Freitag, 30. Dezember 2011

Wenn das kein Glück bringt…

Na, in dieser Woche schon Linsen gegessen, oder für Silvester vorbereitet? Nein? Na dann wird es aber Zeit! Ach, keine Lust auf Linsen? Tja, dann würde ich mal sagen das kommende Jahr ist bezüglich Geld und Wohlstand bereits schon jetzt gelaufen.Wie ich auf diese Idee komme? Noch nie etwas von dem Linsenbrauch zu Silvester gehört?
Nein, wir hier im Büdchen sind nicht abergläubisch, aber wenn man das Glück unterstützen kann, sollte man doch besser keine Gelegenheit auslassen, oder?
Also wie gesagt es gibt da diesen Brauch, wer zwischen Weihnachten und Neujahr Linsen verspeist dem wird im nächsten Jahr der Wohlstand und das Geld hold sein.
Da man ja nie wissen kann ob es was bringt, kann ausprobieren ja auch nicht schaden.
In diesem Jahr versuchen wir es mit Berglinsen, sollte jemand mit anderen Sorten bessere Erfahrungen gemacht haben, würde ich mich über eine kurze Info freuen mit welchen Sorten ihr Erfolg hattet.
Sollte keine Linsensorte helfen, könnte man ja auch noch den Trick mit der Karpfenschuppe im Portemonnaie ausprobieren. Die genaue Erklärung hierzu gibt’s dann ggf. im nächsten Jahr zwischen den Jahren doch heute gibt es noch ein Linsenrezept das Glück bringen soll…
Berglinsengemüse:
250 g kleine Berglinsen
2 Schalotten in feine Würfel geschnitten
1 rote Paprikaschote in kleine Würfel
1 rote Chilischote fein gehackt
100 ml Rotwein
Wasser
Salz, Pfeffer frisch gemahlen
½ Bund glatte Petersilie fein gehackt
1 Esslöffel Öl
2 Esslöffel Balsamiko-Essig
Öl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel kurz andünsten. Die Linsen zugeben und auch kurz andünsten. Die Linsen mit kaltem Wasser gut bedecken und den Rotwein angießen. Etwas salzen und im geschlossenen Topf 15 Minuten garen. Die gehackte Chilischote und die Paprikawürfel zugeben und weitere 15 Minuten garen. Evtl. noch etwas Wasser angießen. Die Linsen sollten beim Garen die gesamte Flüssigkeit aufziehen. Die Petersilie unterziehen und dem Essig würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu habe ich ein Schweinefilet, das ich mit Balsamico-Essig eingepinselt und bei geringer Temperatur im Backofen gegart habe, gereicht.
Geschmeckt hat es uns ganz super, das war schon einmal das erste Glück…


Donnerstag, 29. Dezember 2011

Zitronenrisotto mit Lachs…

So zwischen den Festtagen muss man ja auch essen. Okay, nach dem Festschmaus kann es ruhig etwas leichter sein, aber nicht weniger schmackhaft. Außerdem muss man ja auch irgendwie an Vitamin C kommen, klar könnte man jetzt Caipirinha mit viel Limettensaft bis zum abwinken trinken, aber das würde die Leber sicher übelnehmen. Also wird es zwischen den Festtagen keinen Alkohol geben und die Vitamine werden anders zugeführt. Fleisch gab es ja neulich erst und bringt jetzt auch nicht wirklich dieses Erkältungsabwehrvitamin mit, folglich muss ich mir etwas anderes ausdenken. In diesem Jahr ist Risotto ja öfters im Büdchen auf den Teller gelandet, zwar jedes Mal anders, doch immer wieder sehr schmackhaft. Diesmal jubel ich Herrn GB das Risotto unter dem Vorwand der Gesundheit unter. In der kalten Jahreszeit ist manch eine Erkältung nicht weit und wer will schon zum Silvesterfeuerwerk mit einer Grippe im Bett liegen. Willenlos, mit der Angst vor der Grippe im Nacken, hat er das Zitronenrisotto gegessen. Serviert habe ich es mit Zitronenpfefferlachs. Herr GB hat scheinbar großen Respekt vor Erkältungen, denn er nahm vom Risotto nicht nur einmal Nachschlag, ganz im Gegenteil, er meinte dass ich das Risotto unbedingt nochmals kochen müsste. oder sollte es ihm doch so gut geschmeckt haben.
Zitronenrisotto:
200 g Risottoreis
2 Schalotten
2 Stangen Staudensellerie
1 Esslöffel Olivenöl
250 ml Weißwein
750 ml Gemüsebrühe
Geriebene Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
1 Esslöffel Zitronensaft
3 Esslöffel Parmesankäse
2 Esslöffel Butter
50 ml Sahne
Weißer Pfeffer frisch gemahlen
Schalotten und Staudensellerie in kleine feine Würfel schneiden. Öl erhitzen und die Gemüsewürfel andünsten. Den Reis zugeben und alles gut mischen und mit dem Öl überziehen. Mit Weißwein ablöschen und nach und nach die Gemüsebrühe angießen. Immer wieder die Brühe bei kleiner Hitze vom Reis aufsaugen lassen. Mit Zitronensaft und Schale würzen, Käse, Butter und Sahne untermischen, mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Evtl. mit etwas Salz nachwürzen.
Lachsfilet in Butter von beiden Seiten zügig garen und mir Zitronenpfeffer würzen. Den Lachs auf dem Risotto anrichten und etwas von der Butter in dem der Lachs gebraten wurde aufträufeln.
Ein Salat würde hierzu auch noch eine gute Figur machen.


Mittwoch, 28. Dezember 2011

War das ein Festessen…

Weihnachten, das Fest der Besinnlichkeit und des guten Essens. Jedes Jahr sind unsere Festtage voll Freude und Genuss. In diesem Jahr war es wieder ganz besonders. Nie ist ein Weihnachtsfest wie das Andere, es unterscheidet sich nicht nur im unterschiedlichen Essen, es ist auch jedes Jahr ein unterschiedlicher Ablauf.In diesem Jahr feierten wir das Fest mit unserem Neffen, den wir zum letzten Weihnachtsfest noch aus der Patsche helfen konnten. Um das zu erklären hole ich mal etwas aus.
Im letzten Jahr schneite es im ganzen Land als sollte der Beginn der zweiten Eiszeit verkündet werden. Wochenlang vor Heiligabend war die Landschaft weiß, wie im schönsten Wintermärchen. Der Neffe studiert in Wien und kündigte sich bei seinen Eltern fürs Weihnachtsfest an, pünktlich am 24.ten wollte er auf der Matte stehen. Diese Rechnung hat er aber nicht mit dem Wetter gemacht. Mit dem Flug von Wien nach Münster hatte es ja noch wunderbar geklappt, auch noch vom Flughafen zum Bahnhof nach Münster, aber dann war endgültig Ende seiner Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Herr GB und ich verfolgten den ganzen Tag die Nachrichten im Radio, während wir den Feinschliff für den Heiligen Abend ins Büdchen brachten. Irgendwann am Nachmittag ließ es uns keine Ruhe und wir wollten uns erkundigen, ob der Neffe es nach Hause geschafft hat, denn wir wussten ja er wolle nach Hause kommen. Prompt erfuhren wir von der Strandung. Die Mutter aufgelöst, die Autos eingeschneit und die Zufahrtsstraße so sehr von Schnee, dass kein Wegkommen war. Es stellt sich erst gar nicht die Frage wer das „Kind“ nun abholt. Ohne große Überlegung sprangen Herr GB und ich ins Auto und machten uns auf den 90 Kilometer langen Weg. Uns war es eigentlich egal wo wir an diesem Abend waren, uns war es wichtig wir waren zusammen und konnten unseren Neffen nach Hause bringen. Welch ein Weihnachtsfest war es für die Eltern ohne ihren Sohn und voller Sorge wie er weiterkommen sollte.
Wir machten uns das schönste Weihnachtsgeschenk in dem wir den Neffen gegen 20 Uhr abliefern konnten. Trotz vieler Bitten der Schwester und des Schwagers mit ihnen doch den Heiligen Abend zu feiern, machten wir uns auf unseren Heimweg und freuten uns auf unser Festessen und besinnliche Stunden.
In diesem Jahr verbrachten wir wieder den Heiligen Abend mit dem Neffen, allerdings ganz anderes. Von den Eltern des Neffen eingeladen und mächtig verwöhnt, verbrachten wir in diesem Jahr einen Teil des wunderschönen Weihnachtsfestes in ihrem Kreis. Es war so schön und doch so anderes als im letzten Jahr.
Aber eins ist in jedem Jahr gleich, ohne Kochen geht im Büdchen nichts. In diesem Jahr waren es die gut vorbereiteten Kalbsbäckchen, ein Genuss auf den wir nicht verzichten wollten
Kalbsbäckchen mit Wurzelgemüse und Petersilienwurzelkartoffelnstampf
1,5 kg Kalbsbäckchen, unpariert gewogen
1 Liter Rotwein
250 ml Portwein
250 ml Madeira
1 Stange Porree
4 Karotten
Ein Stück Knollensellerie
2 Petersilienwurzeln
Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Sternanis, Zimtstange schwarze Pfefferkörner
Die Kalbsbäckchen vom Metzger parieren lassen und die Abschnitte in etwas Öl braun anrösten.
Das Gemüse klein schneiden und mit allen anderen Zutaten zu einer Marinade mischen. Die parierten Bäckchen in eine Schale geben und mit der Marinade übergießen. Die angebratenen Abschnitte ebenfalls in die Marinade geben. Die Röststoffe vom anbraten geben zusätzlichen Geschmack.
Die Bäckchen mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, ich lege sie gerne länger ein.
Die mit eingelegten Abschnitte aus der Marinade entfernen und entsorgen. Die Bäckchen herausnehmen, trocken tupfen und gut anbraten.
Die angebratenen Bäckchen mit der Marinade übergießen und bei 160° C im Backofen 3 bis 4 Stunden garen. Das Fleisch ist gar, wenn das Fleisch von der Fleischgabel rutscht. Das Fleisch herausnehmen und den Schmorsud durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf passieren. Den Sud solange einkochen bis der gewünschte Geschmack erreicht ist. Sollte die Konsistenz etwas zu dünn sein, mit Pfeilwurzstärkemehl andicken. Das Stärkemehl ist im Bioladen erhältlich.

Als Beilagen im Backofen gegartes Wurzelgemüse und Petersilienwurzelkartoffelnstampf
Das Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Kohlrabi, Knollensellerie und Petersilienwurzel in Stifte oder Scheiben schneiden, mit Salz, Pfeffer, Zucker, Thymian, Butterflöckchen und etwas Weißwein bei 140°C ca. 20 bis 30 Minuten bissfest garen.)

Petersilienwurzelkartoffelstampf:
Mehlig kochende Kartoffeln und Petersilienwurzel zu gleichen Teilen in Salzwasser garen. Abgießen und abdampfen. Kartoffeln und Wurzeln durch eine Kartoffelpresse geben, etwas warme Milch und zu gleichen Teilen Butter und Crème fraîche unterrühre. Abschmecken mit etwas Salz und Pfeffer.


Freitag, 23. Dezember 2011

Graupenrisotto, wäre auch etwas für die Feiertage...

So, jetzt geht’s langsam zur Sache, nur noch einmal schlafen und wir haben Heiligabend. Wie in jedem Jahr haben wir auch in diesem Jahr dem Christkind unter die Arme gegriffen und die Geschenke eingepackt, die warten jetzt geduldig auf ihren Einsatz. Der Tannenbaum lauert ebenfalls und wird für seinen Auftritt noch etwas aufgehübscht, aber das hat noch Zeit bis morgen. Auch wenn die kommenden Feiertage mit zusätzlichen Kalorien aufwarten, knurrt der Magen schon heute und will gefüttert werden. Hunger ist eine wirklich unnötige Einrichtung, aber noch schlimmer ist Appetit. Bei dem Zauberwort Appetit gehe ich ja sämtliche Vorratsecken gedanklich durch und überlege was ich Herrn GB und mir zum Mittagessen antun kann. Wie ein Geistesblitz fiel mir mein geparkter Kürbis wieder ein, der vegetierte jetzt schon seit drei Wochen vor sich hin und wartete auf seinen Einsatz.
Jetzt hatte ich schon den kleinsten Kürbis gekauft, aber so wie der aussah, wird er garantiert noch mehrmals seinen Auftritt finden. Aber heute wird er sich mit Gerstengraupen paaren.
Die Gerstengraupen waren vom Panhas übrig und eh sie in Vergessenheit geraten und ich womöglich noch mal irgendwann auf die Idee komme Graupensuppe zu kochen, mache ich lieber ein Risotto, ein Graupenrisotto mit Kürbis.
150 g Graupen
200 g Kürbis
100 ml Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
½ Bund glatte Petersilie
Salz, Zitronenpfeffer
Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
Graupen mit Weißwein und Gemüsebrühe aufkochen und 10 Minuten auf kleiner Hitze garen. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden und unter das Risotto heben. Weitere 20 Minuten garen. Mit Salz, Zitronenpfeffer und Zitronenschale würzen.
Einige Scheiben Kürbis in etwas Olivenöl garen und mit Zitronensalz würzen. Die Kürbisscheiben zur Dekoration bereit stellen.
Das Graupenrisotto mit Hilfe eines Dessertrings anrichten und mit den gebratenen Kürbisscheiben belegen.
Im Büdchen gab es als Beilage, ganz nach dem Geschmack von Herrn GB, ein Hüftsteak.
Wenn ich es mir so genau überlege, könnte man es auch durchaus an den Feiertagen servieren, oder?


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mandelherzen, vom (B)Engel…

Als Kind hatte ich schnell den Dreh raus, wie man mit dem Backofen umging. Nicht immer zur Freude meiner Mutter, denn war sie unterwegs machte sie sich entsprechend Sorgen es könnte etwas passieren. Mütter eben! War sie im Hause und es musste schnell gehen, weil alle Hunger hatten, stand ich nur im Weg und durfte mir die Küche jenseits der Küchentür ansehen. Mütter eben! Aber wenn Adventszeit war und Plätzchen gebacken wurden, hatte Klärchen den Starauftritt in der Küche! Den Teig hat meine Mama gemacht, dafür war ich die erste "Frau“ an der Gebäckspritze. Ja, ja, Matscharbeiten dürfen die Blagen machen, Mütter eben! Aber was ist, wenn die Kinder schon aus dem Hause sind, oder es keine Kinder im Haushalt gibt? Dann hat man Pech oder einen Schatz. Das Büdchen hat einen Schatz, oder besser gesagt ich habe einen Schatz. Okay, Herr GB hat es auch gelegentlich faustdick hinter den Ohren und ist ein richtiger Bengel, aber beim Plätzchen ausstechen ist er wirklich der Größe.
Seine Kreativität beim Ausstechen bringt mich regelmäßig zum Schmunzel und es gelingt ihm bei allem Arbeitsaufwand noch so ganz nebenbei für eine Überraschung zu sorgen. Diesmal zauberte er wunderschöne Herzen und Engel, aber die Krönung aller Plätzchen war der (B)Engel der ein Herz überreichte, ganz alleine für mich!
Mandelherzen:
125 g Butter
125 g Puderzucker, gesiebt
1 Ei
1 Eigelb
Mark einer ½ Vanillestange
250 g Mehl, gesiebt
75 g gemahlene Mandeln
Aus allen Zutaten einen Knetteig herstellen und zu einer Kugel formen. Diese Kugel in Frischhaltefolie einschlagen und 60 Minuten im Kühlschrank kühlen.
Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einer Teigplatte von 5 mm Dicke ausrollen und Herzen ausstechen (Engel, Sterne oder sonstige Formen gehen natürlich auch.
Die ausgestochenen Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 10 bis 12 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 190°C goldbraun backen.
Wer mag kann die Kekse in Schokolade tauchen oder mit Glasur verzieren. Im Büdchen bleibt’s Natur.


Dienstag, 20. Dezember 2011

Eier im Grünen…

Ja man könnte meinen ich bin der Zeit voraus und beschäftige mich mit Ostern, aber nein, ganz so weit bin ich dann doch noch nicht. Aber um den Genüssen des Weihnachtsfestes etwas vorzubeugen, habe ich gedacht vor den Festtagen geht es mal etwas leichter im Büdchen zu. Herrn GB mache ich damit auch eine Freude, denn wenn es vegetarisch zugeht, dann sind Eier nicht unbedingt die schlechteste Alternative, meint Herr GB. Pochierte Eier mit Salat sind leicht und steigern die Vorfreude auf die fleischigen Feiertage. Außerdem sind die schnell gemacht, die Küche bleibt zum größten Teil sauber und man hat noch Zeit für Weihnachtseinkäufe.Pochierte Eier auf Salat mit Pinienkernsauce
50 g Pinienkerne über Nacht in kaltem Wasser einweichen.
Pinienkerne abtropfen lassen, wenig Einweichwasser auffangen.
1 1/2 Bd. glatter Petersilie (ein paar Blättchen zum Garnieren beiseitelegen) fein hacken und mit 1 Esslöffel Einweichwasser verrühren. Die Pinienkerne im Mörser oder im Cutter zu einer Paste verarbeiten. Falls nötig auch hier etwas Einweichwasser beigeben.
Pinienkernpaste mit der gehackten Petersilie mischen und mit 2 Teelöffel Aceto balsamico,1 Esslöffel Austernsauce, 3 Teelöffel Fischsauce, 1 Esslöffel flüssigen Honig abschmecken.
2 Liter Wasser mit einem großen Schuss Weißweinessig aufkochen (Wasser nicht salzen).
4 Eier einzeln in eine Tasse aufschlagen, nacheinander in das Wasser gleiten lassen. Vor dem Kochpunkt ziehen lassen. Nach 1 Minute mit einem Löffel das Eigelb mit dem Eiweiß umhüllen. Nach 4–5 Minuten herausheben und abtropfen lassen.
Mit der Piniensauce auf Salat anrichten und mit den beiseitegelegten Blättchen garnieren. Etwas Weißbrot dazu reichen.

Montag, 19. Dezember 2011

Nach Zucker kommt Essig, Cranberryzeit…

Noch 4 Tage und den Rest von heute, dann kommt das Christkind. Hier im Büdchen kommt kein Weihnachtsmann! Wenn man Glück hat, kommt hier im Büdchen am 6. Dezember der Nikolaus, bisher hat es auch immer geklappt, aber wenn man sich nicht anständig benimmt, kann man auch mal Pech haben und Knecht Ruprecht kommt. Der bringt natürlich keine Süßigkeiten mit, die bekommen nur die Braven und eben vom Nikolaus.Ich habe kleine mit Alkohol gefüllt Schokoladenfläschchen bekommen, boah waren die lecker. Ich muss sagen der Nikolaus hat Geschmack. Einen Schokoladennikolaus aus Zartbitterschokolade, woher der das nur immer weiß, was ich gerne mag. Jetzt kommt mir nicht mit dieser Story, das steht alles in seinem dicken Buch. Habt ihr eine Ahnung wie es in diesem Buch aussehen müsste? Wollte er das alles aufschreiben was ich mag, müsste er dafür schon alleine ein Buch schreiben. Aber vielleicht hat er ja auch nur das aufgeschrieben, was ich nicht mag? Na, da hätte er jetzt nicht viel zu schreiben. Aber wie ist das denn bei dem Christkind? Hat das auch ein Buch? Steht das Christkind eigentlich mit dem Nikolaus und dem Knecht in Verbindung? Was ist wenn der Knecht Mist erzählt? Kommt das Christkind dann trotzdem?
Kennt jemand von Euch den Knecht Ruprecht und hat ihn schon einmal gesehen, oder womöglich nähere Bekanntschaft mit ihm und seinen Foltermethoden gemacht? Jetzt feier ich schon seit einigen Jahrzehnten Weihnachten und ich habe noch immer Fragen über Fragen.
Ich glaube ich mache mir mal lieber Gedanken wozu ich meinen neuen Cranberryessig verwenden könnte, vielleicht hat jemand einen Tipp?!
Ah ja, ihr müsst wissen wie ich den Essig gemacht habe!
300 g pürierte Cranberrys
4 Esslöffel Zucker
750 ml weißen Balsamicoessig
250 ml Weißweinessig
Alle Zutaten in ein großes Glas geben und verschießen. 4 Wochen ziehen lassen, abseihen und in kleinere Flaschen abfüllen.
Das Bild von den kleinen Flaschen stelle ich dann in einigen Wochen ein, aber jetzt bewacht der Weihnachtsmann erst einmal den Essig…


Freitag, 16. Dezember 2011

Weihnachtszeit, Wichtelzeit, Wunschzeit…

Jetzt stehen wir vor dem 4. Advent und bis zum eigentlichen Fest sind es nur noch ganz wenige Tage. Ich bin ja immer hin und her gerissen, einerseits möchte ich die Adventzeit genießen, andererseits freue ich mich so sehr auf Weihnachten, dass ich es kaum erwarten kann. So geht es mir auch immer mit Überraschungen.Einerseits bin ich froh, wenn ich von dem Warten auf die Überraschung befreit werde, andererseits liebe ich die Spannung bis zur Überraschung.
So geht es mir auch mit den Geschenken die ich für andere habe. Wobei es ja eigentlich Geschenke sind die man sich selber macht. Ich verwirre Euch schonwieder? Okay, dann erkläre ich das mal. Ich verschenke ja gerne Selbstgemachtes und während ich mein Geschenk fertige, sehe ich die Person, die ich beschenke vor mir. Dann macht es noch mehr Spaß und man stellt sich die Freude vor, welche von diesen Gaben ausgelöst wird. Geschenke machen Spaß und bringen Freude!
Deshalb mag ich auch die Wichtelei in der Adventszeit. Für jemanden ein Päckchen packen, der nicht weiß von wem er beschenkt wird, ist für beide Seiten so spannend und schön, das ist mit nichts zu vergleichen. Die Freude bei beiden Seiten die dahinter steht ist unbeschreiblich. Da kann ich aus Erfahrung sprechen. Oft haben sich durch solche Aktionen schon lebenslange Freundschaften entwickelt.
In diesem Jahr wurde ich von einem sehr kreativen Wichtel beschenkt.
Es war so schön eingepackt, mal jetzt so ganz unter uns, *flüster* ich glaube der Wichtel kommt direkt aus Wichtelhausen oder hat zumindest dort einige Seminare besucht.
Gleich nach dem Öffnen des Päckchens kam eine wunderhübsche handgeschriebene Weihnachtskarte zum Vorschein.
Dick in Luftpolsterfolie *die ich übrigens hervorragend für Schokodeko gebrauchen kann* ein Päckchen im Päckchen. Ein Schokoladennikolaus bewachte das Ganze. Ich glaube mit dem wollte sich Herr GB anfreunden.
Eine sehr schöne Geschenkbox mit Goldband und Weihnachtskugeln, und alles in den Farben wie ich es besonders gerne mag.
In der Geschenkbox drei edelverpackte und hübsch beschriftete Gläser mit Balsamico-Salz, Fleischgewürzsalz, und Himbeersalz.
So ein lieber Wichtel! Alles mit Glitzersteinchen und zarten Bändern geschmückt, also ebenso wie es das wirklich nur im Wichtelland gibt.
Ich war so neugierige, dass ich mit dem Himbeersalz noch am selben Abend unseren Feldsalat würzte. Ich kann nur sagen, das war schon einmal richtig klasse.
Liebes Kochmädchen, auch hier auf meinem Block möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken. Wer an den Rezepten der Salze interessiert ist, besucht das Kochmädchen einfach mal auf ihren Blog, sie hat versprochen, dass sie die Rezepte noch einstellt.
Ach jetzt hätte ich es fast vergessen, das Päckchen war mit einer hübschen Serviette ausgelegt, und seit ich diese sah,

singe ich hier im Büdchen jetzt ohne Pause diesen schönen Song:



Ich wünsche allen einen schönen 4. Advent.