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Mittwoch, 1. April 2015

Ananas aus Caracas, oder so ähnlich…

…gibt es im Büdchen Ananas fällt mir gleich Vico Torriani ein. Wie den kennst Du nicht!? Einer der Schlagerstars in den 50er Jahren. Weiß ich aber auch nur von Erzählungen. Von meiner Familie wurde ich schon im Kinderbettchen mit flotten Schlagern bespaßt, also ist der Vico mit seinem Ananassong auch nicht an mir vorbeigekommen. Tja und jetzt muss ich mit den Folgen leben. Also wie gesagt, im Büdchen gibt es Ananas immer in Kombi mit einem Ohrwurm.
Vor zwei Wochen war es dann wieder soweit, als Dauerschleife spukte mir nur noch Olé, olé, kauft Ananas, Olé, olé, aus Caracas, durch den Kopf. Es war Sonntag und Sonntag ist Herrn GB´s Tag, Kuchentag, um genau zu sagen. Ob meine Ananas aus Caracas stammte weiß ich nicht, nur als ich sie verarbeiten wollte fiel mir ein, Ananas mit Gelatine geht ja gar nicht. Auf jeden Fall nicht als frische Frucht. Dabei wollte ich doch wieder mit frischen Zutaten basteln. Okay, also musste ich einen Arbeitsschritt für meine Ananasmascarponetörtchen mehr einplanen. Hübsche kleine aber feine und vor allem gehaltvolle Törtchen. Sehr schön für die Kaffeetafel, aber auch als Dessert sehr gut geeignet. Gut vorzubereiten und folglich auch eine schöne Idee für das bevorstehende Osterfest. Ach schau einfach selbst.
Ananas-Mascarpone-Törtchen
Biskuit:
3 Eier
3 Esslöffel heißes Wasser
150 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
100 g Mehl Typ 405
100 g Kartoffelmehl
3 Teelöffel Backpulver
Eier mit dem Wasser sehr schaumig schlagen. Zucker und Vanillezucker zugeben und weiterschlagen. Mehlsorten mit Backpulver mischen und auf die Eiermasse sieben. Das Mehl unterarbeiten bis eine fluffige homogene Masse entstanden ist.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig aufstreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
Nach der Backzeit aus dem Backofen heben, erkalten lassen und mit Dessertringen kleine Tortenböden ausstechen. 
250 g. fein gehackte Ananas (entweder als Konserve, oder frische Ananas gekocht)
100 ml Ananassaft
100 ml Marsala
1 Päckchen gemahlene Gelatine mit etwas Wasser quellen lassen
Ananassaft mit Marsala mischen und aufkochen. Die gequollene Gelatine in das Ananasgemisch rühren und auflösen. Die fein gehackte Ananas zu geben und alles gut verrühren. Kühl stellen und sobald das Gelee anzieht, in jeweils einen Dessertring einen Biskuitboden legen und darauf etwas von dem Gelee geben.
500 g Mascarpone
Etwas Ananassaft
1 Esslöffel Zucker
20 g Vanillezucker
300 ml Schlagsahne, steif schlagen
3 Blätter Gelatine, mit etwas Wasser quellen lassen.
Mascarpone mit Zucker und Vanillezucker mischen. Ggf. etwas Ananassaft zufügen damit es sich leichter verrühren lässt. Die gequollene Gelatine ausdrücken und erwärmen damit sie flüssig wird. Aber nicht kochen! Ach was sag ich da, das weißt Du ja eh!
Die flüssige Gelatine mischt Du löffelweise mit der Mascarponecreme bist Du die Gelatine komplett in die Creme gibst. Nun hebst Du die geschlagene Sahne noch unter die Creme. Jetzt verteilst Du die Marcarponecreme auf die Törtchen die sich in den Dessertringen befinden.
Die Törtchen müssen jetzt zum auskühlen/aushärten in den Kühlschrank.

Zum guten Schluss: Auf jedes Törtchen jeweils eine Scheibe Ananas auflegen und mit gehackten Pistazien bestreuen.

Dienstag, 24. März 2015

Buchvorstellung: A Tavola!

Wie der Titel es schon sagt, heute geht es um die italienische Küche, um genau zu sagen, Christian Henze hat die Feder geschwungen und seine Rezepte für die „Echte Cucina Italiana für zu Hause“ zusammengefasst. Das Buch ist frisch in diesem Monat im südwest Verlag erschienen
Damit Du im Bilde bist, das ist Christian Henze:
Christian Henze, Jahrgang 1968 und ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern, ist bekannt geworden durch Auftritte in TV-Kochsendungen wie „Kerners Köche“ (ZDF) oder „Promi-Kocharena“ (VOX). Aktuell ist er immer freitags auf MDR im Kochblock „iss' was“ im Rahmen der Sendung „Hier ab vier“ zu sehen. 2009 wurde Henze, der in Kempten eine große Kochschule betreibt, mit dem „Starcookers Gourmet Award“ ausgezeichnet – dem größten Publikumspreis für den beliebtesten Spitzenkoch im deutschsprachigen Raum. Ebenfalls 2009 wurde seine Kochschule im bayerischen Kempten von der Euro-Toques-Stiftung mit dem „Cooking Together Award“ ausgezeichnet, der jedes Jahr die besten Kochschulen ehrt.

Immer wieder bin ich von der italienischen Küche ganz fasziniert, zumal sie in meinen Augen alltagstauglich ist. Ich rede jetzt nicht von Pizza und der bekannten Nudelküche, sondern eher von den alltäglichen Raffinessen die in italienischen Haushalten tagtäglich auf den Tisch kommen.
Und genau das möchte Herr Henze mit seinem neuen Buch „A Tavola“ vermitteln.

A Tavola kommt mit einer Landhaus-, oder besser Landgarten-Atmosphäre daher und macht Lust auf Essen mit Freunden. Irgendwie kommt der Eindruck von Sommerküche auf. Die Bilder präsentieren die Lebensart der 60 – 70ziger. Retro eben, wenn man es so bezeichnen möchte. Die Landhausatmösphäre prägt das ganze Buch. Vor jedem Kapitel Impressionen.

Die Inhaltsübersicht unterteilt sich in Rubriken:
- Einleitung
- Antipasti
- Pasta
- Pizza
- Verdure
- Pesce
- Carne Dolci

Nach der Inhaltsübersicht kommt die Einleitung. Gleich über mehrere Seiten geht Herr Henze auf seine Erinnerungen ein und erklärt was für ihn in seinem Leben italienische Küche heiß und wie sie das Leben von Herrn Henze in allen Lebensepochen geprägt hat. Er schreibt über die Entstehung des Buches und was ihn dazu bewegt hat. Auch wenn das ganze Buch, also Bilder und Rezepte den Eindruck erwecken, dass der Schauplatz tatsächlich Italien war, so wurde ganz geschickt eine Täuschung hervorgerufen, aber das war gezielte Absicht, denn Herr Henze möchte damit beweisen, dass das Dolce Vita überall ausgelebt werden kann. Keins der Fotos ist in Italien gemacht worden, wie Herr Henze aufklärt, alle im Fränkischen, auf dem Holunderhof.
Nach seiner ausgiebigen Einleitung startet er mit den Rezepten.
In der Rubrik Antipasti lockt er nicht nur mit den Suppen, auch Hähnchenvitello oder seine Version vom Nizza-Salat Italiano möchte man gerne probieren.
Im Kapitel Pasta findet man die unterschiedlichsten Zubereitungen und Geschmacksrichtungen der Nudelküche, allerdings ein Rezept für die Herstellung von Nudelteig wirst Du leider nicht finden. Aber es ist ja auch kein Grundlagenkochbuch.
Anders im Bereich Pizza, hier startet das Kapitel gleich mit dem Grundrezept für Pizzateig und geht mit einem Rezept für einen Kartoffelpizzateig weiter. Für den Kartoffelpizzateig benötigst Du tatsächlich Kartoffeln, ich kenne es aus anderen Büchern, da ist lediglich Kartoffelmehl im Teig.
Unbedingt solltest man die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken ausprobieren, aber dazu später.
In der Abteilung Verdure wird Gemüse so zubereitet wie wir es mögen. Vegetarische Gerichte wie ich sie mir in so manch einem vegetarischen Kochbuch wünschen würde.
Dann geht es mit Fisch weiter. Lachs, Zander, Forelle, Saibling sind die Stars und Rezepte zu Scampi, Muscheln und Thunfisch fehlen auch nicht. Wobei die letztgenannten auch nur jeweils einmal ihren Auftritt verzeichnen können.
Nach dieser Vielseitigkeit geht es an die Fleischfraktion. Man findet Schwein-, Rind-, Kalb und Hähnchenfleisch. Alles sehr mediterran und ansprechend zubereitet.
Als letze Rubrik darf natürlich die süße Vertretung nicht fehlen. Die bekannten Verdächtigen wurden auf neue Art interpretiert. Mandeltiramisu mit Blaubeeren, Stracciatella-Creme mit Himbeeren, Panna Cotta mit Pistazien und natürlich etwas mit Kaffee, Amaretto oder Ricotta darf auch nicht fehlen.

Jedes Rezept ist mit Angaben zu Zutaten, Zubereitungszeit, dem so genannten „So geht´s“ und einer Anleitung zum Anrichten ausgestattet. Selbstverständlich rundet das passende Bild die Anleitung entsprechend ab.

Das Buch endet mit einem Register das nochmals in unterschiedliche Gruppen unterteil ist. Diesmal wird wie folgt unterschieden:
- Vorspeisen & Kleine Gerichte
- Suppen
- Hauptgerichte Pasta
- Hauptgerichte Pizza
- Hauptgerichte Gemüse
- Hauptgerichte Fisch & Meeresfrüchte
- Hauptgerichte Fleisch
- Desserts

Zum allerletzten guten Schluss gibt es dann noch eine Danksagung an alle Beteiligten von Herrn Henze.

Die Rezepte sind meines Erachtens auch für Anfänger gut umsetzbar, sehr vielseitig und Bekanntes neuzeitlich interpretiert.
Was die Zutaten allerdings angeht, sollte man eine gute Bezugsquelle italienischer Produkte haben und das Grundwissen zum Wareneinsatz der entsprechenden Zutaten besitzen.
Zu den Zutaten hätte ich mir schon eine Rubrik der Erklärungen gewünscht, denn nicht jeder weiß im Hieb was Condimento bianco, Taleggio, Fregola, Bresaola oder Strozzapreti ist.

In meinen Augen wird das Buch dem Titel gerecht und nicht nur dass ich schon einiges nachgekocht habe, es sind wenige Rezepte im Buch die ich nicht gerne probieren möchte.

Ausprobiert habe ich bisher:
- Ciabatta
- Tomatensugo
- Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken
- Lachsspieße mit Zitronenkartoffeln
- Schweinefilet mit Zitrone und Tomaten-Auberginen-Gemüse
- Stracciatella-Creme mit Himbeeren Kirschen, für die Himbeeren muss ich noch auf den
  Sommer warten
- Amarettoeis mit Vanillegrissini

Ich muss gestehen, jede einzelne Speise war sehr schmackhaft und ich habe das ganz große Glück eine entsprechende Bezugsquelle zu besitzen.
Mit Sicherheit wird noch einiges aus dem Buch nachgekocht. Die oben aufgeführten Gerichte werde ich nach und nach hier im Büdchen vorstellen und Ihr könnt Euch auch auf die bisher noch nicht gekochten Speisen freuen.

Christian Henze
A Tavolla! (Die echte Cucina Italiana für zuhause)
südwest Verlag
ISBN: 978-3-517-09319-2
An dieser Stelle möchte ich noch ein Dankeschön an den südwest Verlag senden, der so freundlich war und mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.
Trotz der netten zur Verfügungsstellung ist meine Meinung zu diesem Buch meine eigene und ich bin in keinster Weise davon beeinflusst.
Als Zugabe gibt es heute das geniale Rezept des Ciabatta, aber ich kann Dir jetzt schon einen Tipp geben. Solltest Du die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken auch noch machen wollen, dann backe gleich zwei der köstlichen Brote. Das Ciabatta schmeckt so fantastisch, wenn Du erst einmal eine warme Scheibe mit etwas Butter oder Frischkäse probiert hast, wird es fast nicht mehr für die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken reichen.
Ciabatta:
100 g Weizenmehl
1 ¼ Teelöffel Trockenhefe
200 g Hartweizengrieß
1 Teelöffel Meersalz 3 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel grobes Meersalz
¼ Teelöffel geschroteter schwarzer Pfeffer
¼ Teelöffel getrockneter Oregano
200 ml lauwarmes Wasser
Vorteig:
Mehl mit ¼ Teelöffel Trockenhefe und 100 ml lauwarmes Wasser vermischen und gute 15 Minuten gehen lassen. Anschließend den Hartweizengrieß, restliche Hefe, Salz, Olivenöl und weitere 100 ml Wasser zum Vorteig geben und alles gut durchkneten.

Den Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen.
Danach zu einem Ciabattabrot formen mit geschroteten Pfeffer, groben Meersalz und Oregano bestreuen und bei 180°C Ober-/Unterhitze untere Schiene 40 Minuten backen.

Dienstag, 17. März 2015

Daheim und unterwegs, oder der Kuchen des Monats, letztens Marcels Marmorkuchen...

…es passiert mir ja nicht oft, dass ich schon am Nachmittag Fernsehen schaue, aber wenn dann schalte ich sehr gerne die dritten Programme ein. Nachmittags ist mein Favorit eindeutig die Sendung im WDR *Daheim und unterwegs* und ganz besonders die kochende und backende Fraktion. Durch Zufall bin ich auf den Kuchen des Monats aufmerksam geworden und als neulich dort ein Marmorkuchen vorgestellt wurde und die Moderatoren in den höchsten Tönen schwärmten, war es um mich geschehen. Nun, ich bin ja jetzt keine Süße, ach ja das weißt Du ja, aber ich habe ein Herz für meinen Kuchenliebhaber. Am Wochenende bekommt er doch immer einen Kuchen und weil die dort im Fernsehen so schwärmten, habe ich nachgebacken.
Das Rezept habe ich also bei denen vom Fernsehen geklaut, allerdings habe ich es nach meinen Bedürfnissen zurechtgeschraubt. Ich weiß, der Herr Backprofi kann sicher besser backen als das Klärchen hier im Büdchen, aber mit seinen Backzeiten hätten wir den rohen Teig löffeln müssen. Also solltest Du auch einen haushaltsüblichen Backofen haben, versuch es mal lieber mit meinen Backofeneinstellungen und den angegebenen Zeiten.
Viel Spaß beim nachbacken.
Marcels Marmorkuchen aus dem WDR *Daheim und unterwegs*
Zutaten:
150 ml Sahne
250 g Zucker
250 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Marzipanrohmasse
5 Eier
Mark einer Vanillestange
1 Prise Salz
etwas frischer Zitronensaft
300 g Weizenmehl
10 g Backpulver
100 g zartbitter Kuvertüre (70% Kakaogehalt)
100 g zartbitter Kuvertüre Drops
etwas Puderzucker
Die Sahne schlagen und kühl stellen. Die Kuvertüre schmelzen. Zucker, Butter, Marzipanrohmasse, Mark der Vanillestange, Salz und Zitronensaft in ein Schüssel geben und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und weiterschlagen. Die Eiermasse richtig gut schaumig schlagen. Nun die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver auf den Eierschaum sieben und vorsichtig unterheben. Ein Drittel von dem Teig abnehmen und in diesen Teig die flüssige Kuvertüre rühren.
In eine mit Backpapier ausgelegte Springform die Hälfte der weißen Teigmasse geben, einige Kuvertüredrops darauf verteilen, nun klecksförmig den dunklen Teig einfüllen, jetzt wieder Drops, dann den Rest des weißen Teiges obenauf füllen, jetzt wieder Drops. Alles mit einer Gabel kreisförmig grob unterziehen und die restlichen Drops darauf verteilen.

Ich habe den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf Umluft bei 160°C gute 50 Minuten gebacken 

Sonntag, 1. März 2015

Die ersten Blumen kommen, nach Schneeglöckchen und Krokusse die Nutella-Blume…

Irgendwann im Januar tauchte bei Frazebuck ein Video auf das mich ganz verrück machte. In dem Video wurde gezeigt wie eine Nutella-Blume gebacken wurde.
Ach schau mal selbst:
Ausgerechnet als ich mir vorgenommen hatte dem Süßen etwas abzusprechen. Nun ich bin jetzt ja keine Süße, ach das weißt Du ja, tja und diese Schokonussschmiere ist jetzt auch nicht wirklich mein Frühstückfavorit und genau aus diesem Grund stand ein Glas von der Schokocreme ungeachtet im Keller und wartete auf ihren Einsatz. Als hätte es so sein sollen, jetzt hatte sie ihren großen Auftritt. Das Rezept ganz einfach, Du musst einfach nur einen Hefeteig herstellen. Dieser wird geviertelt und dünn ausgerollt.
Jede einzelne Teigplatte bestreichst Du mit Nutella und legst sie anschließend aufeinander.
Du stellst in die Mitte ein Glas oder einen Becher und schneidest den Teig wie auf den Bildern bzw. auf dem Video ein.
Verdrehst den Teig nach Vorschrift und presst die Enden zusammen.
Wenn Du alle eingeschnittenen Teigstränge verdreht und zusammengepresst hast, ist eine wunderschöne Blüte entstanden.
Jetzt noch mit einem verschlagenen Ei oder mit ausgelassener Butter bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20 Minuten backen.
Rezept Hefeteig:
220 ml Milch, lauwarm
1 Würfel Hefe (42g)
80 g Zucker
80 g Butter
1 Ei (mittelgroß)
500 g Mehl
½ Teelöffel Salz
Mehl und Zucker in einer Schüssel vermischen, in das Mehl eine Mulde drücken und die Hefe hinein bröseln. Die warme Milch aufgießen, 5 Minuten stehen lassen und die Hefe etwas arbeiten lassen. Alle restlichen Zutaten zugeben und solange kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst und ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Den Teig abgedeckt und ruhen lassen, er soll sich verdoppeln.
Anschließend gehst Du so vor, wie bereits beschrieben.

Sonntag, 22. Februar 2015

Am Wochenende gibt es Kuchen, magst Du Mohnkuchen?

Kennst Du das, Du möchtest zum Wochenende backen und Dir fällt einfach nichts Vernünftiges ein? Eine Torte ist zu üppig, ein Rührkuchen zu trocken. Waffeln hattest Du erst neulich und die Berliner sind zu fett. Jetzt komm mir nicht mit Fastenzeit, das ist ein anderes Thema und wird hier und heute nicht thematisiert.
Also egal zu welcher Zeit, im Büdchen gibt es am Wochenende entweder Kuchen, oder ein Dessert und manchmal, aber wirklich nur ganz selten (Finger hinterm Rücken über Kreuz) auch schon mal beides.
So, nun sollte es aber Kuchen geben und jetzt frag mich welche Backbücher in nicht alle geblättert habe und nirgends DAS Rezept gefunden. Dann habe ich in verschiedenen Rezeptdatenbanken gesucht und natürlich auch bei einigen Bloggerkollegen, ob es was zu klauen gab.
Zum guten Schluss hab ich etwas gemopst und ein bisschen gebastelt, ein wenig probiert und nochmals eine Nuance verändert.
Herausgekommen ist ein üppiger, aber köstlicher Mohnkuchen. Saftig und cremig zugleich. Ich gebe Dir einen Tipp, probiere um Himmelswillen und auf gar keinem Fall die Füllung vor dem Backen. Sie ist süß und sahnig, ja, sehr sahnig und sehr, sehr, sehr lecker süß. Wer will das schon im rohen Zustand essen. Herr GB war zum Glück mit anderen Dingen beschäftigt, ich bin mir ziemlich sicher, dass er es sich sonst in einer stillen Ecke mit dem Topf gemütlich gemacht hätte.
Eins solltest Du aber beachten, für die Zubereitung benötigst Du etwas Zeit, Zeit die sich aber wirklich lohnt. Oh man, ich preise den Mohnkuchen an, wie faule Butter, aber das ist er nun wirklich nicht. Ach was erzähle ich hier, jetzt kommt das Rezept:
Als erstes machst Du die Mohnfüllung, für die benötigst Du die meiste Zeit.Mohnfüllung:
200 ml Sahne
1 Liter Milch
500 ml Wasser
200 g Zucker
1 Prise Salz
2 Esslöffel Honig
Alle Zutaten vermischen, 4 Esslöffel von dem Gemisch zur Seite stellen und den Rest des Gemischs einmal aufkochen, dabei den Zucker auflösen.

4 Esslöffel Milchmischung von oben
60 g Speisestärke
Mark einer Vanillestange
Alle Zutaten verrühren und in die Milchmischung geben.

150 g Grieß (Weichweizen)
500 g gemahlenen Mohn
Grieß und Mohn mischen und ebenfalls in die heiße Milchmischung geben.

250 g zimmerwarme Butter
3 Esslöffel Amaretto
Den Amaretto in die Masse gießen und die Butter Stückchenweise in die warme Mohnmasse rühren.
Die Mohncreme in dem warmen Topf belassen und mit geschlossenem Deckel auf dem warmen Ofen stehen lassen. Den Herd evtl. auf kleinste Stufe schalten und die Mohncreme noch gute 15 Minuten quellen lassen. Gelegentlich umrühren, nicht das die Masse anhängt.
Nach der angegebenen Zeit die Creme abkühlen lassen. Sie sollte gut abkühlen!

3 Eier
Wenn die Masse gut abgekühlt ist, verschlägst Du 3 Eier. Die Eiercreme rührst Du unter die Mohnmasse.

Mürbeteigboden:
100 g Zucker
200 g kalte Butter
300 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Die Teigkugel in Frischhaltefolie verpacken und gute 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Die Bratenpfanne des Backofens mit Backpapier auslegen und den Mürbeteig auf die Größe der Pfanne ausrollen. Das geht übrigens sehr gut wenn Du auf den Teig die Klarsichtfolie legst und dann ausrollst, denn mit dieser Methode klebt nichts.
Den ausgerollten Mürbeteig stellst Du wieder kalt und schaltest den Backofen auf 180°C zum vorheizen ein.
Streusel:
200 g Butter
200 g Zucker
350 g Mehl
1 Prise Salz
Butter, Zucker und Salz gut miteinander zu einer schön cremigen Masse vermengen. Jetzt das Mehl zugeben und vermengen bis der Teig eine streuselige Struktur hat.
Sollten Dir die Streusel nicht gleichmäßig genug sein, gebe sie durch ein Sieb, dann werden sie ganz fein und wunderbar streufähig.
Nun gibst Du die Mohnmasse auf den ausgerollten Mürbeteig und streichst ihn glatt. Auf die Mohnmasse streust Du die Streusel.
Die Bratenpfanne mit dem Mohngedöns schiebst Du in den vorgeheizten Backofen und backst ihn auf 160°C Umluft gute 60 bis 65 Minuten. Mach auf jedem Fall die Stäbchenprobe, Du weißt schon, mit einem Holzstäbchen in den Kuchen stechen und sollte Teig am Stäbchen kleben, den Kuchen weiterbacken und nach einigen Minuten wieder probieren. Ggf. solange testen bis nichts mehr an dem Hölzchen kleben bleibt.
Dann den Backofen herunterschalten und den Kuchen im geöffneten Backofen abkühlen lassen. Kleiner Tipp: der Kuchen ist sehr köstlich wenn er noch lauwarm ist.

Montag, 13. Oktober 2014

Im Büdchen wird mal wieder gebacken, Roggenbrötchen…

…wenn es nach Herrn GB gegangen wäre, hätte es luftiges Gebäck oder cremige Törtchen gegeben. Mit dieser Wunschgewissheit hat er es auch ganz stillschweigend hingenommen, als ich ihm sagte, dass gebacken wird. Was ich tatsächlich vorhatte ging aber definitiv in eine ganz andere Richtung. Brötchen und zwar Roggenbrötchen! Was sagste jetzt!? Ja, ja, ich weiß Backen ist nicht meine Stärke und mit der herzhaften Backerei hab ich es jetzt nicht wirklich.
Du glaubst nicht was es für einen Akt war, bis ich ein Klärchen geeignetes Brötchenrezept gefunden habe. Zumal ich auch noch meine ganz eigenen Vorstellungen hatte. Roggenbrötchen so einfach wie möglich. Alle eingefleischten Brot- und Brötchenbäcker wechseln jetzt mal besser den Blog. Ich habe mich durch Rezepte gelesen und war anschließen so verwirrt wie noch nie. Da war die Rede von Vorteig, Roggensauer, Brühstücke und was weiß ich nicht noch alles. Fast hätte ich die Segel gestreckt, das Handtuch geworfen oder meinen genialen Plan verworfen. Ich wollte Pulled Pork auf den Tisch bringen und zwar von der Pike an selbstgebastelt. Was Pulled Pork ist erkläre ich Dir in den nächsten Tagen, solange musst Du Dich gedulden und jetzt konzentrieren wir uns mal wieder auf Roggenbrötchen.
Also alle Profirezepte waren nichts für mich, es musste etwas Einfaches her. In einem Uraltbackbuch von GU wurde ich fündig. Roggenbrötchen mit Sesam. Auf den Sesam habe ich verzichtet, denn wie gesagt die Brötchen sollten für mein Pulled Pork sein und da wollte ich kein Sesam schmecken. Im Rezept stand „sie schmecken nach 2 Tagen noch wie frisch gebacken“ und das wollte ich testen.
Die kleinen Dinger haben den Test bestanden und für die Gefriertruhe sind sie auch geeignet, wobei sie so lecker sind, da wird es schwer Brötchen für den Vorrat zurückzubehalten.
Wenn Du auch nicht DER Bäcker unterm Herrn bist, müsste das einfache Rezept Dir gefallen, versuch es mal. Am besten schmecken die Brötchen natürlich mit herzhaftem Belag, aber ein ganz heißer Tipp ist Rübenkraut. Das Zeug ist genial auf Roggenbrötchen, aber ich denke Du backst sie auch für Pulled Pork, wenn Du erst einmal weißt was es ist.
Roggenbrötchen:
500 g Roggenvollkornmehl
250 g Weizenvollkornmehl
1 Würfel Hefe
0,6 Liter lauwarmes Wasser
½ Teelöffel Zucker
1 Esslöffel Salz
1 Messerspitze Pfeffer
1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
150 g Sauerteig
Backpapier
Das Mehl in eine Schüssel geben und vermischen. In die Mitte eine Munde drücken und die Hefe hinein bröckeln. Etwa 100 ml Wasser zugießen, den Zucker aufstreuen und mit etwas Mehl leicht bestäuben. Jetzt lässt Du die Hefe etwas arbeiten, deckst die Schüssel mit einem Tuch ab und wartest gute 15 Minuten.
Wenn die Hefe leicht aufgeschäumt hat, die anderen Zutaten zugeben und aus allem einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und nochmals gehen lassen. Gut eine Stunde, dann müsste er sich um das doppelte vergrößert haben.
Die Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und den Teig darauf nochmals zusammenschlagen. Nochmals gehen lassen, dann in 14 gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen, etwas flach drücken und mit einer Rasierklinge einritzen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigstücke darauf setzen, wiederum gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Brötchen mit kaltem Wasser bepinseln und auf der mittleren Schiene im Backofen 25 Minuten goldbraun backen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Maisbrötchen ohne Topf…

…wo Du auch immer hinschaust, Du kannst als Blogger machen was Du willst, aber am Brot oder Brötchen backen kommst Du nicht vorbei.
Hast Du eine Ahnung wie Herr GB reagiert wenn ich mal wieder auf die Idee komme Brot zu backen? Von jetzt auf gleich macht sich eine Gluten-Unverträglichkeit bei ihm bemerkbar, oder er wollte eh beim Brot etwas kürzertreten und außerdem gehen seine Vorlieben ja doch eher in Richtung Brötchen!
Was sagste jetzt? Ich meine mal so ganz unter uns, er hat ja nicht wirklich unrecht, das eine oder andere Experiment meiner Brotbackaktionen lässt einen schon auf Distanz zum selbstgemachten Brot gehen, aber wenn ich nicht übe, kann ich auch kein Meister werden, da muss er jetzt durch.
Du kannst mir glauben ich bin nicht wirklich sadistisch veranlagt und ärgern will ich ihn auch nicht, doch man muss ja irgendwie einen Kompromiss finden und weil er lieber Brötchen mag (momentan jedenfalls) backe ich eben kleine Brötchen.
Okay, nichts leichter als das, habe ich mir gedachtr. Ich wiedersetze mich also dem derzeitigen Trend der Topfbrote, obwohl die superlecker sind.
Ich ignoriere meinen hervorragenden Sauerteig der im Kühlschrank steht und aufs Backen wartet (fragt sich nur wie lange noch).
Stattdessen wird endlich der BrötchenBrotbackstein eingeweiht und zwar mit Maisbrötchen, die machen nicht ganz so eine Sauerei wie neulich die Pizza, dessen Belag beim hineinstupsen unten im Backofen landete.
Das Topfbrot steht aber auch noch ganz oben auf meiner Liste, zumal ich ja auch so einen supertollen Bräter habe, der nur für Fleischgerichte alleine echt zu schade ist. Zwar hatte ich schon einen Topfbrotbackversuch gestartet, aber es ist oben nicht aufgebrochen wie ich das von allen Bloggerkollegen und –kolleginnen kenne.
Nun gut, jetzt gibt es Brötchen und der Bräter muss noch etwas warten.
Maisbrötchen:
Zutaten:
500 g Weizenmehl
100 g Maismehl
2 TL Salz
330 ml Milch
1 Apfel (ich habe Boskoop
25 g Butter
½ Würfel Hefe
½ TL Zucker

Zubereitung:Die Butter und die Milch mischen, zusammen erwärmen bis die Milch lauwarm ist und sich die Butter verflüssigt. Die Hefe in das lauwarme Butter-Milch-Gemisch bröckeln, mit dem Zucker bestreuen und stehen lassen, bis sich Blasen bilden.
Apfel raspeln und mit dem Weizenmehl, dem Maismehl und dem Salz mischen. Die aufgelöste Hefe mit der Milch dazugeben und kräftig kneten, bis ein elastischer Teig entsteht.
Brötchen formen und auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einer Folie abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. In einem auf 220 °C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen.

Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern...

...wünsche ich allen meinen Lesern/Leserinnen und dass es jetzt ganz schnell Frühling wird...

Wer das Rezept für das Lämmchen haben möchte, verdoppelt einfach das Rezept vom Häschenkuchen das man hier findet.

Dienstag, 5. Februar 2013

Liebes Backbuch oder Liebesbackbuch…

Was stellst Du Dir unter einem Liebesbackbuch vor? Genau, Alles!!!
Aber irgendwie sollte es auf jedem Fall mit Backen zutun haben, ich weiß wovon ich spreche ;-)
Ist es nur einfach ein liebes Backbuch, ist es unbrauchbar, ich weiß wovon ich spreche ;-)
Auch sollte es keine Anleitung sein, wie man sich den Partner fürs Leben backt, das klappt nie, ich weiß wovon ich spreche ;-)
Wobei sind die richtigen Rezepte im Buch, könntest Du es durchaus mal probieren, zumindest mal das Formen und stellst Du dich dann auch noch etwas geschickt und diplomatisch an, könnte es tatsächlich gelingen, ich weiß wovon ich spreche ;-)
Du verstehst gerade nicht wovon ich eigentlich rede? Okay, also mal ganz langsam.
Ins Büdchen ist ein Backbuch eingezogen mit dem Buchtitel „Zuckersüß“. Auf dem pinkfarbigen Cover steht „Das Liebesbackbuch“ Die leicht bekleideten Damen, die durchaus einer Torte entsprungen sein können, könnten auf verheißungsvolle Sünden hinweisen. Das ganze Buch ist voll mit mal mehr, mal weniger witzigen, appetitlichen, einladenden, humoristischen, neckischen, verführerischen Bildern. Die Backrezepte sind nicht ganz so verheißungsvoll. Für eine Apfeltarte aus 3 Zutaten, Äpfeln, fertig Blätterteig und Aprikosenkonfitüre braucht es doch eher kein Rezept. Die Ausbeute von 21 Rezepten ist eher etwas mager für ein Buch mit dem stolzen Preis von 20:- €. Gelegentlich ist es gespickt mit „weisen“ Sprüchen, oder die zumindest weise sein sollen. Zum Anschauen eine nette Idee, kreativ sehr wertvoll, bunt und farbenfroh.
Das eine oder andere Liebesrezept gefällt mir, mit den Backrezepten konnte ich mich nicht richtig anfreunden. Und um die frische Liebe über die erste Verliebtheitsphase zu retten, wirst Du wohl mit anderen Süßigkeiten auftrumpfen müssen, mit diesen Rezepten wird dir der Ofen auf halber Strecke ausgehen. Aber wenn Du Bücher sammelst die hübsch anzuschauen sind, solltest Du schon einmal ein Plätzchen frei machen.
Das Buch ist im 99 pagen Verlag erschienen mit der
ISBN 978-3942518048
zum Preis von 20;00 €

Für die Rezepte und das Foodstyling zeigt die Autorin Christine Bergmayer Verantwortung, unterstützt beim Text durch Rainer Schilling, von Ansgar Pudenz in Sachen Food-Fotos und bei den Fotokompositionen Manuel Jacob.
Einige Bücher aus dem 99 pagen Verlag wurden ausgezeichnet und auch dieses Buch wir sicher durch seine Gestaltung in die nähere Auswahl kommen und Preisverdächtig sein.
Trotz der 104 Seiten und der 62 Farbfotos ist es kein zweckmäßiges Backbuch. Leider musste jedes interessante Rezepte nachgearbeitet werden.
Diese Lektüre kommt mit 190 x 257 mm Größe daher und präsentiert sich mit Hardcover und Schutzumschlag.
Zu meinem Proberezept habe ich die Liebestörtchen "Freche Früchtchen" von Seite 20 ausgewählt.
Mürbeteigtörtchen die mit Pudding aus der Tüte befüllt wurden und mit Beerenobst verziert. Die Mürbeteigtörtchen waren schnell gebacken und der Teig war auch wirklich schmackhaft. Dem Pudding aus der Tüte habe ich mich verweigert und selbst einen Vanillepudding mit Speisestärke, Eier und echter Vanillestange gekocht.
Obwohl wir Winter haben, ließ ich mich zu frischen Blaubeeren hinreißen, mit denen ich die Törtchen verzierte. Allerdings mussten sich die Blaubeeren den Platz auf dem Puddingbett mit kleinen runden Mangotalern teilen.
Die Mangotaler kannst Du super mit einem Apfelausstecher herstellen. Schau Dir einfach die Bilder an, dann verstehst Du schon die Herstellung. Für die Mürbeteig-Torteletts benötigst Du 300 g Butter, 150 g Zucker, 60 g gemahlene Mandeln, 1 Ei, 420 g Mehl, 1 Prise Salz und 1 Teelöffel Backpulver. Diese Zutaten verknetest Du zu einem Mürbeteig. Diesen Teig verpackst Du in Klarsichtfolie und kühlst ihn im Kühlschrank mindestens 1 Stunde.
Den Teig backst Du in gebutterten Torteletts aus. Nach 12 bis 15 Minuten bei 180° C backen. Die Füllung machst Du dann wie ich, ganz nach Wahl.