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Dienstag, 19. Juni 2012

Eierlikörkuchen unter Verschluss…

Im Moment bin ich auf dem Kucheneinkochtrip. Ich finde das ist eine geniale Lösung für meine Phasenbackmanie, so bleibt die Gefriertruhe für andere Köstlichkeiten frei und ich muss für den Kuchen, der evtl. trocken werden könnte, kein Opfer bringen. Kuchen ist ja jetzt nicht so ganz mein Metier, ein Brot belegt mit Käse und Tomatenscheiben schmeckt doch einfach besser, oder?! Herr GB liebt Kuchen, aber frisch muss er sein, oder wenigstens frisch schmecken und saftig auch noch. Also habe ich mich auf Muffins eingeschossen, die hab ich ja auch schon in verschiedenen Geschmacksrichtungen gebacken. Klein und pfiffig und die Größe ist wie ein Stück Kuchen. Aber auch die halten maximal 3 Tage durch eh man aus ihnen süßes Paniermehl machen kann. Ja richtig süßes Paniermehl, das eignet sich hervorragend für Tortenböden, aber das ist eine andere Geschickte. Ich brauche kein süßes Paniermehl und ich will keinen Tortenboden, ich möchte frischen Kuchen. Na ja, besser gesagt Herr GB! Aber ab sofort isst er auch alten Kuchen! Ja, das meine ich ernst! Diesmal gab es zig Tage alten Eierlikörkuchen. Man hat Herr GB geschwärmt. Gut, ich hatte natürlich mal wieder mit Tricks gebacken. Von dem Möhrenglaskuchen hatte ich ja letztens hier berichtet und weil mein Eierlikörkuchen einer der Favoriten von Herrn GB ist, dachte ich mir ich probiere es mal aus und überrasche ihn damit. Schwupps der Teig ab in die Twist-Off-Gläser, direkt nach dem Backen zuschrauben und Du hast im nächsten halben Jahr Kuchen. Also Du jetzt nicht, sondern in diesem Fall Herr GB, aber Du kannst es ja auch so machen, dann hast Du auch welchen. Der wird zwar alt, aber er bleibt lecker saftig. Zugeschraubt bildet er wie eingekochte Marmelade ein Vakuum im Glas und lässt keine Feuchtigkeit heraus, aber auch nichts hinein. Verbrenn Dir beim Zuschrauben aber nicht die Finger, die Gläser sind vom Backen höllisch heiß.
Der Eierlikörkuchen im Glas war der Schuss ins Schwarze und von Stund an wird Herr GB nun das eine oder andere Glas für Notfälle in seinem Büro horten, da bin ich mir ganz sicher. Doch eh er sich alle Kuchengläser unter den Nagel reißen konnte, habe ich noch einige Gläser als Geschenk sichern können. Jetzt kommen die ersten Rezeptanfragen und ich stelle fest hier im ganzen Büdchenblog ist die Backanleitung nicht auffindbar. Skandal, unmöglich, das geht doch gar nicht! Ausgerechnet mein Eierlikörkuchenrezept, ich kann es nicht glauben. Es ist einer der Kuchen, der einen festen Platz im Kuchenbuffet bei Familienfeiern hat. Seit Jahren auf den ersten Seiten in meinem handgeschriebenen Rezeptbuch zu finden und Euch habe ich noch nie davon erzählt?
Umgehend werde ich es heute abändern, Eierlikörkuchen aussem Büdchen:
250 g Butter
250 g Zucker
6 Eier (M)
300 g Mehl
1 Weinsteinbackpulver (Du weißt schon, Chemie im Essen ist nicht mein Fall)
1 gehäufter Esslöffel Vanillezucker
250 -300 ml Eierlikör
100 g Zartbitterkuvertüre
Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und kräftig weiter rühren. Den Eierlikör zur Eier-Buttercreme geben und untermischen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und ebenfalls unter den Teig rühren. Die Schokolade in Stücke raspeln oder schneiden und unter den Teig heben.
Den Teig entweder in eine Gugelhupfform füllen und bei 180°C eine Stunde backen oder Du machst wie ich Einkochkuchen. Dann füllst Du in die Einkochgläser jeweils nur so viel Teig in die Gläser dass sie bis ca. zur Hälfte gefüllt sind. Diese Gläser stellst Du in den Backofen und backst den Kuchen auch bei 180°C aber nur max. 30 oder 35 Minuten. Am besten Du machst den Holzstäbchentest. Also Kuchen einstechen, klebt noch Teig am Holzstäbchen muss er noch gebacken werden, klebt nichts mehr ist er fertig. Du nimmst die Gläser aus dem Ofen und schraubst sie sofort mit Twist-Off-Deckel zu. Willst Du richtige Weckgläser mit Klammern verwenden, musst Du den gebackenen Kuchen noch einkochen. Dazu legst Du auf den penibel gereinigten Gläserrand einen Einkochring, legst den Weckglasdeckel auf, klemmst den Deckel mit Einkochklammern fest und kochst die Gläser bei 100°C im Einkochkessel oder im Dampfgarer in 30 Minuten zu. Du kannst auch im Backofen einkochen, aber dafür solltest Du die Anleitung deines Backofens beachten.
Übrigens, ich verwende immer selbstgemachten Eierlikör, aber Du kannst auch guten aus dem Handel verwenden. Aber er sollte nicht zu scharf im Alkoholgeschmack sein.
Wenn Du keinen Eierlikör magst, dann lass ihn einfach weg und nehme stattdessen 200 ml Milch oder Sahne.
Kennst Du jemanden der keinen Eierlikör mag, verschweige es ihm, der Kuchen ist so lecker, sämtliche Eierlikörgegner vergessen nach dem ersten Stück ihre Antipathie.