Hubertus Schüler
Mich hat der Mangopudding mit Kokossoße angesprochen und das Rezept hat mich nicht enttäuscht.
300 g reife Mango
100 g Zucker
350 ml Wasser
7 Blatt eingeweichte Gelatine
Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Stein lösen. Das Fruchtfleisch in Stücke schneiden mit Zucker und Wasser 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Mit dem Mixstab sehr fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Die gequollene Gelatine ausdrücken und in dem Fruchtmus auflösen. Die Mangomasse in eine Puddingform geben und mindestens 6 Stunden kühlen bis der Pudding fest ist.
Für die Kokossoße
500ml Kokosmilch mit Mark einer Vanilleschote und 125 g Zucker aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. auf die Hälfte einkochen 50 ml Kokoslikör angießen und die Soße auskühlen lassen.
Der Pudding auf eine Platte stürzen, mit Mangospalten dekorieren und mit Kokossoße servieren.


Montag, 28. November 2011

Kartoffelpüre(h)e ohne Kartoffelpü…

Weihnachten kommt ja immer so plötzlich und die Adventszeit noch plötzlicher. Tannengrün liegt hier schon seit letzter Woche, aber könnt ihr euch vorstellen, dass ich einfach keine Zeit hatte mich um Adventstimmung zu kümmern. Ich mag es schon fast nicht erzählen, hier im Büdchen ist noch nicht ein einziges Plätzchen gebacken. Die "Feiertage“ haben mich komplett aus dem Konzept gebracht, ich überlege die ganze Zeit wie das eigentlich vor 25 Jahren war. Hmmm, ob wir damals auch so nahtlos von der Heiratsstimmung in die Adventszeit sch(f)litterten.Herr GB hat seinen Dekorationspart von einem Tag auf den Anderen verschoben, ständig ist im etwas dazwischen gekommen. Mal hatte er noch kurzfristig einen Termin, mal war es schon dunkel wenn er nach Hause kam, mal war es nebelig, mal war es ich weiß nicht was. Aber gestern, am 1. Advent, gab es dann keine Schonfrist mehr, nein auch nicht wenn es regnet, schließlich gibt es Regenjacken. Ja richtig, sein Part ist die Außendekoration.
Weihnachtsbeleuchtung ist nicht nur vom 24.ten bis 26.ten schön, sondern während der ganzen Adventzeit angesagt. Ich weiß, ich kann gnadenlos sein, vor allem wenn es gerademal um eine einzige Lichterkette geht, und nein, sie war kein Kilometer lang.
Mal so ganz unter uns, ich denke ich könnte im nächsten Jahr neue Rosen kaufen, wenn wir schon Frost gehabt hätten. Soll ich Euch was sagen, selbst die waren auch noch nicht in ihrem Wintermantel gepackt. Also Herr GB hatte ein volles Programm. Ich aber auch.
Heute war das Reh fällig.
Den Fond für die Sauce hatte ich ja neulich schon gekocht und alles Andere ging auch relativ fix. Ebenso fix, dass noch Zeit für die Adventdeko in den vier Wänden blieb.
Polenta-Lasagne mit Steinpilzen und Rehrücken für 2-3 Personen
Polenta-Lasagne:
500 ml Wasser kochen und kräftig salzen
100 g Maisgrieß (feine Körnung)
1 Esslöffel Butter
Etwas Olivenöl
In das kochende Wasser den Maisgrieß rühren aufkochen und auf kleiner Hitze ausquellen lassen. Häufig umrühren.
Den gequollenen Maisgrieß in eine geölte flache Schale (Auflaufform) streichen und abkühlen lassen.
Ca. 300 g Steinpilze putzen und in etwas Olivenöl barten.
Für die Bechamelsauce 250 ml Milch mit einem frischen Lorbeerblatt zum Kochen bringen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 10 g Butter mit 10 g Mehl vermischen und die kochende Milch damit binden. 2 bis 3 Esslöffel Parmesan untermischen.
Polenta rund ausstechen und mit Pilze und Sauce im Wechsel schichten. Im Backofen bei ca. 180° C 10 bis 12 Minuten überbacken.
Zwischenzeitlich den Rehrücken in kleine Stücke schneiden und in Butter braten.
Wildfond einkochen und ggf. mit Speisestärke oder Pfeilwurzelmehl binden.
Mit Rosmarin ausdekoriert servieren.

Freitag, 25. November 2011

Es ist noch Suppe da…

Neulich hatte ich mal wieder so einen Blitzgedanken, wobei eigentlich brachte mich Herr GB auf die Idee. Ich konnte an nichts anderes mehr denken als an Ochsenschwanzsuppe. Der Auslöser für dieses antike Süppchen war ja letztens der Ochsenschwanz den ich geschmort habe. An den Knochen waren so schöne kleine Fleischstücke, zum abknabbern zu mühsam und entsorgen geht gar nicht und wäre die reinste Schande gewesen. Also habe ich die Knochen fein säuberlich vom Fleisch befreit und Herr GB hat es sich genüsslich schmecken lassen. Immer wenn er an dem Teller mit den Fleischkrümeln vorbei kam, konnte er nicht wiederstehen. Logisch dass irgendwann der Teller leer war, oder!? So ganz nebenbei erwähnte der Gatte wie gerne er früher Ochsenschwanzsuppe gegessen hat und die seit Jahren, oder gar seit Jahrzehnten, auf keiner Speisekarte mehr gesehen hat. Was spricht dagegen Ochsenschwanzsuppe auf die Speisekarte im Büdchen zu setzen?
Wie man Ochsenschwanz zubereitet weiß ich ja, also habe ich das Rezept einfach etwas verändert und schon gab es Ochsenschwanzsüppchen. Das Einzige was fehlte war das trockene Brötchen das es früher immer dazu gab, aber dafür habe ich an die Dekoration gedacht und die Suppe mit dem obligatorische Petersiliensträußchen verziert.
Einen Ochsenschwanz vom Metzger in Stücke schneiden lassen. In einen Schmortopf einen Esslöffel Schmalz und 100 g Speckwürfel auslassen.
Die Ochsenschwanzstücke im Fett anbraten. 2 Stangen Sellerie in kleine Würfel schneiden, eine rote Zwiebel und 4 kleine Schalotten fein würfeln. 2 Möhren und eine kleine Petersilienwurzel ebenfalls fein würfeln, ein Bund glatte Petersilie hacken.
Alle Zutaten zum Ochsenschwanz in den Topf geben und mit anschmoren. Mit 1 ½ Liter Wasser ablöschen. Salz, ein Lorbeerblatt und 2 Nelken in den Topf geben. Gute 2 bis 3 Stunden auf kleiner Hitze garen. Das Fleisch von den Knochen ablösen und wieder in die Suppe geben.
Gebunden habe ich sie ganz klassisch mit einem Esslöffel Mehl, das ich in einem Esslöffel Fett gebräunt habe. Die braune Mehlschwitze mit der Suppe ablöschen und aufkochen. Die Suppe mit Madeira abschmecken, alternativ geht auch Rotwein, allerdings ist Madeira für den typischen Ochsenschwanzsuppengeschmack verantwortlich.


Mittwoch, 23. November 2011

Orange Möhren, rote Beete oder bunte Schweine…

So, der 25.zigste Hochzeitstag ist vorbei und wir haben ihn richtig genossen. Glücklich und zufrieden sind wir durch die Lande gezogen und haben uns so richtig toll verwöhnen lassen. Sind einige Tage abgetaucht und unser rund um Sorglos-Paket hätte nicht besser sein können. Ist doch immer wieder interessant welche Inspiration so eine Reise hat, heißt ja auch nicht umsonst "wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erlebenzählen“Nein, ich erzähl Euch jetzt nicht ausgiebig von unserer kleinen Hochzeitsreise, aber ich verrate Euch, hier wird demnächst Rote Beete verarbeitet. Jahaaaa, richtig gelesen ROTE BEETE, Herr GB überrascht mich immer wieder, selbst nach so vielen Jahren hat er immer wieder einen Joker im Hinterhalt und trumpft auf. Diesmal hat er ohne mit der Wimper zu zucken Rote Beete verkonsumiert, er hätte durchaus auch etwas anderes haben können, aber nein, er blieb bei Rote Beete Carpaccio. Irgendwie war es ja etwas sehr lustig, egal an welchem Tag uns welches Menü auch immer vorgesetzt wurde, die Rote Beete war immer in irgendeinem Gang dabei. Sie scheint im Trend zu sein und die gehobene Küche hat den Kurs aufgegriffen. Selbst das Rote Beete Süppchen ließ der Gatte nicht aus, na komm Du mir mal nach Hause. 25 Jahre wurde die rote Knolle aus der Büdchenküche verband und jetzt schaufelt mein Schatz sich mit genüsslichem Lächeln ein Rote Beete Gericht nach dem Anderen ins Schnäuzchen.
So schnell kann ich jetzt natürlich nicht mit dem dunkelrotem Erdgemüse aufwarten, aber Erdgemüse hat Saison. Extra für mein Schleckermäulchen gibt es Möhren. Natürlich gibt es nicht nur Möhren, nein, es gibt auch Kartoffeln und Knollensellerie. Aber da der Gatte unverändert zur Kategorie "fleischfressende Pflanze" gehört, gab es als Krönung ein geschmortes Schweinebäckchen und zwar vom Bunten Bentheimer...
Zutaten:
Pro Person 1-2 Schweinebäckchen (Nur den Muskel ausgelöst verwenden, müsste auf jedem Fall beim Metzger vorbestellt werden.)
Die Schweinebäckchen in Butterschmalz anbraten mit 200 ml Weißwein und 500 ml Wasser ablöschen. Gemüsewürfel von Knollensellerie, Möhren, Porree und Zwiebeln zugeben. Einige Zweige Thymian auflegen und gute 120 Minuten auf niedriger Hitze schmoren.
Die Bäckchen aus dem Schmorsud nehmen, den Schmorsud passieren, etwas einkochen und mit 2 Esslöffeln eiskalte Butter aufschlagen bis es bindet.
Mehlige Kartoffeln und Knollensellerie schälen in Würfel schneiden und gar kochen. Die gekochten Kartoffel-Selleriewürfel mit einem Kartoffelstampfer zerquetschen, etwas warme Milch angießen, einen Esslöffel Butter zugeben und mit dem Kartoffel-Selleriestampf verrühren. Evtl. nochmals etwas warme Mich angießen und verrühren. Das Kartoffel-Selleriepüree soll geschmeidig-cremig sein.
5 Möhren pro Person gute 10 Minuten im Dampf garen und anschließend in einem Esslöffel Butter und einem ½ Teelöffel Zucker karamellisieren.
Kartoffelselleriepüree auf einen angewärmten Teller geben, ein Schweinebäckchen auflegen, die Möhren ebenfalls auf den Teller geben und etwas Soße drapieren.

Montag, 21. November 2011

Wer heiratet schon im November?

vor zehn Tagen am 11.11 fand der reinste Heiratsboom statt, nein das ist jetzt kein Karnevalsjoke sondern tatsächlich wahr. Die Standesämter öffneten bereits morgens um 7:00 Uhr und dann, ich glaube es war in Dortmund, wurde im 20 Minutentakt getraut. In Köln sogar im Karnevalskostüm, also jetzt nicht der Beamte sondern die Brautleute. Anschließend ging es zur Karnevalseröffnungsparty. Am 11.11 ist Karnevalsauftakt und es beginnt die närrische Zeit. Nur wenn man am 11.11 heiratet, beginnt dann die närrische Zeit für ein ganzes Leben?Nun ich kann da ja nicht mitreden, nicht weil Herr GB und ich nicht geheiratet hätten, sondern weil wir nicht am 11.11 getraut wurden. Wir haben unseren eigenen Hochzeitstag und das Schöne, auch wenn er vielleicht nicht so markant ist wie der 11.11, wir können ihn uns trotzdem merken und deshalb gehe ich jetzt feiern. Euch lasse ich zur Feier des Tages ein Mangotörtchen hier…

Schokobiskuit:
120 g Zucker
5 Eigelbe
50 g Kakaopulver
70 g Mehl
5 Eiweiße
Prise Salz
Zucker mit den Eigelben schaumig schlagen, Kakao mit Mehl mischen und unterrühren. Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech streichen (ca. 1 cm dick) und 20 Minuten im vorgeheizten Backofen, bei Ober- und Unterhitze backen. Schokobiskuit auskühlen lassen und mit Dessertringen runde Taler ausstechen.
Mangokäsecreme:
200 g Mangopüree
200 g Mascapone
200 g Schmand
200 g Sahne
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
2 Esslöffel Zucker
7 Blätter Gelatine
Mangopüree mit Mascapone und Schmand verrühren. Zucker, Zitronenschale und Zitronensaft untermischen. Sahne steif schlagen. Die Gelatine in etwas Wasser einweichen, quellen lassen und aufgelöst unter die Mascaponecreme geben. Anschließend die geschlagene Sahne unterziehen.

Mangogelee:
150 g Mangopüree
150 ml Wasser
50 g Zucker
3,5 Blätter Gelatine
Mangopüree mit Wasser und Zucker aufkochen. Gelatine auch hier wieder in etwas Wasser einweichen, quellen lassen und auflösen. Unter die Mangomasse geben.
Etwas Pfirsichlikör
Jeweils um einen Schokobiskuittaler einen Dessertring legen, auf jeden Taler einen Teelöffel Pfirsichlikör träufeln und als erste Schicht die Mangokäsecreme einfüllen. Die Törtchen in den Kühlschrank stellen und die Creme anziehen lassen. Als nächste Schicht Mangogelee einfüllen, wieder in den Kühlschrank stellen und leicht fest werden lassen. Als dritte Schicht wieder die Mangokäsecreme einfüllen. Die Törtchen gut 6 Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen.
Mit Himbeeren und Puderzucker kurz vor dem Servieren dekorieren.


Freitag, 18. November 2011

Geburtstag, fast hätte ich ihn vergessen…

Na klasse, da mache ich nichts anderes als dass ich mich mit dem Party-Event von Alice zu ihrem Geburtstag beschäftige und dann verpasse ich den eigentlichen Geburtstag. Also nicht dass ich ihn jetzt ganz vergessen hätte, aber ich wollte der Alice doch noch einen Geburtstagskuchen spendieren. Das habe ich jetzt deutlich vermasselt.
Eigentlich sollte ein kleiner Kuchen per Post Richtung Süden geschickt werden, aber verpasst ist verpasst. Also muss sie ihn doch essen, wenn sie das Ruhrgebiet mal besuchen kommt.
Neulich hatte meine Schokoladenschwester Geburtstag, da war ich nicht so trottelig. Einen Geburtstagskuchen habe ich gebacken und der ist auch pünktlich eingetroffen. Sie hatte Luftveränderung vom Doc verordnet bekommen. Fünf Wochen musste sie auf eine Insel im Norden und dann auch noch über ihren Geburtstag, das ist doch doof, oder!? Na okay, sie hatte Besuch und den habe ich gleich als Boten benutzt. Das war eine Überraschung die ins Schwarze traf. Gefreut hat sie sich und den Kuchen hat sie ganz alleine gegessen, allerdings war er auch nur gerademal so groß, dass eine Kerze drauf passte.

Geburtstagskuchen:
100 g Schokotröpfchen
240 g Mehl
1 Prise Salz
1 gehäuften Teelöffel Backpulver
¼ Teelöffel Natron
2 Eier
100 g flüssige warme Butter
70 g Zucker
200 ml Buttermilch
Alle Zutaten bis auf die Schokotröpfchen in einen Rührtopf geben und zu einem Teig verarbeiten. Anschließend noch die Schokotropfen untermischen und den Teig in Förmchen gießen. Die Formen in den auf 180°C vorgeheizten Backofen schieben und 20 bis 25 Minuten backen.
Die kleinen Kuchen in den Formen auskühlen lassen. Die Kuvertüre temperieren und auf die Kuchen streichen. Mit kleinen Dekoherzen oder bunten Zuckerstreuseln bestreuen. Als Geburtstagskuchen kommt er gut mit einer Kerze daher.

Mittwoch, 16. November 2011

Das ist der Börner, und bald gibt es auch einen neuen Tatortkommissar...

Seit einem Jahr wohnt jetzt der Börner bei mir und berichten will ich mindestens schon seit 11 Monaten. Ich habe ihn ja mal kurz erwähnt, aber weil ich von ihm so begeistert bin, muss ein eigener Post für ihn her. Neulich am Wochenende war mal wieder Kappesmarkt in Raesfeld und da wurde mir bewusst, ich schnibbel bereits seit einem Jahr mein Gemüse mit dem schicken Dingen.
Also nicht weil ich mit dem Messer nicht schnell wäre, aber dieses Teil ist granatenscharf. Die Schau ist ja auch z.B. bei einem Salat, wenn die Gurken und die Möhren alle die gleiche Größe haben. Ich finde das optisch ja schon recht cool, so profihaft.
Ha, bei profihaft muss ich an ein Interviewe denken das ich letztens im Radio gehört habe. Das Ruhrgebiet bekommt wieder einen neuen Tatortkommissar. Nee nicht der Börne, nicht zu verwechseln mit meinem Börner, ist doch nicht der Kommissar, der ist der Rechtsmediziner. Der Kommissar ist doch der Thiel, im Film ist der sogar Hauptkommissar, also der Thiel jetzt, und für die die keine Ahnung haben, erklär ich das mal ganz genau: Der Tatort mit Börne und Thiel spielt in Münster und Münster gehört nich und niemals zum Ruhrgebiet und erstrecht nicht zum Pott. Der richtige Tatortkommissar aussem Pott war der Schimmi, aber der ist doch in deinem letzten Tatort mit nem Flugdrachen über Duisburg wech geflogen. Tja das war´s dann, aber irgendwann muss ja auch mal im Pott wieder ermittelt werden, oder??? Also muss ein Neuer her! Richtig und diesmal wird in Dortmund abgedreht, im März geht es los und im Herbst soll der erste Teil mit Jörg Hartmann ausgestrahlt werden.
Mensch Meier dann wird mein Börner schon zwei, aber ich kann Euch sagen, bis dahin wird hier noch so manche Karotte flott in Scheiben geschnitten, Sellerieknollen in Würfel und Gurken in Designersalat umgewandelt.
Aber jetzt muss ich erstmal Kohl besorgen, den Kappesmarkt habe ich nämlich verpasst. Doch auf der to do Liste steht Sauerkraut herstellen und das darf ich auf keinem Fall verpassen, aber vorher gibt es noch Designer Gurken....
Diese Gurken sehen nicht nur gut aus, durch das Gitter in den Scheiben bleibt das Dressing gut hängen, das gefällt ganz besonders dem Herrn GB und wenn ich ihm eine Freude machen kann bin ich dabei.
1 Schlangengurke
Geriebene Schale einer Zitrone
Saft eine halben Zitrone
1 Esslöffel Weißweinessig
1 Esslöffel Rapsöl
2 Teelöffel Zucker
Salz
Pfeffer
2 Esslöffel Dill
150 ml Sahne
Gurke in Scheiben schneiden, Zitronensaft und Essig mit Salz, Pfeffer und Zucker mischen. Das Öl unterrühren und die Sahne nach und nach zugeben. Die Hälfte der Zitronenschale unter das Dressing heben. Ein Esslöffel Dill unter mengen. Das Dressing auf die Gurken geben kurz vermischen. Den restlichen Dill und die restlichen Zitronenzesten auf den Salat geben.

Übrigens: der Börner ist nicht gesponsert, er wurde von mir persönlich gekauft und ich bekomme auch nichts für diesen Beitrag!