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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Neue Taschen zum Fest, Apfeltaschen…

…neee, neee, ich schreibe noch keinen Wunschzettel für das Christkind, obwohl wenn ich es mir so recht überlege……., neee komm, lassen wir das. Erstmal wollen wir den goldenen Oktober genießen und im Oktober gibt es immer das eine oder andere im Büdchen und Umgebung zu feiern. Allen Aktivitäten voran und überhaupt eins der wichtigsten Ereignisse ist der Geburtstag von Herrn GB. Selten feiern wir den ganzen Tag zuhause, lieber sind wir auswärts und können so besser den eigentlichen Tag genießen. Wo es an diesem Tag hingeht dürfen sich prinzipiell immer die Geburtstagskinder aussuchen. Geburtstagskinder sind an ihrem Tag die Bestimmer und das ist mit Sicherheit nicht nur im Büdchen so.
Jetzt ist es ja mit dem eigentlichen Geburtstag meistens nicht abgetan. Dahinter stehen ja auch noch immer so einige Gratulanten und die lieben Kollegen, die will man ja auch nicht einfach links liegen lassen. Schließlich geht man Seite an Seite, Tag für Tag zusammen durch das Berufsleben, da werden natürlich die Gelegenheiten wahrgenommen, um an solchen Tagen auch die Kollegen zu bespaßen.
Herr GB als Bestimmer weiß immer ganz genau was er sich für die Kollegen wünscht, bis ich daher komme. Ja, ich mit meinen tollen Ideen. Herr GB lässt sich immer ganz geduldig alles aufzählen was mir so einfällt, früher endete das dann immer bei einem Topf Gulasch und einer Philadelphiatorte. Beides in den Achtzigern sehr gerne genommen. Mittlerweile sind wir moderner geworden und der Topf Gulasch wurde gegen Pulled Pork Burger ausgetauscht. Tja und die Philadelphiatorte schafft es auch leider nicht mehr in die Büdchenhitliste. Außerdem werden lieber kleine Gebäckstücke, mal so auf die Hand, gegessen. Also hier im Büdchen ist das so. Keine mächtigen Torten und schon mal gar nicht diese überwältigenden Cremeteilchen. Nööö, die Büdchengesellschaft greift lieber zu Kleingebäck. Ich erinnere da ja gerne an die Schwarzwälderkirschtörtchen oder die fluffigen Bierteilchen. Sowieso sind kleine Taschen in denen etwas Versteckt ist der Renner. Ja überhaupt, wie wäre es denn mal mit kleinen gefüllten Taschen zum Fest? Eine Idee war geboren! Probeweise habe ich mal welche gebacken, so halt zum Testen, ob sie Herrn GB schmecken und ob die geburtstagkollegentauglich sind. Sie sind!!! Allerdings nur unter einer Bedingung, hat Herr GB gesagt, nur wenn ich ihm auch noch den Marzipankuchen von neulich backe.
Okay, so ist das, Herr GB ist das Geburtstagskind, er ist der Bestimmer und der Trend geht eh zum Zweitkuchen…
Apfeltaschen:
Teig:
400 g Mehl
40 g Zucker
20 g frische Hefe
200 ml lauwarme Milch
1 Ei
1 Prise Salz
40 g Butter
3 gehäufte Esslöffel Magerquark
Mehl und Zucker in einer Schüssel vermischen, in das Mehl eine Mulde drücken und die Hefe hinein bröseln. Die warme Milch aufgießen, 5 Minuten stehen lassen und die Hefe etwas arbeiten lassen. Alle restlichen Zutaten zugeben und solange kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst und ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen, er sollte sich vergrößern.
Füllung:
3 Esslöffel Rum
400 g aromatische Äpfel (ich verwende gerne die Sorte Elster)
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Zucker
Eine gute Prise Zimt
1 Esslöffel Butter
Butter in einer Pfanne zerlassen, Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Den Zucker zugeben und die Apfelstücke in der Butter kurz andünsten. Mit Zitronensaft und Zimt würzen und in einer Schüssel abkühlen lassen.
Den Teig ausrollen und in etwa 10x10 cm große Vierecke schneiden. In die Mitte der Vierecke jeweils etwas von den Äpfeln geben und zu Dreiecken zusammenklappen.
Die Ränder gut zusammen drücken.
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und innerhalb von 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

Samstag, 6. September 2014

Brioche, jetzt ist die Vorspeise komplett…

…erst hatte ich Dich mit dem Geflügellebercreme brûlée bespaßt, dann mit den Gewürzbirnen und wie versprochen bekommst Du heute das Rezept von der Brioche. Brioche ist eigentlich nichts anderes als ein Hefezopf nur eben nicht als Zopf. Ach ja, eine ganze kleine Kleinigkeit macht die Brioche dann doch wieder zu einem einzigartigen großen Gebäck das unvergleichbar ist. Es trieft förmlich von Butter. Zwei Teile Mehl, ein Teil Butter und Hefe ist die Grundlage des französischen Hefegebäcks. Nach Möglichkeit wenig Hefe, dafür aber lange gehen lassen und wenn ich sage lange gehen lassen, dann meine ich lange gehen lassen. Neulich bei unserem Kochtreffen reichte die Zeit nicht so richtig und irgendwie wollte er mit der ursprünglichen Hefezugabe nicht gehen, also wurde die Hefe verdoppelt und ab da hatte er keine Chance mehr. Er ging, und wie er ging! Dann hatten wir noch das Glück dass uns ein Heißluftdämpfer zur Verfügung stand. Das ist nichts anderes als ein Backofen mit Umluft und Dampf. Kannst Dir ja vorstellen wie die Brioche blubberte. Hefeteig braucht nichts anderes wie Wärme und Feuchte, ach ja und Du solltest ihn liebevoll behandeln. Auch wenn Du ihn zusammenschlägst, mache es mit Liebe, er wird es Dir danken.
Du glaubst jetzt Du würdest ihn nie, nieeemals zusammen schlagen, Du musst aber!!! Ob Du nun willst oder nicht, er wird sonst recht beleidigt in seiner Schüssel hocken bleiben und kein bisschen neugierig über den Schüsselrand linsen. Er will dass Du Dich dauernd mit ihm beschäftigst.
Pass auf, ich erkläre Dir das Rezept mal haarklein und von Anfang an.
Du brauchst folgende Zutaten:
500 g Mehl und Mehl fürs Zusammenschlagen
20 g Hefe
10 g Salz
60 g Zucker
6 Eier
50 g lauwarmes Wasser
250 g Butter
1 Ei
1 Dotter
Du gibst das Mehl in eine Schüssel, drückst in das Mehl eine Mulde. Du bröckelst die Hefe in die Mulde. Streust den Zucker auf die Hefe. Jetzt verquirlst du die 6 Eier mit dem Wasser und gibst das Gemisch auf die Hefekrümmel. Lass es einen Moment stehen bis die Hefe etwas schäumt. Nun noch das Salz zufügen, alles vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Du bist noch nicht fertig!
Du hast die Butter etwas angewärmt und zwar so dass sie gut zimmerwarm ist. Die knetest Du jetzt nach und nach unter den Teig. Wenn der Teig seidig glänzend schimmernd mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Er soll sich verdoppeln, evtl. musst Du ihn noch einige Zeit in der warmen Küche gehen lassen. Jetzt streust Du Mehl auf Deine Arbeitsfläche, gibst den Teig dazu, bemehlst in auch von oben und schlägst ihn von allen Seiten zur Mitte zusammen. Sei nicht zimperlich, aber knete ihn auch nicht, oder klatsche ihn gar zusammen, denn dann drückst Du die schönen Luftbläschen aus den Teig die er über Nacht gebildet hat. Du musst halt das richtige Fingerspitzengefühl entwickeln. Mir hat das ein Kochkollege aus unserer Kochgruppe gezeigt. Jetzt deckst Du ein feuchtes Tuch auf den Teig und lässt ihn wieder gehen er soll sich wieder um einiges vergrößern.
Ist er wieder auf das Doppelte seiner Größe gewachsen? Gut so, dann kannst Du den Teig in kleine Portionen teilen und wenn Du hast in Briocheformen geben. Es gehen aber auch Muffinformen. Meines Wissens werden die Originale aus zwei Kugeln geformt. Eine etwas größere und auf die wird eine kleine Kugel gesetzt.
Egal wie Du es machst, Du lässt den Teig jetzt nochmals etwas gehen. Während der Teig geht verquirlst Du das Ei mit dem Dotter und bestreichst den gegangenen Teig damit.
Den Backofen solltest Du auf 200°C vorheizen. Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat gibst Du das Gebäck hinein und backst die Brioche gute 20 Minuten bei 200°C, danach schaltest Du den Ofen herunter auf 180°C und backst weitere 15 bis 20 Minuten. Goldgelb soll das Gebäck werden, lass es nicht zu braun werden sonst wird es innen zu trocken.
Brioche schmeckt nicht nur zur Geflügellebercreme brûlée. Auch zum Frühstück, oder in Scheiben geschnitten in einer Eiermilch getränkt und in Butter gebraten ist Brioche regelrecht eine Delikatesse.


Mittwoch, 13. August 2014

Gugelchen hüpf, oder auch Spring ins Schnütchen genannt…

…ich habe gebacken, keinen großen Kuchen, nein viele kleine, um genau zu sagen viele kleine Gugelhüpfchen. So winzig kleine die Herrn GB förmlich wie von Zauberhand nach und nach ins Mäulchen hüpften. Keine original Gugelhupfen, sondern Fälschungen. Die Echten sollen eigentlich aus Hefeteig sein.
Bei Wikipedia kannst Du folgende Erklärung lesen:
Der Gugelhupf (abgeleitet von Gugel „Kapuze“) ist ein Kuchen aus Hefeteig, oft mit Rosinen. Ursprünglich wohl in einem rundlichen Napf oder kleinen Kessel zubereitet, wird er in einer typischen, hohen Kranzform aus Metall oder Keramik mit einer kaminartigen Öffnung in der Mitte gebacken, die klassischen Puddingformen ähnelt und den Teig gleichmäßiger garen lässt. Besonders in Österreich ist Gugelhupf allerdings keine Bezeichnung für einen bestimmten Teig, sondern für die charakteristische Form.
Gugelhupf ist eine süddeutsch-österreichisch-schweizerische Bezeichnung. In der Schweiz ist die Variante Gugelhopf üblich. Im niederdeutschen und mitteldeutschen Raum spricht man von Napfkuchen oder Topfkuchen, bezogen auf die Backform. Im Rheinland und in der Pfalz spricht man auch von Bundkuchen, in Südwestdeutschland von Bäbe. Im Raum zwischen Thüringen und Schlesien ist die Bezeichnung Aschkuchen üblich, in Nordwestdeutschland auch Rodonkuchen.
Also Varianten ohne Ende nur eins haben sie gemeinsam, wie schon erwähnt haben sie die Form eines Kamins. Da ist es auch pipegal ob mit Hefe oder ohne. Die Idee für meine Gugelhüpfchen kam mir ganz spontan in den Sinn, als mir mein abgetropfter Quark in die Hände fiel. Dann habe ich in den Weiten des Internets nach Rezepten gesucht, verschiedene gefunden, hier und da etwas geklaut, gemischt, abgewandelt und gebastelt und zu guter Letzt ihnen den Namen „Spring ins Schnütchen“ gegeben. 
Spring ins Schnütchen:
2 Eier
40 g Zucker
160 g abgetropfter Quark
(Magerstufe, ich lasse den Quark über Nacht in einem Sieb abtropfen)
1 Esslöffel Vanillezucker (ca. 20 g)
30 g Speisestärke
50 g weiße Kuvertüre
Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den abgetropften Quark gut unterrühren.
Die Kuvertüre fein raspeln und unter die Quarkmasse ziehen.
Die Speisestärke auf den Teig sieben und vorsichtig unterheben.
Den Backofen hast Du hoffentlich schon auf 160°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Den Teig in die einzelnen Gugelhüpfchen verteilen und im Backofen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.
Die Gugelhüpfchen gut auskühlen lassen und im Anschluss vorsichtig aus der Form lösen. Holst Du sie zu früh aus der Form sehen sie so aus:
Für meine Form benötigt man 250 g Teig, dieses Rezept ergibt ca. 420 g Teig. Deshalb ist die Ausbeute etwas größer und ich bin gut auf die Anzahl von ca. 24 Stück gekommen.


Dienstag, 22. Juli 2014

Marzipan geht auch im Sommer und als Törtchen sowieso…

…so hatte ich es mir gedacht am letzten Wochenende. Na Du weißt schon, wir hatten Besuch und ich hatte doch die Möglichkeit mal wieder meine Kochleidenschaft in vollen Zügen auszukosten. Das Büdchen ist ja eher unterbesetzt was die Esser angeht und deswegen freue ich mich immer riesig wenn sich Gäste ankündigen. Sind es dann auch noch probiermutige Menschen, steht einem Mehrgangmenü nichts mehr im Wege. Gestern konntest Du das Rezept der Gazpacho lesen und schon heute bin ich beim Dessert angelangt. Sicher gab es zwischenzeitlich auch noch andere Gänge, aber das Eine oder Andere kennst Du schon, dass muss ich ja nicht schon wieder bloggen, will Dich ja nicht langweilen. Also bekommst Du heute ein Dessert von mir. Was hältst Du von einem Marzipantörtchen, mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis.
Ja ich weiß, schon wieder das Avocadoeis, aber es ist einfach DAS Eis und mit diesem kühlen Genuss bleibt das Menü in bester Erinnerung. Aber ich glaube diesmal hätte ich auch auf das Avocadoeis verzichten können, denn das Marzipantörtchen und das Lavendel-Panna-cotta waren so gut, die Zwei hätten wirklich kein aufpeppen nötig gehabt. Aber schau mal selber und vielleicht machst Du beides einmal nach.
Marzipantörtchen:
Mark eine ½ Vanillestange
200 g Mehl
125 g Butter
80 g Zucker
1 Ei
1 Dotter
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten, in Frischhaltefolie einschlagen und gute 2 Stunden ruhen lassen.
Marzipanfüllung:
400 g Marzipanrohmasse
100 g Butter
50 g Zucker
150 g Sauerrahm
80 g gehobelte Mandeln
Marzipan in der Mikrowelle kurz anwärmen, etwa 20 Sekunden, dann ist es geschmeidiger und lässt sich besser verarbeiten.
Butter mit Zucker und Vanillemark schaumig schlagen. Marzipan und Sauerrahm dazu geben und zu einer glatten Masse verrühren. Sie soll weiß und flaumig sein.
Den Mürbeteig ca. 5 mm dick ausrollen und bei 180°C im Backofen ca. 10 Minuten backen.
Den Boden etwas abkühlen lassen und nun die Marzipanfüllung auf den Boden streichen. Die Mandeln aufstreuen und den Kuchen bei 175°C nochmals 20 Minuten backen.
Mit runden Dessertringen ausstechen und abkühlen lassen.

Lavendel-Panna-cotta:
4 Blatt weiße Gelatine (=7 g)
650 ml Sahne
Mark eine Vanillestange
Vier Zweige frische Lavendelblüten
90 g Zucker
Lavendelblüten und Himbeeren für die Deko
Die Sahne mit dem Vanillemark, den Lavendelblüten und dem Zucker kurz aufkochen und ziehen lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Die Lavendelsahne nochmals kurz aufkochen und durch ein Sieb gießen, die Lavendelblüten gut ausquetschen. Die Gelatine ausdrücken und in der Sahne auflösen. Die Lavendelsahne in Förmchen füllen. Mindestens 4 Stunden erstarren lassen.
Jeweils ein Marzipantörtchen mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis auf Teller anrichten. Mit Himbeeren und Lavendelblüten dekorieren.

Freitag, 18. Juli 2014

Die Dampfnudel ist mit dem Rhabarber liiert…

Es ist Wochen her, aber das muss jetzt noch sein und vielleicht hast Du Dir im Gefrierfach auch noch etwas Rhabarber gesichert. Erst war im Fernsehen der Dampfnudelblues, dann fand ich bei Schnuppschnüss die Pflaumenmus-Buchteln mit Birnenkrautfüllung und jetzt zu guter Letzt fällt mir auch noch dieses uralt Büchlein in die Hände das ich vor gefühlten 30 Jahren, mal beim Kauf eines gusseisernen Schmortopfes, als Zugabe bekam. Das Rezept mit den Dampfnudeln will ich schon so lange machen, wie ich das Buch habe. Zwischenzeitlich hat der Schmortopf allerdings nicht überlebt und ich weiß noch nicht einmal ob der Topfhersteller überhaupt noch existiert. Ich weiß nur er hatte damals seinen Stammsitz irgendwo im Sauerland. Doch auch das ist nichts ungewöhnliches, denn im Sauerland sind so einige Hersteller die sich auf Kochgeschirr spezialisiert haben.
Was ich an diesem Rezept so super interessant fand war zum Ersten, das die Dampfnudeln nicht wie üblich im Backofen, sondern in dem Schmortopf gemacht wurden und zum zweiten, dass der Topf nicht gefettet wurde, aber statt dessen die Hefeklöße in einer Zuckerlösung gegart wurden. Die Zuckerlösung kochte etwas ein und dadurch karamellisierte der Boden der Dampfnudel. Du glaubst nicht wie köstlich diese Zuckerkruste war. Bisher kannte ich es nur vom Hörensagen, doch wie heißt es so schön, probieren geht über studieren.
Da ich ja jetzt das Buch mit dem Dampfnudelrezept eh schon am Wickel hatte, ich im Moment sowieso gerne mit Hefe bastel und Herrn GB mit einer Süßspeise bespaßen wollte, hab ich nicht lange gefackelt und ratz fatz wurde das Rezept ausprobiert. Laut Anleitung hätte es klassisch Pflaumenmus oder gerösteten Mohnsamen dazu gegeben, gab es aber nicht.
Was der Schnuppschnüss ihr Birnenkraut ist, ist mir mein Rhabarberkompott. Du merkst schon ich musste auch improvisieren, allerdings nicht weil ich kein Pflaumenmus hatte, sondern weil Rhabarberkompott meinen Kühlschrank belagerte und das musste weg. Wie gesagt es ist Wochen her.
Als kleines Schmankerl gab es noch zusätzlich eine Vanillepuddingcreme mit Jogurt. Dampfnudel auf Vanillepudding-Joghurtcreme mit Rhabarberkompott ist eine Kombination die mal wieder zeigt dass es gelegentlich ganz sinnvoll ist mal von der klassischen Version abzuschweifen. Probier es aus und Du wirst mir Recht geben.
Dampfnudel:
500 g Mehl
25 g Hefe
60 g Butter
60 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
¼ Liter lauwarme Milch
Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen und kurz stehen lassen, sie schäumt ein wenig auf. Butter, Zucker, Eier und Salz mischen. Die restliche warme Milch einrühren. Nun noch die aufgelöste Hefe zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Gründlich kneten bis er nicht mehr klebt. Nun den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und in einem warmen Eckchen ohne Zugluft gute 1 ½ Stunden gehen lassen.
Mit einer kleinen Suppenkelle kleine Kugeln ausstechen und auf ein bemehltes Brett legen. Die Teigkugeln mit Mehl bestäuben, nochmals mit einem Tuch abdecken und wieder ruhen lassen.
Jetzt in eine große Pfanne (mit Deckel) eine Tasse Zuckerwasser mit einem kleinen Stück Butter geben. Das Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht die Teigkugeln in die Pfanne geben. Jetzt die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Teigkugeln gute 10 Minuten dämpfen.
Die Dampfnudeln gehen schön auf. Wenn man den Decken abnimmt, darauf achten, dass kein Kondenswasser vom Deckel auf die Dampfnudeln tropft. Am Boden der Dampfnudel gibt es eine herrliche braune Zuckerkruste und innen sind sie genial fluffig.
Rhabarberkompott mit Holunderblütensirup:
Rhabarber putzen und mit Holundersirup marinieren. In einem Topf auf kleiner Hitze zu Kompott kochen.

Vanillepudding-Joghurtcreme:
500 ml Milch
Mark einer Vanillestange
3 Esslöffel Zucker
2 Eier
40 g Speisestärke
Prise Salz
250 g Joghurt 10% (griechischer Joghurt eignet sich sehr gut)
Die Milch, 5 - 6 EL zurückhalten, mit dem Vanillemark und dem Zucker aufkochen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Milch und der Speisestärke gut verrühren. Das Eiweiß mit der Prise Salz zu Schnee schlagen und kühl stellen.
Sobald die Milch kocht, die angerührte Stärke in die Milch rühren und kurz aufkochen. Den Pudding gut durch rühren und gut abkühlen lassen. Gelegentlich immer mal wieder umrühren, dann kühlt er auch schneller ab. Den Joghurt unterrühren. Jetzt noch vorsichtig das Eiweiß unterheben und fertig.

Die warmen Dampfnudeln auf Teller verteilen und zusammen mit dem Rhabarberkompott und der Vanillepudding-Joghurtcreme anrichten.

Dienstag, 22. April 2014

Die Mango hat mich noch voll im Griff, Kokos-Crumble mit Mango…

…ich weiß, ich weiß, die Mango ist nicht regional und die Kokosnuss auch nicht, aber lecker und in Kombination einfach genial. Und außerdem ist sie im Moment DIE Frucht der Exoten, die Saison hat.
Wie mittlerweile jeder Besucher des Büdchen wissen dürfte, brauche ich für meinen Schatz am Wochenende immer eine süße Überraschung und einen Crumble mal eben zu backen ist ja nun auch kein Hexenwerk. Naja und Walpurgisnacht ist ja auch erst in einigen Tagen.
Aber nicht nur Herr GB hat Freude an so einem Crumble, nur schon alleine die Herstellung ist Genuss. Du fragst Dich was mir an Arbeit genussvoll erscheint? Einfach das Abschalten während ich so eine Mango schäle. Sich mal keine Gedanken machen zu müssen und auch nicht zu überlegen was noch alles erledigt werden muss. Beim Mango schälen konzentriere ich mich schlicht und einfach nur auf die Mango, allerdings schweifen auch mal die Gedanken ab und ich überlege wo ich erstmals eine Mango gegessen habe. Viele exotische Früchte haben wir zum ersten Mal auf unseren Reisen probiert, so auch die Mango und ich kann mich noch ziemlich genau erinnern wie ich von dieser leckeren Frucht fasziniert war. Ich hatte sie allerdings in Kombination mit Fisch gegessen und der Fisch war in Kokosnussmilch gegart. Nicht die Milch die wir aus der Dose, oder dem Tetrapack kennen, sondern die Milch, die direkt aus der Kokosnuss getrunken werden kann. Eine köstliche Erfrischung die es so in keinem Supermarkt gibt.
So ein Crumble findet seinen Ursprung zwar in der englischen Küche, aber im Rahmen der Seefahrt und der Eroberungen weltweit wurde der Crumble überall hingeschleppt und je nach Region verändert. Der Kokos-Crumble mit Mango ist eine Abänderung der klassischen Variante die ihre Wurzeln auf den kleinen Antillen findet. In das Ursprungsrezept wurden einfach andere Zutaten gemischt und schon gab es einen neuen Crumble.
Der Crumble ist für mich ein Beispiel für weltweite Akzeptanz und Weiterentwicklung von Esskultur. Die Kokos-Mango-Variante erinnert mich an wunderschöne Urlaubsmomente und animiert zur Reiseplanung. Na mal sehen wo wir in den nächsten Ferien landen und sicher gibt es wieder etwas, das ich noch nicht kannte. Aber um Kokos-Crumble mit Mango zu probieren muss nicht mehr in die Karibik, dafür geh ich einfach in meine Küche ;-)
Kokos-Crumble mit Mangos:
1 kg Mango in geschält und in Würfel geschnitten
Saft einer Limette (die Schale nicht wegschmeißen, die brauchst Du noch)
Mark einer Vanilleschote
½ Teelöffel Kardamon-Körner (die Körner stecken in einer Kardamon-Kapsel)
Mangowürfel, Limettensaft, Mark der Vanilleschote und die Kardamonkörner vermischen und gute 30 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit kannst Du den Streuselteig machen.
Du vermischt 150 g Mehl mit 100 g eiskalte Butterwürfel, streust noch 70 g Kokosnussraspel und 120 g Rohrzucker hinzu und nicht zu vergessen die geriebene Schale der schon erwähnten Limette. Alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten.
Die Mangowürfel auf hitzebeständige Formen verteilen, wie Würfel mit dem Streuselteig bedecken und im vorgeheizten Backofen bei 180° C ca. 25 Minuten backen. Aus dem Backofen holen und etwas abkühlen lassen. Genial schmeckt der Crumble lauwarm mit etwas Vanillesahne serviert.

Sonntag, 20. April 2014

Weißt Du wie Ostern duftet?

….bei dem Gedanken an die Gerüche von Weihnachten hat jeder sofort den Duft von Zimt, Anis, Kardamon und Nelke in der Nase, aber wie riecht Ostern? Der Tannenduft wird von den Aromen der Hyazinthen, Narzissen und Tulpen ersetzt. In der Küche machen die schweren Gewürze Platz für den Wohlgeruch von Hefe, Milch und Zucker. Frische Kräuter, leichte Salate, Frühlingsgemüse machen sich breit und verdrängen schwere gehaltvolle Speisen. Deftiges wird nur noch an Regentagen ausgegraben, oder wieder frühestens im Herbst verspeist.
Doch hier und jetzt ist Ostern und spätestens mit Ostern zieht der Frühling ein, Punkt, der Herbst wird wohl warten müssen!
Aber egal ob Ostern im frühen März oder im späten April gefeiert wird, ein absolutes Muss ist der Osterzopf. Okay, ich lass mich ggf. auch für Osterhörnchen erwärmen, aber wirklich nur, wenn es ein Hefeteig ist. Kein anderes Gebäck schmeckt wie Ostern. Schon der Duft der durch die Küche zieht, wenn der Teig langsam vor sich hin geht. Aber glaub mir, er geht nur wenn Du ihn vorher von Hand geknetet hast. Meine Kitty unterstützt mich zwar wo sie nur kann, aber den letzten Feinschliff bekommt mein Hefeteig durchs Kneten von Hand. Je mehr Du den Teig mit einer gewissen liebevollen Art bearbeitest umso besser wird später das Ergebnis sein. Und mal so ganz unter uns, Du wirst es auch schmecken. Das einzig Wichtige was Du beim Hefeteig benötigst ist Zeit und zwar genügend! Na okay, Hefe solltest Du auch im Hause haben. Wenn möglich dann auch bitte frische Hefe. Wobei ich auch einige Hefebäcker kenne die auf Trockenhefe schwören.
Also ich schwör auf Frische und nur für den Notfall lungert die Trockene im Küchenschrank herum.
Das idiotensichere Rezept ist schnell erklärt, der Zopf ratz fatz gebacken und noch fixer gegessen.
Also los, Osterzopf:
500 g Mehl in einen Topf geben, eine Mulde hineindrücken.
In die Mulde 30 g Hefe bröckeln. Eine Prise Zucken auf die Hefe geben. 250 ml lauwarme Milch auf die Hefe geben, etwas Mehl von den Seiten der Mulde aufstreuen. Den Topf mit einem Tuch abdecken und gute 15 Minuten bis 20 Minuten warten. Die Hefe grummelt vor sich hin und schäumt etwas auf. Das ist der sogenannte Vorteig. Du gibst jetzt ein Ei, eine Prise Salz, 100 g flüssige Butter und 70 g Zucker zum Vorteig. Wenn Du einen Verwandten von meiner Kitty hast, lässt Du den jetzt arbeiten. Also der Verwandte muss alles gut kneten. Sobald der Verwandte eine geschmeidige Teigkugel hergestellt hat kommt Dein Einsatz. Du knetest die Teigkugel mit bemehlten Händen nochmals kräftig durch. Du wirst merken wie angenehm sich die Teigkugel anfühlt, ganz elastisch wird der Teig. Nun muss Du die Teigkugel mit einem feuchten Tuch abdecken und komplett in Ruhe lassen. Also die nächsten 20 Minuten kannst Du mit Eierfärben, Osternest bauen oder Relaxen verbringen. Jetzt bekomme keinen Schreck, während Du Dich mit anderen Dingen beschäftigt hast, hat sich die Teigkugel vergrößert, so ist es auch richtig. Jetzt kommst Du wieder ins Spiel, Du teilst die Kugel in drei gleichgroße Teile.
Aus den einzelnen Teigstücken formst Du jeweils einen langen Strang. Diese drei Stränge flechtest Du zu einem Zopf.
Nun heißt es wieder etwas Geduld. Decke Deinen Zopf nochmals mit dem feuchten Tuch zu und lass ihn 10 bis 15 Minuten in Frieden. Zwischenzeitlich kannst Du den Backofen auf 200° C vorheizen und ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Ach ja, und den Hagelzucker solltest Du auch bereit stellen. Nach den Minuten des Friedens, pinsel den Zopf mit dem Eigelbgemisch ein und bestreue ihn mit gut 2 Esslöffeln Hagelzucker.
Nun ab mit dem guten Stück in den Backofen. Dort soll er jetzt 25 bis 30 Minuten bleiben. Goldgelb soll er werden, damit er nicht zu braun wird solltest Du die letzten Minuten auf ihn aufpassen und ihn nicht aus den Augen lassen. Goldgelb ist er genau richtig und Du kannst ihn fürs Osterfrühstück auskühlen lassen.
Ach, das mit dem *nicht aus den Augen lassen* würde ich übrigens bis zum Frühstück beherzigen, denn sollte in Deinem Haushalt auch so ein Leckerschnäutzchen wie hier im Büdchen leben, dann ist der Zopf nicht wirklich sicher…
Frohe Ostern!