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Dienstag, 25. Februar 2014

Birnentarte für die Kuchenesser unter uns…

…eine Birnentarte ist nicht irgendein Birnenkuchen, oder gar mit einer Apfeltarte zu verwechseln. Wie heißt es doch so schön, man soll nicht Äppel mit Birnen vergleichen.
Also kein Kuchen, sondern eine Tarte.
Als Tarte wird ein Kuchen bezeichnet, der aus einer besonderen Art Mürbeteig hergestellt wird. Der Teig beinhaltet weder Salz noch Zucker und sollte geschmacksneutral sein. Diese Tatsache kannst Du bei meiner Tarte heute getrost vergessen.
Tarten gibt es süß belegt, aber auch in der herzhaften Variante. Ein weiteres Merkmal, die Tarte wird in einer speziellen flachen Form gebacken die mit einem geriffelten Rand ausgestattet ist. Okay, wer keine Tarteform hat kann natürlich auch eine Springform nehmen, aber es ist dann doch eben keine original Tarte mehr. Aber ist meine ja auch nicht.
Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige Varianten von würzig mit Fisch, Fleisch oder Gemüse, übergossen mit einer Mischung aus Eiern, Milch oder Sahne, aber auch manchmal mit geriebenen Käse in der Eiermischung, bis hin zu den Süßen die mit Obst, Cremes, Puddings oder sonstigen Pasten gefüllt sind. Herzhafte Tartes werden durchaus als richtige Hauptmahlzeit serviert, sind sie doch oft üppig. Was nicht heißt, dass eine Süße nicht satt macht, ganz im Gegenteil. Oft sind sie so reichhaltig, da ist man froh vorher nichts gegessen zu haben. Ich erinnere da an diesen und jenen Gaumenkitzel.
Doch heute gibt es nichts pompöses, nur eine schlichte einfache Birnentarte, Du weißt schon, für den süßen Zahn von Herrn GB.
Der Countdown läuft, in etwa einer Wochen ist Aschermittwoch und dann geht der Run auf die Fastenzeit wieder los, der Süßkonsum wird in den Keller gefahren. Der Alkohol wird bis Ostern verteufelt, Fleisch steht eh auf der roten Liste und am besten wird das Essen ganz eingestellt.
Ob es am kommenden Frühling liegt, dass es Leute gibt die sich von innen und von außen reinigen möchten und dabei auch gleich alle Welt verändern wollen? Auch wenn Frühling ist wird es im Büdchen auch dann nicht anders zugehen. Sicherlich halten wir hier nicht an alten Zöpfen fest, aber das Rad wird auch nicht neu erfunden. Sollte es dem Chef oder der Chefin vom Büdchen auf etwas Besonderem gelüsten, ist es total egal welche Zeit gerade angesagt ist. Generell denke ich, ist es nicht verkehrt mal etwas kürzer zu treten, wobei ich das nur für mich persönlich entscheiden kann. Ich muss auch nicht etwas veranstalten, nur weil es auf dem Kalender steht, irgendeinen Zweig in der Industrie förderlich ist oder gar von Gutmenschen inszenierte Kampagnen unterstützt.
Was mich allerdings immer wieder amüsiert, sind Mitmenschen die etwas verändern wollen weil es Trend ist, aber sobald sie merken sie müssen einen gewissen Aufwand betreiben, genau diesen Kurs, wenn sie nicht mehr wollen, verteufeln.
Aber lassen wir das, mir geht es schlicht und einfach nur um eine schlichte einfache Birnentarte mit Birnen aus der Region. Da ich den Markt nur samstags besuche musste ich mitten in der Woche zum Supermarkt in meinem Dorf. Sag ich doch, Birnentarte mit Birnen aus der Region und das im herannahenden Frühling…
Frei nach dem Motto von Udo Lindenberg: "und ich mach mein Ding, egal was die Andren sagen…"
Birnentarte und dann auch noch mit gekauftem Blätterteig:
300 g Blätterteig aus der Kühltheke
40 g Butter
125 g Mascarpone
3 Esslöffel Zucker
Schale einer kleinen Bio-Orange
75 g gemahlene Mandeln
1 Eigelb der Größe L
4 reife Birnen, ohne Kerngehäuse und in schmale Spalten geschnitten (ich habe die Sorte Abate genommen)
4 Esslöffel Aprikosenkonfitüre
4 Esslöffel Mandelblätter trocken in der Pfanne geröstet 
Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und anschließend mit den Blätterteigblättern auskleiden.
Mascarpone,  Zucker, Schale der Orange, die gemahlenen Mandeln und das Eigelb zu einer glatten Creme vermischen. Die Creme auf den Blätterteig geben.
Die Birnenspalten auf der Mascarponecreme drapieren und die überstehenden Teigränder umklappen.
Die Butter schmälzen und die ganze Tarte, inkl. der  Teigränder, mit der Butter bepinseln. Noch mit etwas Zucker bestreuen, dann werden die Ränder auch schön knusprig.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Die Tarte auf einem Rost legen, die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle erwärmen und die Birnenspalten damit bestreichen. Nun noch die Mandelblätter aufstreuen und auskühlen lassen. 

Mittwoch, 6. November 2013

Walnüsse und ein Überraschungsgewürz, na das soll mir was geben...

…ich grabe mal wieder in den Tiefen meines Blog und erinnere an das Safranhuhn im Juni. Das hat natürlich mal wieder einen ganz bestimmten Grund, denn mit meinem persischen Huhnrezept habe ich ein Kalenderblatt im Jahreskalender 2014 bei "kalifornische Walnüsse" gewonnen. Das Ganze wurde natürlich von keiner geringeren Bloggerin inszeniert als der ideenreichen Zorra und ich war durch Zufall dabei. Aber dass ich dann auch noch gewinne, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet und umso mehr hat es mich gefreut. Für mein Huhn hatte ich die Zutaten selber besorgt und die Walnüsse die Verwendung fanden waren schon sehr lecker, aber soll ich Dir was sagen!? Jetzt habe ich welche probiert, die waren megaklasse. Ich wurde gefragt ob ich Lust hätte einen Snack mit Walnüssen zu entwerfen. Na und ob ich Lust hatte. Mir wurden Walnüsse und ein Überraschungsgewürz zugeschickt. Ja und jetzt kam mein Moment. Das Überraschungsgewürz war Anis. Mal so ganz unter uns, das war mir etwas langweilig und deshalb habe ich mit Anis und anderen Zutaten ein Printengewürz gemischt.
Die Idee für Printenwalnusschnecken war geboren.
Okay, ein Snack ist es jetzt nicht geworden, aber da ich ja eh für die Snackwochen etwas zu spät bin, wäre das doch jetzt ein gutes Rezept für die Gebäckwochen, oder was meint Ihr?
Printenwalnussschnecken:
1 Rolle Blätterteig
Ca. 100 g kalifornische Walnüsse, grob gehackt
Printengewürz bestehend aus (Anis, Ceylonzimt, Kardamon, Koriandersamen, Pimentkörner, Muskatnuss, Gewürznelken) alle Gewürze zu gleichen Teilen mischen und fein mahlen bzw. mörsern.
Butter
Muscovadozucker
Einzelne Teigblätter dünn mit kalter Butter bestreichen. Die Platten aufeinander legen und zu einer großen Platte ausrollen. Die zusätzliche Butter lässt den Blätterteig noch luftiger aufgehen.
Das Gewürz mit 2 Esslöffeln flüssiger Butter vermischen und die Oberseite der Teigplatte mit der Gewürzbutter bestreichen. Die Walnüsse ebenfalls auf der Teigplatte verteilen und mit Muscovadozucker bestreuen.
Die Teigplatte vorsichtig aufrollen und ausgehend von der Seite in schmale Scheiben schneiden. Die einzelnen Scheiben (Schnecken) auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Heißluft gute 20 Minuten goldgelb backen.
Sicher sehr willkommen als Kleingebäck jetzt in der kommenden Winterzeit oder als kleiner süßer Snack der immer geht.

Übrigens, Walnüsse sind super gesund, das wusste schon die Hildegard, die von Bingen…

Dienstag, 5. November 2013

Selleriesüppchen mit Crackerstangen und einem Wurm...

Also so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Du fragst dich was ich meine? Na die anscheinende Vernachlässigung des Büdchens. Du hattest dich schon gesorgt, ich hätte das Schreiben eingestellt? Oder gar das Kochen? Alles nicht!
Computertechnisch ist 2013 nicht wirklich mein Glücksjahr. Erst meine portable Festplatte und nun noch ein Virus!
Es scheint es ist der Wurm drin und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Wurm der mein komplettes Netz befallen hat und selbst meinen Internetrouter lahm gelegt hat
Auf den Punkt gebracht: es ging nichts mehr in der virtuellen Welt!!!
Um alles was mit Computern zutun hatte, habe ich privat einen großen Bogen gemacht.
Hätte mich Herr GB nicht motiviert, ich glaube Du würdest nie, nie wieder etwas aus dem Büdchen lesen. Er hat immer wieder angeregt mein ganzes Netzwerk mit allen Komponenten zu erneuern und mit dem Blog wieder durchzustarten.
Material für Beiträge habe ich mehr als genug, denn das Kochen und Essen haben wir ja schließlich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil, zwischenzeitlich waren wir auch mal wieder in Südtirol und mit der Freundin war ich in Paris.
Aber das sind andere Geschichten, zu denen komme ich in den nächsten Tagen.
Ich habe megaviel vor! Hier liegen einige Bücher die rezensiert werden wollen und Weine zu denen ich entsprechend gekocht habe.
Doch für heute habe ich eher leichte Kost auf dem Speiseplan. Jetzt im Herbst kommen bei uns Suppen in allen Formen gut an und da jetzt auch die Zeit der Wurzelgemüse beginnt, starte ich im November mit einem Selleriecremesüppchen das im Schlepptau mit Crackerstangen daher kommt.
Selleriecremesüppchen mit Crackerstangen
1 mittelgroße Sellerieknolle
1 Zwiebel
1 große Kartoffel (mehlig)
2 – 3 Stangen Porree
2 Liter Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe)
Pfeffer, Salz, Currypulver (das Englische ist sehr aromatisch)
Olivenöl
Etwas Sahne
Das Gemüse in kleine Würfel schneiden und im Olivenöl andünsten. Mit Pfeffer, Salz und Currypulver würzen. Die Brühe angießen und das Gemüse in der Brühe gute 30 bis 35 Minuten auf kleiner Flamme weich garen.
Die Sahne zur Brühe geben und die Suppe mit einem Mixstab pürieren.
Crackerstangen:
1 Packung fertiger Blätterteig
1 Eigelb
Mohnsaat
Meersalz
Parmesankäse fein gerieben
Den Blätterteig ausrollen und in 2 bis 3 Zentimeter breite Streifen schneiden. Die Streifen auf ein Backblech legen das vorher mit Backpapier ausgelegt wurde. Die Teigstreifen mit dem Eigelb bestreichen. Einen Teil der Streifen mit Mohnsaat und Meersalz betreuen, die restlichen Streifen mit dem geriebenen Parmesan bestreuen. Den Backofen auf 150° C aufheizen und die Blätterteigstangen ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Suppe auf Suppentassen oder – schalen verteilen und mit den Crackerstangen servieren. So schlecht ist der Einstieg in den Herbst doch gar nicht, oder!?

Montag, 15. Oktober 2012

Was Biertrinker wohl dazu sagen, wir haben Bier gegessen...

könnt Ihr Euch noch erinnern, hier habe ich Euch versprochen dass ich Euch mit noch weiteren Rezepten, aus einem wirklich schönen, modernen und handlichem Backbuch verwöhnen werde.
Und genau heute werde ich Euch ein weiteres sehr schönes Rezept, aber auch das Buch selbst, vorstellen.
Als ich in diesem charmanten Buch von den Bier-Cremeschnitten las, erinnerte ich mich, dass meine Mutter früher für uns Kinder Biersuppe machte. Nein, wir wurden nicht zu Alkoholikern erzogen, die Biersuppe wurde mit alkoholfreien Dunkelbier gekocht. Die Grundlage der Biersuppe ist Milch. Unverzichtbar waren die Rosinen. Als Kind möchte ich die weichen Rosinen sehr gerne, heute ist mir die Konsistenz eher unangenehm. Herr GB mag eh keine Rosinen, also bleiben sie im Packet. Die Suppe habe ich selbst noch nie gekocht, aber zum Glück konnte ich mir das Rezept vor ewigen Zeiten sichern. Ihr könnt gespannt sein, ich werde es Euch demnächst verraten.
Doch jetzt sind die Bier-Cremeschnitten an der Reihe, oder bessergesagt dieses schöne neue Backbuch mit dem netten Titel „Komm zum Kaffeeklatsch“.
Komm zum Kaffeeklatsch ist im Kosmos-Verlag erschienen und die Autorin Dagmar Reichel hat sogar einen eigenen Blog

Das Kochbastelbuch ist handlich und hat ein ansprechendes, romantisches Cover in der Trendfarbe –flieder- gehalten. Der Inhalt des Buches präsentiert sich in gleicher sympathischer Art. Wer gerne dem derzeitigen nostalgischem Trend des Kaffeklatsches wie zu Omas Zeiten folgt, findet in diesem Buch den richtigen Partner. Nicht das es altbacken ist, nein ganz im Gegenteil. Es ist voll mit klassischen Rezepten die modern überarbeitet sind und an dem heutigen Geschmack angepasst sind. Im Vorwort wird schon klar auf was die Lektüre hinaus will. Carpe Diem!!! Man entschleunigt schon beim durchblättern und bekommt mal wieder richtig Lust einen Mädelsnachmittag mit Gebäck und Likörchen zu veranstalten. Für mich ist es genau zur passenden Zeit erschienen. Warum zur richtigen Zeit? Ich schaue gerade aus dem Fenster und es ist klar, wir stecken mitten im Herbst. Mit Puschelsocken, heißem Tee und Wolldecke macht es mir in dieser Zeit besonders Spaß solche Seelenbalsambücher zu blättern. Allerdings wäre ich nicht das Klärchen das Ihr kennt, wenn jetzt nicht die berühmten Lesezeichen ins Buch geklebt würden und ich das eine oder andere nachbasteln würde, oder!? Wie Ihr merkt, ich freunde mich immer mehr mit dem Backen an. Wobei eigentlich ist diese Buch kein reines Backbuch, denn es wartet nicht nur mit Torten und Gebäck auf. Auch mit grandiosen Rezepten zu Likören, Desserts wie Banoffee oder Maronenbratapfel und außergewöhnlichen Kaffee- und Teezubereitungen trumpft es auf. Hübsche Dekorationsideen für die Kaffeetafel zaubert die Autorin auch noch so ganz nebenbei aus dem Ärmel.
Die Publikation ist in den Kategorien >Hast Du morgen Zeit<, >Klatsch am Buffet<, >Wir wollen feiern<, >Lass die Sonne rein<, >Wir machen es uns gemütlich<, >Komm zur Backparty< eingeteilt und jede Rubrik hat gleich interessante Anleitungen.

Wie schon erwähnt, mich haben unter anderen die Bier-Cremeschnitten gelockt. Ein Genuss bei dem meine Neugierde und mein Appetit mal richtig befriedigt wurden.
Was den Geschmack angeht war ich so skeptisch, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Genauso schmackhaft wie die Biersuppe von damals, die habe ich auch so sehr gerne gemocht.
Eh ich Euch das Rezept verpetze möchte ich Euch noch eben schnell verraten was der Verlag zu diesem Buch zu sagen hat:

Komm zum Kaffeeklatsch
Einladen, Dekorieren, Genießen
144 Seiten, Integralband
120 Farbfotos
€/D 14,95 / €/A 15,40 / sFr 21,90
ISBN 978-3-440-13286-9
Kosmos Verlag, Stuttgart
ET: August 2012

Ein gemütlicher Nachmittag mit Freunden, eine festlich gedeckte Kaffeetafel oder eine fröhliche Backparty – wer hätte darauf nicht Lust? Wie man so eine Runde mit Freunden gekonnt zelebriert, verrät Dagmar Reichel in ihrem neuen Buch Komm zum Kaffeeklatsch. Eine bunte Mischung leckerer Rezeptideen – von traumhaften Torten über moderne Backtrends wie Cake-Pops bis hin zu Kuchenklassikern – bieten für jeden Anlass und jeden Geschmack genau die richtige Leckerei. Und auch für den Trinkgenuss ist gesorgt: In die Gläser kommen neben Kaffee- und Teevariationen auch selbstgemachte Limonaden, fruchtige Drinks und leckere Liköre. Zusätzlich sorgen zahlreiche liebevolle Ideen für schön gestaltete Einladungen, stilvolle Tischdekorationen und ein stimmungsvolles Ambiente dafür, dass schon die Vorbereitung des Nachmittags zum vollen Genuss wird.

Dagmar Reichel ist Oecotrophologin und Foodstylistin. In ihrem Blog www.einbisschensonntag.de ist sie ständig den neuesten Genusstrends auf der Spur und legt besonders viel Wert auf die kulinarischen Kleinigkeiten, die den Alltag lebens- und liebenswert machen. 

Jetzt aber endlich zu den Bier-Cremeschnitten…
2 Packungen TK-Blätterteig (á 275g)
300 ml Milch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
2-3 Esslöffel Zucker
100 ml dunkles Bier (alkoholfreies Malzbier)
200 g Schmand

150 g Puderzucker
3 Esslöffel dunkles Bier bzw. Malzbier

Den Backofen auf 200° C Umluft aufheizen.
Die Blätterteigplatten in 7 x 6 cm große Stücke schneiden. Die Stücke auf Backbleche legen die vorher mit Backpapier belegt wurden. Im heißen Backofen 10-12 Minuten backe, herausnehmen und abkühlen.
Jetzt ist die Biercreme dran. Dafür das Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit etwas Milch glattrühren. Die restliche Milch erwärmen, dann das Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Das Bier sorgfältig untermischen und den Pudding etwas abkühlen lassen. Erst wenn er gut abgekühlt ist den Schmand unterrühren.
Aus dem Puderzucker und dem Bier einen Zuckerguss herstellen. Die Abgekühlten Blätterteigkissen quer durchschneiden.
Die obere Hälfte mit dem Zuckerguss verzieren und den Guss antrocknen lassen. Auf die Unterhälfte die Biercreme streichen, die verzierte Oberhälfte aufsetzen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Zwei Anmerkungen habe ich:
1. Statt Puddingpulver ist mir 40 g Speisestärke, ein Eigelb und echte Vanille angenehmer.
2. Erwarte nicht dass der Zuckerguss so dunkel wird wie auf den Bildern im Buch. Dort hat er die Färbung wie Schokoladenzuckerguss, will man diese Farbe erreichen muss man entweder mit Schokolade arbeiten, oder mit Lebensmittelfarbe tricksen. Ich habe auf beides verzichtet.





Mittwoch, 21. März 2012

Haben Sie Schweinepfoten?

War immer per Telefon einer unserer beliebtesten Fragen beim Metzger und wurde mit ja geantwortet, lautete unsere Erwiderung natürlich "Dann haben Sie bestimmt Probleme beim Schuhkauf"!!! Blagen eben! Trotz allem muss ich schmunzeln wenn ich daran denke. Ich hätte nicht gewusst was ich an Stelle des Metzgers gesagt hätte, wobei eine Chance auf Entgegnung hat er ja nie bekommen. Wie ein geölter Blitz haben wir, meine Freundinnen und ich, den Hörer auf die Gaben geschmissen und uns mächtig kaputt gelacht. Da war noch nichts mit Nummernübertragung, außerdem trieben wir unsere Spielchen immer per Telefonzelle, die 10 Pfennig war es uns wert. Nie, niemals hätten wir das vom heimischen Fernsprecher aus machen dürfen. Die Gefahr erwischt zu werden und die anschließende Zurechtweisung wären grenzenlos gewesen. Außerdem hatte der Telefonapparat einen festen Platz mit Schnur die evtl. eine Reichweite von 2 Meter hatte. Irgendwie war das gar nicht so schlecht, denn man hätte nie auf die Idee kommen müssen das Telefon im Badezimmer, Küche, Keller oder Wäschetrockner zu suchen, brauchte man ja auch nicht. Stichwort: fester Platz.Heute hat man da ja ganz andere Mittel, man könnte sich mit Handy direkt vor den Laden stellen und noch obendrein das Gesicht des Metzgers beobachten. Die Gefahr von den Eltern erwischt zu werden ist wohl so gering, wie die Möglichkeit, dass der Metzger ohne Vorbestellung Schweinepfoten hat. Da ist man beim Bäcker schon etwas besser bedient. Haben Sie Schweineohren? In aller Regel hat er die. Boah, müssen Sie aber komisch aussehen....;-)
Ich habe auch Schweineohren genau wie der Bäcker, aber zum Glück auch nur als Gebäck, doch mit gebrannten Mandeln...
Orangen-Mandel-Schweineöhrchen
150 g gebrannte Mandeln
15 g Butter
2 Esslöffel Orangenlikör
2 Teelöffel Orangenschale, fein gerieben
2 Esslöffel brauner Zucker
2 Platten Blätterteig
1 Ei verquirlt
Mandeln fein hacken. Gehackte Mandeln mit Butter, Likör und Orangenschale zu einer groben Paste mischen.
Auf einem Brett die Hälfte des Zuckers ausstreuen und eine Platte Blätterteig auflegen. Behutsam ohne Druck etwas ausrollen, sodass sich der Zucker in den Teig drückt. Die Oberseite des Teiges mit der Hälfte der Mandelpaste bestreichen. Nun den Teig jeweils von beiden Seiten bis zur Mitte einschlagen. Den Teig etwas plattdrücken, mit dem verschlagenen Ei einstreichen und nochmals beide Seiten von außen nach innen bis zur Mitte einklappen. Wieder mit Ei bestreichen. Nun die Teighälften zusammenklappen. Die Rolle für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Mit den restlichen Zutaten genauso vorgehen. Während der Teig gekühlt wird sollte der Backofen auf 180°C vorgeheizt werden. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen (man kann natürlich auch die Bleche einfetten) und von den Teigrollen jeweils 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Mit gutem Abstand die Scheiben mit der Schnittseite aufs Blech legen. Die Schweineöhrchen ca. 12 Minuten backen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Man kann sie noch mit einer Orangenglasur bestreichen, die ich mir aber gespart habe.
Die gebrannten Mandeln habe ich übrigens wieder selbst gemacht.


Mittwoch, 24. August 2011

Ich backe mal wieder...

Ist ja schon lustig, alle Welt redet vom Abnehmen, von gesunder Ernährung, Ernährungsumstellung mit und ohne Kohlehydrate. Mit und ohne Eiweiß. Mit und ohne Fett. Mit und ohne Kalorien. Mit und ohne Essen und Trinken, aber vitaminreich und nährstoffhaltig sollte es sein. Je mehr ich hier im Büdchen diese Themen auseinander nehme, umso weniger Leser hängen hier herum. Aber sobald ich auf meine Speisekarte etwas von Kuchen schreibe, ist es hier rappelvoll.Leute, auch wenn die ersten Freibäder bereits wieder geschlossen haben, es gibt auch noch Hallenbäder und diverse Meere, Seen und Ozeane.

Ja bin ich denn die Einzige die auch noch im Badeanzug eine gute Figur machen will? Ich versuche hier ernste Themen anzusprechen und was ist? Nein, es werden sich hier nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen gemopst, hier besteht man nur wenn man gleich ein ganzes Kuchenbuffet auffährt. Na ja, ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren und ich weiß dass es hier auch Leser gibt die sich über figurfreundliche Rezepte freuen, weil evtl. ein Rock zu platzen droht oder ein Bikini etwas stramm sitzt. Wobei ich mir sicher bin, bei dem Bikini waren diese Schokokekse schuld.
Mein Leid mit den lesenden Kuchenessern habe ich Herrn GB geklagt. Na das war ja Wasser auf seinen Mühlen. Ich habe schon die Überlegung angestellt, ob er vielleicht hinterrücks mit meinen Lesern in Verbindung steht und den ganzen Boykott anzettelt?! Okay, Ihr habt es nicht anderes gewollt, ich backe mal wieder...

Herzhafte Blätterteigtörtchen mit Auberginen, Tomaten und Oliven:
4 Quadratische Blätterteigplatten (ca. 150 g, ggf. TK-Ware)
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Aubergine
Olivenöl
50 g Oliven ohne Steine
50 g getrocknete Tomaten
2 Teelöffel Kapern
30 g Pinienkerne
Pfeffer und Salz
200 g Mozzarella
1 Teelöffel Kräuter der Provence
½ Bund Basilikum, fein gehackt
Etwas Öl zum bestreichen

Schalotten und Knoblauchzehe schälen und würfeln. Aubergine waschen, putzen, trocknen und in Stücke schneiden. Nun noch die Oliven und die Tomaten klein hacken. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, erwärmen und die Schalotte-Knoblauchwürfel kurz andünsten. Die Auberginenwürfel dazugeben und alles zusammen etwas weich garen. Nun die Tomaten und Olivenwürfen zu den Auberginenstücken geben und mit dünsten. Jetzt alles mit Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence und dem gehackten Basilikum kräftig abschmecken. Die Pinienkerne und Kapern untermischen und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unter die Auberginenmasse mischen. Den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen (TK-Ware ggf. auftauen), die Auberginenfüllung jeweils in die Mitte auf den Quadraten gleichmäßig verteilen. Die Ränder des Blätterteigs wie zu einer kleinen Schale/Schüssel hochklappen.

Der Backofen sollte bereits auf 180°C vorgeheizt sein. Die Blätterteigtörtchen 20 Minuten bei 180°C goldbraun backen.

Übrigens, ich habe das Rezept aus dem Buch, Donnerstag ist Veggitag, allerdings habe ich es leicht abgewandelt.


Sonntag, 1. Mai 2011

Wir waren eingeladen und ich hatte Käsefüße…

…im Gepäck. Boah, die waren so lecker und natürlich super frisch. Ich schenke ja gerne was aus meiner Küche, oder besser gesagt, etwas das in der Büdchenküche gefertigt wurde. Für kurzfristige Geschenke habe ich ja immer einen Joker im Ärmel, oder Blätterteig in der Gefriertruhe und jetzt im Frühling gedeiht das Basilikum auch wieder prächtig auf der Fensterbank.
Was Blätterteig mit Basilikum zu tun hat? Diese zwei Zutaten sind die beste Voraussetzung für ein spontanes Mitbringsel. Okay, das Olivenöl will ich Euch nicht unterschlagen und damit es ein richtig nettes Geschenk wird braucht man Ausstecher in Form von Füßen. Ja, richtig, Füße!
Jetzt ist nur noch die Frage wie Blätterteig, Basilikum, Olivenöl und Fußausstecher zu einer Überraschung werden und was das Ganze mit diesen Käsefüßen auf sich hat! Des Rätsels Lösung lautet: Parmesan! Aber ppppppssssst! Der Gatte vom Büdchen isst doch eigentlich keinen Parmesan.
Ich schreib Euch das Rezept, was eigentlich keins ist, mal auf. Eins ist sicher, der der dieses Gebäck nachbastelt hat dann auch Käsefüße…
Käsefüße:
5 Scheiben Blätterteig
2 Hände voll Basilikumblätter
50 bis 100 ml Olivenöl
3-5 Esslöffel geriebenen Parmesan
Basilikumblätter und Olivenöl mit dem Pürierstab pürieren.
Nun den geriebenen Parmesan zufügen bis eine sämige Masse entstanden ist.
5 Scheiben Blätterteig etwas ausrollen. Mit den Ausstechern Füße ausstechen und die einzelnen Füßchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Gut 1 bis 1,5 cm Platz zwischen den einzelnen Gebäckstücken lassen. Nun die Blätterteigfüße mit der Basilikummasse bestreichen und im vorgeheizten Backofen auf 180°C ca. 15 Minuten backen.
Das Gebäck gut auskühlen lassen und anschließend in kleine Klarsichttüten verpacken.