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Freitag, 24. Oktober 2014

Apfeldessert, oder die Fortsetzung der Topfenknödel mit Apfelmarzipanfüllung…

…gestern gab es die Topfenknödel und heute gibt es den Rest dazu. Um genau zu sagen, Bratapfelmousse und Paradiesäpfel. Für die Bratapfelmousse mussten die geschmacklichen Grundlagen eines Bratapfelkuchens herhalten und für die Paradiesäpfel wurde ich durch die Herbstkirmes im Nachbarstädtchen animiert. Kennst Du diese süßen Paradiesäpfel, die fürchterlich kleben und irgendwann hat man das Gefühl der ganze Mund ist zugekleistert!? Pfiffige Hersteller verwenden mittlerweile aromatische säuerliche Äpfel und die eher geschmacksflachen Golden Delicious werden außer Acht gelassen. Gut so!
Ich backe und koche äußerst gerne mit der Sorte Boskop, außerdem ist es eine alte Sorte und der Allergengehalt ist weitaus niedriger wie in so einem Golden Delicious. Doch das muss jeder für sich ausprobieren und wenn Du zu den Glücklichen gehörst die mit diesem ganzen Allergiegedöns und Unverträglichkeiten eh nichts am Hut hat, muss und sollte es Dir eh egal sein welchen Apfel du verwendest. Dann geht es nur noch um Geschmack und uns schmecken die Säuerlichen einfach besser. Für das Bratapfelmousse kannst Du einen Apfel verwenden der beim Kochen schnell zerfällt, für den Paradiesapfel brauchst Du einen festen, beständigen Apfel, denn der Zuckerguss ist sehr heiß und der Apfel soll ja nicht unter dem Guss garen.
Die Paradiesäpfel kannst Du auch gut einen Tag vorher zubereiten, dann können sie in Ruhe auskühlen, das machen die auf der Kirmes auch so.
Also fangen wir mal an.
Paradiesäpfel:
4 Esslöffel Wasser
½ Teelöffel Essig
½ Teelöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Grenadine-Sirup
500 g Zucker
2 Äpfel
Aus den Äpfeln kleine Apfelkugeln ausstechen und auf Schaschlikspieße stecken.
Alle Zutaten bis auf die Apfelkugeln vermischen und langsam zum kochen bringen. Die Zuckerlösung kochen bis sie eine Temperatur von 145°C erreicht hat, dann die Apfelkugeln hinein tauchen und sofort in Eiswasser abschrecken. Das muss wirklich rasend schnell geschehen, denn wie schon erwähnt, garen die Äpfel und die Zuckerkruste wird nicht fest. Du musst also etwas experimentieren.
Die Bratapfelmousse geht wesentlich einfacher, die machst Du wie folgt.
Bratapfelmousse:
2 Äpfel
50 g getrocknete Aprikosen
1 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Zucker
Die Äpfel und die Aprikosen in grobe Stücke schneiden, mit Zucker bestreuen und den Rum aufträufeln. Etwas stehen lassen und marinieren. Alles zusammen in einen Topf geben und gar dünsten. Abkühlen lassen und mit einem Mixstab superfein pürieren. Jetzt noch durch ein Sieb streichen, abkühlen lassen und die Apfelmasse für die Mousse ist fertig.
2 Eigelbe
2 Eiweiße
1 Esslöffel Zucker
Mark einer Vanillestange
3 Blatt Gelatine in Wasser 10 Minuten quellen lassen
200 ml Sahne
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark schaumig schlagen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und die Sahne ebenfalls schlagen. Die Eigelbmasse mit dem Eischnee und der Sahne vermischen. Die Gelatine ausdrücken, erwärmen bis sie flüssig ist. Nun die Gelatine zur Sahnemischung geben, bzw. erst einige Esslöffel von der Sahnemischung zur Gelatine geben, verrühren und dann wieder zurück zur Sahnecreme geben. Nun noch die abgekühlte Apfelmasse untermischen und auf kleine Gläser verteilen. Die Bratapfelmousse für ca. 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Die Mousse zusammen mit den Topfenknödeln und den Paradiesäpfeln anrichten und servieren.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Urlaubserinnerungen, Apfeldessert mit Topfenknödel und Paradiesäpfel, oder doch ganz anders…

…es ist Wochen her wann ich dieses Dessert gemacht habe, es war irgendwann im Spätsommer inspiriert noch von unserem Urlaub in Südtirol. Du weißt schon, wir waren im Juni dort und Südtirol ohne kulinarisches Schlemmen geht gar nicht. So viele Anregungen habe ich dort gesammelt und irgendwie reicht die Zeit nie so ganz alles umzusetzen. Auf der Nachbastelliste standen ganz oben Topfenknödel. Jetzt ist es ja nicht so, als würden Herr GB und ich dort nur essen und trinken, nööö, wir machen auch den einen oder anderen Wanderweg unsicher und das dann ausgerechnet auf dem Weg eine Raststation liegt, die die weltbesten Marillenknödel hat, ist jetzt wirklich nicht unsere Schuld.
Also unser Weg wurde von einer ganz reizenden Hütte gekreuzt und prompt hatten die eine Speisekarte. Die Marillenknödel wurden sofort bestellt, denn wir hatten vorher einen heißen Tipp bekommen, wir sollten nur alleine wegen der Knödel den Weg auf uns nehmen. Wie gesagt, wir haben es nicht bereut, das Einzige was wir bereuten, dass wir keine Gelegenheit hatten die Hütte noch ein zweites Mal zu besuchen.
Herr GB war so begeistert und drängte die Wirtin uns das Rezept zu geben. Na so ganz hat sie es nicht herausgerückt, aber Anhaltspunkte hat sie gegeben. Bis ich mich endlich durchdringen konnte nach Anhaltspunkten nachzubasteln war die Aprikosenzeit vorbei und jetzt stand ich da mit meinem kurzen Hemd ohne Marillen. Dann lachten mich die Äpfel so sehr an und da kam der Geistesblitz. Topfenknödel mit Apfelfüllung.
Es verselbstständigte sich der Apfelgedanke und Schwups war ein ganzes Dessert im Kopf. Von der Herbstkirmes im Nachbarstädtchen angestiftet kam dann auch noch die Idee für den Paradiesapfel hinzu, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt es in den kommenden Tagen zusammen mit der Apfelmousse.
Heute Topfenknödel:
Für den Teig
3 Eier
120 g Butter
150 g Hartweizengrieß, fein
150 g Mehl
500 g Quark 20% (gute 12 Stunden abtropfen lassen)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Apfelstückchen ganz kurz dünsten, höchstens 3 Minuten
100 g Rohmarzipan
Die Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich mit der Butter verschlagen. Dann nach und nach die anderen Zutaten zugeben. Mehl und Quark immer im Wechsel. Den Teig so lange rühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Je länger er ruht umso besser.
Den Teig in 12 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Jeweils in die Mitte jeder einzelnen Scheibe ein Stück Apfel legen, das Apfelstück mit dem überstehenden Teig umschließen und zu einer Kugel formen. Bitte den Nachtrag unten beachten!
Wasser zum kochen bringen, salzen und die einzelnen Knödel in das kochende Wasser legen. Die Hitze reduzieren und die Knödel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie aufsteigen.
Für die Butterbrösel
150 g Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
300 g Paniermehl / Semmelbrösel
Zimtzucker
Butter, Zucker, Vanillezucker und Paniermehl in einer Pfanne vermischen und erhitzen. Dabei kann man sie Brösel ruhig leicht anrösten.
Die Topfenknödel in die Butterbrösel geben und rundherum behutsam in den Bröseln wälzen. Auf Teller geben und mit etwas Zimtzucker bestäuben.

Nachtrag: Man, man, man, wie konnte mir das passieren!? Lag bestimmt daran weil es Wochen her ist wann ich die Knödel gemacht habe.

Eh die Apfelstücke in dem Topfenknödelteig versteckt werden, bitte vorher noch mit ausgerolltem Rohmarzipan umhüllen und dann erst den Knödelteig herum basteln. Ich habe das Rohmarzipan mit in die Zutatenliste aufgenommen.

Sonntag, 7. September 2014

Pfirsicheis mit Speck, es gab ja auch noch ein Dessert auf dem Kochtreffen…

...von Geflügellebercremebrûlée und dem ganzen zugehörigen Gedöns habe ich Dir ja genug erzählt, doch es gab ja auch noch ein Dessert für das ich die Verantwortung zeichnete. Aber hätte ich die ganzen Helferlein nicht gehabt die mir grandios zur Seite standen, wäre es sicher nur halb so gut geworden. Allen voran war da die Kochfreundin, die auf dem Weg von Herrn GB und mir von der Straße aufgegabelt Zuhause abgeholt und eingeladen wurde. Sie kocht so toll, aber bei den Kochtreffen will sie nur die Küchenmagd mimen. Ihr Steckenpferd sind in meinen Augen ihre grandiosen Schnitzel. Die sehen so, so lecker aus und ich bin mal gespannt, wie viele Kochtreffen ich noch überleben muss bis ich endlich mal in den Genuss komme diese luftigen Schmankerl zu probieren.
Doch diesmal war es gar nicht so schlecht dass sie sich nicht mit Schnitzel beschäftigte sondern mit der Deko für das Dessert. Vor unserer Kochorgie waren wir ja noch ebenschnell im CORA, im einen Mega-Supermarkt jenseits der Grenze.  Dort wurden wir fündig und haben die diversen vergessenen Zutaten nachgeladen. Eigentlich sollten auch Himbeeren in den Einkaufskorb wandern, aber die Besten wurden vor uns bereits von Doc Eva und PE aufgekauft. Den leidlichen unansehnlichen Rest wollten wir auch nicht und haben auf Erdbeeren umgeschwenkt. Die Küchenmagd Zauberhilfe war der Meinung: „kann man alles nachschnitzen und ebenfalls füllen wie Himbeeren“. Denn der Plan war gefüllte Himbeeren mit Schokomousse. Wir sind flexibel und kauften Erdbeeren, extra kleine, die sahen so hübsch aus und machten sich genial als Deko-Highlight - dachten wir, welche Arbeit noch dahinter stecken sollte ahnte die Zauberhilfe noch nicht.
Am nächsten Tag konnte das große Schnitzen beginnen und die Herstellung der restlichen Komponenten des Desserts ebenfalls. Der Nachtisch bestand aus dem Lavendel-Panna-cotta und dem cremigen Marzipantörtchen von neulich, das hatten sich die Kochverrückten der Kochcrew gewünscht. Zusätzlich statt Avokadoeis noch ein Pfirsicheis mit Speck. Na und eben diese hübschen selbstgeschnitzten gefüllten Erdbeeren. Die Füllung der Erdbeeren bestand aus geschmolzener Zartbitterkuvertüre mit Sahne zu gleichen Teilen vermischt. Aber ich gebe Dir gleich den allerbesten Rat den Du je bekommen kannst, solltest Du nachbasteln wollen, KAUFE Himbeeren!!!
Um das ganze Programm zu veranstalten brauchst Du jetzt noch das Rezept vom Pfirsicheis mit Speck. Dann will ich Dich mal nicht zappeln lassen.
Zutaten:
500 g Pfirsichwürfel (Du solltest die Pfirsiche häuten und in kleine Würfel schneiden)
60 g Eichenwaldhonig
80 g Zucker
Saft einer Zitrone
250 g Quark 40 %
200 ml Sahne
30 ml Pfirsichlikör
8 Mäusespeck in kleine Würfel geschnitten
Pfirsichwürfel mit dem Honig, dem Zucker und dem Zitronensaft mischen und in einen Topf geben. Leise köcheln lassen bis die Pfirsichwürfelchen weich sind. Die Pfirsichwürfel abkühlen lassen und anschließend pürieren. Quark und Sahne gründlich verrühren, das Pfirsichmus untermischen und den Pfirsichlikör ebenfalls einrühren.
Die Creme in eine Eismaschine geben und gefrieren lassen. Zwischenzeitlich den Mäusespeck in kleine Würfel schneiden.
Fünf Minuten vor Ablauf der Eisfertigstellung die Mäusespeckwürfel zur Eismasse in die Eismaschine geben und gut untermischen.
Die gefrorene Masse in einen Kunststoffbehälter geben und noch gut 2-3 Stunden im Gefrierschrank nachgefrieren.

Donnerstag, 7. August 2014

Ich schleppe es schon seit Monaten mit mir herum, Schokomousse…

….haha, Du denkst ich hätte mal so richtig zugeschlagen und seit Monaten werde ich die Schokosünde nicht los und die Mousse hängt mir auf den Hüften? Falsch!!! Ich habe sie, die Mousse, lediglich probiert. Das richtige Naschen habe ich Herrn GB überlassen. Kannst Du Dir ja denken, der ließ sich nicht lange bitten.
Was ich seit Monaten mit herumschleppe ist ein ganz reizendes Buch aus dem Kosmos Verlag. Wie hätte es auch anderes sein können, zumal ich hier ja schon häufig bekundet habe, dass mir die Bücher als praktische, mal schnell nachlesende, Ratgeber aus dem Kosmos Verlag sehr gefallen. An dieser Stelle möchte ich mich für die Verfügungstellung des Buches bedanken. Gleichzeitig versichere ich frei in meiner Meinung und unbeeinflusst zu sein.
Diesmal geht es um Fingerfood und die Autorin ist Christina Kempe. Ich weiß das Buch ist bereits Anfang des Jahres auf den Markt gekommen, aber verschiedene Umstände verhinderten bis heute die Vorstellung. Doch muss ich gestehen, es ist aktueller denn je, denn Fingerfood ist immer im Trend. Immer wieder habe ich mir Anregungen für diverse Kleinigkeiten geholt und ich werde nicht müde dieses Buch zu lesen.
Es startet mit einem Inhaltsverzeichnis mit der Bezeichnung Häppchen, Tapas & Fingerfood. Die einzelnen Rubriken unterteilen sich in Handlich, Aromatisch, Knusprig, Edel, wie auch Süß und fruchtig. Also für jeden etwas. Im Bereich Handlich findest Du Fingerfood & kleine Snacks, bunte Salate, Blitz Häppchen mit Dips & Co.
Cracker, Grissini, Brot und marinierte Häppchen ist im Fach für Aromatisch eingeteilt. Ja und so setzt sich das ganze Buch fort. Jede Sparte Ideenreich und spannend. Leichte Anleitungen, mit kreativen Rezepten. Die Zutaten gekonnt zusammen gestellt und teilweise sehr raffiniert gewürzt. Aber auch die einfache, schlichte Version ist vertreten.
Du weißt wie ich zum Salat Caprese stehe, aber wenn es sich dann doch einmal nicht umgehen lässt Tomaten mit Mozzarella zu servieren, dann ist die Idee Caprese-Spießchen zu basteln nicht wirklich die Schlechteste. Dort werden sie obendrein noch in Gläser serviert und das sieht noch sehr ansprechend aus.
Die Vielzahl und die Variationen der Ideen ist so umfangreich, da werden noch einige Anregungen von umgesetzt. Auch wenn im ersten Moment der Eindruck entsteht, es sind alles bekannte Speisen erkennt man gleich beim zweiten Blick, dass selbst die klassischen Häppchen modernisiert und aufgepeppt sind.
Herr GB erfreute sich ganz besonders an der süßen Rubrik. Mohn-Panna-Cotta, Beeren-Pavlova und Kirsch-Rahm-Ecken mit Marzipan ließen sein Herz höher schlagen. Für den Anfang habe ich ihm ein weißes Schokomousse mit Macadamia-Krokant gemacht. Aber eh ich dir jetzt von dem Rezept erzähle, schreibe ich dir mal vorher noch die ISBN und die nötigen Infos auf, damit Du die schon einmal hast. Wenn Du dann demnächst in die Buchhandlung Deines Vertrauens gehst, um dir dieses nette Buch zu besorgen, bist Du bestens ausgerüstet.
Das Buch ist als gebundene Ausgabe mit 144 Seiten im Kosmos Verlag erschienen. Es hat einen Integralband und die ISBN lautet 978-3440130056. Wie Du schon weiß ist die Autorin Christina Kempe. Christina Kempe ist erfolgreiche Kochbuchautorin, gestaltet und lektoriert Bücher und macht als Foodstylistin vom kleinen Häppchen bis zur großen Torte die verschiedensten Gerichte schick für ihren Auftritt vor der Kamera. Die Bilder in dieser Lektüre sind richtig hübsch und anregend. Mal klassisch modern, dann wieder stilvoll und edel, aber auch frühlingshaft und frisch.
So jetzt komme ich endlich zum Schokomousse.
Ein kleines Dessert das nicht zu schwer ist und doch einen schönen Abschluss bildet und den süßen Zahn auch noch schnell stillt.
Weisse Schokomousse mit Macadamia-Krokant:
Mark einer Vanillestange
200g weiße Schokolade
200g Creme fraîche
2 Esslöffel weißer Portwein oder Sherry (ersatzweise Birnensaft)
100 ml Sahne
50 g geröstete und gesalzene Macadamia
50 g Zucker
Creme fraîche mit dem Portwein, dem Vanillemark und der Schokolade erwärmen. Während des Erwärmens ständig rühren sodass sich die Schokolade langsam auflösen kann. Auf keinem Fall zu stark erhitzen, damit die Schokolade nicht klumpt. Die Schokocreme in eine Metallschüssel füllen und diese in ein eiskaltes Wasserbad stellen und kalt rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Schokocreme heben.
Die Mousse in kleine Portionsförmchen füllen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Macadamia grob hacken. Den Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen und die Nüsse hineingeben.
Zusammen verrühren und sofort auf Backpapier verteilen. Erkalten lassen und den harten Krokant grob hacken. Kurz vor dem Servieren der Schokomousse den Krokant aufstreuen.


Dienstag, 22. Juli 2014

Marzipan geht auch im Sommer und als Törtchen sowieso…

…so hatte ich es mir gedacht am letzten Wochenende. Na Du weißt schon, wir hatten Besuch und ich hatte doch die Möglichkeit mal wieder meine Kochleidenschaft in vollen Zügen auszukosten. Das Büdchen ist ja eher unterbesetzt was die Esser angeht und deswegen freue ich mich immer riesig wenn sich Gäste ankündigen. Sind es dann auch noch probiermutige Menschen, steht einem Mehrgangmenü nichts mehr im Wege. Gestern konntest Du das Rezept der Gazpacho lesen und schon heute bin ich beim Dessert angelangt. Sicher gab es zwischenzeitlich auch noch andere Gänge, aber das Eine oder Andere kennst Du schon, dass muss ich ja nicht schon wieder bloggen, will Dich ja nicht langweilen. Also bekommst Du heute ein Dessert von mir. Was hältst Du von einem Marzipantörtchen, mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis.
Ja ich weiß, schon wieder das Avocadoeis, aber es ist einfach DAS Eis und mit diesem kühlen Genuss bleibt das Menü in bester Erinnerung. Aber ich glaube diesmal hätte ich auch auf das Avocadoeis verzichten können, denn das Marzipantörtchen und das Lavendel-Panna-cotta waren so gut, die Zwei hätten wirklich kein aufpeppen nötig gehabt. Aber schau mal selber und vielleicht machst Du beides einmal nach.
Marzipantörtchen:
Mark eine ½ Vanillestange
200 g Mehl
125 g Butter
80 g Zucker
1 Ei
1 Dotter
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten, in Frischhaltefolie einschlagen und gute 2 Stunden ruhen lassen.
Marzipanfüllung:
400 g Marzipanrohmasse
100 g Butter
50 g Zucker
150 g Sauerrahm
80 g gehobelte Mandeln
Marzipan in der Mikrowelle kurz anwärmen, etwa 20 Sekunden, dann ist es geschmeidiger und lässt sich besser verarbeiten.
Butter mit Zucker und Vanillemark schaumig schlagen. Marzipan und Sauerrahm dazu geben und zu einer glatten Masse verrühren. Sie soll weiß und flaumig sein.
Den Mürbeteig ca. 5 mm dick ausrollen und bei 180°C im Backofen ca. 10 Minuten backen.
Den Boden etwas abkühlen lassen und nun die Marzipanfüllung auf den Boden streichen. Die Mandeln aufstreuen und den Kuchen bei 175°C nochmals 20 Minuten backen.
Mit runden Dessertringen ausstechen und abkühlen lassen.

Lavendel-Panna-cotta:
4 Blatt weiße Gelatine (=7 g)
650 ml Sahne
Mark eine Vanillestange
Vier Zweige frische Lavendelblüten
90 g Zucker
Lavendelblüten und Himbeeren für die Deko
Die Sahne mit dem Vanillemark, den Lavendelblüten und dem Zucker kurz aufkochen und ziehen lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Die Lavendelsahne nochmals kurz aufkochen und durch ein Sieb gießen, die Lavendelblüten gut ausquetschen. Die Gelatine ausdrücken und in der Sahne auflösen. Die Lavendelsahne in Förmchen füllen. Mindestens 4 Stunden erstarren lassen.
Jeweils ein Marzipantörtchen mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis auf Teller anrichten. Mit Himbeeren und Lavendelblüten dekorieren.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Basilikum liegt in der Luft, ach nee nicht in der Luft, es ist im Eis…

Wir hier im Büdchen lieben Eis, allerdings nur das Selbstgemachte. Früher besuchten wir das eine oder andere Eiscafé hier in der Umgebung dessen Eis wir sehr gerne mochten und auch immer noch mögen, aber nachdem ich das erste Eis selbstproduziert hatte, war es um uns geschehen. Nicht nur die eigenen Kreationen die es nirgends sonst wo gibt sondern auch die Frische, einfach einmalig. Hast Du schon einmal mit Deinem Schatz zusammen einen Riesenbecher Eiscreme ausgeschleckert und hinterher das Gefühl gehabt dir wäre der ganze Mund eingefroren? Mit Selbstgemachten passiert das öfters. Meistens fängt es mit einem Löffel frischem Eis mal so direkt aus der Eismaschine an und endet mit einem Eisgelage.
Herrn GB darf ich erst an die Eismaschine lassen, wenn es fertig ist. Kommt er früher in die Reichweite, ist die Eismaschine eher leer wie das Eis gefroren ist. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, mit dem selbstgemachten Eis bin ich zum absoluten Eisfreak geworden. Nicht nur Eis zum Dessert, sondern auch z.B. ein Paprikaeis oder ein Tomateneis in der Vorspeise kommt im Freundeskreis sehr gut an.
Jetzt im Frühling müssen die restlichen Äpfel vom letzten Jahr weg und das frische Basilikum ist direkt auf dem Weg in die Frühlingsküche. Diesmal wird es nicht als Pesto verarbeitet oder mit Tomaten anhingerichten, sondern es wird gehackt und gemischt, gerührt und gefroren. Mal so ganz unter uns, diese Eis geht auch ohne Eismaschine, du musst es nur häufiger während der Gefrierzeit durchrühren, aber nur rühren, nicht probieren, hörst Du, nicht probieren!
So, ich habe Dich jetzt lange genug auf die Folter gespannt, Du willst jetzt endlich das Rezept?
Du brauchst 300 g geschälte säuerliche Apfelwürfel, 150 ml Apfelsaft, ein großen Bund Basilikum, Schale und Saft einer unbehandelten Zitrone, 2 Esslöffel fein gehackte Pistazien, 130 g feinsten Zucker, Mark einer Vanillestange, 100 ml Sahne, 100 g Ricotta und grob gehackte Pistazienkerne für die Deko.
Die Apfelwürfel zusammen mit dem Apfelsaft in einem Topf aufkochen und zugedeckt 3 -5 Minuten zugedeckt auf kleinster Hitze garen. Das Apfelmus anschließend abkühlen lassen.
Basilikum mit den restlichen Zutaten und dem abgekühlten Mus in einem Blender (Mixer) fein pürieren.
Die Creme in die Eismaschine geben und gefrieren, oder in eine Metallschüssel gießen und unter gelegentlichen umrühren ca. 4 Stunden im Gefrierschrank gefrieren.
Mit Basilikumblättchen, einem Apfelschnitz und einigen gehackten Pistazienkernen servieren.