Mittwoch, 30. Mai 2012

Berliner Weisse-Gelee mit Waldmeistersahnecreme, garantiert ohne Kopfschmerzen…

Seit ewigen Wochen warte ich auf den Tag der langersehnten Kräuterwanderung an der ich unbedingt teilnehmen wollte. Am 19.05 war es endlich soweit, die Wanderschuhe wurden gepackt und ab zum Treffpunkt. Die Kräuterhexe Frau Stöcker (sie wird es mir verzeihen) stand in den Startlöchern und ganz zwanglos konnten wir teilnehmen. Einen kleinen Beitrag von 3 € zahlten wir an den Kneipp-Verein, doch dafür bekamen wir geballtes Wissen und manch ein Kräutermärchen wurde entzaubert. So z.B. das die Blüten vom Bärlauch giftig sind oder der Verzehr von Waldmeister absolut ungesund ist, wenn er blüht. Richtig ist, dass der Bärlauch nicht mehr geerntet werden soll wenn er blüht, weil er ab jetzt eine Ruhepause benötigt und er sich über den Samen der Blüten vermehrt. Würde man weiter unbedenklich ernten, könnte er sich nicht weiter vermehren und die Ernten in den kommenden Jahren würden immer geringer ausfallen.
Beim Waldmeister ist es ähnlich, nur bei ihm gehen sämtliche Bitterstoffe noch in die Blüten, was ihn nicht unbedingt schmackhafter macht, aber deshalb ist er nicht gleich giftig. Der Anteil von Cumarin ist in den Blüten höher als im Laub und Cumarin ist verantwortlich für Kopfschmerzen. Laut Frau Stöcker müsste man locker 2,5 bis 3 Liter Waldmeisterbowle trinken um vom Cumarinanteil Kopfschmerzen zu bekommen. Aber ich denke ich würde von 3 Liter Bowle auch Kopfschmerzen bekommen wenn gar kein Waldmeister im Gesöff gewesen wäre.
Jetzt aber weiter zu meinen Kräutererkundigungen. Logisch das ich einiges gelernt habe und in den nächsten Wochen immer malwieder von meinen neuen Erkenntnissen berichten werde. Die Kräuterwanderung war so informativ, da muss ich alles erst einmal sacken lassen um es entsprechend anwenden zu können. Außerdem bin ich überzeugt eine Auffrischungswanderung machen zu müssen, denn trotz Notizzettel und Küchenknipse werde ich einiges vergessen.
So ganz nebenbei bin ich im Moment auf der Suche nach einem richtig tollen Kräuterbestimmungsbuch, über Tipps würde ich mich sehr freuen. Wer eine Empfehlung hat den möchte ich bitten sie mir mitzuteilen, über jeden Ratschlag bin ich total dankbar. Sicher wollt Ihr mich bei meinen Kräutererkennungen unterstützen und ich kann doch nicht nur Waldmeister zu mir nehmen, auch wenn es das Kraut ist das ich garantiert erkenne und mit nichts verwechsel.

Deshalb gibt es heute auch wieder Berliner Weisse, auch wieder als Gelee. Ich weiß, das habe ich Euch gestern erst präsentiert, aber heute gibt es die Weisse als Dessert und ohne Fisch. Herrn GB hat das Berliner Weisse-Dessert besser geschmeckt als die Vorspeise mit der Weisse, aber das ist ja auch kein Wunder, er ist ja eh bei uns die Schleckerschnute.
Berliner Weisse-Gelee mit Waldmeistersahnecreme
1 Flasche Berliner Weisse 0,3 Liter
6 Blatt Gelatine
Saft einer ½ Zitrone
Berliner Weisse auf Zimmertemperatur bringen und in einen Topf gießen. Ganz langsam erwärmen und ggf. mehrfach abschäumen. Also wirklich nur gemach erhitzen, sonst schäumt es über. Gelatine in etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und anschließend in der warmen Berliner Weisse auflösen. Mit dem Zitronensaft würzen und auf vier Gläser gleichmäßig verteilen. Im Kühlschrank erstarren lassen.

Waldmeistersahnecreme:
200 ml Sahne
150 ml Creme double
Ein Sträußchen Waldmeister angewelkt oder eingefroren, dann gibt der Waldmeister mehr Geschmack ab und er ist viel aromatischer
Einige gelbe und grüne Zuckerpunkte für die Dekoration
Pro Glas einen Esslöffel Waldmeistersirup
In die Sahne den Waldmeister legen und gut eine Stunde ziehen lassen. Die Waldmeistersahne mit dem Creme double vermischen und aufschlagen. Auf das Gelee jeweils einen Esslöffel Waldmeistersirup geben und mit der aufgeschlagenen Sahnecreme auffüllen. Mit den bunten Zuckerpunkten bestreuen und mit langen Löffeln servieren.

Übrigens, Slow Food hat neulich auch über die Kräuterwanderung mit Frau Stöcker berichtet, allerdings waren sie in Begleitung mit dem WDR unterwegs. Ein Bericht wird am 01.Juni 2012 um 18:20 Uhr im WDR gesendet.


Dienstag, 29. Mai 2012

Bibliothek im Keller mit Matjessalat auf Berliner Weisse…

Lesen ist ja eins der großen Hobbys von mir und in aller Regel habe ich mindestens 3 Bücher in denen ich gleichzeitig lese. Abgesehen von den ganzen Blogs die ich verschlinge, dem Internet das mir unter anderem sogar die Tageszeitung ersetzt, habe ich immer irgendeine Lektüre in der Tasche und sei es nur ein Reiseführer. Mein Schatz ist da etwas nüchterner und hat schon mehrfach seine Bedenken geäußert, dass die Regale meiner Sammelleidenschaft evtl. mal irgendwann nicht mehr Standhalten werden. So ein Quatsch, dabei sortiere ich doch regelmäßig aus und verpacke Gelesene in den Keller. Okay, da wird es jetzt schon etwas eng, doch was mache ich mit all den guten Stücken?! Neulich, sonntags kam mir eine Idee! Nicht weit von uns entfernt ist doch das hübsche kleine Bücherstädtchen Langenberg, es gehört zur Stadt Velbert und hat einige Antiquariate. Doch vorher musste ich mich genauestens erkundigen. Wo geht das besser als auf der Internetseite?! Direkt gleich vorne auf der ersten Seite ein Veranstaltungstipp für den Sonntag. Am 20.05 fand ein Büchermarkt statt. Ach wie toll, mehrere Antiquariate hatten geöffnet und andere, aus anderen Städten boten ihre Bücher verteilt in der ganzen Stadt ebenfalls an. Da musste ich einfach hin! Bei herrlichem Sonnenschein hatte ich Herrn GB schnell überzeugt (oder doch überredet) und da wir beide keine vollen Märkte mögen, waren wir unbedeutend nach der Markteröffnung an den Plätzen des Geschehens.
Ich hatte alles dabei, Fotoknipse, Zettel, Stift, Portemonnaie. Wie, Ihr fragt jetzt auch wo die Kisten mit meinen Büchern sind? Das hatte mich Herr GB schon gefragt! Die konnte ich doch nicht so auf Gutglück mitnehmen, ich musste mir doch erst einmal einen Überblick verschaffen in welche Hände ich sie überhaupt geben könnte, ihr seid ja lustig. Also meine Bücher halten sich unverändert gut behütet noch alle im Büdchen, bzw. im Büdchenkeller auf. Sicherlich wird jetzt das eine oder andere Buch in die Abgabebox aussortiert, aber das werde ich im Winter machen, es wird doch jeder Verständnis dafür haben, dass ich bei schönstem Sonnenschein nicht in den Keller gehe, oder?! Vielleicht überlege ich es mir aber doch noch und richte mir eine Bibliothek im Keller ein.
Doch so ganz nebenbei, der Büchermarkt war wirklich schön, sehr interessante Lektüre, alte wie auch neue, für kleines Geld. Handeln versteht sich von selbst.
Und weil Herr GB wieder so geduldig mit mir über den Markt geschlendert ist, habe ich ihm eine schöne Belohnung gekocht. Es gab Fisch! Das Rezept stammt aus einem der alten/neuen Kochbücher die da auf dem Markt so herum lagen und unbedingt im Büdchen ihr neues Dasein verbringen wollten. Ehrlich, ich konnte nichts dafür, es hat sich mir regelrecht aufgedrängt!
Matjes auf Biergelee
Biergelee:
1 Flasche Berliner Weisse 0,3 Liter
6 Blatt Gelatine
Saft einer ½ Zitrone
Berliner Weisse auf Zimmertemperatur bringen und in einen Topf gießen. Ganz langsam erwärmen und ggf. mehrfach abschäumen. Also wirklich nur gemach erhitzen, sonst schäumt es über. Gelatine in etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und anschließend in der warmen Berliner Weisse auflösen. Mit dem Zitronensaft würzen und auf vier Gläser gleichmäßig verteilen. Im Kühlschrank erstarren lassen.
Matjessalat:
2 Matjesfische
4 kleine Pellkartoffeln
3 Gewürzgurken
1 Schalotte
250 g Joghurt
Salz und Pfeffer
Die Matjes fein säuberlich von sämtlichen Gräten befreien und in kleine Würfel schneiden. Die Pellkartoffeln pellen und auch in Würfel schneiden. Die Schalotte und die Gewürzgurken ebenfalls fein würfeln. Alle Zutaten vermischen und den Joghurt unterheben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronensaft abschmecken.
Den Matjessalat im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Kurz vor dem Servieren das Biergelee aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Gelee etwas Temperatur bekommt. Auf dem Gelee den Matjessalat geben und mit dünnen Scheiben von kräftigem geröstetem Roggenbrot dekorieren.
Mit Petersilie bestreuen und servieren.



Freitag, 25. Mai 2012

Jetzt sag nicht Du kennst keine Schokoladentomaten…

Ich hatte es ja geahnt, auch in diesem Jahr geht der Kelch der Waage nicht an mir vorbei. Wie heißt noch gleich der Film „und ständig singt mein Schweinhund“ oder wohl eher „und täglich pfeift das Murmeltier“ Es ist wieder soweit, mein Schweinehund aalt sich siegessicher am liebsten in allen Schleckereien und macht auch vor Drogen wie Alkohol nicht halt. Er zerrt mich zum Kühlschrank und zur Süßigkeitenschublade, stupst mich in den Keller zu Wein, Sekt und Eingekochtem, drängt mir die Gläser mit dem eingekochten Kuchen auf und macht bei Pesto und Konsorten noch lange nicht halt. Aber jetzt hat die Vernunft wieder die Oberhand gewonnen und das Einzige das von mir akzeptiert wird und das sich nicht gesund anhört sind Schokoladentomaten. Das sind keine Tomaten mit Schokoladenüberzug, sondern es ist eine Züchtung die wirklich süßer schmeckt als ihre Mitbewerber und auch nicht durch helles Rot hervorsticht sondern sich eher in Dunkel kleidet. Als gesundes kalorienarmes Essen sind Tomaten durchaus bekannt, war doch klar das ich die jetzt auf den Speisezettel bringe, auch wenn ich nur den Schweinehund damit ärgere…

Nudeln an Tomatentrio und Tintenfischtuben…
Pro Person 2 Schokoladentomaten
2 Frühlingszwiebeln
2 Schalotten
1 gelbe Paprikaschote
250 g Champignons
250 g Aromatomaten
Pro Person ½ Rispe Kirschtomaten
Pro Person 5 kleine Tintenfischtuben in Olivenöl eingelegt
2 konfierte Knoblauchzehen
2 Esslöffel Tomatenmark
½ Bund Petersilie
3 Zweige Oregano
1 Handvoll Basilikumblätter gehackt
200 ml Weißwein
Salz, Pfeffer
Nudeln (Penne)
Die Schokoladentomaten in feine Scheiben schneiden und fächerartig im Kreis auf Teller legen.
Nudeln in Salzwasser garen.
Paprikaschote, Champignons und Aromatomaten würfeln und in etwas Öl von den Tintenfischen anbraten. Die Tintenfischtuben zugeben und mit anbraten. Alle restlichen Zutaten zufügen und zu einer sämigen Sauce einkochen, evtl. noch mit den Gewürzen abschmecken.
Die Tomatenrispen in wenig Olivenöl in einer weiteren Pfanne anbraten.
Die gekochten Nudeln in die Mitte des Tellers geben und mit der Tomatensauce und der Tomatenrispe anrichten. Die Schokoladentomaten erst zusammen mit den anderen Speisezutaten probieren, sollte dann tatsächlich Würze fehlen kann ja nach gesalzen werden.


Dienstag, 22. Mai 2012

Spargeltöpfchen, mein Schatz isst mit…

Ich habe es geschafft, in minimal Portionen isst Herr GB Spargel. Am vorletzten Wochenende haben wir einen Abstecher nach Herten gemacht, ich wollte meiner Schwester unbedingt den schönen Hofladen zeigen, den wir im letzten Jahr ausfindig gemacht hatten. Außerdem stand noch eine Spritztour mit dem neuen Auto aus, Ihr wisst schon, die Karre die ich aus Wolfsburg mitgebracht habe.
Also die Gedankenübertragung funktionierte schon einmal, ich habe an meine Schwester gedacht um sie unbedingt anrufen zu müssen und schwupps ging am Samstag um 09:10 Uhr bei uns das Telefon. Sie hatte es geahnt und ist mir zuvorgekommen. Also, lange Rede… schnell hatten wir in einer ¾ Stunde (das war für unsere Verhältnisse wirklich schnell) alles Wichtige vereinbart. Am Sonntag, es war ja Wähltag in NRW, saßen wir zusammen, natürlich mit unseren Anhängseln, im Auto und ab ging es auf die Autobahn. Zack, zack die Adresse vom Spargelbauern eben schnell per Smartphone aus dem Internet gesucht und ins Navi eingegeben. Klasse diese Technik von heute.
Unser Navi heißt „rote zorra“ hat aber mit lebenden Personen nicht die geringste Ähnlichkeit und ist auch nicht verwandt mit bekannten Persönlichkeiten.
Also führte uns unsere Zorra nach Herten. Irgendwann musste ich Herr GB aber dann doch darauf hinweisen, dass alles etwas anders aussieht als im letzten Jahr. Nein, nein, das hatte ich alles falsch in Erinnerung, wir sind schon richtig, sagte die Zorra ja auch.
Am Hof angekommen staunte Herr GB jetzt auch nicht schlecht. Das war nie und nimmer der Hof vom letzten Jahr, er war zwar auch sehr hübsch, aber er war es einfach nicht. Männer!
Der Hof voller Ausflugtouristen und wir mittendrin, na klasse! Jetzt muss ich gestehen, wir hatten dann doch noch ein richtig schönes Plätzchen ergattert und in aller Gemütlichkeit Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Der eigentliche Hofladen entpuppte sich als wirklich nette Einkaufsoase und einige Schlemmereien sind in den Kofferraum gewandert. Natürlich gab es auch Spargel, nur für Herrn GB da habe ich mal vorsichtshalber Kohlraben mitgenommen.
Zuhause angekommen haben wir uns Spargel, neue Kartoffeln, Kohlraben und Fisch, den Fisch hatte ich am Samstag auf dem Markt gekauft, schmecken lassen.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mit dieser einen Mahlzeit mein Spargelappetit erstrichtig angestoßen worden. Es war mit Abstand einer der besten Spargel die ich je gegessen habe. War wohl klar dass ich unbedingt zum Wiederholungstäter mutierte, oder?
Also wieder Spargel gekauft, allerdings nicht in Herten sondern in direkter Nachbarschaft vom Büdchen. Okay, der war jetzt zwar nicht so bahnbrechend wie der aus Herten, aber für mein Rezept war er genau richtig. Am Samstag habe ich dann noch den Grünen besorgt und schon konnte es losgehen. Erst ein Spargelmousse, Herr GB konnte die Schüssel ausschlecken und sieh an, es schmeckte ihm. Mit dem grünen Spargel und einem Spargelsalat komplettierte ich meinen Spargelgang. Der Anblick der Spargelvorspeise gefiel im so gut, dass er sich nicht zweimal bitten ließ zu probieren. Mein Fazit, solange ich Herrn GB nicht einfach nur die schnöden Spargelstangen mit Soße serviere, isst er auch dieses leckere Erdgewächs. Auf die Machart kommt es an, er ist einfach zu verwöhnt…
Wer es nachbasteln will, hier ist die Anleitung für das Spargeltöpfchen:

500 g Spargel
6 Blatt Gelatine
2 Teelöffel Gemüsebrühe
200 ml geschlagene Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft
Den Spargel schälen. Den Spargel zusammen mit den Spargelschalen in einen Topf geben mit Wasser bedecken, die Brühe zugeben mit Salz, Pfeffer und Zucker leicht würzen und in wenigen Minuten gar ziehen lassen. Die Spargelstangen mit einem Schaumlöffel aus den Topf heben und zur Seite stellen. Das Wasser mit den Schalen abgießen und dabei das Spargelwasser auffangen. Die Spargelschalen können jetzt entsorgt werden. Das Spargelwasser auf 250 ml bei mittlerer Temperatur einkochen. Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Anschließend ausdrücken und in die Spargelflüssigkeit geben. Den Spargelfon abkühlen lassen und die geschlagene Sahne unterheben. Mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und einige Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Sahnemasse auf Gläser verteilen und zum aushärten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

½ Bund glatte Petersilie gehackt
Die gegarten Spargelstangen die zur Seite gestellt wurden
125 g Krabben
2 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel weißen Balsamessig
1 Esslöffel Vejus oder Apfelessig
Pfeffer und Salz und Zucker
500 g grünen Spargel
Den grünen Spargel in verwendbare Länge schneiden und in Salzwasser garen, (Ich bevorzuge die Dampfgar- oder die Bratenschlauchmethode)
Die gehackte Petersilie mit den Krabben vermischen, die weißen Spargelstangen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zu den Krabben geben. Mit Olivenöl, Balsamessig, Vejus, Pfeffer, Salz und Zucker würzen bzw. abschmecken.
Die Gläser in dem bereits das Spargelmousse fest geworden ist, mit einmal durchgeschnittene grüne Spargelstangen auskleiden.
In die Mitte den Spargelsalat füllen und servieren.
Für Spargelliebhaber eine herrliche Vorspeise und für die Nichtgernespargelesser ein schöner Weg sich an Spargel zu trauen.


Montag, 21. Mai 2012

Lachscremesuppe vom Hellseher

Herr GB kann Hellsehen, 100 pro, Wette? Wie ich auf diese Idee komme? Letzten Freitag, ich hatte langes Wochenende durch den Feiertag, Ihr wisst schon am letzten Donnerstag war Christi Himmelfahrt. Na auf jedem Fall hatte ich Freitag frei und eigentlich hätte ich richtig viel Zeit für Dinge gehabt, zu denen ich sonst nicht komme. Also ich hätte in aller Ruhe shoppen gehen können, mit Freundinnen ausgiebig frühstücken, die Museen besuchen die ich schon ewig auf meiner Besuchsliste stehen habe, Hausputz von oben bis unten, Keller aufräumen oder Kochbücher blättern. Ich sag jetzt mal nicht für was ich mich entschieden habe. Aber wie sagt man so schön, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht und als Herr GB am Nachmittag nach Hause kam hatte ich nicht annähernd einen Schimmer was ich hätte zu essen machen können. Ja und jetzt kommen die Hellseherischen Kräfte von Herrn GB zum Einsatz. Er hat es geahnt dass ich unbedingt ein Rezept bzw. eine Kochanregung brauchte und brachte mir ein Wochenblättchen mit, in dem eigentlich immer die wöchentlichen Glückszahlen präsentiert werden. Seit kurzer Zeit gibt es in dem Blättchen regelmäßig ein Rezept und in dieser Woche gab es eine Finnische Lachssuppe. Was an dieser Suppe jetzt finnisch ist weiß ich nicht, aber Herr GB wollte heute finnisch Essen und zum Glück brauchte ich für diese Suppe keine außergewöhnlichen Zutaten wie z.B. einen Elch. Herr GB hat Geschmack und deshalb gab es schlicht und einfach ein Lachscremesuppe…

Lachscremesuppe
250 g Lachsfilet
3 Pellkartoffeln abgekühlt und in Würfel geschnitten
500 g Kartoffeln
2 Schalotten in feine Würfel
1 Esslöffel Butter
½ Liter Milch
1 Esslöffel gekörnte Brühe
Wasser
Salz, Pfeffer
2 Lorbeerblätter
Einige Zweige Dill
Kartoffeln schälen und in Viertel schneiden. Die Butter zerlassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten, die Kartoffelviertel zugeben und mit Wasser knapp bedecken.
Die Brühe wie auch die Lorbeerblätter zugeben und die Kartoffeln garen. Das Lachsfilet in Würfel schneiden.
Sobald die Kartoffeln gar sind, die Milch angießen und mit einem Mixstab pürieren. Die Cremesuppe aufkochen lassen, herunterschalten und die Lachswürfel, wie auch die Kartoffelwürfel in die Suppe geben.
Gute 10 Minuten auf kleiner Wärme die Lachswürfel gar ziehen und die Kartoffelwürfel warm werden lassen. Den Dill fein hacken und unter die Suppe rühren.
Die Suppe zusammen mit etwas Brot servieren.

Samstag, 19. Mai 2012

Eisbeine und Auberginensalat, ich will grillen…

So langsam soll ja die Grillsaison gestartet werden, aber hier im Büdchen kommt irgendwie noch nicht die richtige Stimmung auf. Ich sitze hier mit Eisbeinen und starre verkrampft vor Kälte gebannt auf das Außenthermostat. Sämtliche hypnotisierenden Blicke treiben die Temperatur auch nicht in die Höhe. Im Wetterbericht sprachen sie von einem Temperaturanstieg auf ca. 20° bis 25°C, doch mit Regenschauern ist auch zu rechnen. Jetzt könnte ich mich ja auf Spargelrezepte einschießen, will ich aber nicht, ich will grillen, grillen und nichts anderes! So!!!Herrn GB kann ich nicht überzeugen mit Winterjacke und Regenschirm vor die Tür zu gehen und den Sonnentanz um den Grill zu veranstalten, er hat keine Lust auf „Wintergrillen“ Ich werde wohl den Grill im Backofen anschmeißen müssen. Wobei das ist nun beim besten Willen kein Ersatz für echtes Grillen. Ich dachte ich könnte Herrn GB mit einer Grillmatte locken. Eigens extra für ihn gekauft. Die wird einfach nur auf den Grill gelegt und anschließend nur ab mit ihr in die Spülmachine, kein schrubben und kein kratzen. Selbst diese tolle Idee konnte sein Grillinteresse nicht gerade ködern.
Vor lauter Verzweiflung habe ich mich für eine kurzgebratene Rinderhüfte entschieden und stimme mich mit lauwarmen Auberginensalat auf die Grillsaison ein. Irgendwann in diesem Jahr wird es sicher noch Tage geben an denen wir nicht mit Regenschirm durch die Gegend laufen müssen und die einzigen Eisbeine die es geben wird, werden vielleicht auf dem Grill liegen, das Klärchen sich auf der Liege in der Sonne aalen und über die hohen Sommertemperaturen klagen. Ach ja, nie ist es so richtig richtig…
Lauwarmer Auberginensalat
4 Auberginen
Salz
Saft einer Zitrone
2 Bund Schnittlauch in Röllchen geschnitten.
1 Esslöffel Vejus
2 Esslöffel Olivenöl
Schwarzer Pfeffer
5 aromatische Tomaten
1 rote Paprika
1 Schlangengurke (Salatgurke)
1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
1 Esslöffel Ahornsirup
1 Chilischote in kleine Würfel gehackt
Auberginen in mittelgroße gleichmäßige Würfel schneiden, mit dem Saft der Zitrone beträufeln und in wenig Salzwasser knappe 10 Minuten garen.
Die Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Salatgurke in kleine Würfel schneiden. Die Paprika entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden, 4 Esslöffel Paprikawürfel zur Seite stellen..
Die restlichen Paprikawürfel mit den Tomatenwürfeln, mit den Gurkenwürfeln, dem Öl, Vejus, der Petersilie, den Chilischotenwürfeln und dem Ahornsirup mischen und mit einem Mixstab zu einer feinen Soße pürieren. Noch mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Die lauwarmen Auberginwürfel mit den Schnittlauchröllchen mischen, auf Teller anrichten. Mit der Soße übergießen und die zur Seite gestellten Paprikawürfel aufstreuen.



Freitag, 18. Mai 2012

Diätküche, Joghurtmousse mit Rhabarberkompott…

Seit Wochen wird hier im Büdchen Rhabarber verputzt und in diesem Jahr habe ich noch nicht ein einziges Rezept gepostet. Im letzten Jahr habe ich Euch ja den Rhabarbersirup vorgestellt, der hat im Büdchen festen Bestand und wird jedes Jahr aufs Neue produziert. Auch das genussvolle ruck zuck Rezept vom Rhabarbercrumble wird mindestens einmal in der Rhabarbersaison gebastelt. Jetzt habe ich ein super Kompott ausprobiert und ich bin davon überzeugt auch diese Leckerei wird eine feste Größe auf der Rhabarberkarte werden und das Rhabarber-Repertoire im Büdchen erweitern.
Aber jetzt nur einfach Rhabarberkompott wäre ja jetzt verdammt langweilig, also habe ich noch eine Joghurtmousse dazu gemacht. Man kann sagen ein figurfreundliches Dessert, so leicht, so frisch, so fruchtig. Probiert es aus und ich versichere jeder möchte Nachschlag…
Rhabarberkompott
400 ml Apfelsaft
1 Esslöffel Speisestärke Mark einer Vanillestange
50 ml Wasser
750 g Rhabarber
2 Esslöffel Zucker
Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Den Apfelsaft aufkochen. Speisestärke mit dem Zucker und dem Wasser glattrühren. Den erhitzten Apfelsaft mit der angerührten Speisestärke binden. Die Rhabarberstücke in den gebundenen Apfelsaft geben und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen.

Joghurtmousse
Saft ein ½ Zitrone
Schale einer Zitrone
100 g Frischkäse
500 g Joghurt
50 g Zucker
6 Blatt Gelatine
Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Alle anderen Zutaten gründlich vermischen. Die Gelatine ausdrücken und unter milder Wärme auflösen. Die aufgelöste Gelatine zu den anderen Zutaten geben. Nochmals alles gut vermischen.
Timbaleformen oder Kaffeetassen mit der Mousse füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und einige Stunden im Kühlschrank gelieren lassen.
Zum servieren die Formen kurz in heißes Wasser tauchen und die Creme stürzen.
Zusammen mit dem abgekühlten Rhabarberkompott anrichten.