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Freitag, 6. Juli 2012

Zucchini-Häppchen gehen immer…

Neulich als wir grillten konnte ich es malwieder nicht abwarten. Grillen ist ja nichts für Hungrige bis da mal die Kohle durchgeglüht ist und das Würstken endlich gar ist, bin ich fast verhungert. Ich muss es ja schließlich wissen, wer kommt von uns denn nun aus der Hochburg der Kohle, Du oder ich? Na wie gesagt, neulich war es mal wieder soweit, ich hatte Hunger und die Kohle wollte einfach nicht glühen. Klar ich hätte mich jetzt an Brot, Soßen und Salat satt essen können, aber das war jetzt auch nicht so das was mir vorschwebte. Außerdem wollte ich ja nur eine winzige Kleinigkeit.
Nachdem ich den Kühlschrank und alle anderen Vorratsschränke inspiziert hatte, blitzte es wieder und meine Ideen überschlugen sich.
Als kleinen Snack vorweg gab es Zucchiniröllchen mit Grissini in Schinken eingehüllt. Jetzt sag doch mal selbst mit so kleinen Leckereien kann man doch gut die Wartezeit überbrücken, oder?
Zucchini in dünne Streifen schneiden und leicht salzen. Frischkäse mit etwas Quark und Sahne glattrühren.
Minze fein gehackt unterheben und mit Pfeffer, Salz und Sumach abschmecken. Die Zucchinistreifen aufrollen und mit einen Zahnstocher feststecken.
Die Käsemasse einfüllen und auf Teller anrichten. Grissinistangen mit gekochten Schinken umhüllen und zu den Zucchinihäppchen legen.
Ein kleiner Snack der noch Platz für Grillgut lässt…


Dienstag, 19. April 2011

Geburtstagsboykott...

Irgendwie stecke ich noch im März und Schuld ist eindeutig Ostern. Seit Wochen warte ich auf dieses Fest und will Osterstimmung im Büdchen machen. Nur es war doch immer noch nicht der richtige Zeitpunkt und nun ist es keine Woche mehr hin. Sämtliche Dekohasen vom letzten Jahr wohnen noch im Keller, in ihrem Winterquartier bzw. Sommerwohnsitz. In jedem Jahr zieht hier ein neuer Hase ein, manchmal auch zwei und nach Ostern ziehen sie zu den Anderen. Ja und in den letzten Tagen war ich nur mit dem kulinarischen Teil von Ostern beschäftigt und deshalb sind sie alle noch unten schön eingepackt vor Sonnenstrahlen und Bodenfrost. Außerdem ist die Vorfreude auf Ostern schon wieder etwas abgeklungen, weil ich mich jetzt auf etwas anderes freue will und zwar auf meinen Geburtstag.
In diesem Jahr ist Ostern blöd, erst so spät und dann hab ich Ostersonntag auch noch Geburtstag. An Geburtstagen gehen Herr und Frau GB eigentlich immer chic essen, Ostern auch an einem Tag, nur wir zwei, ganz gemütlich und schön. Aber Ostern ist eben Ostern und Geburtstag ist eben Geburtstag. Ich will nicht beides an einem Tag haben! Ich will mich erst auf Ostern freuen und dann auf meinen Geburtstag und zwar richtig lange auf jedes Fest einzeln, so.
Außerdem gibt es zu Ostern immer Osterglocken und schöne Zweige die geschmückt werden und zum Geburtstag sind die Tulpen dran. Allerdings gibt’s vom Schatz immer einen dicken Strauß Rosen, den werde ich mir in diesem Jahr wohl auch vonne Backe putzen können, ich sach nur Ostermontag!!! Wenn ich mir so überlege, ich soll zu meinem Geburtstag Eier färben, wie blöd ist das denn?
Nööö, die bunten Eier werde ich erstmal boykottieren, da mach ich nur Soleier und vielleicht boykottiere ich auch den Geburtstag und geh nicht hin...


Für 18 Soleier braucht man ein großes Glas mit Deckelverschluss in dem die Eier zwischen 3 Tagen und einer Woche ziehen können. Die Eier werden hart gekocht, und mit dem Griff eines Messers leicht angeklopft, dass die Schale reißt aber nicht auf- oder abspringt. Die Eier müssen abkühlen und in der Zwischenzeit kann die Sole hergestellt werden. Dafür mischt man 1Liter Wasser mit 200 g Meersalz, kocht es auf und löst das Salz darin auf. Die Eier werden mit Lorbeerblätter, Nelken und Piment in das große Glas gefüllt. Nun die Sole über die Eier gießen bis die Eier komplett bedeckt sind. Es ist normal, das die Eier oben schwimmen, das liegt an dem Salzgehalt im Wasser.
Da wir zu einem Osterfeuer gehen und jeder Leckereien mitbringt, habe ich außerdem auch noch ein Glas Soleier mit Wachteleier gemacht.
Das ist das gleiche Verfahren wie bei den großen Hühnereiern.

Aber wie werden sie gegessen?
Zu den großen Soleiern reicht man Essig, Öl, Senf und Pfeffer.
Man halbiert das Ei, nimmt das Eigelb heraus, gibt in die Aushöhlung Essig und Öl. Setzt das Eigelb wieder ein, betupft es mit Senf und mahlt feinen Pfeffer auf. Und nun kommt der Moment!!! Die ganze Hälfte mit einem Haps in den Mund schieben. Die ganz Harten trinken einen klaren Schnaps nach.
Die kleinen Wachteleier werden etwas anders gegessen. Allerdings das Wachtelei auch nach dem Pellen halbieren, nun aber auf das Eigelb Balsamicoessig träufeln. Kein Senf, kein Öl, kein Pfeffer, aber auch mit einem Haps in den Mund. Bei so einem edlen Haps sollte man schon Wert auf einen richtig guten Balsamicoessig legen.
Es muss zwar nicht der sündhaft teure, in alten Eichenfässer dachbodengelagerte Essig sein, aber auf handelsübliche Balsamicoreduktionen oder auf diese karamellisierten Billigessige, sollte man sich selbst zur Liebe verzichten. Dann lieber einen anderen aromatischen, gutgereiften Essig nehmen.

Freitag, 18. März 2011

Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...

Mit entsetzen stellte ich gestern auf dem Weg vom Büro nach Hause fest, kein Geld im Portmonee, nur sonn paar Cent, ja guten Tach auch. Also war nichts mit Gemüse shoppen, erstmal muss ich wieder Geld kaufen. Nur mal so als kleine Anmerkung. Dieser Ausdruck „Geld kaufen“ hat sich bei uns etabliert. Folgender Hintergrund: mein kleiner Neffe, er war so 5, also vor ca. 30 Jahren, quengelte in einem Laden und wollte irgendetwas haben. Die Mutter des Neffen, sagte kurz und knapp zu ihm, ich hab kein Geld. Seine Antwort, dann musst Du zur Bank und Geld kaufen. Tja so einfach ist das.
Ja und ich hatte jetzt auch kein Geld, aber ich hatte auch keine Lust Geld zu kaufen.
Faulheit macht erfinderisch, wie auch schon in der ganzen letzten Zeit, habe ich auf Vorräte zurückgegriffen und mal eben improvisiert. Geholfen hat mir wieder mein kleines Tapasbuch.
Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...
Übrigens dieses "Guten Tach auch" sagt man hier auch mal ganz gerne wenn man jemanden wachrütteln möchte. So frei nach dem Motto, ach auch schon wach, auch schon etwas gemerkt? Alles klar?
Zustande gekommen ist eine Backofentortilla:
Eine Auflaufform ca. 18 x 25 cm
Alufolie
Öl für die Folie
2-3 Knoblauchzehen
4 Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
8 Kartoffeln (Drillinge mittlere Größe)
5 Eier
200 g Schmand
50 ml Milch
1 Mozzarella (hier gehört eigentlich ein spanischer Käse rein, der lag aber noch im Geschäft)
2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
Salz und Pfeffer
Für die Dekoration:
Holzspießchen und Schnittlauchröllchen
Die Auflaufform mit der Alufolie ausschlagen und mit dem Öl einfetten. Die Drillinge gut abschrubben und mit Schale in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser etwas angaren. Abgießen und in die Auflaufschale schichten. Die Frühlingszwiebeln und den Paprika in kleine Würfel schneiden und mit den Schnittlauchröllchen auf den Kartoffelscheiben verteilen.
Mozzarella grob in kleine Stücke schneiden. Den Knoblauch mörsern. Die Eier mit Schmand und Milch verschlagen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Den Mozzarella und den gemörserten Knoblauch zu dem Eiergemisch geben und mit einem Pürierstab sämig verschlagen.
Alles gleichmäßig auf die Kartoffelscheiben gießen.
Nun die Tortilla im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft 30 – 35 Minuten backen. Sollte die Eiermasse zu braun werden mit etwas Alufolie abdecken.
Die Auflaufschale aus dem Backofen nehmen und gut auskühlen lassen. Mit der Alufolie lässt sich die Tortilla super aus der Form heben. Jetzt in mundgerechte Stücke schneiden auf Tellern anrichten mit je einem Spießchen und Schnittlauchröllchen dekorieren.
Bei uns war der Hunger sehr groß und deshalb ist sie lauwarm in unseren Mund gerutscht. Bei der Menge ist selbstverständlich noch einiges übrig geblieben und wie ich aus einschlägigen Kreisen erfahren habe, schmeckt sie kalt bald noch besser.
Also auch eine schöne Sache für ein Tapasbuffet.

Freitag, 4. März 2011

Tapas, klein, temperamentvoll, anregend...

Neulich habe ich mal wieder in meinen Kochbüchern gekramt, weil ich ein bestimmtes Buch suchte. Prompt habe ich es gefunden, ein kleines Buch mit Tapas. Siedend heiß kam mir wieder der Anlass dieses Bücherkaufs in den Sinn. Eine Einladung zum Tapas essen steht noch bei Freunden vom Büdchen aus. Oh je, die Einladung haben wir vor einem Jahr schon ausgesprochen, allerdings war auch ständig etwas anderes los und wir konnten einfach keinen gemeinsamen Termin finden.
Nun liegen hier aber Pimientos de Padrón herum und auf einen Termin warten hieße, sie würden irgendwann faul herumliegen. Das weiß ich zu vermeiden.
Wir essen gerne eine Aioli dazu, also brauchte ich dieses bestimmte Buch, denn da steht die Aioli drin. Sicher ist es nicht die Aioli die ausschließlich aus Knoblauch und Olivenöl gemacht wird, sondern eine Mischung aus Knoblauch, Eigelb und Olivenöl. Ach ja, die üblichen verdächtigen Geschmacksgeber, wie Zitronensaft und Salz kommen auch noch hinein. Es sollte eigentlich nur ein kleiner Snack sein. Gut, dass ich nicht so Unmengen davon eingekauft habe, sonst hätte das Hauptgericht eine Warteschleife durch den Kühlschrank bis zum nächsten Tag ziehen können.
Ja, ja, so sind die Tapas, klein, temperamentvoll und anregend...


Tapas - Pimentos de Padrón

Pro Person ca. 5 Pimentos de Padrón
Olivenöl
Fleur de sel (Meersalz)

3 Knoblauchzehen
Etwas Salz
150 ml Olivenöl
1 Eigelb
Zitronensaft


Die Knoblauchzehen mit Salz zermörsern bis ein richtiger Brei endstanden ist. Zu diesem Brei ein Eigelb geben und schaumig schlagen. Tropfenweise das Öl dazugeben und zu einer Mayonnaise rühren.

Die Pimentos de Padrón in Olivenöl kräftig frittieren bis die Haut bräunt und leicht aufplatzt. Die Pimetos aus dem Öl nehmen und auf einem Tuch Küchenrolle abtropfen lassen. Auf Teller anrichten und mit Fleur de Sel bestreuen. Mit der Knoblauchmayonnaise beträufeln und noch lauwarm essen.