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Dienstag, 28. Januar 2014

Wut auf die Filoteigtante….

Es war einfach nicht mein Wochenende. Samstags hatte ich einen Ciabattateig angesetzt den ich am Sonntag backen wollte. Extra Samstag vorbereitet denn die Hefe sollte über Nacht aufgehen und in dem Teig herrliche Luftblasen bilden. Fluffig wie das Original in Italien sollte es werden. Sonntagmorgen ein Blick in den Rührtopf, der Teig hatte nicht eine Luftblase gebildet und er ist auch nicht einen Zentimeter gegangen. Okay dachte ich, gibst Du ihm jetzt noch eine Chance außerhalb des Kühlschranks. Aber so wie sich herausstellte, wurden wir keine Freunde, er bewegte sich keinen Millimeter von alleine, also beförderte ich ihn und zwar in den Abfall. Ich weiß, normal ist das der pure Frevel, doch ich weiß auch wann ich verloren habe und jegliche Mühe vergebens ist.
Das Wochenende war noch nicht vorbei und es hatte noch diverse Überraschungen für mich parat.
Es sollte Garnelen im Bananenblatt geben. Eigentlich schon seit drei Wochen, doch ständig kam etwas dazwischen. Mal bekam ich kein Thai-Basilikum, mal war das Bananenblatt braun geworden. Diesmal hatte ich alle Zutaten im perfekten Zustand zusammen. Also nur noch die Garnelen auftauen. Ich hatte sie vor einigen Tagen auf dem Markt gekauft und eingefroren. Jetzt frag mich nicht wieso ich die Garnelen zum auftauen nicht in den Kühlschrank gestellt habe, das ist mir noch nie passiert. Du kannst Dir nicht annähernd vorstellen wie schlechtgewordene Garnelen stinken können. Also hatte sich das Bananenblattschmankerl auch erledigt.
Wenn Du jetzt glaubst ich war mit den Pannen für dieses Wochenende fertigt, hast Du dir in den Finger geschnitten.
Eigentlich wollten Herr GB und ich jetzt essen gehen, doch es war so gemütlich zuhause und im Kühlschrank lungerten noch Möhren und Frühlingszwiebeln herum. In der Gefriertruhe noch eine Packung fertiger Filoteig von dieser Tante.
Also schnell mal eben aus Frühlingszwiebeln und Möhren eine Füllung hergestellt, die aufgetauten Filoblätter mit einem Gewürzöl eingepinselt, die Füllung auf die geölten Blätter verteilen und zu kleinen Taschen falten. Das funktioniert allerdings auch nur, sofern die Teigblätter nicht wie bekloppt aneinanderkleben oder an den verschiedenen Stellen brechen.
Kannst Du dir vorstellen welch prickelndes Gefühl in dir aufkommt wenn Du nur noch einen Klumpen Irgendwas vor dir liegen hast? Du die Füllung über die Arbeitsplatte verteilst, weil diese verdammten Taschen an allen Ecken auseinanderbrechen? Du aber trotzdem am Ende froh bist etwas aufs Blech legen zu können, weil Du inzwischen richtigen Hunger bekommen hast?

Die Idee für die knusprigen Taschen hatte ich neulich mal als ich aus dem Teig eine Art Flammkuchen machte, davon erzähl ich Dir demnächst mal. Doch für die Taschen kannst Du heute schon das Rezept bekommen. Aber beherzige auf jedem Fall einen Rat. Verwende keinen aufgetauten Filoteig, gönn Dir für diese Päckchen nur frischen, hörst Du!!! Nur absolut frischen Teig!!!
Knusprige Filoteigtaschen:
4 Möhren
5 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Teelöffel Koriandersamen
2 Teelöffel Zucker
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Packung frischen Filoteig
Möhren in kleine Würfel schneiden, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe und die Knoblauchzehen fein hacken. Alles drei gut vermischen.
Fenchelsamen und Koriander in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die angerösteten Gewürze mit Salz, Zucker und Pfeffer fein mörsern. Die Gewürze mit Olivenöl verrühren und anschließend die Filoteigblätter damit einpinseln.
Die Gemüsemischung auf die eingepinselten Blätter geben und zu kleinen Taschen falten. Die Taschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180° C im vorgeheiztem Backofen 15 Minuten garen.

Die Taschen können heiß, warm oder kalt gegessen werden.


Montag, 28. Januar 2013

Avocadosalat mit Limettensauce für Herrn GB und Sus…

… Baumkuchen mit Marzipan und Orangen habe ich gebacken. Dann kleine, angebliche, Liebestörtchen, dazu werde ich demnächst mehr erzählen und zum guten Schluss für Herrn GB noch ein Dessert aus Orangen-Vanillecreme mit Blaubeeren. Doch das wollte er schon nicht mehr. Nach Baumkuchen und Liebestörtchen ist selbst ihm das süße Zeugs fast aus den Ohren gekommen. Ja so sind Männer, erst kann es nicht süß genug sein und dann doch lieber ein Steak. Steaks lagen in der Tiefkühltruhe und ich sag Dir, Du kannst noch so super Hightech Geräte haben, aber Steaks brauchen Zeit zum auftauen, die machste nicht mal eben zack und dann sind die fertig. Das kannste knicken.
Ich musste also den Kühlschrank durchforsten, ach welch ein Wunder, ich hatte Gemüse griffbereit, frisches Gemüse darunter Avocado. Da wurde nix aufgetaut, da habe ich lediglich nach einem geeigneten Rezept gesucht. Dann bin ich in einem älteren Kochbuch fündig geworden und war echt überrascht wie modern es schmeckte. Das Kochbuch ist von einem Koch dessen Name ich garantiert nicht erwähnen werde da ich seine Selbstvermarktung einfach nur bäääh finde. Also werde ich keine Werbung machen und das Rezept habe ich eh abgeändert. Also ich ab in die Küche und mal eben Pi mal Daumen was Frisches nachbasteln. Ich sag Dir was, in null komma nix war der Salat fertig, sah hübsch aus und war mega erfrischend nach dem ganzen Süßkram. Herrn GB kam der Salat gerade recht, denn nach solch einer erfrischenden Kleinigkeit rutsch auch wieder das Dessert und schwupp war das dann auch weg.
Garten-Koch-Event Januar: Avocado [31.0.12013]
So ganz nebenbei habe ich Bilder gestern bei Facebook eingestellt, Ihr wisst schon diese Soziale-Plattform *hüstel* und der Barbara von Barbaras Spielwiese gefiel mein Teller. Und jetzt frag mich nicht, aber irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass Barbara auf ihrer Spielwiese ein Event anbot. Ein Avocado-Event!!! Da wäre mein Rezept doch bombig aufgehoben, oder!? Ja und dann kam die Ernüchterung, fast hätte ich mir einen Wolf gesucht, aber den Event habe ich nicht gefunden. Nach Brille putzen und tief durchatmen sprang mir plötzlich ein Bild vom Avocado-Event förmlich in die Augen. Meine Stimmung stieg wieder. Aber es ist nicht die Wiese von der Barbara auf der der Event spielt, das Spektakel findet im Gärtnerblog bei Sus statt!
So Sus, dann musst Du Dir den Speisengang mit Herrn GB teilen. Also Du bekommst das Rezept und er durfte essen, ist doch okay so, oder!?
Avocadosalat mit Limettensauce…
Das Dressing aus folgenden Zutaten herstellen
Abrieb einer ganzen Limette
175 g Frischkäse
Saft einer Limette
2 Esslöffel Olivenöl
90 ml Gemüsebrühe
1 Teelöffel feinen braunen Zucker
Salz, Cayennepfeffer
Alle Zutaten gut verrühren, idealerweise mit einem Pürierstab

2 Avocados, pro Person 1/2 Avocado in schmale Spalten schneiden.
1 Salatgurke vierteln und in dünne Scheiben hobeln
1 Mango schälen und auch in feine Scheiben schneiden
8 Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden
Diese Zutaten hübsch auf Teller anrichten und die Sauce in einem separatem kleinen Glas reichen.
Ein knuspriges Weißbrot vervollständigt den Genuss…



Mittwoch, 20. Juni 2012

man kann sagen es ist Nudelsalat asiatisch...

Heute habe ich beim besten Willen keine Zeit, ich bin total in Eile, ich muss das trockene Wetter nutzen und meine Tomatenpflanzen auseinanderpflanzen. Sonst wird das in diesem Jahr nichts mehr mit meinen Tomaten. Die Pflänzchen habe ich geschenkt bekommen und der Samen stammt von Monstertomaten aus der Türkei. Tja und jetzt sind die Pflanzen hier bei mir im Büdchen und haben sogar schon Blütenansätze, hoffentlich kann ich die überhaupt noch umsetzten. Ich werde ihnen mal gut zureden. Ich werde mal die Teddybärensonnenblumen in ihre Nähe stellen, Tomaten mögen ja Sonne. Weil die Sonne sich aber im Moment etwas rarmacht versuche ich es mal mit Sonnenblumen, das wird schon. Ach ja und essen müssen wir zwischendurch ja auch noch was, und da die Tomaten erst noch wachsen müssen gibt´s heute mal nichts mit diesen roten Paradiesäpfeln.
Auf die Schnelle gab es einen Nudelsalat mit asiatischem touch. So ruck zuck wie ich den Salat gemacht hatte, so schnell war er auch gegessen. Er ist eine wunderbare Ergänzung zum gebratenen Hähnchenbrustfilet oder auch gebratenem Fisch.
Nudelsalat asiatisch
150 g feine asiatische Eiernudeln
1 Esslöffel Sesamöl
5 Esslöffel Sojasoße (kräftig)
2 Esslöffel Reisessig
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
200 g Zuckerschoten in schräge Stücke geschnitten
2 Stangen Staudensellerie in kleine Würfel
1 Esslöffel geröstete Sesamkörner
Die Eiernudeln kochen, abgießen und in eine große Schüssel geben. Aus dem Öl, der Sojasoße und dem Reisessig ein Dressing rühren. Das Dressing über die Nudeln gießen und gut vermischen. Die übrigen Zutaten zu den Nudeln geben und alles vermischen. Die gerösteten Sesamkörner aufstreuen und noch etwas ziehen lassen.
Im Büdchen gab es Geflügelbrust dazu.


Mittwoch, 18. April 2012

Junger Lauch und Kräuter, ein Ganzjahresfrühlingsgemüse …

Ich weiß ja nicht was das noch werden soll, aber im Moment bevorzuge ich täglich Frühling auf dem Teller. Seit ich die Fleischbeilagen in Folie eingewickelt im Dampfgarer fertige, habe ich Zeit ohne Ende für die Zubereitung des Gemüses. Das kommt mir natürlich gut zu passe, denn Gemüseschnippeln macht so viel Spaß und vor allem kann ich nach der Arbeit in der Küche so genial abschalten und ausspannen. Sozusagen, das tägliche kostenlose Wellness-Programm und das Gemüse ist natürlich die geniale Ergänzung. Ich kann gar nicht verstehen dass es Leute gibt die total gequält sind wenn sie sich und ihren Liebsten etwas Leckeres zum Essen kochen. Wie oft hört man “ach ich weiß wieder nicht was ich kochen soll“ oder “diese ewige Kocherei“. Nicht zu wissen was ich kochen soll, passiert eigentlich nie. Ganz im Gegenteil, ich bekomme meine Nachkochliste einfach nicht abgearbeitet. Oft habe ich so tolle Rezepte in der Pipeline die wieder für ein Jahr zurückgestellt werden, weil ich die Zeit der saisonalen Zutaten verpasst habe. So ist das im Frühling z.B. mit Bärlauch, Spargel oder Waldmeister. Für heute habe ich mich auf jungen Lauch eingeschossen. Den gibt es zwar nicht nur im Frühling, aber gerade in den ersten Monaten des Jahres haben wir immer Appetit auf diese knackigen Stangen. Allerdings haben sie hier im Büdchen auch oft ihren Auftritt wenn im Sommer der Grill angeworfen wird. Es ist also ein sogenanntes Ganzjahresfrühlingsgemüse…
750 g Junger Lauch (es gehen auch Frühlingszwiebeln)
75 ml Verjus (wer den nicht bekommt sollte Weißweinessig mit etwas Zitronensaft mischen)
30 ml lauwarmes Wasser
1 Teelöffel würzigen Senf
Prise Zucker
Zitronensalz
100 ml Rapsöl
2 Schalotten in Ringe geschnitten
Jeweils 2 Esslöffel folgender Kräuter feingehackt:
Glatte Petersilie
Brunnenkresse
Estragon
Sauerampfer
Schnittlauch
Den Lauch im Dampf gute 7 bis 10 Minuten garen, bis er weich ist, aber noch biss hat.
Verjus mit Wasser, Zucker und Senf mischen. Das Öl mit der Kräutern zugeben und mit einem Mixstab alles pürieren. Die Kräuter bitte nur ganz kurz pürieren damit sie nicht grau werden.
Die Lauchstangen auf einer Platte zusammen mit der Kräutersauce anrichten und die Zwiebelringe obenauf streuen.


Montag, 18. Juli 2011

Marmite und der marokkanische Karottensalat...

Hat jemand von Euch so eine schöne Tajine? Das sind diese wunderschönen Keramikteile, die z.B. aus Marokko kommen. Dort gehört in jede Küche so ein Kochgerät. Gerne würde ich so ein Teil ja mal in Aktion sehen oder gar selbst ausprobieren. Man kann sie wohl sogar auf Ceranfeldern benutzen, im Backofen oder auf dem Grill. Nur auf dem Induktionsfeld wird dieser "Kochtopf" dann wohl endgültig an seine Grenzen kommen. Herrn GB brauche ich erst mal nicht mit so einem modernen, uralten, fremdländischen Schnickschnack kommen, bei meinem Schatz muss ich schon durchschlagende Argumente liefern. Ach Ihr denkt jetzt er hält mich an der kurzen Leine und ich muss erst einmal fragen ob ich so was anschaffen darf? Na da liegt Ihr aber total falsch. Herrn GB geht es eher darum, wenn er etwas nicht kennt sieht er dem, was da im Anschluss auf ihn zukommen könnte, skeptisch entgegen. Wenn ich ihm erkläre mein sehnlichster Wunsch ist es so ein Teil für Dekorationszwecke, um Blumen rein zu pflanzen, anzuschaffen, würde er eher für mich ein Wellness-Entspannungswochenende buchen, aber mir sicher nicht vorschreiben es nicht zu kaufen. Erkläre ich ihm aber, darin werden zukünftig unsere Eintöpfe gekocht, sieht er Bedrohlichem entgegen. Also muss ich es wieder taktisch klug anstellen. Ich muss ihm meine Wünsche suggerieren, bis er auch der Meinung ist, dass ein Leben ohne Tajine schon fast nicht mehr möglich ist. Aber ich weiß auch, dass die Marokkanische Küche sehr gewürzhaltig ist. Vor allem Gewürze die für uns nicht unbedingt alltäglich sind. Da ich meinen Schatz ja nicht verärgern möchte, serviere ich heute erst mal einen marokkanischen Karottensalat und mit dem können wir schon mal geschmacklich üben.
Diesen tollen Salat habe ich aus der legendären Kochzeitschrift Marmite. Eine Kochzeitschrift die mir bisher nicht bekannt war, da sie in Deutschland nur über ein Abo erhältlich ist. Seit über 50 Jahren hat sie einen festen Platz in den schweizerischen Küchen und spricht die etwas außer der Norm kochenden Hobbyköche an.
Der Hobbykoch mit einem gewissen Anspruch wird bei den vielen interessanten Rezepten garantiert fündig. Sehr interessant fand ich wie diese Zeitschrift aufgebaut ist. Zu jedem Hochglanzexemplar gehört ein kleines Rezeptheftchen.
Das Cover ist minimalistisch aufgebaut und es erschlägt einen nicht gleich mit zig Highlight Überschriften, bei denen man oft mehr erwartet wie hinterher im eigentlichen Artikel preisgegeben wird. Reportagen über Regionen und ihre Produkte, wie sie hergestellt bzw. angebaut werden, bis hin zu Rezepten erstklassiger Köche die mit etwas Kochverständnis nachgearbeitet werden können. Sehr interessant kamen die Weinempfehlungen zu den einzelnen Gerichten an. Inwieweit diese Weine auch in anderen Ländern erhältlich sind, kann ich nicht beurteilen. Zu meinem heutigen marokkanischen Karottensalat gab es einen kühlen Weißwein, ich habe mich für einen Riesling entschieden. Der Salat war als Vorspeise für vier Personen gedacht, aber wir haben ihn als Hauptgericht mit 2 Personen geschafft. Da ich mir noch jede Menge Rezepte aus den kleinen und großen Heften gesucht habe, werde ich Euch noch Einiges vorstellen, Ihr könnt gespannt sein....
Marokkanischer Karottensalat:
1 kg Karotten schälen, halbieren und in kleine Scheiben oder Halbmonde schneiden. Diese 10 Minuten in Salzwasser langsam gar kochen aber mit Biss.
1 Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
4 Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin bei schwacher Wärme dünsten.
3 confierte Knoblauchzehen zugeben und zerdrücken.
1 Teelöffel Zucker zugeben
2 grüne Chilischoten entkernen, Trennwände entfernen und in kleine Würfel schneiden
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, das Grüne zur Seite stellen, das Weiße mit in die Pfanne geben.
Nun mit ¼ Teelöffel Ingwer gemahlen, 1/8 Teelöffel Nelken gemahlen, ½ Teelöffel Koriander gemahlen, ¼ Teelöffel Zimt gemahlen, 1 Teelöffel Paprika edelsüß, 1 Teelöffel Kreuzkümmelpulver und einem Esslöffel Weißweinessig würzen. Evtl. noch einen kleinen fein gehackten Schnitzer von einer Salzzitrone und etwas Salz zugeben.
Dazu gab es bei uns Joghurt verrührt mit etwas Zitronensaft, Olivenöl und eine Handvoll gehackter Minzblätter.
Ein wirklicher Genuss und Herr GB war auch ganz begeistert, ich würde sagen die Schienen sind gestellt Richtung Tajine....

Freitag, 24. Juni 2011

Hmmm, sehr seltsam, Maisplätzchen die also verdunsten…

Nach der ganzen Völlerei mit unserem Besuch in den letzten Tagen muss jetzt mal wieder etwas Gemüse auf den Tisch. Außerdem will ich schon seit Wochen das Rezept vom Bill ausprobieren. Okay, Mais ist jetzt nicht ganz so sehr figurfreundlich, aber sehr lecker und in Kombination mit Avocado ein vollwertiges Mittagessen, außerdem sooo lecker da bleibt nichts übrig.Ich habe mich genau ans Rezept gehalten und es sind einige Maisplätzchen zusammengekommen, die konnte man unmöglich mit zwei Personen verkonsumieren, wir konnten scheinbar! Erst natürlich mit der schönen Avocado-Salsa die ich auch nach Rezept gebastelt habe, die restlichen Plätzchen habe ich in eine Schale zur Aufbewahrung gegeben. Dann, ja dann standen sie da in der Küche so herum und irgendwie müssen sie wohl verdunstet sein. Natürlich gestehe ich, dass ich mich nicht bremsen konnte und zwischendurch auch eins, zwei oder drei Mal zugegriffen habe, aber wo die ganzen anderen hin sind ist mir völlig schleierhaft, ehrlich. Auch Herr GB war völlig ratlos. Hmmm, sehr seltsam, Maisplätzchen die also verdunsten…


Maisküchlein mit Avocado-Salsa
500 g Maiskörner gegart
1 rote Zwiebel in feine Würfel gehackt
2 Eier
gehackte Korianderblätter, ca. eine Hand voll
125 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
Salz, frischer Pfeffer und Öl zum Braten
400 g Maiskörner, Korianderblätter, Zwiebelwürfel und den Eiern in einen Blender (Mixer) geben und auf höchster Stufe pürieren. Mehl mit Backpulver mischen und zu den pürierten Mais-Eiern geben. Alles gut vermengen und die restlichen Maiskörner unterheben. Den Teig mit Pfeffer und Salz würzen und in heißem Fett kleine Plätzchen ausbacken.

Avocado-Salsa
1 reife Avocado entsteint und gewürfelt
gehackte Korianderblätter, ca. eine Hand voll
2 Esslöffel Zitronensaft
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
Salz und Pfeffer
Avocadowürfel mit Korianderblätter, Zitronensaft und Frühlingszwiebeln mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und gute 30 Minuten ziehen lassen. Die Zutaten sollten sehr behutsam gemischt werden.

Maisküchlein und Avocado-Salsa auf Teller anrichten und servieren.

Freitag, 20. Mai 2011

Eine Gemüsepfanne mit Fleisch, man kann auch sagen ideales Renovierungsessen…

Ich hatte es zwar geahnt, aber die Realität sieht ja meistens dann doch ganz anders aus. Aber ich bin mal wieder um mindestens eine Erfahrung reicher. Ich weiß jetzt nämlich wieso überwiegend im frühen Frühjahr renoviert wird. Ganz einfach, weil zur gleichen Zeit die meisten auch fasten. Renovierungszeit ist ideale Fastenzeit, sogenannte Erneuerung für Haus und Körper. Wird im Haus renoviert ist überall Chaos und man kommt kaum zum Kochen, also drängt sich eine Fastenkur geradezu auf. Natürlich weiß ich was die Fastenkur für einen religiösen Hintergrund hat, aber man kann auch fasten ohne religiös zu sein. Die eigentlich bekannte Fastenzeit ist zwischen Aschermittwoch und Ostern, aber wie ist das wenn man nach Ostern renoviert? Darf man eigentlich in der vor Ostern-Fastenzeit renovieren? Oder darf man nach Ostern fasten? Fragen über Fragen die mich im Moment auch nicht weiterbringen. Ich hatte mir das so vorgestellt, ich gebe eben kurz bekannt, „liebe Blogleser, ich renoviere gerade, aber das Büdchen schlemmt weiter und zwar ohne Ende“! Doch nun gebe ich kleinlaut zu, klar verhungern wir gerade nicht, aber es schleicht sich die schnelle Küche ein. Ich kann es Euch ja jetzt sagen, ich hatte schon überlegt ob ich nicht jetzt auch noch fasten soll, aber für Herrn GB muss ich ja eh was auf den Teller bringen, sonst fällt der mir vom Fleisch eh die Tapeten an der Wand sind und das Esszimmer wieder auf Hochglanz gebracht wurde. Also hab ich das mal verworfen. Dann fiel mir noch siedend heiß ein, dass Sus vom Gärtnerblog doch zu einem Event aufgerufen hat. Diesmal geht es um Frühlingszwiebeln.
Garten-Koch-Event Mai 2011: Frühlingszwiebel [31.05.2011]
Eigentlich wollte ich doch das Frühlingsroastbeef dort teilnehmen lassen, aber das hab ich prompt verschusselt. Jetzt gibt es eine schlichte Gemüsepfanne mit Rindersteaks, aber die wurden auf dem supertollen Kontaktgrill gemach den wir im letzten Jahr angeschafft haben.
Eine Investition die sich wirklich gelohnt hat. Genial für eine Gemüsepfanne mit Fleisch, man kann auch sagen ideales Renovierungsessen…
Oder ob ich doch noch fasten sollte???
Die Pfanne ist einfach gemacht:
Ein Bund Frühlingszwiebeln
Je eine rote, grüne und gelbe Paprika
5 Mittelgroße festkochende Kartoffeln mit Schale
1 kleiner Zucchino
Ein Rosmarinzweig
Frisch gemahlener Pfeffer
Wer hat sollte rotes Hawaii Salz verwenden (hier gibt es mehr Informationen dazu)
Pro Person ein Rinderfiletsteak
Erdnussöl
Die Kartoffeln abschrubben und in Scheiben schneiden. Die Kartoffelscheiben in heißem Erdnussöl anbraten, die Hitze reduzieren und salzen. Die Paprikaschoten in Stücke schneiden und ebenfalls die Zucchini. Die Frühlingszwiebeln in Ringeschneiden und das ganz dunkle Grün der Zwiebeln zur Seite stellen. Paprika, Zucchini und die weißen Ringe der Frühlingszwiebeln zu den Kartoffeln geben wenn diese bereits schon gut gegart sind. Den Rosmarinzweig ganz fein hacken und über die Kartoffel und das Gemüse streuen. Nun alles auf kleiner Hitze fertig garen.
Parallel die Steaks grillen, wer hat, natürlich auf dem Kontaktgrill.
Alles auf angewärmten Tellern anrichten, mit dem Grün der Frühlingszwiebeln bestreuen und servieren. Wenn die Sonne schein isst man idealerweise auf Terrasse oder Balkon, damit man das Chaos in der Wohnung nicht sieht.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.