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Dienstag, 25. März 2014

Jetzt ist es/er raus, der Bärlauch…

…die eigentliche Einkochzeit ist ja, im allgemeinem Glauben der Sommer und der Herbst, aber Einkochzeit ist immer. Du kannst gleich im Frühling mit dem Konservieren von wilden Kräutern und Blüten anfangen. Ein Kraut auf das alle warten ist der Bärlauch. Lange war er vom Speiseplan verschwunden, aber seit die Entdeckung von Natur und Landschaft wieder zurückgekommen ist wird er sogar selber gesammelt. Herr GB und ich sind zwar hier durch die Wälder geirrt, aber fündig sind wir letztendlich dann doch auf dem Markt geworden.
Den Bärlauch habe ich mindestens einmal im Frühling auf der Speisekarte. Bärlauchpesto ist schon Standardprogramm das hat ja eigentlich jeder auf seiner Bastelliste und die Bärlauchnudeln sind einfach nur genial. Aber jetzt gibt es hier bei uns auch noch einen Bärlauchessig. Aber einen ganz besonderen und zwar mit kandierten Orange. Jetzt bisste platt, oder?
Ich bin ja ehrlich, er ist nicht auf meinem Ideenmist gewachsen. Das Rezept habe ich in einem kleinen reizenden Buch aus dem Kosmos-Verlag gefunden. Es ist recht frisch erschienen und macht Lust auf die nächsten Monate. Der Titel "Meine Küchenschätze aus Natur & Garten" wurde von einer Gemeinschaft Autoren verfasst, und es ist eine Sammlung von richtig tollen Rezepten die Lust auf Vorratshaltung machen, entstanden. Ich muss ja gestehen, dass ich einige Bücher über Haltbarmachung habe, aber mit diesem Büchlein sind weitere sehr interessante Rezepte ins Büdchen eingezogen. Außerdem mag ich die Bücher aus dem Kosmos-Verlag nur schon alleine wegen ihrer Aufmachung. Richtig praktisch und von mir sehr geschätzt sind die Tipps unter dem Motto "Das ist wirklich wichtig".
Die Einteilung einzelner Abschnitte ist sehr übersichtlich. Die Küchenschätze sind in unterschiedlichen Rubriken auf 144 Seiten eingeteilt. Fruchtig und süß, Herzhaft und würzig, Flüssig und fein. Ich habe in jedem Bereich etwas gefunden was ich noch nicht kannte und was sich unglaublich spannend anhört. Du denkst das ist kein Buch für Dich, schließlich hast Du gar keinen Garten? Vergiss es gleich wieder, die meisten Zutaten für die Rezepte findest Du in der Natur. Du musst also nur mal feste Schuhe anziehen und hinaus ins Grüne wandern. Ich bin überzeugt Dich werden die meisten in Deinem Freundeskreis um Deine frische Gesichtsfarbe von der vielen frischen Luft beneiden und die Bewunderung, was Deine zukünftige Vorratshaltung angeht, ist Dir auch gewiss.
Möchtest Du noch die ISBN haben, helfe ich Dir gerne weiter: ISBN: 978-3-440-14116-8
Aber auf der Seite des Kosmos Verlages findest Du noch viele weitere Angaben.
Aber eh die Bärlauchsaison vorbei ist, hier noch schnell das Rezept. Damit kannst Du dann noch bis zum Herbst an den derzeitigen Frühling denken.
Bärlauchessig:
Für einen Liter Essig benötigst Du 30 Bärlauchblätter, 1 Bio-Orange, 1 Liter Weißweinessig und 2 Teelöffel Akazienhonig.
Die Schale der Bio-Orange musst Du erst einmal kandieren, das machst Du am besten wie es bei der Freundin mit der Cedri beschrieben ist. Das Rezept macht zwar etwas Arbeit, aber es ist genial und mit Gelingsicherheit.
Jetzt ist alles Weitere ein Kinderspiel.
Alle Zutaten vermischt Du in einem großen Glas und lässt den Bärlauch 14 Tage ziehen. Wenn Du sofort anfängst könntest Du für Ostern noch Essiggeschenke basteln, also worauf wartest Du noch? Schuhe an und ab in den Wald.

Donnerstag, 22. August 2013

Alles andere als saure Gurkenzeit…

…ich würde eher sagen es ist die Zeit der süßsauren Gurken. So himmlisch lecker, dass Herr GB die selbsteingelegten Gurken vor Besuch versteckt. Also er versteckt sie jetzt nicht wirklich, sondern er kramt sie erst gar nicht hervor. Um genau zu sagen, er lässt sie schön im Kellerregal stehen und schleppt sie erst ins Büdchen bei ganz besonderen Gästen, die sie auch wirklich zu schätzen wissen. Ja da ist Herr GB etwas eigen, aber ich glaube das zeugt auch von einer ganz bestimmten Begebenheit. Vor Urzeiten, Herr GB und ich lebten noch in wilder Ehe, also ohne Trauschein. Ja so nannte man das damals. Also wir in wilder Ehe und Klärchen legte Gurken nach einem Rezept, der damals noch nicht Schwiegermutter, ein.  Wir hatten ganze 4 Einkochgläser von Gurken süßsauer die ich im Backofen eingekocht hatte.
Uns besuchte ein befreundetes Paar und da es gerade Abendbrotzeit war sollte es zum Brot auch Gurken geben. Der noch nicht Gatte war zu bequem in den Keller zu laufen und Gurken aus dem Keller zu holen, außerdem sah er die Notwendigkeit nicht wirklich, denn es standen doch in der Küche vier Gläser herum. Klar standen die da, sie warteten seit einigen Tagen auf Schilder, die machte man noch von Hand denn Computer für Ottonormalverbraucher gab es noch nicht. Also ich sag mal so, wir hatten keinen und die Geräte waren auch fast unerschwinglich. Lange Rede… Ich öffnete ein Glas und servierte die unbeschrifteten Gurken.  Ich weiß nicht wie es passieren konnte, aber wir müssen uns wohl an den Gurken sattgegessen haben. Der Besuch war weg und die Gläser leer. Uns allen haben die Gurken so super geschmeckt dass eins nach dem anderen leergeputzt wurde. Ich war so stolz auf meine ersten Gurken, das ich eine Ration nochmals nachlegte um meine Schwiegermutter in Spe zu beeindrucken. sie dem Besuch erst gar nicht. Das ist mir auch gelungen und von Stund an bin ich für die Gurken zuständig.
Gewürzgurken süß/sauer
1 ½ kg kleine Einlegegurken
3 Esslöffel Salz
Wasser
Die Einlegegurken kräftig säubern und in eine Schüssel geben. Das Salz in 500 ml Wasser auflösen. Die Salzlösung über die Gurken gießen. Nun soviel Wasser zufügen bis die Gurken bedeckt sind. Die Gurken 24 Stunden in der Salzlösung liegen lassen. Nachdem Salzbad die Gurken gründlich waschen. Die Salzlösung entsorgen.
200 g Zucker
400 ml Weißweinessig
600 ml Wasser
4 Teelöffel Salz
3 Esslöffel Senfkörner
1 Teelöffel Pimentkörner
4 große Lorbeerblätter

3 Esslöffel feingehackten Dill
1 Esslöffel weiße Pfefferkörner
1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner

4 Nelken
Vier große Weckgläser mit Deckel und passenden Gummis sterilisieren. Die Gurken in die Gläser geben. Die Gewürze gleichmäßig auf die Gläser verteilen. Salz, Zucker, Wasser und Essig in einem Topf mischen und  zum Kochen bringen. Einmal aufkochen und über die Gurken geben. Die Gläser bis knapp 2 cm unter dem Rand füllen. Als Alternative können die Gewürze aber auch in die Essiglösung gegeben und zusammen aufgekocht werden. Die Gummiringe nass auf den Rand legen und die Deckel aufsetzen. Die Klammern befestigen und 30 Minuten bei 85° einkochen. Ich habe die Gurken in meinem Dampfgarer eingekocht. Die Gurkengläser beschriften und schnellstens in den Keller bringen, also eh Besuch kommt. Vor dem Verzehr gut 2 bis 3 Wochen ziehen lassen.

Montag, 19. Dezember 2011

Nach Zucker kommt Essig, Cranberryzeit…

Noch 4 Tage und den Rest von heute, dann kommt das Christkind. Hier im Büdchen kommt kein Weihnachtsmann! Wenn man Glück hat, kommt hier im Büdchen am 6. Dezember der Nikolaus, bisher hat es auch immer geklappt, aber wenn man sich nicht anständig benimmt, kann man auch mal Pech haben und Knecht Ruprecht kommt. Der bringt natürlich keine Süßigkeiten mit, die bekommen nur die Braven und eben vom Nikolaus.Ich habe kleine mit Alkohol gefüllt Schokoladenfläschchen bekommen, boah waren die lecker. Ich muss sagen der Nikolaus hat Geschmack. Einen Schokoladennikolaus aus Zartbitterschokolade, woher der das nur immer weiß, was ich gerne mag. Jetzt kommt mir nicht mit dieser Story, das steht alles in seinem dicken Buch. Habt ihr eine Ahnung wie es in diesem Buch aussehen müsste? Wollte er das alles aufschreiben was ich mag, müsste er dafür schon alleine ein Buch schreiben. Aber vielleicht hat er ja auch nur das aufgeschrieben, was ich nicht mag? Na, da hätte er jetzt nicht viel zu schreiben. Aber wie ist das denn bei dem Christkind? Hat das auch ein Buch? Steht das Christkind eigentlich mit dem Nikolaus und dem Knecht in Verbindung? Was ist wenn der Knecht Mist erzählt? Kommt das Christkind dann trotzdem?
Kennt jemand von Euch den Knecht Ruprecht und hat ihn schon einmal gesehen, oder womöglich nähere Bekanntschaft mit ihm und seinen Foltermethoden gemacht? Jetzt feier ich schon seit einigen Jahrzehnten Weihnachten und ich habe noch immer Fragen über Fragen.
Ich glaube ich mache mir mal lieber Gedanken wozu ich meinen neuen Cranberryessig verwenden könnte, vielleicht hat jemand einen Tipp?!
Ah ja, ihr müsst wissen wie ich den Essig gemacht habe!
300 g pürierte Cranberrys
4 Esslöffel Zucker
750 ml weißen Balsamicoessig
250 ml Weißweinessig
Alle Zutaten in ein großes Glas geben und verschießen. 4 Wochen ziehen lassen, abseihen und in kleinere Flaschen abfüllen.
Das Bild von den kleinen Flaschen stelle ich dann in einigen Wochen ein, aber jetzt bewacht der Weihnachtsmann erst einmal den Essig…


Samstag, 28. Mai 2011

Nach dem ganzen süßen Sirupzeugs wird´s hier sauer, Holunderblütenessig…

Eigentlich wollte ich ja noch Gurkensirup machen, so als extra Highlight für Arthurs Tochter. So als kleines Geschenk, ich dachte darüber freut sie sich garantiert. Außerdem sollen ja Gurken im Moment besonders preiswert sein, vor allem nachdem die Presse alle Welt verrückt gemacht hat und zum Gurkenboykott mehr oder minder aufrief. Aber darauf will ich hier nicht weiter eingehen. Wer interessiert ist findet genug Lektüre im Internet darüber.
Nun aber zurück zu meinem Gurkensirup den ich nicht habe. Damit hätte man z.B. hervorragend Espuma aromatisieren können, oder eine Salatsoße aufhübschen. Nur warum sollte ich den machen? Für die Tochter? Neee, willse ja nich, hat wohl was gegen Sirup. Na ok, dann eben nicht. Aber mal so ganz unter uns, ich habe gar kein Rezept von Gurkensirup, doch ich experimentiere und wenn es was wird, dann komme ich im kommenden Jahr damit aussem Gebüsch, ähhh natürlich aussem Büdchen.
Jetzt habe ich mir was ganz anderes überlegt, jetzt ist erst mal Siruppause, dafür greif ich jetzt den Essig an. Obendrein sind Essige, die etwas außergewöhnlich sind und die man nicht überall kaufen kann, beliebte Geschenke. Das kommt mir wiederum gut zu Passe, da ich ja in diesem Monat Gastgeberin bei Zorra auf ihrem Blog, 1xumrühren bitte, bin und den Blog-Event durchführen darf.
Das Thema lautet "Geschenke aus meiner Küche“ das passt zu mir. Ich schenke gerne und stehe nicht minder gerne in meiner Küche und kümmere mich um Leckereien. Da war das Thema wohl vorprogrammiert. Aber an dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei Zorra bedanken das ich auf ihrem Blog mein Geschreibsel veröffentlichen darf.
Logischer Weise beteilige ich mich selbst natürlich auch an diesem Event, ich habe so viele Ideen die müssen raus sonst platze ich.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Ich fange heute mal mit Holunderblütenessig an, weil ich ja noch einige Blüten vom Sirup kochen übrig hatte. Mein Schatz hat so viele gepflückt, würde ich die alle zu Sirup verarbeiten, könnte ich wirklich einen Sirupshop eröffnen und die Tochter würde sich kaputt lachen. Aber nach dem ganzen süßen Sirupzeugs wird´s hier sauer, Holunderblütenessig…
Für den Essig benötigt man 6 bis 10 Holunderblütendolden
750 ml Balsamessig
2 Esslöffel Zucker
Die Dolden in ein großes Glas mit Deckel geben, den Zucker zufügen und den Essig aufgießen. Das Glas verschließen und gut schütteln. Das Glas kühl stellen und gute 4 Wochen ziehen lassen. Dann den Essig durch ein Tuch abseihen und den Essig in hübsche Flaschen füllen. Ich binde gerne eine Blume an die Flasche und ggf. ein Schildchen aufkleben oder anbinden.