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Montag, 17. März 2014

Klärchens Brotbackstube ist eröffnet,…

...jetzt biste von den Socken, gell? Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, ich wollte es auch können. Der Ehrgeiz hatte mich ja neulich schon mit den Maisbrötchen gepackt und letztendlich wurde ich auch von dem Brotbackvirus, der ja mittlerweile durch sämtliche Foodblogs geistert, mächtig angesteckt.
Als dann auch noch das neue Buch von Martin Johansson mit dem Titel Sauerteigbrot im Büdchen eintraf, war dann endgültig kein Halten mehr.
Herrn GB´s Nerven werden jetzt bis aufs Äußerste strapaziert. Wobei nach den Maisbrötchen letztens ist sein Vertrauen in meine Brotbackkunst gestiegen.
Das Sauerteigbrotbackbuch ist für mein neues Forschungsprojekt eine absolute Bereicherung. Hast Du schon einmal selber einen Sauerteig angesetzt? Beobachtet wie aus Mehl und Wasser ein Triebmittel wird das als Grundlage für die tollsten Brote wird? Es ist so spannend das Experiment Sauerteig und selbst Herr GB ist interessiert und ganz fasziniert wie der Teig gärt und langsam aber sicher immer mehr wird.
Die Anleitung für den Sauerteig habe ich in dem neuen Buch gefunden. Aber jetzt mal ganz von vorne.
Also ein kleines handliches Buch mit Hardcover im Format von19 cm x 21 cm mit 23 Rezepten auf 104 Seiten. Vom schon erwähnten Autor Martin Johansson im AT-Verlag erschienen. Im Buchhandel ist es unter der ISBN: 978-3-03800-776-0 zum Preis von 16,90 € erhältlich.
Der Autor ein Hobbybrotbäcker der seit 2007 in Schweden einen sehr erfolgreichen Blog schreibt. In seinem Blog geht es ausschließlich ums Brotbacken, gerade Sauerteig hat er sich zum Thema gemacht. Dieses Buch ist bereits sein Drittes. Verschiedene Preise die ihn auszeichnen bestätigen ihn in seinem Tun.
Weder auf seinem Blog noch in diesem Buch sind ausschließlich Brotrezepte zu finden, sondern auch Anregungen zu Baguettes, leckere Pizza oder Kleingebäck wie Schwedische Zimtschnecken mit wilder Hefe.
Du weißt nicht was wilde Hefe ist? Ha, ich habe auch große Augen gemacht und fand es super spannend was Herr Johansson so alles noch zu erklären wusste, von denen ich im Leben noch nichts gehört habe. Na gut, bei mir ist das ja auch kein Wunder, da ich ja bekennender Brotbackdummy bin.
Du denkst ich bin verwirrt, erst rede ich von Sauerteig und jetzt bin ich bei Hefe und dann auch noch wild!? Lass Dich nicht irritieren es geht hier wirklich um Sauerteig.
Auf den ersten 26 Seiten wird alles zur Vorbereitung preisgegeben. Das Wichtigste der Sauerteigansatz, bzw. die Erzeugung einer Sauerteigkultur und wie die Kultur am Leben erhalten wird.
Es wird die Entstehung von zwei verschiedenen Sauerteigarten erklärt. Die Rede ist von Roggensauerteig und Weizensauerteig. Und wie Du aus Trockenfrüchten wilde Hefe herstellen kannst, ist in meinen Augen noch obendrein ein Schmankerl. Damit der Sauerteig nicht verhungert, hat der Autor eine extra Rubrik „ Sauerteig lagern und füttern“ eingebunden. Denn wenn Dich der Backvirus packt musst Du selbstverständlich immer einen Sauerteig auf Lager haben. Auf den nächsten Seiten gibt der Hobbybäcker Auskunft über Konsistenz und Geruch des angesetzten Sauerteigs. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man am Anfang recht unsicher ist, wie so ein Sauerteig riechen und aussehen soll. Auch die Übersicht und die Erklärung der aufgeführten Gerätschaften sind äußerst hilfreich. Damit man auch keine unnötigen Fehler macht, z.B. welches Wasser wird verwendet, kaltes, warmes oder heißes, hat sich der Verfasser auch hier Zeit genommen und sich entsprechend der Thematik angenommen. Alles in allem eh es zu den Rezepten geht bekommt man viele tolle Tipps und Tricks.
Backen mit Sauerteig ist also kinderleicht. *hüstel* oder besser ist für mich mit dieser Lektüre einfacher geworden.
Ich habe natürlich nicht nur gelesen, sondern auch gebacken und wieeeee. Wie ein Weltmeister, okay, wie ein kleiner Weltmeister.
Mein erstes richtiges Brot ohne Backmischung, ohne Brotbackautomat und ohne Hefe ist super geworden. Ich freue mich wie ein Schneekönig und meine Begeisterung kennt fast keine Grenzen. Wie es aussieht wird es demnächst im Büdchen wieder öfters Schnittchen geben.
Das ich von dem ursprünglichem Rezept etwas abweichen musste verstehst Du sicher, denn parallel zum Buch habe ich noch einige Blogs durchschnüffelt und die Topfbrote haben mir sehr gefallen. Also lag es auf der Hand dass ich mein Brot im Topf gebacken habe, mit dem Ergebnis, dass ich ein wunderbares, weiches Brot mit einer fantastischen Kruste bekam.
Roggensauerteigbrot:
Vorteig am Abend vorher:
100 g Roggensaueransatz
300 ml lauwarmes Wasser
180 g Roggenmehl
Sauerteigansatz, Wasser und Roggenmehl in einer großen Rührschüssel vermischen. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht bei 22 – 24 Grad ruhen lassen.
Am nächsten Tag:
Sauerteig vom Vortag
500 g Roggenmehl
100 ml lauwarmes Wasser (mit dem Wasser vorsichtig umgehen, lieber weniger nehmen)
200 ml Buttermilch
20 g Salz
Alle Zutaten vermischen und wieder mit Folie abdecken. Nun innerhalb von 3 – 5 Stunden auf die doppelte Größe gehen lassen.
Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsplatte stürzen und mit mehligen Händen zu einer Kugel falten.
Ein Gärkörbchen kräftig mit Mehl bestäuben, die Teigkugel mit der glatten Seite nach oben hineinlegen und den Brotlaib auf das Doppelte gehen lassen.

Und jetzt kommt´s, in den Backofen einen Gusseisernen Topf mit Deckel stellen und den Backofen samt Topf auf 250 Grad aufheizen. Nach guten 20 Minuten müsste der Topf heiß sein. Nun den Topf auf eine feuerfeste Unterlage stellen, Deckel abnehmen, Teigkugel mit der glatten Seite nach oben in den Topf geben, sofort wieder mit dem Deckel verschließen und in den heißen Backofen geben. Das Brot nun 15 Minuten mit Deckel backen. Die Temperatur auf 220 Grad reduzieren, den Deckel abnehmen und 25 bis 30 Minuten fertigbacken. Die Krume wird genial kross und innen bleibt das Brot himmlisch weich.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Maisbrötchen ohne Topf…

…wo Du auch immer hinschaust, Du kannst als Blogger machen was Du willst, aber am Brot oder Brötchen backen kommst Du nicht vorbei.
Hast Du eine Ahnung wie Herr GB reagiert wenn ich mal wieder auf die Idee komme Brot zu backen? Von jetzt auf gleich macht sich eine Gluten-Unverträglichkeit bei ihm bemerkbar, oder er wollte eh beim Brot etwas kürzertreten und außerdem gehen seine Vorlieben ja doch eher in Richtung Brötchen!
Was sagste jetzt? Ich meine mal so ganz unter uns, er hat ja nicht wirklich unrecht, das eine oder andere Experiment meiner Brotbackaktionen lässt einen schon auf Distanz zum selbstgemachten Brot gehen, aber wenn ich nicht übe, kann ich auch kein Meister werden, da muss er jetzt durch.
Du kannst mir glauben ich bin nicht wirklich sadistisch veranlagt und ärgern will ich ihn auch nicht, doch man muss ja irgendwie einen Kompromiss finden und weil er lieber Brötchen mag (momentan jedenfalls) backe ich eben kleine Brötchen.
Okay, nichts leichter als das, habe ich mir gedachtr. Ich wiedersetze mich also dem derzeitigen Trend der Topfbrote, obwohl die superlecker sind.
Ich ignoriere meinen hervorragenden Sauerteig der im Kühlschrank steht und aufs Backen wartet (fragt sich nur wie lange noch).
Stattdessen wird endlich der BrötchenBrotbackstein eingeweiht und zwar mit Maisbrötchen, die machen nicht ganz so eine Sauerei wie neulich die Pizza, dessen Belag beim hineinstupsen unten im Backofen landete.
Das Topfbrot steht aber auch noch ganz oben auf meiner Liste, zumal ich ja auch so einen supertollen Bräter habe, der nur für Fleischgerichte alleine echt zu schade ist. Zwar hatte ich schon einen Topfbrotbackversuch gestartet, aber es ist oben nicht aufgebrochen wie ich das von allen Bloggerkollegen und –kolleginnen kenne.
Nun gut, jetzt gibt es Brötchen und der Bräter muss noch etwas warten.
Maisbrötchen:
Zutaten:
500 g Weizenmehl
100 g Maismehl
2 TL Salz
330 ml Milch
1 Apfel (ich habe Boskoop
25 g Butter
½ Würfel Hefe
½ TL Zucker

Zubereitung:Die Butter und die Milch mischen, zusammen erwärmen bis die Milch lauwarm ist und sich die Butter verflüssigt. Die Hefe in das lauwarme Butter-Milch-Gemisch bröckeln, mit dem Zucker bestreuen und stehen lassen, bis sich Blasen bilden.
Apfel raspeln und mit dem Weizenmehl, dem Maismehl und dem Salz mischen. Die aufgelöste Hefe mit der Milch dazugeben und kräftig kneten, bis ein elastischer Teig entsteht.
Brötchen formen und auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einer Folie abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. In einem auf 220 °C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen.

Dienstag, 25. Juni 2013

Holunderblütenbrot, den Bäcker musst Du suchen der das im Angebot hat...

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, könnte er aber. Wobei Herr GB ja immer ganz gerne Brot beim Bäcker kauft um mir die Arbeit zu ersparen und sich selbst das Fiasko meiner Brotbackkunst. Aber diesmal ist mir wirklich ein ganz großer Clou gelungen. Ich war selbst ganz von den Socken.
Während der Holunderblütezeit gehört im Büdchen zum Standardprogramm Holunderblütensirup, Holunderblütenessig und Holunderblütenzucker. Manchmal mache ich auch zwei oder drei Gläser Holunderblütengelee. Auf dem Programm stehen noch kandierte Holunderblüten und jetzt ganz neu Holunderblütenbrot. Ausgerechnet ich Brotbackdepp habe dieses leckere Brot hinbekommen.
Wir haben es mit einem milden Käse probiert, ging, aber etwas mit kräftigerem Geschmack wäre besser. Herr GB hat sich an würzige gekochte Mettwurst getraut, Du denkst jetzt sicher das Gleiche was ich auch gedacht habe. Iiiiiii, das geht doch gar nicht, aber es ging und wie das ging, einfach genial. Tja und mit etwas Süßem, wie z.B. Aprikosenkonfitüre war es natürlich auch genial. Schade eigentlich dass es nicht das ganze Jahr Holunderblüten gibt. Wenn Du dich beeilst, kannst Du es auch noch backen, noch gibt es Holunderblüten.

Holunderblütenbrot:
400 g Weißenmehl
100 g Buchweizenmehl
30 g Hefe
1 Prise Zucker
¼ Liter Milch, lauwarm
Blüten von 6 Holunderdolden
½ Teelöffel Salz
Schale einer unbehandelten Limette
1 Eigelb

Die Mehle mit einander vermischen. In die Mitte eine Kuhle drücken und die Hefe hinein krümeln. Die Prise Zucker auf die Hefe geben und mit etwas lauwarmer Milch angießen. 30 Minuten warten und die Hefe etwas gehen lassen. Sie schäumt etwas auf.
Die restliche Milch angießen Salz, Holunderblüten und Limettenschale zufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zum Brotlaib formen und gut 60 Minuten gehen lassen. Wenn es sich größenmäßig verdoppelt hat mit einem verquirlten Eigelb einpinseln und bei  Umluft im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 50 Minuten backen. Das Brot vor dem Aufschneiden auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Dienstag, 9. Oktober 2012

Saftiges Brot mit trockenen Äpfeln…

kannst Du Dich noch erinnern, im August ist meine Dörrmanie endgültig zum totalen Ausbruch gekommen. Ich bin noch immer begeistert wie vielseitig getrocknetes Obst und Gemüse einsetzbar ist. Während wir im September den Süden von Deutschland bereisten, begeistert von den Obstländereien der dortigen Bauern und den traumhaften Apfelbäumen an jeder Ecke, überkam mich wieder die Lust den Duft, die Süße und den fruchtigen Genuss einfangen zu wollen.
Dann musste ich wieder an mein leckeres Apfelbrot denken das ich vor dem Urlaub gebacken habe. Spätestens da stand fest, ich muss unbedingt Äpfel mit ins Büdchen schleppen.
Außerdem schmecken getrocknete Apfelringe in Schokolade getaucht auch hervorragend und so langsam muss man ja auch an die Adventzeit denken. Ansonsten kann neben Dominosteine, Lebkuchen und Marzipankugeln auch ruhig mal etwas Gesundes gegessen werden, oder?
Allen die das tolle Apfelbrot probieren wollen kann ich folgendes Rezept ans Herz legen. Es ist auch eine richtige Köstlichkeit für die Kaffeestunde.
Apfelbrot:
350 ml Apfelsaft oder Pflaumensaft
20 g frische Hefe (es funktioniert aber auch super mit einem Tütchen Trockenhefe)

1 Esslöffel Zucker
150 g getrocknete Apfelscheiben (das entspricht ca. 6 frischen Äpfeln)
45 ml Calvados
1 ½ Teelöffel Thymianblättchen
500 g Mehl
1 gestrichener Esslöffel Salz
Backpapier
1/3 des Apfelsaftes erwärmen, die Hefe da hinein krümeln und den Zucker hinzufügen. Den Saft rühren bis sich alles aufgelöst hat.
Die getrockneten Apfelscheiben mit einer Haushaltsschere in Stücke schneiden und mit dem Calvados beträufeln.
Ebenfalls die Thymianblättchen zugeben und alles vermischen.
Das Mehl mit dem Salz mischen und in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde hineindrücken. Den Saft mit der aufgelösten Zucker-Hefe in die Mulde gießen. Das Mehl nach und nach mit dem Gemisch vermengen. Den restlichen Apfelsaft erwärmen und ebenfalls unter das Mehl mischen. Alles zu einem geschmeidigen Teig vermengen. Zum Schluss die eingeweichten Apfelstücke mit dem Calvados und dem Thymian in den Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen und gut eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig sollte sich gut verdoppelt haben eh er nochmals kurz durchgeknetet wird.
Den Backofen auf 230° vorheizen, den Teig in zwei Portionen teilen und zu Brotlaibe formen. Die Brotlaibe auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben, nochmals geschützt 20 Minuten gehen lassen und dann ca. 35 Minuten backen bis es goldbraun ist. Die fertiggebackenen Apfelbrote auf einem Gitter auskühlen lassen.

Tipp: sollte der Teig zu feucht sein, einfach etwas Mehl unterkneten. Denn die Feuchte ist abhängig von der Feuchte der getrockneten Apfelscheiben. Statt Apfelsaft unbedingt Pflaumensaft ausprobieren. Pflaumensaft gibt eine sehr fruchtige Süße an das Brot


Freitag, 16. März 2012

Heute gibt es Sandwiches...

Als ich Kind war gab es eine Fernsehserie die hieß "lieber Onkel Bill" mit den Zwillingen Buffi und Jody. Es gab noch eine große Schwester die Cissy hieß, noch den Butler Mr. French und nicht zu vergessen Mrs. Beasley die Puppe von Buffi. Mrs. Beasley war nicht nur einfach eine Puppe, nein, die war ein Freund. Ein echter Freund für Buffi. Wie ich jetzt darauf komme? Neulich, als ich mir das Buch Tea Time für Genießer zu Gemüte führte, entdeckte ich auch einige Rezepte für Sandwiches in dem Buch. Prompt musste ich an diese besagte Fernsehserie denken, denn in den Filmen aßen die Kinder gelegentlich auch Sandwiches. Mir imponierte das damals ganz mächtig, denn Sandwiches gab es bei uns zuhause nicht. Ich hatte noch nicht einmal annähernd einen Schimmer was überhaupt Sandwiches waren, geschweige denn dass ich sie jemals gegessen hätte. Irgendwann machte ich mal den Start Weißbrotscheiben mit Schinken und Käse zu belegen, doch unter weltbeste Sandwiches hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Dann kam endlich der Tag X und ich hatte in USA die Gelegenheit diese Dinger zu probieren. Seitdem bin ich geheilt, diese Genussschnittchen brauch ich nicht mehr, hab ich gedacht.Doch jetzt habe ich welche ausprobiert die haben Suchtfaktor und ich bin überzeugt genauso leckere Sandwiches haben damals auch die Zwillinge von Onkel Bill gegessen…
Sandwiches mit Eiercreme und Kresse
3 hartgekochte Eier, zerdrückt
75 g Mayonnaise
1 Teelöffel Dijonsenf
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
1 Esslöffel glatte Petersilie, fein gehackt
8 Scheiben Weißbrot
30 g weiche Butter
Ein Päckchen Kresse, fein geschnitten
Salz und Pfeffer
Mayonnaise, Senf und Kräuter in einer Schüssel vermischen, die zerdrückten Eier unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Rinde der Weißbrotscheiben abschneiden und die Scheiben mit der weichen Butter bestreichen. Auf vier gebutterte Weißbrotscheiben die Eiercreme streichen und jeweils mit einer gebutterten Weißbrotscheibe abdecken. Die Sandwiches zweimal in mundgerechte Stücke durchschneiden.
Da bekommt der Satz "lass uns amerikanisch essen" eine ganz neue Bedeutung und ja auf der großen Insel nebenan isst man die auch gerne zum Tee...


Mittwoch, 13. April 2011

Strammer Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...

Wir hier im Büdchen lieben essenstechnisch ja Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen, Miniportionschen. Sie sehen nicht nur schön aus, sie sind auch gut zu essen und das Geniale, man kann auch unterschiedliche Dinge probieren. Außerdem ist es bei „nicht mögen“ nicht ganz so unangenehm, wenn noch ein kleiner Haps übrig bleibt. Na ja und viel kann es ja eh nicht sein, weil die Portion ja vorher schon klein war. Ich weiß, hier wird jetzt so der eine oder andere schmunzeln, im Pott und Miniportionen ist eigentlich so weit von einander entfernt, wie der Mond von der Erde. Aber das stimmt nun ganz und gar nicht, das war mal so, doch seit wir Kulturhauptstadt im letzten Jahr waren, weiß jetzt fast jeder was alles Kultur ist und das geht bei weitem über das berühmte Kulturtäschchen hinaus.
Nun ist es aber so, da gibt es Leute aus dem Süden, Norden oder Osten die glauben tatsächlich Städte wie Düsseldorf oder Köln gehören auch noch zum Pott. So ist das aber nicht, nee bei weitem! Die Rheinländer zählen sich nicht zum Pott, aber ich kenne auch keinen aussem Pott dem man einen Gefallen erweist, indem man ihn zum Rheinland mischt.
Fein essen können sie beide und wenn es mal so richtig lecker schnell und deftig sein soll, greifen auch beide gerne mal zum strammen Max. Schnittchen Brot mit Butter bestreichen, schön lecker Schinken drauf, hier im Pott den rohen Schinken, aber ich glaube im Rheinland geht auch beides. Dann noch Gurkenscheibchen von der Essiggurke und obendrauf das gebratene Spiegelei. Das Weiße schön fest, zum Rand hin etwas knusprig, aber das Gelbe darf nur von unten leicht gebraten sein. Im Idealfall ist das Eigelb oben weich und noch etwas flüssig. Sticht man hinein, muss es wie warmer Wachs über das Brot laufen.
Tja, aber wie bekommt man einen Strammen Max in homöopathischer Dosis?
Der Trick ist, Brotscheiben in der gewünschten Größe ausstechen, Butter drauf, Schinken in kleine Stücke reißen und auf dem Schnittchen verteilen, dann auch Gurkenscheibchen, nur weniger und obenauf ein kleines Spiegelei! Wie wäre es mit einem Wachtelspiegelei?
Dieser kleine stramme Max ist auch mal ein nettes Amuse-Gueule und sollten nur Leute aussem Pott und aus dem Rheinland zum speisen kommen, macht man einfach etwas mehr...
Der Auslöser für den kleinen strammen Max hat eigentlich Zorra geliefert, oder doch eher der Edekaner von Chef, der Metzger hat gesagt, denn der ist noch bis zum 15.04.2011 der Gastgeber für das Event auf Zorra´s Blog. Das Thema ist "eine kulinarische Reise durch das Rheinland" da wir vom Büdchen gerne mal an den Rhein fahren, obwohl wir vor der Haustür die Ruhr mit ihren herrlich schönen Stauseen haben, wollten wir uns diesen Event nicht entgehen lassen.
Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

Erst sollte es der Have Hahn werden, aber der stramme Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...