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Freitag, 15. Juni 2012

Ach, jetzt hör aber auf, Matjes ist doch nicht nur einfach Fisch…

Letzte Woche wurde traditionell von der holländischen Königin Beatrix die Matjessaison für 2012 eröffnet und wenn ich sage eröffnet, dann meine ich auch eröffnet. Der Stichtag war in Holland am letzten Mittwoch und nur der Matjes, der seit Mittwoch in den Handel kommt ist der ganz frische Matjes. Vergiss sämtlichen Matjes den Du bisher in diesem Jahr gesehen oder vielleicht sogar gegessen hast, der war nicht frisch! Also Du hast ihn sicher frisch gekauft, aber er war nicht aus diesem Jahr, denn der erste Matjes, also der aus den neuen Fässern, gehört der Majestät. Sie bekommt den allerersten Hering und erst dann können sich die Untertanen bedienen. So wurde am letzten Dienstag im WDR bei "daheim und unterwegs" berichtet. Es gibt sogar eigens eine Internetseite zum Matjestag, da wird man auch zu verschiedenen Informationen fündig. Sicher fragst Du Dich jetzt wieso es hier im Büdchen schon wieder Matjes gibt, ja soll ich denn die frischen Fischchen allen anderen überlassen, oder womöglich noch darauf warten dass er alt wird? Obendrein möchte ich Dir einen Matjessalat vorstellen der mal ganz anders ist als üblich, doch nicht weniger köstlich wie der Letzte
Pikanter Matjessalat:
4 Matjes, gründlich filetieren
1 Zwiebel
1 gelbe Paprika
6 Tomaten
100 g Gewürzgurken
1 Esslöffel Rapsöl
1 Esslöffel Weißweinessig
Salz und Pfeffer
Den gründlich filetierten Matjes in Würfel schneiden. Ebenfalls alle anderen Gemüsesorten fein Würfeln. Fisch mit Gemüsewürfel mischen. Mit dem Öl, Essig, Pfeffer und Salz würzen und gut 45 Minuten ziehen lassen.
Den Salat mit Pellkartoffeln oder kräftigem Brot servieren. Du wirst sehen, dieser Matjessalat ist so lecker pikant, da wirst Du keinen Königinnen-Matjeseröffnungstag mehr versäumen.


Mittwoch, 13. April 2011

Strammer Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...

Wir hier im Büdchen lieben essenstechnisch ja Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen, Miniportionschen. Sie sehen nicht nur schön aus, sie sind auch gut zu essen und das Geniale, man kann auch unterschiedliche Dinge probieren. Außerdem ist es bei „nicht mögen“ nicht ganz so unangenehm, wenn noch ein kleiner Haps übrig bleibt. Na ja und viel kann es ja eh nicht sein, weil die Portion ja vorher schon klein war. Ich weiß, hier wird jetzt so der eine oder andere schmunzeln, im Pott und Miniportionen ist eigentlich so weit von einander entfernt, wie der Mond von der Erde. Aber das stimmt nun ganz und gar nicht, das war mal so, doch seit wir Kulturhauptstadt im letzten Jahr waren, weiß jetzt fast jeder was alles Kultur ist und das geht bei weitem über das berühmte Kulturtäschchen hinaus.
Nun ist es aber so, da gibt es Leute aus dem Süden, Norden oder Osten die glauben tatsächlich Städte wie Düsseldorf oder Köln gehören auch noch zum Pott. So ist das aber nicht, nee bei weitem! Die Rheinländer zählen sich nicht zum Pott, aber ich kenne auch keinen aussem Pott dem man einen Gefallen erweist, indem man ihn zum Rheinland mischt.
Fein essen können sie beide und wenn es mal so richtig lecker schnell und deftig sein soll, greifen auch beide gerne mal zum strammen Max. Schnittchen Brot mit Butter bestreichen, schön lecker Schinken drauf, hier im Pott den rohen Schinken, aber ich glaube im Rheinland geht auch beides. Dann noch Gurkenscheibchen von der Essiggurke und obendrauf das gebratene Spiegelei. Das Weiße schön fest, zum Rand hin etwas knusprig, aber das Gelbe darf nur von unten leicht gebraten sein. Im Idealfall ist das Eigelb oben weich und noch etwas flüssig. Sticht man hinein, muss es wie warmer Wachs über das Brot laufen.
Tja, aber wie bekommt man einen Strammen Max in homöopathischer Dosis?
Der Trick ist, Brotscheiben in der gewünschten Größe ausstechen, Butter drauf, Schinken in kleine Stücke reißen und auf dem Schnittchen verteilen, dann auch Gurkenscheibchen, nur weniger und obenauf ein kleines Spiegelei! Wie wäre es mit einem Wachtelspiegelei?
Dieser kleine stramme Max ist auch mal ein nettes Amuse-Gueule und sollten nur Leute aussem Pott und aus dem Rheinland zum speisen kommen, macht man einfach etwas mehr...
Der Auslöser für den kleinen strammen Max hat eigentlich Zorra geliefert, oder doch eher der Edekaner von Chef, der Metzger hat gesagt, denn der ist noch bis zum 15.04.2011 der Gastgeber für das Event auf Zorra´s Blog. Das Thema ist "eine kulinarische Reise durch das Rheinland" da wir vom Büdchen gerne mal an den Rhein fahren, obwohl wir vor der Haustür die Ruhr mit ihren herrlich schönen Stauseen haben, wollten wir uns diesen Event nicht entgehen lassen.
Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

Erst sollte es der Have Hahn werden, aber der stramme Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...