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Montag, 6. August 2012

Pesto mal ganz anders…

Seit Wochen hatte ich mir ein Pesto für heiße Zeiten vorgenommen und was war dann in der vorletzten Woche? Die Außentemperaturen waren heißer als heiß und Klärchen sucht verzweifelt ihr Tomaten-Aprikosen-Dattel-Pesto im Vorratsregal. Aber der angestammte Platz ist angestaubt und leer. Es ist mir doch tatsächlich durchgegangen dass auch das letzte Glas bereits Verwendung gefunden hatte. Kennst Du den blöden Spruch „wer schön sein will muss leiden“? Wer hungrig ist muss es auch, ich meine jetzt leiden. Ich habe mich geopfert und bei 30°C im Schatten Pesto gemacht. Also ich habe das Pesto in der Büdchenküche gemacht, da war auch Schatten. Der Schatten im Büdchen war allerdings um keinen Deut kühler. Aber das Pesto ist klasse geworden und wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen wieder kurz vor Hitzefrei stehen, stehe ich wieder vor meinem Vorratsregal, aber diesmal greife ich nicht ins Leere, nee, jetzt bin ich wieder vorbereitet.
Ich erzähl Dir noch eben schnell wie Du es nachbasteln kann, ich meine ja nur, vielleicht hast Du auch noch Platz im Vorratzregal und willst hamstern für heiße Zeiten.
Du brauchst 120 g getrocknete Tomaten, die übergießt Du mit 200 ml kochendem Wasser und lässt sie quellen.
Dann hackst Du 75 g getrocknete Aprikosen und 50 g getrocknete Datteln ohne Stein klein. Wenn Du einen Blender hast, gibst Du jetzt die gehackten Aprikosen und Datteln mit einem Esslöffel Zitronensaft, einer Messerspitze gemahlene Fenchelkörner, einen Esslöffel Lavendelhonig, einer Prise Cayennepfeffer, einer gehackten Knoblauchzehe, vier Esslöffel Olivenöl und den Tomaten samt Quellwasser in diesen Blender und pürierst alles miteinander.
Das fertige Pesto füllst Du in Gläser und läst einen knappen Zentimeter unter dem Deckel frei. Eh Du die Gläser verschließt schüttest Du noch eine Schicht Olivenöl oben auf das Pesto, dann hält es sich länger.
Das Pesto eignet sich sehr gut auf warmen Ciabatta, Fladenbrot oder Baguette. Doch zu Spagetti ist es im Büdchen der Favorit.


Dienstag, 10. Mai 2011

Ich habe Tomatenauflauf an Grissini serviert, boah hat das geschmeckt...

Ach war das wieder nett am letzten Wochenende. Im Büdchen wurde gekocht und Gäste wurden abgefüttert. Eigentlich wollte ich eigens für Robert einen Maisauflauf machen, den hatte er sich hier nämlich gewünscht. Das wäre auch etwas für meinen Besuch gewesen, aber in meiner Gemüseschublade tummelten sich noch Auberginen mit Zucchini. Die Angst es könnte sich womöglich bei zu langer Lagerung des Gemüses noch die Komponente Eiweiß dazugesellen (ich meine kleine Krabbeliege Tierchen), oder das Gemüse verkleidet sich vor Wut mit einem grünen Pelz (dieser Pelz hat nix mit dem Schimmelreiter zutun), Ihr wisst schon was ich meine, war dann doch größer, wie mein Drang dem Robert seinen Wunsch zu erfüllen, aber ich halte mich an mein Versprechen, der Auflauf kommt noch.
Also habe ich umdisponiert und Restekochen veranstaltet, weiß der Besuch ja nicht. Waren ja auch nicht wirklich Reste, sondern große Augen-Kauf! Also die Augen waren beim Einkauf wieder größer, wie das Zeitfenster für meine Kocherei. Man nennt es auch Hamsterkauf, und nein, ich habe keinen Hamster gekauft. Kleintiere werden gerne von Arthurs Tochter verarbeitet, wer da ein Rezept sucht sollte zu ihrem Blog wechseln

Merkt Ihr was, ich habe wieder tausend Themen im Kopf.
Also weiter, jetzt hat der Besuch ja nicht nur Auberginen und Zucchini bekommen, sondern erst gab es eine kleine Vorspeise.
Ein Tomatenauflauf mit Grissini und ich sach Euch, diese Zutaten waren mehr als frisch, sie waren frischer als frisch! Wunderschöne aromatische Strauchtomaten mit Strauch, aber ohne Strauchwurzel, ungespritzter Rosmarin (das wissen auch die Läuse zu schätzen), sonnengeaalter Basilikum, Zwiebeln die ich beim Vornamen nenne, sie heißen Charlotte. (Sorry Charlotte, ich habe ihnen den Namen nicht gegeben!) Dann noch etwas Paniermehl, Fenchelkörner inkognito (die habe ich fein zerstoßen, sonst wären sie im Paniermehl aufgefallen). Und zu guter Letzt nicht zu vergessen, den frisch geriebenen Käse, den ich zur Haupteinkaufssturmzeit zur Freude meiner Käsefrau gekauft habe. Um es hier mal zu erklären, ich habe nicht nur eine Sorte Käse gekauft. Nein! Ich wollte ja noch einiges Andere kochen, also brauchte ich vier Sorten und zwar bitte alle gerieben! Da kam Freude auf, nicht nur bei der Käsefrau, auch bei den Kunden (vorwiegend Damen) die nach mir kamen. Ich denke mal sie hatten sich Zeit mitgebracht, denn es war ja eh so warm draußen, da ist es doch mal angenehm sich in klimatisierten Räumen aufzuhalten.
Bepackt mit diesem ganzen Kram zuhause angekommen, konnte ich loslegen.
Zwei Zwiebeln Charlotten schälen und in megawinzige Würfel schneiden, kurz mit kochendem Wasser übergießen, sie nach 2 Minuten abseihen und in eine Auflaufschale geben, oder wie ich es gemacht habe, direkt auf vier Portionstöpfchen verteilen.
Acht Tomaten häuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomatenwürfel auf die Zwiebelwürfel geben. 4 Esslöffel Paniermehl mit Salz, Pfeffer und einer guten Messerspitze Fenchelsamen vermischen. Ihr erinnert Euch, der Fenchel ist inkognito, weil ich ihn vorher klitzeklein gemacht habe. Das Semmelbröselgemisch nun auf die Tomatenwürfel streuen. Rosmarin und Basilikum fein hacken, zusammen benötigt man 2 gute Esslöffel voll, wer mag, auch ruhig etwas mehr.
Dieses Paar kommt nun auf die aromatisierten Brösel. Nun den krönenden Abschluss, sollen die anderen Kunden ja nicht umsonst genervt gewartet haben, tatatata... der Käse.
Wunderschöner Cheddar, aromatisch lecker oben als Krönung draufgekrümelt. Das Ganze bei 180°C im vorgeheizten Backofen garen bis der Käse schön goldbraun war.
Nach guten 30 Minuten habe ich Tomatenauflauf an Grissini serviert, boah hat das geschmeckt...