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Montag, 29. Oktober 2012

Verdammt wo ist denn Sonntagsüß?

Das ist mal wieder so typisch für mich, das Klärchen. Monatelang lese ich von der Initiative Sonntagsüß und wenn ich es, im wahrsten Sinne des Wortes, gebacken bekomme, ist die Aktion eingestellt.
Also nicht jetzt wirklich eingestellt, nur in veränderter Form. Die Rezepte werden jetzt nicht mehr auf dem Blog gesammelt, sondern auf einer Seite bei Facebook sind sie zu finden.
Jetzt fragst Du dich was mein Montagsbeitrag mit Sonntagsüß zutun hat? Den Kuchen gab es natürlich sonntags, aber da im Gourmet-Büdchen sonntags die Tastatur still liegt, kann sonntags eben auch nichts gebloggt werden.
Außerdem habe ich mir ja fast einen Wolf gesucht bis ich endlich kapiert habe, dass man eben nur noch bei FB Sonntagsüß lebt und auf den organisierten Blog´s die Initiative eingestellt ist.
Euch kann es ja auch egal sein, denn Ihr wollt sicher nur das Rezept von der leckeren holländischen Marzipanapfeltorte haben. Übrigens, das Backen klappt bei mir immer besser und deshalb gibt es für Herrn GB zukünftig auch immer Sonntagsüß, mal sehen wie lange ich die Backerei durchhalte…
 
 
Holländische Marzipanapfeltorte
300 g Mehl
125 g feiner Zucker
1 Prise Salz
200 g kalte gute Butter
1 Eigelb
50 g getrocknete Aprikosen in kleine Würfel gehackt
50 g getrocknete Datteln in kleine Würfel gehackt
100 ml Orangensaft
1 kg Äpfel (Elstar), geschält und in Scheiben geschnitten
2 Esslöffel Speisestärke
2 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel feiner Zucker
200 g Marzipanrohmasse
3 Esslöffel Aprikosenkonfitüre
Mehl mit Zucker, Salz, Butter und Eigelb zu einer Teigkugel verkneten. Diese Teigkugel in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank lagern. Eine Springform mit Backpapier auskleiden, oder einfetten. Die Aprikosen – und Dattelwürfel in einen Topf geben und mit dem Orangensaft mischen. Das Obstgemisch aufkochen bis die Obstwürfel den Saft aufgesogen haben. Nun die gut gekühlte Teigkugel in zwei Teile halbieren. Eine Hälfte des Teiges in die Form geben und ausrollen. Den Teig an den Seitenrändern hochziehen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die Apfelstücke auf den Teig verteilen, darüber die Aprikosen- und Dattelwürfel geben.
Speisestärke mit Zimt und Zucker mischen und auf die Äpfel streuen.
Die zweite Hälfte des Teiges in Streusel zerbröseln und über die Äpfel-Speisestärke-Mischung verteilen.
Nun die Marzipanmasse in kleine Stücke krümeln und über den ganzen Kuchen bröckeln.
Die Kuchenform in den vorgeheizten Backofen schieben und bei 175°C 45 bis 50 Minuten backen bis er goldbraun ist. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen.
Jetzt den Kuchen noch 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, aus der Form nehmen und servieren. Er schmeckt warm sehr gut, aber auch abgekühlt am nächsten Tag ist die Torte noch herrlich saftig. Sonntagsüß eben ;-)


Dienstag, 23. Oktober 2012

Basmatireis verwandelt in ein indisches Dessert…

Im Moment ist Reis angesagt, gestern das Eiercurry mit Reis und heute gibt es Mandelreis. Aber nicht nur einfach gekochter Reis mit Mandeln, nee, nee. Etwas aufwendiger ist es schon, aber nicht schwierig.
Wir haben es als Dessert gegessen und es schmeckt mal ganz anderes als der Reis den wir in üblicher Form, wie z.B. Milchreis kennen.
In dem originalen Rezept kamen Rosinen mit hinein, doch Herr GB ist ja ein Rosinenverweigerer und deshalb habe ich ihm getrocknete Datteln und Aprikosen in den Reis gemischt. Um getrocknetes Obst, abgesehen Äpfel, reißt sich Herr GB jetzt nicht wirklich, doch ist es erst einmal gut mitverarbeitet und noch besser getarnt dann geht’s. Mal ganz unter uns, Rosinen habe ich ihm auch schon ins Essen gemischt, z.B. bei Mohnkuchen und soll ich Euch was sagen, ihm schmeckt´s.
Dieser Mandelreis bekommt durch Kardamon und Rosenwasser einen indischen Touch. Die Granatapfelkerne geben noch das i-Tüpfelchen. Ach was, was soll ich Euch hier die Zutaten einzeln aufzählen, ich gebe Euch das Rezept.
Mandelreis mit Rosenwasser
2 Esslöffel gehackte Datteln (getrocknet)
2 Esslöffel gehackte Aprikosen (getrocknet)
4 Esslöffel Mandelstifte
½ Liter Milch
2 Teelöffel Butterschmalz
130 g Basmatireis
2 Esslöffel Palmzucker (ersatzweise Rohrzucker)
¼ Teelöffel Kardamon
1 Esslöffel Pistazien (ungesalzen)
2 Teelöffel Rosenwasser
1 kleiner Granatapfel
Die Mandelstifte ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten. Die gehackten Datteln und Aprikosen mit dem Rosenwasser marinieren.
Die Milch erwärmen. In einem weiteren Topf Butterschmalz erhitzen und den Reis darin glasig andünsten, er sollte aber nicht bräunen. Den Reis mit der erwärmten Milch übergießen. Kardamon, Zucker, das marinierte Trockenobst und die Mandelstifte untermischen. Zusammen solange ausquellen lassen bis die Milch komplett aufgesogen ist. Die Temperatur sollte möglichst gering sein.
Die Pistazien fein hacken und als Deko bereitstellen.
Nun noch die Granatapfelkerne aus der Schale lösen und ebenfalls zur Seite stellen.
Zum Servieren den Reis in Glasschalen füllen mit Pistazienkernen bestreuen und in einem separatem Schälchen die Granatapfelkerne reichen.


Montag, 6. August 2012

Pesto mal ganz anders…

Seit Wochen hatte ich mir ein Pesto für heiße Zeiten vorgenommen und was war dann in der vorletzten Woche? Die Außentemperaturen waren heißer als heiß und Klärchen sucht verzweifelt ihr Tomaten-Aprikosen-Dattel-Pesto im Vorratsregal. Aber der angestammte Platz ist angestaubt und leer. Es ist mir doch tatsächlich durchgegangen dass auch das letzte Glas bereits Verwendung gefunden hatte. Kennst Du den blöden Spruch „wer schön sein will muss leiden“? Wer hungrig ist muss es auch, ich meine jetzt leiden. Ich habe mich geopfert und bei 30°C im Schatten Pesto gemacht. Also ich habe das Pesto in der Büdchenküche gemacht, da war auch Schatten. Der Schatten im Büdchen war allerdings um keinen Deut kühler. Aber das Pesto ist klasse geworden und wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen wieder kurz vor Hitzefrei stehen, stehe ich wieder vor meinem Vorratsregal, aber diesmal greife ich nicht ins Leere, nee, jetzt bin ich wieder vorbereitet.
Ich erzähl Dir noch eben schnell wie Du es nachbasteln kann, ich meine ja nur, vielleicht hast Du auch noch Platz im Vorratzregal und willst hamstern für heiße Zeiten.
Du brauchst 120 g getrocknete Tomaten, die übergießt Du mit 200 ml kochendem Wasser und lässt sie quellen.
Dann hackst Du 75 g getrocknete Aprikosen und 50 g getrocknete Datteln ohne Stein klein. Wenn Du einen Blender hast, gibst Du jetzt die gehackten Aprikosen und Datteln mit einem Esslöffel Zitronensaft, einer Messerspitze gemahlene Fenchelkörner, einen Esslöffel Lavendelhonig, einer Prise Cayennepfeffer, einer gehackten Knoblauchzehe, vier Esslöffel Olivenöl und den Tomaten samt Quellwasser in diesen Blender und pürierst alles miteinander.
Das fertige Pesto füllst Du in Gläser und läst einen knappen Zentimeter unter dem Deckel frei. Eh Du die Gläser verschließt schüttest Du noch eine Schicht Olivenöl oben auf das Pesto, dann hält es sich länger.
Das Pesto eignet sich sehr gut auf warmen Ciabatta, Fladenbrot oder Baguette. Doch zu Spagetti ist es im Büdchen der Favorit.


Montag, 21. Februar 2011

Frucht des Winters, Vitamin C ohne Ende…

Die Grippeschutzimpfung im letzten Herbst hab ich total verpasst, wobei diese Impfung ja auch nicht vor Erkältung schützt und erkältet waren in meinem Umfeld so Einige. Da gab es kaum noch jemanden der nicht gehustet oder herum geschnupft hat. Im Büdchen war von alledem nichts zu vermelden. Puppenlustig und quietschfidel geht’s hier im Büdchen zu. Aber ich habe da auch so meine Vermutung, das liegt bestimmt am vielen Vitamin C. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Aussage medizinisch nicht von unserer Seite belegbar ist.
Wie ich auf die Idee komme, dass wir hier alle so gesund und vergnügt sind liege am Vitamin C? Also:
Wir nehmen dieses Zeugs ständig zu uns, mal in Zitronen, mal im Gemüse und natürlich in Orangen. Die Säure macht lustig und das Vitamin hält gesund, so einfach ist das.
Orangen so ganz normal als Obst essen finde ich einfach nur langweilig und außerdem Gemansche pur. Das ist nix für mich. Eine Birne, einen Apfel oder eine Kiwi kann man auch mal gut mit ins Büro nehmen, aber Orangen???
Nee, lieber nicht, also gibt’s die nur im Büdchen, Punkt, Aus, Ende.
Wir kaufen die immer Kistenweise und deshalb war ich für das Kochevent zu dem Sus vom Gärtnerblog aufgerufen hat, bestens gerüstet.
Alles was ich brauchte war im Hause. Ja und dann hab ich es wieder getan, ich habe den Kochlöffel geschwungen. Ach hat das wieder Spaß gemacht.
Sag ich doch, puppenlustig und quietschfidel, sicher wegen Vitamin C ohne Ende…

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Ich habe mal wieder etwas fürs Dessert gemacht, eine Orangentrilogie
Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille, Orangenmousse mit Orangenlikör und Orangenparfait mit Tonkabohne

Geeistes Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille:


4 Orangen
5Datteln fein gehackt
250 ml Weißwein
250 ml Orangensaft frisch gepresst
60 g Zucker
2 cm Zimtrinde
Mark einer Vanilleschote
3 Blatt Gelatine
Etwas Zitronensaft


Zwei Orangen filetieren. Die Filets zur Seite stellen und den Saft auffangen. Die restlichen zwei Orangen auspressen.
Den Wein mit dem Orangensaft, den fein gehackten Datteln, der Zimtrinde, dem Zitronensaft und dem Zucker aufkochen. Die Gelatine in etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und zu dem Wein-Orangensaft-Gemisch geben. Gute 30 Minuten ziehen lassen. Den Zimt entfernen und nun das Mark der Vanilleschote zufügen. Unterrühren und die Orangenfilets in das Süppchen legen. Im Das Süppchen im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. In kleinen Gläsern anrichten und je nach Festigkeit etwas Sekt angießen.



Orangenmousse mit Orangenlikör auf Biskuitboden:
Für den Boden:
1 Ei
1 Esslöffel Zucker
40 g Mehl
1 Prise Salz
40 g Orangenmarmelade
Das Ei mit dem Zucker und eine Prise Salz zu einer luftigen Creme schlagen. Das Mehl sieben und vorsichtig unter die Eiercreme heben.
Die Masse auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, streichen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze knappe 10 Minuten backen. Bitte auf die Bräunung achten, er soll goldgelb sein. Auf einem Tuch stützen und etwas auskühlen lassen. Mit einem Dessertring, oder Glas passende Kreise zu den Portionsformen ausstechen. Die kleinen Gebäckplatten mit der Orangenmarmelade bestreichen und zur Seite stellen.



Für die Creme:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Zucker
1 Orange unbehandelt
2 Esslöffel Orangenlikör
Etwas abgeriebene Orangenschale
100 ml Sahne
100 ml Schmand
1 Eiweiß
1 Prise Salz
4 Blätter Gelatine

Die Eigelbe mit dem Zucker auf einem Wasserbad schaumig schlagen. Anschließend auf Eiswasser wieder kalt schlagen. Die Orange auspressen, die Schale abreiben. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und quellen lassen. Sahne schlagen. Eiweiß mit einer Prise Salz ebenfalls aufschlagen. Den Schmand mit dem Orangensaft und der Orangenschale glattrühren und unter die Eiercreme mischen. Den Orangenlikör erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Ebenfalls in die Creme geben. Geschlagene Sahne und den Eischnee unter die Creme heben.



Nun die Creme in Portionsformen füllen und einige Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Kurz vor dem Servieren die Creme mit einem Messer vorsichtig aus die Formen lösen und jeweils auf ein mit Marmelade eingestrichenes Gebäckteil stürzen.



Orangenparfait mit Tonkabohne:


2 Eigelbe
50 g Akazienhonig
25 ml Milch
1 Teelöffel Tonkabohnenabrieb
200 ml Sahne
2 Eiweiß
1 Prise Salz
1 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Orangenlikör
Abrieb einer unbehandelten Orange


Eigelbe mit dem Honig und der Milch im warmen Wasserbad zu einer dicklichen Masse aufschlagen. Anschließend in Eiswasser wieder kalt schlagen. Tonkabohnenabrieb, Abrieb der unbehandelten Orange und den Likör dazugeben. Sahne schlagen und unterheben. Das Eiweiß mit Salz und Zucker zu Schnee schlagen und ebenfalls unter die Masse ziehen.
Die Parfaitmasse in Portionsformen geben und im Gefrierschrank 4-5 Stunden gefrieren lassen.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Gebäck, eine Freude für die Kollegen…

Die Winterzeit schreit ja förmlich nach Koch- und Backgenüssen und vor allem, wenn man auch noch gerne in der Küche experimentiert. Doch was macht man mit den ganzen Leckereien? Weder Herr, noch Frau GB möchten in eine nächstgrößere Kleidergröße wechseln. Also ist die Versuchsfreudigkeit automatisch bei einem Zweipersonenhaushalt eingeschränkt. Was macht man mit den ganzen Leckereien? Klar man kann einkochen, einfrieren, einlegen, trocknen und was weiß ich nicht noch alles, aber gegessen werden sollte es schon mal irgendwann. Dass Besuch im Büdchen abgefüttert wir ist selbstverständlich, nur jeden Tag wird im Büdchen auch kein Besuch bewirtet. In Anbetracht dieser Tatsache muss ich mir zwangsläufig Alternativen suchen. So genannte Versuchskaninchen. Die Kollegen von Herrn GB bieten sich da super an, auf jedem Fall für alles was an Gebäck produziert wird, also es muss gut zu transportieren und mit wenig Geschirr bzw. Besteck zu essen sein.
Ich kann gar nicht beschreiben wie sich die Herren immer freuen wenn es wieder was aus der Versuchsküche zum probieren gibt. Meistens muss ich anschließend noch die Rezepte kopieren und die Herren nehmen die Rezepte ihren Frauen mit. Für die Gattinnen, die evtl. nicht so gerne in der Küche stehen, muss das ja nicht gerade funkende Freude verursachen.
Neulich habe ich den Kollegen mit Orangen-Dattel-Törtchen mit Marzipan eine Freude bereitet. Die Törtchen sind so gut angekommen, ich hätte fast wegen der Anzahl der Rezepte einen Copy-Shop aufsuchen können…


Orangen-Dattel-Törtchen mit Marzipan
8 Datteln entkernt und fein gehackt
100 g Walnüsse fein gemahlen
250 g gesiebtes Mehl
2 ½ Teelöffel Backpulver
½ Teelöffel Natron
1 Teelöffel Zimt
1 Esslöffel geriebene Schale einer unbehandelten Orange
1 Ei
150 g brauner Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
80 ml Rapsöl
175 ml Buttermilch
250 ml Orangensaft
2-3 Esslöffel Orangenmarmelade
100 g Marzipanrohmasse
2-3 Esslöffel Puderzucker


Ein Muffinblech fetten oder Papierförmchen in die Muffinmulden stecken.
Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und Orangenschale mischen. Das Ei mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Öl, Orangensaft und Buttermilch mit der Eiercreme vermengen. Die Mehlmischung mit einem Rührlöffel in die Eiermasse geben und gründlich verrühren . Die gehackten Datteln mit den Walnüssen mischen und auch noch in den Teig geben.
Den Teig auf die Muffinformen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C Heißluft 25 bis 30 Minuten backen.
Die gebackenen Törtchen auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
Aus der Marzipanrohmasse 6 Kugeln formen und jeweils einmal durchschneiden. Die Orangenmarmelade erwärmen und oben auf den Törtchen verteilen. Jeweils eine Halbkugel Marzipan aufsetzen und mit Puderzucker gründlich bestäuben.


Sollte Teig übrig sein und es findet sich keine Leckerschnute, einfach in kleinere Muffinförmchen füllen und in der Hälfte der Zeit backen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein Rezept um sieben Ecken…

14ter mediterraner Kochevent - Syrien - tobias kocht! - 10.11.2010-10.12.2010
Tobias hat wieder zum Mitmachen aufgerufen, diesmal hat er Syrien herausgefischt. Erst dachte ich ja, oh no, da brauchst Du Dir gar nicht erst Gedanken machen, aber dann kam die Erleuchtung. Eine Bekannte, von einer Bekannten und deren Bekannte….
Nein, nein, ganz so schlimm war es dann doch nicht.
Aber ich kenne einen Australier der hier in Deutschland lebt, eigentlich ist er nur Halbaustralier, und mit einer Syrerin verheiratet. Um genau zu sagen, auch sie ist eine Halbsyrerin. Interessiert sich hier wahrscheinlich kein Mensch für, aber für mein Rezept waren diese Tatsachen nicht ganz unbedeutend, denn würde ich den Halbaustralier nicht kennen, hätte ich mir beim Tobias das Syrier-Kochevent von der Backe putzen können und so konnten wir uns das Mäulchen putzen. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob es ein Originalrezept ist, aber ich habe es original nach den Angaben nachgebastelt.
Die Gewürze und Zutaten gehören jetzt zwar nicht zu unserer Alltagsküche, doch da uns die Geschmacksrichtungen aus der Weihnachtszeit bekannt sind und wir ja nun auch mitten im vorweihnachtlichem Geschehen stecken, passte alles wie bestellt, ein schönes Rezept nicht nur zur Weihnachtszeit.
Dem Tobias sage ich mal Danke, denn ohne seine Kochanregung wäre ich nie darauf gekommen um sieben Ecken nach einem Rezept zu suchen...



Orientalischer Fischauflauf:
250 g Bulgur (vorgekocht)
1 Esslöffel Brühpulver
4 würzige Zwiebeln in kleine Würfel
350 g geraspelte Möhren
6 Datteln entkernen und in kleine Stücke hacken
1 Esslöffel Orangenschale einer Bio-Orange
75 ml frischen Orangensaft
600 g Steinbeißerfilet
Salz, Pfeffer,
Samen einer Kapsel Kardamom
1 Messerspitze Koriander
1 Messerspitze Zimt
1 Teelöffel Minze
1 Messerspitze Zucker
2-3 Tropfen Rosenwasser (nur nach Bedarf)
2 Esslöffel Butter


Bulgur in 1 Liter Salzwasser und dem Brühpulver 10 Minuten kochen. Die Zwiebelwürfel, geraspelte Möhren, Orangenschale und die gehackten Datteln untermischen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Rosenwasser abschmecken.
Bulgur in eine ausgefettete Auflaufschale füllen und glatt streichen.
Das Steinbeißerfilet in 4 gleiche Teile teilen und auf das Bulgur legen. Salz, Pfeffer, Kardamom, Koriander, Zimt, und Minze in den Orangensaft geben und den Fisch damit beträufeln. Die Butter in Flocken aufsetzen und alles bei 180°C im vorgeheizten Backofen 25 Minuten garen.
Den Fisch kann man durch Lammhackbällchen oder Spieße austauschen.
In Syrien isst man Fladenbrot und Joghurtsoße mit viel Knoblauch und Minze dazu.

Freitag, 19. November 2010

Hasen mit erhöhter Stress-Toleranz...

Neulich, während meiner Kohlkopfaktion (ja,ja, ich weiß, ich wollte noch etwas dazu schreiben, kommt auch noch), gab’s bei uns im Büdchen außer dem versprochenen Dessert ja nur ein Süppchen. Aber das Süppchen war so klasse, das will ich euch nicht vorenthalten. Ich hatte das Rezept aus einem kleinen Heftchen, Rezepte gegen Stress von “meine Familie und ich“.
Schmunzeln musste ich ja schon bei dem Titel des Heftchens, zumal mir bei Stress ja Kochen hilft. Also brauche ich eigentlich kein Heftchen zum Thema Stress, mir reichen schöne Rezepte.
Aber jetzt ist das Heftchen nun mal im Büdchen, also kann man auch etwas daraus kochen. Mir ist ein Süppchen voller Zink ins Auge gefallen. Jaa, Zink. Zink ist ein Spurenelement das die Stress-Toleranz erhöht, laut dem Heftchen.
Soll in Haferflocken, Linsen, Möhren, Vollkorn, Muscheln, Milchprodukten, Walnüssen und Datteln vorhanden sein, laut dem Heftchen.
Im Keller bei den Kohlköpfen war auch noch ein Riesenbund Möhren, laut Herrn GB, das stand nicht im Heftchen.
Also ran ans Möhrensüppchen. War mir gerade recht, ich musste ja noch die ganzen Kohlköpfe verarbeiten, da ist eine Erhöhung der Stress-Toleranz ganz praktisch und natürlich durchaus auch angebracht.
Außerdem weiß ich jetzt warum Hasen immer so gelassen und stressfrei durch die Gegend hoppeln...


Rezept Möhren-Orangen-Suppe:
2 Zwiebeln
500 g Möhren, 1 Esslöffel Butter
800 ml Gemüsebrühe
200 ml Wasser
1 Esslöffel Brühpulver
Saft von 2 Orangen
100 ml Sahne
Salz, etwas Cayennepfeffer
Saft und Schale von ½ Zitrone (unbehandelt)
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel glatte Petersilie gehackt
50 g Parmesan gerieben
6 Datteln
Die Zwiebeln in grobe Würfel schneiden und die Möhren putzen und in Scheiben schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel mit den Möhrenscheiben kurz andünsten. Mit geschlossenem Topf ca. 5 garen. Mit dem Wasser und der Gemüsebrühe ablöschen. Das Brühpulver einstreuen und weitere 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe pürieren, den Orangensaft angießen und alles erhitzen. Die Sahne dazugeben und weiter erhitzen. Mit Cayennepfeffer und Salz abschmecken.
Zwischenzeitlich während die Möhren kochen, die Datteln entkernen und fein würfeln. Ebenfalls die Knoblauchzehe zerkleinern. Die Dattelwürfel mit Knoblauch, Zitronensaft und Schale, Parmesankäse und Petersilie vermischen.
Die Suppe in Teller füllen und jeweils in die Mitte der Suppe einen Löffel Dattel-Käse-Gemisch (oder nach Geschmack) geben.


Übrigens: Datteln sind die reinsten Glückmacher (natürlich laut dem Heftchen)
Sie enthalten nicht nur Zink, sondern auch jede Menge Tryptophan. Mit Hilfe dieses Eiweißstoffs kann das Gehirn das Glückshormon Serotonin bilden. (Was das Heftchen nicht alles weiß)