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Freitag, 9. März 2012

Verstecktes Ananassauerkraut...

Es war im letzten Dezember da schwirrte das Sauerkraut durch den einen oder anderen Blog und machte mich schon ganz sauerkrautnervös. Herr GB freute sich auf Weihnachten und hatte einfach keinen Antrieb zum Sauerkrautstampfen. So ein schöner ungenutzter Sauerkrauttopf steht im Keller und ist erstarrt zu Steingut, sicher weil er keine Beachtung findet. Es ist schon fast ein Skandal Sauerkraut kaufen zu müssen, obwohl hier im Büdchen ein Equipment für perfekte Herstellung a la Urgroßmutter deponiert ist.Damit es wenigsten einmal in diesem Winter Sauerkraut im Büdchen gibt, musste ich wohl oder übel Sauerkraut kaufen. Ganz Frisches konnte ich ergattern. Nun stellte sich wieder die obligatorische Frage, was mache ich damit? Ich konnte jetzt Rahmsauerkraut machen, das macht die Kampi auch und es hörte sich richtig klasse an. Ein Sauerkrautstrudel ist auch nicht schlecht, aber dafür müsste ich erst einmal ein Rezept suchen. Außerdem musste die frische Ananas noch verwurschtelt werden und nach meinen Ravioli neulich hatte ich erstrecht Appetit auf Nudeln bekommen. Also doch Sauerkrautkrapfen ähnlich wie bei Schnuppschnüss im Dezember nur ohne Speck, dafür mit Ananas.
Krautkrapfen mit Ananas
Den Nudelteig habe ich von hier genommen.
Für die Füllung brauchte ich
500 g Sauerkraut (wenn es sehr sauer ist, gut abtropfen lassen)
1 Esslöffel Schmalz
2 Schalotten
½ frische Ananas in Würfel geschnitten
125 ml Cidre
75 ml Wasser
1 Lorbeerblatt
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
1 Esslöffel Gemüsebrühepulver
Salz und Pfeffer
Das Schmalz in einem Topf erhitzen, Schalotten in kleine Würfel schneiden und kurz im Fett glasig dünsten. Das Sauerkraut zu den Schalottenwürfeln geben und braun anschwitzen.
Die Ananaswürfel dazugeben und mit Cidre ablöschen. Etwas einkochen lassen, das Wasser und die Gewürze zugeben und weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Nudelteig in vier lange Lagen ausrollen, diese jeweils einmal der Länge nach durchschneiden. Lorbeerblatt, Nelken und ggf. Wachholderbeeren aus dem Kraut entfernen, das Kraut auf den einzelnen Lagen verteilen und aufrollen.
In eine Pfanne ½ Gemüsebrühe gemischt mit 100 ml Cidre zum Kochen bringen und die Sauerkrautrollen hineinsetzen.
Die Flüssigkeit gut zur Hälfte einkochen lassen, die Rollen umdrehen und noch knappe 5 Minuten weitergaren. Kurz vor dem Servieren mit Butter bestreichen und im Backofen unter dem Grill 3 Minuten bräunen.
Rollen auf Teller verteilen und wer mag, kann sich einen Klecks Creme Fraiche auf die Krapfen geben.
Kleiner Tipp, das Braune unten in der Pfanne ist besonders schmackhaft.


Dienstag, 21. Februar 2012

Heute gibt es AKS...

Ihr wisst nicht was AKS ist? Ananas, Kokosnuss, Schokolade. Im Moment wird einem ja die Ananas regelrecht hinterher geschmissen, also sinnbildlich, alles Andere wäre gemein, wenn nicht gar unverschämt. Was ich damit meine, diese köstliche exotische Frucht ist derzeit recht preiswert zu bekommen. Außerdem, Ihr könnt es Euch schon denken, Sie ist gesund! Ach was! Jahaa, sie hat Vitamine, entzündungshemmende Enzyme und kurbelt eine träge Verdauung an. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie auch enorme Säure hat und wenn man etwas mimosenhaft und empfindlich ist, ist ruckizucki das Zahnfleisch angegriffen. Jetzt ist es aber so, das wir hier im Büdchen die Ananas sehr gerne mögen, also kombiniere ich sie mit Kokosnuss und Schokolade um sie etwas „milde“ zu stimmen. Herausgekommen ist ein exotisches Dessert das man Kübelweise essen könnte, aber ob es dann noch gesund ist?AKS oder besser Ananassalat auf Kokosnusscreme mit Schokoladen-Espuma
Kokosnusscreme:
400 ml Kokosnussmilch
100 ml Sahne
200 g Sahnequark
4 cl Kokosnusslikör
2 Esslöffel Zucker
6 Blatt Gelatine
Sahne und Quark mit dem Likör und dem Zucker verrühren. Gelatine in der Kokosmilch quellen lassen, erwärmen (dabei die Gelatine auflösen) und löffelweise mit der Quarkcreme vermischen. Die Creme in Gläser füllen und im Kühlschrank auskühlen lassen.
Ananassalat:
1 frische Ananas
2 Esslöffel Puderzucker
Etwas Chilipulver
Die Ananas schälen, den Strunk aus der Mitter entfernen und in kleine Würfel schneiden. In eine Schüssel geben mit Puderzucker mischen und ganz leicht mit Chilipulver bestäuben. Zum ziehen zur Seite stellen.
Schokoladen-Espuma:
150g Schlagsahne
200 g Zartbitterschokolade (ich hatte 90% die extrem bitter war)
3 Eiweiß
1 Blatt Gelatine
Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Schokolade in der Sahne auflösen und anschließend abkühlen lassen. Die Gelatine ausdrücken und leicht erwärmen bis sie flüssig ist. Die flüssige Gelatine in die Schokosahne rühren. Wenn die Schokosahne gut abgekühlt ist (Zimmertemperatur) die Eiweiße schnell mit einem Schneebesen in die Schokosahne rühren. Die Masse sofort in einen vorgekühlten Sahnesiphon füllen. 2 Patronen einschrauben, kräftig schütteln und bis zum servieren, den Siphon kopfüber im Kühlschrank kühlen.
Zum servieren den Ananassalat auf die Kokosnusscreme geben und obenauf das Espuma spritzen.



Freitag, 9. September 2011

Ananaseis badet in Bananensaft…

Neulich hatte Schnuppschnuess von ihrer Eismaschine erzählt und da dachte ich so bei mir, wenn Du nicht auch mal wieder Eis machst, dann hast Du demnächst hier im Büdchen das gleiche Dilemma. Sie hatte Glück im Unglück mit ihrem Maschinchen, oder besser gesagt mit dem Hersteller der Maschine.Meine ist vom selben Hersteller und macht auch wunderbares Eis. Eissorten gibt es ja wie Steine im Gebirge nur welchen Stein ähhh welche Zutaten soll ich heute mal ins Maschinchen schmeißen? Hier lungert noch eine kleine Flasche Ananassirup herum. 200 ml, genau die richtige Menge für mein Eis. Den Sirup hatte ich letztens gekocht als es dieses Dessert gab. Ich hatte einiges an Saft und Ananas übrig, das konnte ich doch unmöglich wegwerfen. Also schwupp, mal eben etwas Sirup gemacht, die beiden weiteren Zutaten waren auch im Haus, außerdem war es in der letzten Woche so warm, da kühlt man sich auch gerne mal innerlich ab. Mein Ananaseis durfte in Bananensaft baden und sich abkühlen…Für mein Eis brauche ich:
200 ml Ananassirup
250 ml Milch
200 ml Sahne

Zutaten verrühren und entsprechend der Betriebsanweisung in die laufende Eismaschine gießen und 30 bis 40 Minuten gefrieren.
Das Eis in Kugeln portionieren, in eine Sektschale geben und mit Bananensaft aufgießen. Evtl. mit einer Kirsche und mit Minzblätter dekorieren.

Freitag, 22. Juli 2011

Sommerzeit, Grillzeit, Kokosnusszeit

Neulich beim Einkauf sind mir doch tatsächlich zwei Ananas in den Korb gefallen, na wie das passieren konnte kann ich mir auch nicht erklären, zumal im Büdchen ja fast nur regionale Produkte verarbeitet werden. Nur die Ananas kenn ich schon seit meiner Kindheit, allerdings da gab es die nur aus der Konserve, aber seitdem mag ich nicht mehr drauf verzichten. Es war früher schon etwas besonderes, wenn es einen Tortenboden gab, der mit Ananas belegt war. Jeden Sonntag wurde gebacken und wenn es eben nur ein Tortenboden war der dann wie gesagt belegt wurde. Ich weiß gar nicht mehr wann ich meine erste frische Ananas gegessen habe, aber ich weiß meine erste Ananas frisch vom Feld habe ich auf einer unserer fernen Reisen in den 80igern kosten dürfen. Das war eine der ersten Situation bei der mir bewusst wurde, was es heißt sich von regionaler Nahrung zu ernähren. Anfang der 80iger machte ich bereits diese Erfahrungen mit Bananen auf den Kanaren. Dort wurden sie nicht nur pur gegessen sondern flambiert serviert, ein Genuss der unbeschreiblich ist. Mal so ganz im Vertrauen, flambierte Bananen mit einer zarten Orangensoße und Vanilleeis, ist eines der Lieblingsdesserts von Herrn GB.
Seit neulich hat er noch ein weiteres, nee, nichts mit Bananen. Ich habe ihm Ananas serviert! Die wurde gegrillt und mit zartschmelzendem Kokosnusseis serviert. Wirklich ein richtiger Sommergenuss. Passte doch wunderbar. Sommerzeit, Grillzeit, Kokosnusszeit…
Kokosnusseis:
200 ml Kokosnussmilch
200 ml Sahne
70 g Akazienhonig
2 Esslöffel Puderzucker
Alle Zutaten vermischen und leicht erwärmen damit sich der Honig auflösen kann. Im Kühlschrank wieder gut abkühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben. Meine Gina braucht gute 50 Minuten bis das Eis schön cremig zum Verzehr fertig ist.
Eine Ananas durchschneiden, den Strunk in der Mitte keilförmig herausschneiden und in Zwölftel teilen. Ganz leicht mit etwas Puderzucker bestäuben und grillen bis sie leicht gebräunt sind.
Pro Person einen Esslöffel Kokosraspel in einer Pfanne anrösten bis auch er leicht gebräunt ist.
Nun Eis mit gegrillter Ananas anrichten, das Eis mit den Kokosraspeln betreuen und servieren.