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Mittwoch, 23. April 2014

Zucchinirisotto und Seeteufelfilet, das etwas andere Osteressen…

…am letzten Wochenende zum Osterfest wusste ich mal wieder nicht was ich kochen sollte. In den verdächtigen Foren konntest Du alles finden. Fleisch, Fisch, Gemüse, mehrgängige Menüs in denen alles vertreten war was Du Dir denken kannst. Da gab es die einen die Tage vorher mit einkaufen beschäftigt waren und dann die, oder besser die EINE die mal eben einfach in Ihren Garten ging um auf die Schnelle kurzfristig die dollsten Delikatessen zu ernten.
Unbeirrt von all dem Hype habe ich nur das gekauft was mir so einfiel und war überzeugt, dass Gefrier- und Kühlschrank, wie auch Vorratsschränke und Kellerregale mir den Weg zeigen werden. In der Gefriertruhe lungerte Seeteufelfilet herum. Fisch zum Osterfest ist ja jetzt nicht so verkehrt, aber was dazu? Nudeln! Nee, Nudeln fand ich jetzt blöd. Kartoffeln, ja kleine Drillinge waren noch in der Vorratskammer. Aber dann hätte ich auch noch schönes frisches Gemüse gebraucht. Eine Stange Lauch, fünf Möhren, eine Knoblauchknolle und zwei entzückende Zucchini hatte ich im Kühlschrank deponiert. Neee, das war alles nicht das was ich mir so vorstellte.
Dann kam der Geistesblitz, Seeteufelfilet in Butter gebraten auf schlotzigem Zucchinirisotto. Risotto kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen, und das nicht nur weil ich die Zutaten immer im Hause habe, sondern weil ich Risotto liebe.
Risotto ist nicht nur einfach Reis, sondern eine spezielle Art der Zubereitung wie man es aus der italienischen Küche kennt. Zwar ist die Konsistenz von Region zu Region recht unterschiedlich, aber die Garmethode ist immer gleich. Der Reis wird bei geringer Temperatur in Öl oder Butter glasig gedünstet. Dann mit etwas Säure, das kann Wein oder Zitronenwasser sein, angegossen. Anschließend mit warmer Gemüsebrühe, Kelle für Kelle, gar gekocht. Doch das Wichtigste ist die Reissorte. Wenn Du glaubst es geht mit jedem Reis, Hauptsache es ist ein Rundkornkreis, dann geh jetzt lieber Kartoffeln kochen. Die Sorten Arborio oder Carnaroli sind ideal, sie haben die nötige Stärke mit denen die cremige Konsistenz erreicht wird.
Meine Wahl, Arborio.
Ich dünste den Reis immer aus einem Gemisch von Butter und Olivenöl an, in dem ich vorher eine fein gewürfelte Schalotte glasig gedünstet habe. Die Gemüsebrühe ist schnell gemacht. Einige Löffel meines Brühpulvers in knapp 1,5 Liter kochendem Wasser aufgelöst und schon kann es losgehen. Halt stopp, fast das Wichtigste vergessen, ich brauche doch noch zwei Gläser Wein, diesmal Weißwein. Eins fürs Risotto, eins für mich. Das ist auch noch so etwas, was ich am Risotto mag, er teilt mit mir den Wein.
So, jetzt aber weiter. Der Reis ist mit der Schalotte glasig gedünstet und wird nun mit dem Wein abgelöscht. Jetzt gieße ich nach und nach die Gemüsebrühe an. Der Reis saugt bei geringer Temperatur die Brühe auf, aber ich gieße nie zu viel auf einmal an. Wirklich immer nur ein wenig, das ist wichtig. Und rühren muss ich auch, damit er nicht anhängt. Ach ja, was ich auch noch berücksichtige. Niemals mit kalter Brühe angießen, sonst erschrecken sich die warmen Reiskörner und sie nehmen die Flüssigkeit nicht bis in den Kern auf. Denn wenn ich Pech habe werden die Reiskörner außen matschig und der eigentliche Kern bleibt hart wie Stein. Das ist kein Genuss.
Mittlerweile ist der Reis weich, die Brühe aufgesogen und zwei kleine Zucchini sind in Würfel geschnitten. Die Zucchiniwürfel sind unter den Reis gerührt und garen im heißen Risotto. Was natürlich nicht fehlen darf ist Käse. Gut zwei bis drei Esslöffel fein geriebenen Parmesan habe ich ins Risotto gestreut und gründlich untergerührt. Und jetzt kommt das i-Tüpfelchen, zwei Esslöffel Sahne.
Sicherlich hätte ich auch einen Stich Butter untermischen können, aber in Butter hatte ich ja schon eingangs die Reiskörner glasig gedünstet, doch jetzt der kleine Schuss Sahne unterstreicht die Schlotzigkeit. Zum Finale noch das Ganze mit etwas Salz abgeschmeckt und fertig. So ganz nebenbei hatte ich das Seeteufelfilet gesalzen, in Mehl gewälzt und in Butter gar ziehen lassen. Na, was sagst Du jetzt, geht ein ungeplantes Osteressen noch besser?

Donnerstag, 20. März 2014

Kastanienravioli, Winterresteverarbeitung…

…na klasse, der Lorenz brennt vom Himmel, gibt förmlich sein Allerbestes, jeder bekommt Lust auf Frühlingsküche und was passiert hier im Büdchen? Resteverarbeitung! Um genau zu sagen Winterresteverarbeitung. Herr GB liebt ja seit neuestem Kürbis und wenn ich den auch noch so mache wie Frau Kampi, habe ich ein Ziegelstein bei ihm im Brett. Also hab ich natürlich neulich den letzten Kürbis den ich ergatterte gleich ins Büdchen geschleppt, und erst mal vergessen. Eigentlich war es anders geplant. Dem Guten Stück hat das aber nichts ausgemacht, denn ich hatte ihn wohlweißlich direkt in den kühlen Keller gelegt. Bei der letzten Kellerinspektion ist er mir dann in die Hände gefallen. Du wirst es kaum glauben was mir noch in die Hände fiel, eine Packung vakuumierte Maronen. Du denkst Maronen und Kürbis ein tolles Herbstessen. Natürlich hast Du recht! Aber sollte ich jetzt beides wegschmeißen nur weil die Saison dafür abgelaufen ist? Oder womöglich stattdessen importiertes Gemüse kaufen das weder der Saison noch der Region endspricht, nur weil es meine Teller bunter machen würde.
Also der Bärlauch muss sich noch bis zum Wochenende gedulden und Paprika wie auch seine sogenannten mediterranen Verwandten bis zum Sommer. Die kommen noch rechtzeitig auf den Teller und zwar dann wenn sie Saison haben. Nicht Saison in anderen Ländern oder Treibhäusern, sondern hier bei meinem geliebten Stand auf dem Markt. Hab ich doch schon so oft drüber geschrieben wie klasse mich Herr Weitz mit all dem tollen Gemüse versorgt was auf seinem Hof wächst.
Auch der Kürbis war von ihm und nur weil ich dort besonders frische Ware bekomme, hält sie bei richtiger Lagerung auch wie ich mir das wünsche.
So nun aber wieder zu meinen Ravioli.
Im Küchenschrank lungerte noch Kastanienmehl herum, das gemischt mit Weizenmehl hielt für den Nudelteig her.
Damit mein Gericht aber wenigstens so einen ganz kleinen frühlingshaften Pepp bekam, gesellte sich noch ein Forellenfilet dazu. Abgerundet mit einer frischen Sauce eine rundum frühlingshafte, regionale Speise mit herbstlichen Einflüssen. Aber morgen soll es eh wieder regnen, da kann der Frühling auch als warmer Herbst durchgehen.
Maronenravioli:
100 g Weizenmehl
100 g Kastanienmehl
2 Eier
1 Teelöffel Salz
¼ Butternutkürbis (zur Not Hokkaido)
1 Schalotte
6 gegarte Kastanien (Maronen)
Olivenöl
Safranfäden in einem Esslöffel Weißwein auflösen
Parmesankäse gerieben (nach Geschmack)
Salz, Pfeffer
Beide Mehle mit dem Salz vermischen und zusammen mit den Eiern zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und gut eine Stunde in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit Kürbis, Schalotte und die gegarten Kastanien in Würfel schneiden. Die Schalottenwürfel in erwärmtem Olivenöl glasig dünsten. Nun die Kürbis- und Kastanienwürfel zufügen und alles zusammen weich garen. Die aufgelösten Safranfäden und den geriebenen Parmesan zugeben. Jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Nudelteig ausrollen und Ravioli herstellen, wie das geht weißt du ja sicher bereits, das habe ich hier ja schon x-mal vorgemacht.
Die Ravioli kochst Du in Salzwasser innerhalb von 3 Minuten gar. Aber erst wenn Du den Fisch und die Sauce fertig hast.
Nun kommt der Fisch an die Reihe, Forellenfilet mit Knuspersegel:
Forellenfilet mit Haut
Backpapier
Etwas geschmolzene Butter
Die Haut trennst Du entweder mit einem biegsamen Filetiermesser selber vom Filet, oder Du lässt das gleich besser Deinen Fischhändler machen.
Die Haut bestreichst Du mit etwas geschmolzener Butter, würzt sie mit Salz und Pfeffer und dann legst Du sie zwischen zwei Backpapierseiten. Anschließend ab damit auf ein Backblech. Nun beschwerst Du die eingepackte Haut mit einem Backblech von oben. Die Backbleche in einen vorgeheizten Backofen schieben und bei 180° C gute 7- 10 Minuten schön knusprig backen.
Die Filets bei 80°C im Ofen langsam glasig garen.

Dazu passt ganz hervorragend ein Crème fraîche-Buttersößchen:
100 g Butter
50 ml Wasser
20 g Crème fraîche
Das Grün von ½ Bund Frühlingszwiebeln
Etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
Die Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden und in etwas Olivenöl weich dünsten.
Die Butter zusammen mit dem Wasser und dem Crème fraîche langsam erhitzen. Die Frühlingszwiebeln zufügen und mit einem Pürierstab kräftig mixen.

Die Ravioli zusammen mit den Fischfilet und der Sauce anrichten. Jeweils ein krosses Segel einstecken und mit einem Schnittlauchstengel, Petersilienblat und etwas Parmesan dekorieren.

Dienstag, 14. Januar 2014

Kabeljau im Winter auch als Skrei bekannt…

…ist immer wieder total lecker. Wieso heißt er eigentlich Skrei, das hab ich mich ja so einige Male gefragt. Du kennst diese wiederkehrenden Fragen, die Dir einfach keine Ruhe lassen und Dir permanent im Kopf herumschwirren bis Du Dir endlich die Mühe gemacht hast und dem Geheimnis auf die Schliche gekommen bist? Ich habe für mich und auch für jeden den es interessiert das Rätsel gelöst.
Der Skrei ist ein Winterkabeljau und wird in Norwegen Skrei genannt. Er hat ein wundervoll zartes und ein sehr weißes, festes Fleisch. Das kommt daher, weil er eine lange Reise hinter sich hat. Wenn er ab Januar im Gewässer rund um die Lofoten ankommt ist er durchtrainiert. Schwimm Du mal jeden Tag! Seine Reise hat er hoch oben im Norden, in der kalten Barentssee, angetreten. Ich denke er wird wissen wie sehr er erwartet wird, zumal er im Januar den kulinarischen Höhepunkt des norwegischen Winters darstellt.
Soll ich Dir sagen was Skrei bedeutet? Es soll Wanderer heißen! Macht ja irgendwie Sinn zumal er ja auch eine ganze Ecke auf Achse ist. Tja und wie schon erwähnt, wenn er dann in den Lofotengewässern plantscht, freuen sich alle da oben und  nicht zuletzt auch wir hier unten. Er ist bekannt, mittlerweile weit über die Grenzen von Norwegen und beliebt ist er auch. Und was meinst Du was den kulinarischen Höhepunkt hier im Büdchen darstellte?
Genau, es gab den zarten, weißen Winterkabeljau, denn Wanderer, im Salat und zwar lauwarm. Sicher ganz anders als Du Dir vorstellen kannst. Ich habe ihm mediterrane Zutaten, wie Oliven und Kapern zugemutet. Und Herrn GB der keine Oliven ist, hat er ausgezeichnet geschmeckt. Sogar die aromatischen schwarzen Kalamataoliven hat er in den höchsten Tönen gelobt. Ich sag ja, auf die Zutaten und die Kombination kommt es an, dann eroberst Du Herzen im Sturm. Der Skrei die Norweger und ich Herrn GB….
Lauwarmer Kabeljausalat:
Pro Person 100 g Kartoffeln, vorwiegend mehlig
Pro Person 100 g Kabeljau, im Winter natürlich Skrei
Pro Person 10 g Kapern
Pro Person 5 Kalamataoliven, schwarz ohne Stein
Pro Person 40 g kleine rote Zwiebeln, (ich habe die Zwiebeln im Asialaden gekauft, das ist eine spezielle Sorte)
Saft einer frischen Zitrone
Salz, Pfeffer, frische Petersilie gehackt, Olivenöl, Butter
Friséesalat,
Feldsalat
Portulakblätter
Die Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Achtel teilen. Die Oliven in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffeln und Olivenöl braten ohne dass die Kartoffeln Farbe bekommen.
Den Kabeljau in einer Pfanne in heißer Butter garziehen lassen.
Die Zwiebeln in einer weiteren Pfanne mit etwas Butter glasig dünsten.
Die Kapern fein hacken und zusammen mit dem Zitronensaft, mit Pfeffer und Salz vermischen.
Den Salat waschen und auf Teller verteilen. Das Zitronendressing auf den Salat verteilen, die Kartoffeln mit Oliven, die glasigen Zwiebeln und den Kabeljau auf den Salat geben.
Das Fett von den gebratenen Kartoffeln, wie auch das Fett von den Zwiebeln ist völlig ausreichend.

Mittwoch, 13. März 2013

Seelachsfilet mit Couscouskruste, alles nur nicht trocken...

...jetzt frag mich nicht wie lange ich schon keinen Seelachs mehr gegessen habe. Als Kind habe ich den geliebt, also jetzt nicht wirklich geliebt, aber ich habe ihn gegessen und am liebsten mochte ich die Panade. Den panierten Seelachs gab es immer mit Kartoffelpüree und Senfsauce. Ach ja und nicht zu vergessen ein Schälchen grünen Salat und jetzt halt Dich fest! Das Dressing hat meine Mutter mit der heutzutage allseits verpönten Kondensmilch zubereitet. Soll ich Dir was sagen, es war total lecker, in die Salatsauce hätte ich mich hineinlegen können. Ich hab auch mal versucht diese Kondensmilchsauce zu fabrizieren, aber sie ist mir nicht gelungen. Nicht gelungen ist schon fast ein Kompliment, sie schmeckte eher ekelhaft. Bewundernswert was meine Mutter damals hinbekommen hat. Auch den Fisch hat sie immer super hinbekommen. Der Fisch mit Paniermehlpanade war nicht etwa trocken, nee, überhaupt nicht. Richtig saftig war er immer und in blendender Erinnerung, bis ich ihn dann mal selber gebraten habe. Von Stund an habe ich Seelachsfilet mit Paniermehlpanade und grünen Salat mit Kondensmilchdressing vom Speiseplan verbannt. Tja und ausgerechnet jetzt fällt mir dieses Rezept von dem Seelachsfilet mit Couscous-Kruste in die Hände. Ich war versucht den Seelachs in saftigen Rotbarsch auszutauschen, aber letztendlich dachte ich mir, ich mach es jetzt so wie im Rezept und fertig. Soll ich Dir was sagen? Das war eine super Entscheidung und von Trockenheit keine Spur. Zum Fisch gab es eine Gemüsepfanne, nur auf den grünen Salat mit der besagten Sauce hab ich verzichtet.
Mit den folgenden Zutaten müsstest Du für 4 Personen hinkommen.
Seelachsfilet mit Couscouskruste:
Pro Person ca. 200 g Seelachsfilet
2 gehäufte Esslöffel Couscous
75 ml heiße Gemüsebrühe
1 Esslöffel gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
1 Ei, getrennt
4 Teelöffel Senf
Den Couscous mit der Brühe übergießen und gute 10 Minuten quellen lassen. Etwas abkühlen lassen und den Senf mit der Petersilie untermischen. In die abgekühlte Couscousmasse das Eigelb unterrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz schaumig schlagen. Den Eiweißschaum ebenfalls in die Couscousmasse geben.
Das Seelachsfilet in eine Auflaufschale geben und mit der Couscousmasse bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft gute 20 bis 25 Minuten garen.
Ich habe dazu eine Gemüsepfanne mit Kartoffel-, Karotten- und Zucchiniwürfel serviert. Die Pfanne wurde mit reichlich Thymian gewürzt. Als i-Tüpfelchen gab es noch einen Kräuterquark dazu.

Dienstag, 20. November 2012

Eh es Weißkohl gibt kommt Fisch auf den Tisch…

angefixt von der SlowFisch und von dem Fischsuppenkochkurs mit der Freundin letzte Woche, stand wieder Fisch auf dem Speiseplan. Fisch geht schnell und wenn er auch noch nach einem Rezept von Vincent Klink zubereitet ist, ist der Genuss vorprogrammiert. Herrn GB hatte ich zwei Weißkohlköpfe besorgt, irgendwie musste ich ihn ja beschäftigen während ich mich um den Fisch kümmerte. Also wurden die Kohlköpfe ratzfatz über den Hobel geschossen und mein Schatz konnte Kohl stampfen. Aber das ist eine andere Geschichte, die kommt morgen dran. Heute bekommt Ihr von mir das Rezept von Zander mit Schalotten-Korianderkruste auf Petersilienwurzelpüree. Und wenn ich Glück habe kann ich meinen Beitrag wieder bei Petra von foodfreak loswerden.
Bei ihr läuft noch das Jahresevent „Koch den Vinz“. Also Petra, ich habe es wieder getan J
Das Rezept ist für 2 Personen.
Petersilienwurzelpüree:
400 g Petersilienwurzeln
1 Esslöffel Butterschmalz
Salz, Zucker
200 ml Gemüsebrühe
80 g Sahne, Pfeffer
Frische Muskatnuss gerieben
Petersilienwurzeln schälen, in kleine Würfel schneiden und im Butterschmalz andünsten. Petersilienwurzeln mit je 1 Prise Salz und Zucker würzen, mit Brühe und Sahne auffüllen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Die gar gekochten Petersilienwurzeln im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Zander:
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Butterschmalz
2 Zanderfilets (á 200 g)
2 Esslöffel Weißbrotbrösel (evtl. Semmelbrösel)
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Koriander gemahlen
50 g Butter (zimmerwarm)
Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. In etwas Butterschmalz anschwitzen. In einer weiteren Pfanne etwas Butterschmalz auslassen und die Zanderfilets von beiden Seiten hellbraun anbraten. Dafür braucht man ca. pro Seite 3-4 Minuten.
Den Zander in eine hitzebeständige Schale legen. Zu den gedünsteten Schalotten- und Knoblauchwürfeln die Weißbrotbrösel geben und mit Salz, Pfeffer und Koriander kräftig würzen. In die Mischung noch die Butter kneten und auf den Fisch streichen. Die Filets unter dem heißen Grill 2-4 Minuten gratinieren bis sie Farbe annehmen.

Petersilienwurzelpüree auf Teller verteilen und jeweils obenauf ein Stück Zander legen.


Montag, 19. November 2012

Herr GB hatte Klärchenauszeit…

nicht zu verwechseln mit Mutterschutz oder Elternzeit und Klärchenauszeit wird auch nicht vom Staat subventioniert. Naja auf jedem Fall hatte Herr GB vor mir Ruhe und konnte mal ganz gelassen seinen Interessen nachgehen während die Freundin und ich in Bremen waren. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Bremen das kleinste Bundesland, aber dafür hatte die SlowFood Bremen eine tolle Messe mit ihrer SlowFisch veranstaltet, darüber habe ich ja bereits berichtet.
Die Freundin ist ja clever so eine Messe kurz vor ihrem Fischsuppenkochkurs zu besuchen. Aber soll ich Euch was sagen, Tipps hatte sie gar nicht nötig. Genauso strukturiert wie ich die Freundin einschätzte war sie auch. Ganz souverän filetierte sie die frischen Fische (wobei die frischen Fische die in unserer Region erhältlich sind, bereits drei bis vier Tage alt sind, das haben wir auf der Messe gelernt).
Jeder hatte natürlich seine Aufgaben bekommen, denn es gab mehr als "nur" ein Fischsüppchen.
Es war auch nicht eine einfache Fischsuppe die als Vorspeise gedacht war, ich würde sagen es war ein feiner sättigender Eintopf vom Feinsten. Die Freundin, Mitglied von Slow Food Mittleres Ruhrgebiet, hatte im Rahmen von Slow Food zum gemeinsamen Kochen aufgerufen, ein richtig tolles drei Gang Menü zusammengestellt und Lust auf gemeinsames Kochen gemacht.
Ich war seit Tagen schon voller Vorfreude und gespannt wie ein Flitzebogen.
Brot und Butter mit verschiedenen Buttersorten und Salzmischungen verkürzte die Zeit bis zur Vorspeise. Die Freundin hatte an alles gedacht und präsentierte auch noch für jeden Geschmack den richtigen Wein.
Klasse!!! Ich hatte das Auto dabei!
Die Herbstliche Antipasti bestand aus Tomaten, Champignons und Chicorée die mit gutem Olivenöl überträufelt wurden und im Backofen gegart.
Ein lauwarmer Linsensalat komplettierte den herbstlichen Einstieg.
Der Hauptstar des Abends war natürlich die Fischsuppe nach Art der Bouillabaisse mit Rouille.
In die Suppe kam Küchen Wein und die Rouille haben wir selbstverständlich selbstgemacht
und sie war so köstlich, man war fast geneigt sie zu löffeln.
Die Freundin hatte sie ja auch höchstpersönlich abgeschmeckt.
Den Abschluss, der uns fast zum Platzen brachte, machte ein Torroneparfait mit Orangenkompott,
dazu reichte sie ganz stilecht einen vortrefflichen Eiswein.
Jetzt sag mal hättest Du von der Freundin des guten Geschmacks etwas anderes erwartet?
Das Rezept ist demnächst bei SlowFood Mittleres Ruhrgebiet zu finden, dafür sorgt die Freundin.




Freitag, 22. Juni 2012

Pflege, ähhh Würze für gebräunte Fische…

Kannst Du Dich erinnern, ich habe im letzten Jahr Salzzitronen gemacht. Eine Zutat die in der marokkanischen Küche nicht wegzudenken wäre. Ich gebe sie ja super gerne an Fischgerichte oder auch an Salate die einen nordafrikanischen Einschlag haben. Diese sauer-salzige Zutat ist einfach so herrlich frisch, die gehört in ein Sommeressen. Am letzten Samstag habe ich zwei Doraden auf dem Markt gekauft, der Fischhändler wollte sie filetieren!!!
Ich freute mich diese hübschen Fischchen in einem Stück zu bekommen und er will sie auseinander schnippeln, ich fasse es nicht. Nicht nur dass sie ihr Leben lassen mussten, nein, bis zur Unkenntlichkeit sollten sie sich verändern.
Nee, ein Fischfilet ist zwar mal ganz schön, aber die zwei sahen schon so etwas sehr grimmig aus, ich wollte sie nicht noch mehr verärgern.
Als Belohnung wurden sie mit Pfeffer und Salz gewürzt und in ihren Bauch habe ich einige Löffelchen von dem Salzzitronensud geträufelt.
Dann legte ich sie unter den Grill im Backofen, wo sie sich aufwärmen konnten. Allerdings ist mir ein Missgeschick passiert, ich habe sie im Backofen doch tatsächlich vergessen und als ich sie wieder befreien wollte, waren sie so appetitlich braun und die Haut knusprig, da mussten wir sie leider essen.
Ach komm, jetzt sag nicht Du hättest es nicht übers Herz gebracht.
Eine innere Stimme hatte mir vorher schon gesagt, mach mal einen Couscous-Salat und stelle ein Salzzitronendressing bereit, die beiden Dinge wirst Du noch benötigen. Spätestens beim Anblick dieser hübsch gegarten Badenixen wusste ich wofür ich den Salat und das Dressing brauchte.
Der Salat passte vorzüglich und die Würzsoße war auf die leicht gebräunte Haut der Badenixen abgestimmt. Mit der Soße konnte ich die Höhensonnengebräunte Haut pflegen aromatisieren.
Doraden mit Couscous-Salat und Salzzitronendressing
Pro Person eine Dorade mit Salz und Pfeffer einreiben. Die Haut dreimal einschneiden und mit wenig Olivenöl beträufeln. Bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Freiluftgrill garen, ansonsten auf ein Backblech legen und im Backofen den Grill bemühen. Geht aber auch ganz gut.
Für den Salat 125 g Couscous in Gemüsebrühe garen und abkühlen lassen. Während er abkühlt zwischendurch mal mit einer Gaben durchrühren damit er nicht klumpt.
Ein halbes Bund Petersilie fein hacken, zwei bis drei Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und zwei Minigurken mit der Schale Achteln und anschließend in Scheiben schneiden. Eine rote Chilischote fein hacken.
Alle Zutaten mit dem Couscous vermischen. 5 Esslöffel gutes Olivenöl und 4 Esslöffel Zitronensaft untermischen. Mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone, ein Teelöffel Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen bzw. abschmecken. Den Salat gute 30 Minuten ziehen lassen.
Die Zitronensauce wird aus vier Esslöffeln Olivenöl, zwei Esslöffeln Salzzitronensud und zwei Esslöffeln Wasser hergestellt. Die Hälfte einer Salzzitrone in schmale Streifen schneiden und zusammen mit frisch gemahlenem Pfeffer in das Ölgemisch rühren. Die Blätter von einem halben Bund Oregano abzupfen und zum Dressing geben.
Die Fische zusammen mit dem Salat auf eine Platte oder auf einen großen Teller anrichten und mit dem Dressing beträufeln. Ein tolles Sommeressen wenn jetzt nur noch die Temperaturen ansteigen würden und ich meine jetzt nicht die Temperaturen auf dem Grill…