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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein schönes Buch und Schokolade, oder New-York-Cheese-Cake with Chocolate…

…Pünktlich zur kalten Jahreszeit ist im Kosmos-Verlag ein Buch erschienen das uns die dunklen Monate im Jahr nicht nur erhellen will, sondern auch kräftig versüßen möchte. Womit könnte das Versüßen besser gelingen wie mit Schokolade.
Als Autor steht Rafael Pranschke dahinter. Herr Pranschke ist mir bereits aus anderen Büchern bekannt und konnte mit seinen Bücher schon in der Vergangenheit kräftig punkten.
Wie aus anderen Büchern aus dem Kosmos-Verlag gewohnt, gibt es auch in dieser Lektüre ersteinmal etwas Wissen über das Buch Thema. In diesem Fall über die Schokolade. Woher sie stammt, wie sie nach Europa gekommen ist und aus was sie hergestellt wird. Es werden die unterschiedlichen Sorten erklärt, praktische Helfer, die man in der Schokoladenküche gut gebrauchen kann, vorgestellt und natürlich wie man mit ihr richtig umgeht. Das Buch ist voller hübscher Geschenke und Leckereien die man gerne anbietet, verschenkt und auch selber gerne verzehrt.
Für diese Menge an Ideen ist eine Winterzeit definitiv viel zu kurz. Das ganze Buch ist Hüftgold pur. Cupcakes, Getränke, Dekorationen, Kleingebäck, Desserts & Eis, Trüffel, Pralinen & Konfekt, Torten & Tartes, Sossen und Kuchen, Süßigkeiten und Tafelschokoladen, wie man sieht, alles ist dabei. Was ich an den Büchern von Herrn Pranschke mag, er hält einige Joker im Ärmel und gibt richtig gute Küchentechniken preis.
Du merkst schon, ich bin begeistert.
Aber wer hier im Büdchen die eine oder andere Rezension schon gelesen hat der weiß auch, dass ich mir erst eine Meinung erlaube, sobald ich verschiedene Rezepte selber ausprobiert habe.
Vorher gebe ich Dir aber eben noch schnell von diesem kleinen handlichen Buch die ISBN und die Maße durch. Ach ja, dieses Schokoladenwerk hat ein 144 Seiten und 85 wunderschöne Farbfotos. Es ist in der 1. Auflage im Oktober 2014 erschienen. Es ist 221 mm lang und 195 mm breit.
So und nun gibt es einen ganz fantastischen New-York-Cheese-Cake. Der ist wirklich super toll und wird fest ins Büdchenprogramm aufgenommen.
Zutaten:
1 kg Quark
125 g weiche Butter
300 g Zucker
3 Eier
3 Esslöffel Hartweizengrieß
1 Päckchen Backpulver
60 g Kakaopulver
3 – 5 Esslöffel Milch
Etwas Butter zum Einfetten
Der Quark in einer Schüssel glatt rühren. Butter, Zucker und Eier in einer weiteren Schüssel ganz besonders cremig rühren und nun den Quark unterheben. Hartweizengrieß und das Backpulver untermischen.
Den Backofen auf 180°C (Umluft160°C) vorheizen. Eine Springform gut fetten, oder mit Backpapier auskleiden und 2/3 der Käsekuchenmasse in die Form geben.
Die restliche Käsekuchenmasse mit dem Kakaopulver und der Milch vermischen. Die dunkle Teigmasse auf die helle Kuchenmasse geben und mit einer Gabel beide Teige musterartig miteinander vermischen.
Den Kuchen 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Er ist herrlich cremig und wunderbar fluffig.

Anmerkung: ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und erkläre dass meine Meinung davon komplett unbeeinflusst ist und ich hier mit eigenen Worten meine freie Meinung veröffentliche.

Freitag, 17. Oktober 2014

Von Missverständnissen, Kindheitserinnerung und Biersuppe…

…Herr GB ist von uns derjenige, der häufiger zum Lebensmitteldealer geht als ich. Der Einkaufzettel wird zusammen abgestimmt damit nicht nur Süßkram und Fleisch drauf stehen. Neulich hatten wir mal wieder so ein Abstimmungsgespräch…

Herr GB: soll ich noch etwas Bestimmtes mitbringen?
Ich: ah ja, gute Idee, ich brauche eine Flasche Bier für Biersuppe!
Herr GB: Pils oder Alt?
Ich: Wie Pils oder Alt? Dunkles!
Herr GB: Also egal?
Ich: Ja eigentlich egal, ich wusste ja gar nicht das es da auch noch Unterschiede gibt!? Nee, also wirklich, ist eigentlich egal!
Wobei, man kann sie mit hellem oder mit dunklem machen, aber ich mache sie lieber mit Dunkelbier! (Dunkelbier!!! Man achte auf die feine Ausdrucksweise!!!)
Herr GB fragt noch ob ein oder zwei Flaschen, ich entscheide mich für eine!
Stunden nach dem Einkauf schaue ich auf den gutgefüllten Flaschenkorb in der Küche. Stelle irritiert fest dass zwei Flaschen Alt im Korb stehen.
Ich: Ach du hast auch noch Alt mitgebracht!? Können wir ja mal ein Krefelder trinken. (Krefelder ist bei uns Alt mit Cola)
Herr GB: ja, wenn Du nicht alles brauchst.
Ich: ich brauche doch kein Alt. *kicher*
Herr GB: wieso brauchst Du denn jetzt doch keins? Gibt’s jetzt doch keine Biersuppe?
Ich: Ähhh, doch schon, aber doch nicht mit Alt, ich brauche Dunkelbier! Aber ist kein Problem, mach ich es halt damit.
Herr GB: Wie jetzt!? Du hast doch von dunklem Bier gesprochen!
Ich: Iiiich???? ich habe von Dunkelbier gesprochen, nicht von dunklem Bier.
Herr GB: ich habe Dich doch noch extra gefragt ob Du Alt haben willst, war Dir doch egal.
Ich: ich wollte doch nur schlichtes einfaches Dunkelbier, auch Malzbier genannt.
Herr GB: ach das! Das haben wir noch im Keller!
Wie Du siehst sind Herr GB und ich bekennende Nichtbiertrinker, wir schlürfen also weiterhin Wasser und Wein. Doch sollte es mal Bier im Hause Kompott geben, dann nur als Suppe.
Biersuppe mit Schneeklösschen:
1 Liter Milch
80 g Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
1 Handvoll Rosinen, aber nur wenn Du magst
Mark einer Vanillestange
1 Flasche Dunkelbier (Malzbier) 0,33 l
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz
Milch, Rosinen und die Prise Salz zum Kochen bringen. Vorher einige Esslöffel Milch abnehmen, die werden zum Anrühren der Speisestärke benötigt. Speisestärke mit den Eigelben, dem Zucker und der Milch gründlich verrühren.
Sobald die Milch kocht, den Topf zu Seite ziehen und die angerührte Speisestärke in die Milch rühren. Zurück auf die Herdquelle und nochmals aufkochen. Nun das Dunkelbier einrühren, aber langsam, das schäumt.
Nebenher musst Du das Eiweiß zu steifen Schnee schlagen. Der Eischnee wird löffelweise auf die Suppe gegeben und untergehoben.
Jetzt nochmals für 5 Minuten einen Deckel auflegen dass die Schneeklößchen so leicht gar ziehen.
Kleine Anmerkung: Herr GB ist Rosinenverächter, deshalb habe ich die Rosinen nicht in die Milch gegeben!!! Also unsere Biersuppe war Rosinenfrei!
Aaaaaaber, ich mag Rosinen in der Biersuppe und deshalb habe ich mir ne halbe Handvoll obenauf geschmissen, lecker wars.
Tja und Herr GB war auch ganz begeistert, aber auch etwas fassungslos! Er konnte es nicht glauben, dass ich ihm diese Suppe bisher vorenthalten habe, zumal ich ihm immer vorgeschwärmt hatte wie gerne ich diese Suppe als Kind schon mochte.

Montag, 5. August 2013

Man sind die dick, die Dicke Bohnen, Ackerbohnen…

…aber auch Saubohnen genannt sind fast in Vergessenheit geraten, aber nicht hier bei uns im Büdchen. Wir essen sie ja auch sehr gerne ganz klassisch mit Specksoße, aber jetzt wo in ganz Deutschland mediterranes Klima herrscht tritt die deftige Küche doch eher in den Hintergrund. Weiß Du eigentlich wieso die Dicke Bohne auch Saubohne heiß?
Erstens weil sie sauteuer ist.
Zweitens weil sie sauviel Arbeit macht.
Drittens weil sie saulecker sind.
Du meinst der Name rührt eher davon, dass die leckeren Bohnen an Schweine bzw. an Vieh verfüttert werden? Ich glaube du könntest recht haben.
Du fragst Dich wie ich zu meinen Erkenntnissen gekommen bin?

1. Sauteuer? Auf den Punkt gebracht habe ich für ein knappes essbares Kilo 6 Euro bezahlt, das ist ja nicht gerade wenig, oder? Aber ich will es Dir mal genau erklären. Für 3 Kilo frische Bohnen in Hülsen habe ich 6 Euro bezahlt.
Nachdem pahlen (also Bohnen aus der Hülse lösen) werden die Bohnen 5 Minuten gekocht. Abgießen und in kaltem Wasser abschrecken.
2. sauviel Arbeit? Weil es für mein heutiges Rezept etwas feiner zugehen soll, müssen die zarten Bohnenkerne noch aus ihrer Schale geschält werden. Das ist zwar etwas mühsam, aber es lohnt sich. Übrig bleibt von den ursprünglichen 3 Kilos noch knapp ein Kilo übrig. Der ganze Aufwand lohnt sich, glaub mir, du wirst es nicht bereuen.
3. Saulecker? Und somit erklärt sich Punkt drei von ganz alleine, es bleibt nur der feine grüne Bohnenkern übrig. Ein unglaublich feiner Geschmack, saulecker eben. Nichtmehr vergleichbar mit dem Geschmack der derben Dicke Bohne wie man sie eigentlich kennt.
So, nun willst Du sicher noch wissen wie ich die Sau Dicke Bohnen zubereitet habe!? Okay, hier kommt jetzt das Rezept zu meinen mediterranen Bohnen.
Dicke Bohnen mit Schinken:
1 kg ausgelöste Bohnenkerne wie oben beschrieben.
150 g Zwiebeln, feingehackt
100 ml Weißwein, trocken
4 Esslöffel Olivenöl
50 g geräucherte Schinkenwürfel
1 Knoblauchzehe, feingehackt
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 hartgekochte Eier, feingehackt
50 g glatte Petersilie, gehackt
4 kleine Tomaten, gehäutet, entkernt und in Würfel geschnitten
Öl erhitzen, die Schinkenwürfel kurz anbräunen und die Zwiebelwürfel zufügen. Die Temperatur herunterschalten und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Bohnenkerne zufügen, mit dem Weißwein ablöschen alles zusammen erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomatenwürfel und die Petersilie unterrühren. Die gehackten Eier mit dem Bohnengemisch vermengen und die SauBohnen auf Teller anrichten.


Montag, 29. Juli 2013

Eine Überraschung nach der Anderen, Spaghettisalat...

…ich habe mal wieder alte gesammelte Rezepte durchstöbert und was da zum Vorschein kam löste eine Lawine von Erinnerungen und Überraschungen aus. Als erstes viel mir eine Sonderbeilage aus dem Jahr 1993 einer bekannten Frauenzeitschrift in die Finger. Ganze 20 Jahre war die Zeitschrift dem Trend *Köstlich Essen ohne Fleisch* voraus. Das überraschte mich jetzt nicht wirklich, denn ich kenn die Zeitschrift ja und weiß dass sie durchaus das Näschen für Trends hat, auch wenn die erst 20 Jahre später richtig zum Ausbruch kommen. Aber weder ist eine Frauenzeitschrift heute mein Thema noch soll es hier heute fleischlos zugehen. Doch ich verspreche Dir, dass es demnächst hier im Büdchen etwas Leckeres aus diesem kleinen Extra geben wird. Aber wie gesagt, ich habe in alten Rezepten geschnüffelt und dabei ist mir nicht nur diese besagte Extrabeilage in die Finger gefallen, sondern auch ein Rezept von einem Spaghettisalat. Dieser Spaghettisalat war einer der Salate der schnell mal eben gemacht wurde, wenn wir von unerwartetem Besuch überrascht wurden. Der Salat wurde sehr gerne gegessen, wer mag nicht gerne mal einen Nudelsalat?! Warum er im Büdchen ausgestorben ist hat Herr GB zu verantworten. Herr GB verabscheut kalte Dosenchampignons. Die verabscheue ich zwar heutzutage auch, aber vor 25 oder 30 Jahren waren frische Champignons eine Seltenheit und selbst Champignons aus der Dose waren nun nicht wirklich die preiswertesten Zutaten, vorausgesetzt man nahm die erste Wahl und ganze Köpfe. Außerdem war es sehr praktisch so ein Döschen im Vorratsregal zu haben. Und wenn nur schon alleine für diesen geliebten Spaghettisalat und um den Überraschungsbesuch mit einem Überraschungssalat zu überraschen. Um das dieser Salat in die heutige Zeit passt musst Du nur zwei Dinge beachten.
Erstens frische Champignons und zweitens den Salat in einem Glas servieren und schon hast Du fast ein Festmahl.
Heutzutage wo es schon in jedem Supermarkt täglich frische Champignons aus der Zucht gibt und Dosenchampignons, ob man sie mag oder auch nicht, eh verpönt sind, ist es schon besser sich die Mühe zu machen die Champignons frisch zu verarbeiten.
Der Salat schmeckt natürlich aus Gläsern nicht anderes wie von einem Teller, aber das Auge ist mit und die Präsentation ist alles. Übrigens der Rest schmeckt überraschender weise sogar aus der Schüssel.
Ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen, hier kommt jetzt das Rezept:
Spaghettisalat:
250 g Spaghetti
500 g Champignons
5 Eier, hart gekocht
3 Gewürzgurken
120 g gekochten Schinken
250 g Mayonnaise
2 Esslöffel Remoulade
1 Esslöffel Tomatenmark
Champignons putzen und blättrig schneiden. In etwas Salzwasser gar kochen. Abgießen und abkühlen Lassen. Die Spaghetti in 3-5 cm lange Stücke brechen und in Salzwasser bissfest kochen. Die Eier, Schinken und die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden. Aus Mayonnaise, Remoulade und Tomatenmark ein Dressing rühren. Mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.
Spaghetti, Champignons, Eier, Schinken und Gurken in eine Schüssel geben und mit dem Dressing vermischen.
In Gläser füllen und mit einem Fleischspießchen oder Gehacktesbällchen servieren.
Übrigens für die Gehacktesbällchen habe ich auch einen Tipp. Ich brate immer gleich die Bällchen aus einem ganzen Kilo. Die Frikadellen forme ich extra als kleine Bällchen, weil ich dann gleich mehr in ein Einkochglas bekomme. Ja, Du hast richtig gelesen! Ich fülle die übriggebliebenen Bällchen in ein Einkochglas und koche sie für den Vorrat ein. Ist doch total praktisch und genauso genial wie damals die Dosenchampignons, nur dass die Fleischbällchen einfach total fantastisch schmecken und auch Herr GB sie nicht verschmäht.


Montag, 24. Juni 2013

Sommersturm oder Windbeutel mit Limocellocreme...

Das Unwetter von letzter Woche haben wir überstanden, der Kirschbaum hinterm Haus ist in kleine Stücke gesägt und entsorgt. Der Bach ist wieder zurück in seinem Bett und der Nachbar wird wohl demnächst drei Meter weniger Rasen mähen müssen.
Ach Du weiß gar nicht wovon ich rede? Aber das Unwetter in der letzten Woche hast Du schon mitbekommen und dass das halbe Ruhrgebiet abgesoffen ist weißt Du auch, oder?
Du glaubst nicht wie es hier in der letzten Woche zuging, es regnete und hörte einfach nicht auf. Mittags um 13:00 Uhr war es so dunkel, als hätten wir es bereits 22 Uhr. Ich war logischerweise im Büro. Ich kann ja schließlich nicht nur Urlaub machen. Tja, aber das Wetter vergönnte mir einen frühen Feierabend durch Stromausfall. Telefonanlage fiel aus, Computer aus und wir saßen kurz im Dunkeln. Wie gesagt die Helligkeit entsprach 22 Uhr. Doch was soll ich da wenn nichts funktioniert? Also ich ab nach Hause. Noch um einiges vom trauten Heim entfernt sah ich schon was ich eigentlich nicht glauben wollte. Einige Felder bzw. Wiesen waren überschwemmt wo am Morgen noch ein hübsches Bächlein plätscherte. Der Bauer sammelte sein herunter gespültes Feld von der Straße ein. Eine ortsansässige Firma war komplett überflutet der sonst plätschernde Bach rauschte wie ein kleines Flüsschen über das Firmengelände. Ich ahnte Böses.
Aber was soll ich sagen, obwohl der Bach der hinter unserem Haus her fließt, von 1 Meter auf locker 5 Meter Breite gewachsen ist, war zum Glück das Wasser vom Haus noch weit entfernt. Beim Nachbarn links ist ein Kirschbaum umgekippt, aber vorher haute noch ein Blitz rein um das ganze Dorf in Angst und Schrecken zu setzen. Der Garten des Nachbarn von rechts verkürzte sich vorrübergehend um gute drei Meter. Alles überschwemmt und die gepflanzten Blumen schwimmen jetzt sicherlich in der Ruhr als Wasserpflanzen.
Ich weiß, das Alles ist ein Sandkorn gegen das was im Süden bzw. im Osten unseres Landes passiert ist.  Ich glaube nicht annähernd zu wissen was die Menschen dort durchmachen, aber was es heißt vor einer Naturgewalt Angst zu haben und keinen Einfluss nehmen zu können, das ist mir mehr als klar geworden.
Der Regen hat Gott sei Dank nicht so lange angehalten wie in den anderen Bundesländern, dafür haben wir jetzt seit Samstag einen Dauerwind. Passend zum Wind draußen gibt es heute im Büdchen Windbeutel. Ein Brandteiggebäck mit einer wundervollfrischen Füllung.
Windbeutel mit Limoncellocreme
200 ml Milch
60 g Butter
Eine Prise Salz
120 g Weizenmehl
3 Eier
Die Milch mit der Butter und dem Salz aufkochen. Das Mehl auf einmal in die kochende Milch geben und mit einem Holzkochlöffel kräftig verrühren. So lange rühren bis sich eine Brandteigkugel gebildet hat und der Topfboden mit einer weißen Schicht überzogen ist. Diese Kugel in eine Rührschüssel geben und etwas abkühlen lassen. Die Eier nach und nach mit den Knethaken des Handrührgeräts in den Teig arbeiten. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen.
Auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, 20 kleine Teigtürmchen spritzen. Die Windbeutel auf mittlerer Schiene bei 180°C gute 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun werden.

(Super Wichtig: auf keinem Fall während des Backvorgangs den Backofen öffnen!!!)
Die gebackenen Windbeutel auf einem Rost geben und auskühlen lassen.

Für die Limoncellocreme benötigst Du folgende Zutaten:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Vollmilch
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Esslöffel Puderzucker
4 Blatt Gelatine, weiß
125 ml Limoncello (italienischer Zitronenlikör)
250 ml Sahne, schlagen
Die Eigelbe mit dem Vanillezucker, dem Puderzucker und der Milch in einem warmen Wasserbad schaumig schlagen und zu einer Rose abziehen. Zwischenzeitig hast Du die Gelatineblätter in etwas Wasser quellen lassen. Die Gelatine entweder in der warmen Eiercreme auflösen (mir gelingt das nicht wirklich), oder kurz im Wasserbad erwärmen und dabei auflösen. Nun kannst die aufgelöste Gelatine in die Eiercreme gegeben werden. Gut unterrühren und einige Minuten kaltstellen. Sobald die Creme anfängt zu gelieren, die geschlagene Sahne unter die Creme rühren. Die Creme in einen Spritzbeutel geben, die Windbeutel aufschneiden und die Windbeutel mit der Creme aus dem Spritzbeutel füllen.
Als kleines i-Tüpfelchen kannst Du noch feingehackte kandierte Zitronenschale auf die Creme streuen und dann setzt Du erst das Deckelchen wieder auf.
Windbeutel schmecken auch bei Sturm und mit Limoncellocreme bringen sie etwas Sommer zurück.


Samstag, 22. Juni 2013

Orangengratin, irgendwo ist jetzt Orangenzeit…

Ich habe in dieser Woche ja noch gar nichts Süßes fabriziert. Das muss ich schnellstens nachholen, nicht das uns der Zuckerspiegel in den Keller fährt und wir den Boden unter den Füssen verlieren. Es reicht schon wenn der Schwindel durch die hohen Außentemperaturen gefördert wird. Ja, ja, ist ja schon gut. Ich freue mich auch über den Sommer und hab auch nichts gegen sommerliche Temperaturen. Das Einzige was mich stört, dass ich wenig Lust zum kochen habe. Nur so kleine Kleinigkeiten, schnell gemacht und schnell gegessen.
Ich hatte ja mal eine Liste, sortiert nach Jahreszeiten, auf der sämtliche Dinge zu finden waren, die ich unbedingt mal, zu passenden Anlässen, ausprobieren wollte.
Dann ereilte mich mein Festplattenabsturz!!!
Manche Gegebenheiten machen es einem total einfach sich mal wieder neu zu strukturieren, oder etwas auszuprobieren.
So ging es mir nicht nur mit meinen verlorenen Daten, so geht es mir auch gelegentlich wenn ich meine Vorräte betrachte.
So erst neulich, mit den zu viel gekauften Orangen. Eigentlich brauchte ich nur eine Orange, aber wie der Teufel Supermarkt es so will, musste ich ein Netz mit fünf Orangen kaufen. Normal kaufe ich mein Obst auf dem Markt einzeln, aber manchmal geht es nicht anders. Soviel zu meiner Verteidigung.
Also ich hatte genau vier Orangen übrig und ein Rezept für das ich vier Orangen benötigte. Es passt zwar nicht direkt jetzt in die Jahreszeit, aber irgendwo auf der Welt ist gerade Orangenzeit und da passt es dann wieder.
Orangengratin mit Eierschaum
4 Orangen
2 Esslöffel Orangenlikör
Butter für die Förmchen
3 Eier
Salz
50 g Zucker
3 Esslöffel Speisestärke
150 g Crème fraìche
1 zusätzlichen Esslöffel Orangenlikör
Die Orangen komplett abschälen, inkl. der weißen Haut und einzelne Filets heraustrennen. Den Saft dabei auffangen und auch den Saft aus den Orangenhäuten mit der Hand kräftig ausdrücken. Den aufgefangenen Saft mit dem Likör mischen und über die Orangenfilets geben. Ruhig einige Zeit marinieren.
Die Filets mit Saft auf vier gefettete Förmchen verteilen. Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Die Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Speisestärke über den Eigelbschaum sieben und unterheben. Die Crème fraìche und den Löffel Orangenlikör untermischen. Den Eischnee auf die Eigelbcreme geben und vorsichtig unterheben.
Die Eierschaummasse auf die Orangenfilets geben und im Backofen in der Mitte auf einem Rost 15 Minuten goldbraun gratinieren. Heiß servieren.
Als Alternative bieten sich reife, weiche Früchte der Saison an und Beeren sowieso.



Montag, 18. März 2013

Lemoncurd oder so…

…nie, nie, nie habe ich mich daran getraut. Aber alle Welt erzählte immer wie toll das Zeug schmeckt und dass man es unbedingt mal probiert haben müsste und wenn man es erst einmal probiert hat, will man nie, nie, nieeeeemals mehr darauf verzichten. Ja, ja, ich rede unverändert noch vom Lemoncurd.
Genau aus den genannten Gründen habe ich mal irgendwo ein kleines Glas zu einem sündhaft teuren Preis ergattert, mit dem Erfolg, dass Herr GB mich mit verwunderten Blick anschaute und mich fragte, ob ich zu heiß getrunken oder gegessen hätte und meine Geschmacksknospen mit Brandblasen besetzt wären.
Ich hatte meine Geschmacksknospen nicht beschädigt, aber dieses komische Zeugs, was sich Lemoncurd nannte, war schon eine harte Probe, wenn nicht gar ein terroristischer Angriff auf die Geschmacksnerven. Die Creme in dem kleinen Glas leuchtete zitronig Gelb, so verführerisch, so unglaublich verlockend. Gelb macht gute Laune, zum anschauen war das Zeug auch wirklich geeignet und ich hätte es wirklich nicht probieren sollen. Die Bindemittel in diesem Gemisch klebten einem förmlich den Mund zu. Richtig mehlig schmeckte es und ansonsten einfach nur sauer. Unangenehm sauer. Nicht die eigentlich spritzige Frische die man von Zitronen kennt, sondern genauso fies und abstoßend im Geschmack wie die unerträglichen Bindemittel. Die ersten paar Tage nach öffnen des Glases habe ich noch ganz tapfer mein Frühstücksbrot damit gegessen, bis zum Tag X an dem ich mir sagte: „Neee, Klärchen, jedes Gramm was Du auf den Hüften hast, sollen genussvolle Pfündchen sein und nur weil etwas weg muss, frisst Du dir nichts an was einfach nur ekelhaft ist!“
Das Glas wanderte halbvoll in den Müll! Ähhhh, das stimmt jetzt nicht ganz, der Inhalt wurde im Müll entsorgt, das Glas habe ich behalten, man weiß ja nie für was es nochmal gebraucht wird.
Soviel zu meinen ersten Berührungspunkten zu Lemoncurd. Für die ganzen Rezepte zu Lemoncurd in den verschiedensten Foodblogs war ich immun.
Dann im letzten Dezember bei der großen Wichtelaktion habe ich ein wunderschönes Wichtelpacket bekommen. Jetzt rate mal was unter anderem in dem Päckchen war! Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, genau meine Wichtelmama hat mir ein Glas Lemoncurd geschickt.
Erst habe ich mich gar nicht getraut es zu öffnen, bis Herr GB ganz neugierig fragte: „Was ist das, mach doch mal auf!“ Scheinbar hatte er das Ekelzeugs vergessen. Mit einem kleinen Löffel probierte er, spülte den Löffel ab und probierte nochmal. Die Löffelreinigungsaktion wiederholte er noch zwei oder drei Mal. Halt stopp, das ist mein Geschenk! Eh Herr GB sich komplett in das Glas knien konnte hatte ich auch einen Löffel am Wickel. Man oh man, war das eine Delikatesse.
Das Glas war ruck zuck leer gegessen, hätte ich wohl nicht erwähnen müssen, oder!?
Neulich hatte ich das große Glück richtig tolle Zitronen zu ergattert und ich hatte sie noch nicht nach Hause getragen, da stand ihre Bestimmung schon fest, LEMONCURD!
Jetzt musste ich erst mal nach einem vernünftigen Rezept suchen und dass ich schnell ein gefunden habe kannst Du dir ja denken.
Lemoncurd
2 Eier
2 Eigelbe
125 g Zucker
1 Prise Salz
125 ml Zitronen- und Limonensaft (Gemisch halb/halb)
Die Eier und Eigelbe mit dem Zucker vermischen und über ein warmes Wasserbad aufschlagen nach und nach den Saft zugeben und unverändert weiter schlagen.
Die Masse sollte solange geschlagen werden bis sie gut dicklich ist.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und nun 75 g eiskalte Butter Stückchenweise unterschlagen. Die Creme in Gläser füllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Das Lemoncurd sollte innerhalb von ca. 4 Wochen verbraucht werden.