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Sonntag, 15. März 2015

Leichte Frühlingskost, Erbsenfenchelsuppe…

…es hätte auch heißen können, leichte Frühlingskost, oder wie mache ich Herrn GB das Nichtessen schmackhaft.
Nein, nein, mach Dir keine Sorgen, wir im Büdchen sind weder dem Diät- noch dem Fastenwahn verfallen. Um es mal gleich klar zu stellen, wir machen keinen Trend mit, aber das weißt Du ja bereits. Im Büdchen wird sich nach gesundem Wissen und Gewissen ernährt.
Und jetzt kommt das große ABER.
Da wir ja auch nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt sausen und für neue Erkenntnisse immer ein offenes Ohr haben, so lockte mal wieder der Selbstversuch. Vor fast 9 Jahren habe ich schon einmal einen Selbstversuch gemacht, da hatte ich aufgehört zu rauchen. Den damaligen Versuch habe ich mit Bravur abgeschlossen und meine letzte Zigarette liegt noch heute ungeraucht irgendwo in einer Schachtel.
Bei dem jetzige Selbstversuch baue ich wieder auf meinen Eigensinn und bin auf dem besten Weg zu gewinnen. Gewinnen an Gesundheit. Seit Januar ist an drei Tagen der Woche für Herrn GB und mich Schmalkost angesagt. Das hat hervorragende Auswirkungen auf Cholesterin und Leberwerte. Selbst der Kreislauf und der Blutdruck ticken im Takt.
Soweit, so gut. Also an drei Tagen ist Schmalhans zu besuch. Zu diesem System gibt es vielseitige Lektüre und so vielseitig sind auch die Ratschläge wie man diese Ernährungsumstellung durchführen sollte/kann. Ich denke das muss jeder für sich heraus finden. Wir haben uns auf das Dreitagesystem eingeschossen. Herr GB bekommt ein Süppchen, einen Salat oder sonst eine Mahlzeit am Abend, aber nicht mehr wie 600 kcal und ich greife nur zu, wenn mich der Hunger fast umbringt. Bisher ist das noch nicht passiert.
Bei Herrn GB ist das schon etwas anders. Er versicherte mir zwar immer, er würde nicht einen Gedanken an Essen verschwenden, aber dafür klappte abends dann doch erstaunlich oft die Kühlschranktür. Also musste ich für Abhilfe sorgen.
Du wirst jetzt zukünftig öfters hier ein Rezept für ein Süppchen lesen.
Süppchen deshalb, weil Süppchen schnell gehen, weil Süppchen wenig Arbeit machen, weil Süppchen nicht schwer im Magen liegen, weil Süppchen mit wenig Zutaten gekocht werden können, weil Süppchen wenig Kalorien haben, weil Süppchen satt und zufrieden machen.
Dann fange ich gleich mal heute an.
Erbsenfenchelsuppe:
2 Schalotten in kleine Würfel
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Teelöffel Butter, ausgelassen
500 g Fenchelknollen, in Streifen geschnitten, etwas Fenchelgrün zurück behalten
250 g Erbsen (wahlweise gefrorene)
2 Kartoffeln, mehlige, in kleine Würfel
1 Bund Petersilie, ebenfalls fein gehackt
1 Liter klare Gemüsebrühe
Zesten einer halben Bio-Zitrone
2 Sternanis, 2 Pimentkörner, Salz, Pfeffer, Zucker
50 g Frischkäse
Die Schalottenwürfel mit dem gehackten Knoblauch und der Petersilie in ausgelassener Butter glasig dünsten. Die Fenchelstreifen, die Erbsen und die Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Aber bitte keine Farbe annehmen lassen. Mit der Brühe ablöschen. Die Gewürze zugeben und die Suppe gute 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und das restliche Gemüse gar sind. Den Sternanis und die Pimentkörner aus der Suppe entfernen. Nun noch den Frischkäse und die Zitronenzesten unterrühren und die ganze Suppe kräftig pürieren. Ggf. nochmals mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken.
Die fertige Suppe in Tassen füllen und mit Fenchelgrün dekorieren.

Dienstag, 20. August 2013

Gefüllte Kohlrabis, aber diesmal mit Bulgur…

…gefühlt war es erst so knapp vor fünf oder sechs Wochen, aber es ist tatsächlich über ein Jahr her, dass ich Kohlrabis gefüllt habe. Es muss mächtig lecker gewesen sein. Woher ich diese unglaubliche Weisheit nehme? Muss ja wohl so sein, sonst hätte ich mich nach so langer Zeit garantiert nicht erinnern können. Okay, ich konnte mich jetzt nicht so genau an die Füllung erinnern, aber ich wusste mit Sicherheit, es war kein Bulgur im Spiel. Rein theoretisch hätte es auch Couscous sein können, aber war es auch nicht. Wo wir gerade beim Thema sind, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Couscous und Bulgur? Auf beiden Packungen steht Hartweizengrieß. Wikipedia will mir weismachen dass Bulgur Hartweizengrütze ist. Jetzt sach mal, wer von beiden will mich denn da jetzt täuschen, Wiki oder der Hersteller? Hast Du eine Erklärung? Bitte lass mich nicht dumm sterben, ich hab auch ein schönes Rezept für Dich…
Kohlrabi mit Bulgur gefüllt für zwei:
100 g Bulgur, trocken
200 ml Wasser, kochend
2 Knollen Kohlrabi
Salz, Pfeffer
2-3 Frühlingszwiebeln
250 g Tatar
100 g Erbsen, frisch oder TK
100 g Ajvar
80 ml Cidre
Bulgur in einer kleinen Schüssel mit dem kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten quellen lassen. Kohlrabi putzen, schälen und in kochendem Salzwasser ca. 30-40 Minuten bissfest garen. Hängt natürlich von der Größe ab. Zum prüfen, mal mit dem Messer einstechen. Abgießen, abschrecken und auskühlen lassen.
Bei TK-Erbsen die Erbsen auftauen. Frühlingszwiebeln waschen und in sehr feine Ringe schneiden. Tatar, Bulgur, Erbsen und Frühlingszwiebeln zusammen verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Kohlrabi mit einem Kugelausstecher großzügig aushöhlen. Das Bulgurtatargemisch hineinfüllen. Ausgelöstes Kohlrabifleisch mit Ajvar und Cidre pürieren. Das Püree (es ist saucenartig) in eine Auflaufform geben und gefüllte Kohlrabi draufsetzen.
Die Kohlraben im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Umluft: 160° C) auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten goldbraun garen.
Sollte etwas von der Füllung übrigbleiben, so kann man sie mit in die Sauce geben, oder kleine Bällchen formen und diese in etwas Öl zu kleinen Buletten braten.



Montag, 15. Juli 2013

Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons…

…war ja abzusehen dass mich die Leserei in der letzten Woche nicht ganz so schnell loslässt. Es ist einfach unmöglich fünf tolle Bücher durchzublättern, zu lesen, sie zu beschreiben, sich eins-zwei oder drei Rezepte herauszufischen und ihnen dann, nach der Kochaktion, ein Plätzchen im Bücherregal zuzuweisen. Ich bin zwar über diese Leseaktion sehr dankbar, denn auf diese Art ist mein Stapel mit ungelesenen Büchern geschrumpft, aber dafür ist meine Nachkochliste jetzt wieder so unglaublich lang, da muss will ich unweigerlich wieder viele Stunden in meinem Hobbyraum Küche verbringen. Aber damit Herr GB und ich nicht mal irgendwann platzen, muss es auch mal etwas Leichtes geben. Im Küchenkrambuch habe ich ein sehr schönes aber auch schnelles Rezept für eine Erbsensuppe gefunden. Das Geniale an dem Rezept, in die Suppe kam als Zutat Minze. Unter unserer Clematis wuchert Marokkanische Minze.
Eine Minze die für eine Tasse süßen Minztee einfach super klasse ist. Du brauchst 3-4 Stiele Minze, gießt heißes Wasser drüber, lässt den Aufguss 5-10 Minuten stehen, entfernst die Minze, gibst jede Menge Zucker hinein den Du sorgfältig auflöst, nun ab mit dem Tee in den Kühlschrank und richtig gut durch kühlen. Je kälter der Tee ist, umso besser. Jetzt servierst Du ihn bei 25°–30°C und Du wirst sehen es gibt nichts was erfrischender ist wie dieser phantastische Tee. In Marokko oder Tunesien ist dieser Tee eine Selbstverständlichkeit und nur Original mit genau dieser Minze. Also, solltest Du im Garten noch ein Eckchen freihaben, oder einen Blumenkübel der unbedingt noch bepflanz werden könnte, besorg Dir das Zeug und sollte sie alles überwuchern, kochst Du Tee oder isst sie auf. Gesund ist sie übrigens auch und der absolute Begleiter von Erbsen.
Wie super Erbsen und Minze zusammenpassen kannst Du mit der Erbsenminzsuppe ausprobieren, sie geht total fix, lecker und für einen Sommertag genauso geeignet wie der kalte Tee, nur die Suppe wird warm gegessen.
Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1,5 Liter Hühnerbrühe (aus einem ½ Huhn gekocht, die Mühe schmeckt man)
Olivenöl
900 g Erbsen (es gehen auch Tiefkühlerbsen)
200 ml Milch (wer es etwas fetter mag nimmt Sahne)
1 Bund frische Minze (bei mir waren es 2 Esslöffel gehackte Minze)
Salz und Pfeffer
Toastbrot
Butter
Ausstechform in Blumenform
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und im Olivenöl anschwitzen.
Die Erbsen zufügen, mit den Zwiebelringen gut vermischen und mit der Brühe ablöschen. Gute 15 bis 20 Minuten kochen bis die Erbsen gar sind. Mit einem Mixstab die Suppe pürieren. Die Suppe von der Hitzequelle nehmen, Milch oder Sahne und Minze zufügen. Die Suppe darf jetzt nicht mehr kochen nur noch warm gehalten werden. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus den Toastbrotscheiben mit einer Blumenausstechform kleine Blumen ausstechen, etwas Butter in einer Pfannes auslassen und die Blumen von beiden Seiten goldbraun rösten.
Die Suppe in Suppentassen füllen, die Croutons aufsetzen und servieren. Na jetzt sag mal das war doch jetzt megaschnell, oder?



Montag, 22. Oktober 2012

Vegetarisch am Montag

Eigentlich will ich seit Wochen bei Kerstin von "VerbotenGut" mitmachen und mit einem Rezept mitmischen. Bei "Verboten gut" läuft so ein Event zum Thema Veggitag. Im letzten Jahr hatte ich dieses Kochbuch zum selbigen Thema vorgestellt und seitdem ist es zum Standard geworden, mindestens einmal in der Woche ohne Fleisch über den Tag zukommen. Bei Kerstin gibt es meistens Donnerstag kein Fleisch, bei uns im Büdchen oftmals montags. Gerade wenn man am Wochenende essen war oder selbst mal etwas üppiger gekocht hat, gefällt mir ein Veggitag.
Heute gab es deshalb auch ein Gericht mit Eiern, ein Eierkokoscurry!
Für ein Curry für 4 Personen braucht man folgende Zutaten:
8 Eier
1 Zwiebel
1-3 Knoblauchzehen
250 g schnittfeste Tomaten
2 Esslöffel Butterschmalz
1 Esslöffel rote Currypaste
200 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
200 g tiefgekühlte Erbsen
Salz, Zucker
Chilipulver
2 Esslöffel Limettensaft
Die Eier hart kochen, abschrecken und pellen.
Die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, häuten und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
Im Butterschmalz die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig dünsten, die Tomatenwürfel zugeben und die Brühe angießen. Die Currypaste zufügen und alles gut verrühren. Die Kokosmilch angießen und nochmals aufkochen. Die tiefkühl Erbsen in die Sauce geben und innerhalb von 5-7 Minuten garziehen lassen. Die Sauce mit Salz, Zucker, Chilipulver und Limettensaft abschmecken.
Die Eier halbieren und in die Sauce legen.
Zusammen mit Duftreis servieren.


Dienstag, 12. Juni 2012

Hast Du schon einmal italienischen Ohren mit Morcheln gegessen?

Wir hier im Büdchen schon! War aber echt nicht einfach die zubekommen. Also ich meine jetzt die Ohren und auch die Morcheln.
Ich glaube Du weißt gar nicht von welchen Ohren ich spreche, oder? Ich meine diese Nudelohren aus Hartweißengrieß. Klar woraus sollen auch sonst italienische Nudeln sein. Diese Öhrkes kann man ja auch selber machen, wenn man kann. Ich könnte schon wenn ich wollte, aber ich wollte nicht und ich hatte auch keine Zeit, ich musste Fußball gucken. Die Öhrkes gab es am letzten Freitag und da war das Eröffnungsspiel von der EM, gibt es noch Fragen? Verstehst Du doch das ich mich bei solch einem Spaßprogramm nicht Stundenlang in der Küche aufhalten kann, oder? Womöglich tobt im Fernsehen das zweite Sommermärchen und ich verpasse alles weil ich Öhrkes bastel.
Nee, lass mal, außerdem lagen die Öhrkes bei meinem Weindealer in dem Fach "muss ich alles mal probieren" und da dort alle Produkte gequetscht liegen wie die Ölsardinen habe ich mich zu einer guten Tat bewogen gefühlt, sie aus dem Regal befreit und ihnen bei mir zu Hause vorrübergehend eine neue Bleibe gewährt. Wie gesagt vorrübergehend. Man könnte sie auch als lecker Notfallnudeln bezeichnen. Letzten Freitag hatte ich dann diesen Notfall. Seit ca. drei Jahren halte ich Ausschau nach schönen Spitzmorcheln und jedes Jahr verging die Morchelsaison ohne Klärchen und Herrn GB. Okay Morcheln sind jetzt nicht überlebensnotwendig, aber schon fein sie wenigstens einmal im Jahr zu essen.
Dann auch noch in Kombination mit herrlichem Spargel und super frischen Erbsen. Die Pilze leicht angedünstet in Butter mit einer Zwiebel in kleinen Würfeln. Das alleine duftete schon durch die ganze Küche. Den Spargel schnell schräg in Scheiben geschnitten und mit den gekochten Erbsen unter die Morcheln heben. Alles zusammen weiterdünsten.
Mit etwas Gemüsebrühe und Weißwein ablöschen. Etwas einkochen lassen und anschließend Creme double unterheben. Mit frischem Pfeffer und Salz abschmecken. Ich habe mal wieder mein Zitronensalz genommen. Ich bin ein totaler Fan von diesem Zeug und die frische zitronige Note passt so genial zu frischem Gemüse, dass ich für sämtliche Spargelgerichte dieses Salz sowieso verwende. So ganz nebenbei habe ich diese Nudelöhrkes gekocht, alles zusammen angerichtet damit man es gut mit dem Löffel essen konnte.
Warum mit dem Löffel? Wir mussten doch das Eröffnungsspiel schauen und haben vorm Fernseher gegessen. Der Tisch dort ist so niedrig, da bist Du nach dem dritten Habs satt, weil man in gebückter Haltung essen müsste. Alternative den Teller auf die Knie stellen, aber hast Du schon mal Deinen Teller auf den Knien gehabt und dann mit Messer und Gabel gegessen? Nach genauer Überlegung stimmst Du mir jetzt sicher zu, ein Löffelessen ist in machen Lebenslagen einfach die beste Alternative.