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Montag, 23. Mai 2011

Basilikum-Gnocchi ohne Tomaten und Mozzarella…

Also ich habe beschlossen, jetzt wo hier renoviert wird, muss vorgekocht werden. Die Vorarbeit ist ja die halbe Miete, oder anders gesagt, vor Beginn muss ein vernünftiger Plan her. So etwas wie eine Aufstellung, das sogenannte Gerüst auf das man aufbauen kann. Ihr merkt es sicher, ich bin nach 3 Tagen schon renovierungsgeschädigt. Nein, nein, nicht renovierungsbedürftig, zum Glück ist es noch nicht soweit. Doch ich denke spätestens wenn ich die letzte Tasse in die neuen Schränke stelle, das letzte Kinkerlitzchen als Dekoration aufgetrieben habe, endlich die passenden Bilder gefunden und ich das erste Menü im neuen Esszimmer serviert habe, wird mein derzeitiger Albtraum mich in der Realität einholen und mir gehen die Ideen zum Kochen aus. Das wäre natürlich die Katastrophe schlechthin. Wobei ich bekomme ja dann auch mein neues Bücherregal ins Esszimmer. Soll ich Euch was sagen, dieses Regal wird eigens nur für die Kochbücher angeschafft und die blöden Gesetzbücher und Ratgeber von Herrn GB sollen es mal wagen auch nur annähernd in die Nähe dieses schönen Regals zu kommen, dann könnt Ihr mich mal erleben. Ich werde jeden Zentimeter in den Regalen für die Kochbuchcombo verteidigen. War ja schon der Hammer, dass Herr GB neulich unseren Wein als Buchstützen missbraucht hat.
Diese Idee hat mich zu der Überlegung genötigt, ob ich mein Schlepptop in die Ecke schmeiß und mich wieder mal öfter am Computer direkt am Schreibtisch setzen soll, denn direkt in greifbarer Nähe stehen diese neuen Buchstützen und ich denke so wären sie besser unter Beobachtung. Außerdem mussten für diese Weinboxen schon Reiseführer von mir Platz machen, dann versteht Ihr jetzt sicher umso mehr, warum ich mich mit der Kochbuchgang verbünden werde. Und wie ich die Fraktion kenne, werden sie es mir mit tollen Rezepten danken, die ich beim immer wieder durchblättern in ihnen finden werde. Ein Mitglied dieser Vereinigung ist das delicious days von Nicole Stich. Ihr erinnert Euch, da hatte ich mir neulich auch schon Anregungen herausgefischt. Hier das Risotto und hier das Frühlingsroastbeef und diesmal war ich wieder in dem Buch unterwegs und habe ein Kartoffelgericht gefunden. Basilikum-Gnocchi mit Pinienkernbutter.

Ich brauchte 1 kg mehlige Kartoffeln
1 gute Handvoll Basilikumblätter
1 Ei und 1 Eigelb
Meersalz
Und 75 – 125 g Mehl, das kommt aber auf die Kartoffeln an, bzw. darauf, wie mehlig sie sind. Je mehliger die Kartoffeln umso weniger Mehl muss man hinzufügen.
Ja und dann braucht man noch Mehl zum Formen.
Und wer hat, benutzt zum Formen ein Butterbrettchen.
Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen. Sobald sie gar sind, schnell abgießen, ruck zuck pellen und so warm wie es geht durch eine Kartoffelpresse drücken.
Nun die zerpflückten Basilikumblätter mit dem Ei und dem Eigelb mit dem Mixstab pürieren. Das Ei und das Eigelb vorher gut salzen.
Lasst Euch nicht irritieren wenn dieses Püree bräunlich aussieht, das wird schon. Nun das Basilikumpüree zu den zerdrückten Kartoffeln geben und beides vermischen.
Nun diese Masse kräftig salzen und nach und nach Mehl zugeben und untermischen. Man sollte nicht zu sehr den Teig kneten, es ist eher ein Matschteig als ein Knetteig. Ihr werdet es merken wann der Teig gut ist, dann hat er eine gewisse Geschmeidigkeit, aber er klebt nicht mehr. Nun kleine Rollen aus dem Teig formen, in ca. 2 cm dicke Scheibchen schneiden und über den Rücken einer Gabel oder über ein Butterbrettchen rollen. Dann bekommen sie diese hübschen Rillen.
Die Gnocchi auf ein bemehltes Brett oder eine bemehlte Folie legen. Salzwasser zum Kochen bringen und die Gnocchi in wenigen Minuten in dem Salzwasser gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht zu stark kochen wenn die Gnocchi im Wasser sind, sonst zerkochen sie.
Doch eh man die Gnocchi ins Wasser gibt sollte man die Pinienbutter machen. Für 4 Personen gut 125 g Butter in einem Pfännchen auslassen, mit etwas Meersalz würzen und ca. 50 g fein gehackte Pinienkerne in die geschmolzene Butter geben. Auf kleiner Hitze die Pinienkerne leicht anbräunen.
Die Gnocchi auf einen angewärmten Teller geben und die Pinienbutter darüber geben. Wir haben einen grünen Salat dazu gegessen.
Aus einem Kilo Kartoffeln habe ich gut Portionen für 6 Personen bekommen, den Rest den wir nicht gegessen haben, habe ich ungekocht eingefroren.
Demnächst werde ich sie mal auftauen und mit geschmolzenen Tomaten und Mozzarella servieren, mal sehen wie es schmeckt, aber diesmal noch ohne…
Übrigens, der Wein aus dem Regal passte auch zu unserem Essen und sie sind ja so praktisch diese Buchstützen.