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Freitag, 12. September 2014

Es wird würzig, Schweinefilet im Kräutermantel, Blumenkohlcurrypüree usw. usw….würzig halt...

…eigentlich habe ich im Moment gar keine Zeit hier rumzuschreiben, ich habe noch soooo viel auf meiner Nachkochliste, aber dieses Event kann ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen. Es geht ums Würzen und ich schwärme geradezu für Gewürze, also verstehst Du meine Freude.
Frau P. von Oberst trifft Sahne hatte mit der Königin Doc Eva auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Kochtreffen ein richtig tolles Erlebnis, sie waren bei active cooking und sie schwärmten das ganze Wochenende, wenn sie nicht gerade selbst kochten, von diesen zwei jungen Männern die eine richtig tolle Idee in die Tat umgesetzt haben. Von der Idee hat Frau P. hier erzählt und Du kannst ja mal bei Gelegenheit zu ihr rüber springen und Dich informieren. Aber erst einmal bleib mal noch hier, das eine oder andere könnte Dich nämlich durchaus noch interessieren.
Also zurück zu den Reisemädels. Du kannst Dir vorstellen wenn zwei Mädels so begeistert sind dass sie kaum ein anderes Thema haben, dann haben sie auch das Shoppen nicht ausgelassen. Ich gehörte zu den Glücklichen die auch eine großzügige Kostprobe einige Tropfen probieren durfte und ich kann nur sagen, KÖSTLICH! Dass die Kostprobe recht mickrig ausgefallen ist, konnte ich durchaus verstehen, ich hätte auch nicht mehr abgegeben von den vortrefflichen Delikatessen. Diese wenigen Tropfen der Kostprobe sind es mir wert beim Event, zu dem Frau P. aufgerufen hat, mitzumachen.
Frau P. will wissen ob ich nur mit Pfeffer und Salz würze, oder ob ich auch noch andere Gewürze verwende. Ja Frau P., ich habe tatsächlich Unmengen von Gewürzen im Gebrauch. Sie will nicht nur wissen wie ich würze, sie möchte auch noch gerne in meinen Gewürzschrank schauen, neugieriges Weib. Okay Frau P., Du hast es so gewollt!
Aber auch Salze sind mir äußerst wichtig, und Gewürzmühlen hätte ich sicherlich im Dutzend hier stehen, hätte ich nur mehr Platz. Zum Würzen gehören für mich auch Essige und Öle.
Nicht dass Du jetzt denkst mein Essen ist komplett überwürzt. Frau P. weiß dass ich gut dosiert würze. Das Wichtigste ist für mich das Produkt, egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder sonstiges, das Produkt selbst steht absolut auf Platz eins und das Letzte was ich möchte, den eigentlichen Geschmack mit Gewürzen übertünchen. Ganz schlimm wenn Speisen nur noch nach Gewürzen schmecken und der eigentliche Geschmack ganz verloren geht. Mit Gewürzen spielen, das Eigentliche damit unterstreichen, oder auch den Ursprungsgeschmack verstärken. Zum Glück ist der Wahn des Überwürzens wieder in seine Schranken zurück gedrängt und der Genuss steht wieder im Vordergrund.
Genuss soll Spaß machen und uns bespaßte ein Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce. Ja Frau P. jetzt staunst Du nicht schlecht, da hättest Du jetzt sicher auch gerne etwas von gehabt. Heute müssen Bilder reichen, aber wenn ich Dich mal wieder treffe, dann lass ich mir etwas einfallen, so wie Du es auch für uns mich immer machst, aromatisch-genussvoll-feinwürzig, eben mit Gewürzen gespielt. So, Frau P. jetzt bekommst Du noch ein Rezept zum Event und dann muss ich aber wieder in die Küche.
Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce
Schweinefilet im Kräutermantel
Zutaten:
Schweinefilet pro Person ca. 150 g
1 Esslöffel Butter
2 Scheiben Toastbrot ohne Rinde gerieben
50 g geriebenen Parmesankäse
2 Esslöffel Naturjoghurt
Eine Handvoll gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Liebstöckel)
Pfeffer und Salz
Das Schweinefilet in der Butter von allen Seiten anbraten und leicht bräunen.
Aus dem geriebenen Toastbrot, dem Parmesankäse, den Kräutern und dem Joghurt eine Creme herstellen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Ruhig etwas kräftiger, denn der Joghurt braucht Salz und Pfeffer.
Das angebratene Schweinefilet in eine Auflaufform geben und die Joghurtmasse auf das Filet streichen. Das Filet soll komplett rundherum bedeckt sein. Den Backofen auf 180°C vorheizen und das umhüllte Filet gute 30 bis 35 Minuten im Backofen garen.
Nach der Garzeit aus dem Backofen holen und ca. 5 Minuten ruhen lassen eh es angeschnitten wird.
Blumenkohlcurrypüree
Zutaten:
Blumenkohl
Kartoffeln
Creme frâiché
Milch
Salz und englische Currypulver
Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und in Salzwasser kochen. Gewichtsmäßig den gleichen Anteil Kartoffeln schälen und ebenfalls kochen. Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben und den Blumenkohl mit einem Mixstab pürieren. Beides miteinander vermengen, mit etwas Milch und Creme frâiché glatt rühren. Mit Salz und Currypulver würzen.
Würziges Knuspergemüse
Zutaten:
Pro Person je eine große Möhre, ein Viertel einer großen Kohlrabe, ein großes Blumenkohlröschen in kleine Röschen geteilt.
Etwas Zucker
Etwas Salz
Butter und Paniermehl
Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Ingwerpulver, Nelkenpulver, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte und langer Pfeffer jeweils nur ein Prise
Die Möhren und die Kohlrabe in kleine Würfel schneiden, anschließend zusammen mit den kleinen Blumenkohlröschen in einen Topf geben. Mit Salz und Zucker bestäuben. Gut eine 1/4 Stunde stehen lassen damit das Gemüse Wasser ziehen kann. Jetzt das Gemüse aufkochen und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen. Die Butter erwärmen und das Paniermehl zufügen. Das Paniermehl anbräunen. Die Gewürze zusammen in einen Mörser geben und zu feinen Gewürzstaub mahlen. Das Gewürzmehl zur Paniermehlbutter geben und verrühren.
Die Paniermehlbutter beim Anrichten tropfenweise auf dem Gemüse verteilen.
Braune Sauce:
Zutaten:
1 Schalotte
1 Teelöffel Butter
250 ml Rinderfond (ich hatte noch einen Fond von Ochsenbäckchen)
50 ml Madeira
100 ml kräftigen Rotwein
100 g eiskalte Butterflöckchen
Pfeffer und Salz
Die Schalotte in feine Würfelchen hacken. Die Butter erwärmen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Mit Madeira und Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Den Fond hinzufügen und alles zusammen auf gute 175 ml einkochen. Mit den Butterflöckchen aufschlagen bis eine gute Bindung erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Bis zum Servieren warmhalten.
Alle Einzelkomponenten zusammen anrichten.

Dienstag, 12. März 2013

Es geht auch ohne Fleisch, wie wäre es mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry?

Im Moment ist hier im Büdchen grüne Küche angesagt, was das genau heißt werde ich Dir noch in den nächsten Tagen genauer erzählen. Hier ist ein Buch eingezogen das ich aber nicht mal eben im Vorrübergehen erklären kann. Nee, das ist so toll, dafür benötige ich etwas mehr Zeit und weil ich es so schön finde, habe ich auch schon einiges daraus gekocht. Ich spanne Dich gerade auf die Folter? Ja, Du kannst auch mächtig gespannt sein. Es ist kein reines vegetarisches Kochbuch, sondern es animiert lediglich zu weniger Fleisch. Es geht nicht so dogmatisch vor wie reine vegetarische Kochbücher, aber es macht neugierig. So, mehr werde ich Dir heute aber nicht erzählen, dafür habe ich aber schon einmal ein richtig schönes Rezept für Dich. Vielleicht macht es Dich ja wissbegierig und Du freust Dich schon auf die nächsten Rezepte aus dem Buch. Den Reigen eröffne ich mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ein Rezept das absolut alltagstauglich und äußerst schmackhaft ist. Tja und so ganz nebenbei ist es auch noch total schnell gemacht. Das die Zutaten frisch sein sollen brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?
Kartoffel-Blumenkohl-Curry
2 rote Zwiebeln, geviertelt und in Scheiben geschnitten
600 g festkochende Kartoffeln geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 kleiner Blumenkohl in kleine gleichmäßige Röschen geteilt
2 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Teelöffel Currypulver, mittelscharf
100 g ausgelöste Erbsen (hier habe ich geschummelt und TK-Erbsen gekauft)
70 g Ingwerwurzel
Salz
100 g Creme Fraiche, mein Töpfchen hatte 125 g und ich habe die komplette Creme verarbeitet.
In einem Topf mit schwerem Boden das Öl erhitzen. (ich habe einen Gusseisenbräter, der ist genial für dieses Gericht). Die Zwiebelscheiben in dem heißen Öl anbraten. Das Currypulver drüberstreuen und alles kräftig durchrühren, bis das Currypulver anfängt zu duften. Die Kartoffelwürfel und die Blumenkohlröschen zufügen, kurz mitbraten und mit Wasser ablöschen.
Das Curry mit Wasser soweit angießen, bis das Gemüse halb davon bedeckt ist. Auf kleiner Stufe knapp 35 Minuten köcheln lassen. Die Erbsen zufügen und gar ziehen lassen.
Den Ingwer reiben und gut ausdrücken. Wir benötigen nur den Ingwersaft. Den Ingwersaft zum Curry geben und das Curry mit Salz abschmecken. Evtl. noch mit etwas Currypulver nachwürzen. Die Creme frâiche untermischen und vielleicht einige Kartoffeln zerdrücken um eine Bindung zu erzielen. Bei Bedarf das Curry nochmals erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.


Samstag, 28. August 2010

Er badet nicht in Eselsmilch, er schwitzt im Grünteedampf…

Der Wellnesstrend ist ja überall greifbar und wenn ich ganz ehrlich bin, genieße ich mit. Selbst Cleopatra wusste ja schon was schön macht, sie badete in Eselsmilch und Else Kling pflegte sich von innen mit Buttermilch. The New Generation bringt sich nicht nur mit Sport in Form, nein sie trinken literweise Wellnesswasser, wenn das nicht reicht wird Wellnesstee getrunken.
Ich kaufe mir schlichte allgemeingebräuchliche Bade- bzw. Duschzusätze in Drogeriemärkten aus Mangel an Eselsmilchherstellern in meiner Nähe. Da die Buttermilch bei Else Kling äußerlich nicht wirklich gravierenden Erfolg gebracht hat, habe ich es erst gar nicht versucht. Die Wasserwelle habe ich auch großzügig umschifft, allerdings die Wellnesstees die gibt es auch in meiner Nähe im Drogeriemarkt und irgendwann sind verschiedene Sorten in meinen Einkaufkorb gelandet. Die schmecken auch ganz ok, wobei ich doch wieder zu den mir bekannten Kräuter- und Früchtetees zurückgekehrt bin. Früchtetee im Sommer kalt und mit einem Schuss Apfelsaft oder Zitrone ist total erfrischend und garantiert auch gesund. Genauso ist es beim Wasser, mit einer Scheibe Ingwer, auch gesund. Dafür kann man auch wieder das Wellnesswasser gebrauchen. Die Grundlage von einigen Wellnesstees ist oftmals Grüntee, wie soll es anders sein, er ist gesuhuund.
Ich habe mir ja mal so überlegt, eine Scheibe Ingwer in einer Tasse Grüntee ist sicher auch nicht ganz so schlecht. Vielleicht statt Zitrone ein Stück Zitronengras noch dazu und perfekt ist der Wellnessdrink. Irgendwie habe ich mich nicht getraut das zu probieren und dabei kam mir die Idee, was für die schnelllebige Menschheit gesund ist, könnte für ein Fischfilet nicht wirklich schlecht sein.
Tja und seitdem bekommt in meiner Küche gelegentlich ein Fischfilet ein Saunabad, der Dampf des Tees aromatisiert mit Ingwer, Zitronengras und Knoblauch, ist ja alles auch super gesund.
Sollte ich aber mal irgendwann an Eselsmilch kommen, könnte ich mir vorstellen ein Fischfilet in Eselsmilch zu pochieren, aber bis dahin schwitzt er weiterhin im Grünteedampf…
Rezept: Fischfilet im Grünteedampf mit Mango-Curry-Packung an Reis mit Thai-Basilikum, dazu buntes Gemüse
Dieses Rezept eignet sich für Tischdampgarer, Garkörbchen mit Wok oder handelsübliche Dampfaufsätze für Kochgeschirre

1 sehr reife Mango
2 Teelöffel Currypulver
3 Teelöffel Senf mittelscharf
600 g Dorschfilet
400 ml Wasser
2 Zitronengrasstangen
1 Stück Ingwer daumengroß
3 Knoblauchzehen
1 Esslöffel Grüntee
Einige Blätter Thai-Basilikum
Sesamöl
200 g Reis
2 Zweige Thai-Basilikum
3 Möhren
3 Frühlingszwiebeln
1 grüne Paprika
1 gelbe Paprika
50 ml Kokosmilch
2 Teelöffel Speisestärke

Die Mango schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Curry und Senf zu den Mangostücken geben und alles pürieren. Mus zur Seite stellen.
In das Unterteil der Dampfstation den Grüntee, den geschälten und in Stücke geschnittenen Ingwer, eine Stange Zitronengras die vorher gut zerquetscht wurde, damit sich das Aroma entfalten kann und die geschälten Knoblauchzehen geben. Alles mit dem Wasser übergießen. Den Dampfaufsatz einsetzen und mit Sesamöl gut einfetten. Das Fischfilet in den Geölten Einsatz legen und mit der Hälfte der Mango-Curry-Senf- Paste bestreichen. Einige Thai-Basilikumblätter umlegen.
Das Wasser zum Kochen bringen und auf 75° - 80°C gute 15 Minuten dämpfen.
Den Reis kochen, die Blätter von den zwei Zweigen Thai-Basilikum abzupfen und fein hacken. Unter den Reis mischen.
Möhren und Paprika putzen in längliche Stücke schneiden, in einen Topf geben, leicht mit Wasser benetzen, etwas Salzen und eine zerquetschte Zitronengrasstange dazugeben. Alles 10 Minuten garen. Die Frühlingszwiebeln zu dem Gemüse geben und weitere 3 Minuten garen. Anschließend mit Sesamöl beträufeln.
Die Teebrühe aus dem Dampfgarer durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen. Die Kokosmilch zugeben und das restliche Mangomus einrühren. Alles aufkochen lassen und nach Bedarf mit Speisestärke binden.
Den Fisch auf einem Soßenspiegel setzen, mit Reis und Gemüse anrichten und servieren. Da gedämpfte Speisen extrem schnell auskühlen, die Teller vorher im Backofen, Mikrowelle oder Tellerwärmer anwärmen.