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Dienstag, 14. August 2012

Frau Antje bringt Käse aus Holland...

Ich habe ja neulich Herrn GB ein kleines winziges Bücherregal aus den Rippen geleiert und jetzt bin ich ganz happy, wie hübsch das noch in das  freie Eckchen passt. Doch das Schöne an der Regalkaufaktion war, dass jetzt auch die Bücher ein Zuhause gefunden haben, die hier im Büdchen überall herumlagen. Irgendwie erinnerten mich die Bücherhäufchen an einen Kochbuchmessi. Doch bis es soweit war, dass die Bücher ihren Stammplatz beziehen konnten, gab es im Büdchen erst einmal ein heilloses Durcheinander. Das Regal musste Herr GB zusammenbauen, er ist handwerklich so geschickt, da muss ich nicht extra einen Handwerker ordern. Regale zusammenbauen macht ja auch richtig Spaß und ich muss gestehen, mir  gelingt es einfach nicht die Bauanleitung zu ignorieren und so zutun als könnte ich kein Schräubchen drehen. Ohne jetzt herum zu protzen, meine Auffassungsgabe von diesen Bastelanleitungen ist sehr schnell und ruck zuck liegen die Schrauben und Bretter, wie in der Anleitung als Vorgabe, schön sortiert auf dem Boden. Herr GB ist ganz geduldig mit mir, obwohl er mich sicher lieber aus den Raum schicken würde. Denn spätestens wenn er mir sagt, dass er, wenn er meine Hilfe braucht, mich ja rufen kann, ich aber bis dahin erledigen kann was ich lieber machen möchte, weiß ich Bescheid. Eigentlich will er mich loswerden, will es mir aber nicht so ins Gesicht sagen, dass ich ihn nerve. Aber ich bin Weltmeister im ignorieren.
„Nöö nöö, habe gerade nichts wichtigeres, ich helfe Dir gerne“
Geduldig wie er nun mal ist, stimmt er mir zu und lässt mich auch in jedes Schraubenloch schauen, ob ich evtl. noch einen Span heraus brösel. Spätestens nach den ersten 5 Schraubverbindungen geht es mir zu langsam, versuche ihn anzutreiben und ich bin ihm dann aber wieder zu hektisch. Okay, okay ich nehme mich etwas zurück, auch die bösen Blicke, wenn der Schraubendreher weg ist, sehe ich gar nicht. Dann endlich ist das Regal fertig. Nun den Schreibtisch bitte komplett von der Wand ziehen, das Hängeregal in dem die Weinpakete als Buchstützen hausen, wird durchgeforstet und verschiedene Bücher die nicht mehr so häufig in die Hand genommen werden, ziehen in den Keller. Und so ganz nebenbei fällt mir ein Uraltbuch in die Hände. Kennst Du noch Frau Antje? Ja genau die Antje aus Holland, die mit dem Käse. Die hat früher den Käse von Holland nach Deutschland gerollt, oder so. Frau Antjes Neue Küche ist gute 30 Jahre alt, aber verschiedene Rezepte unverändert lecker. Ein Rezept das seit guten 30 Jahren auf meiner Nachkochliste steht habe ich bei einem Kochkurs in der Kochschule bei Frau Antje zubereitet. Damals in den 80gern gab es ein Kochstudio von Frau Antje in Bochum und die Kochkurse waren für damalige Verhältnisse und Ansprüche ganz akzeptabel. Das Buch habe ich mir mal genauer angeschaut und ich war überrascht wie viele Rezepte vegetarisch sind. Das Rezept von meiner Nachkochliste aus diesem Buch ist auch ohne Fleisch und ganz nach dem Trend der Achtziger kommt es als Auflauf daher. Aufläufe sind jetzt nicht die Hauptspeisen die es jetzt ständig im Büdchen gibt, aber diesen finde ich richtig lecker und ganz Mega toll fand ich die Fadennudeln die man für diesen Auflauf braucht. Ich konnte mich kaum erinnern wie Fadennudeln doch noch gleich schmeckten, solange habe ich sie schon nicht mehr gegessen.

Lauchnudeln überbacken
250 g Fadennudeln
600 g Porree
1 Becher Sahne
Gemüsebrühe
200 g Gouda Pikantje
2 Esslöffel Butter
Pfeffer, Salz und Muskatnuss
Nudeln in Gemüsebrühe bissfest garen. Den Porree in feine daumenlange Juliennestreifen schneiden.
Die feinen Streifen zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren und in eiskaltem Wasser abschrecken.
Butter und Sahne vermischen und aufkochen. Den Käse reiben und in der Sahne auflösen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Nudeln mit dem Lauch vermischen, in eine hitzebeständige Form geben und mit der Käsesauce übergießen.
Mit Muskatnuss bestreuen und im Backofen gute 20 Minuten bei starker Hitze überbacken.
Auch so alte Rezepte sind durchaus malwieder essenswert…