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Sonntag, 5. Juni 2011

Das wird ein toller Spätsommer doch jetzt genießen wir noch Spargel…

Ich freue mich schon so sehr auf September, klar wir haben Juni und Ihr haltet mich endgültig für total bescheuert, aber macht mir nichts. Eigentlich freue ich mich ja immer auf irgendetwas. Im Januar auf den Winterurlaub, im Februar auf Karneval, im März auf Fastenzeit, im April auf Ostern, im Mai auf Renovierungsurlaub, im Juni aufs neue Esszimmer, auf Büdchengeburtstag und auf den September. Was im Juli und August kommt weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, bis zum September muss ich noch den Juni, den Juli und den August überstehen. Eigentlich bin ich eher froh wenn die Zeit recht langsam vergeht, aber ich freue mich so sehr auf neue Kochbücher. Nicht auf irgendwelche Kochbücher, nein auf ganz bestimmte Kochbücher. Herr Rafael Pranschke war wieder fleißig und was soll ich sagen, im Herbst bringt der Becker Joest Volk Verlag zwei neue Bücher von ihm heraus. Wenn das wieder solche Knaller sind wie die beiden Ersten Exemplare hier und hier, dann komme ich zukünftig gar nicht mehr aus meiner Küche heraus. Ich meine, das ist ja auch nicht weiter schlimm, denn das Kochen ist ja wirklich eines meiner liebsten Hobbys. Das erste Buch wird sich mit dem Thema Desserts beschäftigt und das Zweite befasst sich mit Partys und Feste. Ich bin überzeugt, das sind wieder solche tollen Bücher mit denen man Eindruck schinden kann. Herr GB freut sich schon immer wenn eins der ersten Bücher in der Küche liegt, fehlt nur noch dass er fragt, ob wieder Kunststunde stattfindet.Kunststunde hatte ich heute mal wieder. Ich dachte solange wie wir noch Spargelzeit haben können wir diese Köstlichkeit auch ruhig auf den Tisch bringen. Mein Schatz hat sich mittlerweile an den Geschmack gewöhnt und findet es sogar sehr lecker, wenn er als Spargelrisotto, Spargelsüppchen, oder wie heute mit Schweinefilet im Zucchinimantel serviert wird. Ich kann Euch was erzählen, das ist so ein Schleckerschnäutzchen, da bin ich echt begeistert, wenn ich Bücher finde die meine Ideen unterstützen, die Kreativität fördern und mich inspirieren. Was jedoch an den Büchern bzw. an den Erklärungen so genial ist, sie sind so wunderbar nachzuarbeiten, dass ich mal behaupten möchte, wenn man etwas kochen kann und ein recht gutes Kochverständnis hat, kann man diese Rezepte nachkochen und die Grundlage kochsüchtig zu werden ist gelegt.Ich sag Euch was, ich freue mich so sehr auf September, das wird ein toller Spätsommer doch jetzt genießen wir noch Spargel…

Schweinefilet im Zucchinimantel mit Spargel
1 Schweinefilet ca. 700g
Salz, Pfeffer
Rapsöl
250 g Hähnchenfilet
200 ml Sahne
ca. 200 g Zucchini
ca. 800 g grüner Spargel

Das Schweinefilet mit Pfeffer und Salz würzen, z.B. mit Steinsalz

und in einer Pfanne in Rapsöl von allen Seiten gut braun anbraten.


Hähnchenfilet in kleine Würfel schneiden mit Sahne vermischen und dem Pürierstab zu einer Face verarbeiten. Ebenfalls mit Pfeffer und Salz würzen.


Zucchini in hauchdünne Scheiben schneiden.

Den Spargel im unteren Drittel schälen. Spargel und Zucchinischeiben kurz blanchieren.
Frischhaltefolie ca. 30 cm lang auslegen. Zucchinischeiben überlappend auf der Folie ausbreiten.

Die Face, idealerweise mit einer Palette auf die Zucchinischeiben streichen.
Dicht nebeneinander den Spargel auf die Face legen.

Nun das Schweinefilet mittig auflegen

und den Rest der Face aufstreichen.

Jetzt die Seiten der Folie hochklappen, um das Filet legen und einrollen. Die Enden der Folie zum Fixieren eindrehen.

Die Rolle in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofenbei 165°C ca. 40 Minuten gar ziehen lassen.

Dazu eine Rotweinsauce und Kartoffelpüree.

Wir fanden, es hat nicht nur schön ausgesehen, auch die Komination war sehr schmackhaft.


Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.

Montag, 2. Mai 2011

Wünsch-Dir-was-Service eingerichtet, ich fange mal mit Rhabarbersirup an…

Lange wollte ich mich ja bei diesen Social Communitys nicht anmelden. Ich weiß noch nicht einmal wie die alle heißen, wobei mir jetzt Twitter und Facebook am bekanntesten sind. Für Twitter bin ich einfach zu blond und naja, Facebook werde ich wohl richtig verstanden haben, wenn es als Antiquarat in einigen Jahrzehnten eingestampft wird. Okay, ich bin zwar mittlerweile dazu in der Lage mich dort auszutauschen, das eine oder andere einzustellen, aber sicher verbirgt Facebook noch Möglichkeiten die mir zeitlebens verschlossen bleiben. Aber ich muss ja auch nicht alles wissen, können oder gar kennen. Aber das Austauschen dort macht richtig Spaß, vor allem man lernt ungemein dazu und bekommt ungeahnte Ideen. Neulich habe ich mich mit Juliane ausgetauscht. Sie will Rhabarbersirup selber machen, aber sie will keinen Grünen sondern Roten. Ich glaube sie darf Rhabarber aus dem Garten ihrer Schwiegermutter kostengünstig stibitzen, nur ist es nicht unbedingt der Rhabarber den sie sich für ihren Sirup gewünscht hätte. Juliane hätte gerne Erdbeerrhabarber gehabt, der ist so schön rot und macht auch schönen roten Sirup. Der Schwiegermuttersirup macht keinen Roten, wie gesagt, ist ja auch kein Erdbeerrhabarber. Weil Juliane darüber ganz traurig war, habe ich ihr versprochen mein Rhabarbersiruprezept hier im Büdchen zu veröffentlichen. Da verrate ich ihr jetzt wie man roten Rhabarbersirup bekommt, auch wenn man nur Grünen hat.
Aber so ganz nebenbei hatte ich dann noch eine gute Idee. Juliane meinte, das wäre ja ein „Wünsch-Dir-was-Service“. Und genau das ist die Idee. Ich werde hier einen Wünsch-Dir-was-Service einrichten. Aber daran muss ich noch etwas arbeiten und überlegen wie das aussehen sollte. Gerne möchte ich Rezepte einstellen bzw. für Euch nachkochen. Über Anregungen würde ich mich super freuen.
Nun aber zum ersten Auftrag von Juliane und zum „Wünsch-Dir-was-Service“, der mit Rhabarbersirup anfängt…
Rhabarbersirup rot:
Schalen von 1,5 kg Rhabarberstangen. Die Schalen sind meistens rot und geben eine super Farbe ab. Den eigentlichen Rhabarber kann man für Kuchen, Kompott oder leckere Dessert verwenden.
Dann braucht man noch 1,5 Liter Wasser und 2 kg Zucker. Beim Zucker bitte auf den weißen zurückgreifen, der Braune macht eine unschöne Farbe und wir wollen ja Roten haben.
Schalen mit dem Wasser und 1 kg Zucker in einen sehr großen Topf füllen und gut verrühren. Alles zusammen aufkochen und ca. 5 Minuten leicht sprudeln lassen, nun herunterschalten und ca. 2 Stunden auf ganz kleiner Stufe köcheln lassen. Den Sud abkühlen lassen, durch ein Tuch gießen und die Schalen abseihen. Die Schalen kräftig im Tuch ausdrücken.
Den Sud abgedeckt über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag den Rhabarbersirupansatz mit weiteren 500 g Zucker mischen und aufkochen. Wieder über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag die letzten 500 g Zucker in den Ansatz rühren, wieder aufkochen, diesmal aber noch ca. 30 weitere Minuten leicht kochen lassen bis es ein etwas dickerer Sirup ist. Diesen Sirup so heiß wie er ist sofort in Flaschen füllen und verschließen.
Der Sirup ist sehr lecker in Mineralwasser, auf Pudding oder Eis. Wobei für mich ist er eine geniale Grundlage für Rhabarberquark, -Mousse oder Rhabarbereis.
Aber trotzdem habe ich noch eine Anmerkung! Rhabarber hat eine abführende Wirkung und sollte daher nicht übermäßig zu sich genommen werden, vor allem Kinder und ältere Menschen nur in Maßen.
So Juliane, jetzt wünsche ich Dir viel Spaß, Schöner Tag noch und

Freitag, 22. April 2011

Heute tu ich mal Seezungenfiletröllchen machen...

Hier im Büdchen bin ich ja oft am Scheideweg, tu ich es oder tu ich es nicht. Wobei meine Lehrerin in der Grundschule früher immer sagte, das Wort „tu“ gibt es nicht, das steht noch nicht einmal im Duden! Soll ich Euch was sagen, die hat gelogen!!! Das steht drin! Ich meine, ich muss zwar etwas kleinlaut zugeben, dass meine Grundschulzeit schon etwas länger, ähhhm, oder vielleicht auch etwas sehr lange her ist, aber kann es denn echt möglich sein, dass dieses Wort erst später in den Duden aufgenommen wurde und ich es heute erst finde? Eh irgendwelche Fragen kommen, ja zu meiner Grundschulzeit gab es schon den Duden! Wenn ich das damals gewusst hätte das es das Wort doch gibt und in ihm steht, na ich kann Euch was verraten, dann hätte ich ihr aber den Duden auf die Nase gesetzt. Naja, eigentlich ist es ja auch egal, durch sie habe ich ja doch das eine oder andere gelernt. Ich kann es ja auch anders formulieren. Wie z.B.: nicht ich habe es getan, sondern, ich habe ihn gedämpft und zwar in meinem geliebten Dampfgarer. Genau, ich habe mir nicht einfach nur die Zeit in der Küche vertrieben, nein, ich habe für das leibliche Wohl im Büdchen gesorgt und weil der Gatte gerne Fisch ist, gab es Zunge. Seezunge, wie immer selbstverständlich Filet.
Mit Grätengedöns hat mein Schatz es ja nicht so, also gab es gefüllte Seezungenfiletröllchen auf grünem Spargel mit Weißweinsauce und Drillingen. Eigentlich isst der Gatte auch keinen Spargel, aber der Grüne ist ja nur so ein entfernter Verwandter, der schmeckt ja nicht so penetrant nach Spargel wie der Weiße (Worte des Gatten).
Damit mein Schätzchen sich langsam an den Spargelgeschmack gewöhnt, bekommt er natürlich nur die ganz zarten Spitzen, aber ich fange mit dem Rezept mal von Vorne an.
8 Seezungenfilets
120 g Lachsfilet
100 ml Sahne
1 - 2 Esslöffel Milch
Salz, Pfeffer
Grüner Spargel pro Person ca. 5-6 Stangen
Drillinge gekocht mit Schale
150 ml Weißwein
150 ml Fischfond
1 Esslöffel Zitronensaft
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel eiskalte Butter
Pfeffer, Salz, Zucker


Aus dem Lachsfilet, der Sahne und der Milch eine Face herstellen. Wie das genau funktioniert habe ich hier schon mal erklärt. Nun die Seezungenfilets damit einstreichen und aufrollen. Mit Rouladennadeln feststecken oder mit Schnittlauch umwickeln und verknoten. Die Fischröllchen bei 85°C im Dampfgarer garen. Den Spargel kochen wie gewohnt, ich habe ihn auch im Dampfi gemacht, und wer einen Dampfgarer hat, kann sich schon denken, dass die Kartoffeln auch dorthinein gewandert sind.
Die Kartoffeln habe ich anschließend in Olivenöl gebraten, das war so lecker, noch schön gesalzen und fertig.
Für die Sauce Weißwein, Fischfond, Zitronensaft auf ca. 150 ml einkochen. Die Sahne zugeben und leicht köcheln lassen. Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die Butter unterschlagen bis die Sauce bindet. Ggf. nochmals mit den Gewürzen abschmecken.
Den Spargel auf Teller anrichten, die Seezungenfiletröllchen aufsetzen, die gebratenen Drillinge auf dem Teller anrichten und mit der Sauce garnieren.

Montag, 11. April 2011

Grüner Monat…

Es ist immer noch Frühling und der Appetit auf leichte Küche wird nicht weniger, ganz im Gegenteil. Auch wenn die Tage gerade immer länger werden, bin ich wie immer etwas eilig. Die letzte Woche war gar keine richtige Woche, also ich meine jetzt eine richtige Arbeitswoche, denn gelegentlich muss man auch mal an einer Tagung teilnehmen. Bildung, Informationen, Teamarbeit belebt zwar den Alltag, aber die eigentliche Arbeit wird dadurch nicht weniger und wenn man sich im Hotel herumdrückt, hungert das Büdchen aus und der Gatte im Büdchen auch. Also gibt´s wieder mal was Gesundes. Gesund sind z.B. Omega 3 Fettsäuren. Die Omega 6 Fettsäuren soll man besser von seinem Speisezettel streichen, weil sie eben nicht ganz so gesund sind. Omega 6 Fettsäuren behindern die Produktion wichtiger Gewebehormone und Gewebehormone beeinflussen chronische Krankheiten. So steht es auf jedem Fall in einem der Kochbücher von Herrn Dieter Müller.
Ganz oben auf der Liste der gesunden Öle steht Leinöl. Ich kannte es eigentlich nur aus Erzählungen der etwas älteren Leute die es wohl in der Nachkriegszeit aßen. In verschiedenen Medien wurde immer wieder auf die wertvollen Bestandteile und dem Gesundheitsgrad hingewiesen. Ja und dann haben wir es einfach mal probiert und es ist einfach super lecker. Ich kann gar nicht beschreiben nach was es schmeckt, es schmeckt einfach wie Leinöl und etwas vergleichbares kenn ich eben nicht. Seitdem steht Leinöl öfter auf unserem Speisezettel, allerdings immer in folgender Version: Pellkartoffeln, Quark mit Schnittlauch, Champignons mit Frühlingszwiebeln und Leinöl. Gesund und schön grün, passend zum sonnigen April, der grüne Monat…

Sonntag, 10. April 2011

Suppengeneralprobe für Ostern mit Mälzer und Co…

Ich liebe den Frühling, für mich ist er die schönste Jahreszeit. Alles erwacht zur Blüte und krabbelt aus dem Winterschlaf. Die Luft ist rein und klar, die Sonne wärmt, aber piekt noch nicht auf der Haut. Morgens ist es zwar noch kühl, doch im Laufe des Tages erwärmt sich die Luft und die zarte Wärme ist schmeichelnd und nicht stickig. Natürlich hat jede Jahreszeit seinen Reiz und ist wunderschön, nur der Frühling hat für mich einen klitzekleinen Kick mehr. Hmm, ob es daran liegen könnte, dass ich im Frühling geboren bin, oder weil ich nur schöne Erinnerungen an den Frühling habe? Es ist müßig das zu erforschen, also wird es wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Im Frühling gibt es auch die ersten frischen Kräuter wieder und gestern auf dem Markt konnte ich mich fast wieder nicht entscheiden welche Kräuter ich kaufen soll. Hinterher habe ich mich für Kerbel, Sauerampfer, Estragon, Schnittlauch, Bärlauch und Petersilie, natürlich die Glatte, entschieden.
An einem Anderen Stand sah ich diese super schönen Wachteleier, also gingen die auch noch mit.
Ich klapperte mit Herrn GB noch den einen oder anderen Stand ab und die Taschen wurden immer voller!
Tja und dann hatte ich ein Blackout, was soll ich denn jetzt kochen?
In solchen Fällen hilft mir immer der Stapel neue, unbenutzte, noch nicht gelesene Kochbücher. Ich bringe es nur nochmal eben kurz und bündig in Erinnerung, meine Lieblingslektüre: Kochbücher, Kochbücher, Kochbücher.
Im Stapel habe ich das Buch vom Mälzer und Witzigmann gefunden.
Die Zwei haben darin eine legierte Kräutersuppe mit Wachteleier. Die Zutaten waren wie maßgeschneidert und überschaubar, solche Rezepte gefallen mir.
Ich habe das Süppchen mit Abwandlungen nachgebastelt und bin zum Entschluss gekommen, das ist ein Süppchen für Ostern, dann aber ohne Mälzer und Co…
1 Bund Kerbel
1 Bund Estragon
1 Bund Sauerampfer
1 Bund glatte Petersilie
1 Scheibe Toastbrot ohne Rinde
1 Esslöffel Butter
400 ml Gemüsebrühe
Salz und Muskatnuss
200 ml Sahne
200 ml Milch
14 Wachteleier
4 Eigelbe
3 Esslöffel eiskalte Butter
Die Kräuter hacken und 8 Teelöffel für die Dekoration zur Seite stellen. Das Toastbrot in kleine Würfel schneiden, ein Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel rundherum braun anbraten, ebenfalls zur Seite stellen. Die Wachteleier in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten kochen, in kaltem Wasser sofort abspülen und pellen.
Die Milch mit der Sahne und den Eigelben verschlagen.
Die Gemüsebrühe erhitzen, die Kräuter in die Brühe geben und nicht mehr kochen. Nun etwas Brühe in die Sahne-Milchmischung geben, verrühren und anschließend alles nach und nach in die Brühe gießen. Nun die Suppe nur noch ganz langsam erwärmen und dabei ständig rühren. Die Suppe darf nicht mehr kochen sonst gerinnt sie. Nun noch die eiskalte Butter in die Suppe schlagen und so die Suppe binden. Suppe in vorgewärmte Teller geben, Wachteleier halbieren und jeweils 7 Hälften in die Suppenteller geben, mit den restlichen Kräutern bestreuen und wenn man hat, noch Schnittlauch auflegen. Die gerösteten Brotwürfel nach Bedarf zur Suppe reichen. *ich habe die Brotwürfel zwar gemacht, aber prompt vergessen*

Mittwoch, 6. April 2011

Ostern auf Probe, ein Ei im Nest...

Ostern ist wie Weihnachten, Geburtstag oder sonstige lang bekannte, meist wiederkehrende Feste, die mit einem Mal ganz plötzlich vor der Tür stehen.
Aber in diesem Jahr überrascht mich Ostern nicht, auch nicht der Karfreitag. Ich habe nämlich schon mal das Mittagessen zur Probe gekocht. ;-)
Ist nix Aufwändiges sonder einfach, lecker und ruck zuck fertig und wenn man mit der Portionsgröße nicht über die Stränge schlägt, hat man sogar noch Platz für Kuchen am Nachmittag. Außerdem sind es leichte Zutaten.
Einige Drillinge, Spinat, Frischkäse, etwas Milch, Spagetti, Eier und natürlich noch etwas Öl oder Butter und Gewürze wie Salz, Pfeffer und Muskat. Es werden noch Portionsauflaufschalen benötigt und ein Pürierstab würde das Equipment perfektionieren.
Tja und da es auch noch gut vorzubereiten ist, ist noch jede Menge Zeit fürs Eierfärben übrig. Und nun verrate ich Euch was ich mit den Zutaten zusammengekocht habe.
Drillinge in der Schale kochen, pellen, abkühlen lassen und in feine Scheiben schneiden. Die Auflaufschalen mit Öl oder Butter ausfetten und den Boden fächerartig mit den Kartoffelscheiben belegen.
Spinat kurz blanchieren und grob hacken. In einem Topf etwas Butter auslassen und den Spinat dazugeben. Mit etwas Milch ablöschen und Frischkäse darin auflösen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
Zwischenzeitlich Spagetti kochen und die gekochten Nudeln mit etwas Öl mischen, damit sie nicht zusammenkleben. Aus den Nudeln mit einer Zweizinkengabel (z.B. Fleischgabel) Nudelnester drehen. Den Spinat nun ebenfalls in die Auflaufschalen geben und die Nudelnester oben aufsetzen.
In die Mitte jedes Nestes vorsichtig ein rohes Ei geben. Etwas salzen, dabei aber das Eigelb aussparen damit es nicht fleckig wird.
Die Auflaufschalen in den auf 160°C Vorgeheizten Backofen geben und sobald das Ei gestockt hat servieren.
Noch ein kleiner Tipp: Mit dem Spinatwasser kann man auch gut die Eier färben.

Freitag, 1. April 2011

Pizza, Flammkuchen, Fladenbrot, Focaccio??? Wie heißt das bloß?

Einfach war’s, schnell ging’s, geschmeckt hat’s auch noch. Aber wie es jetzt richtig heißt, oder wie man es nennt, weiß ich auch nicht. War ja ein Rezept „frei Schnauze“
Der Teig war aus einem Rezept von einem Firmgödkuchen. Bitte keine Fragen was Firmgödkuchen ist!
Aber ich beschreib mal wie man ihn macht. Also, aus 200 g Weizenvollkornmehl, 100 ml Wasser, 3 Esslöffel Öl, 1 Ei und Salz einen Teig herstellen. Alles gut zusammen matschen bis es ein richtiger Teig zum Ausrollen ist.
So, nun hatte ich also schon mal die Basis. Auf diesem Firmgödkuchen gehört gekochter Schinken und Zwiebeln. Auf meinem FirmgödDingenskuchen waren Rucola und Cherrytomaten. Was sie aber gemeinsam hatten, war Crème fraiche. Ich habe so ca. 2 dicke Esslöffel mit etwas Milch glattgerührt und auf den Teig gegeben, dann kam erst das Gemüsezeugs drauf. Kräftig mit Pfeffer und Salz gewürzt und gebacken habe ich das Ganze gute 20 Minuten bei 200°C Ober- und Unterhitze.
War wirklich lecker und ging schnell und weil es so schnell ging, musste der Gatte im Affentempo in den Keller flitzen um ein Fläschchen Weißwein zu besorgen.
Aber egal wie es sich auch nennt, das machen wir demnächst wieder…