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Dienstag, 12. Februar 2013

Hast Du Lust auf BBC Schweinefilet mit Birnenbohnenragout…

…jahrelang war ich ein Gegner von Birnen und Bohnen, doch frag mich nicht warum. Heute kann ich mir es beim besten Willen nicht erklären, weil ich die Kombination total lecker finde. Sicher kennst Du das bekannte Rezept Birnen, Bohnen undSpeck. Tja und genau mit diesem Gericht bin ich auf den Trichter gekommen und habe mich regelrecht in diese Geschmackszusammensetzung verguckt. Bei dem bekannten Bohnengericht kommt die Raffinesse noch obendrein von dem Speck. Das ist schon etwas ganz Besonderes, diese dreier Kombi ist unglaublich geschmackvoll. Doch jetzt habe ich für den Speck einen Ersatz gefunden. So ein richtiger Speckfreund bin ich ja nun auch nicht wirklich, deshalb kommt mir das Schweinefilet gerade recht. Ja richtig, Schweinefilet! Aber nicht etwa nur einfach rundum braun gebraten und fertig. Nöö, also rundum wird es schon braun gebraten, aber nur leicht angebraten das es etwas Farbe bekommt und dann wird es mariniert. Du machst eine köstliche Sauce und ich erzähl Dir wie.
Die Sauce:
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Zwiebel und Knoblauch dünstest Du in etwas Öl an. Du löschst mit 50 ml Orangensaft ab. 300 ml Ketchup und 125 g Rübensirup wird untergerührt. 1 Esslöffel Senf, 1 Teelöffel Chilisauce, 2 Esslöffel Worcestershiresauce, 1 Zimtstange, 2 Sternanis und 1 Prise Cayennepfeffer verfeinern das ganz noch. Du vermischt alles gut miteinander und lässt die Sauce gute 30 Minuten leicht köcheln. Du entfernst Zimtstange und Sternanis. Die angebratenen Schweinefilets verteilst Du entweder zusammen in eine Auflaufschale, oder wenn Du hast, gibst Du jeweils ein großes Stück angebratenes Schweinefilet in eine Mini-Cocottes.
Die Sauce verteilst Du auf den Filets und eh Du es weitergarst lässt Du es aber mindestens 30 Minuten marinieren. Du kannst es auch für den nächsten Tag vorbereiten und über Nacht marinieren.
Wenn Du einen Dampfgarer hast, garst Du die Cocottes 25 Minuten auf 90 °Grad. Willst Du im Backofen garen, würde ich 25 Minuten auf 160° Grad garen. Es soll noch schön rosa sein.
Das Birnenbohnenragout machst Du ganz einfach. Etwas Fett in eine Pfanne und darin einen Teelöffel Zucker karamellisieren. Pro Person eine geschälte, entkernte und geachtelte Birne im Zucker-Fett andünsten.
Gekochte Bohnen dazugeben und alles zusammen kurz durch schwenken. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Das Birnenbohnenragout zusammen mit dem BBC Schweinefilet anrichten und wenn Du noch Spätzle dazu serviert, ist es eine perfekte Speise.


Freitag, 12. Oktober 2012

Kochen im September…

Neulich musste ich unbedingt noch einige Tomaten unterkriegen und Bohnen lungerten hier auch noch herum. Wie Ihr euch denken könnt, war neulich natürlich vor unserem Urlaub und es war klar, ich musste alles noch vor unserer Abreise verarbeiten. So ganz nebenbei wucherte die Marokkanische Minze als wollte sie einen Wucherwettbewerb gewinnen. Da aber gerade kein Wucherwettbewerb anstand musste die auch noch irgendwo untergebracht werden.
Tomaten, Bohnen und Minze ist jetzt nicht die Kombination die mir täglich unterkommt, aber warum nicht mal neue Wege gehen und es heiß ja nicht umsonst "probieren geht über studieren".
Herr GB ist mit fleischloser Kost ja jetzt nicht unbedingt zu locken also entschloss ich mich noch Hähnchenbrust in die Kombi einzubauen. Die Idee Minzhähnchenbrust mit Tomatenbohnen war geboren.
Erst einmal habe ich eine Marinade aus Öl, Zitronensaft, Knoblauch, Pfeffer, Salz, roter Chilischote und Minze angerührt. Die Hähnchenbrust konnte sich 3 Stunden gemütlich darin aalen.
Zwischenzeitlich wurden die Bohnen knappe 3 Minuten gekocht. Ganz wichtig, bissfest müssen sie bleiben. Die Bohnen abgießen und in eine Auflaufschale geben, darauf die Brustfilets legen und die Minzemarinade gleichmäßig über die Bohnen und die Filets verteilen. Obenauf noch einige Kirschtomaten geben. Die Schale in den vorgeheizten Backofen geben und bei 160° in 35-40 Minuten garen. Also uns hat diese Kombination überzeugt.


Freitag, 10. Februar 2012

Reste von der blauen Suppe...

Also keine Panik, die blaue Suppe ist gegessen und hier wird jetzt auch nichts aufgewärmt, höchstens noch einmal erinnert. Für die Suppe hatte ich 2 Forellen gekauft die super zart und sehr aromatisch waren. Also genau das Richtige für den Suppenansatz und schlank waren sie nun auch nicht gerade. Ich denke genau weil sie etwas pummeliger um die Hüften waren, hatte ich am nächsten Tag noch zwei Filets übrig. Jetzt stellte sich wieder die Frage der Resteverwertung.Seit Tagen schwirrten mir weiße Bohnen im Kopf herum, als Salat mit Thunfisch. Ich hatte es mir so fest vorgenommen, dass diese Bohnen kurzfristig auf die Büdchenspeisekarte kommen und nun kamen mir diese Filets in den Weg.
Organisieren, umdisponieren oder arrangieren sind mir bekannte Fähigkeiten. Ich organisierte weiße Bohnen, disponierte mein Rezepttitel um, arrangierte mich mit den Forellenfilets und brachte keinen Bohnen-Tomaten-Thunfischsalat auf den Tisch. Denn genau den sollte es eigentlich geben. Jetzt mussten eben, wie schon angekündigt, die Forellenfilets herhalten.
Um genau zusagen, wurde es ein Salat aus 2 Salaten und einer eigenen Idee.
Bohnen-Tomaten-Avocadosalat an Forellenfilets
2 Forellenfilets
Ca. 400 g gekochte weiße Bohnen
16 kleine Cherrytomaten
1 Avocado
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel gehacktes Oregano
Olivenöl
Saft einer Zitrone
3 Esslöffel aromatischen Balsamessig
Tomaten halbieren, Avocado in kleine Würfel schneiden, Zwiebel in feine Würfel hacken und alles zusammen mit den Bohnen in eine Schüssel geben.
Olivenöl mit Zitronensaft, dem Balsamessig, Pfeffer und Salz und dem gehackten Oregano mischen und zu einem Dressing aufschlagen, über das Gemüse geben.
Den Salat 30 Minuten ziehen lassen. Die Forellenfilets bei 50° im Backofen leicht erwärmen und auf warmen Tellern anrichten. Den Salat zu den Forellenfilets arrangieren und evtl. mit einer Scheibe Baguette servieren.
Übrigens: einige Stangen Frühlingszwiebeln wären farblich sicher auch noch hübsch gewesen, aber die haben sich vorher verdrückt und waren zum gegebenen Zeitpunkt aus...


Dienstag, 27. September 2011

Ich koch Dich türkisch...

diesen Spruch finde ich so doof. Keiner sagt "ich koch dich deutsch oder ich koch dich italienisch“. Aber ich koche heute weder etwas Deutsches, noch etwas Italienisches, ich koche Euch etwas Türkisches.Hier ins Büdchen ist ein wirklich sehr schönes türkisches Kochbuch eingezogen und ich habe mich recht lange mit diesem Buch beschäftigt um nicht vorschnell zu urteilen und zu handeln. Erst tat ich mich etwas schwer. Ein Buch mit gemalten Bildern, sehr persönlichen Geschichten und schönen Rezepten die von gewisser Einfachheit geprägt sind. Trotz Schnörkellosigkeit sind die Rezepte außergewöhnlich und äußerst lecker. Was ich aus dem Buch gekocht habe, hatte den typischen Geschmack den ich mit der türkischen Küche verbinde. Vielleicht liegt es aber einfach nur daran, dass die Speisen, die ich bisher aus der türkischen Küche gegessen habe, die gleichen Gewürze hatten.
Das Buchformat ist handlich und geht schon fast in Richtung Taschenbuch, das Cover ist bunt und sehr hübsch illustriert. Ach ich habe Euch noch gar nicht erzählt wie es heiß. „Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie“ oder Afiyet olsun! es kommt aus dem Gerstenberg-Verlag und die Autorin ist Semiha Stubert, die Illustrationen sind von Claudia Lieb. Die Autorin schreibt Rezepte und Geschichten die ihre Kindheit bestimmten.
Direkt am Anfang gibt es ein Inhaltsverzeichnis. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten und nach sehr ihren besagten persönlichen Gegebenheiten aufgeführt. Am Ende des Buches gibt es ein weiteres Inhaltsverzeichnis. In dieser Aufstellung sind die Rezepte nach den Gruppen Salat, Vorspeisen, Eier, Suppen, Gemüse, Fleisch und Fisch, Bratlinge, Bulgur und Reis, Brot und Pasteten, Nudeln, Süßspeisen, Getränke.
Am Anfang jeder Rubrik werden sehr familiäre Erinnerungen preis gegeben, hat man das ganze Buch gelesen, bleibt ein verbundenes Gefühl zurück. Man könnte meinen die Großeltern bzw. einen Teil der Familie von der Autorin kennengelernt zu haben. Der Leser wird in die Region Anatolien geführt und bekommt einen tiefen Einblick in ein Familienleben das unwesentlich anders ist, wie es einst in Deutschland in Großfamilien üblich war.
An den Rezepten gefiel es mir sehr gut, dass alles irgendwie kombinierbar ist.
Wer einen Schimmer von den türkischen Gaumenfreuden bekommen möchte, ist mit diesem Buch auf dem besten Weg in eine Küche zu finden, die nichts mit dem in Deutschland bekannten Dönner gemein hat.

Das sagt der Verlag:

Semiha Stubert hat ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Anatolien verbracht. Im Zentrum des Familienlebens stand gutes Essen, im Alltag und an Festtagen wurde gemeinsam geerntet, zubereitet und geschmaust. Die Autorin gewährt stimmungsvolle Einblicke in die Bräuche Anatoliens. Anhand sorgsam zusammengestellter traditioneller und neuer Rezepte vermittelt sie eine authentische und zeitgemäße türkische Küche, die betört und inspiriert.
Claudia Lieb hat den Zauber dieser kulinarischen Reise an den Fuß des Taurus-Gebirges mit fantasievollen Bildkompositionen eingefangen.

Autoren / Künstler
Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zurzeit lebt sie in Oslo.

Semiha Stubert
Claudia Lieb (Illustr.)

Afiyet olsun!
Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

176 Seiten, 17 x 23,5 cm
flexibler Einband, mit zahlreichen Illustrationen s/w und farbig.
ISBN 978-3-8369-2642-3
EUR (D) 19.95 | EUR (A) 20.60 | SFr 28.90


Wie immer habe ich etwas nachgekocht, um mir ein Bild von der Handhabung der Rezepte machen zu können. Herausgekommen ist eine Kombination von grünen Bohnen mit Tomaten und dazu Hackfleischbällchen mit Feta. Da im Büdchen das Lammfleisch nicht wirklich gerne gegessen wird, habe ich die Hackbällchen etwas abgewandelt.

Taze Fasülye Kavurmasi (Grüne Bohnen mit Tomaten)
500 g grüne Bohnen
4 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 türkische milde Peperonischote, fein gewürfelt
4 Tomaten, gehäutet und gewürfelt
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Salz, frischer Pfeffer
½ Bund glatte Petersilie, gehackt
Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser kurz blanchieren.
Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch- und Peperoniwürfel im Öl andünsten. Die Bohnen zugeben, mit Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen. Tomatenwürfel unterheben und mit geschlossenem Deckel 10 bis 15 Minuten garen.
Kurz vor dem Servieren die Petersilie unterheben.
Beyaz Peynirli Köfte (Hackfleischbällchen mit Fetakäse)
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1-2 türkische grüne milde Peperonischoten, sehr fein gewürfelt (hier hatte ich noch eine gelbe Paprika die ich ersatzweise verwendet habe)
500 g Rinderhack (im Original Lamm und Rind zu gleichen Teilen)
1 Ei
50 g Weißbrot vom Vortag, eingeweicht und ausgedrückt
2 Esslöffel glatte Petersilie
Je ½ Teelöffel Thymian, Oregano und Basilikum
½ Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Je ¼ Teelöffel Zimt-, Nelken- und Pimentpulver
¼ Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz und frischer Pfeffer fein gemahlen

200 g milder Fetakäse, in 12 Stücke geschnitten
Öl zum Braten
In Öl die Zwiebelwürfel und Peperoniwürfel kurz anbraten. Hackfleisch in eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten, inkl. der geschmorten Zwiebeln und Peperoniwürfel, allerdings bis auf den Fetakäse, zum Hack geben und einen geschmeidigen Fleischteig kneten. Aus dem Fleischteig Bratlinge formen, diese etwas platt drücken, einen Würfel Fetakäse in die Mitte geben und den Fleischteig um den Käse formen.
So mit dem ganzen Fleischteig vorgehen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten gar braten.
Die Köfte mit den Bohnen anrichten und servieren.


Mittwoch, 31. August 2011

Herr GB ist wech…

Jau, das ist doch wohl echt scharf, Kevin Klärchen allein Zuhaus. Ich kann Euch was erzählen, hier tanzt die Maus auffem Tisch (wohl gemerkt auf dem Neuen). Neee, keine Panik, Herr GB hat das Klärchen nicht in den Tabak geschossen und ich ihn auch nicht, er war nur recht blass im Gesicht und die Gemüsekur trieb ihm auch nicht die gesunde Frische in die Backen wie eigentlich erwartet. Also was liegt da näher als ab inne Berge und Luftveränderung tanken. Er hat gleich den Pilzschwager, den Gatten der Schokischwester und noch einen guten Freund eingepackt und jetzt machen die Vier eine Wandertour. Ich glaube ja eher es wird eine Hüttentour, also sie flitzen von Hütte zu Hütte und küren am Ende der Woche die beste Hüttenspeisekarte. Neulich als Herr GB mal wieder ein Lebenszeichen von sich gab musste er ganz plötzlich das Gespräch beenden, der Schokischwager hatte eine Flasche mit Brombeer-Holunderlikör ausgepackt, der sollte wohl vernichtet werden, also der Likör!
Tja, ich wasche meine Hände ja in Unschuld, ich war für den Kuchen und für die Lufttrockne verantwortlich, mit dem Schnappes hab ich nix zu tun. Sollen sie sich ruhig mal ungesund ernähren, ich päppel sie schon wieder auf ;-)
Eigentlich könnte ich ja jetzt Chips und ungesunden Zeugs in mich rein stopfen, ist ja keiner da den ich zur gesunden Ernährung bekehren müsste, außerdem bin ich ja von Haus aus etwas faul wenn es um die eigene Versorgung geht. Doch eh Herr GB sich auf die Socken machte, hatten wir noch Rinderhüfte eingekauft und frische Bohnen lagen hier auch noch rum. Ja soll es das denn Tatsächlich geben??? Jetzt muss ich nur für mich Gemüsepflanze ein Fleischgericht kochen???
Okay, also gab es Chili-Rindfleisch mit Bohnen-Reis und Cashewkernen, erzählt das nur nicht Herrn GB…
40 g Reis
400 ml Gemüsebrühe
½ Teelöffel Currypulver
1 rote Chilischote
125 g Rindfleisch (Hüfte)
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
300 g grüne Bohnen
1 Esslöffel Cashewkerne
Saft einer ½ Limone
Den Reis in 200 ml Gemüsebrühe garen. Die Chilischote waschen, in feine Ringe schneiden und dabei die Kerne entfernen. Rindfleisch in Streifen schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen, Chiliringe mit Rindfleisch darin anbraten. Mit Salz, Pfeffer, und Paprika würzen. Restliche Brühe angießen. Bohnen waschen, in Stücke brechen und in Salzwasser 5 Minuten garen. Die Bohnen abgießen und zu dem Rindfleisch geben. Alles zusammen ca. 10 bis 15 Minuten auf kleiner Hitze garen. Die Cashewkerne hacken und zusammen mit dem gegarten Reis in die Fleischbohnenmischung geben. Mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.


Samstag, 9. Oktober 2010

Französische Spezialitäten - Birnen, Bohnen und Speck, häääää?

Als Blogschreiber muss man nicht nur mit offenen Augen durchs Leben stolpern, nein, man sollte auch kommunikativ sein. Früher in meinem Freundeskreis gab es so zwei, drei Mädels die mich gerne Gisela Schlüter nannten, wohl eher nicht wegen den langen Beinen, sondern wohl mehr für mein Mitteilungsbedürfnis. Manchmal hat es mich ja echt gestört, heute sehe ich es als Kompliment an und bedauere eher die Mädels, die mich sicherlich heimlich um mein Kontakttalent beneidet haben, denn Langeweile hatte ich nie und werde ich wohl auch im Leben, hoffentlich, nicht kennen lernen.
Dank meiner Begabung habe ich aber Madam kennen gelernt. Über Monsieur Ernenwein wurde ja neulich von mir hier ausgiebig berichtet und in diesem wunderschönen Weinstübchen konnte ich zu Madam Kontakt knüpfen. Nein, es ist nicht die Madam von Monsieur, die kenne ich gar nicht, es ist einfach nur Madam, die dort die Kunden bespaßt, oder doch besser gesagt, berät. Und sie ist auch nicht nur “einfach” Madam, nein, sie ist in meinen Augen der Inbegriff französischer Lebensart. Wenn ich sie sehe tauchen vor meinem geistigen Auge Lavendelfelder, soweit das Auge reicht, auf. Ich sehe einen Weinberg vor mir der mit einer Steinmauer umzäunt ist, auf der man ein Picknick zelebrieren kann. Ich sehe einen Weidenkorb mit Käse, Wurst, Baguette, Wein und anderen Kleinigkeiten gefüllt. Die Geruchsaromen von Provenzalische Gewürze werden förmlich real….
Madam berät genauso hervorragend wie Monsieur und von ihr habe ich mir schon so manches schöne Tröpfchen einpacken lassen.
In meinen Augen ist sie auch ein Genussmensch, sonst könnte sie dort auch gar nicht arbeiten und die ganzen Köstlichkeiten an den Mann/Frau bringen, da muss man hinter stehen und sie steht da hinter. Aus unseren schönen Gesprächen habe ich herausgehört, ihr Mann isst auch gerne und genießt auch genauso gerne und für den kocht sie. Ganz nebenbei erwähnte sie ein fantastisches französisch Kochbuch, das hat sie mir mal ausgeliehen und ich war so begeistert und habe es mir prompt im Antiquariat besorgt.


Sie kennt auch gute Rezepte die schnell gehen und trotzdem super lecker sind. Neulich habe ich gelacht, ich löcherte sie mal wieder wegen einem Rezept und während sie das Rezept erklärte, plätscherten ihr und mir förmlich kleine Pfützchen von links nach rechts im Schnäuzchen hin und her und ihr Kommentar lautete: Immer wenn Sie kommen bekomme ich Hunger. Ich habe versprochen demnächst immer erst kurz vor Feierabend zu kommen, damit sie im Anschluss nach meinem Einkauf direkt zum Essen kann.
Das Rezept das für die Pfützchen verantwortlich ist, heißt Birnen, Bohnen und Speck. Kommt jetzt nicht wirklich aus Frankreich sondern aus dem Norden Deutschlands, aber passend zum Koch-Event im Gartenblog. Tja, gut dass wir drüber gesprochen haben…

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen [31. Oktober 2010]

Rezept: Birnen, Bohnen und Speck (leicht abgewandelt, Madam kocht es etwas anders)
4 Scheiben durchwachsenden, geräucherten Speck, je Scheibe ca. 2 cm dick
1 kg grüne Bohnen
4-8 kleine Birnen idealerweise Kochbirnen
1 Esslöffel Olivenöl
1 Zwiebel, in feine Würfel gehackt
Bohnenkraut
Salz und Pfeffer
750 g Kartoffeln festkochend


Die Speckscheiben in dem Olivenöl von beiden Seiten etwas anbraten und dabei den Speck ein wenig auslassen. Wenn er schön braun ist, herausnehmen und zur Seite stellen. Nun die feingehackte Zwiebel im Fett glasig dünsten. Die geputzten und in mundgerechte geschnittene Bohnen zu den Zwiebeln geben. Mit wenig Wasser angießen, mit Bohnenkraut bestreuen, die Speckscheiben auflegen und ca. 20 Minuten gar ziehen lassen. Aus den Birnen die Blüten entfern und oben auf dem Speck und auf den Bohnen verteilen. Ca. weitere 20 Minuten garen bis die Birnen weich, aber nicht matschig sind.
Die Bohnen sollen nicht umgerührt werden!
Wem die Brühe, die beim Kochen entstanden ist, zu dünn ist, kann diese mit etwas angerührtem Mehl andicken, so wird es in vielen original Rezepten beschrieben.
Ich habe darauf verzichtet, weil ich eh nicht viel Brühe hatte.
Nebebbei die Kartoffeln schälen in Stücke schneiden und mit Salz gar kochen.
Alles zusammen auf einem Teller anrichten, fertig.