Mittwoch, 29. Februar 2012

Karibisches Espuma...

Die Idee ist mir neulich bei meinem Dessert mit der Kokosnusscreme und dem Schokoespuma gekommen. Genau heute ist der letzte Abgabetermin für die Teilnahme beim Uwe und seinem Farbenevent.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
Im Februar war hellblau angesagt. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen was ich alles ausprobiert habe um irgendetwas Essbares in Blau herzustellen. Irgendwie sah alles immer sehr unappetitlich aus. Meine Suppe neulich habe ich noch so gerade durchgehen lassen, aber auch die sah eher aus, als hätte ich eine nagelneue Jens in einer zu hoch konzentrierten Waschmittellauge gebadet. Woher ich weiß wie so eine Lauge aussieht? Ja, da gab es mal so eine Zeit, da badete man in Jeans... ach komm, lassen wir das Thema, das würde heute eh keiner mehr verstehen, warum die Jens fast mit der eigenen Haut verwachsen sollte und ihre frische tiefdunkelblaue Farbe in den Abfluss fließen musste. Und so ganz nebenbei, der Ausdruck “stone washed“ wurde sicher von unserer Generation erfunden, weil meine sämtlichen Freundinnen ihre Jeans mit dem Bimsstein bearbeiteten.Heute kann man sich die Jeans ja bereits “stone washed“ kaufen.
Also zurück zu hellblau, dunkelblau ist eh erst im kommenden Monat an der Reihe.
Hellblau war wirklich nicht leicht und dass ich Euch heute noch etwas präsentieren kann, hat einzig und allein unser Obstsalat und Herr GB zu verantworten. Mich erwischte der Hunger auf Exotische Früchte und weil die Litschis letztens schon so klasse geschmeckt haben musste es einfach eine Wiederholung geben.
Der Obstsalat bestand aus Ananas, Mango, Litschis, Kiwi, und Orangen. Mit einem Hauch Orangenlikör abgeschmeckt und weil die Ananas doch etwas viel Säure in den Salat brachte, wurde mit 2 Esslöffel Holundersirup und einem Esslöffel Vanillesirup einwenig getrickst.
Dann kam der Auftritt von Herrn GB. Er durfte probieren.
“Hmmm, lecker.“
Dann: “soll ich mal einen Vorschlag machen?“
ich: “klar“
Er: “dazu würde gut Kokosnussmilch passen“
ich “okay“
Er: “oder aufgeschlagene Sahne mit Kokosnussgeschmack, Du weiß schon, mit dem Kokosnusssirup“
ich “oho, ja klar, sehr okay“
Zum Erstaunen von Herrn GB nahm ich ihm die Schüssel mit dem Obstsalat wieder ab, denn den Salat musste ich im Kühlschrank zwischen parken. Jetzt machte ich die “Krönung“
200 ml Kokosnussmilch
200 ml Sahne
4 cl Blue Curacao
3 Blätter Gelatine
2 Kapseln für den Sahnesiphon
Die Gelatine in der Kokosnussmilch quellen lassen und leicht erwärmen. Dabei die Gelatine auflösen. Den blauen Likör in die Kokosnussmilch geben und verrühren. Die Milch abkühlen lassen und nun die Sahne einrühren.
Alles zusammen in einen ISI Sahnesiphon füllen, nach Angaben des Herstellers die Kapseln eindrehen und kräftig schütteln. Im Kühlschrank herunterkühlen. Ach ja, den Sahnesiphon idealerweise auf den Kopf stellen, dann klumpt nicht alles am Boden zusammen.
Nachdem alles gut durchgekühlt war hat Herr GB endlich exotischen Obstsalat mit seinem Karibikespuma bekommen und ich muss sagen, eine wirklich gelungene Kombination, farblich wie geschmacklich. Noch etwas, fast hätte ich es vergessen, wir mögen diesen blauen Likör der voller Lebensmittelfarbe steckt, ich denke auch er macht das genussvolle Leben ab und zu mal etwas bunter...


Dienstag, 28. Februar 2012

Traumhafte genussvolle Traumtorte...

Versprochen ist versprochen! Gestern habe ich Euch ja eine wundervolle Traumtorte angekündigt und heute werde ich mein Versprechen mit dem Rezept natürlich einhalten.Eine Schokoladen-Passionsfrucht-Torte aus dem tollen Buch der Damen Geisler und Sitzwohl. Das Restaurant das die Damen führen, hat selbigen Namen einer Köchin. Frau Sitzwohl.
Ja, Sitzwohl ist so vielversprechend da mussten die Damen mit außergewöhnlich schmackhaften Rezepten auftrumpfen. Ich kann nur sagen, das ist ihnen gelungen. Selten ein Kochbuch in dieser Kategorie das tatsächlich als Anleitung verwendet werden kann. Hier ist es anders. Ein super Buch für den Hobbykoch, aber das habe ich Euch ja gestern schon alles erzählt.
Heute ist ein weiteres Rezept dran. Erst das Rezept für die Garnelen und jetzt eine Torte. Na ich trau mich was. Ausgerechnet wo ich doch eher der Backbanause bin, traue ich mich an die professionelle Anleitung und dann gleich auch noch mehrschichtig.
Aber ich kann nur sagen, selbst für Backdilettanten wie mich, ist das Rezept leicht zu verstehen und das Ergebnis war keine Torte, es war eine Komposition für Zunge und Gaumen.
Zartschmelzender Schokoladengenuss des Bodens kombiniert mit der leichten fruchtigen Säure der Passionsfrucht, unterstrichen vom cremigen softigen Geschmack der verschiedenen Mousseschichten und als i-Tüpfelchen der knusprig, nussige Kick durch die Passionsfruchtkerne.
Kennt Ihr das Gefühl wie sich ein Happs im ganzen Mund verteilt und quasi eine Wolke von Geschmack hinterlässt? Man möchte nicht aufhören zu essen und nur der Gedanke, es wolle womöglich jemand etwas von EURER Torte abhaben, versetzt Euch in pure Geizlage. Verstehen könnt ihr das Ganze eigentlich überhaupt nicht, da Ihr sonst eher zur Kategorie herzhaft gehört? Euch sonst nach einem Stück Kuchen noch unbedingt etwas Handfestes essen müsst, um den Süßgeschmack aus dem Mund zu bekommen?
Ihr wisst was ich meine? Dann ist diese Torte garantiert etwas für Euch. Nie wieder möchtest Du auf diesen Geschmack verzichten und solltest du dieses beschriebene Erlebnis noch nie gemacht haben, ist es an der Zeit dich in die Küche zu begeben, zu backen und dieses Genusserlebnis wahrzunehmen.
Schokoladen-Passionsfruchttorte:
Schokoladenbiskuit:
2 Eier
25 g Zucker
70 g Kuvertüre
50 g Butter
Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. Kuvertüre mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Überkühlt (so steht es im Rezept) zum Eiweiß geben und mit dem Dotter vorsichtig unterheben. Den luftigen Teig in eine vorbereitete Backform geben und 10 Minuten im Vorgeheizten Backofen auf 170°C backen.

Schokoladenmousse braun
125 g dunkle Kuvertüre (min 70% Kakaogehalt)
1 Dotter
1 Ei
280 g Schlagsahne
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Dotter und Ei im Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Die Sahne halbfest schlagen. Die geschmolzene Kuvertüre mit den dickschaumig geschlagenen Eiern mischen und die Sahne unterheben.
Die Mousse auf den ausgekühlten Schokobiskuit streichen und im Kühlschrank auskühlen lassen.

Weiße Passionsfruchtmousse
125 g weiße Kuvertüre (keine weiße Schokolade!!!)
2 Blatt weiße Gelatine
1 Dotter
1 Ei
100 ml Passionsfruchtsaft
280 g Schlagsahne
Die Kuvertüre auch hier wieder schmelzen, Dotter und Ei im Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Die Gelatine zum quellen einweichen, anschließend ausdrücken und im Passionssaft erwärmen und auflösen. Die Sahne halbfest schlagen. Die geschmolzene Kuvertüre mit den dickschaumig geschlagenen Eiern mischen, die Sahne unterheben und vorsichtig den Passionsfuchtsaft mit der aufgelösten Gelatine einrühren.
Die Mousse auf die ausgekühlten Schokoladenmousse streichen und wieder im Kühlschrank auskühlen lassen.

Passionsfruchtgelee:
1 frische Passionsfrucht
200 ml Passionsfruchtsaft
2 Blatt weiße Gelatine
Die Passionsfrucht halbieren. Saft und Kerne auslösen und kurz erwärmen. So löst sich die Haut um den Kern. Den Passionsfruchtsaft dazugeben und das ganze leicht erwärmen. Die eingeweichte und ausgedrückte Gelatine zum Saft geben und auflösen. Das Gelee auskühlen lassen und auf die Passionsfruchtmousseschicht geben. Wieder kaltstellen. Im Rezept stehen 30 Minuten, aber ich habe Sie nochmals einige Stunden gekühlt.
Als Tipp steht außerdem, man soll zwischen den Schichten leicht Kakao aufstäuben. Das macht die Torte besonders hübsch. Okay, den Tipp habe ich erst nach Fertigstellung meiner Torte gelesen.
Als Zusatz steht noch unter dem Rezept „Das Geschmackserlebnis ist sensationell“ Das kann ich nur bestätigen.
Zitat eines Kollegen der die Torte probiert hat: Darf ich meiner Frau ein Stück zum Probieren mitnehmen? Die Torte schmeckt so klasse, die kann man nicht beschreiben, die muss man
gegessen haben!


Montag, 27. Februar 2012

Sitzwohl oder Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele...

Richtig gemütlich haben wir es uns am Wochenende gemacht und endlich Zeit gefunden in aller Ruhe Bücher zu blättern. Kochen ist logischerweise auch nicht zu kurz gekommen, aber erst einmal war lesen und Bücher blättern angesagt.Letztens ist wieder ein tolles Buch im Büdchen eingezogen und vor lauter Begeisterung hätte ich fast an meine Besucher im Büdchen nicht mehr gedacht. Dabei warten die doch immer auf meine Büdchennews.
Ja wie gesagt, es ist ein neues Buch eingezogen, aber nicht nur einfach irgendein Kochbuch, sondern ein absolutes Genussbuch.
Sitzwohl! Nein ich frag jetzt nicht ob du gut sitzt, das Buch heißt Sitzwohl.
Es ist im Verlag COLLECTION ROLF HEYNE erschienen und irgendwie haben die Bücher aus diesem Verlag es von Haus aus so an sich, in der Optik schon kleine Kunstwerke zu sein.
Folglich liegt ein kleines Kunstwerk vor mir, aus dem ich Euch etwas kochen werde.
Doch erst möchte ich es beschreiben:
Das Buch kommt mit einem stattlichen Format daher und ist in dezenten Grautönen, die einen puristischen Eindruck hinterlassen, gehalten. Der Schutzumschlag ist dem Hardcover nachempfunden und auf ihm sind zwei Frauen abgebildet die ein Bild tragen auf dem sie wiederum abgebildet sind. Witzige Idee und sehr ansprechend, für mich strahlt es Lebensfreude und Spaß am Moment aus.
Die abgebildeten Damen sind in Kochkleidung wie man es aus der Profiküche kennt, unverkennbar sie sind Küchenchefinnen. Um genau zusagen, es ist Frau Elisabeth Geisler und Frau Irmgard Sitzwohl. Ja richtig, hier taucht der Begriff Sitzwohl wieder auf. Auf den ersten Seiten wird geschildert wie die Damen zu Ihrem Restaurant gekommen sind. Ja korrekt, sie betreiben ein Restaurant in Innsbruck und es heißt Sitzwohl. Hier scheint der Name Programm zu sein und was ich auf den folgenden Seiten lese bestätigt meinen Eindruck. Die Autorinnen, oder besser die Köchinnen, geben in einem Interview persönliche Einstellungen und Wünsche frei. Sie äußern sich über ihre Schwerpunkte in ihren Leben und ihrer praktizierten Küche. Das Buch macht nicht nur Lust zum Kochen, es macht auch Lust nach Innsbruck zu fahren und sich von den Damen bewirten zu lassen.
Aber eh eine Reise angetreten wird, muss noch aus dem Buch gekocht werden, schließlich ist es ein Kochbuch.
Es ist nach Jahreszeiten gegliedert. Derartige Bücher kommen mir immer sehr entgegen, so kann ich nach der Saison kochen und muss mich nicht verbiegen. Es wir mit recht bodenständigen Zutaten gekocht und auch das macht es dem Hobbykoch um einiges leichter. Der Mediterrane und Asiatische Einschlag ist zeitgemäß und die Damen spielen förmlich mit unterschiedlichen Aromen. Das macht Spaß zu lesen.
Doch vor allem macht es einem Hobbykoch, wie mir Spaß wenn die Rezepte für einen nicht Profi umsetzbar sind und gelingen.
Die Rezepte die ich mir aussuchte hielten was sie versprachen und die leichte Umsetzbarkeit machte Lust auf mehr.

Mein Fazit: ein gelungenes Buch mit puristischen, aussagekräftigen Bildern, genialen Genusskombinationen in den Rezepten und verständliche Rezepte die für einen ambitionierten Hobbykoch leicht umsetzbar sind. Nebenbei noch ein wunderschönes Buch für Genussmomente der Stille...

Der Verlag sagt folgendes:
ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
IHRE SINNE WERDEN SICH FREUEN
Sitzwohl - nomen est omen! Egal ob auf der Terrasse vor dem Lokal, an der Bar, in der Lounge oder im ersten Stock im Restaurant, dieser ruhige Ort entschleunigt und lädt ein, sich einzulassen auf besondere Geschmackserlebnisse. Aus jeder Hektik herausgelöst, wohlsitzend und wohlfühlend, präsentiert sich eine abwechslungsreiche Küche, die nicht ihre lokale Herkunft leugnet, zugleich aber auch mit überregionalen und internationalen Anmerkungen verzaubert: modern, schnörkellos und verlässlich. Bereits im Wiener Novelli überzeugte Irmgard Sitzwohl mit ihren toskanischen Aromen, Nudelteigen und Risotti. Sie hegt eine offensive Liebe zu Geflügel wie Wachtel oder Zitronenhendl, aber auch zu feinen Innereien, sowie zu Schmorfleisch in starken Säften. Mittlerweile neigt sie sich — seit zwei Jahrzehnten unterstützt von ihrer kongenialen Partnerin Elisabeth Geisler — auch gelegentlich in die spanische Richtung oder bringt eine Prise Asia ein: Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler haben sich auf eine wunderbar zeitgemäße Küche konzentriert, ihre Kochkunst feiert das Mediterrane und spielt virtuos mitunter ins Asiatische hinein.
In ihrem ersten Kochbuch präsentieren Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler ca. 80 puristische, ehrliche, leichte und hocharomatische Gerichte.

ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
208 Seiten
25x29 cm
Gebunden mit Schutzumschlag, durchgehend vierfarbig
ISBN-13: 978-389910414-1
€(D) 49,90 / €(A) 51,30 / sFr 66,90

Die Photographin Luzia Ellert
Geboren in Wien. Lebt in Wien. Liebt Wien.
Ausbildungsjahre bei einem Wiener Industriefotografen.
Assistenzjahre bei einem Wiener Modefotografen.
Seit 1985 eigenes Fotostudio mit Schwerpunkt Stillife-und Foodfotografie.
Fotografiert für Werbung, Zeitschriften und Buchverlage.
http://www.ellert-fotografie.at
Ich habe mich an das Rezept für die Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele getraut:
Rotweingarnelen:
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Öl
200 ml Rotwein
20 g eiskalte Butter
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
450 g geschälte und entdarmte Garnelen
Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin anschwitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und fast komplett einkochen lassen. Die Sauce mit der eiskalten Butter aufmontieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Garnelen mit Salz und Pfeffer würzen und im restlichen Olivenöl anbraten. Die Garnelen herausnehmen und in der Rotweinsauce warm halten.

Kasspatzln:
40 ml Milch
1 g Safranfäden
5 Eier
300g Mehl
100 ml süße Sahne
120 g Parmesan, frisch gerieben
50 g Gorgonzola
Milch mit den Safranfäden erwärmen und die Fäden darin auflösen. Eier verquirlen, mit der Safranmilch mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun das Mehl in die Eiermilch rühren. Es muss ein zähfließender Teig entstehen. Den Teig gute 30 Minuten ruhen lassen. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen und den Teig durch eine Spätzlepresse in das Salzwasser drücken. Die Profis können natürlich auch von Hand schaben! Die Spatzln aus dem Wasser heben sobald sie an der Oberfläche schwimme. Kaltes Wasser bereithalten und sie sofort darin abschrecken.
Die Sahne in einer Pfanne erwärmen und die Spatzln dazugeben. Den Parmesan zusammen mit dem Gorgonzola vorsichtig unter die Spatzln heben. Alles zusammen weiter erwärmen bis eine cremige Sauce entsteht.

Knusprige Zwiebelringe und Petersilienblätter:
1 Zwiebel
Etwas Mehl zum Bestäuben
Petersilienblätter
Pflanzenöl zum braten und frittieren.
Die Zwiebel in Ringe schneiden und mit Mehl bestäuben. In eine Pfanne Öl erhitzen und die Zwiebelringe knusprig backen. Die knusprigen Zwiebelringe auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Petersilienblätter im gleichen Öl frittieren und auch auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Kasspatzln mit den Rotweingarnelen und etwas Sauce anrichten. Mit den Röstzwiebeln und der frittierter Petersilie garnieren.
Natürlich muss ich noch etwas üben, denn so chic wie im Buch kann ich es natürlich nicht und ich möchte mich bei weitem nicht mit ihren grandiosen Leistungen messen, aber so ein kleines bisschen Stolz bin ich auch, denn es hat hervorragend geschmeckt.
Morgen geht es süß weiter und ich verspreche Euch, ich habe eine traumhaftgenussvolle Torte nach Anleitung der Damen fabriziert. Würde es nach Herrn GB gehen, stände diese Torte ab sofort täglich in der Kühlung für den Bedarfsfall “süßer Zahn“


Freitag, 24. Februar 2012

Apfelquarkschnitten...

Kennt Ihr dieses Knack und Backzeugs? Nein, ich habe nicht den Beipackzettel gelesen und meinen Apotheker habe ich auch nicht gefragt. Ich will auch gar nicht wissen welche Stabilisatoren oder was weiß ich nicht alles in dem Teig sind. Diese Teigrohlinge stellen für mich auch nur so ein “Erste Hilfe Notprogramm“ dar, falls mal wieder kein Bäcker am Sonntag geöffnet hat, wir von irgendeinem Trip zurückgekommen sind und keine Möglichkeit hatten etwas “Besseres“ zu besorgen. Aber klasse sind die kleinen Dinger ja schon und das Beste man kann diese Teigrohlinge auch anderweitig einsetzen.
Ausgerollt und herzhaft belegt sind sie ein leckerer kleiner, aber vor allem schneller Snack. Mit Obst belegt kann ich Herrn GB damit immer eine Freude zum Nachmittagskaffee machen. Den darf es dann auch durchaus schon morgens zum Frühstück geben oder zu später Stunde kurz vor dem zu Bett gehen. So ein kleines geschmackiges Teilchen rutscht doch immer, selbst sogar ohne Kaffee.
Apfelquarkschnitten:
2 Rohlinge Knack und Back Sonntagsbrötchen
Apfelspalten von einem Boskop
100 g Quark
2 Teelöffel Speisestärke
1 Esslöffel Zimtzucker
Saft einer halben Zitrone
1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
Die Teigrohlinge auf Backpapier ausrollen, die Apfelspalten auf den ausgerollten Teig setzten. Aus den restlichen Zutaten eine Quarkcreme rühren und auf die Apfelspalten streichen.
Bei 180° C im vorgeheizten Backofen 25 bis 30 Minuten backen. Wenn möglich warm servieren.
Selbstverständlich kann man diese Schnitten auch mit selbstgemachtem Teig herstellen.


Mittwoch, 22. Februar 2012

Der Lachs ist fällig…

So, die tollen Tage haben wir mal wieder unbeschadet geschafft und heute am Aschermittwoch ist alles vorbei. Sagt man so, doch es ist natürlich nicht alles vorbei. Zwar ist jetzt die ideale Zeit etwas kürzer zu treten und z.B. zu fasten, aber oft ist es viel schwieriger das gutgedachte Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich will bestimmt schon seit 4 oder 5 Jahren Heilfasten, bin so ungemein neugierig auf das Er- und Durchleben so einer Fastenkur, aber ich finde einfach nicht den richtigen Dreh. Herr GB, das Schleckermäulchen ist auch keine große Hilfe und im Kühlschrank sind noch so viele leckere Dinge, die müssen erst noch vernichtet werden. Wie z.B. der Lachs, ich hatte ihn mal wieder in Salz und Dill eingewickelt und jetzt war er definitiv “reif“.
Nur was mache ich mit so einem schönen Stück, einfach nur in Scheiben geschnitten und auf Toastbrot? Ich hatte mich entschlossen dass dieser schöne Lachs mehr verdient hat.
Lachstörtchen für den kleinen Hunger
220 g Mehl
150 g eiskalte Butter
1 Ei
Prise Salz
Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig herstellen. Zu einer Kugel formen und mindestens 30 Minuten kalt stellen. 12 kleine Tortelettformen sorgfältig mit Butter auspinseln. Teigkugel in 12 Stücke teilen. Die Teile ausrollen und die Formen mit jeweils einem ausgerollten Teigstück auskleiden. Die Teigplatten mehrmals mit einer Gabel einstehen.
Backpapier auf den Teig legen und mit Erbsen auffüllen. Die Formen im vorgeheizten Backofen bei 190° 10 Minuten blindbacken.
Backpapier und Erbsen entfernen, Ein weiteres Ei verschlagen und die gebackenen Teigböden mit dem Ei einpinseln. Weitere 5 Minuten bei gleicher Temperatur backen.

Zwischenzeitlich die Füllung herstellen.
150 g Frischkäse
3 Eier
150 g Räucherlachs Lachs gebeizt
2 Frühlingszwiebeln
Pfeffer und Zitronensalz
120 g Lachs in feine Stücke schneiden mit den Eiern und allen anderen Zutaten verrühren und in die Torteletts gießen.
Die Törtchen weitere 25 Minuten backen, allerdings dafür den Backofen herunterschalten und auf 150°C fertigbacken.
Die restlichen 30g Lachs in feine Streifen schneiden und auf die fertiggebackenen Törtchen verteilen.


Dienstag, 21. Februar 2012

Heute gibt es AKS...

Ihr wisst nicht was AKS ist? Ananas, Kokosnuss, Schokolade. Im Moment wird einem ja die Ananas regelrecht hinterher geschmissen, also sinnbildlich, alles Andere wäre gemein, wenn nicht gar unverschämt. Was ich damit meine, diese köstliche exotische Frucht ist derzeit recht preiswert zu bekommen. Außerdem, Ihr könnt es Euch schon denken, Sie ist gesund! Ach was! Jahaa, sie hat Vitamine, entzündungshemmende Enzyme und kurbelt eine träge Verdauung an. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie auch enorme Säure hat und wenn man etwas mimosenhaft und empfindlich ist, ist ruckizucki das Zahnfleisch angegriffen. Jetzt ist es aber so, das wir hier im Büdchen die Ananas sehr gerne mögen, also kombiniere ich sie mit Kokosnuss und Schokolade um sie etwas „milde“ zu stimmen. Herausgekommen ist ein exotisches Dessert das man Kübelweise essen könnte, aber ob es dann noch gesund ist?AKS oder besser Ananassalat auf Kokosnusscreme mit Schokoladen-Espuma
Kokosnusscreme:
400 ml Kokosnussmilch
100 ml Sahne
200 g Sahnequark
4 cl Kokosnusslikör
2 Esslöffel Zucker
6 Blatt Gelatine
Sahne und Quark mit dem Likör und dem Zucker verrühren. Gelatine in der Kokosmilch quellen lassen, erwärmen (dabei die Gelatine auflösen) und löffelweise mit der Quarkcreme vermischen. Die Creme in Gläser füllen und im Kühlschrank auskühlen lassen.
Ananassalat:
1 frische Ananas
2 Esslöffel Puderzucker
Etwas Chilipulver
Die Ananas schälen, den Strunk aus der Mitter entfernen und in kleine Würfel schneiden. In eine Schüssel geben mit Puderzucker mischen und ganz leicht mit Chilipulver bestäuben. Zum ziehen zur Seite stellen.
Schokoladen-Espuma:
150g Schlagsahne
200 g Zartbitterschokolade (ich hatte 90% die extrem bitter war)
3 Eiweiß
1 Blatt Gelatine
Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Schokolade in der Sahne auflösen und anschließend abkühlen lassen. Die Gelatine ausdrücken und leicht erwärmen bis sie flüssig ist. Die flüssige Gelatine in die Schokosahne rühren. Wenn die Schokosahne gut abgekühlt ist (Zimmertemperatur) die Eiweiße schnell mit einem Schneebesen in die Schokosahne rühren. Die Masse sofort in einen vorgekühlten Sahnesiphon füllen. 2 Patronen einschrauben, kräftig schütteln und bis zum servieren, den Siphon kopfüber im Kühlschrank kühlen.
Zum servieren den Ananassalat auf die Kokosnusscreme geben und obenauf das Espuma spritzen.



Montag, 20. Februar 2012

Schlodderkappes aussem Pott...

Winterzeit iss Schlodderkappeszeit. Kennze kein Schlodderkappes? Musse doch kenn, datt iss Weißkohl. Gez frach mich nich wieso datt gez Schlodderkappes heißt, früher alswe noch Blagen warn hättesse mich damit auch jagen können. Nee hömma, wenn ich nur schon an die Speckwürfel gedacht hab und dann noch die Blutwurscht, boah ey datt ging gannich. Gez bin ich nich mehr davor fies, abba ich nehm auch schöne magre Speckwürfelkes, schneid eben schnell datt Fette ab und dann is datt schon ganz lecka.Auf die Idee mit dem Kappes bin ich gekomm als ich kürzlich sonn schönen Weißkohl auffem Markt gekauft hab, erst wollt ich Kohlrouladen machen, aber dann fiel mir die Studentin von neulich ein. Ach habbich nich erzählt? Ja also da hat mich per Mail letztens ne Studentin angeschrieben und mir erklärt sie will gez ihr Diplom machen. Nee nich das Jodeldiplom, dann hättese sicher eher jemanden aus Bayern angeschrieben und nich mich datt Klärchen aussem Pott. Also die diplomiert in Sachen Pott und die Dialekte, also gez nich in Sachen Klärchens Pott, sonder Du weiß schon, in Sachen Kohlenpott. Gez hättese gerne auch ma gewusst wattwe hier auch so ma ganz gerne gegessen ham, ne also ich habbet ja gez nich so oft gegessen, abba die andern gez schon. Weisse, ich rede noch imma vom Schlodderkappes.
Abba weissewat, watt soll ich groß erzähln, ich schreib Dir gez das Rezept auf und wenne wills kochses einfach ma nach, wenn nich, ja dann wirsse wohl nie wissen wie Schlodderkappes schmeckt...
1.5 kg Weißkohl, gehobelt
750 g geschälte und in grobe Würfel geschnittene Kartoffeln
2 Lorbeerblätter
Kümmel (fein gemahlen) nach Geschmack
750 ml Gemüsebrühe
2 große Zwiebeln
Geräucherten Speck
1 Ring Blutwurst
Mehl zum bestäuben
Fett zum ausbraten
Den gehobelten Weißkohl abwechselnd mit den Kartoffelwürfeln in einen Topf schichten. Kümmel und Lorbeer dazugeben und mit der Gemüsebrühe angießen. Aufkochen, die Hitze reduzieren und gar kochen.
Zwischenzeitlich in einer Pfanne den Speck auslassen, die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in dem ausgelassenen Speck zusammen mit den Speckwürfeln glasig dünsten.
Eine weitere Pfanne mit Bratenfett erhitzen, die Blutwurst häuten und in Scheiben schneiden. Nun die Blutwurstscheiben in Mehl wenden und in dem erhitzten Bratenfett von beiden Seiten knusprig braten.
Den Kappes evtl. mit etwas Salz abschmecken, aber nicht vergessen, die Zwiebeln mit dem Speck und auch die Blutwurst bringen noch Würze mit.
Jetzt den Kappes auf Teller anrichten, die Zwiebeln und den Speck auf den Kappes geben und die gebratenen Blutwurstscheiben anlegen. Eigentlich mit nur fünf Hauptzutaten ein wunderbares Gericht.


Sonntag, 19. Februar 2012

Leseecke eingerichtet

Wie viele meiner Leser wissen bin ich ein Fan von Kochbüchern. Gerne stelle ich Euch gelegentlich ja mal ein Buch vor und vor allem, ich koche auch immer etwas aus den Büchern die ich hier vorstelle. Also teste ich auch gleichzeitig die Handhabe der Rezepte. Natürlich ist meine Bewertung eine eingeschränkte Sichtweise, denn ich bin weder Profi noch Anfänger. Zu jedem Buch das in der Leseecke aufgeführt ist, wurde hier im Blog berichtet. Also wer Lust hat klickt sich einfach mal durch und Fragen beantworte ich natürlich auch sehr gerne.Auf zur Lesecke...

Freitag, 17. Februar 2012

Geflügel, zart wie Butter...

Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu. Wie alt wird eine Kuh eigentlich? Ich wollte Euch doch noch etwas von dem Kochkurs erzählen, an dem ich letztens teilnahm. Das Thema war Fleisch und er wurde von niemand geringerem geleitet als von Heiko Antoniewitz. Ich muss sagen ein wirklich toller Kochkurs, obwohl das Fleisch sagenhaft geschmeckt hat und alle reingehauen haben wie Max inne Graupen, musste ich anschließend erst einmal einige Gemüsetage einlegen.
Das war schon ganz großes Kino. Die Vorspeise bestand aus drei verschiedene Schweinearten, drei verschiedene Rinderarten, und alle auf verschiedene Arten gegart. Als Hauptgang gab es Maispoulardenbrüstchen mit Purple-Curry und verschiedenen Maisbeilagen. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Dessert einer Jogurt-Limonen-Mousse an Orangensalat. Auch wenn wir noch so proppevoll waren, das Dessert rutsche einfach so in den Bauch hinein. Das war schon eine Schau, Geflügel so zart und doch unglaublich saftig, das muss man erstmal so hinbekommen.
Voller Tatendrang gab es im Büdchen Geflügel.
Das gab es im Büdchen schon länger nicht, abgesehen von der Hühnersuppe, aber die war ja Medizin. Naja und weil es hier lange kein Geflügel gab, musste ich es unbedingt selber ausprobieren.
Soll ich Euch was sagen!? Es geht, ja es geht, auch bei mir hier im Büdchen. Nee nee nicht nur immer im Kochkurs, nööö, hier bei mir in der Büdchenküche hat es geklappt.
Ich bin so begeistert, ich würde am Liebsten nur noch Geflügel bzw. Fleisch auf den Tisch bringen. Ich kann Euch was erzählen, das klappt mal eben ganz locker aussem Handgelenk. Versucht es doch auch mal.
Pro Person eine halbe Poulardenbrust (besser ist natürlich man kauft zwei Poularden und zerteilt sie wie man sie benötigt, aus den Flügeln könnte man wieder Medizin kochen oder einen guten Fond für die Sauce.
Vier Poulardenbrüste trocken tupfen und in 10 g Ras el Hanout wälzen bis sie rundum mit dem Gewürz bedeckt sind. Jedes einzelne Poulardenbrüstchen ganz stramm in Frischhaltefolie einrollen. Wirklich total fest verschließen!
Nun die Geflügelpäckchen entweder bei 60° für 50 Minuten in den Steamer/Dampfgarer oder die Päckchen bei 80° für 40 Minuten in den Backofen. Die dritte Möglichkeit bei 56° für 50 Minuten ins Wasserbad.
Nach der Garzeit das Geflügel auspacken und in aufschäumender Butter in schnellen Arbeitsgängen rundherum bräunen.
Das Fleisch schräg aufschneiden und auf vorgewärmte Teller mit Beilagen anrichten. Bei uns gab es Polenta, eine Rotweinsauce und Zuckererbsen dazu. Aber der Star des Abends waren eindeutig die butterzarten Geflügelscheiben.