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Freitag, 12. September 2014

Es wird würzig, Schweinefilet im Kräutermantel, Blumenkohlcurrypüree usw. usw….würzig halt...

…eigentlich habe ich im Moment gar keine Zeit hier rumzuschreiben, ich habe noch soooo viel auf meiner Nachkochliste, aber dieses Event kann ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen. Es geht ums Würzen und ich schwärme geradezu für Gewürze, also verstehst Du meine Freude.
Frau P. von Oberst trifft Sahne hatte mit der Königin Doc Eva auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Kochtreffen ein richtig tolles Erlebnis, sie waren bei active cooking und sie schwärmten das ganze Wochenende, wenn sie nicht gerade selbst kochten, von diesen zwei jungen Männern die eine richtig tolle Idee in die Tat umgesetzt haben. Von der Idee hat Frau P. hier erzählt und Du kannst ja mal bei Gelegenheit zu ihr rüber springen und Dich informieren. Aber erst einmal bleib mal noch hier, das eine oder andere könnte Dich nämlich durchaus noch interessieren.
Also zurück zu den Reisemädels. Du kannst Dir vorstellen wenn zwei Mädels so begeistert sind dass sie kaum ein anderes Thema haben, dann haben sie auch das Shoppen nicht ausgelassen. Ich gehörte zu den Glücklichen die auch eine großzügige Kostprobe einige Tropfen probieren durfte und ich kann nur sagen, KÖSTLICH! Dass die Kostprobe recht mickrig ausgefallen ist, konnte ich durchaus verstehen, ich hätte auch nicht mehr abgegeben von den vortrefflichen Delikatessen. Diese wenigen Tropfen der Kostprobe sind es mir wert beim Event, zu dem Frau P. aufgerufen hat, mitzumachen.
Frau P. will wissen ob ich nur mit Pfeffer und Salz würze, oder ob ich auch noch andere Gewürze verwende. Ja Frau P., ich habe tatsächlich Unmengen von Gewürzen im Gebrauch. Sie will nicht nur wissen wie ich würze, sie möchte auch noch gerne in meinen Gewürzschrank schauen, neugieriges Weib. Okay Frau P., Du hast es so gewollt!
Aber auch Salze sind mir äußerst wichtig, und Gewürzmühlen hätte ich sicherlich im Dutzend hier stehen, hätte ich nur mehr Platz. Zum Würzen gehören für mich auch Essige und Öle.
Nicht dass Du jetzt denkst mein Essen ist komplett überwürzt. Frau P. weiß dass ich gut dosiert würze. Das Wichtigste ist für mich das Produkt, egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder sonstiges, das Produkt selbst steht absolut auf Platz eins und das Letzte was ich möchte, den eigentlichen Geschmack mit Gewürzen übertünchen. Ganz schlimm wenn Speisen nur noch nach Gewürzen schmecken und der eigentliche Geschmack ganz verloren geht. Mit Gewürzen spielen, das Eigentliche damit unterstreichen, oder auch den Ursprungsgeschmack verstärken. Zum Glück ist der Wahn des Überwürzens wieder in seine Schranken zurück gedrängt und der Genuss steht wieder im Vordergrund.
Genuss soll Spaß machen und uns bespaßte ein Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce. Ja Frau P. jetzt staunst Du nicht schlecht, da hättest Du jetzt sicher auch gerne etwas von gehabt. Heute müssen Bilder reichen, aber wenn ich Dich mal wieder treffe, dann lass ich mir etwas einfallen, so wie Du es auch für uns mich immer machst, aromatisch-genussvoll-feinwürzig, eben mit Gewürzen gespielt. So, Frau P. jetzt bekommst Du noch ein Rezept zum Event und dann muss ich aber wieder in die Küche.
Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce
Schweinefilet im Kräutermantel
Zutaten:
Schweinefilet pro Person ca. 150 g
1 Esslöffel Butter
2 Scheiben Toastbrot ohne Rinde gerieben
50 g geriebenen Parmesankäse
2 Esslöffel Naturjoghurt
Eine Handvoll gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Liebstöckel)
Pfeffer und Salz
Das Schweinefilet in der Butter von allen Seiten anbraten und leicht bräunen.
Aus dem geriebenen Toastbrot, dem Parmesankäse, den Kräutern und dem Joghurt eine Creme herstellen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Ruhig etwas kräftiger, denn der Joghurt braucht Salz und Pfeffer.
Das angebratene Schweinefilet in eine Auflaufform geben und die Joghurtmasse auf das Filet streichen. Das Filet soll komplett rundherum bedeckt sein. Den Backofen auf 180°C vorheizen und das umhüllte Filet gute 30 bis 35 Minuten im Backofen garen.
Nach der Garzeit aus dem Backofen holen und ca. 5 Minuten ruhen lassen eh es angeschnitten wird.
Blumenkohlcurrypüree
Zutaten:
Blumenkohl
Kartoffeln
Creme frâiché
Milch
Salz und englische Currypulver
Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und in Salzwasser kochen. Gewichtsmäßig den gleichen Anteil Kartoffeln schälen und ebenfalls kochen. Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben und den Blumenkohl mit einem Mixstab pürieren. Beides miteinander vermengen, mit etwas Milch und Creme frâiché glatt rühren. Mit Salz und Currypulver würzen.
Würziges Knuspergemüse
Zutaten:
Pro Person je eine große Möhre, ein Viertel einer großen Kohlrabe, ein großes Blumenkohlröschen in kleine Röschen geteilt.
Etwas Zucker
Etwas Salz
Butter und Paniermehl
Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Ingwerpulver, Nelkenpulver, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte und langer Pfeffer jeweils nur ein Prise
Die Möhren und die Kohlrabe in kleine Würfel schneiden, anschließend zusammen mit den kleinen Blumenkohlröschen in einen Topf geben. Mit Salz und Zucker bestäuben. Gut eine 1/4 Stunde stehen lassen damit das Gemüse Wasser ziehen kann. Jetzt das Gemüse aufkochen und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen. Die Butter erwärmen und das Paniermehl zufügen. Das Paniermehl anbräunen. Die Gewürze zusammen in einen Mörser geben und zu feinen Gewürzstaub mahlen. Das Gewürzmehl zur Paniermehlbutter geben und verrühren.
Die Paniermehlbutter beim Anrichten tropfenweise auf dem Gemüse verteilen.
Braune Sauce:
Zutaten:
1 Schalotte
1 Teelöffel Butter
250 ml Rinderfond (ich hatte noch einen Fond von Ochsenbäckchen)
50 ml Madeira
100 ml kräftigen Rotwein
100 g eiskalte Butterflöckchen
Pfeffer und Salz
Die Schalotte in feine Würfelchen hacken. Die Butter erwärmen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Mit Madeira und Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Den Fond hinzufügen und alles zusammen auf gute 175 ml einkochen. Mit den Butterflöckchen aufschlagen bis eine gute Bindung erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Bis zum Servieren warmhalten.
Alle Einzelkomponenten zusammen anrichten.

Dienstag, 12. März 2013

Es geht auch ohne Fleisch, wie wäre es mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry?

Im Moment ist hier im Büdchen grüne Küche angesagt, was das genau heißt werde ich Dir noch in den nächsten Tagen genauer erzählen. Hier ist ein Buch eingezogen das ich aber nicht mal eben im Vorrübergehen erklären kann. Nee, das ist so toll, dafür benötige ich etwas mehr Zeit und weil ich es so schön finde, habe ich auch schon einiges daraus gekocht. Ich spanne Dich gerade auf die Folter? Ja, Du kannst auch mächtig gespannt sein. Es ist kein reines vegetarisches Kochbuch, sondern es animiert lediglich zu weniger Fleisch. Es geht nicht so dogmatisch vor wie reine vegetarische Kochbücher, aber es macht neugierig. So, mehr werde ich Dir heute aber nicht erzählen, dafür habe ich aber schon einmal ein richtig schönes Rezept für Dich. Vielleicht macht es Dich ja wissbegierig und Du freust Dich schon auf die nächsten Rezepte aus dem Buch. Den Reigen eröffne ich mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ein Rezept das absolut alltagstauglich und äußerst schmackhaft ist. Tja und so ganz nebenbei ist es auch noch total schnell gemacht. Das die Zutaten frisch sein sollen brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?
Kartoffel-Blumenkohl-Curry
2 rote Zwiebeln, geviertelt und in Scheiben geschnitten
600 g festkochende Kartoffeln geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 kleiner Blumenkohl in kleine gleichmäßige Röschen geteilt
2 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Teelöffel Currypulver, mittelscharf
100 g ausgelöste Erbsen (hier habe ich geschummelt und TK-Erbsen gekauft)
70 g Ingwerwurzel
Salz
100 g Creme Fraiche, mein Töpfchen hatte 125 g und ich habe die komplette Creme verarbeitet.
In einem Topf mit schwerem Boden das Öl erhitzen. (ich habe einen Gusseisenbräter, der ist genial für dieses Gericht). Die Zwiebelscheiben in dem heißen Öl anbraten. Das Currypulver drüberstreuen und alles kräftig durchrühren, bis das Currypulver anfängt zu duften. Die Kartoffelwürfel und die Blumenkohlröschen zufügen, kurz mitbraten und mit Wasser ablöschen.
Das Curry mit Wasser soweit angießen, bis das Gemüse halb davon bedeckt ist. Auf kleiner Stufe knapp 35 Minuten köcheln lassen. Die Erbsen zufügen und gar ziehen lassen.
Den Ingwer reiben und gut ausdrücken. Wir benötigen nur den Ingwersaft. Den Ingwersaft zum Curry geben und das Curry mit Salz abschmecken. Evtl. noch mit etwas Currypulver nachwürzen. Die Creme frâiche untermischen und vielleicht einige Kartoffeln zerdrücken um eine Bindung zu erzielen. Bei Bedarf das Curry nochmals erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.


Montag, 7. November 2011

Blumenkohl oder Karfiol, Wiederholungen über Wiederholungen…

Jetzt habe ich das Dilemma, gestern habe ich hier groß angekündigt das es heute Blumenkohl mit Eikrümmel gibt und jetzt weiß ich nicht was ich Euch noch dazu erzählen soll. Klar ich kann jetzt einfach mal nur das Rezept posten und fertig, aber wäre ja auch irgendwie doof, oder? Andererseits will ich Euch ja auch nicht mit irgendeinem Zeugs zu quatschen, obwohl ich das ja gerade mache.Aber eh ich mir hier die Fingernägel abkaue bis mir was einfällt schreibe ich dann doch lieber das Rezept auf und lasse Euch heute mal in Ruhe mit meiner geistigen Ausbeute. Außerdem gehe ich auch lieber in die Küche und matsche da mal etwas rum.
Ach ja, das Rezept war übrigens auch aus dem Kochbuch von Herrn Mörwald. Ach, das habe ich Euch ja auch schon angekündigt…
Blumenkohl mit Butterbrösel und Ei
1 Blumenkohl (16 Blumenkohlröschen)
Salz
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Butter
Blumenkohl in Salzwasser bissfest kochen und mit kaltem Wasser abschrecken.

50 g Brösel
100 g Butter
1 Esslöffel Petersilie gehackt
Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
4 hartgekochte Eier
Butter auslassen, Brösel einstreuen, die Petersilie und die Gewürze zugeben. Einmal aufkochen, die Blumenkohlröschen auf Teller verteilen und mit den Butterbrösel begießen.
Die Eier auf einer feinen Reibe reiben. (Hacken geht übrigens auch gut) und oben auf die Röschen krümeln.

Sonntag, 6. November 2011

Jetzt haben wir den Salat, oder besser gesagt das Gemüse...

Die letzten kulinarischen Aktionen hier im Büdchen waren entweder süß oder fleischig. Ich würde sagen, Herr GB ist nun bei weitem nicht zu kurz gekommen. Sieht das jemand anderes? Nein? Gut, dann können wir uns ja mal anderen Themen widmen. Wie wäre es denn mal mit einem Gemüsegericht? Gegenstimmen? Keine? Gut!Dann kann es ja losgehen. Erst packe ich mal das Paket aus, das der Postbote neulich gebracht hat. Neulich??? Na okay, leicht untertrieben, es liegt hier schon eine ganze Weile, und wenn ich ehrlich bin, ist es direkt bei der Ankunft schon aus der Verpackung gerissen worden. Wer glaub ich könnte Pakete ungeöffnet Wochen stehen lassen, der kennt das Klärchen nicht. Sehnsüchtig habe ich es schon erwartet und ich wusste sogar über den Inhalt bescheid. Ein Kochbuch! *ach was* Höre ich Stimmen im Hintergrund?
Ein Kochbuch mit dem Titel Gemüse. Na ist das nicht perfekt? Genau zum richtigen Zeitpunkt nach Süßkram und Eiweißgedöns.
Der Autor kein geringerer wie Toni Mörwald. Aus dem entfernten Österreich und das Buch ist erschienen im loewenzahn Verlag

Der Titel “Gemüse“ mit kleinerer Unterschrift “Die besten Rezepte zum Verwöhnen“ ist sehr verlockend für eine Gemüsepflanze wie mich.
Das Buch startet mit einem Inhaltsverzeichnis nach den vier Jahreszeiten, eine Rubrik “Die Gemüsemacher“ und eine weitere mit Bezeichnung “Gemüse, Kräuter- und Gewürzlexikon“ ist ebenfalls aufgeführt.
Gleich danach startet er mit dem Vorwort. Dort geht Herr Mörwald auf wichtige Inhaltsstoffe einzelner Gemüsesorten ein.
Direkt nach dem Vorwort startet er mit dem Frühling. Löwenzahn, Bärlauch, Sauerampfer und natürlich Spargel bestimmen das Kapitel. Der Rhabarber wurde übrigens auch nicht vergessen.
Im Sommer, Herbst und Winter wurden die üblichen Verdächtigen der Saison aufgeführt und die Rezepte sind sehr verständlich, anregend und leicht nachzukochen.
Zum Kochen komme ich später.

Nach den Rezepten beschäftige ich mich mit dem Kapitel “Die Gemüsemacher“. Dort werden drei Gemüseerzeuger vorgestellt. Alle drei sind in Österreich ansässig, beschäftigen sich allerdings mit unterschiedlichen Produkten. Als erstes der Tomatenkaiser, oder wie man in Österreich sagt, der Kaiser der Paradeiser. Was meiner Meinung auch viel wohlklingender ist als Tomatenkaiser.
Dann ein Spargel-Pionier! Ja richtig, mir war nicht bewusst, dass in Österreich auch Spargel angebaut wurde. Lesen bildet eben.
Als Dritte (Zachhalmel aus Rust) im Bunde zur Krönung eine Landwirtin, die sich auf Erdbeeren eingeschossen hat und hier der Profi ist.
Für die bewussten Mitmenschen aus dem happy Austria sicher interessante Bezugsquellen.

Im nächsten Abschnitt “Gemüse, Kräuter- und Gewürzlexikon“ geht Herr Mörwald auf die Lagerung und die Verarbeitung von Genanntem ein. Wobei er hier natürlich auch die sofortige Verarbeitung unterstreicht, aber wer kennt das nicht, zuviel eingekauft und nun muss doch mal Gemüse in die Warteschleife. Da kommen seine Tipps doch genau richtig.
In diesem Bücherteil stellt der Autor einige Gemüse- und Kräuter vor. Beschreibt das Gemüse in Geschmack, Farbe und Konsistenz. Ganz nebenbei hat er bei jeder Vorstellung auch noch einen Tipp zur Verarbeitung in Petto.

Abschließend noch Biografien von sich selbst, von Herrn Herbert Hacker (die journalistische Unterstützung) und von Herrn Manfred Klimek der alles in Bildern festgehalten hat.

Mein Fazit:
Ein handliches Buch das durch das Hardcover einen stabilen Eindruck macht. Schöne Bilder, voll trendy, wie man so schön zu sagen pflegt. Die saisonalen Rezepte sind sehr ansprechend. Was ich allerdings etwas irritierend fand, waren die Fisch- und Fleischzutaten. Vom Titel ausgehend hätte ich auf ein vegetarisches Buch gewettet. Bedauerlich fand ich das schon. Denn in einem Buch mit diesem Titel, einfach mal komplett auf Fleisch zu verzichten, wäre der passendere Anreiz gewesen. Also nur bedingt für Veggis.

Toni Mörwald, Herbert Hacker
Gemüse “Die besten Rezepte zum Verwöhnen“
Loewenzahn Verlag
ISBN: 978-3-7066-2491-6
Umfang: 168 Seiten, gebunden, zahlreiche Farbfotos
Preis: EUR 19,95 / CHF 28,90

Was sagt der Verlag dazu:
Toni Mörwald, Herbert Hacker
Gemüse
Die besten Rezepte zum Verwöhnen
Essenszeit ist Lebenszeit! Die Welt von Mörwald: Gemüseküche zum Genießen! Mit Köstlichkeiten Gäste zu verzaubern – das ist die Kunst, der sich der Spitzenkoch Toni Mörwald mit großer Leidenschaft verschrieben hat. Seine Gerichte begeistern durch die Kombination von Tradition und Moderne. Regionale Küche, in deren Mittelpunkt saisonal-frische Grundprodukte stehen, setzt er zeitgemäß und schmackhaft um. Junger Spargel, süße Karotten, zartes Weißkraut – über 50 Rezepte spannen den Bogen übers ganze Jahr und bestechen durch Kreativität und Originalität. Begleitet von Wissenswertem zu Herkunft und Verarbeitung von Gemüse, Kräutern und Gewürzen, werden alle Ansprüche an eine natürliche und inspirierende Küche erfüllt!
- leichte Küche mit großer Wirkung
- über 50 moderne und kreative Gerichte nach Saison
- informatives Gemüse-, Kräuter- und Gewürzlexikon
- verführerische Farbfotos

Die Autoren/der Fotograf:
Toni Mörwald, geboren 1967 in Feuersbrunn, lebt ebendort. Haubenkoch und Unternehmer. Berufserfahrung inner- und außerhalb Österreichs, führt mehrere Restaurants und einen Cateringbetrieb. Ausgezeichnet u.a. als jüngster Haubenkoch Österreichs (1990). Mehrere Veröffentlichungen zuletzt bei Löwenzahn gemeinsam mit Christoph Wagner und Jörg Wörther „Austro Pasta" (2010) sowie mit Renate Wagner-Wittula und Jörg Wörther „Austro Grill" (2011).

Herbert Hacker, geboren 1957 in Baden, ist langjähriger Magazinjournalist. Als Gourmetkritiker verfasst er seit Jahren eine wöchentliche Restaurantkritik im „Format" und schreibt regelmäßig für „News", „Falstaff-Magazin" und für das Hamburger Wochenblatt „Die Zeit". Er ist Chefredakteur des „Falstaff Restaurantguide" und Buchautor. Unter anderem erschienen: „Das neue Piemont" (2006), „Koch-Lust" (2009) und „Süße Fische" (2010, zusammen mit Toni Mörwald und David Ruehm).

Manfred Klimek, Jahrgang 1962, lebt als Fotograf und Autor in Berlin. Er ist freier Kolumnist der Wochenzeitung „Die Zeit" und Mitarbeiter bei mehreren renommierten Magazinen im deutschsprachigen Raum. Er ist kein klassischer „Food-Fotograf" und fotografiert Essen mit der Leidenschaft des Genießers. Klimek will das Essen am Foto „riechen", die Gerichte kommen aus der Küche und werden sofort nach Fertigstellung in warmen und unbehandeltem Zustand fotografiert.

Um das Ganze abzurunden habe ich natürlich wieder nachgebastelt. Entschieden habe ich mich für Blumenkohl.
Er passte in die Zeit (also saisonal) und wurde beim Gemüsedealer aus der Nachbarschaft ergattert (folglich regional). Und weil die guten Blumenkohlköpfe, hier frisch gekauft, nicht zum herumlungernden Etwas mutieren sollten, wurden sie gleich in zwei verschiedenen Rezepten verarbeitet.
Heute habe ich für Euch gebackenen Blumenkohl mit Feldsalat. Auf österreichisch, Karfiol mit Vogerlsalat und das zweit Rezept gibt es morgen. Da kann man sich auf Blumenkohl mit Butterbröseln und geriebenem Ei freuen.

Der gebackene Blumenkohl kam im Sonderzug nach Pankowmantel daher.
1 Blumenkohl (16 Röschen)
Salz
Zitronensaft
Blumenkohl putzen, in Röschen teilen und in Salzwasser bissfest garen. Die Röschen abgießen, leicht mit Küchenrolle trocknen und mit Zitronensaft beträufeln.

3 Eier
Pankomehl (im Asialaden)
Mehl
Salz, Pfeffer
Butterschmalz oder Erdnussöl zum ausbacken
Die Eier verschlagen und mit Salz/Pfeffer würzen.
Die Blumenkohlröschen in Mehl, in gewürztem Ei und anschließend in Panko-Brösel panieren. Im ausgelassenen und heißem Fett goldgelb ausbacken.
Feldsalat (pro Person eine gute Handvoll ca. 50 g)
2 Esslöffel Walnussöl
1 Esslöffel Holunderblütenessig
1 Teelöffel Zucker
Salz, Pfeffer
Zitronenfilets
Feldsalat waschen und trocknen. Aus den restlichen Zutaten ein Salatdressing mischen. Den Salat mit dem Dressing marinieren und auf Teller anrichten. Die gebackenen Blumenkohlröschen darauf anrichten, nach Geschmack die Zitronenfilets verteilen und servieren.

Freitag, 26. August 2011

Blumen(kohl) soweit das Auge reicht...

Bei uns am Haus haben wir ein Spalier mit einer Clematis die ein kleines bisschen als Sichtschutz dienen soll. Sie steht jetzt im 5 Jahr dort und lt. Aussage unseres Gärtners wächst sie nicht, nein, sie wuchert – angeblich! Blühen, ja blühen würde sie auch! Mindestens zweimal im Jahr, mit Blüten von Handtellergröße. Triebe in alle Himmelsrichtungen vor denen wir uns kaum retten können. Ach was!!!Ganz begeistert war ich von dem guten Stück. Im ersten Jahr hatte sie 5 bis 10 Blüten, die waren auch handtellergroß. Im zweiten Jahr wurden es mehr Blüten, die Handteller kleiner. Im dritten Jahr hatte sie Triebe, gibt es mehr als vier Himmelsrichtungen? Im vierten Jahr pflanzten wir ihr einen Gesellen dazu, vielleicht war sie einsam?! In diesem Jahr hatten wir die Faxen dick und haben ihr offiziell mitgeteilt, dass sie Platz machen muss für eine Kletterrose und siehe da, es geht doch...
Dem Blumenkohl, den ich auf dem Markt gekauft habe, habe ich vorsichtshalber nichts angedroht. Wer weiß was sonnst vielleicht passiert wäre. Eh wir unter Blumenkohlröschen ersticken habe ich die Röschen mal schnell zu einem leckeren Mittagessen verarbeitet.
Chicken-Curry zum hier essen:
250g Hähnchenbrust
2 Zwiebeln
6 Karotten
2 Teelöffel Pflanzenöl
Salz
2 gestrichene Esslöffel Currypulver
400 g Blumenkohlröschen
250 ml Milch
150 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Kokosnussraspeln in der Pfanne leicht gebräunt
Evtl. etwas Cayennepfeffer
1 Stange Zitronengras

Dazu Duftreis
Hähnchenbrust in Streifen schneiden. Zwiebeln in Würfel und die Karotten putzen und in Scheiben schneiden. Öl erhitzen Fleisch mit Zwiebeln anbraten. Karotten und Blumenkohl zugeben und 5 bis 10 Minuten andünsten. Mit Milch und Brühe ablöschen, mit Salz und Currypulver würzen, Zitronengras zugeben und bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten garen.
Nun die Kokosnussraspeln untermischen und ggf. nochmals mit Salz, Curry und etwas Cayennepfeffer abschmecken.
Das Chicken-Curry mit Duftreis servieren.
Tipp: Zitronengras mit dem Fleischklopfer kräftig klopfen, dann gibt das Zitronengras mehr Geschmack



Mittwoch, 27. April 2011

Ist es nicht eine herzige Terrine???

Wir haben Ostern und sämtliche andere Festlichkeiten gut überstanden und zwar mit unvergleichlichen Frühlingstagen, die eher schon frühsommerliche Temperaturen mit sich bringen. Ich will ja nicht unken, aber es wäre nicht das erste Mal, dass wir im April schon laue Lüftchen verspüren können und prompt sind die Monate Mai, Juni, Juli zur neuen Europäischen Regenzeit mutiert. Wollen wir ja mal nicht hoffen, dass die ganzen Sommerblüschen, die hier bereits vorbereitet abhängen, wieder eingemottet werden müssen. Zum ersten Mal dass Flieder zu Ostern auf dem Tisch steht.
Aber jetzt betrachten wir mal die Gegenwart und die flüstert, es ist Draußen essen angesagt!
Wir wollen was Schönes, Leichtes, Leckeres. Da hatte ich die Idee ich mache uns eine Blumenkohl-Broccoli-Terrine mit Hähnchenfilet an Spaghetti und Orangensauce. Die Kombination ist mal wieder aus der Not heraus geboren, aber ausgesprochen lecker und empfehlenswert. Natürlich habe ich für die Terrine wieder meine hübschen Herzen ausgegraben. Ist es nicht eine herzige Terrine???
Übrigens, für die Terrine habe ich mir bei den Bäuerinnen Anregungen geholt.
Broccoli-Blumenkohl-Terrine
200 g Broccoli
200 g Blumenkohl
2 Stangen Porree
8 Blatt Gelatine
125 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Musskatnuss
Einige Spritzer Zitronensaft
Blumenkohl und Broccoli waschen und in Röschen teilen. In Salzwasser bissfest dünsten. Als Alternative ca. 10 Minuten im Dampf bei 100°C garen. Porree in einzelne Blätter teilen und in Salzwasser einige Minuten weichkochen und kalt abschrecken. Blumenkohl und Broccoli pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Gelatine in etwas Wasser einweichen, quellen lassen, ausdrücken und in der Sahne geben. Gelatine mit der Sahne erwärmen bis sich sie Gelatine aufgelöst hat. Die Gelatinesahne zu der Blumenkohl-Broccolimasse geben.
Terrinenförmchen mit Porree ausschlagen und die Kohlmasse in die Formen geben.
Die Formen über Nacht in den Kühlschrank zum Erstarren stellen.
Ich habe dazu Spagetti gekocht, Hähnchenfilet gebraten und eine Orangensauce gereicht. Die Kombination war ausgesprochen toll.

Montag, 13. Dezember 2010

Fleischlos, umweltfreundlich und noch lecker...

Manchmal steht mir mein schlechtes Gewissen ja doch ganz schön im Rücken.
Hier im Büdchen wird ja nicht so viel Fleisch gegessen, aber ab und an dann doch gelegentlich und wenn, dann versuche ich auf BIO Fleisch und dem Metzger meines Vertrauens zurückzugreifen. Was sich im Pott ja nun nicht immer ganz so einfach gestaltet, zumal diese Region eher für Industrie, statt für Landwirtschaft, steht.
Für unsere Lebensmittelbeschaffung nehme ich durchaus auch weitere Wege in kauf, wobei ich mich dann wieder frage, ob ich mir die Umweltbelastung, die ich mit meiner herumgurkerei fabriziere, nicht doch lieber schenken soll. Fazit: entweder belaste ich die Umwelt mit Schadstoffen, oder ich esse was ich nicht essen will. Manoman ist das eine Hickhack. Natürlich macht mich das sehr nachdenklich, aber irgendwie habe ich den Eindruck, ich stecke da ganz schön in der Zwickmühle, zumal ich auch am liebsten mit frischen Produkten koche. Der Fleischer meines Vertrauens ist etwas entfernter, also gibt es auch nicht täglich Fleisch. Aber was ich ganz gut direkt in meiner Nähe, oder auf meinem Weg zur Arbeit täglich besorgen kann, ist Bio Gemüse und Obst. Also gibt’s was fleischloses, ohne unnötige Kilometer zu fahren, sprich umweltfreundlich und wenn man das richtige Rezept hat, auch noch total lecker...


Blumenkohlauflauf
600 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
1 Esslöffel Butter
1 gestrichener Esslöffel Mehl
250 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch
100 g Schmand
Salz
Pfeffer und Muskatnuss frisch gerieben
150 g geriebener Bergkäse


Kartoffel schälen in dünne Scheiben schneiden und ca. 5 bis 10 Minuten kochen. Sie sollen wirklich nur angegart sein bloß nicht zu weich. Den Blumenkohl in Rösschen teilen und ebenfalls ca. 10 Minuten garen. Ich habe beides jeweils in einen gelochten Garbehälter gegeben und im Dampfgarer gekocht.
Im Topf die Butter zerlassen, das Mehl einstreuen und leicht anrösten. Mit der Gemüsebrühe und der Milch ablöschen. Mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer würzen.
In eine gebutterte Auflaufschale die Kartoffelscheiben geben, darauf die Blumenkohlröschen verteilen, mit der Soße übergießen, den Schmand Tupfenweise verteilen und alles mit dem Käse bestreuen.
Bei 160 ° C im Backofen ca. weitere 25 Minuten garen. Sollte der Käse noch nicht braun genug sein, noch 5 Minuten unterm Grill gratinieren.
Dazu einen frischen Weißwein, sag ich doch, fleischlos kann auch lecker sein...