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Mittwoch, 23. Januar 2013

Nicht wirklich regional, Garnelen auf Bandnudeln in Möhrensafransauce…

…kennst Du das auch, dass Du je kritischer Du wirst, Du umso verwöhnter bist? Ich meine jetzt nicht, dass nichts mehr gut genug für Dir ist, sondern Du feststellst, gewisse Lebensmittel auch nur noch in einer bestimmten Qualität haben willst, Du aber ansonsten lieber darauf verzichtest?
Im November letzten Jahres war ich ja mit der Freundin in Bremen auf der Slowfood Fisch und wir hatten die Gelegenheit Garnelen aus Vietnam, aus einer Biozucht zu probieren. Die schmeckten wirklich sehr gut, die Konsistenz des Fleisches war fest und sehr aromatisch. Dann servierte man uns frei gefangene Ostseegarnelen. So etwas Delikates habe ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gegessen. Den Geschmack kann ich gar nicht beschreiben, aber sie erinnerten mich an die Garnelen die ich vor über 30 Jahren auf den Kanarischen Inseln gegessen habe. Ich kann mich noch gut erinnern wie begeistert ich damals war. Ich hätte täglich etwas mit Garnelen essen können. Von Zuhause kannte ich sie nicht, schließlich gab es im Ruhrgebiet kein Gewässer das diese kleinen Krabbeltiere beherbergte. Aus Erzählungen weiß ich, dass es früher hier in den Bächen und Flüssen Flusskrebse gab. Doch die haben natürlich nicht mit Garnelen zutun. Also wieder zurück zur Ostsee und diesen kleinen schmackhaften Genussbomben.
Jetzt ließ mich der Gedanke ja nicht los, ein schmackhaftes Essen für Herrn GB, mit diesen Tierchen, zu machen. Ich kann Dir was sagen, das halbe Ruhrgebiet habe ich seit November umgekrempelt und nach Ostseegarnelen aus freiem Fang gesucht. Sicher hätte ich auch noch die andere Hälfte durchsuchen können, aber eigentlich verließ mich schon die Hoffnung als ich mit meiner Aktion startete, denn die Fachleute auf der Messe in Bremen machten uns schon von vorneherein keine Hoffnung auf freiverkäufliche Garnelen in dieser Qualität. Sie sollten Recht behalten.
Nach langem Suchen habe ich Garnelen aus Vietnam bekommen die aus Biozucht stammten (naja, das glaube ich jetzt auch mal). Normal essen wir so gut wie nie Garnelen, doch ich wollte Herrn GB unbedingt eine Kombination aus Garnelen mit Möhren und Safran servieren. Was passte da besser als Nudeln, um genau zu sagen Bandnudeln. Die habe ich natürlich wie immer selbst gemacht und weil ich zu faul war den Nudeltrockner aufzustellen mussten die Stangengriffe meiner Küchenschubladen herhalten. Folie über die Griffe und darauf die frischen Nudeln. Dort konnten sie dann vor sich hin trocknen.
Die Garnelen quetschte ich einfach in meinen Kontaktgrill und rasend schnell waren die gar. Mit der Sauce habe ich mich auch nicht lange aufgehalten. Möhren geputzt und in Würfel geschnitten. Die Würfel in einen Topf geben und mit einer Prise Zucker und Salz würzen. Ein Esslöffel Wasser zugeben und knappe 15 Minuten stehen lassen. Jetzt haben die Möhren Zeit noch etwas Wasser ziehen zu können, so braucht man keine zusätzliche Flüssigkeit und die Mähren garen im eigenen Sud. In ungefähr 200 ml Sahne einige Fäden Safran auflösen. Die Möhren zum Kochen bringen und anschließend auf niedrige Hitze herunter schalten. Die Safransahne zu den Möhren geben und die Möhren garziehen lassen.
Die Bandnudeln garst Du in Salzwasser bissfest. Gießt sie ab und richtest die Nudeln mit den Möhren, etwas Safransauce und den Garnelen an.
Ging doch schnell und die Zeit die Du bei der Garnelensuche vergeudet hast, die hast Du doch jetzt locker wieder raus.

Montag, 16. April 2012

Spinatgarnelen auf Wildreis...

Sind die Osterferien tatsächlich schon wieder vorbei? Kaum zu glauben, aber spätestens auf dem Weg zur Arbeit ist es hundertprozentig sicher. Die Schulbusse sind wieder unterwegs und die Mamaprivattaxis, die die Straßen rund um Schulen blockieren, auch. Jetzt freue ich mich auf die Sommerferien und das heißt dann sechs Wochen an einem Streifen keine überfüllten Straßen und locker eine viertel Stunde weniger morgens unterwegs. Aber es heißt auch Sommerzeit und Badezeit. Tja und selbst das Klärchen hat dann auch irgendwann Urlaub und will in ihre Bademode wieder hineinwachsen, eigentlich wie jedes Jahr. Also wird der Speiseplan wieder bunt gestaltet. Dafür gibt’s wieder jede menge Gemüse und das ganze wird unterstützt mit Eiweiß.Na, schon gespannt was es gibt?
Spinatgarnelen auf Wildreis
200 g Wildreis
6 Tomaten
2 Blutorangen
2 Schalotten
1 Esslöffel geriebenen Ingwer
300 g feinen Blattspinat
1 Esslöffel Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
Pro Person 4-6 küchenfertige Garnelen
Reis mit doppelter Menge gesalzenes Wasser garen.
Die Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden. Orangen schälen und filetieren, dabei den Saft auffangen. Schalotten fein Würfeln.
Das Öl erhitzen die Schalottenwürfel kurz anschwitzen, Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Tomatenwürfel, Orangenfilets mit Saft und Ingwer unterheben. Die Garnelen auflegen, mit einem Deckel schließen und bei geringer Temperatur 5 bis 10 Minuten garen. Den Reis auf Teller zusammen mit den Spinatgarnelen arrangieren.
Jetzt im Frühling mögen wir gerne einen spritzigen Weißwein dazu. So macht die Vorfreude auf den Sommer doch richtig Spaß…


Montag, 27. Februar 2012

Sitzwohl oder Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele...

Richtig gemütlich haben wir es uns am Wochenende gemacht und endlich Zeit gefunden in aller Ruhe Bücher zu blättern. Kochen ist logischerweise auch nicht zu kurz gekommen, aber erst einmal war lesen und Bücher blättern angesagt.Letztens ist wieder ein tolles Buch im Büdchen eingezogen und vor lauter Begeisterung hätte ich fast an meine Besucher im Büdchen nicht mehr gedacht. Dabei warten die doch immer auf meine Büdchennews.
Ja wie gesagt, es ist ein neues Buch eingezogen, aber nicht nur einfach irgendein Kochbuch, sondern ein absolutes Genussbuch.
Sitzwohl! Nein ich frag jetzt nicht ob du gut sitzt, das Buch heißt Sitzwohl.
Es ist im Verlag COLLECTION ROLF HEYNE erschienen und irgendwie haben die Bücher aus diesem Verlag es von Haus aus so an sich, in der Optik schon kleine Kunstwerke zu sein.
Folglich liegt ein kleines Kunstwerk vor mir, aus dem ich Euch etwas kochen werde.
Doch erst möchte ich es beschreiben:
Das Buch kommt mit einem stattlichen Format daher und ist in dezenten Grautönen, die einen puristischen Eindruck hinterlassen, gehalten. Der Schutzumschlag ist dem Hardcover nachempfunden und auf ihm sind zwei Frauen abgebildet die ein Bild tragen auf dem sie wiederum abgebildet sind. Witzige Idee und sehr ansprechend, für mich strahlt es Lebensfreude und Spaß am Moment aus.
Die abgebildeten Damen sind in Kochkleidung wie man es aus der Profiküche kennt, unverkennbar sie sind Küchenchefinnen. Um genau zusagen, es ist Frau Elisabeth Geisler und Frau Irmgard Sitzwohl. Ja richtig, hier taucht der Begriff Sitzwohl wieder auf. Auf den ersten Seiten wird geschildert wie die Damen zu Ihrem Restaurant gekommen sind. Ja korrekt, sie betreiben ein Restaurant in Innsbruck und es heißt Sitzwohl. Hier scheint der Name Programm zu sein und was ich auf den folgenden Seiten lese bestätigt meinen Eindruck. Die Autorinnen, oder besser die Köchinnen, geben in einem Interview persönliche Einstellungen und Wünsche frei. Sie äußern sich über ihre Schwerpunkte in ihren Leben und ihrer praktizierten Küche. Das Buch macht nicht nur Lust zum Kochen, es macht auch Lust nach Innsbruck zu fahren und sich von den Damen bewirten zu lassen.
Aber eh eine Reise angetreten wird, muss noch aus dem Buch gekocht werden, schließlich ist es ein Kochbuch.
Es ist nach Jahreszeiten gegliedert. Derartige Bücher kommen mir immer sehr entgegen, so kann ich nach der Saison kochen und muss mich nicht verbiegen. Es wir mit recht bodenständigen Zutaten gekocht und auch das macht es dem Hobbykoch um einiges leichter. Der Mediterrane und Asiatische Einschlag ist zeitgemäß und die Damen spielen förmlich mit unterschiedlichen Aromen. Das macht Spaß zu lesen.
Doch vor allem macht es einem Hobbykoch, wie mir Spaß wenn die Rezepte für einen nicht Profi umsetzbar sind und gelingen.
Die Rezepte die ich mir aussuchte hielten was sie versprachen und die leichte Umsetzbarkeit machte Lust auf mehr.

Mein Fazit: ein gelungenes Buch mit puristischen, aussagekräftigen Bildern, genialen Genusskombinationen in den Rezepten und verständliche Rezepte die für einen ambitionierten Hobbykoch leicht umsetzbar sind. Nebenbei noch ein wunderschönes Buch für Genussmomente der Stille...

Der Verlag sagt folgendes:
ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
IHRE SINNE WERDEN SICH FREUEN
Sitzwohl - nomen est omen! Egal ob auf der Terrasse vor dem Lokal, an der Bar, in der Lounge oder im ersten Stock im Restaurant, dieser ruhige Ort entschleunigt und lädt ein, sich einzulassen auf besondere Geschmackserlebnisse. Aus jeder Hektik herausgelöst, wohlsitzend und wohlfühlend, präsentiert sich eine abwechslungsreiche Küche, die nicht ihre lokale Herkunft leugnet, zugleich aber auch mit überregionalen und internationalen Anmerkungen verzaubert: modern, schnörkellos und verlässlich. Bereits im Wiener Novelli überzeugte Irmgard Sitzwohl mit ihren toskanischen Aromen, Nudelteigen und Risotti. Sie hegt eine offensive Liebe zu Geflügel wie Wachtel oder Zitronenhendl, aber auch zu feinen Innereien, sowie zu Schmorfleisch in starken Säften. Mittlerweile neigt sie sich — seit zwei Jahrzehnten unterstützt von ihrer kongenialen Partnerin Elisabeth Geisler — auch gelegentlich in die spanische Richtung oder bringt eine Prise Asia ein: Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler haben sich auf eine wunderbar zeitgemäße Küche konzentriert, ihre Kochkunst feiert das Mediterrane und spielt virtuos mitunter ins Asiatische hinein.
In ihrem ersten Kochbuch präsentieren Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler ca. 80 puristische, ehrliche, leichte und hocharomatische Gerichte.

ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
208 Seiten
25x29 cm
Gebunden mit Schutzumschlag, durchgehend vierfarbig
ISBN-13: 978-389910414-1
€(D) 49,90 / €(A) 51,30 / sFr 66,90

Die Photographin Luzia Ellert
Geboren in Wien. Lebt in Wien. Liebt Wien.
Ausbildungsjahre bei einem Wiener Industriefotografen.
Assistenzjahre bei einem Wiener Modefotografen.
Seit 1985 eigenes Fotostudio mit Schwerpunkt Stillife-und Foodfotografie.
Fotografiert für Werbung, Zeitschriften und Buchverlage.
http://www.ellert-fotografie.at
Ich habe mich an das Rezept für die Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele getraut:
Rotweingarnelen:
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Öl
200 ml Rotwein
20 g eiskalte Butter
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
450 g geschälte und entdarmte Garnelen
Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin anschwitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und fast komplett einkochen lassen. Die Sauce mit der eiskalten Butter aufmontieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Garnelen mit Salz und Pfeffer würzen und im restlichen Olivenöl anbraten. Die Garnelen herausnehmen und in der Rotweinsauce warm halten.

Kasspatzln:
40 ml Milch
1 g Safranfäden
5 Eier
300g Mehl
100 ml süße Sahne
120 g Parmesan, frisch gerieben
50 g Gorgonzola
Milch mit den Safranfäden erwärmen und die Fäden darin auflösen. Eier verquirlen, mit der Safranmilch mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun das Mehl in die Eiermilch rühren. Es muss ein zähfließender Teig entstehen. Den Teig gute 30 Minuten ruhen lassen. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen und den Teig durch eine Spätzlepresse in das Salzwasser drücken. Die Profis können natürlich auch von Hand schaben! Die Spatzln aus dem Wasser heben sobald sie an der Oberfläche schwimme. Kaltes Wasser bereithalten und sie sofort darin abschrecken.
Die Sahne in einer Pfanne erwärmen und die Spatzln dazugeben. Den Parmesan zusammen mit dem Gorgonzola vorsichtig unter die Spatzln heben. Alles zusammen weiter erwärmen bis eine cremige Sauce entsteht.

Knusprige Zwiebelringe und Petersilienblätter:
1 Zwiebel
Etwas Mehl zum Bestäuben
Petersilienblätter
Pflanzenöl zum braten und frittieren.
Die Zwiebel in Ringe schneiden und mit Mehl bestäuben. In eine Pfanne Öl erhitzen und die Zwiebelringe knusprig backen. Die knusprigen Zwiebelringe auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Petersilienblätter im gleichen Öl frittieren und auch auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Kasspatzln mit den Rotweingarnelen und etwas Sauce anrichten. Mit den Röstzwiebeln und der frittierter Petersilie garnieren.
Natürlich muss ich noch etwas üben, denn so chic wie im Buch kann ich es natürlich nicht und ich möchte mich bei weitem nicht mit ihren grandiosen Leistungen messen, aber so ein kleines bisschen Stolz bin ich auch, denn es hat hervorragend geschmeckt.
Morgen geht es süß weiter und ich verspreche Euch, ich habe eine traumhaftgenussvolle Torte nach Anleitung der Damen fabriziert. Würde es nach Herrn GB gehen, stände diese Torte ab sofort täglich in der Kühlung für den Bedarfsfall “süßer Zahn“


Freitag, 19. August 2011

Safrannudeln mit Fenchel in Safran-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen

Fenchel ging bis neulich ja fast gar nicht...Hier im Büdchen ist es ja manchmal gar nicht so einfach etwas auf den Tisch zu bringen, gerade wenn es so in Richtung Gemüse geht. Das Gemüse von Herrn GB heißt Fleisch und das Fleisch von mir heißt Gemüse. Ist ja allgemein bereits bekannt, dass ich Herrn GB das eine oder andere unterjuble, aber es gibt auch Dinge mit denen geht das nicht. Entweder sie sind zu aussagekräftig in der Farbe, wie die rote Bete, oder zu dominant im Geschmack wie der Fenchel.
Beim letzteren habe ich das auf jedem Fall immer so gedacht. Im Gärtnerblog hatte ich den Aufruf von Sus zum Blogevent für August gesehen "Fenchel“ na klasse.
Garten-Koch-Event August 2011: Fenchel [31.08.2011]
Erst kam mir in den Sinn, ob man aus Fenchel vielleicht Sirup machen kann, denn es gibt ja auch Fenchelhonig, aber da ich ja nur dat Klärchen bin und keine Kräuterhexe, war dieser Gedanke auch schnell wieder verworfen. Aber es kann doch nicht sein, dass mir nichts einfällt, ich wollte doch so gerne mal wieder mitmachen. Es ist schon fast eine Katastrophe, mal bin ich zu spät, mal verfehlt die angesagte Zutat unseren Geschmack, mal fällt mir nichts ein! Dann plötzlich die Idee, ich brauche dominante Aromen. Herr GB mag Fenchelhonig, also musste es in die süßliche Richtung gehen. Anis ist auch sehr eigen, aber in Verbindung mit Fenchel wieder gefällig.
Cayennepfeffer bringt Schärfe. Schärfe mit süß kombiniert macht es wieder runder. Safran ist ein großartiges Gewürz, zwar auch sehr eigen, aber z.B. in Verbindung mit Nudeln sehr apart.
Jetzt hatte ich mein Gericht, Safrannudeln in Fenchel-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen. Soll ich euch was sagen, wenn ich dem Gatte Fenchel immer so serviere, wird er noch zum Fenchelfreund...
Die Safrannudeln habe ich von hier genommen und in Salzwasser gar ziehen lassen. Die Jakobsmuscheln und die Garnelen waren Pipifax, einfach nur mit Cayennepfeffer bestäubt und in etwas Butter mit Öl braten. Doch für die Sauce habe ich mir etwas mehr Zeit genommen.
250 g Safrannudeln
Pro Person 2 Jakobsmuscheln, idealerweise frisch
5-6 Garnelen pro Person
Zutaten für die Sauce:
2g Safranfäden
1 frische Fenchelknolle
3 Schalotten
2 cl Anislikör
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 gestrichener Esslöffel Gemüsebrühe als Pulver
150 ml Wasser
Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Fenchelknolle in kleine Würfel schneiden. Beides zusammen in etwas Butter andünsten. Mit dem Wasser und dem Anislikör ablöschen und die Gemüsebrühe zugeben. Die Safranfäden zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles ca. 15 Minuten einkochen.
Nudeln mit der Fenchelsauce, den Jakobsmuscheln und den Garnelen anrichten.


Dienstag, 26. Juli 2011

Wieder etwas Leichtes, Paprikakartoffeln mit Garnelen und falscher Remoulade

Ich habe es ja bereits erzählt, ich stehe mit unserem Lügenbaron auf Kriegsfuß. Der Kerl lügt und lügt so vor sich hin und ärgert mich täglich aufs Neue. Genau beschrieben hatte ich es ja gestern.
Ich hatte mich also auf anraten von Herrn Baron, dem Verlogenen, entschlossen etwas für meine Figur zu tun. Eins weiß ich ganz genau, ich werde es ihm zeigen!
Letzte Woche habe ich beschlossen es wird abgenommen! Der Frühstückstisch wurde etwas magerer gedeckt als es sonst üblich war. Abgewogenes Brot, mageren Schinken, Butter………..blieb im Kühlschrank. So die erste Mahlzeit war geschafft, knappe 3 Stunden später knurrte der Magen, laut meinem Gefühl müsste ich 200 g schon runter haben. Mist der Baron war Zuhause, ich hätte mich ja gerne mal gewogen. Ich könnte meine Freundin anrufen, ihr mitteilen dass laut meinem derzeitigen Gefühl ich Stündlich 50 g abnehme. Sie war zum Glück nicht da, man ich hätte da ganz schön in Zugzwang kommen können. Bei einem derartigen Gewichtsschwund könnte ich überlegen, ob ich nicht vielleicht als Zwischenmahlzeit ein klitzekleines Stückchen Kuchen essen sollte. Boah, was ist das denn jetzt für eine blöde Idee, ich esse total selten Kuchen, wieso denn jetzt? Ich bin von der herzhaften Fraktion, also wie wäre es mit einem Scheibchen Wurst? Wieder Glück gehabt, ich saß im Büro und dort liegen keine Würste rum. Mein Schreibtisch wurde immer voller, mein Magen immer leerer und das komische undefinierbare Geräusch immer lauter. Ich konnte es mir nicht erklären, meine Gedanken kreisten nur ums Essen. Irgendwann war es dann soweit, ich überprüfte mein Bürolunchpaket das immer von Herrn GB gepackt wird. Jaahaa, er ist für das Frühstück und die Tagesverpflegung außer Haus zuständig und ich essenstechnisch für alles Andere. Nanu, das sah aber an diesem Tag etwas anders aus! Obst und Gemüse soweit das Auge reicht und irgendwo dazwischen ein magerbelegtes Schnittchen. Okay er hatte auf Anweisung gehandelt. Es war bereits Mittag und ich stürzte mich auf meine edlen Speisen. Plötzlich war auch das komische Geräusch weg, mein Magen war wieder zufrieden gestellt und knurrte mich nicht mehr an. Gesättigt hieß es jetzt den Nachmittag überstehen. Meine Gedanken schweiften zu meinem Auto auf dem Parkplatz, dort lagen in der Ablage seit Wochen Lakritzschnecken! Hilfeeee, wieso musste ich ausgerechnet jetzt daran denken! Bis zum Feierabend erhalte ich mich mit Wasser und Tee am Leben.
Irgendwann am späten Tag fahre ich nach Hause. Laut meinem Gefühl müsste ich mindestens 500 g weniger wiegen, bei so einem Erfolg lass ich die Schnecken links liegen, ignoriere die Eisdielen auf meinem Weg und die ganzen Bäckereien beachte ich erst gar nicht.
Zuhause angekommen ein kurzes "Hallo" an meinen Schatz dann aber schnurstracks, wie magisch angezogen, Richtung Baron. Blitzgedanken und Hasswörter wie Gehirnwäsche gehen mir durch den Kopf, was hatte er nur mit mir gemacht.
Was soll ich Euch sagen, trotz meiner Disziplin, trotz des Ignorierens der Schnecken und der Missachtung der Bäckereien zeigte mir dieser verdammte Kerl mehr an wie morgens! Hallo Du Blödmann, ich habe abgenommen, ich bin mindestens 750 g leichter!!! Mein Magen knurrte mich auch schon wieder an. Okay ich brauchte einen richtigen Plan und ich wollte lecker kochen. Der Plan war schnell gemacht und so ganz nebenbei habe ich wieder etwas Leichtes, aber Leckeres gekocht…
Ich versprech Euch, Fortsetzung folgt…
Paprikakartoffeln mit Garnelen und falscher Remoulade
2 Teelöffel Öl
20 Garnelen
2 confierte Knoblauchzehen
600 g Kartoffeln
2 rote Paprika
Salz, Pfeffer, Majoran getrocknet
300 ml Gemüsebrühe
200 g Cocktailtomaten
einige Zweige frischen Oregano.
Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Knoblauchzehen zerdrücken und mit den Garnelen in der Pfanne von allen Seiten ca. 3-5 Minuten anbraten. Die Garnelen auf einen Teller zur Seite stellen.
Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Paprika in Streifen. Im Bratenfond von den Garnelen die Kartoffelwürfel mit den Paprikastreifen andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen, die Brühe angießen und zugedeckt 10 Minuten garen. Anschließend weitere 5 Minuten ohne Deckel. Tomaten halbieren und zusammen mit den Garnelen in die Pfanne geben und alles kurz zusammen erwärmen.

Falsche Remouladensauce
8 Teelöffel Mayonnaise
4 Esslöffel Frischkäse
1 Teelöffel scharfen Senf
2 große Gewürzgurken
Pfeffer, Salz
Die Gurken in kleine Würfel hacken. Die Mayonnaise mit dem Frischkäse und dem Senf glatt rühren, die Gurkenwürfelchen untermischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Paprikakartoffeln mit den Garnelen auf Teller anrichten, mit frischem Oregano bestreuen und die Remoulade dazu reichen.
Die Angaben sind für 2 Personen gedacht und wer auch einen Lügenbaron hat nimmt selbstverständlich fettreduzierte Produkte!