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Freitag, 6. Januar 2012

Baby, es ist Freitag und es gibt Fisch…

Kaum hat das Jahr angefangen, schon hat man das Gefühl man ist wieder mittendrin. Die Weihnachtskugeln sind bereits im Keller in Kisten und Kästen gut verpackt und vor Staub geschützt. Engel, Elche und Glitzerglimmer haben zusammen den Sommerschlaf angetreten. Im Regal ist alles gut sortiert nach Weihnachtskram, Frühlingsdinges, Ostergedöns, Sommerzeugs und Herbstplunder, ach und fast noch vergessen, den Halloweenkrempel.In den Wintermonaten habe ich ja mehr Lust auf Heimdeko, im Sommer stürzen wir uns eher auf Blumenbeete und jedes lebendige Pflänzchen das wir in die Finger bekommen, wird von uns gehegt und gepflegt. Manchmal bekommen sie sogar mehr Pflege als sie brauchen. So gut wie das Kellerregal sortiert ist, so unübersichtlich ist die Gefriertruhe gefüllt. Gemüse im Fleischfach, Fisch im Gemüsefach und Fleisch im Fischfach, schon ist alles wieder an seinem Ort, man muss nur die Fächer umbenennen. Wobei das Gemüsefach bis auf zwei Kaisergranaten leer ist. Da ich eh auf dem Markt war konnte ich ja gleich mal eben einen Wolfsbarsch mitbringen, das leere Fach würde sich vielleicht freuen.
Der Wolfsbarsch sah so klasse aus, er hatte die Tiefkühlung einfach nicht verdient und mein Schatz hatte es verdient so einen schönen Fisch frisch auf den Tisch, ähhh auf den Teller zu bekommen.
Also hatte diese Schönheit seinen Liveauftritt hier und jetzt. Auf Wurzelgemüse und halbierten Drillingen, fertig gegart war er in 40 Minuten, gegessen, ich glaube in 14 Minuten…
Ging wirklich ganz einfach, Möhren, Kohlraben, Knollensellerie und Petersilienwurzel in Stifte schneiden, mit gehackter glatter Petersilie bestreuen. Drillinge ankochen und pellen. Halbieren und wie ein Nest auf das Gemüse legen. Alles mit Pfeffer und Salz würzen, 150 ml Weißwein angießen und Butterflöckchen auflegen. Einen geschuppten und mit Salz und Pfeffer gewürzten Wolfsbarsch auflegen. Bei 160°C im vorgeheizten Backofen in ca. 40 Minuten garen. Es kommt natürlich auf die Dicke des Fisches an wie lange er es sich im Ofen gemütlich machen muss. Ein kleiner Tipp: lässt sich die Rückenfloss leicht aus dem Fisch ziehen ist er gar.


Mittwoch, 10. August 2011

So oder so ein Gewinn, grillen ohne Sommer…

Vor einiger Zeit ist hier ins Büdchen ein sehr schönes Grillbuch eingezogen, es ist das "Austro Grill“ aus dem Löwenzahnverlag. Wie soll es anders sein, das ganze Buch ist schon voll mit kleinen Markierungsstreifen mit denen ich die Rezepte vermerkt habe, die unbedingt nachgebastelt werden sollen. Doch wie gesagt, es ist ein Grillbuch und dieser Sommer, der wohl ein Winter werden sollte, spielt nicht richtig mit. Ich hatte es mir so nett vorgestellt. In geselliger Gesellschaft schöne Leckereien auf dem Grill, mit einem schönen Erfrischungsgetränk das ganze abgerundet, einen schönen Grillabend zu verbringen. Doch stattdessen habe ich jetzt vor lauter Verzweifelung den Grill im Backofen angeschmissen und ein gegrilltes Mittagessen für zwei gezaubert.
Ein handliches Buch mit tollen Rezepten und schönen appetitanregenden Bildern. Nicht überladen. Durch das Hardcover bekommt das Buch Stabilität. Für mich immer wieder sehr schön und ansprechend, wenn ein Buch mit einem Buchleseband ausgestattet ist. Das Astro Grill hat eins. Es ist ein Österreichisches Grillbuch und man sollte schon wissen was Paradeiser, Erdäpfel oder Fisolen sind. Ein Grillbuch in bunter Vielseitigkeit wobei die ca. 250 Rezepte sich nicht ausschließlich ums Grillen drehen. Die reinen Grillrezepte werden unterstützt mit Chutneys, Dips, Gewürzmischungen, Salaten, Beilagen bis hin zu Getränken und Desserts.Damit ich auch etwas zur Handhabe der Rezepte sagen kann, habe ich Würstelleitern in leichter Abwandlung gegrillt und dazu einen cremigen Gurkensalat. Die Rezepte sind leicht nachzuarbeiten und durchaus auch für den Backofengrill, Grillpfanne oder Kontaktgrill tauglich.

Mit der Würstelleiter in den Bratwursthimmel:
8 Nürnberger Bratwürstchen
2 Tomaten, oder 8 kleine Cocktailtomaten
1 kleiner gelber Zucchino
Ein kleines Stück Schlangengurke
Salz, Pfeffer
etwas Öl zum bestreichen
4 Holzspieße
Den Zucchino in 8 Stücke teilen, das Stück Schlangengurke in 4 Stücke schneiden. Alle Stücke abwechselnd wie auf dem Bild auf jeweils zwei Holzstäbchen spießen. Die Spieße mit Öl einpinseln und mit Pfeffer und Salz würzen. Ich habe die Spieße im Backofen auf starker Grillstufe 10 Minuten und auf mittlerer Stufe 5 Minuten gegrillt. Die Spieße wurzen zwischendurch von mir einmal gewendet.

Sauerrahm Gurkensalat:
1 Schlangengurke
2 Esslöffel Sauerrahm
Zitronensaft
Weißweinessig
Cayennepfeffer
Salz
1 Knoblauchzehe

Die Gurke schälen und mit einem Sparschäler zum Gehäuse hin nudelig schneiden. Was damit gemeint ist habe ich leider nicht kapiert, also habe ich sie in schmale Streifen geschnitten. Die Schüssel mit einer geschälten Knoblauchzehe ausgestrichen. Aus dem Sauerrahm, dem Zitronensaft, dem Weißweinessig und den Gewürzen ein Dressing mischen. Das Dressing mit den Gurken zusammen in der ausgestrichenen Schale mischen und etwas ziehen lassen.
Mein Fazit:
Ein sehr schönes stabiles Grillbuch das auch mit in den Garten geschleppt werden kann mit appetitanregenden Bildern. Rezepte kurz und bündig aber keine Allerweltszusammenstellungen. Ich fand es bedauerlich dass relativ wenige vegetarische Grillrezepte im Buch waren. Zwar gab es genügend vegetarische Beilagen, die aber eher nicht gegrillt wurden. Als absolutes Highlight empfand ich die Rezepte für die Tajine, mal eine ganz neue Richtung für einen Grillabend. Toll für jeden Grillanfänger oder unentdeckten Grillprofi die ausführliche Einleitung.

Der Löwenzahnverlag schreibt folgendes:
Toni Mörwald, Jörg Wörther, Renate Wagner-Wittula
Austro Grill Über 200 raffiniert einfache Rezepte
Das Buch für den perfekten Grillgenuss! Die feinen Aromen, die beim Grillen entstehen, sorgen für einen unvergesslichen Geschmack und machen das Kochen im Freien und das gemütliche Zusammensitzen mit Freunden und Familie zu einem besonderen Erlebnis. Renate Wagner-Wittula, Toni Mörwald und Jörg Wörther haben für dieses Buch viele köstliche Rezepte mit österreichischer Note speziell fürs Grillen konzipiert und spannen darin den kulinarischen Bogen von unterschiedlichen Fleischsorten, über Gemüse bis hin zu süßen Kreationen sowie Marinaden, Gewürzmischungen, Saucen, Dips und Beilagen. In einer ausführlichen Einleitung werden außerdem alle Grill-Basics übersichtlich und leicht nachvollziehbar beschrieben.
Weil es doch zu schade ist, diesen Genuss nur auf die paar wenigen Sommermonate zu beschränken, zeigen die Autoren auch, wie Grillen zu einem ganzjährigen Vergnügen werden kann: eine Grillparty im Frühjahr mit den ersten frischen Gemüsesorten, Wildspezialitäten vom Grill im Herbst oder ein originelles Silvesterbarbecue – dem nächsten feurigen Event sind keine Grenzen gesetzt.
- 250 abwechslungsreiche und kreative Rezepte
- das österreichische Grillbuch fürs ganze Jahr
- ausführliches Grundlagen-Kapitel
- einmalige Rezeptvielfalt: Deftiges und Süßes, Saucen, Dips und Beilagen
- appetitanregende Fotos

Die AutorInnen:
Toni Mörwald, geboren 1967, lebt zwischen Wagram und Wien. Betreibt mehrere Gourmet-Restaurants, Hotels und Caterings sowie die Kochschule Toni M. Mehrfach ausgezeichnet, u. a. als „Koch des Jahres". Präsident der BÖG (Beste Österreichische Gastlichkeit) und Präsident von Bocuse d’Or Autriche.
Jörg Wörther, geboren 1958, lebt in Salzburg. Ausbildung u. a. bei Eckart Witzigmann. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Koch des Jahrzehnts (Gault Millau, 1990), Trophée Gourmet für sein Lebenswerk (2004). Realisiert mit seiner Firma Primetaste verschiedene kulinarische und gastronomische Projekte.
Renate Wagner-Wittula, geboren in Addis Abeba, Autorin zahlreicher Kochbücher, zum Teil gemeinsam mit ihrem 2010 verstorbenen Mann Christoph Wagner. Mitherausgeberin des Wirtshausführers „Wo isst Österreich?".

Aber jetzt kommt noch das i Tüpfelchen!!!
Das sollte sich kein Grillfreak entgehen lassen!
Beim Löwenzahnverlag kann man noch bis zum 22.08.2011 an einem Gewinnspiel teilnehmen, dort werden 3 handsignierte "ASTRO GRILL“ Bücher verlost und alle die an diesem schönen Buch interessiert sind, sollten sich noch schnell beim Löwenzahnverlag eintragen.
Von hier aus wünsche ich allen ganz viel Glück und den Gewinnern viel Spaß mit dem schönen Buch. Natürlich immer glühende Kohlen im Grill und spitzen Grillwetter ;-) damit sich der Gewinn auch richtig lohnt. Die Nichtgewinner erfreuen sich vielleicht an den Rezepten, die ich aus dem Buch in leicht abgeänderter Form mitgebracht habe.


Montag, 13. Juni 2011

Gemüsepfanne mit Spagetti, geniales Sommerdraußenessen…

Der Mensch lebt ja nicht nur von der Luft und Liebe allein, gelegentlich muss man ja auch mal was essen und was wäre ein Gourmet-Büdchen mit kalter Küche? Ganz einfach, Lecker Essen mit Sommerküche im Freien. Wir haben Sommer und das bereits fast seit gefühlten 3 Monaten. Ich meine es war im Februar oder März als Herr GB und ich unseren Resturlaub von 2010 auf den Kopf hauten. Tja und seitdem hat es auch kaum geregnet. Die Bauern sind schon ganz schön angefressen, aber sie sind in diesem Jahr auch sehr gebeutelt. Erst die Trockenheit und nichts will so richtig gedeihen, dann gedeihen Gurken, Tomaten und das ganze Gemüsezeugs und keiner will es haben, oder gar zu einem adäquaten Preis erwerben. Jutta hat einen richtigen Schnäppchenschuss vorm Einkaufsmarkt gemacht und ich hörte neulich beim Einkaufen, am Gemüsestand von Passanten die vorbei gingen den Spruch "alles potentielle Selbstmörder" Da staunte ich nicht schlecht, denn genau dieselben, holten am letzten Markttag dann alles nach. Wir haben während der ganzen GefahrenZeit Gemüse gegessen, ich habe eben Vertrauen zu Herrn Weitz meinem Gemüsebauern. Aber jetzt hat die Verunsicherung ein Ende und man wird nicht mehr genötigt nur zu grillen und Fleisch zu essen, auch wenn Herr GB jetzt etwas traurig dreinschaut, nein, jetzt können wir endlich die große Pfanne mit Stromanschluss ausprobieren. Ich war dann mal am Gemüsestand schoppen und habe Schnippelarbeit mitgebracht. Die Vorarbeit ist für das Kochen im Freien das A und O. Also habe ich vorher erst mal gute 30 Minuten Gemüse geputzt. Ach Ihr wisst noch gar nicht was es gab? Gemüsepfanne mit Spagetti, geniales Sommerdraußenessen…
Ich habe dafür auch malwieder den Kühlschrank leergeräumt. In meine Pfanne kam Stangensellerie, Möhren, Oliven, Peperoni, Schlangengurke, Tomaten, Aubergine, Paprika rot, Basilikum, eine dicke Zwiebel, brauner Zucker, Salz, Pfeffer, Weißweinessig, Pinienkerne, Öl und nicht zu vergessen Spagetti.
Auberginenwürfel in Olivenöl anbraten. Wenn die Stückchen goldgelb sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Blatt Haushaltsrolle abtropfen lassen. Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und nun die Möhren mit etwas Zucker karamellisiert, die Selleriestücke und die Paprikawürfel zu den Möhren gegeben und angaren lassen.
Mit dem Essig und den Tomaten ablöschen. Nun die restlichen Zutaten bis auf das Basilikum und die Spagetti ebenfalls in die Pfanne geben und gute 15 Minuten garen. Jetzt Spagetti, Pinienkerne und zerpflückte Basilikumblätter in die Pfanne geben.
Nun noch gute 5 Minuten alles Heiß werden lassen und auf Teller anrichten.
Wer mag streut Parmesan obenauf. Gut dass der Sommer noch recht lang ist.


Freitag, 18. März 2011

Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...

Mit entsetzen stellte ich gestern auf dem Weg vom Büro nach Hause fest, kein Geld im Portmonee, nur sonn paar Cent, ja guten Tach auch. Also war nichts mit Gemüse shoppen, erstmal muss ich wieder Geld kaufen. Nur mal so als kleine Anmerkung. Dieser Ausdruck „Geld kaufen“ hat sich bei uns etabliert. Folgender Hintergrund: mein kleiner Neffe, er war so 5, also vor ca. 30 Jahren, quengelte in einem Laden und wollte irgendetwas haben. Die Mutter des Neffen, sagte kurz und knapp zu ihm, ich hab kein Geld. Seine Antwort, dann musst Du zur Bank und Geld kaufen. Tja so einfach ist das.
Ja und ich hatte jetzt auch kein Geld, aber ich hatte auch keine Lust Geld zu kaufen.
Faulheit macht erfinderisch, wie auch schon in der ganzen letzten Zeit, habe ich auf Vorräte zurückgegriffen und mal eben improvisiert. Geholfen hat mir wieder mein kleines Tapasbuch.
Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...
Übrigens dieses "Guten Tach auch" sagt man hier auch mal ganz gerne wenn man jemanden wachrütteln möchte. So frei nach dem Motto, ach auch schon wach, auch schon etwas gemerkt? Alles klar?
Zustande gekommen ist eine Backofentortilla:
Eine Auflaufform ca. 18 x 25 cm
Alufolie
Öl für die Folie
2-3 Knoblauchzehen
4 Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
8 Kartoffeln (Drillinge mittlere Größe)
5 Eier
200 g Schmand
50 ml Milch
1 Mozzarella (hier gehört eigentlich ein spanischer Käse rein, der lag aber noch im Geschäft)
2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
Salz und Pfeffer
Für die Dekoration:
Holzspießchen und Schnittlauchröllchen
Die Auflaufform mit der Alufolie ausschlagen und mit dem Öl einfetten. Die Drillinge gut abschrubben und mit Schale in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser etwas angaren. Abgießen und in die Auflaufschale schichten. Die Frühlingszwiebeln und den Paprika in kleine Würfel schneiden und mit den Schnittlauchröllchen auf den Kartoffelscheiben verteilen.
Mozzarella grob in kleine Stücke schneiden. Den Knoblauch mörsern. Die Eier mit Schmand und Milch verschlagen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Den Mozzarella und den gemörserten Knoblauch zu dem Eiergemisch geben und mit einem Pürierstab sämig verschlagen.
Alles gleichmäßig auf die Kartoffelscheiben gießen.
Nun die Tortilla im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft 30 – 35 Minuten backen. Sollte die Eiermasse zu braun werden mit etwas Alufolie abdecken.
Die Auflaufschale aus dem Backofen nehmen und gut auskühlen lassen. Mit der Alufolie lässt sich die Tortilla super aus der Form heben. Jetzt in mundgerechte Stücke schneiden auf Tellern anrichten mit je einem Spießchen und Schnittlauchröllchen dekorieren.
Bei uns war der Hunger sehr groß und deshalb ist sie lauwarm in unseren Mund gerutscht. Bei der Menge ist selbstverständlich noch einiges übrig geblieben und wie ich aus einschlägigen Kreisen erfahren habe, schmeckt sie kalt bald noch besser.
Also auch eine schöne Sache für ein Tapasbuffet.

Montag, 31. Januar 2011

Bitterer Salat geht gar nicht…

Eine meiner ersten Amtshandlungen im frisch geputzten Büdchen war die Erstellung einer Kochliste. Es gibt Rezepte die will ich schon ewig und drei Tage ausprobieren, aber man kommt ja einfach zu nichts. Damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, ich meine jetzt kochtechnisch, erstelle ich mir gelegentlich mal wieder eine Liste.
Natürlich klaue ich meine Anregungen aus meinen Lieblingsbüchern, dafür habe ich sie ja.
Manchmal stelle ich Rezepte auch um bzw. ändere sie nach Geschmack ab, aber aus meinen Lieblingsbüchern eher selten, da passen die Rezepte zu meinen Geschmacksknospen.
Eins meiner absoluten Favoriten ist das Buch von Anneliese Kompatscher und Tobias Schmalzl aus dem Folio Verlag mit dem Titel – Südtirols Küche /raffiniert einfach – ein wirklich wunderschönes Buch mit hervorragenden Rezepten, leicht und verständlich und fantastischen Rezepten.
Meine geliebten Spätzchen habe ich auch nach diesem Buch gebastelt.
Die Zutaten in den Rezepten sind überschaubar und eigentlich überall zu erhalten. Vegetarische Gerichte, leicht und deftig, aber auch die Fleischesser kommen nicht zu kurz. Tolle Braten gut erklärt, ich möchte mal sagen, auch für Anfänger.
Eben ein wunderschönes Buch das ich sehr gerne verschenke oder empfehle. Und wer lieber Bilderbücher mag, da sind super tolle Fotos drin.

Diesmal hatte es mir das Rezept mit gebratenem Chicorée angetan. Der bittere Salat der von Herrn GB gerne verschmäht wird. Mein Ziel war es dieses lichtempfindliche Gemüse an den Mann zu bringen.


Im Rezept stand, ich soll ihn wässern. Okay, habe ich ihn nach Vorschrift gebadet, natürlich nicht zu lange wegen den Vitaminen und so. Badewasser soll ja nie zu kalt sein, also schön lauwarm. Soll ich Euch was sagen? Es hat funktioniert! Der Salat hatte nur noch gerade eben so viel Bittergeschmack, dass mein Schatz ihn gegessen hat, geht doch...


Wer es genau wissen will, für den habe ich hier das Rezept:
Gebratener Chicorée mit Walnüssen und Balsamico
500 g Chicorée
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Puderzucker
Saft einer halben Zitrone
6 Esslöffel Olivenöl
40 g Walnüsse
Je Portion 2 Teelöffel alter Balsamico

Für die Deko:
Kresse
1 rote Paprikaschote

Den Chicorée im warmen Wasser 20 Minuten wässern. Herausnehmen, trocknen, halbieren. Zitronensaft mit dem Zucker mischen und über den halbierten Chicorée träufeln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl erhitzen und den Chicorée auf allen Seiten goldbraun braten. Bei 170° C im Backofen ca. 5-8 Minuten weitergaren. Die Nüsse grob hacken, die Paprikaschote in kleine Würfel schneiden.
Den Chicorée auf Teller anrichten, die Nüsse und die Paprikawürfel aufstreuen, ebenfalls die Kresse darauf verteilen. Mit dem Balsamico beträufeln.
Dazu schmeckt Weißbrot und auch geräucherter Fisch, wie auch alles Kurzgebratene.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Resteessen mit Kürbis, Crevetten und Safran…

Ach wie grausig, kaum hat das Jahr angefangen, schon holen mich kleine Einkaufssünden vom letzten Jahr ein. Um genau zusagen handelt es sich um einen Kürbis und um eine Tüte mit gefrorenen Crevetten. Der Kürbis sah so schön aus und eh ich mich versah, habe ich das ganze Ding gekauft, frei nach dem Motto, der hält sich ja. Klar hält der sich, aber eben auch nicht ewig und Kürbis gehört jetzt nicht zu dem Gemüse, das ich jede Woche auf den Speisezettel bringen mag. Jetzt steht aber der Winterurlaub vor der Tür und der restliche Kürbis liegt hinter der Tür und zwar hinter der Kühlschranktür und muss noch vor den Ferien verarbeitet werden. Beim Blick in die Gefriertruhe ereilte mich dann gleich die nächste Einkaufssünde, eine große Tüte mit den besagten gefrorenen Crevetten. Die waren natürlich auch fällig.
Zu Crevetten passt geschmacklich Safran recht gut, aber wie passt Safran zu Kürbis, farblich ausgezeichnet. Das helle Gelb einer Safransoße zu einem orangen Kürbistörtchen mit leicht gebräunten Crevetten, also farblich schon nicht schlecht. Jetzt kam es auf die richtige Zubereitung an damit die Zusammenstellung nicht nur gut aussah, sondern auch noch gut schmeckte.
Ich habe dann mal wieder in Rezepten gestöbert und dachte ein Kürbistörtchen mit Crevettenspieß auf Safranschäumchen könnte ein schönes Resteessen werden…


Kürbistörtchen:
500 g Kürbis, geschält und entkernt
2 Eier
100 g Blauschimmelkäse
2 Esslöffel Creme Double
1 ½ Teelöffel gesiebtes Mehl
Salz, gemahlene Nelken
Butter für die Form

Den geputzten Kürbis in kleine Stücke schneiden und in Salzwasser ca. 25 Minuten garen. Die Eier trennen. Die Kürbisstücke pürieren. Die Eigelbe mit dem Creme Double und dem Blauschimmelkäse aufschlagen. Das Kürbispüree in die Eigelbcreme mischen, das gesiebte Mehl auch in die Masse geben und unterrühren. Nun mit Salz und Nelkenpulver würzen. Die Eiweiße mit etwas Salz zu Schnee aufschlagen und anschließend unter die Eigelbkürbismasse heben.
Souffléförmchen oder Muffinförmchen mit Butter ausfetten und die Teigmasse in die Formen füllen.
Bei 100°C im Dampfgarer abgedeckt 25 Minuten garen oder im vorgeheizten Backofen in einer mit wassergefüllten Fettpfanne bei 200°C etwa 25 Minuten backen.


Crevetten am Spieß
5 Crevetten pro Person (wenn gefroren, dann vorher auftauen)
Etwas Chilipulver
1 Esslöffel Butterschmalz
4 kleine Spieße (z.B. Holz oder Bambus)

Jeweils 5 Crevetten auf einen Spieß aufspießen, leicht mit etwas Chilipulver bestäuben. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Spieße von beiden Seiten je ca. 3 Minuten braten.

Safranschäumchen:
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
Einige Fäden Safran (ein Tütchen)
50 ml Weißwein
1 Cognac
200 ml Sahne
Salz, Cayennepfeffer, 1 Teelöffel Zitronensaft

Safran in den Wein geben und darin etwas auflösen. Die Schalotte schälen und in ganz feine Würfel schneiden. Butter in einem kleinen Topf erwärmen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Mit dem aufgelösten Safran, dem Wein, dem Cognac und der Sahne die Schalotten ablöschen. Die Soße aufkochen und anschließend durch ein Sieb filtern. Nun die Soße mit Salz, Cayennepeffer und dem Zitronensaft abschmecken. Im Anschluss mit dem Pürierstab aufschäumen.

Das Kürbistörtchen mit einem Crevettenspieß und dem Safranschäumchen hübsch auf einem Teller anrichten und servieren.

Freitag, 17. Dezember 2010

Hilfe die Kohlköpfe kommen...

So ein ganz kleines bisschen schäme ich mich ja, vor Wochen habe ich ja schon versprochen, ich erzähle Euch etwas von dem Raesfelder Kappesmarkt und wie unschwer zu erkennen ist, findet man nix aber auch gar nix über den hübschen Markt hier bei mir im Blog, der Markt war übrigens total verregnet. Ja und wenn man was ankündigt und dann doch nichts schreibt, ist schämen angesagt, aber jetzt ist das so lange her, da interessiert sich auch kein Mensch mehr dafür.
Aber wie ich jetzt auf den Mark komme? Ich habe meine Gefriertruhe überfallen und nach Leckereien gesucht und dabei sind mir Wirsingrouladen in die Hände gefallen. Boa, waren die lecker.
Tja und während wir diese leckeren Röllchen verputzten, musste ich eben wieder daran denken, dass ich tagelang mich nur um Kohlköpfe kümmern musste. Wieso erinnert mich das jetzt an Luis de Funes?
Nun aber wieder zu meinen Kohlköpfen und zum Markt zurück.
Also, zum super Schnäppchenpreis wurden dort auf dem Markt an jeder Ecke verschiedene Kohlarten feilgeboten. Das ich da zugreifen musste versteht sich doch von selbst, oder?
Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Kohlraben, aber auch Möhren und Lauch sind in meinen Einkaufskorb gewandert.
Aus den Möhren ist dieses Süppchen geworden. Den Rot- und Weißkohl habe ich in Gläser verpackt, ähnlich wie es neulich Charlotte mit ihrem Rotkohl auch gemacht hat. Den Lauch im Dörrautomat getrocknet. Dem Blumenkohl wurde nach diesem Rezept eingeheizt und das Rezept von den leckeren Wirsingrouladen verrate ich Euch jetzt:


Wirsingrouladen
1 Wirsing
600 g Gehacktes (das ist halb Schwein / halb Rind)
3 Esslöffel fein gehackte Zwiebelwürfel
1 Ei
1 Teelöffel Paprika
Salz und Pfeffer
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Teelöffel Brühpulver
1,5 Esslöffel Butterschmalz
Nochmals 1 Esslöffel Brühpulver
500 ml Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, ½ Teelöffel Kümmelpulver
Evtl. Stärkemehl
Die äußeren Blätter abtrennen. Den Wirsing waschen und entweder in einem großen Topf mit heißem Wasser, oder wie ich es gemacht habe, im Dampfgarer 5 Minuten bei 100°C blanchieren. Nach dem Bad in der Wärme, wird der Wirsing in kaltem Wasser abgeschreckt. Nun lassen sich die Blätter gut vom Strunk lösen und anschließend besser aufrollen.
Pro Roulade ein großes Blatt ausbreiten und den restlichen Wirsing in kleinere Stücke schneiden..
Das Gehackte mit den Zwiebeln, dem Ei, Brühpulver und den anderen Gewürzen vermengen. Jeweils ca. 100 g. Gehacktesmasse auf ein Blatt geben und anschließend die Seiten des Blattes einschlagen, dann das Ganze zu einer Roulade aufrollen. Ggf. mit Rouladennadeln feststecken, oder mit Garn binden.
Butterschmalz auslassen und die Rouladen von allen Seiten schön braun anbraten. Die restlichen Wirsingstücke ebenfalls in den Topf geben und mit anbraten.
Den Esslöffel Brühpulver einstreuen, Salz, Pfeffer und Kümmelpulver dazugeben. Mit der Fleischbrühe ablöschen dass das Gemüse und die Rouladen gut zur Hälfte bedeckt sind. Sollte die Brühe nicht reichen, kann man noch etwas Wasser angießen. Nun mit wenig geöffnetem Deckel gute 35 bis 40 Minuten schmoren. Wenn der Deckel leicht offen steht, kocht die Soße schön ein. Sollte die Soße zu dünn sein, kann man sie mit etwas angerührter Stärke andicken.
Wir haben dazu Salzkartoffeln gegessen, die kann man so schön in die Soße matschen.

Montag, 13. Dezember 2010

Fleischlos, umweltfreundlich und noch lecker...

Manchmal steht mir mein schlechtes Gewissen ja doch ganz schön im Rücken.
Hier im Büdchen wird ja nicht so viel Fleisch gegessen, aber ab und an dann doch gelegentlich und wenn, dann versuche ich auf BIO Fleisch und dem Metzger meines Vertrauens zurückzugreifen. Was sich im Pott ja nun nicht immer ganz so einfach gestaltet, zumal diese Region eher für Industrie, statt für Landwirtschaft, steht.
Für unsere Lebensmittelbeschaffung nehme ich durchaus auch weitere Wege in kauf, wobei ich mich dann wieder frage, ob ich mir die Umweltbelastung, die ich mit meiner herumgurkerei fabriziere, nicht doch lieber schenken soll. Fazit: entweder belaste ich die Umwelt mit Schadstoffen, oder ich esse was ich nicht essen will. Manoman ist das eine Hickhack. Natürlich macht mich das sehr nachdenklich, aber irgendwie habe ich den Eindruck, ich stecke da ganz schön in der Zwickmühle, zumal ich auch am liebsten mit frischen Produkten koche. Der Fleischer meines Vertrauens ist etwas entfernter, also gibt es auch nicht täglich Fleisch. Aber was ich ganz gut direkt in meiner Nähe, oder auf meinem Weg zur Arbeit täglich besorgen kann, ist Bio Gemüse und Obst. Also gibt’s was fleischloses, ohne unnötige Kilometer zu fahren, sprich umweltfreundlich und wenn man das richtige Rezept hat, auch noch total lecker...


Blumenkohlauflauf
600 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
1 Esslöffel Butter
1 gestrichener Esslöffel Mehl
250 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch
100 g Schmand
Salz
Pfeffer und Muskatnuss frisch gerieben
150 g geriebener Bergkäse


Kartoffel schälen in dünne Scheiben schneiden und ca. 5 bis 10 Minuten kochen. Sie sollen wirklich nur angegart sein bloß nicht zu weich. Den Blumenkohl in Rösschen teilen und ebenfalls ca. 10 Minuten garen. Ich habe beides jeweils in einen gelochten Garbehälter gegeben und im Dampfgarer gekocht.
Im Topf die Butter zerlassen, das Mehl einstreuen und leicht anrösten. Mit der Gemüsebrühe und der Milch ablöschen. Mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer würzen.
In eine gebutterte Auflaufschale die Kartoffelscheiben geben, darauf die Blumenkohlröschen verteilen, mit der Soße übergießen, den Schmand Tupfenweise verteilen und alles mit dem Käse bestreuen.
Bei 160 ° C im Backofen ca. weitere 25 Minuten garen. Sollte der Käse noch nicht braun genug sein, noch 5 Minuten unterm Grill gratinieren.
Dazu einen frischen Weißwein, sag ich doch, fleischlos kann auch lecker sein...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Jetzt ist es raus, ich koche mit Brühpulver...

Jeder Mensch hat ja irgendwie einen Tick bzw. eine gewisse Vorliebe für irgendwas. Ich bin unter anderem ein Küchenelektrogerätejunkie. Es ist fürchterlich, kommt etwas auf den Markt, beliebäugle ich es gleich mit großem Interesse. Nein, ich kauf jetzt nicht jedes Gerät, es wird schon immer einer genauen Prüfung unterzogen und ich kauf es auch nicht sofort. Denn eins ist sicher, die Konkurrenz schläft nicht und der Wettbewerb ist gnadenlos. Ruckizucki, eh man sich versieht wird das gleiche Gerät von zig anderen Firmen auch angeboten, natürlich mit noch mehr Funktionen die man evtl. gar nicht braucht, dafür aber um die Hälfte billiger und evtl. auch unsicherer. Elektrogerät sagt ja schon der Begriff, das hat was mit Elektro- zutun, tja, und da braucht man Strom und Strom ist nicht ungefährlich. Also kauf ich immer nur die Guten, also die Sicheren, die, die geprüft sind und dann dürfen sie in meine Küche einziehen.
Das macht schon Spaß mal wieder was Neues auszuprobieren. Eins meiner Lieblinge ist mein Dörrautomat. Erst hab ich ja so gedacht, ach so was brauchste doch im Büdchen nicht, aber jetzt würde ich ihn nur sehr ungern hergeben, aber zum Hergeben besteht ja auch kein Grund.
Im Sommer hab ich ja das schöne Tomatenmus gemacht, das war zwar Arbeit, aber das ist so lecker und geht jetzt schon langsam zur Neige, dabei ist der Winter noch gar nicht da. Meine Produktion war eindeutig zu mager. Das passiert mir mit dem getrockneten Gemüse für mein Brühpulver garantiert nicht, da mach ich mal gleich mehrere Dörrnetze mit Gemüse voll, soll sich ja auch lohnen. Vielleicht kaufe ich auch nochmals Dörrnetze nach, dann kann ich mit dem Zeug auch meine Verwandtschaft versorgen.
Steph vom Kuriositätenladen hat hier mal geschrieben >Es gibt Rezepte und Küchentipps, die können gar nicht oft genug wiederholt werden, damit irgendwann auch wirklich jeder Hobbykoch weiß, wie simpel sie in der Umsetzung sind. <>
Rezept: Grundrezept für Brühpulver aus dem Dörrautomat 800 g Möhren 500 g Knollensellerie mit Selleriegrün 500 g Lauch (Porree) 1 Bund Liebstöckel 1 Bund Petersilie Salz Mischungsverhältnis 1:5 Pfeffer und Muskatnuss Die Möhren und den Sellerie schälen, anschließend in kleine Würfel schneiden. Den Lauch waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Selleriegrün der Knollensellerie, Liebstöckel und Petersilie waschen und gut abtrocknen. Die Blätter abzupfen und die Stiele ebenfalls in kleine Stücke schneiden oder für eine Gemüsesuppe verwenden. Mit Küchenrolle gut abtrocknen und die Blätter (+Stiele) auf Dörrgitter verteilen. Bei 40°C ca. 2 – 6 Stunden trocknen. Nach dem Trocknen zur Seite stellen. Anschließend die Gemüsewürfel von Sellerieknolle und Möhren und auch die Lauchstückchen auf den Dörrgittern verteilen und diese wiederum bei 70°C ca. 6-10 Stunden trocknen. Die Dörrzeit ist wirklich abhängig von der Größe der Gemüsestückchen. Wenn alles getrocknet ist abwiegen und in einen Mixer, man nennt ihn auch Blender, geben. Nun 1/5 des getrockneten Gemüsegewichts an Salz zufügen. Noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Muskatnuss hinzugeben und auf hoher Stufe alles zermahlen bis ein feines Pulver entsteht.
Es ist unglaublich wie das Gemüse und die Kräuter dufteten, durchs ganze Büdchen zog der Wohlgeruch. In Gläser abfüllen und griffbereit in der Küche lagern.



Montag, 30. August 2010

Gemüse, das etwas andere Fleisch

Im Moment beschäftige ich mich ja mit einem Kühl-Gefrier-Schrank für den Keller. In meiner Küche habe ich ja so ein chices Side by Side Kühlmonster stehen, möchte ich auch nicht mehr missen, aber ich brauch zusätzliche gekühlte Lagerfläche, ich muss mich besser organisieren bzw. meine Lagerhaltung. Gerade im Gefrierbereich herrscht heilloses Chaos, tja und die Hightech Geräte brauchen ja auch keine extra Streicheleinheiten mehr, in Form von Abtauaktionen die mindestens einmal im Jahr in Angriff genommen werden müssen.
Das machen die ja jetzt alles automatisch, die sind ja jetzt schon groß. Nur was sie nicht machen, sie melden sich nicht wenn ein Zweijahre altes Gemüsepäckchen bis zur Unkenntlichkeit eingefroren ist, frei nach dem Motto, was ich einmal habe gebe ich nicht mehr her. Es will doch aber auch keiner Zweijahre altes Gemüse verarbeiten oder gar essen. Für Gemüse mit Frische Garantie habe ich ja Herrn Weitz. Von seinem Gemüsestand bin ich immer wieder überwältigt. Regelmäßig komme ich mit Gemüse nach Hause, bei dem ich mir erstmal Gedanken machen muss, was stelle ich damit an. Oft wird Gemüse in Kochbüchern als Beilage angepriesen. Warum das so ist, obwohl der Anteil an Vegetariern steigt, verstehe ich nicht. Selbst in der Restaurantbranche hat es sich herum gesprochen, dass einige Menschen eine fleischlose Kost bevorzugen. Man höre und staune, es gibt sogar Rezepte, ganze Kochbücher, da wird das Gemüse nicht mit heißem Fett vergewaltigt bis es fetttriefend, unansehnlich auf einem chicen Teller landet, oder gar die Reste eingefroren werden und man sich nach zwei Jahren fragt ist es Gemüse oder Fleisch.
Was ich mich gerade frage, brauche ich wirklich einen zusätzlichen Kühl-Gefrier-Schrank...
Rezept: gefüllte Zucchiniblüten mit Jakobsmuscheln und Spagettini
12 Zucchiniblüten mit Minizucchini
250 g Schichtkäse
1 Ei
1 Eigelb
Salz und Pfeffer
1 Bund glatte Petersilie
750 g gehäutete und entkernte Tomaten
Olivenöl
12 Jakobsmuscheln
250 g Spaghettini
½ Messerspitze Vanillemark
Chilipulver
Neutrales Öl

Schichtkäse mit dem Ei und dem Eigelb verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Petersilie fein hacken und untermischen. Aus den Zucchiniblüten den Blütenstempel brechen und die Blüten mit einem Pinsel vorsichtig reinigen. Die Minizucchinis vorsichtig abwaschen dabei aber darauf achten, dass die Blüten nicht nass werden. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und die gereinigten Zucchiniblüten mit der Masse füllen.
Die gehäuteten, entkernten Tomaten in Würfel schneiden und in 2 Esslöffel Olivenöl andünsten. Die gefüllten Blüten auf die Tomatenwürfel legen, mit einem Deckel abdecken und auf kleiner Temperatur ca. 15 Minuten gar ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Spaghettini in Salzwasser bissfest kochen und die Jakobsmuscheln mit Vanillemark und Chilipulver würzen und von beiden Seiten in neutralem Öl braten.
Die Blüten mit den Tomaten, Jakobsmuscheln und den Spaghettini nett anrichten.