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Donnerstag, 6. Dezember 2012

Den ersten Frost hatten wir, jetzt gibt es Grünkohl…


…das kennst Du doch sicher auch so, oder? Grünkohl muss einmal Frost bekommen und erst dann ist er lecker und kann in den Topf wandern. In manchen Gegenden heiß er Braunkohl und in wieder anderen Regionen wird er mit Pinkel gegessen.
Nee, Pinkel ist jetzt nix ekeliges, nur wenn Du keine Wurst magst. Pinkel wird in Norddeutschland gegessen und ist so etwas wie Grützwurst. Im Norden gibt es regelrechte Grünkohlfeste und da würde sicher jeder eingefleischte Grünkohlesser über mein heutiges Grünkohlgericht die Nase rümpfen. Erst habe ich mir ja auch so meinen Teil gedacht, aber dann hörte es sich wieder so ungewöhnlich an, da juckte es mir regelrecht in den Fingern und ich konnte einfach nicht anderes, als es auszuprobieren. Die Kombination von Kartoffeln und Nudeln ist hier im Büdchen jetzt nicht gerade alltäglich. Auch die Kombination von Chilischote und Grünkohl hatte es bisher nicht in unsere Küche geschafft. Aber eine Zusammenstellung aller vier Zutaten ist schon fast unglaubwürdig. Aber so ungewöhnlich diese Auswahl auch war, so fein war sie auch. Doch das Geniale war mal wieder mit welcher Schnelligkeit ein frischgekochtes Mittagessen auf dem Tisch stand. Außerdem mal so ganz nebenbei, Grünkohl ist super gesund und ist ein hervorragender Calciumlieferant und wenn Du es vegetarisch haben willst lässt Du einfach die kleinen Schinkenwürfel weg, im Originalrezept waren sie auch nicht drin. Doch solltest Du jetzt Appetit bekommen haben, dann brauchst Du 250 g festkochende Kartoffeln die Du in kleine Würfel schneidest. 350 g bis 400g Grünkohl putzen, waschen und in kleine Streifen schneiden. Dicke Strünke abschneiden und entsorgen. In einem großen Topf gibst Du etwas Olivenöl und schwitzt darin vier kleingehackte Knoblauchzehen, und wenn Du willst, 50 bis 75 g magere Schinkenspeckwürfelchen an. Den Kohl gibst Du nun zu dem angeschwitzten Knoblauch und lässt ihn mit schwitzen.
Wen er etwas zusammengefallen ist fügst Du die Kartoffelwürfel zu. Jetzt gießt Du 300 bis 350 ml Gemüsefond an. Während Du den Kohl mit den Kartoffeln aufkochen lässt, hackst Du eine rote Chilischote. Willst Du es nicht zu scharf haben, dann solltest Du die Kerne und die Seitentrennwände in der Schote vor dem Hacken entfernen. Die Chiliwürfel gibst Du ebenfalls zum Kohl.
Jetzt würzt Du es mit Salz und etwas frischgemahlenem Pfeffer und lässt den Kohl zugedeckt gute 30 Minuten köcheln. Jetzt hast Du Zeit um 400 g Penne in Salzwasser zu kochen. Sobald sie die gewünschte Bissfestigkeit erreicht haben, gießt Du sie ab und schüttest sie zum Kartoffel-Kohl-Gemisch.
Alles wird gut vermengt und nochmals mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Am besten Du lässt es jetzt noch so gute 5 Minuten durchziehen. Auf Teller verteilen und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Ja, Du hast richtig gelesen mit PARMESAN bestreuen!


Montag, 23. Januar 2012

Grünkohl gab es lange nicht...

Mein Berufsleben hat mich wieder und ich den Alltag auch. War ja klar dass der schon in der Warteschleife stand und nur auf den Moment der Stunde wartete um zuschlagen zu dürfen. Mensch war der Urlaub schön, ich hatte Zeit die ich sinnlos hätte verbraten können, hab ich natürlich nicht. Wie es sich für einen beruftätigen Menschen gehört habe ich jede kostbare Sekunde zweckmäßig genutzt und alles erledigt zu dem man sonst eh nicht kommt. Hat ja auch etwas für sich, so kann ich mich jetzt wieder in meiner Freizeit meinem genussvollem Hobby widmen und den Kochlöffel schwingen. Allerdings hat sich mit dem Alltag auch die täglich auftretende Frage eingestellt, „Was koche ich heute?“Wenn mir nun so gar nichts einfallen will nehme ich ja gerne das eine oder andere Hilfsmittel zu rate, Kochbücher, Internet oder diese tollen Apps die ich mir auf mein Smartphone geladen habe. Diesmal musste das App des tagesaktuellen Obst- und Gemüsekalenders herhalten. Kurzerhand zack, zack zweimal getippt und schon zeigt der Kalender was gerade im Gemüseregal liegen müsste. Die saisonale Ausbeute war grandios. Grünkohl, Schwarzer Rettich, Topinambur! Mit Topinambur könnte ich Kartoffeltürmchen machen, aber die hatten wir ja schon mal. Aus schwarzem Rettich könnte ich Hustensaft machen, doch den brauche ich nicht, besser wären Nasentropfen. Hmm, ob man ihn zweckentfremden könnte, aber ob die Nase das so einfach mitmacht1? Okay keine so gute Idee, außerdem macht Hustensaft nicht satt und schon gar nicht über die Nase eingenommen.
Bei dieser riesigen Auswahl entscheide ich mich ganz spontan für Grünkohl. Grünkohl ist geschmackvoll, Grünkohl hat Kalzium, also gibt es Grünkohl...Türmchen…
Geschichteter Grünkohl mit Senfsauce und Kassler gebraten...
300g geputzter Grünkohl
½ Teelöffel Senfkörner
1 Zwiebel
½ Esslöffel Schmalz
Salz, Pfeffer,
150 ml Gemüsebrühe
4 große Pellkartoffeln
4 schmale Scheiben Kassler (Karbonadenstück)
1 Esslöffel Bratenfett
200 ml Kalbsfond
2 Esslöffel Senf (ich habe Tauberhasen Mostrich genommen)
Pfeffer, Salz
2 Esslöffel eiskalte Butter
Schmalz in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im ausgelassenen Schmalz glasig dünsten. Den geputzten Grünkohl dazugeben und auch kurz anschwitzen.
Mit Brühe ablöschen, die Gewürze beifügen und ca. 20 Minuten garen.
Bratenfett in einer Pfanne auslassen und die Kasslerscheiben von beiden Seiten braten. Herausnehmen und mit Fond ablöschen. Senf zugeben und mit Pfeffer und Salz würzen. Etwas einkochen lassen. Die eiskalte Butter in kleinen Stückchen unter die Sauce schlagen.
Die Kartoffeln pellen und jede Kartoffel in zweimal quer durchschneiden.
Etwas Sauce auf angewärmte Teller geben die Kartoffel abwechselnd mit den Grünkohl auf den Teller schichten und mit dem gebratenen Kassler anrichten.