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Donnerstag, 6. November 2014

Nicht jedes Rezept ist zu gebrauchen, oder Schoko-Shooter statt Marshmallow…

…ganz großes Kino sollte es werden, jahaaa ganz großes Kino und was war es? Na, was glaubst Du? Genau das mega Fiasko der Woche. Nee Herr Pranschke, das war nix. Eigentlich bin ich ja von Ihrem neuen Buch überzeugt, so wie von den vielen anderen Büchern die aus Ihrer Feder stammen, aber das Rezept mit den Marshmallows war einfach nur, gelinde ausgedrückt, Mist! Wabbeliges Glibberzeugs das zwar nach Marshmallows schmeckte, aber weit von der Konsistenz echtem Mäusespeck entfernt ist.
Gut ausgesehen haben sie ja, die Glibberdinger, aber ich wollte sie zu einem Dessert meinem Besuch anbieten. Nee, mit dem Zeugs hätte ich mir komplett meinen guten Ruf in Sachen Geschmack ruiniert. Das konnte ich keinem anbieten, selbst vor Herrn GB habe ich mich irgendwie geschämt.
Aber mal so ganz unter uns, ich weiß ja welche Rolle ich im Leben bei Herrn GB spiele, aber das er echt soweit gehen würde, sich für so ein Quaddelzeugs opfern würde, wäre mir im Traum doch nicht eingefallen.
Einen Teil des Zeugs hat er tatsächlich gegessen, oder sagen wir mal probiert, aber der Hauptteil ist dann wirklich in den Abfall gelandet. Kannst Du Dir vorstellen wie weh mir das tat? Die wertvollen Zutaten, die Arbeit und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich habe mich so sehr über die Bilder gefreut. Jetzt schau mal selbst, die sind doch so schlecht nicht geworden.
Wieder mal ein Beweis wie sehr in so manch einem Kochbuch gefuscht wird. Schöne Bilder alleine bringen es eben auch nicht.
Herrn GB konnte ich jetzt nicht mit den Bildern einfach mal so abspeisen. Als kleine Entschädigung habe ich ihm auf die Schnelle einen Schoko-Shooter serviert. Den habe ich übrigens auch in dem Schokoladenbuch gefunden. Allerdings habe ich da von vorneherein das Rezept abgewandelt, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich 2 cl Sahne mit 6 cl Whisky-Creme-Likör zu einem Sahneschaum schlagen kann. Meine Befürchtung dass die Sahne gerinnt bestätigte sich übrigens bei einem Versuch den ich einen Tag später ausprobierte.
Hier jetzt mein Rezept mit Gelinggarantie:
150 ml geschlagene Sahne
8 cl Sahnelikör
2 Teelöffel süßes Kakaopulver
4 Espresso
Wenn Du hast, 4 Espressotassen aus Glas
Den Sahnelikör mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. Die geschlagene Sahne mit dem aufgeschlagenen Sahnelikör vermischen.
Jeweils einen halben Teelöffel Kakaopulver in eine Espressotasse geben und einen heißen Espresso aufgießen. Dann obenauf auf jeden Espresso einen großen Löffel von der Likörsahne geben.
Mit diesem kleinen Trostpflaster konnte ich Herrn GB wieder fröhlich stimmen.
Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich viele weitere Rezepte aus dem Buch ausprobieren, denn die Backrezepte hören sich richtig gut an.

Montag, 5. März 2012

Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten, das Sitzwohl verfolgt mich...

Wir im Büdchen sind ja solche Allrounder was das Essen und Trinken angeht, da gibt es kaum etwas, was wir nicht ausprobieren. Genauso ist es mit Risotto gewesen. Erst war Risotto so gar nicht unser Fall, aber weil mir andere Genießer immer wieder von einem leckeren Risotto vorschwärmten, ließ ich nicht locker und suchte nach dem ultimativen Rezept das auch uns die Vorliebe für diese Beilage brachte.
Ihr habt es auch schon gemerkt? Ja, das ungeliebte Risotto gehört längst zur Vergangenheit an und wenn ich es mir so recht überlege, gibt es im Büdchen häufiger Risotto als Kartoffeln.
Jetzt mache ich nicht immer das gleiche Risotto, denn das wäre ja langweilig, nööö die Variation ist so breit gefächert, da gehen mir die Ideen sicher in den nächsten 10 Jahren nicht aus. Außerdem gint es hier so viele Kochbücher, die sorgen für Nachschub. So ist es auch mit diesem Rezept, inspiriert vom Sitzwohl.
Herr GB trinkt ja seit kürzester Zeit Espresso, aber das ist eine andere Geschichte, doch war der Espresso die Grundvoraussetzung für mein heutiges Gericht. Denn würde er keinen Espresso mögen, oder besser gesagt den Kaffeegeschmack verabscheuen, dann hätte ich mein Vorhaben mal gleich knicken können.
Doch so gab es Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten und ein kleines Stückchen Rind...
200 g Risotto
1 Esslöffel Olivenöl
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
1 kräftiger Espresso
30 g Butter
3 Esslöffel frisch geriebenen Parmesan
Einige Espressobohnen
Etwas braunen Zucker
Salz und schwarzen Pfeffer frisch gemahlen
Öl erhitzen, Schalotten und Knoblauch fein hacken und kurz im heißen Öl anschwitzen. Den Risotto dazu und leicht glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die warme Gemüsebrühe angießen und das Risotto aufsaugen lassen. Sobald die ganze Gemüsebrühe aufgesogen ist den Espresso einrühren. Auch den wieder vollständig aufsaugen lassen. Butter und Parmesan cremig unterrühren.
Zucker in einer Pfanne schmelzen und leicht bräunen, Espressobohnen dazugeben und karamellisieren. Auf Backpapier geben, auskühlen lassen und fein hacken.
Rotweinschalotten:
250 g Schalotten
50 g brauner Zucker
400 ml kräftigen Rotwein
50 ml Kalbsfond
Schalotten schälen. Zucker in eine Kasserolle geben und karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen. Nun die geschälten Schalotten dazugeben und unter rühren aufkochen lassen. Der Karamell sollte sich im Wein komplett aufgelöst haben. Die Temperatur auf klein stellen, den Kalbsfond ebenfalls angießen und die Zwiebeln im Wein-Fondgemisch weich kochen. Dabei die Flüssigkeit so weit wie möglich einkochen.
Das Risotto auf angewärmte Teller geben, mit den karamellisierten Espressobohnen bestreuen und einige Rotweinzwiebeln dazugeben.
Dazu passt ein Kalbsfilet, Steak oder ein schönes Roastbeef, doch ich bin überzeugt, dass es noch einiges mehr gibt was mit dieser Zusammenstellung harmoniert.