Dienstag, 31. Juli 2012

Sommer, Sonne, Tomatenzeit…

Du glaubst ich hätte in der letzten Woche auf der faulen Haut gelegen und mich in der Sommerfrische geaalt? Ich sag Dir Du bist komplett auf dem Holzweg. Sommergerichte habe ich ausprobiert. Wir im Büdchen sind ja solche Gelegenheitsgriller, oder besser gesagt ich. Herr GB grillt ja ganz gerne. Doch nach zweimal hintereinander Grillen benötige ich eine Auszeit. Nicht dass ich bei 30°C am liebsten nur kalte Gerichte esse, nöö, eher nicht. Einmal am Tag muss ich etwas Warmes haben. Damit meine ich jetzt nicht Kaffee oder Tee. Es muss mir jetzt auch nicht gleich die Zunge verbrennen, aber es sollte mir das Gefühl von warmen Mittagessen verleihen.
Im Kochbuch bei Vincent Klink in „Meine Küche“ bin ich auch direkt fündig geworden, warmer Tomatensalat mit gebackenen Eiern.
Ich kann Dir was erzählen! So schmackhaft mit so wenig Arbeitseinsatz. Das Rezept war für 4 Personen ausgerichtet, doch ich denke es war als Vorspeise gedacht. Ich habe es mit angegebenen Mengen zubereitet und kurzerhand zur Hauptspeise für 2 Personen umfunktioniert.
Kommende Woche soll es wieder Sommer mit 30°C geben, versuch doch mal ob es Dir auch schmeckt.
Warmer Tomatensalat mit gebackenen Eiern (nach Vincent Klink)
½ Bund Schnittlauch
½ Bund Basilikum
4 Fleischtomaten
1 Teelöffel Ingwerpulver (ich habe frischen Ingwer gerieben genommen)
1-2 Teelöffel Zitronensaft (Saft einer ½ Limette ist auch total lecker)
2-3 Esslöffel Olivenöl (Olivenöl für die Tomaten und Rapsöl zum ausbacken der Eier)
Salz und Pfeffer
5 Eier
2 Esslöffel Mehl
4 Esslöffel Semmelbrösel (Pankomehl wäre sicher auch eine gute Alternative)
Tomaten waschen und den Stielansatz entfernen. In feine Scheiben schneiden und jeweils die Scheiben von zwei Fleischtomaten auf einen großen Teller anrichten.
Den Backofen auf 150°C vorheizen.
Ein Dressing aus einem Esslöffel Öl, Zitronensaft, Schnittlauch in Röllchen geschnitten, fein gehacktem Basilikum, Pfeffer, Salz und Ingwer herstellen.
Vier Eier wie Frühstückseier innerhalb von 5 bis 6 Minuten kochen, sofort kalt abschrecken und vorsichtig pellen. Das Mehl in ein Schüsselchen* geben. Das letzte Ei ebenfalls in eine Schüssel* geben, verschlagen und mit Pfeffer und Salz kräftig würzen. Zu guter Letzt das Paniermehl auch ab in eine Schüssel*. Die gekochten Eier erst im Mehl wälzen, dann in dem verschlagenen Ei und zum Abschluss im Paniermehl. Zwischenzeitlich das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Eier auf geringer Temperatur goldbraun braten. Währen der Eierzubereitung können die Tomaten im vorgeheiztem Backofen bei 150°C innerhalb von 10 Minuten warm werden. Die Tomaten aus dem Backofen befreien, mit dem Dressing beträufeln und die Eier auf den Tomaten anrichten.

* ich verwende kleine Schüsseln weil man die Eier darin besser hin und her schwenken kann, ohne dass sie kaputt gehen. Auf Tellern muss man sie in die Hand nehmen um sie von allen Seiten zu panieren. Das ist recht schwierig bei den kleinen glitschigen Dingern.
 
Wieder mal ein Rezept ganz nach Vinzent Klink und damit darf ich sicher bei Petra und ihrem Ganzjahresevent mitmachen. Der Petra gehört der interessante Blog "foodfreak" und bei ihr findet man noch viele weitere Rezepte vom Vinz.


Montag, 30. Juli 2012

Arthurs Tochter schreibt!

Du bist foodblogsüchtig und traust Dich nicht in Urlaub zu fahren weil Du ohne Foodblogs nicht sein kannst? Das ist der Hammer dann geht es Dir ja genauso wie mir, meine liebsten Lektüren sind auch Foodblogs. Egal, morgens, mittags, abends Foodblogs ich weiß wie die Dinger süchtig machen können. Doch für diesen Sommer habe ich die Ultimative Lösung gefunden. Eine Urlaubsüberbrückungslösung. Also solltest Du meinen Tipp den ich jetzt für Dich habe, gut finden, dann musst Du, eh Du Deinen Urlaub buchst, vorher noch eine winzige Kleinigkeit erledigen. Du musst in eine Buchhandlung gehen. Danach kannst Du dich Hals über Kopf auf die Socken machen. Das Buch das ich Dir jetzt vorschlage musst Du dir unbedingt für Deine Ferien besorgen. Es ist DIE Lektüre für diesen Sommer. Es ist zwar schon einige Tage auf dem Markt, aber aktueller denn je.
Na, jetzt habe ich Dich neugierige gemacht, oder!?
Dann will ich Dich mal nicht länger auf die Folter spannen. Du kennst doch die Tochter vom Arthur. Die, die ständig unterwegs ist, kocht und nur so vor guter Laune sprüht. Oder besser gesagt Du kennst ihren Blog. „Arthurs Tochter kocht“. Die kocht nicht nur die schreibt auch. Jaha, da machste jetzt große Augen ne?!
Also, wie gesagt, Du gehst in eine Buchhandlung und verlangst nach Arthurs Tochter kocht. Nein, das ist nicht der Blog, sonder ihr Buch, ja von der Tochter selbst geschrieben. Auf dem Cover siehst Du eine hübsche lebhafte Frau die in einem Kochtopf hängt. Ja richtig, sie hängt oder sitzt in einem Kochtopf. So ist sie eben! Ach ja, sie hat wirklich Geschmack, Du musst nur auf ihre Schuhe achten. Echt schicke Dinger!
Also Du kauft Dir diesen Schinken und fährst damit in Urlaub und damit Du weißt was Du Dir da ins Gepäck steckst erzähle ich Dir mal etwas darüber.
Also Arthur seine Tochter erzählt ihre Geschichte, um genau zusagen einen Teil ihrer Lebens- bzw. Foodbloggerlebensgeschichte. Sie berichtet über ihr Leben von Kindheit an und wie sie zum bloggen gekommen ist. Selbst den Part wie ihre Kochleidenschaft begann lässt sie nicht aus. Wenn Du ihren Blog liest wird Dir das eine oder andere bekannt vorkommen, aber Du wirst auch sehr viel über die Tochter erfahren was nicht in ihrem Blog steht. Ein leicht beschwingtes Buch in handlichem Format. Erfrischend fröhlich, aber auch nachdenklich, wachrüttelnd und kritisch. Ebenso wie man die Astrid bisher über ihren Blog schon kennengelernt hat. Ach jetzt weißt Du nicht wer Astrid ist? Astrid ist die Autorin und selbstverständlich die Tochter vom Arthur. Eigentlich heißt sie Astrid Paul.
Sie schreibt auch über die Foodbloggerszene. Über den Spaß den das bloggen mit sich bringt, über die schönen und hässlichen Seiten des Bloggens. Ja Du hast richtig gelesen, die Tochter berichtet über hässliche Seiten des Bloggens. Das sind die Momente in denen der Konkurrenzkampf missgünstiger Blogger angesagt wird. Ja auch das gibt es scheinbar in der Szene, es „menschelt“ halt überall.
Nicht zu vergessen, das Buch ist nicht nur Inhaltlich voll im Trend, es ist auch optisch ein Hingucker. Das Cover habe ich Dir bereits beschrieben, doch es sieht auch ohne Umschlag recht schick aus. Das Fadenlesebändchen zeugt von Geschmack und ist mein ureigen geliebtes i-Tüpfelchen. Farblich natürlich passend. Solltest Du mal Deine Kaffeetafel in Lila-Violett decken, könntest Du das Buch sogar als Teil Deiner Deko einflechten. Der dunkle Lilafarbton ist so modisch das kannst Du unmöglich ignorieren. Ich weiß, Du musst jetzt schmunzeln, aber mal so ganz unter uns, glaubst Du die Tochter hätte es zugelassen das ihr Buch nicht im aktuellen Dress daher kommen würde?
Mir war klar dass ich Dich zum Kauf dieser Lektüre überzeuge und was der Verlag zu diesem netten Buch zu sagen hat möchte ich Dir natürlich auch nicht vorenthalten:

Astrid Paul ist besessen vom Essen.
Bereits in jungen Jahren von unbeschwertem Genuss plötzlich zurückgeworfen auf religiös motivierte Einschränkungen, eroberte sie sich im Laufe der letzten 30 Jahre ihr kulinarisches Leben fern von jeder Dogmatik zurück. Mit entspannter Gelassenheit und voller Humor berichtet sie seit 2009 von ihren kulinarischen und anderen Abenteuern in einem der populärsten deutschsprachigen Genussblogs, »Arthurs Tochter Kocht«.


ASTRID PAUL
ARTHURS TOCHTER KOCHT … UND SCHREIBT:
Astrid Paul, 44, Allroundgenießerin, Organisationstalent und leidenschaftliche Köchin, eröffnete mit 23 Jahren ein Café, pachtete anschließend ein Hotel, leitete ein Weingut und organisierte Veranstaltungen. Nach einer Tätigkeit als Managerin in einem großen Lebensmittelkonzern hat sie sich 2011 mit dem Unternehmen »Arthurs Tochter Kocht – einfach kulinarisch« erneut selbstständig gemacht. Seit 2009 schreibt sie als »Arthurs Tochter« einen der bekanntesten und erfolgreichsten Foodblogs in Deutschland ; sie arbeitet mit Sterneköchinnen und -köchen zusammen, einige ihrer inzwischen über 200 Rezepte sind bereits in Buchform erschienen. Wie dieser Blog ihr Leben bis in die Grundfesten nicht erschüttert aber verändert hat, welche Sichtweisen sich ihr erschlossen haben, welch wunderbare und spannende Begegnungen mit anderen Menschen sie hatte, wie Virtualität in das echte Leben Einzug gehalten hat, wie »Arthurs Tochter Kocht« im Handstreich neue Maßstäbe für Foodblogger gesetzt hat – von all diesen Dingen und natürlich von sinnlichen Genüssen im Web 2.0 erzählt dieses Buch.
Top-5 Food-Bloggerin (Wikio). Unterhaltsame Geschichten über das Leben als Bloggerin. Reflektierte Auseinandersetzung mit dem Web 2.0.

ASTRID PAUL
ARTHURS TOCHTER KOCHT
MEIN B_LOGBUCH
272 Seiten
13,5 x 21,5 cm
Gebunden, Schutzumschlag, Fadenheftung
Erscheinungstermin: 05.04.2012
ISBN-13: 978-389910532-2
€(D) 17,90 / €(A) 18,40 / sFr 25,90

Das Buch ist im Collection Rolf Heyne Verlag erschienen.


Donnerstag, 26. Juli 2012

Freitag, 20. Juli 2012

Etwas warmes braucht der Mensch, Schoten die einheizen…

Ich hänge gerade etwas durch. Alle Kollegen gehen so nach und nach in Urlaub und ich bin noch lange nicht dran. Ich tröste mich ja immer damit, wenn sie alle den Urlaub längst verbraten haben, bin ich dran und dann können sie mal alle lange Gesichter machen. Frei nach dem Motto, wer zuletzt lacht… usw. Außerdem habe ich ja auch dann einen ganz entscheidenden Vorteil, wenn ich Urlaub habe, ist schönes Wetter! Jahaa, jetzt willst Du wissen wann ich Urlaub mache um dich direkt in mein schönes Wetter einzuklinken. Sag ich aber nicht, wirst Du schon merken wenn Du schwitzt und permanent nach Wasser lechzt. Ja, ich weiß, dieser Zustand ist Dir in diesem Jahr kaum vorstellbar, weil er Dir noch nicht untergekommen ist!?
Dem können wir Abhilfe schaffen, Du musst nur die Paprikaschoten kochen die ich neulich hatte und schon wird Dir warm und Du könntest Dir eine Pipeline zum Wasserkasten legen.
Gefüllte Paprikaschoten
6 Paprikaschoten, verschiedene Farben
800 g Hackfleisch
2 Zwiebeln
2 gehäufte Esslöffel Basilikum
2 Esslöffel Paniermehl
2 Eier
2 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß und rosenscharf gemischt
1 Prise Cayennepfeffer
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel gekörnte Brühe
500 ml Wasser
2 Esslöffel Tomatenmark
Etwas schwarzen Pfeffer
1 rote Chilischote, fein gehackt
Die Paprikaschoten waschen und an der Stilblüte einen Deckel abschneiden. Kerne und Seitenwände in den Schoten entfernen.
Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.
Hackfleisch in eine Schüssel geben, die Hälfte der Zwiebeln und die Hälfte der Chilischote zum Fleisch geben. Basilikum, Eier, Paniermehl, Paprikapulver, Salz und Pfeffer ebenfalls zum Fleisch geben und alles zusammen zu einem geschmeidigen Fleischteig verkneten.
Wasser mit Tomatenmark, den restlichen Zwiebel und Chiliwürfeln und der Brühe verrühren. Den Fleischteig gleichmäßig in die ausgehöhlten Schoten verteilen, in einen Backofengeeigneten Bräter setzen und mit der Tomatenbrühe angießen.
Den Topf in den Backofen schieben und bei 160°C gute 30 Minuten die gefüllten Paprikaschoten garen. Nach diesen 30 Minuten die abgeschnittenen Deckel der Schoten auf die gefüllten Paprika legen, mit dem Topfdeckel den Topf verschließen und weitere 15 – 20 Minuten bei gleicher Temperatur weitergaren.
Die Schoten sind lecker mit Brot oder Reis.


Mittwoch, 18. Juli 2012

Wenn jetzt Sommer wäre…Fru(s)chtbecher mit Bananeneis

Laut Wetterfrosch im Radio ist in dieser Woche am heutigen Tag Sommer! Meine Planung sah also wie folgt aus:
Leichte Hose, Shirt mit kurzen Ärmeln, Sandalen, ist ja heute Sommer!
Mit geöffnetem Dach zur Arbeit fahren, ist ja heute Sommer!
Im Büro alle Fenster aufreißen, ist ja heute Sommer!
Die Heizung komplett auf Null schalten, ist ja heute Sommer!
Das Wasser ausnahmsweise mal in den Kühlschrank stellen, ist ja heute Sommer!
Den Arbeitstag recht früh beenden, ist ja heute Sommer!
Eben kurz beim Metzger schnell noch Würstchen und Kotelett besorgen, ist ja heute Sommer!
Grill anschmeißen ----- lassen, ist ja heute Sommer!
Salat anrichten, ist ja heute Sommer!
Gut gekühlten Weißwein süppeln, ist ja heute Sommer!
Eine kühle Überraschung servieren, ist ja heute Sommer!

Die Realität sah dann so aus:
Hose, dicke Strickjacke, feste Schuhe mit Socken, ich warte auf den Sommer!
Klimaanlage im Auto aus, dafür Heizung an, ich warte auf den Sommer!
Fenster nur kurz zum Lüften geöffnet, dann schnell wieder zu, ich warte auf den Sommer!
Die Heizung auf mittlere Stufe, aber dafür auch noch die beheizbare Fußmatte unterm Schreibtisch angeschaltet, ich warte auf den Sommer!
Mehrere Kannen heißen Tee verkonsumiert, ich warte auf den Sommer!
Einiges vom Schreibtisch abgearbeitet, wegen der Kälte nicht nach draußen getraut, ich warte auf den Sommer!
Beim Metzger Gehacktes besorgt um gefüllte Paprikaschoten zu kochen, etwas Warmes braucht der Mensch, ich warte auf den Sommer!
Auf Salat verzichtet, gab ja Paprika, ich warte auf den Sommer!
Vom Glühwein abstand genommen, dafür einen wärmebringenden Roten getrunken, ich warte auf den Sommer!
Eine kühle Überraschung serviert, jawohl! Das habe ich mir nicht nehmen lassen. Außerdem schmeckt so ein toller Fruchtbecher auch klasse, ist man selbst eingerollt in einer warmen Decke, ist mir doch egal was mit dem Sommer ist.

Fruchtbecher mit Bananeneis
500 g Bananen
300 ml Sahne
200 ml Milch
150 ml Joghurt
100 ml Eissirup =Invertzucker
50 ml Löwenzahnhonig
Alle Zutaten in eine hohe Schüssel geben und mit einem Mixstab pürieren bis eine cremige Masse entstanden ist. Die Eismasse in die Eismaschine geben und nach Angaben des Herstellers der Eismaschine das Eis gefrieren.
Verschiedene Obstsorten der Jahreszeit waschen, ggf. in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Erdbeersirup und Bananenlikör marinieren.
Abgedeckt gute 30 bis 60 Minuten ziehen lassen.
Bananeneis zusammen mit dem marinierten Obst anrichten und servieren.


Dienstag, 17. Juli 2012

Brezeln in Lauge versenkt…

Das war mal so richtig cool. In der Küche stehen, herum experimentieren und nicht wissen ob es nicht ein winziges kleines Bisschen gefährlich ist. Nein, ich habe meine Küche nicht zur neuesten Raketenabschussbahn umfunktioniert, ich habe lediglich ein paar Laugenbrezeln gebacken. Das Herzhafte liegt mir eh viel mehr, als diese süßen Törtchen.
Noch nie habe ich in meiner Küche etwas mit Lauge gemacht und auf der Packungsanleitung des Kaiser-Natrons wurde auch ausdrücklich hingewiesen, dass es sich um LAUGE handelt und man mit ihr bedächtig umgehen sollte.
Wie Ihr lesen könnt, das Büdchen steht noch, Herrn GB geht es gut und mir ist auch nichts passiert, allerdings habe ich jetzt wieder einen weiteren Auftrag bekommen. Zukünftig werden Laugenbretzeln nicht mehr gekauft, sondern nur noch selber gebacken.
Ich finde es ja langsam echt lustig, ich entwickle mich in Sachen Backen immer mehr und es gelingt auch immer besser.

Gez hat die Tochter vom Atthur (mecker nich, so sachse eben im Pott wennse vom Atthur, oder auch vom Atthur seine Tochter sprichs.)
Also nochma, Atthur seine Tochter macht ma widda sonn Event, jetzt hätte se gerne ein Geschenk und zwar ne 3. Ich hätte gez das Lied singen können, wähle drei, drei, drei auffem Telefon, wähle drei, drei, drei und Du hast mich schon…..lalalalala… und dann glaube mir, ich bin ein, zwei, drei schon bei Dir…usw.

Und gez bin ich hier mit meinem Geschenk, ich hab ihr nämlich ne 3 gebacken!!! Genau, aus Hefeteig, dann kunstvoll eine drei geformt und zur Krönung noch in Lauge aufgekocht. Der Abschluss war dann das Backen im Backofen und gez siehsse se hier auffem Foto, die Drei nich die Tochter...
Na, Tochter, freusse Dich?
Für süßes Gebäck bisse ja nich so, abber vielleicht willse ja auch mal was Herzhaftes backen und damitte nich lange nachem Rezept suchen muss, schreibbich das mal gez hier gleich auf. Ach ja, und zu Deinen 3 Anlässen, auch hier aussem Büdchen alle lieben Wünsche und natürlich herzliche Glückwünsche...

Also Laugendreienbrezeln machse so:
1 Würfel Hefe
300 ml Milch
1 Teelöffel Zucker
500 g Weizenmehl
1 Teelöffel Salz
40 g Schmalz oder Butter

1 Liter Wasser
3 Esslöffel Kaiser-Natron

Die Hefe in etwas Milch auflösen und den Zucker unterrühren. Diesen Vorteig gut 15 Minuten ziehen lassen bis er etwas schäumt.
Nun die restliche Milch mit dem Mehl, dem Salz und der Butter vermischen und den Hefeansatz zufügen. Alles zu einem weichen elastischen Teig verkneten, diesen mit einem feuchten Tuch abdecken und gute 30 bis 40 Minuten gehen lassen bis er sich gut verdoppelt hat. Dann noch mal auf einer bemehlten Unterlagen den Teig kräftig durchkneten.
Den Teig in 15 gleichgroße Stücke teilen und jedes einzelne Stück zu einem langen Strang rollen. Dieser Strang sollte sich zu den Enden hin verjüngen.
Aus den Strängen 15 gleiche Brezeln oder Dreien formen und diese weitere 20 Minuten, auch wieder abgedeckt unter einem feuchten Tuch, gehen lassen.
Zwischenzeitlich das Wasser in einem hohen Topf zum Kochen bringen und 3 Esslöffel Kaiser-Natron darin auflösen. Aber Vorsicht!!! Wenn das Natron in das Wasser kommt braust es zunächst gewaltig auf. Dann jeweils eine Brezel oder Drei auf einen Schaumlöffel legen und jede Brezel oder Drei 30 Sekunden ins kochende Natronwasser geben und abkochen.
Die Brezeln oder Dreien nach dem Natronwasserbad abtropfen lassen, auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und mit groben Salz betreuen.
Wenn alle Brezeln oder Dreien auf dem Backblech liegen, dieses in den kalten Backofen schieben und bei 220 °C eine gute Viertelstunde schön goldbraun backen.
Ich hatte noch eingefrorene Bärlauchbutter die ganz hervorragend dazu passt, aber Dir fällt doch sicher auch etwas ein.


Montag, 16. Juli 2012

Jasminreis oder Kuchen?

Am Wochenende ist im Büdchen fast immer backen angesagt. Wäre ja auch ein echt doofer Sonntag so ganz ohne eine süße Leckerei. Auf jedem Fall für Herrn GB. Außerdem steht im August in der Familie ein etwas größeres Fest an für das ich einen Kuchen backen werde. Nein, nein, nicht wie Jutta gleich eine ganze Hochzeitstorte. Ich hab da Glück ich werde nur zwei Kuchen backen, die ich hoffentlich gut zum entfernten Festlichkeitsort transportiert bekomme.
Aber eh es soweit ist, muss ich erstmal noch einiges ausprobieren und testen welcher Kuchen/Torte die beste Wahl ist und den anderen Gästen auch schmecken könnte.
Ich habe schon eine ellenlange Liste mit einigen verschiedenen Kuchen die ich unbedingt ausprobieren muss, eh ich mich entscheide.
Ich kann euch erzählen, das sind Probleme bei denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Da haben es die Festausrichterin und der Festausrichter wirklich einfacher, die müssen zu ihrer Entscheidung fürs Leben nur noch ja sagen, mehr auch nicht.
Na könnt Ihr Euch denken um welch ein Fest es sich handelt?
An einem der letzten Wochenenden habe ich mein Herz mal wieder mit Kuchen erobert. Weil Herr GB ausgesprochen gerne Milchreis mag, habe ich einen Milchreiskuchen gebacken. Aber nicht einfach Milchreis wie man ihn kennt, sondern mit duftendem Jasminreis.
Ich denke Milchreisfans werden ausgesprochen begeistert sein und es ist ein sehr schmackhafter Sommerkuchen, der auch durchaus auf einem Dessertbuffet Platz finden könnte und manch einem Nachtisch den Stammplatz abspenstig machen dürfte. Aber ob er es auf die Festtagstortenliste schafft muss ich mir nochmals überlegen.
Als Zutaten benötigt man folgendes:
Gebackene Jasminmilchreistorte
200g duftenden Jasminreis
750 ml Milch
250 ml Sahne
100 g Zucker
Schale einer abgeriebenen unbehandelten Zitrone
300 ml Schlagsahne
Ein Esslöffel Vanillezucker
6 Eigelbe
6 Eiweiße
(Obst, Minzeblätter und kleine Blüten für die Dekoration)
Einen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Den Jasminreis in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen. Den Reis abgießen.
Während der Reis im Wasser kocht, die Milch mit 250 ml Sahne, dem Zucker, dem Vanillezucker und der Zitronenschale vermischen und den abgegossenen Reis zufügen. Alles zusammen unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen. Auf kleiner Temperatur solange köcheln lassen bis die Milch komplett aufgezogen ist. Das Umrühren sollte wirklich nicht vergessen werden, denn je weniger Milch im Topf ist, umso mehr neigt der Reis zum anhängen bzw. anbrennen.
Nun den Backofen auf 170°C vorheizen und den Reis lauwarm abkühlen lassen. Die 300 ml Schlagsahne zusammen mit dem Vanillezucker unter den Reis mischen. Die Eigelbe nach und nach unter den Reis ziehen. Die Eiweiße mit einem Teelöffel Zucker und einer Prise Salz zu Schnee schlagen und löffelweise unter die Masse heben.
Die Reismassen in eine viereckige Backform geben und glattstreichen.
Bei 170° gute 50 Minuten backen. Sollte der Kuchen oben zu dunkel werden, die Form besser mit Alufolie abdecken.
Nach dem Backen den Kuchen vollständig über mehrere Stunden auskühlen lassen und kurz vor dem servieren den Tortenrand entfernen und in rechteckige Stücke schneiden.
Die Stücke einzeln mit Obst, Blüten und Blätter dekorieren und hübsch anrichten.


Freitag, 13. Juli 2012

Jetzt gibt es echte Beeren…

Wir im Büdchen mögen ja nun absolut keine Konfitüren oder Gelees in denen Kerne enthalten sind. Also Herr GB isst sie schon, nur ich bin da etwas zickig. Die einzigen Früchte die ihre Kerne mit ins Glas nehmen dürfen sind Erdbeeren, aber das sind ja auch gar keine Kerne sondern Nüsschen und zum gefühlten tausendsten Mal, es sind auch keine Beeren. Irgendwie hat mich das ganze Beerenthema jetzt aber doch sehr interessiert und deshalb durften Stachelbeeren in den Einkaufskorb springen.
Prompt kam natürlich die unvermeidbare Frage: Was soll aus ihnen werden? Die Dame am Obststand erwähnte eine Kombination aus Stachelbeeren und Bananen. Die Idee fand ich gar nicht so übel. Also habe ich erst einmal die Stachelbeeren geputzt und mit Zucker vermengt, aufgekocht und garen lassen bis die Haut der Beeren aufplatzte.
Dann den Beerenbrei in ein Sieb gegeben und durchgestrichen.
Das kernige Beerenmus auf Backpapier aufgestrichen und im Dörrautomaten trocknen lassen.
Die getrockneten Brocken in Stücke gebrochen, in einen Blender gegeben, einige Esslöffel Zucker zugefügt und zerkleinert, bis aromatisierter Puderzucker übrig blieb.
Den Zucker nochmals durch ein Sieb gegeben und komplett kernlos in einem Glas, gut verschlossen und beschriftet, ins Vorratsregal gestellt.
Nun aber wieder zu meinem kernlosen Stachelbeer-Mus. Zu dem saftigen Brei habe ich die gleiche Menge Gelierzucker gegeben. Alles einmal aufgekocht. Vorher hatte ich noch Bananen geschält und diese in Scheiben geschnitten. Die Scheiben sollten nicht zu dünn sein, denn sonst zerfallen sie sehr schnell.
Sobald das Stachelbeer-Mus einmal aufgekocht ist, die Bananenscheiben zufügen, gute zwei Minuten kochen und heiß in Twist-off-Gläser füllen. Die Gläser umgedreht mit dem Deckel nach unten auf ein feuchtes Küchentuch stellen.
Stachelbeergelee mit Bananen, eine Leckerei für den Frühstückstisch.