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Dienstag, 11. November 2014

Ich habe den Kaffee auf, oder Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce…

…bist Du eher ein Kaffeetrinker oder doch lieber ein Teegenießer? Also ich habe mich mit der Zeit eher zum Teetrinker entwickelt. Geplant war das so nicht, früher habe ich täglich mindestens eine Kanne Kaffee getrunken, aber jetzt nur noch so zwei große Tassen. Okay, wenn es Kuchen gibt kann es auch mal mehr sein und während der kalten Jahreszeit, die wir derzeit zweifelsohne haben, auch wenn sich draußen die Temperaturen noch immer im zweistelligen Bereich tummeln, brauche ich den Kaffee morgens nur schon alleine um wach zu werden.
Letztens ist mir mal eine Kaffeelektüre in die Hände gefallen. So ein kleines Heftchen mit Unmengen an Informationen über die schwarzen Bohnen. Wo er überall angebaut wird, über die unterschiedlichsten Zubereitungsarten, Aufklärungen der verschiedenen Röstungsarten und natürlich in welchen Rezepten er in der Küche verwendet wird.
In Desserts wird er ja sehr häufig verwendet. Beim Kaffeeeis angefangen, über Espressomousse, Cappuccinoparfait bis hin zur Mokkatorte und andere Köstlichkeiten ist das ja nichts Neues. Aber von Kaffeechips zu Fisch hatte ich bisher noch nichts gehört und auch nur am Rande von einer Kaffeemarinade in der Fleisch eingelegt wurde. Doch richtig interessant fand ich Gemüse in Kaffeesauce. Das Rezept habe ich aufs Büdchen zugeschnitten und ich muss sagen, echt toll! Erst konnte ich es mir gar nicht so recht vorstellen, aber in der Kombination zu den Hähnchenschnitzeln hat es mich vollkommen überzeugt.
Ach ja, außerdem ging es rasend schnell, ist alltagstauglich und entsprach auch dem Geschmack von Herrn GB. Aber der mag Kaffee sowieso sehr gerne.
Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce
4 Geflügelfilets
3 kleine Zucchini
2 Bund Frühlingszwiebeln
6 mittelgroße Möhren
1 Ei
Mehl
Salz, Pfeffer
Butter und Erdnussöl zu gleichen Teilen
1/8 Liter Weißwein
1/8 Liter Espresso
30 ml Portwein
1 Teelöffel braunen Zucker
1 -2 Messerspitze/n Zimt
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzesten
1 Esslöffel glatte Petersilie fein gehackt
Die Geflügelfilets mit Pfeffer und Salz würzen. Das Ei in einem tiefen Teller mit einer Gabel kräftig aufschlagen. Das Mehl ebenfalls auf einen Teller geben. Nun das gewürzte Filet mit Ei und Mehl panieren. Butter und Erdnussöl erhitzen und die panierten Geflügelfilets rundherum braun braten. Die gebratenen Filets zur Seite stellen und warm halten.
Das Gemüse putzen und in gleichgroße, mundgerechte Stücke schneiden. Die Gemüsestücke im restlichen Fett in der Pfanne unter rühren einige Minuten braten. Mit Portwein ablöschen, den Zucker zugeben, zusammen etwas einkochen lassen und dabei leicht karamellisieren. Mit dem Weißwein und dem Espresso ablöschen. Mit Zimt nach Geschmack würzen. Die Zitronenzesten unter mischen und ggf. mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Die gebratenen Geflügelfilets auf das Gemüse geben, mit Zitronensaft beträufeln und zugedeckt zusammen mit dem Gemüse knappe 5 bis 10 Minuten garen bzw. wärmen.
Wer gerne eine Beilage möchte, sollte sich etwas Wildreis dazu kochen. Alles zusammen mit der glatten Petersilie anrichten.

Donnerstag, 4. September 2014

Geflügellebercreme brûlée mit Gedöns an die Umgebung angepasst…

…tief im Westen wo die Sonne verstauuubt, ist es besser, viel besser als man glaubt... Das kann ich nur bestätigen. Ein Bundesland, das Kleinste, das mehr Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit unserem geliebten Pott hat, als Du glaubst. Geprägt von Kohle und Stahl, Menschen die ihre Region lieben, genauso wie hier. Nur etwas unterscheidet uns ganz gravierend, wir sind näher an den Genüssen der Niederländer, Du weißt schon Tomaten und so- aber die da unten – reine Landkartenansicht – hüpfen mal eben über die Grenze und ihnen liegen die Austern, der Champagner und sämtliche andere Leckereien regelrecht vor den Füßen. Die Rede ist die ganze Zeit vom Saarland.
Es war mal wieder soweit, ein Kochwochenende mit lieben Kochfreunden.
Einige Kilometer lagen vor uns und deshalb wurde schon Tage vorher gepackt. Das Wichtigste war im Auto, Herr GB, ja richtig, diesmal fuhr Herr GB auch mit, und unterwegs wurde auch noch eine liebe, mir ans Herz gewachsene, Kochfreundin eingesammelt. Sag ich doch, das Wichtigste war eingepackt, wenn da nicht noch einige wenige Kleinigkeiten gefehlt hätten. Wie z.B. die Zutaten für meine Speisen die ich anrichten wollte. Allerdings ist mir das Fehlen so knappe 30 Minuten vor dem Ziel aufgefallen. Herr GB weigerte sich die letzten bereits gefahrenen 350 Kilometer zurück zu fahren, so muss er jetzt mit den Konsequenzen leben. Es lungern derzeit 28 Eier, gute 400 g Geflügelleber, Butter, Creme Fraiche und noch diverse andere Zutaten im Kühlschrank rum die verzehrt werden wollen.
Mein Part bestand aus einem Geflügellebercreme brûllée mit Gewürzbirnen und Brioche und für das Dessert zeichnete ich auch die Verantwortung. Es gab herrliche Speisen und hungern musste keiner. Wir aßen von mittags bis spät abends. Wurden zwischenzeitlich von der örtlichen Presse besucht und von Madam Vanille, die mal eben über die Grenze kam, über Vanillestangen, ihrer Herkunft und Verarbeitungsvielfalt informiert. Madam stammt gebürtig von Madagaskar, eben genauso wie die Vanillestangen, die von hervorragender Qualität stammten und von ihr angeboten wurden.
Das ganze Kochtreffen lag organisatorisch in den Händen von Rolf Klöckner, dem Saarländischen Gastrokritiker.
Stundenlang könnte ich hier weiterschreiben und Dir von dem kochenden Wochenende berichten, aber wie Du weißt, ich habe da noch einige Zutaten im Kühlschrank die wollen verarbeitet werden.
Heute lass ich Dir das Rezept von meiner Vorspeise da und das Dessertrezept bekommst Du auch noch.
Geflügellebercreme brûlée
200 -250 g Leber, Geflügelleber wenn möglich mit Enten, Puten oder Gänselebern
150 ml Sahne
150 ml Milch
5 Eigelbe
30 ml Madeira
Pfeffer, weißer
Salz
Muskat, frisch geriebene
Zucker, braun
Curcuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamom, jeweils eine Messerspitze 
Die Lebern enthäuten und Gefäße entfernen. Gesäuberte Leber in kleine Würfel schneiden. Sahne mit der Milch erhitzen und die Leber darin ca. 5 bis 10 Minuten köcheln. Die Leber sollte gar ziehen. Alles pürieren und durch ein Sieb streichen.
Die Eigelbe mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und dem Madeira aufschlagen. Vorsichtig die Lebersahnemilch zu den Eigelben geben und vermischen.
Die Creme in kleine, hitzebeständige Förmchen füllen, mit Folie abdecken und bei 90°C im Dampfgarer ca. 35 Minuten garen. Im Backofen bei 100°C gute 40 Minuten.
Die Creme abkühlen lassen. Ca. 2 Stunden kalt stellen.
Zum Servieren braunen Zucker mit den Gewürzen mischen und auf der Oberfläche der kalten Creme verteilen. Mit einem Brenner karamellisieren. Aber Vorsicht, nicht dass die Gewürze brennen.
Die karamellisierte Creme mit Kornblumenblütenblätter, Brioche und Gewürzbirnen servieren. Die Rezepte für das Brioche und die Gewürzbirnen bekommst Du genauso in den nächsten Tagen wie die Rezepte zu dem Dessert.

Aber wenn Du noch etwas mehr zu dem Kochtreffen lesen möchtest, kannst Du bei den Kochfreundinnen PE von *Obers trifft Sahne* und bei Eva von *Doc Eva* noch das eine oder andere Schmankerl finden.

Freitag, 25. Januar 2013

Brokkoli-Hähnchen mit Cashewnüssen aus DEM Asiabuch…

…das ist mir ja noch nie passiert, vor Monaten ist hier ins Büdchen ein Buch aus dem Kosmos-Verlag eingezogen und ich habe es vergessen. Wobei ich es gar nicht vergessen habe, wie sollte ich auch denn es ist eins der besten Asiakochbücher die ich kenne. Hier, hier und hier habe ich schon jeweils daraus gekocht und wenn Du mal den Blog durchkämmst, wirst Du noch mehr Speisen finden die ihre Anlehnung in diesem Buch finden. Wie Ihr wisst, stehe ich Kochbüchern mit dem Begriff asiatisch im Titel sehr kritisch gegenüber. Was ist mit asiatisch gemeint? Ich denke diese Küchen kann man genauso wenig in einen „Topf“ schmeißen, wie man von einer europäischen Küche sprechen kann. Du verstehst was ich mein!? In meinen Augen ein mutiges Projekt. Bei diesem wirklich schönen Buch das vor mir liegt verhält es sich etwas anderes.
Das Kochbuch mit dem Titel „asiatisch gut gekocht“ ist als Grundkochbuch für die verschiedenen Küchen Asiens gedacht. Die Idee ist gelungen. Elf Länder Asiens wurden kulinarisch, mal mehr  und mal weniger, durchreist und den örtlichen Gaumenfreuden entsprechend porträtiert. Sicher sind es nur kleine Einblicke, doch Du wirst weder die üblichen Küchenwerkzeuge, Küchentechniken, noch Erklärungen zu ortsüblichen Obst- und Gemüsesorten, oder gar die Erläuterungen zu den regionstypischen Aromen, Pasten und Gewürzen, vermissen. Du wirst über verschiedene Reissorten informiert und lernst die Vielseitigkeit der asiatischen Nudeln kennen.
Das Buch startet mit einer Länderübersicht und einem Vorwort, und setzt sich nach den bereits erwähnten Erläuterungen zu Werkzeuge und Techniken mit Rezepten der elf verschiedenen Länder fort. Jedem Land wurde ein Bild ihrer Länderkarte zugewiesen. Bei jedem augenscheinlich realen Rezept ist ein entsprechendes Bild des Landes abgedruckt, zu dessen Land das Rezept gehört. So kannst Du gleich sehen, ob es aus Thailand, Indonesien, China, oder, oder, oder stammt. Mein Kompliment hat Frau Szwillus. Der Autorin, MalisaSzwillus, ist ein sehr ansprechendes Buch gelungen. Mit interessanten Länderreportagen und eindrucksvollen Fotos. Die Fotografien stammen aus der Hand von Herrn Alexander Walter. Du wirst mitgenommen auf eine kleine Reise in unterschiedliche Kulturen. In den Berichten, wie auch in den Rezepten verdeutlicht die Autorin Asiens kulinarische Traditionen und versucht Überlieferungen zu veranschaulichen.
Das Buch „Asiatisch gut gekocht“ ist garantiert eine Bereicherung, gerade wenn Du frisch in die Thematik einsteigen willst.
Erschienen ist das Buch mit dem Titel: „Asiatisch gut gekocht“ im Kosmos-Verlag.
Autor: Malisa Szwillus
ISBN: 978-3-440-13271-5
Diese Kochlektüre hat einen flexiblen Einband und kommt mit 224 Seiten daher. Mein geliebtes Lesebändchen hat es übrigens auch. Im vorderen Teil gibt es ein Inhaltsverzeichnis nach Gruppierungen der Menüspeisen und im hinteren Teil ist das Register nach Alphabet zu finden. Wie üblich habe ich wieder Gedächniszettelchen in das Buch geklebt, damit ich nicht vergesse was ich noch alles nachkochen will.
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)
Bei dem Gedanken ans Nachkochen musste ich gleich an Zorra´s Kochtopf denken. In diesem Monat steht der Kochevent auf ihrem Blog unter dem Motto Wok. Ausrichter des Wok-Events ist Sandra von from-snuggs-kitchen. Sie hätte gerne ein Gericht das im Wok gegart wird. Nichts leichter als das. Gleich das erste tolle Rezept in dem vorgestellten Buch wird im Wok gemacht. Wie immer habe ich es abgewandelt, aber die Grundzüge bildeten das Gerüst. Außerdem ist es für Sandra vielleicht ein guter Tipp sich das Buch zu besorgen, dann hat ihr Wok vielleicht die Option aus dem Hinterzimmerdarsein hervorzutreten und der Star der Küche zu werden.
Mit Brokkoli-Hähnchen an Cashewnüssen müsste das doch eigentlich gelingen.
400 g Hähnchenbrustfilet, in Streifen geschnitten
500 g Brokkoli in kleine Röschen zerteilt
3 Schalotten grob gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 Stück Ingwer, daumendick und ca. 2 cm lang, geschält und auch in feine Würfel geschnitten
100 ml Hühnerbrühe
3 Esslöffel Sojasauce
2 Esslöffel Reiswein
100 g Cashewnüssen
2 Esslöffel Erdnussöl, es ist für hohe Temperaturen ideal
Salz, Pfeffer, Schnittknoblauch (wenn Du keinen Schnittknoblauch bekommst, könntest Du den Anteil an Knoblauch etwas erhöhen und dir mit gängigem Schnittlauch aushelfen)
Alle Zutaten hast Du hoffentlich wie angegeben vorbereitet. Das Einzige was beim Wokken dauert, ist das vorbereiten der Zutaten. Du solltest auch schon mal den Reis kochen, der kann ruhig auf das Hähnchen warten, umgekehrt ist eher schlecht.
Du heizt Deinem Wok ein und gibst das Erdnussöl hinein. Jetzt in das heiße Öl die Cashewnüsse von allen Seiten dünsten, herausheben, Öl in den Wok tropfen lassen und die Nüsse auf einem Teller zur Seite stellen.
Im verbliebenem Öl die Hähnchenstreifen anbraten, sobald sich das Fleisch vom Boden gelöst hat, wirbelst Du die Streifen durch den Wok bis sie von allen Seiten Farbe bekommen haben. Die Fleischstreifen schiebst Du an die Seitenwände des Woks hoch. Nun Brokkoli, Schalotten, Knoblauch und den Ingwer in den Wok. Mit schnellen Handbewegungen schubst Du auch diese Zutaten im Wok hin und her, ob den das jetzt passt oder nicht. Die Hühnerbrühe hast Du bereits mit der Sojasauce und dem Reiswein gemischt und gießt die Mischung jetzt in den Wok.
Du vermischt alles gründlich und gibst die wartenden Cashewnüsse dazu. Du lässt alles aufkochen und eine Minute garen. Diese Minute nutzt du indem Du Reis auf angewärmte Teller gibst und den Schnittknoblauch, den Du in feine Ringe geschnitten hast, großzügig auf und neben dem Reis verteilst. Jetzt noch das Brokkoli-Hähnchen zum Reis geben und servieren, fertig.

Dienstag, 22. Januar 2013

Thailändische Küche mitten im Ruhrgebiet, Hühnchenbrust in Ingwersauce…

…hättest Du mir vor 10 Jahren gesagt ich würde sämtliche Zutaten für ein thailändisches Gericht in meinem kleinen Dörfchen bekommen, ich hätte Dich für verrück erklärt. Abseits der Ruhrgebietsmetropolen und ihren vielseitigen ausländischen Geschäften war das undenkbar. Schon alleine durch die Nationen Vielschichtigkeiten gibt es eine Vielzahl kulinarischer Unterschiede und es ist eine Bereicherung für das ganze Ruhrgebiet. Die Ruhrgebietler sind ein Volk das kulinarischen Erweiterungen von jeher immer offen gegenüberstand. Gerade Menschen aus östlichen Gegenden fühlten sich seit Menschgedenken vom Ruhrgebiet angezogen und ließen sich hier nieder. Der Grund war früher das Überangebot von Arbeitsplätzen. Generationen aus allen Herrenländern prägten die Ruhrgebietsküche und die sah in Duisburg schon ganz anders aus als in Dortmund, Essen, oder Bochum. Das Überangebot von Arbeitsplätzen ist schon längst Geschichte, aber dass sich die Zutaten in den Kochtöpfen mal wieder weiterentwickeln sieht man ja an meinem "Dorfsupermarkt" bei dem bekomme ich Zitronengras, Chilischoten, Limettenblätter, Ingwer und auf Bestellung sogar Korianderwurzeln. Das sind genau die Zutaten die ich für mein thailändisches Huhn benötige. Sojasauce, Fischsauce und Reisessig steht im Regal bei den asiatischen Zutaten. Das Regal ist im Dorfladen so eine Selbstverständlichkeit wie das Regal mit Fertigprodukten.
Dieses Hühnchengericht ist genial wenn Du keine Zeit hast, oder Du Dich bei Schweinebäckchen und Co. verausgabt hast. Ich erkläre Dir mal eben schnell wie Du es zubereitest.
Hühnchenbrust in Ingwersauce…
2 Zitronengrasstängel

1/2 Chilischote, rot
2 Limettenblätter (frisch im Asialaden oder aus dem Glas)
2 Thai-Schalotten (zur Not gehen 2 uns gebräuchliche Schalotten)
1 Knoblauchzehe
500 ml Hühnerbrühe (die habe ich immer im Keller in Twist-off Gläsern eingekocht)
500 g Hühnchenbrustfilet
Alle Zutaten mit der Brühe vermischen und aufkochen. Das Hühnchenfilet in die Brühe legen und auf kleiner Hitze 20 Minuten garziehen lassen.
In der Zwischenzeit machst Du die Ingwersauce
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe
50 bis 60 g Ingwer in feine Würfel geschnitten
die andere Hälfte der roten Chilischote in schmale feine Streifen schneiden.
Eine Korianderwurzel fein gehackt.

2 Esslöffel Erdnussöl
Das Öl erhitzen und die Frühlingszwiebelröllchen, wie auch die Würfel des Ingwers, die Chilistreifen und die feingehackte Korianderwurzel darin anschwitzen.
Mit 5 Esslöffel heller Sojasauce, 3 Esslöffel Reisessig und 2 Esslöffel Fischsauce ablöschen. Noch 2 Teelöffel Palmzucker (ersatzweise Rohrzucker) zugeben und in der Sauce auflösen.

Die Hühnchenbrust aus der Hühnerbrühe heben und warm stellen. Die Brühe gut auf die Hälfte reduzieren. Die Reduktion zur Ingwersauce geben und nochmals aufkochen lassen.
Die Hühnchenbrust in Scheiben schneiden und zusammen mit Reis und Ingwersauce servieren.


Mittwoch, 21. November 2012

Jetzt geht es vom Wasser in die Luft, Tandorihähnchen…

So musste es ja kommen, jetzt habe ich Herrn GB dauernd Fisch vorgesetzt und nun will er nicht mehr. Er ist in den Fischstreik getreten und jetzt bist Du dran. Was hättest Du gemacht? Ich habe die Gefriertruhe überfallen und die Geflügelkeulen die ich gesammelt habe aufgetaut. Ja richtig, gesammelte Geflügelkeulen! Ich kaufe immer ganze Hühner / Hähnchen und die werden in entsprechende Teile geschnitten. Das Brustfilet gare ich sehr gerne in Frischhaltefolie bei 80°C, die Flügel und Karkassen müssen für ein Süppchen herhalten und die Keulen werden besonders schön, wenn sie mariniert werden. Wie bereits erwähnt, extra für Herrn GB habe ich diese schönen Keulchen aufgetaut und in einer Tandoorimarinade baden lassen. Das Rezept hatte ich aus einem ganz besonderem Buch aus dem ich in letzter Zeit schon öfters gekocht habe. Die Anschaffung lohnt sich und ich bin noch lange nicht durch mit allen Rezepten die ich nachbasteln möchte. Um welches Buch es sich handelt werde ich Euch in den nächsten Tagen erzählen, doch heute müsst Ihr Euch mit dem Rezept der Tandoorikeulen zufrieden geben.
Für 4 Personen brauchst Du ca. 1,2 Kg Geflügelkeulen. (Du kannst aber auch Brust und Schenkel verwenden)
Aus 300g Naturjoghurt, 2 Esslöffel Tandooripaste, 2 Esslöffel frischen Limettensaft, einer feingehackten Knoblauchzehe, 1 Teelöffel Garam Masala, 1 gestrichenen Teelöffel Chilipulver, ½ Teelöffel Rosenpaprika, Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen. Die Keulen in die Marinade legen und nach Möglichkeit über Nacht ziehen lassen, aber mindestens 3 Stunden.
Ein großes Stück Alufolie mit etwas Öl einpinseln, die Keulen aus der Marinade nehmen und nebeneinander auf die Folie legen. Mit etwas Öl beträufeln und bei 220°C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten garen. Die Keulen drehen und weitere 15 Minuten garen. Sie sollen schön braun und knusprig werden.
Herrn GB hat es geschmeckt und er hat schon angekündigt, dass wir wieder Keulen sammeln müssen und er, bis wir genügend zusammen haben, sich auch mit Fisch und Gemüse über Wasser halten kann.


Dienstag, 7. August 2012

Orangenhähnchen mit Kräutern á la Greta…

Jetzt wollt Ihr wissen wer Greta ist! Greta ist eine ganz entzückende Person die ich persönlich gar nicht kenne. Ja verdreh nur die Augen, es ist aber genauso wie ich es eben schrieb. Greta und ihre feine Küche habe ich in einem dieser social network foren kennengelernt. Dort sind wir in einer Gruppe in der wir uns nicht nur übers Essen und Trinken austauschen. Zu meinem Bedauern schreibt Greta keinen Foodblog. Sie kocht für Cherie und ihre Tochter und verwöhnt sie nach Strich und Faden. Oft schüttelt sie, während sie im Forum ihre Zutaten schreibt und um Hilfe bittet, schon ganz allein die fantastischsten Rezepte aus dem Ärmel. Sie kocht üblicherweise nachts, denn Cherie hat Hunger wenn er aus seiner Arbeitsküche nach Hause in Gretas Küche kommt. Wie oft ich Cherie schon wegen seinem nächtlichen Mahl beneidet habe kann ich gar nicht sagen. Klar jetzt könnt Ihr denken Klärchen ist wiedermal voll neben der Spur, sie beneidet jetzt schon ihr unbekannte, weitentfernte Menschen ums Essen. Nee, hier geht es nicht einfach nur ums Essen! Hier geht es um die Darbietung, die ein fröhlicher, gutgelaunter Mensch allabendlich für seine Lieben zaubert und nicht um materiellen Neid. Ich höre in meinem Umfeld so oft von der Lustlosigkeit des Kochens und ich staune nicht schlecht wie viele Fertiggerichte täglich in die Einkaufwagen wandern. Das einzige Fertiggericht das evtl. mal ins Büdchen einzieht, ist ein Joghurt mit Frucht. Bei Greta scheint es ähnlich zu sein, sie werkelt auf jedem Fall immer mit frischen Zutaten. Tja und letzten Freitag hat sie wieder zugeschlagen, sie zauberte einen Flattermann allererster Güte. Ein Orangenhähnchen mit Kräutern goldgelb zart gebräunt und gegart. Obwohl ich bereits satt bis zum Platzen war, sammelten sich beim Anblick dieser appetitlichen Vorstellung in meinem Mund kleine Pfützchen die von einer Wange in die andere plätscherten. Ich musste Greta nicht lange bitten und schon schob sie mir die Anleitung rüber. Jetzt glaub nicht ich hätte mein Vorhaben auf die lange Bank geschoben, nee! Gleich gestern habe ich Herrn GB auch mit so einem Hähnchen überrascht und er hat geschwärmt ohne Ende. Normal müsste es Greta bis in den hohen Norden gehört haben, oder zumindest hätte sie einen Schluckauf haben müssen, so sehr haben wir während unseres Schmausens an sie gedacht.
Greta hat mir versichert ich darf ihr Rezept hier veröffentlichen damit Ihr nachbasteln könnt. Also viel Spaß…
Ein ordentlich gutes Huhn (Gretas Worte) ich habe ein freilaufendes Maishähnchen genommen. Also es kam jetzt nicht ins Büdchen gelaufen, dahin ließ es sich dann doch wegen Überangebot an Bewegungsmangel tragen.
Butter mit Kräutern schmelzen, Kartoffeln und Tomaten schnippeln. Das Huhn ordentlich mit der Kräuterbutter einreiben/übergießen ... gerne auch unter die Haut, Orangen in Scheiben oder wie man möchte und extra Zesten abziehen, Salz und Pfeffer, Piment d`Espelette oder anderes Paprikapulver, Kräutern...
Das Huhn mit Orangen, Kräutern und Gewürzen auch füllen.
Ach ja, auf keinem Fall die Zwiebeln und den Knoblauch vergessen, davon kannst Du ruhig reichlich verwenden.
Alles in eine Ofenform geben, das Gemüse drumherum drapieren und erst bei geringerer Hitze abgedeckt im Ofen garen lassen, zwischendurch mit dem ausgetretenen Saft begießen, nach ca. 1 Std. Abdeckung entfernen und die °C auf ca. 200 °C erhöhen und auch immer wieder mit Salzwasser/-Brühe begießen, damit die Haut knusprig wird
... die ganze Bude riecht herrlich nach dem Huhn und nach Orange (Gretas Worte)

Die Kartoffeln und die Tomaten mussten bei mir leider draußen bleiben, die Form war so voll, weil sich das Maishähnchen einfach zu dick gemacht hat. Es hatte sage und schreibe 1900 g! Eindeutig Übergewicht. Alles in allem habe ich das Hähnchen gut 1Std. 45 Minuten im Backofen gehabt und es war butterzart und außen knusprig.

Herr GB begrüßte mich mit dem Kommentar: Was riecht es hier so lecker nach Huhn und Orangen? (Noch Fragen?)


Freitag, 17. Februar 2012

Geflügel, zart wie Butter...

Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu. Wie alt wird eine Kuh eigentlich? Ich wollte Euch doch noch etwas von dem Kochkurs erzählen, an dem ich letztens teilnahm. Das Thema war Fleisch und er wurde von niemand geringerem geleitet als von Heiko Antoniewitz. Ich muss sagen ein wirklich toller Kochkurs, obwohl das Fleisch sagenhaft geschmeckt hat und alle reingehauen haben wie Max inne Graupen, musste ich anschließend erst einmal einige Gemüsetage einlegen.
Das war schon ganz großes Kino. Die Vorspeise bestand aus drei verschiedene Schweinearten, drei verschiedene Rinderarten, und alle auf verschiedene Arten gegart. Als Hauptgang gab es Maispoulardenbrüstchen mit Purple-Curry und verschiedenen Maisbeilagen. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Dessert einer Jogurt-Limonen-Mousse an Orangensalat. Auch wenn wir noch so proppevoll waren, das Dessert rutsche einfach so in den Bauch hinein. Das war schon eine Schau, Geflügel so zart und doch unglaublich saftig, das muss man erstmal so hinbekommen.
Voller Tatendrang gab es im Büdchen Geflügel.
Das gab es im Büdchen schon länger nicht, abgesehen von der Hühnersuppe, aber die war ja Medizin. Naja und weil es hier lange kein Geflügel gab, musste ich es unbedingt selber ausprobieren.
Soll ich Euch was sagen!? Es geht, ja es geht, auch bei mir hier im Büdchen. Nee nee nicht nur immer im Kochkurs, nööö, hier bei mir in der Büdchenküche hat es geklappt.
Ich bin so begeistert, ich würde am Liebsten nur noch Geflügel bzw. Fleisch auf den Tisch bringen. Ich kann Euch was erzählen, das klappt mal eben ganz locker aussem Handgelenk. Versucht es doch auch mal.
Pro Person eine halbe Poulardenbrust (besser ist natürlich man kauft zwei Poularden und zerteilt sie wie man sie benötigt, aus den Flügeln könnte man wieder Medizin kochen oder einen guten Fond für die Sauce.
Vier Poulardenbrüste trocken tupfen und in 10 g Ras el Hanout wälzen bis sie rundum mit dem Gewürz bedeckt sind. Jedes einzelne Poulardenbrüstchen ganz stramm in Frischhaltefolie einrollen. Wirklich total fest verschließen!
Nun die Geflügelpäckchen entweder bei 60° für 50 Minuten in den Steamer/Dampfgarer oder die Päckchen bei 80° für 40 Minuten in den Backofen. Die dritte Möglichkeit bei 56° für 50 Minuten ins Wasserbad.
Nach der Garzeit das Geflügel auspacken und in aufschäumender Butter in schnellen Arbeitsgängen rundherum bräunen.
Das Fleisch schräg aufschneiden und auf vorgewärmte Teller mit Beilagen anrichten. Bei uns gab es Polenta, eine Rotweinsauce und Zuckererbsen dazu. Aber der Star des Abends waren eindeutig die butterzarten Geflügelscheiben.


Mittwoch, 27. April 2011

Ist es nicht eine herzige Terrine???

Wir haben Ostern und sämtliche andere Festlichkeiten gut überstanden und zwar mit unvergleichlichen Frühlingstagen, die eher schon frühsommerliche Temperaturen mit sich bringen. Ich will ja nicht unken, aber es wäre nicht das erste Mal, dass wir im April schon laue Lüftchen verspüren können und prompt sind die Monate Mai, Juni, Juli zur neuen Europäischen Regenzeit mutiert. Wollen wir ja mal nicht hoffen, dass die ganzen Sommerblüschen, die hier bereits vorbereitet abhängen, wieder eingemottet werden müssen. Zum ersten Mal dass Flieder zu Ostern auf dem Tisch steht.
Aber jetzt betrachten wir mal die Gegenwart und die flüstert, es ist Draußen essen angesagt!
Wir wollen was Schönes, Leichtes, Leckeres. Da hatte ich die Idee ich mache uns eine Blumenkohl-Broccoli-Terrine mit Hähnchenfilet an Spaghetti und Orangensauce. Die Kombination ist mal wieder aus der Not heraus geboren, aber ausgesprochen lecker und empfehlenswert. Natürlich habe ich für die Terrine wieder meine hübschen Herzen ausgegraben. Ist es nicht eine herzige Terrine???
Übrigens, für die Terrine habe ich mir bei den Bäuerinnen Anregungen geholt.
Broccoli-Blumenkohl-Terrine
200 g Broccoli
200 g Blumenkohl
2 Stangen Porree
8 Blatt Gelatine
125 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Musskatnuss
Einige Spritzer Zitronensaft
Blumenkohl und Broccoli waschen und in Röschen teilen. In Salzwasser bissfest dünsten. Als Alternative ca. 10 Minuten im Dampf bei 100°C garen. Porree in einzelne Blätter teilen und in Salzwasser einige Minuten weichkochen und kalt abschrecken. Blumenkohl und Broccoli pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Gelatine in etwas Wasser einweichen, quellen lassen, ausdrücken und in der Sahne geben. Gelatine mit der Sahne erwärmen bis sich sie Gelatine aufgelöst hat. Die Gelatinesahne zu der Blumenkohl-Broccolimasse geben.
Terrinenförmchen mit Porree ausschlagen und die Kohlmasse in die Formen geben.
Die Formen über Nacht in den Kühlschrank zum Erstarren stellen.
Ich habe dazu Spagetti gekocht, Hähnchenfilet gebraten und eine Orangensauce gereicht. Die Kombination war ausgesprochen toll.