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Donnerstag, 12. Juli 2012

Rosen oder Erdbeeren, ist doch eh alles eine Sippe…

Ja, da bist Du jetzt platt, nee! War ich auch! Neulich als ich dachte, jetzt mach Dich mal schlau kommst ja vom Bau und informiere Dich mal, was die Erdbeere wohl eigentlich für eine Frucht ist.
Nicht nur das sie eine Sammelnussfrucht ist, nein, sie ist auch noch eine Scheinfrucht und zur Krönung gehört sie obendrein noch zu den Rosengewächsen. Ganz schön dick aufgetragen dieses Früchtchen.
Aber ich muss es ja auch eingestehen, diese roten Beeren was ja gar keine Beeren sind, sind mir unter den Beeren die Liebsten. Sie sind so vielseitig verwendbar und nicht nur für Süßspeisen. Hast Du schon einmal einen Spinatsalat mit Holunderblütenessig und Erdbeeren gegessen, dazu kleine Frischkäsekugel und etwas Weißbrot? Kennst Du nicht? Na dann lass Dich mal überraschen, mach ich mal die Tage. Aber jetzt werden die Erdbeeren erstmal zu Sirup verarbeitet. Soll ich Dir sagen warum? Weil genau der Juli der Rosenmonat ist. Sämtliche Rosensträucher stehen in voller Blüte und in diesem Jahr kommen in meinen Sirup auch noch Rosenwasser und Rosenblätter. Aber nicht irgendwelche Rosen, nöö. Für Rosengelee, Rosenwasser oder Rosenlikör haben wir eigens eine ganz bestimmte Rose ins Rosenbeet gepflanzt.
Die Rose de Resht versorgt mich mit einer fantastischen Blüte die einen betörenden Duft entwickelt und sich für Rosenspeisen hervorragend eignet. Selbst die Parfumindustrie hat sie sich schon wegen ihrem traumhaften Duft zu Eigen gemacht.
Ich verwende sie für einen aromatischen Erdbeer-Rosen-Sirup. Die Farbe und das fruchtige Aroma bringt die (Nicht)Beere mit und für den dezenten Rosengeschmack und Duft sorgen die Rosen. Für meinen Sirup benötige ich Erdbeeren, Zucker, Wasser, Duftrosenblätter und Rosenwasser.
Rosenwasser herzustellen ist eine meiner leichtesten Übungen. Man benötigt 150 g Rosenblütenblätter aus denen der weiße Blattansatz herausgeschnitten wird. Der schmeckt bitter und das wollen wir nicht.
Nun werden 50 g  Blütenblätter mit einem Liter siedenden Wasser übergossen und eine Stunde stehen gelassen. Nach einer Stunde das Wasser abseihen, wieder zum Kochen bringen und die nächsten 50 g Blütenblätter mit diesem Wasser übergießen. Wieder eine Stunde ziehen lassen und anschließend abseihen. Nochmals das Wasser erhitzen, die letzten 50 g Rosenblütenblätter mit dem heißen gefilterten Wasser übergießen und weitere 60 Minuten ziehen lassen. Wieder das Wasser filtern und zum aufbewahren in eine dunkle Flasche füllen.
Hast Du erst einmal Dein Rosenwasser fertig, ist der Rest vom Sirup schon fast in Flaschen.
Für den Sirup 500g geputzte Erdbeeren in einen Topf geben (ich viertel die Früchtchen) 300 g Zucker zufügen und mit 300 ml Wasser übergießen. Alles aufkochen lassen und 3 Minuten köcheln lassen. Nun 200 ml Rosenwasser und 2 Händevoll Duftrosenblätter zugeben. Nochmals aufkochen lassen und weitere 2 Minuten köcheln lassen. Den Sirup durch ein feines Sieb filtern und heiß in sterilisierte Flaschen füllen die bitte sofort verschlossen werden.
Der Erdbeer-Rosen-Sirup schmeckt fantastisch in Prosecco, in Erdbeerbuttercreme, über Eis oder Pudding und wer damit mal Erdbeeren mariniert hat, möchte sie fast nie mehr anders genießen.
Ach, fast hätte ich es vergessen, die abgefilterten Erdbeeren auf keinem Fall entsorgen, die brauchen wir noch, für was zeige ich in den nächsten Tagen.
Ich liebe Abfallprodukte, Du wirst schon sehen. ;-)


Montag, 27. Juni 2011

Also ja, ich habe es wieder getan und auch noch Erdbeersirup gemacht!!!

Ich wollte es ja nicht, aber Herr GB hatte mich mehrmals darauf hingewiesen, dass im Moment Erdbeerzeit ist und dann konnte ich nicht mehr anders. Ich habe damit argumentiert nicht genügend Zucker im Hause zu haben, diese Hürde war schnell überbrückt, mein Schatz zauberte wie aus dem Nichts Zucker aus dem Ärmel. Mein Einwand dass die Vorratsregale im Keller eigentlich schon überlaufen, zog nicht wirklich. Eh ich mich versah war ein Stück im Regal freigeräumt. Ich äußerte meine Bedenken nicht genügend Flaschen zu haben. Schwupps standen leere feingesäuberte Flaschen in der Küche. David Copperfield könnte sich Tipps holen. Ich weiß zwar nicht was den David veranlasst zu zaubern, aber Herr GB´s Antrieb sind die Erdbeeren. Hab ich ja schon erzählt, mein Schatz ist ein Erdbeerbärjunkie und deshalb kann ich ihm auch einfach keinen Erdbeerwunsch abschlagen. Letzte Woche leerte er die letzte Flasche Erdbeersirup vom letzten Jahr, natürlich nicht ohne diese Tatsache laut bekanntzugeben. “Ach, sieh an, hat der Sirup so lange gehalten, hat wohl nicht geschmeckt?“ Diese Aussage von mir wurde natürlich sofort vehement abgestritten. “Nein, ich war mit der letzten Flasche nur besonders sparsam“ Okay, das glaube ich ihm sogar, da sind wir beide ähnlich. Wenn ich etwas ganz besonders gerne mag und ich weiß es geht zur neige, hebe ich mir auch den Rest lieber auf bis ich Nachschub besorgen konnte. Was den Sirupnachschub angeht, da ist Herr GB eindeutig auf mich angewiesen. Also ich gebe es zu, ich habe mich erweichen lassen.
Wem der Sirup bereits aus den Ohren kommt, der sollte spätestens jetzt den Büdchenblog verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen.
Also ja, ich habe es wieder getan und auch noch Erdbeersirup gemacht!!! Aber nur auf Wunsch einen einzelnen Herrn! Ehrlich gez!
Aber den Erdbeesirup mache ich ganz anderes als Rhabarber-, Holunderblüten-, oder Waldmeistersirup. Ist also jetzt wirklich mal was ganz Neues, oder man kann auch sagen etwas ganz Anderes.
Ich erklär mal wie ich den Erdbeersirup mache.
Man braucht nicht viel, lediglich 2 KG Erdbeeren, 500 g Gelierzucker 1:1 und 500 g Haushaltszucker.
2 kg Erdbeeren reinigen und von den Blättchen entfernen. Die Erdbeeren entsaften. Das habe ich mit einem elektrischen Entsafter gemacht.
Man kann sie auch pürieren und durch ein Sieb streichen. Auf diese Art entkernt man die Beeren. Durchs Sieb streichen ist allerdings sehr mühsam. Also wie gesagt die Erdbeeren durch den Entsafter, übrigbleibt knapp 1,5 Liter Erdbeersaft.
Den Saft mit 500 g Gelierzucker und 500 g Zucker mischen. Die Zucker-Saftmischung ziehen lassen und immer wieder umrühren bis der Zucker aufgelöst ist. Nun das Gemisch langsam aufkochen. Während des Aufkochens immer wieder rühren.
Vorsicht, nicht das es überschäumt. Nun den Zucker-Erdbeersaft auf kleiner Temperatur 30 Minuten köcheln lassen, bis er etwas eingekocht ist. Jetzt in gut gesäuberte Flaschen füllen und sofort verschließen.
Herr GB mag den Erdbeersirup gerne im Quark, Joghurt oder in Milch, der Sirup ist super geschmacksintensiv. So intensiv, dass meinem Schatz selbst das Erdbeereis das ich mit diesem Sirup mache besser schmeckt, wie in seiner Lieblingseisdiele. Das Erdbeereis gibt es dann demnächst, versprochen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Vanilleeis mit marinierten Erdbeeren gehen immer…

Seit Monaten haben wir uns auf unseren Besuch aus Österreich gefreut und das Gefühl der Vorfreude steckt noch in den Knochen, da sind sie schon wieder weg und etwas Wehmut macht sich breit. Ach es war aber auch so schön, endlich hatten wir mal die Gelegenheit sie zu verwöhnen. Diesmal wurde nicht die Büdchenküche angeschmissen, wir wollten so viel Zeit wie möglich mit unserem lieben Besuch verbringen und deshalb waren wir auswärts essen. Herr GB der diesmal den Eventmanager mimte hatte wirklich alles bis ins Detail geplant und eigentlich klappte auch alles super gut. Pflichtprogram war natürlich ein Besuch des Starlight Express in Bochum. Das Wetter war zwar nicht so sonnig wie gebucht, aber wiederum auch nicht so schlecht, dass wir unter Tage hätten fahren müssen, also haben wir einen Besuch des Bergbaumuseums ausgelassen. Ich denke wir konnten das Ruhrgebiet unseren Gästen auf diese Art nahebringen wie es wirklich ist und mit evtl. vorhandenen negativen Erwartungen aufräumen. Sicherlich haben wir die nicht so schönen Ecken die es in jeder Stadt gibt, nicht verstecken können, aber für jeden unschönen Winkel konnten wir Ihnen mindestens einen Ort zeigen, den sie in positiver Erinnerung halten. Jetzt schauen wir uns die Bilder von unserem Besuch an und weil Herr GB ja der absolute Erdbeerfreak ist und er in den letzten Tagen nicht wirklich von mir verwöhnt wurde, habe ich ihm schnell einen Erdbeerbecher gezaubert. Vanilleeis mit marinierten Erdbeeren gehen immer…
Vanilleeis:
250 ml Milch
150 ml Sahne
100 g Honig (idealerweise Akazienhonig)
Mark einer Vanilleschote
Milch, Sahne, Honig und Mark der Vanilleschote vermischen und aufkochen. Creme abkühlen lassen und dabei mehrmals rühren damit sich keine Haut bildet. Anschließend in den Kühlschrank geben und auf gute 5°C herunter kühlen. Die gekühlte Creme in die laufende Eismachine gießen und ca. 30 Minuten gefrieren lassen. Bei gefrieren sollte die Bedienungsanleitung der eigenen Eismaschine berücksichtigt werden.
Marinierte Erdbeeren:
500 g geputzte Erdbeeren
30 ml Himbeer-Likör (oder einen anderen Likör)
50 ml Erdbeersirup
Die gesäuberten Erdbeeren mit dem Likör und dem Sirup vermischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.
Zwischenzeitlich 250 ml Sahne mit einem Esslöffel Vanillezucker fürs Topping schlagen.
Große Gläser erst mit einigen Erdbeeren füllen, dann mit Vanilleeis, nun wieder Erdbeeren und zum Schluss eine Sahnehaube aufsetzen, diese mit Melissenblättchen und Erdbeeren verzieren.
Wichtig: Das Ganze mit einem langen Löffel servieren, damit auch noch der letzte Rest aus dem Glas geschleckert werden kann.