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Montag, 8. Juli 2013

Lesen, kochen, schreiben, lesen, kochen, schreiben!!! Oder Kochbücher und ihre Folgen…

…ja, so oder so ähnlich könnte man meinen derzeitigen Zustand bezeichnen. Ich habe hier noch einen Stapel mit wunderschönen Kochbüchern die noch unbedingt alle gelesen bzw. beschrieben werden wollen. Wie Ihr mich kennt, bleibt es bei mir ja nicht beim Lesen. Wie auch, sind ja Kochbücher mit tollen Bastelanleitungen für die Küche. Diese Anleitungen stacheln meine Kreativität an und meine Nachkochliste wird lang und länger. Zum Glück mal wieder, denn die letzte Liste ist ja mit samt der Festplatte abgestürzt. Ja, ja, ich weiß was Du jetzt denkst, sie hat es noch immer nicht überwunden. Nee, hab ich auch nicht! Ich hatte schon so schöne Rezessionen Rezension vorbereitet, mit Bildern und allem Zipp und Zapp, und?! Ja, auch alle weg! Und jetzt hatte Arthurs Tochter die Idee eine Woche lang jeden Tag ein Buch vorzustellen. Es soll ein Genussbuch sein. Und glaub mir, nicht nur Kochbücher oder Backbücher unterbreiten Genüsse. Genuss kann ein guter Krimi genauso liefern wie ein toller Bildband. Eins von derartigen Büchern, die eben kein reines Kochbuch darstellen, liegt hier bei mir auf dem Stapel. Im eigentlichen Sinn ist es kein richtiges Kochbuch, hier geht es um allmöglichen Küchenkram und so heißt das Buch auch. *Küchenkram* stammt aus dem Thorbecke-Verlag und die Autorin, Katrien van de Steene hat sich ganz besondere Mühe gemacht. Ihre Lieblingsideen zum Dekorieren, Kochen und Verschenken hat sie bunt zusammengefasst. Auch wenn sie in ihrem Vorwort bärenstarke Mädchen, coole Mamas und flotte Omis anspricht, bin ich überzeugt, auch der Eine oder Andere des männlichen Geschlechts wird Gefallen finden. Die Autorin gibt Tipps für die Herstellung eines Märchenhockers mit dem sich das Stibitzen von Süßigkeiten, die in höheren Regionen gelagert werden, um einiges vereinfacht. Aber das ist nur ein Beispiel von unzählig vielen Anregung.
Direkt nach dem Vorwort findet man ein Register das einen ersten Überblick zum Inhalt frei gibt. Das Buch ist in fünf Themenbereiche unterteilt. Natur pur, Wunderland, Exotic Fun, Basic Black und Mega Vega. Katrien van de Steene ist eine belgische Designerin und ihre Ideen sind äußerst witzig und originell. Da werden Löffel zu Kleiderhaken, oder gebratene Eier zu gebratene Herzen.
Sie verschönert Topflappen bzw. Handschuhe mit bunten unterschiedlichen Knöpfen, Kartoffeln werden zu Windlichtern, Wäscheklammern geben Hilfestellung für einen Wochenplaner. Wirklich nette Ideen die die Kreativität anregen und zum Basteln verführen. Ich bastele auch gerne, allerdings eher mit Lebensmitteln in der Küche nicht für die Küche. Ich habe mir auch schon einige Anregungen geholt und es wird noch so einige Male neben dem Ofen liegen. Schöne Rezepte warten aufs Nachbasteln und das möchte ich nicht versäumen.
Einen kleinen Einblick bekommst Du hier.
Der Verlag sagt folgendes zu Küchenkram von Katrien van de Steene:
Lieblingsideen zum Dekorieren, Kochen und Verschenken
Mehr Spaß in der Küche! Eine Küche ist mehr als ein Arbeitsplatz, sie kann das Zentrum des Familienlebens sein, und darum hat sie Spaß, Ideen und Farbe verdient: Warum den Pudding zu Ostern nicht in Eierschalen servieren, die Gläser mit Schnurbärten verzieren oder Kleiderhaken aus Löffeln basteln?
Das Buch wird in der ersten Auflage vom Jan Thorbecke Verlag präsentiert und hat das Abmaß von 19 x 25 cm. Mit 192 Seiten, zahlreichen Fotos und im Paperback ist ein sehr schönes handliches Buch geworden. Es ist seit dem Frühjahr dieses Jahres erhältlich, kostet 19,99 € und trägt die ISBN: 978-3-7995-0227-6


Freitag, 25. Januar 2013

Brokkoli-Hähnchen mit Cashewnüssen aus DEM Asiabuch…

…das ist mir ja noch nie passiert, vor Monaten ist hier ins Büdchen ein Buch aus dem Kosmos-Verlag eingezogen und ich habe es vergessen. Wobei ich es gar nicht vergessen habe, wie sollte ich auch denn es ist eins der besten Asiakochbücher die ich kenne. Hier, hier und hier habe ich schon jeweils daraus gekocht und wenn Du mal den Blog durchkämmst, wirst Du noch mehr Speisen finden die ihre Anlehnung in diesem Buch finden. Wie Ihr wisst, stehe ich Kochbüchern mit dem Begriff asiatisch im Titel sehr kritisch gegenüber. Was ist mit asiatisch gemeint? Ich denke diese Küchen kann man genauso wenig in einen „Topf“ schmeißen, wie man von einer europäischen Küche sprechen kann. Du verstehst was ich mein!? In meinen Augen ein mutiges Projekt. Bei diesem wirklich schönen Buch das vor mir liegt verhält es sich etwas anderes.
Das Kochbuch mit dem Titel „asiatisch gut gekocht“ ist als Grundkochbuch für die verschiedenen Küchen Asiens gedacht. Die Idee ist gelungen. Elf Länder Asiens wurden kulinarisch, mal mehr  und mal weniger, durchreist und den örtlichen Gaumenfreuden entsprechend porträtiert. Sicher sind es nur kleine Einblicke, doch Du wirst weder die üblichen Küchenwerkzeuge, Küchentechniken, noch Erklärungen zu ortsüblichen Obst- und Gemüsesorten, oder gar die Erläuterungen zu den regionstypischen Aromen, Pasten und Gewürzen, vermissen. Du wirst über verschiedene Reissorten informiert und lernst die Vielseitigkeit der asiatischen Nudeln kennen.
Das Buch startet mit einer Länderübersicht und einem Vorwort, und setzt sich nach den bereits erwähnten Erläuterungen zu Werkzeuge und Techniken mit Rezepten der elf verschiedenen Länder fort. Jedem Land wurde ein Bild ihrer Länderkarte zugewiesen. Bei jedem augenscheinlich realen Rezept ist ein entsprechendes Bild des Landes abgedruckt, zu dessen Land das Rezept gehört. So kannst Du gleich sehen, ob es aus Thailand, Indonesien, China, oder, oder, oder stammt. Mein Kompliment hat Frau Szwillus. Der Autorin, MalisaSzwillus, ist ein sehr ansprechendes Buch gelungen. Mit interessanten Länderreportagen und eindrucksvollen Fotos. Die Fotografien stammen aus der Hand von Herrn Alexander Walter. Du wirst mitgenommen auf eine kleine Reise in unterschiedliche Kulturen. In den Berichten, wie auch in den Rezepten verdeutlicht die Autorin Asiens kulinarische Traditionen und versucht Überlieferungen zu veranschaulichen.
Das Buch „Asiatisch gut gekocht“ ist garantiert eine Bereicherung, gerade wenn Du frisch in die Thematik einsteigen willst.
Erschienen ist das Buch mit dem Titel: „Asiatisch gut gekocht“ im Kosmos-Verlag.
Autor: Malisa Szwillus
ISBN: 978-3-440-13271-5
Diese Kochlektüre hat einen flexiblen Einband und kommt mit 224 Seiten daher. Mein geliebtes Lesebändchen hat es übrigens auch. Im vorderen Teil gibt es ein Inhaltsverzeichnis nach Gruppierungen der Menüspeisen und im hinteren Teil ist das Register nach Alphabet zu finden. Wie üblich habe ich wieder Gedächniszettelchen in das Buch geklebt, damit ich nicht vergesse was ich noch alles nachkochen will.
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)
Bei dem Gedanken ans Nachkochen musste ich gleich an Zorra´s Kochtopf denken. In diesem Monat steht der Kochevent auf ihrem Blog unter dem Motto Wok. Ausrichter des Wok-Events ist Sandra von from-snuggs-kitchen. Sie hätte gerne ein Gericht das im Wok gegart wird. Nichts leichter als das. Gleich das erste tolle Rezept in dem vorgestellten Buch wird im Wok gemacht. Wie immer habe ich es abgewandelt, aber die Grundzüge bildeten das Gerüst. Außerdem ist es für Sandra vielleicht ein guter Tipp sich das Buch zu besorgen, dann hat ihr Wok vielleicht die Option aus dem Hinterzimmerdarsein hervorzutreten und der Star der Küche zu werden.
Mit Brokkoli-Hähnchen an Cashewnüssen müsste das doch eigentlich gelingen.
400 g Hähnchenbrustfilet, in Streifen geschnitten
500 g Brokkoli in kleine Röschen zerteilt
3 Schalotten grob gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 Stück Ingwer, daumendick und ca. 2 cm lang, geschält und auch in feine Würfel geschnitten
100 ml Hühnerbrühe
3 Esslöffel Sojasauce
2 Esslöffel Reiswein
100 g Cashewnüssen
2 Esslöffel Erdnussöl, es ist für hohe Temperaturen ideal
Salz, Pfeffer, Schnittknoblauch (wenn Du keinen Schnittknoblauch bekommst, könntest Du den Anteil an Knoblauch etwas erhöhen und dir mit gängigem Schnittlauch aushelfen)
Alle Zutaten hast Du hoffentlich wie angegeben vorbereitet. Das Einzige was beim Wokken dauert, ist das vorbereiten der Zutaten. Du solltest auch schon mal den Reis kochen, der kann ruhig auf das Hähnchen warten, umgekehrt ist eher schlecht.
Du heizt Deinem Wok ein und gibst das Erdnussöl hinein. Jetzt in das heiße Öl die Cashewnüsse von allen Seiten dünsten, herausheben, Öl in den Wok tropfen lassen und die Nüsse auf einem Teller zur Seite stellen.
Im verbliebenem Öl die Hähnchenstreifen anbraten, sobald sich das Fleisch vom Boden gelöst hat, wirbelst Du die Streifen durch den Wok bis sie von allen Seiten Farbe bekommen haben. Die Fleischstreifen schiebst Du an die Seitenwände des Woks hoch. Nun Brokkoli, Schalotten, Knoblauch und den Ingwer in den Wok. Mit schnellen Handbewegungen schubst Du auch diese Zutaten im Wok hin und her, ob den das jetzt passt oder nicht. Die Hühnerbrühe hast Du bereits mit der Sojasauce und dem Reiswein gemischt und gießt die Mischung jetzt in den Wok.
Du vermischt alles gründlich und gibst die wartenden Cashewnüsse dazu. Du lässt alles aufkochen und eine Minute garen. Diese Minute nutzt du indem Du Reis auf angewärmte Teller gibst und den Schnittknoblauch, den Du in feine Ringe geschnitten hast, großzügig auf und neben dem Reis verteilst. Jetzt noch das Brokkoli-Hähnchen zum Reis geben und servieren, fertig.

Dienstag, 15. Januar 2013

Ausnahmsweise den Event mal nicht verpennt…

…es ist mal wieder soweit, bei Zorra im Kochtopf brodelt es, obwohl das Jahr kaum angefangen hat. Das letzte Jahr ist förmlich so an mir vorbei gegangen und ich kann mich kaum erinnern wann ich mich von Zorra das letzte Mal zu einem Event hab locken lassen. Aber jetzt sag doch auch mal, so kann es doch nicht weiter gehen. Regelrechtes Lotterleben, quasi am täglichen Foodbloggergeschehen vorbei und ich krieg nichts mit. Letztens als die Jahreswende war, da hab ich mir Zeit geklaut und mal wieder stundenlang in den Blogs der Koch- und Essenskollegen/innen gelesen. Och und was war ich überrascht. Da lese ich bei Zorra, dass die Sabine von Bonjour Alsace zum Elsass-Event aufgerufen hat.
Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss

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Ja ich kann Dir was erzählen, meine Gedanken schleuderten durch meinen Kopf, dass die armen Dinger regelrecht ein Trauma hätten bekommen müssen. Also jetzt nicht Zorra und Sabine, sondern meine Hirngespinste. Stichpunktartig fuhr ich in Gedanken die Route unserer letzten Urlaubsreise ab, die uns zum ersten Mal ins Elsass führte. So, und jetzt bist Du dran. Kannst Du Dir vorstellen welch ein geistiges Geschmackserlebnis ich in meinem Mund, nur durch meine Fiktionen an all die Köstlichkeiten, fabrizierte? Ein Pfützchen nach dem anderen plätscherte von links nach rechts. Sabine wollte ein Rezept das für die Region Elsass spricht. Ich hätte ihr ein ganzes Kochbuch kochen können. Ja und der Wein, dieser herrliche Wein in den Speisen, vor dem Essen, nebenbei und auch noch im Anschluss. Ich gebe zu es ist eine sehr deftige rustikale Küche, aber sie schmeckt nach Kochenkönnen. Die Speisen erinnern mich an die gute Küche meiner Mutter. Wie gerne habe ich ihr zugeschaut wenn sie Speck schnitt, oder Zwiebeln, ihr altes Holzbrett das ganz durchgewetzt war und nach heutigen Standards, wie ein gutes Küchenbrett auszusehen hat, mit Pauken und Trompeten durchfallen würde. Eine Küche die Dich Gemütlichkeit schmecken lässt, genau wie im Elsass.
Sicher, ich hätte Euch auch einen Flammkuchen gemacht, aber ich wollte der Zorra und der Sabine ein Rezept schenken, aus dem man das Elsass schmeckt, eben diese besagte Küche.
Was hältst Du von Nudelrollen mit Ochsenschwanzfüllung? Ist gebongt? Okay, dann brauchst Du als erstes ZEIT! Dann brauchst Du noch Wein, viel Wein, keinen Weißen, Du brauchst Roten. Doch das Wichtigste, Du musst einen Ochsenschwanz besorgen und da dieses Rezept sehr zeitraubend ist, besorg Dir gleich 1,5 kg Ochsenschwanz. Dann machst Du gleich soviel, dass Du noch etwas einfrieren kannst, oder Du lädst Dir lieben Besuch ein. Die Sauce kocht locker 2 bis 3 Stunden, aber bewache den Topf und verstecke sämtliche Löffel die Du hast, auch vor Dir selber. Na, habe ich Dich neugierig gemacht? Dann kann es ja jetzt losgehen.
Nummer 1 ist der Nudelteig, den machst Du direkt als erstes.
100 g Weizenmehl
100 g Hartweizenmehl
100 g Weizenvollkornmehl
3 Eier
Salz
Die Mehlsorten mischen, die Eier dazugeben, das Salz auf die Eigelbe geben (Du weißt schon, dann wird der Teig gelber) und jetzt alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Knete ruhig etwas länger das bekommt dem Teig sehr gut. Dann kann er in Frischhaltefolie verpackt werden und zum Ruhen in den Kühlschrank gelegt werden.
Jetzt kannst Du Deine ganze Aufmerksamkeit dem Ochsenschwanz, den Du in Stücke hast hacken lassen, schenken. Du brätst die Stücke von allen Seiten kräftig an, sodass sie richtig gut Farbe bekommen. Dann nimmst Du die Stücke aus Deinen Topf und stellst sie zur Seite.
Natürlich hast Du 5 Möhren und 1 bis 2 Stangen Staudensellerie bereits in Würfel geschnitten und die kommen jetzt in den Topf und braten in dem herrlichen Bratensatz vom Ochsenschwanz rundum schön an. Das Gemüse kann auch ruhig Röstfarbe bekommen, das gibt später die Farbe der Sauce. Du gibst das Fleisch wieder zurück in den Topf, würzt mit Salz und Pfeffer und gießt die erste Flasche Wein an.
Ich sag Dir schon jetzt, Du brauchst mindestens drei Flaschen. Besser sind vier! Von jetzt an las es langsam vor sich hin schmurgeln. In den nächsten 4-5 Stunden ist Deine einzige Aufgabe eine weitere Flasche Wein anzugießen, noch einen Liter Gemüsebrühe zuzufügen und den Topf zu bewachen (siehe oben). Na okay, Du müsstest noch etwas Gemüse putzen und in kleine Würfel schneiden, denn das brauchst Du später. Nach der Garzeit nimmst Du den Ochsenschwanz aus den Topf löst die Knochen aus, schneidest sämtliches Fett ab und stellst das Fleisch zur Seite, lass es aber auch nicht aus den Augen. Den Bratensud schüttest Du durch die flotte Lotte und fängst den gefilterten/pürierten Sud auf. Den gibst Du zurück in den Topf.
Du hast meinen Tipp von oben beherzigt, hast 5 weitere Möhren, ½ Sellerieknolle, eine Porreestange und zwei Petersilienwurzeln geputzt und in kleine Würfel geschnitten. Diese Würfel gibst Du jetzt in den Sud.
Fügst noch ein Bouquet garni zu und ein Teeei gefüllt mit 1 Teelöffel weiße Pfefferkörnern, 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner, 2 Nelken, 1 Teelöffel Piment. Noch locker 2 Esslöffel Tomatenmark und zwei gehäutete Tomaten zugeben. Nun kannst Du die letzte Flasche Wein dazugießen. Jetzt hast Du wieder etwas Zeit. Nach 45 Minuten Garzeit schüttest Du den kompletten Sud mit dem Gemüse durch ein Sieb. Du fischt aus dem Gemüse das Kräutersträußchen und das Teeei. Das aufgefangene Gemüse lässt Du gut abtropfen und gibst es dann zu dem Ochsenfleisch das Du geparkt hast. Das Kräutersträußchen und das Teeei entsorgst Du und den Sud (den hast Du natürlich auch aufgefangen) gibst Du zurück in den Topf. Sollte er Dir als Sauce zu dünnflüssig sein könntest Du ihn z. B. mit Speisestärke oder Pfeilwurzmehl andicken. Sollte der Sud wider Erwarten zu dick sein, könntest Du Gemüsebrühe dazugießen, oder weiteren Wein auftreiben.
Den Nudelteig rollst Du zu einer großen, oder mehreren kleineren Platten aus. Das abgetropfte Gemüse hast Du mit dem Fleisch gründlich gemischt. Sollte die Konsistenz der Fleischmasse zu trocken sein, gibst Du etwas Saucensud dazu. Diese herrliche Fleischmasse verteilst Du gleichmäßig auf Deine ausgerollten Nudelplatten die Du auf Frischhaltefolie gelegt hast.
Mit der Frischhaltefolie kannst Du nun die Nudelplatten zu Nudelrollen aufrollen. Die Nudelrollen verpackst Du megamäßigfest mit der Frischhaltefolie. Die Enden bindest Du am besten fest zu. Die Nudelrollen pochierst Du entweder 25 Minuten im Wasserbad oder wenn Du einen Dampfgarer hast, dann 30 Minuten im Dampfgarer.
Die Nudelrollen lässt Du auskühlen und stellst sie dann für 24 Stunden in den Kühlschrank. Sie müssen Halt gewinnen damit sie beim Aufschneiden nicht auseinander fallen. Die Sauce stellst Du auch kalt damit sie nicht schlecht wird. Versteht sich wohl von selbst dass Du sie weiterhin ohne Löffel in der Hand bewachst, oder?
Jetzt endlich hat die Stunde der Wahrheit  geschlagen.
Du packst die Nudelrollen aus, scheidest sie in schöne breite Scheiben, legst sie in die Sauce und erwärmst alles zusammen auf kleiner Hitze.
Da Du in den letzten 24 Stunden ja mächtig Zeit hattest, hast Du sicherlich einen schönen Feldsalat oder Endiviensalat zubereitet. Den kannst Du nämlich hervorragend dazu reichen.
Jetzt sachma, der Weg ins Elsass hat sich doch wirklich gelohnt und das Rezept kann ich doch wohl bei Zorra und Sabine abliefern, oder?


Mittwoch, 28. November 2012

Kohlsaison und Herr GB ohne Stampfauftrag…

Der Winter hat ja gerade erst angefangen und mit ihm die Kohlsaison. Der Weißkohl ist im Steintopf, aber wir hatten ja nicht nur Weißkohl besorgt. Herr GB schleppte sich auch mit Rotkohl ab und der wollte jetzt auch verarbeitet werden. Also der Rotkohl nicht Herr GB! Bis wir das Sauerkraut essen können dauert es ja noch einige Wochen, aber zwischendurch müssen wir ja auch gelegentlich mal etwas essen und da drängt sich der Rotkohl geradezu auf. Gibt es eigentlich rotes Sauerkraut? Ich kenne ja nur das Weiße. Rotkohl kenne ich nur als Beilage, Salat oder, das ist aber schon etwas gewagt, als Rouladen. Eh ich mich jetzt an die Rouladen traue gibt es aber den Rotkohl erst einmal wieder als Beilage.
Pate für meinen Rotkohl stand wieder einmal Vinzent Klink. Aber wer den Vince kennt weiß vorher schon dass es nicht nur Rotkohl gab. Nöö, es gab auch noch Schweinefilet gefüllt mit Kastanien. Ich glaube ich habe wieder ein Rezept das ich bei Petra loswerde. Ihr Jahresevent zum Thema Koch den Vinz geht ja so langsam dem Ende zu, aber wenn Du Lust hast kannst Du auf ihrem Blog foodfreak einige Rezepte nachlesen.
Schweinefilet mit Kastanien gefüllt und Rotkohl:
300 g Rotkohl
250 ml Rotwein
2 Esslöffel Rotweinessig
250 ml Apfelsaft
2Esslöffel Johannisbeergelee
2 Esslöffel Cranberrygelee (im Original nimmt man Preiselbeeren)
1 Messerspitze Piment gemahlen
1 Messerspitze Koriander gemahlen
1 Messerspitze Zimt gemahlen
Salz, Pfeffer
1 Schweinefilet
125 g Sahne
1 Eiswürfel
1 Ei
60 g gekochte und geschälte Maronen (Esskastanien)
1 Esslöffel Butterschmalz
Rotkohl in feine Streifen hobeln. Die Rotkohlstreifen mit Rotwein, Rotweinessig, Apfelsaft, Johannisbeer- und Cranberrygelee vermischen. Piment, Koriander und Zimt zufügen, aufkochen und auf kleiner Hitze 40 Minuten garen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Schweinefilet in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Filetspitzen die übrigbleiben zur Seite stellen. Die Filetscheiben in einem Frischhaltebeutel flach klopfen. Die Filetspitzen zusammen mit der Sahne, dem Eiswürfel, dem Ei und den gekochten Maronen im Mixer pürieren.
Die flachen Filetscheiben mit Salz und Pfeffer würzen und das Maronenpüree auf die Hälfte der Scheiben verteilen. Die restlichen Filetscheiben auf die mit Maronenpüree bestrichenen Scheiben legen und mit kleinen Holzspießchen zusammenstecken.
Im Butterschmalz die gefüllten Filetscheiben von beiden Seiten langsam braun braten und garen.
Selbstgemachte Klöße machen dieses Gericht perfekt.
Herr GB war total begeistert, dass er nicht schonwieder Kraut stampfen musste und das Filet mit Maronenfüllung und Rotkohl, inklusiv der Klöße ließ sein Genießerherz ganz besonders hochschlagen.



Dienstag, 20. November 2012

Eh es Weißkohl gibt kommt Fisch auf den Tisch…

angefixt von der SlowFisch und von dem Fischsuppenkochkurs mit der Freundin letzte Woche, stand wieder Fisch auf dem Speiseplan. Fisch geht schnell und wenn er auch noch nach einem Rezept von Vincent Klink zubereitet ist, ist der Genuss vorprogrammiert. Herrn GB hatte ich zwei Weißkohlköpfe besorgt, irgendwie musste ich ihn ja beschäftigen während ich mich um den Fisch kümmerte. Also wurden die Kohlköpfe ratzfatz über den Hobel geschossen und mein Schatz konnte Kohl stampfen. Aber das ist eine andere Geschichte, die kommt morgen dran. Heute bekommt Ihr von mir das Rezept von Zander mit Schalotten-Korianderkruste auf Petersilienwurzelpüree. Und wenn ich Glück habe kann ich meinen Beitrag wieder bei Petra von foodfreak loswerden.
Bei ihr läuft noch das Jahresevent „Koch den Vinz“. Also Petra, ich habe es wieder getan J
Das Rezept ist für 2 Personen.
Petersilienwurzelpüree:
400 g Petersilienwurzeln
1 Esslöffel Butterschmalz
Salz, Zucker
200 ml Gemüsebrühe
80 g Sahne, Pfeffer
Frische Muskatnuss gerieben
Petersilienwurzeln schälen, in kleine Würfel schneiden und im Butterschmalz andünsten. Petersilienwurzeln mit je 1 Prise Salz und Zucker würzen, mit Brühe und Sahne auffüllen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Die gar gekochten Petersilienwurzeln im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Zander:
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Butterschmalz
2 Zanderfilets (á 200 g)
2 Esslöffel Weißbrotbrösel (evtl. Semmelbrösel)
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Koriander gemahlen
50 g Butter (zimmerwarm)
Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. In etwas Butterschmalz anschwitzen. In einer weiteren Pfanne etwas Butterschmalz auslassen und die Zanderfilets von beiden Seiten hellbraun anbraten. Dafür braucht man ca. pro Seite 3-4 Minuten.
Den Zander in eine hitzebeständige Schale legen. Zu den gedünsteten Schalotten- und Knoblauchwürfeln die Weißbrotbrösel geben und mit Salz, Pfeffer und Koriander kräftig würzen. In die Mischung noch die Butter kneten und auf den Fisch streichen. Die Filets unter dem heißen Grill 2-4 Minuten gratinieren bis sie Farbe annehmen.

Petersilienwurzelpüree auf Teller verteilen und jeweils obenauf ein Stück Zander legen.


Montag, 8. Oktober 2012

Urlaubsende mit Ochsenfilet vom Vincent Klink…

Also ich das Klärchen bin mit Herrn GB aus dem Urlaub zurück und ich kann nur die Weisheit "wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen" bestätigen. Irgendwie weiß ich ja gar nicht wo ich anfangen soll, vorerst nur so viel, zum ersten Mal in unserem Leben haben wir einen mehrwöchigen Urlaub per Reisemobil gestartet. Erlebten eine R(h)eintour *mal hier rein und mal da rein ;-)*, trauten uns ohne französische Sprachkenntnisse ins Elsass, hopsten auf (in) den Kaiserstuhl um zu begutachten ob zukünftige Weinlieferungen gesichert sind. Übertraten die Grenzen zum Löcherkäseland Schweiz, ließen uns ins Paradies locken, schauten uns Stein(e)am Fluss (Rhein) an, genossen (Bodensee) Kaffee um letztendlich im Zickzackkurs übers Allgäu,  der schwäbischen Alb, dem Taubertal, im östlichen Hessenland zu landen. Nachdem auch ein Teil von Hessen angesehen wurde endete so langsam das Lotterleben und das Büdchen kam uns immer näher. So und jetzt sind wir wieder hier. Einen ausführlichen Reisebericht habe ich nicht vorbereitet, denn wie auch in der Vergangenheit soll im Büdchen über Gekochtes und Gebackenes berichtet werden. Doch da ich so viele Anregungen während unserer Reise bekommen habe und ich voller Tatendrang bin, wird sicher auch das das eine oder andere von unserer Tour gelegentlich hier einfließen. Also macht Euch gefasst, ich werde Euch allerlei präsentieren.
Vor unserer Reise stand fest, wir machen einen Abstecher bei Herrn Klink in der Wielandshöhe, vorausgesetzt wir bekommen kurzfristig einen Tisch. Bei der Bezeichnung Reisemobilurlaub wird sich sicher schon jeder denken, dass die Voraussage, wo man an welchen Tag sich gerade aufhält, sehr unwahrscheinlich ist. Diese Art der Reisewahl beinhaltet eine Flexibilität die mir bisher so nicht geläufig war. Gefällt es einem nichtmehr, oder es ist im Moment für dich nichts Interessantes zu entdecken, fährst Du einfach weiter. So passierte es dass wir auf der Hinreise, wie auch auf der Rückreise, ausgerechnet an den Tagen in der Nähe von Herrn Klink waren, an denen sich die Crew der Wielandshöhe ausruhen durfte. Die Ruhetage seien ihnen gegönnt und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Unbedingt wollte ich das Ochsenfilet bei ihm essen, denn im Büdchen hatte ich noch kurz vor unserer Abreise genau nach seinem Rezept ein Filet nachgebastelt.
Okay, wir werde uns noch etwas gedulden müssen und wie jeder weiß, die Vorfreude ist eh die Schönste.
Bis zum Jahresende sammelt Petra von foodfreak sämtliche nachgebastelten Rezepte von Herrn Klink. Selten bieten Profiköche so leicht nachzubastelnde Rezepte mit Anspruch und Klasse, die sich aber trotz entsprechendem Niveau bodenständig präsentieren. Im Foodfreakblog werden sie gesammelt und sind für jeden griffbereit. Die Idee für diesen Jahresevent begeistert mich noch immer und ich fände es echt klasse es würde eine Fortsetzung geben.
 
Ochsenfilet nach Herrn Vincent Klink:
Das Rezept ist ähnlich in seinem Buch "Meine Küche" erschienen.
Ochsenfilet mit Senfkruste
2 Ochsenfilets á ca. 200 g (mir reichte eins von 150 g)
Salz und grob gemahlenen Pfeffer
1-2 Esslöffel Butterschmalz
100 ml kräftigen Rotwein
1 Scheibe Weißbrot (im Büdchen war lediglich eine Scheibe Toastbrot zu finden)
½ Bund glatte Petersilie
2 Zweige Thymian
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe (wurde von mir ins Rezept geschmuggelt)
3 Esslöffel Butter

1 Teelöffel helles Senfpulver (Herr Klink verwendet englisches, ich hatte helle Senfkörner die von mir gemahlen wurden, aber zur Unterhaltung konnte ich sie nicht bewegen, es bleibt mir zeitlebens verschlossen, ob es englische Senfkörner waren)
Küchengarn (Herr Klink hat entzückendes rotes Garn, meins ist in erquickenden beige, was dem Endprodukt sicher keinen Abbruch brachte, evtl. lediglich den Bildern.
Auch ich habe die Filets mit dem Küchenband in Forma gebunden und dann von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt. In Butterschmalz von beiden Seiten bei schwacher bis mittlerer Hitze angebraten und im Backofen bei 60° warm gestellt.
Der Bratensatz wurde mit Rotwein abgelöscht, etwas eingekocht und zur Seite gestellt.
Jetzt wurde das Weißbrot gerieben die Kräuter gewaschen, trocken geschüttelt und fein gehackt. Die Schalotten und die Knoblauchzehe wurden fein gewürfelt und in 1 Esslöffel Butter leicht gebräunt.  Nun das Senfpulver zugefügt und die gehackten Kräuter untergemischt. Ich habe einen weiteren Esslöffel Butter in die Kräuterpaste gegeben und zusammen mit dem geriebenen Weißbrot vermengt. Die Filets aus dem Backofen genommen und auf jedem Filet die Senfkruste aufgestrichen. Unter dem vorgeheizten Backofengrill 2-3 Minuten gratiniert.
Zwischenzeitlich die Weinsauce erwärmt und die restliche Butter untergeschlagen.
Zusammen mit Schnittlauch-Kartoffelpüree und der Rotweinsauce, die mir leider auf den Tellern geronnen ist, angerichtet.
Solltest Du einen Tipp haben warum die Sauce auf dem Teller geronnen ist, ist mir übrigens echt noch nie passiert, dann habe bitte Erbarmen und kläre mich auf.


Mittwoch, 22. August 2012

Heiße Tage, scharfe Suppe…

Ich weiß, Du wartest seit Tagen auf einen Bericht von mir und willst ein Lebenszeichen haben, aber auch im Pott ist es warm und die Menschen hier leben nicht unterirdisch und hausen im kühlen Stollen, sondern quälen sich bei über 30° zur Arbeit und der Lorenz brennt vom Himmel als hätte er etwas gut zu machen.
Mir ist es ja schon etwas zu heiß, ich würde gerne mal wieder etwas Gutes schmoren, oder einen leckeren Eintopf essen, doch bei dieser Wärme finde ich keine Mitesser die sich für derartige Eskapaden opfern würden. Frag mal in die Runde ob jemand ein Eis essen möchte, oder gekühlten Obstsalat. Da findest Du Esser, soviel hast Du gar nicht an Eis- oder Obstvorrat.
In solchen fällen hole ich mir Rat bei Herrn Klink, Du weißt schon, der Vince der immer so tolle Ideen, oder besser gesagt tolle Rezepte in seinen Büchern hat.
Außerdem kann ich auf diese Art wieder etwas zu dem Jahresevent, der bei foodfreak läuft, beisteuern. 
Eine scharfe Joghurt-Pfirsich-Suppe mit warmen Garnelen. Mit diesem Süppchen kam jeder auf seine Kosten. Herr GB weil es schön kühl war und ich hatte eine warme Komponente. Jetzt sag mal, hättest Du auch zugelangt oder weiterhin auf Eis und Obstsalat bestanden?
Joghurt-Pfirsich-Suppe:
1 rote Chilischote
1 große Fleischtomate
½ Bund Schnittlauch
6 Blätter Zitronenmelisse
2 saftige reife Pfirsiche
½ Zitrone
4 Garnelen
Salz, Pfeffer
Olivenöl ca. 2 Esslöffel
500 g Joghurt 10%
250 ml Gemüsebrühe abgekühlt
1 TL Ahornsirup
Chilischote putzen und fein hacken. Tomaten und Pfirsiche häuten und entkernen. Das jeweilige Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und die Melissenblättchen fein hacken. Alle gehackten und geputzten Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Salat vermischen. Mit Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl würzen und zur Seite stellen.
Joghurt mit Gemüsebrühe und Ahornsirup vermischen und mit Salz, wie auch mit Pfeffer würzen.
In dem restlichen Öl die Garnelen von beiden Seiten knappe 3 bis 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
In Suppentassen den Pfirsich-Tomatensalat geben, mit der Joghurtbrühe aufgießen und jeweils mit einer gebratenen Garnele anrichten.