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Dienstag, 22. Mai 2012

Spargeltöpfchen, mein Schatz isst mit…

Ich habe es geschafft, in minimal Portionen isst Herr GB Spargel. Am vorletzten Wochenende haben wir einen Abstecher nach Herten gemacht, ich wollte meiner Schwester unbedingt den schönen Hofladen zeigen, den wir im letzten Jahr ausfindig gemacht hatten. Außerdem stand noch eine Spritztour mit dem neuen Auto aus, Ihr wisst schon, die Karre die ich aus Wolfsburg mitgebracht habe.
Also die Gedankenübertragung funktionierte schon einmal, ich habe an meine Schwester gedacht um sie unbedingt anrufen zu müssen und schwupps ging am Samstag um 09:10 Uhr bei uns das Telefon. Sie hatte es geahnt und ist mir zuvorgekommen. Also, lange Rede… schnell hatten wir in einer ¾ Stunde (das war für unsere Verhältnisse wirklich schnell) alles Wichtige vereinbart. Am Sonntag, es war ja Wähltag in NRW, saßen wir zusammen, natürlich mit unseren Anhängseln, im Auto und ab ging es auf die Autobahn. Zack, zack die Adresse vom Spargelbauern eben schnell per Smartphone aus dem Internet gesucht und ins Navi eingegeben. Klasse diese Technik von heute.
Unser Navi heißt „rote zorra“ hat aber mit lebenden Personen nicht die geringste Ähnlichkeit und ist auch nicht verwandt mit bekannten Persönlichkeiten.
Also führte uns unsere Zorra nach Herten. Irgendwann musste ich Herr GB aber dann doch darauf hinweisen, dass alles etwas anders aussieht als im letzten Jahr. Nein, nein, das hatte ich alles falsch in Erinnerung, wir sind schon richtig, sagte die Zorra ja auch.
Am Hof angekommen staunte Herr GB jetzt auch nicht schlecht. Das war nie und nimmer der Hof vom letzten Jahr, er war zwar auch sehr hübsch, aber er war es einfach nicht. Männer!
Der Hof voller Ausflugtouristen und wir mittendrin, na klasse! Jetzt muss ich gestehen, wir hatten dann doch noch ein richtig schönes Plätzchen ergattert und in aller Gemütlichkeit Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Der eigentliche Hofladen entpuppte sich als wirklich nette Einkaufsoase und einige Schlemmereien sind in den Kofferraum gewandert. Natürlich gab es auch Spargel, nur für Herrn GB da habe ich mal vorsichtshalber Kohlraben mitgenommen.
Zuhause angekommen haben wir uns Spargel, neue Kartoffeln, Kohlraben und Fisch, den Fisch hatte ich am Samstag auf dem Markt gekauft, schmecken lassen.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mit dieser einen Mahlzeit mein Spargelappetit erstrichtig angestoßen worden. Es war mit Abstand einer der besten Spargel die ich je gegessen habe. War wohl klar dass ich unbedingt zum Wiederholungstäter mutierte, oder?
Also wieder Spargel gekauft, allerdings nicht in Herten sondern in direkter Nachbarschaft vom Büdchen. Okay, der war jetzt zwar nicht so bahnbrechend wie der aus Herten, aber für mein Rezept war er genau richtig. Am Samstag habe ich dann noch den Grünen besorgt und schon konnte es losgehen. Erst ein Spargelmousse, Herr GB konnte die Schüssel ausschlecken und sieh an, es schmeckte ihm. Mit dem grünen Spargel und einem Spargelsalat komplettierte ich meinen Spargelgang. Der Anblick der Spargelvorspeise gefiel im so gut, dass er sich nicht zweimal bitten ließ zu probieren. Mein Fazit, solange ich Herrn GB nicht einfach nur die schnöden Spargelstangen mit Soße serviere, isst er auch dieses leckere Erdgewächs. Auf die Machart kommt es an, er ist einfach zu verwöhnt…
Wer es nachbasteln will, hier ist die Anleitung für das Spargeltöpfchen:

500 g Spargel
6 Blatt Gelatine
2 Teelöffel Gemüsebrühe
200 ml geschlagene Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft
Den Spargel schälen. Den Spargel zusammen mit den Spargelschalen in einen Topf geben mit Wasser bedecken, die Brühe zugeben mit Salz, Pfeffer und Zucker leicht würzen und in wenigen Minuten gar ziehen lassen. Die Spargelstangen mit einem Schaumlöffel aus den Topf heben und zur Seite stellen. Das Wasser mit den Schalen abgießen und dabei das Spargelwasser auffangen. Die Spargelschalen können jetzt entsorgt werden. Das Spargelwasser auf 250 ml bei mittlerer Temperatur einkochen. Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Anschließend ausdrücken und in die Spargelflüssigkeit geben. Den Spargelfon abkühlen lassen und die geschlagene Sahne unterheben. Mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und einige Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Sahnemasse auf Gläser verteilen und zum aushärten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

½ Bund glatte Petersilie gehackt
Die gegarten Spargelstangen die zur Seite gestellt wurden
125 g Krabben
2 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel weißen Balsamessig
1 Esslöffel Vejus oder Apfelessig
Pfeffer und Salz und Zucker
500 g grünen Spargel
Den grünen Spargel in verwendbare Länge schneiden und in Salzwasser garen, (Ich bevorzuge die Dampfgar- oder die Bratenschlauchmethode)
Die gehackte Petersilie mit den Krabben vermischen, die weißen Spargelstangen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zu den Krabben geben. Mit Olivenöl, Balsamessig, Vejus, Pfeffer, Salz und Zucker würzen bzw. abschmecken.
Die Gläser in dem bereits das Spargelmousse fest geworden ist, mit einmal durchgeschnittene grüne Spargelstangen auskleiden.
In die Mitte den Spargelsalat füllen und servieren.
Für Spargelliebhaber eine herrliche Vorspeise und für die Nichtgernespargelesser ein schöner Weg sich an Spargel zu trauen.