Dienstag, 31. Januar 2012

Pünktchen, Schleifen, Waffeltürmchen…

Ich hatte es Euch doch schon mal hier erzählt, meistens Samstag tummeln wir uns auf dem Markt herum und zur Belohnung für den schweren Einkauf gibt es für meinen Schatz und mich eine Waffel. Eine so genannte Belgische Waffel. Die sind dick, saftig, weich, warm, flaumig, duftend, einfach köstlich. Die Bäckersfrau hatte mir ja den Tipp gegeben Marzipan in den Teig zu mischen, hab ich auch direkt gemacht. Hui, das hat natürlich bei Herrn GB mächtigen Eindruck hinterlassen und trotzdem war ich noch nicht so ganz mit dem Ergebnis zufrieden. Sicher waren meine Herzchenwaffeln mit dem Marzipangeschmack auch sehr schmackhaft und es ist nicht eine einzige übrig geblieben, aber die Marktwaffeln erschienen mir schon allein wegen ihrer dicke saftiger zu sein. Soll ich Euch was sagen, ich hatte Recht. Obwohl sie so dick sind und durchgebacken werden, sind sie innen noch herrlich fluffig. Wichtig auf hoher Temperatur schnell goldgelb bzw. leicht gebräunt abbacken. Dann sind sie perfekt. Woher ich das so genau weiß? Ich habe meinen Schatz ganz spontan mit einem neuen Elektrogerät überrascht. Klar, ich hatte dieses Herzchenwaffeleisen, aber wie bitteschön soll ich Belgische Waffeln backen, wenn ich kein passendes Eisen dafür habe? Außerdem war es eh das letzte Eisen dort im Laden und wer weiß, ob ich das jemals wieder irgendwo gesehen hätte. Günstig, ja, günstig war es auch, fast schon ein Schnäppchen. Zur Probe gab es erst einmal diese dicken Waffeln mit Rumgeschmack, aber die anderen muss ich auch noch machen, die hat Herr GB schon angemeldet...
Rumwaffeln:
3 Eier
Schale einer halben Biozitrone
1 Esslöffel Rum (ich mache es wie Lafer und nehme Stroh Rum)
½ Päckchen Weinstein Backpulver
1 Esslöffel Vanillezucker
100 g feinen Zucker
100 g Butter
250 g Mehl
60 ml Mineralwasser
Prise Salz
Eier trennen. Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen bis eine weißliche Creme entsteht. Butter erwärmen bis sie leicht flüssig ist. Butter mit Rum und Zitronenschale mischen und unter die Eigelbmasse schlagen. Mehl mit Backpulver vermengen und in die Eiermasse rühren. Nun das Mineralwasser ebenfalls einrühren. Eiweiß mit dem Salz zu Schnee schlagen und langsam den Vanillezucker mit unterschlagen.
Den Eischnee unter den Teig ziehen und im vorgeheizten Waffeleisen als kleine Plätzchen oder als große Belgische Waffeln abbacken.


Montag, 30. Januar 2012

Die angekündigte Zitronenforelle...

Am letzten Wochenende habe ich mich mal wieder ausschließlich mit den Genussfreuden beschäftigt. Habe mir den Markt der Kochbuchneuerscheinungen angesehen, die Vorratsregale im Keller inspiziert, meine "schon immer wollte ich das Nachkochliste“ aktualisiert und nicht zu letzt gekocht. Klar, zwischendurch war ich noch schnell auf dem Markt, in diversen Läden zum Einkauf, wurde eingeladen und mit einer Paella bespaßt. Eine meiner Lieblingsaufgaben ausgeführt und zwar alles für die neue Arbeitswoche vorbereitet. Man kann ja nicht wie Schlunzensminna ins Büro gehen. Na als ich dann so alles fertig hatte, sich das Rundumzufriedengefühl breitmachte, war es auch schon wieder vorbei mit den schönen freien Stunden und siedendheiß fiel mir ein, ich wollte Euch doch noch von meiner Zitronenforelle erzählen.
Nicht das das gute Stück jetzt so ein megabahnbrechendes Rezept voraussetzte, nööö, aber sie war super lecker. Das Schöne, man braucht nicht viel und könnte das Forellengericht auf die Liste für spontane Küche setzen.
Normal gibt es im Büdchen nur frischen Fisch, abgesehen jetzt von dem Geräucherten oder Eingelegten. Also Fisch der gekocht oder gebraten wird, kommt bei uns überwiegend direkt frisch vom Fischhändler. Soweit so gut. Doch diesmal war der Fischhändler nicht greifbar und ich hatte mir unbedingt diesen Kartoffelsalat in Kombination mit einer Forelle in den Kopf gesetzt. So und jetzt bist Du dran. Was hättest Du gemacht? Genau das gleiche habe ich auch gemacht, ich habe zwei gefrorene Regenbogenforellen gekauft.
Die waren ruck zuck aufgetaut und eh sich einer der Fische überlegen konnte, ob er sich zum Leben wieder erwecken lässt, waren sie auch schon von innen und von außen mit Pfeffer und Salz gewürzt. Pro Fisch eine Bio-Zitrone in dünne Scheiben geschnitten, die auf Alufolie auslegen (die Fischkes sollten ja gut liegen) und die Forellen auf die Zitronenscheiben betten.
Eine weitere Zitrone ausgepresst und jeweils jede Forelle mit dem Saft einer halben Zitrone, auch hier wieder von innen und von außen, beträufelt.
Bei 180° C von jeder Seite 10-15 Minuten im Backofen garen. Ein sicheres Garungszeichen ist, wenn sich die Rückenflosse samt Gräten ganz leicht herausziehen lässt, aber das wusstet Ihr sicher schon. Was wir dazu gegessen haben könnt Ihr hier nachlesen...


Freitag, 27. Januar 2012

Senfgelber Kartoffelsalat auf grünen Rapunzelblättern an silbriger Zitronenforelle und auf weißem Teller...

Sorry, aber jetzt kann ich es auch nicht mehr sehen, irgendwie war mir in den letzten Tagen immer so weiß vor den Augen. Aber lieber weiß als schwarz. Das mit dem nichtbunten Schwarz kommt ja erst noch, aber das dauert noch 10 Monate. Das hat also noch Zeit ich kann mich ganzlangsam an diesen dunklen Gedanken gewöhnen. Doch ich bin jetzt schon davon überzeugt, dass dieses Schwarz genauso plötzlich mir vor die Augen tritt, wie es in jedem Jahr ganz unerwartet Weihnachten wird. Wir haben noch immer diesen weißen Monat, den man auch Januar nennt und ich denke schon wieder an Weihnachten. Ja und eigentlich doch nicht. Wenn ich aber zurück an das letzte Weihnachten denke, das ja auch übrigens wunderschön war, denke ich gleich an unseren Winterurlaub. Der kam ja direkt nach dem Fest, oder besser gesagt den Festen denn vorher feierten wir ja noch genüsslich Silvester. Der Urlaub endete mit einem super schönen Urlaubs-Rückreisewochenende, Ihr wisst schon, an dem hatte ich mir doch diesen leckeren Senf besorgt.Ich hüte den Senf wie meinen Augapfel, zum Glück war ich so clever und habe gleich zwei Gläser von dem leckeren Mostrich in den Einkaufkorb gepackt. Ich liebe Reisen mit dem Auto und wenn das Auto auch noch einen großen Kofferraum besitzt umso mehr. Die Entscheidung für zwei Gläser war genau goldrichtig, denn auch Herr GB hat Gefallen an ihm gefunden. Zu einem kleinen Snack oder so, irgendetwas findet man ja immer im Kühlschrank, ist er das schnelle Genusstopping das Herr GB sehr zu schätzen weiß. Ha, da ist es wieder dieses Wort! Weiß! Aber jetzt ignoriere ich wissentlich alles Weiße und will von Weiß nichts mehr wissen, serviere stattdessen einen senfgelben Kartoffelsalat auf grünen Rapunzelblättern an silbriger Zitronenforelle auf weißem Teller eh mich die nichtbunte Farbe noch mehr verfolgt...
Pellkartoffel
Senf (Tauberhasenmostrich)
Gewürzgurken süß-sauer, eher in die süßliche Richtung
Gurkenwasser
Etwas Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
1 Zwiebel
Holunderblütenessig
Etwas Zucker
Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Gewürzgurken und die Zwiebel in kleine Würfel hacken. Senf mit Gurkenwasser, Gemüsebrühe, dem Essig und den Gewürzen vermischen. Die Marinade über die Kartoffeln geben, durchmischen und 30 Minuten ziehen lassen.
Rapunzel waschen und trocken schleudern auf Teller geben und den Kartoffelsalat aufsetzen. Dazu eine Zitronenforelle, das Rezept gibt es in den nächsten Tagen.


Donnerstag, 26. Januar 2012

Mittwoch, 25. Januar 2012

Weiß, weißer geht’s nicht. Farblos aber geschmackvoll...

Irgendwie bin ich infiziert. Nein, abgesehen von meinem blöden Schnupfen der kommt und geht wie er will, habe ich keine ansteckende Krankheit. Ich bin ganz anders infiziert. Die keine Farbe hat mich inspiriert. Ach Ihr wisst doch, dieses Farbenevent vom Uwe, habe ich Euch doch schon gestern von erzählt.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Also okay nochmal, der Uwe hat zu einem Event auf seinem Blog highfoodality aufgerufen. Es geht um einen Jahresevent in dem in jedem Monat eine andere Farbe als Speisemotto Pate steht. In diesem Monat ist es weiß. Weiß steht für Januar und alles was auf den Teller kommt sollte weiß sein. Ich kann Euch was erzählen, erst saß ich ratlos im Büdchen rum und kaute meinen Bleistift an. Ja Ihr habt richtig gelesen ich habe noch einen Bleistift und darüber bin ich auch verdammt froh, denn wenn ich alles mit dem Computer schreiben würde, was sollte ich anknabbern in Situationen in den mir nichts einfällt? Vielleicht den Monitor, oder soll ich in die Maus beißen. Spätestens wenn ich das machen würde, würde sich Herr GB ernsthaft Sorgen machen und ich dürfte sicher nicht mehr bloggen.
Mein leeres Blatt vor mir sah wirklich interessant aus, so weiß! Es wollte einfach keine Idee zustande kommen und dann plötzlich! Ihr kennt es ja bereits von mir, meine Blitzgedanken. Kurzum gab es ja dann die Schwarzwurzeln. Aber ich brauchte noch ein Dessert! Dessert in Weiß ist leicht. Da fällt selbst mir etwas Vernünftiges ein, passend zur Jahreszeit gibt es Litschis. Die Litschis schmecken jetzt am besten, sie sind schön saftig und der Preis für frische Litschis ist gerade tragbar. Sie wachsen jetzt zwar nicht in unserer Region, aber als Importobst haben sie jetzt Saison. Damit es jetzt nicht zu gesund ist, gibt es noch Panna Cotta dazu.
Eine runde Sache, Panna Cotta mit Litschis…
200 ml Milch
250 ml Sahne
Schale eine Biozitrone
50 g Zucker
Ein Päckchen Agartine (Agar Agar)
Pro Person 5 Litschis
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel weißen Rum
Etwas geriebene weiße Schokolade
100ml Milch und die komplette Sahne erwärmen. Das Päckchen Agartine mit der restlichen Milch nach Anweisung des Herstellers in die Milch-Sahne-Mischung rühren. Den Zucker und die Schale der Biozitrone untermischen. Alles etwas abkühlen lassen und in Portionsformen füllen. Im Kühlschrank mindestens 3 Stunden auskühlen lassen. Zwischenzeitlich die Litschis schälen, entkernen und halbieren. Mit Zucker und dem weißen Rum marinieren.
Panna Cotta mit den marinierten Litschis anrichten und mit der geriebenen weißen Schokolade bestreuen.


Dienstag, 24. Januar 2012

Kochevent in weiß mit Schwarzwurzeln...

Der Januar ist weiß. Und wie weiß der ist. Ich kann Euch sagen, für mich war er in diesem Jahr schon blendend weiß und er ist noch nicht um! Tja und während ich so geblendet von all dem Weiß in verschiedenen Foodblogs schnüffle (man muss sich ja informieren) stoße ich auf das nächste Weiß. Ein Farbenjahresevent bei dem es weiß zugehen soll, aber nur in diesem Monat. Also ich erkläre es mal: Uwe vom highfoodality Blog hat für dieses Jahr ein Event ins Leben gerufen, bei dem jeder Monat eine andere Farbe zugesprochen bekam. Also wird es in diesem Jahr wirklich bunt, nur eben im Januar nicht, weil die Farbe die in diesem Event für Januar steht weiß ist. Halt stopp, Moment, heißt es nicht eigentlich Weiß und Schwarz sind keine Farben? Na egal, auf jedem Fall ist der Januar weiß und unter diesem Motto wird etwas gekocht. Wer es jetzt ganz genau wissen will, der schaut lieber direkt bei highfoodality nach, dort ist es beschrieben und ich kann mir vorstellen, da kommt der eine oder andere doch sicher auch noch auf den Geschmack.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Also wie gesagt in diesem Monat soll es bunt weiß zugehen. Was ist egal, nur es muss halt weiß sein. Es gibt ja verschiedene Weißabstufungen also dürfte da auch etwas zu finden sein. Also lange Rede.... usw... ich habe beschlossen ich mache mit und zwar mit einem eigens dafür gekochtem Gericht in einem schönen Cremeweiß auf weißem Teller mit weißem Hintergrund. Soll ja alles weiß sein und da versteht es sich doch von selbst was ich koche, Schwarzwurzeln natürlich...
Schwarzwurzeln in Apfelweinsauce
600 g Schwarzwurzel
2 Äpfel
2 kleine Schalotte(n)
1 EL Butter
200 ml Apfelwein
100 ml Gemüsefond
75 g Schmand
Salz und Pfeffer
Muskat
Zitronensaft und Zitronenschale
Glatte Petersilie, fein gehackt natürlich nur wenn es nicht ganz weiß sein soll
Zubereitung:
Vorab ist es besser Gummihandschuhe anzuziehen! Milchsaft der Schwarzwurzel oxidiert sehr schnell und verfärbt die Hände nachhaltig braun!!!
Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in Zitronenwasser legen. In wenig Zitronen-Salzwasser ca. 20 bis 25 Minuten garen.
Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und fein würfeln.
Butter erhitzen und Äpfel- mit Schalottenwürfel dünsten, mit Apfelwein und Gemüsefond ablöschen und bei geringer Hitze garen. Die Apfelwürfel sollten zerfallen. Schmand unterrühren und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Mit dem Mixstab kurz pürieren
Schwarzwurzeln aus dem Salzwasser nehmen und gut abtropfen lassen, anschließend in die Soße geben, oder die Schwarzwurzeln auf Teller anrichten und mit der Sauce anrichten.
Wer etwas Farbe braucht, hackt glatte Petersilie und bestreut die Schwarzwurzeln damit.
Dazu passt roher geräucherter Schinken, geräucherte Entenbrust, oder so wie wir es gegessen haben mit Steinbockschinken.


Montag, 23. Januar 2012

Grünkohl gab es lange nicht...

Mein Berufsleben hat mich wieder und ich den Alltag auch. War ja klar dass der schon in der Warteschleife stand und nur auf den Moment der Stunde wartete um zuschlagen zu dürfen. Mensch war der Urlaub schön, ich hatte Zeit die ich sinnlos hätte verbraten können, hab ich natürlich nicht. Wie es sich für einen beruftätigen Menschen gehört habe ich jede kostbare Sekunde zweckmäßig genutzt und alles erledigt zu dem man sonst eh nicht kommt. Hat ja auch etwas für sich, so kann ich mich jetzt wieder in meiner Freizeit meinem genussvollem Hobby widmen und den Kochlöffel schwingen. Allerdings hat sich mit dem Alltag auch die täglich auftretende Frage eingestellt, „Was koche ich heute?“Wenn mir nun so gar nichts einfallen will nehme ich ja gerne das eine oder andere Hilfsmittel zu rate, Kochbücher, Internet oder diese tollen Apps die ich mir auf mein Smartphone geladen habe. Diesmal musste das App des tagesaktuellen Obst- und Gemüsekalenders herhalten. Kurzerhand zack, zack zweimal getippt und schon zeigt der Kalender was gerade im Gemüseregal liegen müsste. Die saisonale Ausbeute war grandios. Grünkohl, Schwarzer Rettich, Topinambur! Mit Topinambur könnte ich Kartoffeltürmchen machen, aber die hatten wir ja schon mal. Aus schwarzem Rettich könnte ich Hustensaft machen, doch den brauche ich nicht, besser wären Nasentropfen. Hmm, ob man ihn zweckentfremden könnte, aber ob die Nase das so einfach mitmacht1? Okay keine so gute Idee, außerdem macht Hustensaft nicht satt und schon gar nicht über die Nase eingenommen.
Bei dieser riesigen Auswahl entscheide ich mich ganz spontan für Grünkohl. Grünkohl ist geschmackvoll, Grünkohl hat Kalzium, also gibt es Grünkohl...Türmchen…
Geschichteter Grünkohl mit Senfsauce und Kassler gebraten...
300g geputzter Grünkohl
½ Teelöffel Senfkörner
1 Zwiebel
½ Esslöffel Schmalz
Salz, Pfeffer,
150 ml Gemüsebrühe
4 große Pellkartoffeln
4 schmale Scheiben Kassler (Karbonadenstück)
1 Esslöffel Bratenfett
200 ml Kalbsfond
2 Esslöffel Senf (ich habe Tauberhasen Mostrich genommen)
Pfeffer, Salz
2 Esslöffel eiskalte Butter
Schmalz in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im ausgelassenen Schmalz glasig dünsten. Den geputzten Grünkohl dazugeben und auch kurz anschwitzen.
Mit Brühe ablöschen, die Gewürze beifügen und ca. 20 Minuten garen.
Bratenfett in einer Pfanne auslassen und die Kasslerscheiben von beiden Seiten braten. Herausnehmen und mit Fond ablöschen. Senf zugeben und mit Pfeffer und Salz würzen. Etwas einkochen lassen. Die eiskalte Butter in kleinen Stückchen unter die Sauce schlagen.
Die Kartoffeln pellen und jede Kartoffel in zweimal quer durchschneiden.
Etwas Sauce auf angewärmte Teller geben die Kartoffel abwechselnd mit den Grünkohl auf den Teller schichten und mit dem gebratenen Kassler anrichten.


Freitag, 20. Januar 2012

Apfelhäppchen für den süßen Zahn…

Neulich auf unserem Heimweg aus dem Urlaub haben wir es wieder erlebt, zum Kaffee gab es eine klitzekleine selbstgebackene Süßigkeit. Diese kleine nette Geste weiß Herr GB ja ganz besonders zu schätzen, denn auf diesem Weg wird mal eben sein süßer Zahn gestillt, eh der große Süßhunger kommt. Mein Schatz freut sich ja über diese Kleinigkeiten die er als Beigabe zu seinen Bestellungen dazu bekommt.
Gerne überlasse ich ihm meine Gebäckstückchen und da er auf Minitörtchen und sämtliche Gaumenkitzler in Miniatur abfährt, lasse ich mich gelegentlich dazu hinreißen, ihm für seine Tasse Kaffee am Nachmittag eine Überraschung zu zaubern. Es macht wirklich keine Arbeit und ich finde es sehr bedauerlich dass einige Restaurants noch immer diese gekauften Kekse auf den Tellerrand legen, statt z.B. eines selbstgebackenen Plätzchens. Sicher ist das alles eine Kostenfrage, aber geschmackvolles Backwerk aus der Massenherstellung hat auch seinen Preis. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und sogar einen Apfel, den ich geschenkt bekam, geopfert.
Nur um Herrn GB einen Kaffee mit Kleinigkeit zu kredenzen. Ob ihr es glaubt oder nicht, auch ich habe Kaffee getrunken…
Apfelhäppchen
1 Apfel
1 Esslöffel Vanillezucker
2 Esslöffel Zucker
100 g Mehl
50 g Butter
1 Prise Salz
Minimuffinformen oder Pralinenrosette aus backfähigem Papier
Zimt und Puderzucker
Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Je ein Apfelwürfel in eine Minimuffinform füllen, es sollten ca. 20 Gebäckstücke werden.
Aus Vanillezucker, Zucker, Mehl, Salz und weicher Butter einen Teig herstellen. Mit einem Teelöffel kleine Teigportionen auf jedem Apfelwürfel geben.
Die kleinen Portionen bei 180°C im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen.
Zimt mit Puderzucker mischen und die abgekühlten Teilchen damit bestäuben. Zum Kaffee, Tee oder einfach nur so echt lecker…


Mittwoch, 18. Januar 2012

Leichte Kost, Zwiebelomelette mit Balsamico-Essig…

Na habt ihr es letzte Woche in den Nachrichten gesehen? Ganz Tirol hat Schneealarm! Schnee über Schnee und das Klärchen mittendrin! Alles rundherum megaweiß, kein graues Fleckchen mehr zusehen.
In den Skiorten schwingt Hochstimmung und keine Piste ist mehr sicher. Der Skiservice hat Hochkonjunktur und muss sämtliche Skier schleifen und polieren. Der Schnee war wie Butter und die einzelnen Flocken staubten nur so durch die kalte Luft. Nach dem grandiosen Schneefall traute sich die Sonne durch die Wolken, wir wurden mit dem sogenannten Kaiserwetter verwöhnt. Jeder der mal im tiefsten Winter in den Bergen war und den Sonnenschein genießen durfte, weiß wovon ich spreche. Ist doch mein reden, blau-weiß ist einfach schön und ich bin immer begeistert von diesem sagenhaften blauen Himmel. Aber mal so ganz unter uns, ich glaube ja die Österreicher streichen den Himmel in der Nacht extra für die Touristen an, so ein Blau gibt es doch eigentlich gar nicht.
Genauso die vielen leckeren Speisen mit denen man in einigen Restaurants und Hütten verwöhnt wird. Das machen die doch extra, damit man im nächsten Jahr auf jedem Fall wiederkommt.
Wir kommen wieder! Müssen wir doch auch, sonst würden uns doch die schönen Zwischenübernachtungen auf Hin-und Rückweg entgehen. Gerade diese Übernachtungen die wir gerne unter dem Aspekt Genuss in unterschiedlichen Gasthäusern, Hotels oder sonstigen Unterkünften buchen, bereichern das Büdchen ungemein. Unsere Zwischenstopps kombinieren wir gerne mit schönen Menüs, und prompt rutscht die eine oder andere Anregung zum nachbasteln ins Gepäck. Diesmal hatten wir sogar das große Glück, die eine oder andere in Gläser gefüllte, Komposition des Kochs zu erstehen. Dabei war ein Tomatenpesto und da mir mein Tomatenpesto in diesem Jahr frühzeitig ausgegangen ist, war es regelrecht das gefundene Fressen.
Tomatenpesto auf geröstetem Brot ist einfach genial und schnell gemacht. Gerade wenn man so frisch aus dem Urlaub zurückkommt und gedanklich noch gar nicht wirklich sich ins Kochen finden kann, zumal wenn man vorher morgens, mittags und abends kulinarisch verwöhnt wurde.
Nach so einem Urlaub möchte ich ja Herrn GB jetzt auch nicht nur einfach mit Tomatenpesto-Schnittchen abspeisen, also gab es auch noch eine Omelette dazu. Aber nicht irgendein Omelette, nein, ein Zwiebelomelette mit feinem Balsamico-Essig. Sehr geschmackvoll aber schnell.
Zwiebelomelette mit Balsamico-Essig:
1 Esslöffel Olivenöl
4 Eier
1 Esslöffel Mehl
3-4 Esslöffel Milch
120 g Zwiebeln
Pfeffer frisch gemahlen
Balsamico-Essig
Eier, Mehl, Milch gründlich verschlagen. Zwiebel in hauchfeine Ringe hobeln.
Olivenöl erhitzen und die Zwiebelringe auf niedriger Hitze darin leicht dünsten. Wenn die Zwiebelringe glasig sind, die Eiermasse über die Ringe gießen und stocken lassen. Sobald die Masse angezogen hat, das Omelette wenden und von der anderen Seite ebenfalls garen.
Das Omelette auf einen Teller stürzen, in Portionsgrößen teilen und mit Balsamico-Essig beträufeln. Geröstetes Brot mit Tomatenpesto bestreichen und zusammen mit Omelettestücken auf Teller anrichten.