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Montag, 7. Januar 2013

Ich glaub es geht jetzt wieder los…

…der Urlaub ist vorbei und ich werde Euch wieder in meine Kochtöpfe, aber auch in meinem Backofen schauen lassen. Gleich heute fange ich damit an und habe ein Rezept von Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip. Viele unterschiedliche Aromen die auf dem Teller wunderbar miteinander harmonierten. Eigentlich bin ich ja jetzt nicht der Fan von unzähligen Gewürzen innerhalb eines Menüganges. Aber Ende dieses Monats steht ein Kochkurs an, wieder ein Kochkurs mit der Freundin und diesmal geht es um Gewürze, da wollte ich mich einfach schon mal etwas einstimmen. Ich bin schon so gespannt was die Freundin da wieder aus dem Ärmel zaubert. Freundin, ich freu mich…
Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip
Rinderfiletspieß:
Pro Person 3 Stücke Rinderfilet á ca. 50 g zwischen zwei Folien flach plattieren
Für die Marinade:
Sesamöl und Sojasauce, je 2 Esslöffel
1 Teelöffel Honig
2 Esslöffel feingehacktes Koriandergrün
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 kleine rote entkernte Chilischote, fein gehackt
Die Rinderfiletscheiben mit der Marinade einstreichen. An den Zitronengrasstangen die äußeren 2-3 Blätter entfernen.
Die marinierten Fleischscheiben um die Zitronengrasstangen wickeln und mit Küchengarn festbinden. Die Spieße in eine Schale geben und mit der restlichen Marinade einstreichen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Gebraten werden sie übrigens kurz vor dem Essen in Sesamöl innerhalb von 5-6 Minuten von allen Seiten.
Für das Dip 200 g Kartoffelwürfel von mehligen Kartoffel in Salzwasser garen.
Die Kartoffeln abgießen und warm durch ein feines Sieb streichen.
Die die Schneekartoffeln 100 g Saure Sahne rühren. Schale einer ½ Limette und 2 Esslöffel Limettensaft unterrühren. Ein daumengroßes Stück Ingwer fein reiben und zusammen mit dem Mark einer Vanillestange ebenfalls unter die Kartoffel geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Möhren in Scheiben schneiden, mit einem Esslöffel Wasser in einen Topf geben und salzen. Gute 15 Minuten stehen lassen und weiteres Wasser ziehen lassen. Die Möhren ca. 20 Minuten garen. Zwischenzeitlich eine Stange Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden und zu den Möhren geben. Die Möhren mit einem Teelöffel Honig und etwas Butter würzen. Weitere 5 Minuten bei minimaler Hitze warmhalten.
Anmerkung: noch etwas (ca. ein Teelöffel) geriebene Galgantwurzel unter die Möhren mischen, das gibt einen ganz besonderen Geschmack der mit leichter schärfe das Aroma unterstreicht.

Jetzt die Rinderspieße braten und zusammen mit den Honigmöhren und dem Kartoffeldip anrichten und servieren.
 

Montag, 5. März 2012

Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten, das Sitzwohl verfolgt mich...

Wir im Büdchen sind ja solche Allrounder was das Essen und Trinken angeht, da gibt es kaum etwas, was wir nicht ausprobieren. Genauso ist es mit Risotto gewesen. Erst war Risotto so gar nicht unser Fall, aber weil mir andere Genießer immer wieder von einem leckeren Risotto vorschwärmten, ließ ich nicht locker und suchte nach dem ultimativen Rezept das auch uns die Vorliebe für diese Beilage brachte.
Ihr habt es auch schon gemerkt? Ja, das ungeliebte Risotto gehört längst zur Vergangenheit an und wenn ich es mir so recht überlege, gibt es im Büdchen häufiger Risotto als Kartoffeln.
Jetzt mache ich nicht immer das gleiche Risotto, denn das wäre ja langweilig, nööö die Variation ist so breit gefächert, da gehen mir die Ideen sicher in den nächsten 10 Jahren nicht aus. Außerdem gint es hier so viele Kochbücher, die sorgen für Nachschub. So ist es auch mit diesem Rezept, inspiriert vom Sitzwohl.
Herr GB trinkt ja seit kürzester Zeit Espresso, aber das ist eine andere Geschichte, doch war der Espresso die Grundvoraussetzung für mein heutiges Gericht. Denn würde er keinen Espresso mögen, oder besser gesagt den Kaffeegeschmack verabscheuen, dann hätte ich mein Vorhaben mal gleich knicken können.
Doch so gab es Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten und ein kleines Stückchen Rind...
200 g Risotto
1 Esslöffel Olivenöl
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
1 kräftiger Espresso
30 g Butter
3 Esslöffel frisch geriebenen Parmesan
Einige Espressobohnen
Etwas braunen Zucker
Salz und schwarzen Pfeffer frisch gemahlen
Öl erhitzen, Schalotten und Knoblauch fein hacken und kurz im heißen Öl anschwitzen. Den Risotto dazu und leicht glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die warme Gemüsebrühe angießen und das Risotto aufsaugen lassen. Sobald die ganze Gemüsebrühe aufgesogen ist den Espresso einrühren. Auch den wieder vollständig aufsaugen lassen. Butter und Parmesan cremig unterrühren.
Zucker in einer Pfanne schmelzen und leicht bräunen, Espressobohnen dazugeben und karamellisieren. Auf Backpapier geben, auskühlen lassen und fein hacken.
Rotweinschalotten:
250 g Schalotten
50 g brauner Zucker
400 ml kräftigen Rotwein
50 ml Kalbsfond
Schalotten schälen. Zucker in eine Kasserolle geben und karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen. Nun die geschälten Schalotten dazugeben und unter rühren aufkochen lassen. Der Karamell sollte sich im Wein komplett aufgelöst haben. Die Temperatur auf klein stellen, den Kalbsfond ebenfalls angießen und die Zwiebeln im Wein-Fondgemisch weich kochen. Dabei die Flüssigkeit so weit wie möglich einkochen.
Das Risotto auf angewärmte Teller geben, mit den karamellisierten Espressobohnen bestreuen und einige Rotweinzwiebeln dazugeben.
Dazu passt ein Kalbsfilet, Steak oder ein schönes Roastbeef, doch ich bin überzeugt, dass es noch einiges mehr gibt was mit dieser Zusammenstellung harmoniert.


Montag, 6. Februar 2012

Königsberger Klopse fürs soziale Netzwerk...

Kollektives Kochen auch wenn man sich nicht kennt und schon mal gar nicht in ein und derselben Küche steht. Das soll gehen??? Wie?Ganz einfach, ich sach gez nur SozialesNetzwok. Neeee, das hat gez nix mit dem Wokken zutun watt die Chinesen machen, das iss watt ganz anderes. Dieses Netzwok iss sonne Plattform, das musse Dir so vorstellen als wenze in Köln vorm Dom auffe Platte stehst und Dich labert einer an. Nächsten Tach stehsse widda da, kommt der Selbe und quatscht Dich widda an und genauso issdatt mit dem sozialenNetwok im Internet, nur dasse bei den Temperaturen schön bei Dir zuhause inne muckellige Bude sitzt und nich zwei tage hinternnander nach Köln auffe Platte fahrn muss.Dieses kollektive Brutzeln hat echt gez watt für sich, einer hat die Idee, dann sprechense sich alle ab und in der oder der Woche kochen alle datt Gleiche nach anderen Rezepten und jeder ganz nach seinem Geschmack. Allet schmeckt anders und trotzdem isset datt Gleiche im Pott. Das iss so wie früher inne Nachbarschaft. Da kannte noch jeder jeden inne Straße, da hättesse bei „Wetten dass“ auftreten könn. Jeden in der Straße von Hausnumma 1 bis Hundert konntesse mit Vornamen und Nachnamen benennen. Manche wussten jeden Geburtstach aussem Kopp, wer wo arbeitete, wann der ging, wann der kahm, ach und watt weiß ich nich noch alles. Gez machense ja nen riesen Geschiss um den Datenschutz und so. Soll ich Euch watt sagen. Das war früher kein Deut anders nur eins hat sich abber gez echt verändert. Früher sachte man immer besser nich inne Pötte kucken lassen, das iss gez echt anders. Neulich hattense im sozialen Netwok alle dieses Boeuf bourguidingenskirchen gemacht, kannsse bei der Kampi nachlesen, datt iss sowatt wie Gullasch, aber datt darf ich hier nich laut sagen. Also da hattense sich alle abgesprochen dasse Fleisch auffe Gabel haben wollten. Die einzigen die sich gez nich ganz so wohl beide Sache fühlten waren die Vegetaria, datt sind die die kein Fleisch essen. Also die hatten gez echt nich so richtich Spass anne Sache, deswegen hat sicher auch keiner von den mitgemacht. Abber watt soll ich sagen, ich hatte bei dem Klamauk keine Zeit und bei uns gab es ebben watt anderes. Abber disma bin ich dabei, Klopse sind angesacht! Königsberger Klopse! Datt iss watt, watt wir als Blagen schon immer gerne gegessen ham. Selbst soggar mit Kapern. An Sardellen kann ich mich gez nich erinnern, aber die mit Eigelbgebundene Soße, die iss mir noch wie gestern im Gedächniss.
Ich mach gez ma eben schnell die Klopse und dann könn wir ja später nomma Quatschen, hier oder im sozialenNetwok, auffe Platte fahr ich bei der Kälte nich hin...
Königsberger Klopse:
1 altbackenes Brötchen
1 mittelgroße Zwiebel in sehr feine Würfel geschnitten
500 g Gehacktes (halb und halb)
1 Eiweiß
2 gestrichene Teelöffel Senf
Salz und Pfeffer
1 Esslöffel Kapern fein gehackt
Aus allen Zutaten einen Fleischteig herstellen und mit feuchten Händen zu kleinen Klopsen formen.
In 750 ml kochendes Salzwasser gar ziehen lassen. Die Klopse aus dem Wasser nehmen und warm stellen. Das Kochwasser durch ein Sieb gießen.
30 g Butter zusammen mit 30 g Mehl anschwitzen. Mit 500 ml von der Kochflüssigkeit ablöschen und leicht köcheln lassen. Ein Eigelb mit zwei Esslöffeln Milch verquirlen. Den Topf mit dem Saucenansatz von der Hitzequelle ziehen und die Eiermilch in die Sauce rühren. Jetzt nicht mehr kochen lassen sondern nur noch gut wärmen. Das Eigelb könnte sonst gerinnen. Da wir Kapern lieben gebe ich immer ein Esslöffel des Kapernwassers in die Sauce und gut zwei Esslöffel Kapern.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Wer Biozitronen benutzt kann wegen der Frische noch etwas abgeriebene Schale unterrühren. Einige Zweige Dill fein hacken und ebenfalls in die Sauce geben. Die Klopse in die Sauce legen und etwas ziehen lassen. Die Klopse mit Salzkartoffeln und wer mag, mit Roter Beete servieren.


Freitag, 4. November 2011

Ochsenschwanzsuppe gab es früher...

Von dem letzten schönen Wochenende hatte ich ja schon erzählt, aber ich habe noch nicht erwähnt wie es angefangen hat!Also letzte Woche rief der Metzger meines Vertrauens an und teilte mit, dass am Freitag mein bestellter Ochsenschwanz abgeholt werden kann. Boah, war das eine Freude. Ist ja gar nicht so einfach so einen Ochsenschwanz zu bekommen, Ochsenbäcken sind genauso eine Seltenheit auf diesem Planeten, ich frage mich in welche Töpfe die immer landen. Aber manchmal muss man eben einfach nur mal fragen und etwas Geduld haben, dann klappt´s auch mit dem Metzger. Das Rezept für einen geschmorten Ochsenschwanz habe ich schon seit ewigen Zeiten hier liegen, gelesen auch schon gefühlte tausendmal, also ich glaube ich müsste es schon auswendig können, doch dann kam die Stunde der Wahrheit. Wie bereite ich ihn zu? Ich habe mal ein wenig Rezept und einen Schuss Intuition gemischt und das Ergebnis war super schmackhaft. Jetzt muss ich mir mal wieder so einen Ochsenschwanz bestellen, denn ich habe hier noch zwei Rezepte mit Zutat Ochsenschwanz in der Pipeline die umgebaut werden wollen.
800 g Ochsenschwanz
100 g durchwachsenen Speck in kleine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Schmalz
1 Möhre in feine Würfel geschnitten
4 Stangen Staudensellerie in kleinen Würfeln
1 Bund glatte Petersilie fein gehackt
1 große Zwiebel fein gehackt
2 Esslöffel Gemüsebrühpulver
250 ml Weißwein
30 g Tomatenmark
1 Knoblauchzehe fein gehackt
2 Teelöffel Rosenpaprika
1 Prise Zimt
Pfeffer und Salz
Den Ochsenschwanz vom Metzger in Stücke schneiden lassen. Die Ochsenschwanzstücke in einen Topf geben und mit Salzwasser bedecken. Zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten garen. Die Fleischstücke abgießen und das Brühwasser dabei auffangen.
Die Fleischstücke mit Küchenrolle abtrocknen. In einem Schmortopf das Schmalz und die Speckstückchen geben und bei milder Hitze auslassen. Die abgetrockneten Fleischstücke ebenfalls in den Topf geben und von allen Seiten anbraten.
Alle Gemüsezutaten zu den Fleischstücken geben und mit dünsten. Brühpulver und alle Gewürze zugeben, untermischen und mit Wein ablöschen. Das Tomatenmark unterrühren und mit der zur Seite gestellten Kochbrühe angießen. Die Hitze reduzieren und auf kleiner Wärme gute 2,5 Stunden schmoren. In allen Rezepten die ich gefunden habe, wurde eine lange Schmorzeit erwähnt! Bei niedriger Wärme und langer Schmorzeit soll man das beste Ergebnis bekommen. Bei mir löste sich das Fleisch schon im Topf von den Knochen und es war butterzart.
Die Soße einfach nur durchrühren, die Sämigkeit hat das Gemüse gebracht.
Als Beilage bietet sich ein Semmelkloß an und damit er richtig schön grün wird habe ich den Tipp von Heike mit ins Rezept aufgenommen. Einfach die Petersilie mit der Milch pürieren und die Farbe kommt von ganz alleine.
Heike solltest Du hier lesen, tu mir bitte einen Gefallen und räum doch mal bitte bei Dir auf, ich habe Dein blödes Rezept von dem Semmelknödel nicht gefunden! ;-)
Eh hier zornige Gefühlsausbrüche kommen, ich bin überzeugt, die Heike weiß wie ich es meine.

Jetzt kocht mal schön, aber nicht vergessen, der Ochsenschwanz muss sicher noch bestellt werden!


Dienstag, 27. September 2011

Ich koch Dich türkisch...

diesen Spruch finde ich so doof. Keiner sagt "ich koch dich deutsch oder ich koch dich italienisch“. Aber ich koche heute weder etwas Deutsches, noch etwas Italienisches, ich koche Euch etwas Türkisches.Hier ins Büdchen ist ein wirklich sehr schönes türkisches Kochbuch eingezogen und ich habe mich recht lange mit diesem Buch beschäftigt um nicht vorschnell zu urteilen und zu handeln. Erst tat ich mich etwas schwer. Ein Buch mit gemalten Bildern, sehr persönlichen Geschichten und schönen Rezepten die von gewisser Einfachheit geprägt sind. Trotz Schnörkellosigkeit sind die Rezepte außergewöhnlich und äußerst lecker. Was ich aus dem Buch gekocht habe, hatte den typischen Geschmack den ich mit der türkischen Küche verbinde. Vielleicht liegt es aber einfach nur daran, dass die Speisen, die ich bisher aus der türkischen Küche gegessen habe, die gleichen Gewürze hatten.
Das Buchformat ist handlich und geht schon fast in Richtung Taschenbuch, das Cover ist bunt und sehr hübsch illustriert. Ach ich habe Euch noch gar nicht erzählt wie es heiß. „Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie“ oder Afiyet olsun! es kommt aus dem Gerstenberg-Verlag und die Autorin ist Semiha Stubert, die Illustrationen sind von Claudia Lieb. Die Autorin schreibt Rezepte und Geschichten die ihre Kindheit bestimmten.
Direkt am Anfang gibt es ein Inhaltsverzeichnis. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten und nach sehr ihren besagten persönlichen Gegebenheiten aufgeführt. Am Ende des Buches gibt es ein weiteres Inhaltsverzeichnis. In dieser Aufstellung sind die Rezepte nach den Gruppen Salat, Vorspeisen, Eier, Suppen, Gemüse, Fleisch und Fisch, Bratlinge, Bulgur und Reis, Brot und Pasteten, Nudeln, Süßspeisen, Getränke.
Am Anfang jeder Rubrik werden sehr familiäre Erinnerungen preis gegeben, hat man das ganze Buch gelesen, bleibt ein verbundenes Gefühl zurück. Man könnte meinen die Großeltern bzw. einen Teil der Familie von der Autorin kennengelernt zu haben. Der Leser wird in die Region Anatolien geführt und bekommt einen tiefen Einblick in ein Familienleben das unwesentlich anders ist, wie es einst in Deutschland in Großfamilien üblich war.
An den Rezepten gefiel es mir sehr gut, dass alles irgendwie kombinierbar ist.
Wer einen Schimmer von den türkischen Gaumenfreuden bekommen möchte, ist mit diesem Buch auf dem besten Weg in eine Küche zu finden, die nichts mit dem in Deutschland bekannten Dönner gemein hat.

Das sagt der Verlag:

Semiha Stubert hat ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Anatolien verbracht. Im Zentrum des Familienlebens stand gutes Essen, im Alltag und an Festtagen wurde gemeinsam geerntet, zubereitet und geschmaust. Die Autorin gewährt stimmungsvolle Einblicke in die Bräuche Anatoliens. Anhand sorgsam zusammengestellter traditioneller und neuer Rezepte vermittelt sie eine authentische und zeitgemäße türkische Küche, die betört und inspiriert.
Claudia Lieb hat den Zauber dieser kulinarischen Reise an den Fuß des Taurus-Gebirges mit fantasievollen Bildkompositionen eingefangen.

Autoren / Künstler
Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zurzeit lebt sie in Oslo.

Semiha Stubert
Claudia Lieb (Illustr.)

Afiyet olsun!
Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

176 Seiten, 17 x 23,5 cm
flexibler Einband, mit zahlreichen Illustrationen s/w und farbig.
ISBN 978-3-8369-2642-3
EUR (D) 19.95 | EUR (A) 20.60 | SFr 28.90


Wie immer habe ich etwas nachgekocht, um mir ein Bild von der Handhabung der Rezepte machen zu können. Herausgekommen ist eine Kombination von grünen Bohnen mit Tomaten und dazu Hackfleischbällchen mit Feta. Da im Büdchen das Lammfleisch nicht wirklich gerne gegessen wird, habe ich die Hackbällchen etwas abgewandelt.

Taze Fasülye Kavurmasi (Grüne Bohnen mit Tomaten)
500 g grüne Bohnen
4 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 türkische milde Peperonischote, fein gewürfelt
4 Tomaten, gehäutet und gewürfelt
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Salz, frischer Pfeffer
½ Bund glatte Petersilie, gehackt
Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser kurz blanchieren.
Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch- und Peperoniwürfel im Öl andünsten. Die Bohnen zugeben, mit Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen. Tomatenwürfel unterheben und mit geschlossenem Deckel 10 bis 15 Minuten garen.
Kurz vor dem Servieren die Petersilie unterheben.
Beyaz Peynirli Köfte (Hackfleischbällchen mit Fetakäse)
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1-2 türkische grüne milde Peperonischoten, sehr fein gewürfelt (hier hatte ich noch eine gelbe Paprika die ich ersatzweise verwendet habe)
500 g Rinderhack (im Original Lamm und Rind zu gleichen Teilen)
1 Ei
50 g Weißbrot vom Vortag, eingeweicht und ausgedrückt
2 Esslöffel glatte Petersilie
Je ½ Teelöffel Thymian, Oregano und Basilikum
½ Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Je ¼ Teelöffel Zimt-, Nelken- und Pimentpulver
¼ Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz und frischer Pfeffer fein gemahlen

200 g milder Fetakäse, in 12 Stücke geschnitten
Öl zum Braten
In Öl die Zwiebelwürfel und Peperoniwürfel kurz anbraten. Hackfleisch in eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten, inkl. der geschmorten Zwiebeln und Peperoniwürfel, allerdings bis auf den Fetakäse, zum Hack geben und einen geschmeidigen Fleischteig kneten. Aus dem Fleischteig Bratlinge formen, diese etwas platt drücken, einen Würfel Fetakäse in die Mitte geben und den Fleischteig um den Käse formen.
So mit dem ganzen Fleischteig vorgehen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten gar braten.
Die Köfte mit den Bohnen anrichten und servieren.


Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.