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Sonntag, 26. September 2010

Der Rémy ist kein Cognac

Genuss ist eine Sinnesempfindung die ich mit Wohlbefinden gleichsetze. Die Bedeutung dieser Sinnesempfindung ist bei den Menschen allerdings sehr unterschiedlich. Ein Schnitzel, das die Größe eines Wagenrades hat, erzeugt bei dem Einen unermessliche Essensgelüste und dem Anderen wird bei einem derartigen Anblick eher Speiübel.
Ich mag ja eher die kleinen Portionen, lieber etwas weniger, dafür aber schmackhaft, vielleicht noch mit einem klitzekleinen Nachschlag. Denn satt werden sollte man schon.
Etwas anders wie beim Essen verhält es sich, wenn es ums Trinken geht. Nein, nein, da gibt es jetzt nichts miss zu verstehen.
Ich meine Durst, also wenn ich Durst habe und mir setzt jemand ein 0,1 l gefülltes Miniglas vor, fange ich beim Anblick schon an zu kollabieren wegen Austrocknungsgefahr. Im Durstzustand müssen die Trinkgefäße überproportional groß sein, ein halber Liter ist da gerade richtig.
Aber auch das Trinken kann man nicht über einen Kamm scheren. Ich genieße am Nachmittag gerne mal ein Tässchen Espresso mit einem Gläschen Wasser und einem Mandorla, oder aber auch mal ein Tässchen Kaffee mit einem Gläschen Sherry oder Cognac.
Die Genussgetränke kaufen wir immer beim Rémy, ja richtig, beim Rémy. Um genau zu sagen , heißt er für mich immer noch Herr Ernenwein, oder noch besser Monsieur Ernenwein, Direktimport aus Frankreich. Das Einzige was Monsieur Rémy Ernenwein mit Cognac verbindet, er verkauft ihn. Seine Handelsware besteht allerdings eher aus Weinen.


In unserer Gegend einer der besten Weinhändler und sein Name ist schon fast Programm. (Er möge mir diesen Satz verzeihen)
Er weiß was schmeckt und was die Sinne kitzelt. Er trifft mit seiner empfohlenen Auswahl meistens den Nagel auf dem Kopf.


Von Günstig bis zum edelsten aller Tröpfchen, darunter angesehene Schnäppchen, beherbergt das selten schöne Fachwerkhaus so einiges, was sich der Weinliebhaber erträumt.

Seine „Collage“, das ist das Magazin von Rémy´s Weinhaus für Genießer, ist eine interessante und informative Schrift die nicht jeder Weinhändler aufweisen kann.
Ich bekomme dieses Magazin automatisch, weil ich seit zwei Jahren in seinem Weinklub bin. Hatte ursprünglich null Ahnung vom Wein...trinken, habe mich förmlich heran getrunken wie man so schön auf Neudeutsch sagt.



Bin ja lange noch kein Kenner, aber ich übe und genieße und Monsieur ist die beste Unterstützung die ich mir wünschen kann.


Jetzt ist Federweißerzeit und Monsieur hat in der Pfalz an seine Kunden gedacht und eingekauft. Nun bin ich an der Reihe und mache mal schnell einen Flammkuchen...

Rezept: Flammkuchen


250 g Mehl
2 Esslöffel Öl
125 ml Wasser
Salz
200 g Schmand oder Creme fraiche
200 g Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln
200 g Schinkenwürfel, geräuchert
etwas Sahne
Pfeffer, Salz
Mehl, Öl, Wasser und Salz zu einem glatten Teig verkneten und auf einem Backblech dünn ausrollen. Sollte der Teig kleben etwas Mehl zusätzlich verwenden.

Schmand oder Creme fraiche in einer kleinen Schüssel mit der Sahne, Salz und Pfeffer vermischen und glatt rühren. Es sollte eine cremige, nicht zu dünne Masse sein. Auf den ausgerollten Teig streichen.
Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln in Ringe oder Stücke schneiden und auf die Schmandschicht geben. Anschließend noch die Schinkenwürfelchen verteilen.

Bei 180° C im vorgeheiztem Backofen ca. 30 Minuten backen.