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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Neue Taschen zum Fest, Apfeltaschen…

…neee, neee, ich schreibe noch keinen Wunschzettel für das Christkind, obwohl wenn ich es mir so recht überlege……., neee komm, lassen wir das. Erstmal wollen wir den goldenen Oktober genießen und im Oktober gibt es immer das eine oder andere im Büdchen und Umgebung zu feiern. Allen Aktivitäten voran und überhaupt eins der wichtigsten Ereignisse ist der Geburtstag von Herrn GB. Selten feiern wir den ganzen Tag zuhause, lieber sind wir auswärts und können so besser den eigentlichen Tag genießen. Wo es an diesem Tag hingeht dürfen sich prinzipiell immer die Geburtstagskinder aussuchen. Geburtstagskinder sind an ihrem Tag die Bestimmer und das ist mit Sicherheit nicht nur im Büdchen so.
Jetzt ist es ja mit dem eigentlichen Geburtstag meistens nicht abgetan. Dahinter stehen ja auch noch immer so einige Gratulanten und die lieben Kollegen, die will man ja auch nicht einfach links liegen lassen. Schließlich geht man Seite an Seite, Tag für Tag zusammen durch das Berufsleben, da werden natürlich die Gelegenheiten wahrgenommen, um an solchen Tagen auch die Kollegen zu bespaßen.
Herr GB als Bestimmer weiß immer ganz genau was er sich für die Kollegen wünscht, bis ich daher komme. Ja, ich mit meinen tollen Ideen. Herr GB lässt sich immer ganz geduldig alles aufzählen was mir so einfällt, früher endete das dann immer bei einem Topf Gulasch und einer Philadelphiatorte. Beides in den Achtzigern sehr gerne genommen. Mittlerweile sind wir moderner geworden und der Topf Gulasch wurde gegen Pulled Pork Burger ausgetauscht. Tja und die Philadelphiatorte schafft es auch leider nicht mehr in die Büdchenhitliste. Außerdem werden lieber kleine Gebäckstücke, mal so auf die Hand, gegessen. Also hier im Büdchen ist das so. Keine mächtigen Torten und schon mal gar nicht diese überwältigenden Cremeteilchen. Nööö, die Büdchengesellschaft greift lieber zu Kleingebäck. Ich erinnere da ja gerne an die Schwarzwälderkirschtörtchen oder die fluffigen Bierteilchen. Sowieso sind kleine Taschen in denen etwas Versteckt ist der Renner. Ja überhaupt, wie wäre es denn mal mit kleinen gefüllten Taschen zum Fest? Eine Idee war geboren! Probeweise habe ich mal welche gebacken, so halt zum Testen, ob sie Herrn GB schmecken und ob die geburtstagkollegentauglich sind. Sie sind!!! Allerdings nur unter einer Bedingung, hat Herr GB gesagt, nur wenn ich ihm auch noch den Marzipankuchen von neulich backe.
Okay, so ist das, Herr GB ist das Geburtstagskind, er ist der Bestimmer und der Trend geht eh zum Zweitkuchen…
Apfeltaschen:
Teig:
400 g Mehl
40 g Zucker
20 g frische Hefe
200 ml lauwarme Milch
1 Ei
1 Prise Salz
40 g Butter
3 gehäufte Esslöffel Magerquark
Mehl und Zucker in einer Schüssel vermischen, in das Mehl eine Mulde drücken und die Hefe hinein bröseln. Die warme Milch aufgießen, 5 Minuten stehen lassen und die Hefe etwas arbeiten lassen. Alle restlichen Zutaten zugeben und solange kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst und ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen, er sollte sich vergrößern.
Füllung:
3 Esslöffel Rum
400 g aromatische Äpfel (ich verwende gerne die Sorte Elster)
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Zucker
Eine gute Prise Zimt
1 Esslöffel Butter
Butter in einer Pfanne zerlassen, Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Den Zucker zugeben und die Apfelstücke in der Butter kurz andünsten. Mit Zitronensaft und Zimt würzen und in einer Schüssel abkühlen lassen.
Den Teig ausrollen und in etwa 10x10 cm große Vierecke schneiden. In die Mitte der Vierecke jeweils etwas von den Äpfeln geben und zu Dreiecken zusammenklappen.
Die Ränder gut zusammen drücken.
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und innerhalb von 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

Montag, 13. Oktober 2014

Im Büdchen wird mal wieder gebacken, Roggenbrötchen…

…wenn es nach Herrn GB gegangen wäre, hätte es luftiges Gebäck oder cremige Törtchen gegeben. Mit dieser Wunschgewissheit hat er es auch ganz stillschweigend hingenommen, als ich ihm sagte, dass gebacken wird. Was ich tatsächlich vorhatte ging aber definitiv in eine ganz andere Richtung. Brötchen und zwar Roggenbrötchen! Was sagste jetzt!? Ja, ja, ich weiß Backen ist nicht meine Stärke und mit der herzhaften Backerei hab ich es jetzt nicht wirklich.
Du glaubst nicht was es für einen Akt war, bis ich ein Klärchen geeignetes Brötchenrezept gefunden habe. Zumal ich auch noch meine ganz eigenen Vorstellungen hatte. Roggenbrötchen so einfach wie möglich. Alle eingefleischten Brot- und Brötchenbäcker wechseln jetzt mal besser den Blog. Ich habe mich durch Rezepte gelesen und war anschließen so verwirrt wie noch nie. Da war die Rede von Vorteig, Roggensauer, Brühstücke und was weiß ich nicht noch alles. Fast hätte ich die Segel gestreckt, das Handtuch geworfen oder meinen genialen Plan verworfen. Ich wollte Pulled Pork auf den Tisch bringen und zwar von der Pike an selbstgebastelt. Was Pulled Pork ist erkläre ich Dir in den nächsten Tagen, solange musst Du Dich gedulden und jetzt konzentrieren wir uns mal wieder auf Roggenbrötchen.
Also alle Profirezepte waren nichts für mich, es musste etwas Einfaches her. In einem Uraltbackbuch von GU wurde ich fündig. Roggenbrötchen mit Sesam. Auf den Sesam habe ich verzichtet, denn wie gesagt die Brötchen sollten für mein Pulled Pork sein und da wollte ich kein Sesam schmecken. Im Rezept stand „sie schmecken nach 2 Tagen noch wie frisch gebacken“ und das wollte ich testen.
Die kleinen Dinger haben den Test bestanden und für die Gefriertruhe sind sie auch geeignet, wobei sie so lecker sind, da wird es schwer Brötchen für den Vorrat zurückzubehalten.
Wenn Du auch nicht DER Bäcker unterm Herrn bist, müsste das einfache Rezept Dir gefallen, versuch es mal. Am besten schmecken die Brötchen natürlich mit herzhaftem Belag, aber ein ganz heißer Tipp ist Rübenkraut. Das Zeug ist genial auf Roggenbrötchen, aber ich denke Du backst sie auch für Pulled Pork, wenn Du erst einmal weißt was es ist.
Roggenbrötchen:
500 g Roggenvollkornmehl
250 g Weizenvollkornmehl
1 Würfel Hefe
0,6 Liter lauwarmes Wasser
½ Teelöffel Zucker
1 Esslöffel Salz
1 Messerspitze Pfeffer
1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
150 g Sauerteig
Backpapier
Das Mehl in eine Schüssel geben und vermischen. In die Mitte eine Munde drücken und die Hefe hinein bröckeln. Etwa 100 ml Wasser zugießen, den Zucker aufstreuen und mit etwas Mehl leicht bestäuben. Jetzt lässt Du die Hefe etwas arbeiten, deckst die Schüssel mit einem Tuch ab und wartest gute 15 Minuten.
Wenn die Hefe leicht aufgeschäumt hat, die anderen Zutaten zugeben und aus allem einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und nochmals gehen lassen. Gut eine Stunde, dann müsste er sich um das doppelte vergrößert haben.
Die Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und den Teig darauf nochmals zusammenschlagen. Nochmals gehen lassen, dann in 14 gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen, etwas flach drücken und mit einer Rasierklinge einritzen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigstücke darauf setzen, wiederum gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Brötchen mit kaltem Wasser bepinseln und auf der mittleren Schiene im Backofen 25 Minuten goldbraun backen.

Samstag, 6. September 2014

Brioche, jetzt ist die Vorspeise komplett…

…erst hatte ich Dich mit dem Geflügellebercreme brûlée bespaßt, dann mit den Gewürzbirnen und wie versprochen bekommst Du heute das Rezept von der Brioche. Brioche ist eigentlich nichts anderes als ein Hefezopf nur eben nicht als Zopf. Ach ja, eine ganze kleine Kleinigkeit macht die Brioche dann doch wieder zu einem einzigartigen großen Gebäck das unvergleichbar ist. Es trieft förmlich von Butter. Zwei Teile Mehl, ein Teil Butter und Hefe ist die Grundlage des französischen Hefegebäcks. Nach Möglichkeit wenig Hefe, dafür aber lange gehen lassen und wenn ich sage lange gehen lassen, dann meine ich lange gehen lassen. Neulich bei unserem Kochtreffen reichte die Zeit nicht so richtig und irgendwie wollte er mit der ursprünglichen Hefezugabe nicht gehen, also wurde die Hefe verdoppelt und ab da hatte er keine Chance mehr. Er ging, und wie er ging! Dann hatten wir noch das Glück dass uns ein Heißluftdämpfer zur Verfügung stand. Das ist nichts anderes als ein Backofen mit Umluft und Dampf. Kannst Dir ja vorstellen wie die Brioche blubberte. Hefeteig braucht nichts anderes wie Wärme und Feuchte, ach ja und Du solltest ihn liebevoll behandeln. Auch wenn Du ihn zusammenschlägst, mache es mit Liebe, er wird es Dir danken.
Du glaubst jetzt Du würdest ihn nie, nieeemals zusammen schlagen, Du musst aber!!! Ob Du nun willst oder nicht, er wird sonst recht beleidigt in seiner Schüssel hocken bleiben und kein bisschen neugierig über den Schüsselrand linsen. Er will dass Du Dich dauernd mit ihm beschäftigst.
Pass auf, ich erkläre Dir das Rezept mal haarklein und von Anfang an.
Du brauchst folgende Zutaten:
500 g Mehl und Mehl fürs Zusammenschlagen
20 g Hefe
10 g Salz
60 g Zucker
6 Eier
50 g lauwarmes Wasser
250 g Butter
1 Ei
1 Dotter
Du gibst das Mehl in eine Schüssel, drückst in das Mehl eine Mulde. Du bröckelst die Hefe in die Mulde. Streust den Zucker auf die Hefe. Jetzt verquirlst du die 6 Eier mit dem Wasser und gibst das Gemisch auf die Hefekrümmel. Lass es einen Moment stehen bis die Hefe etwas schäumt. Nun noch das Salz zufügen, alles vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Du bist noch nicht fertig!
Du hast die Butter etwas angewärmt und zwar so dass sie gut zimmerwarm ist. Die knetest Du jetzt nach und nach unter den Teig. Wenn der Teig seidig glänzend schimmernd mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Er soll sich verdoppeln, evtl. musst Du ihn noch einige Zeit in der warmen Küche gehen lassen. Jetzt streust Du Mehl auf Deine Arbeitsfläche, gibst den Teig dazu, bemehlst in auch von oben und schlägst ihn von allen Seiten zur Mitte zusammen. Sei nicht zimperlich, aber knete ihn auch nicht, oder klatsche ihn gar zusammen, denn dann drückst Du die schönen Luftbläschen aus den Teig die er über Nacht gebildet hat. Du musst halt das richtige Fingerspitzengefühl entwickeln. Mir hat das ein Kochkollege aus unserer Kochgruppe gezeigt. Jetzt deckst Du ein feuchtes Tuch auf den Teig und lässt ihn wieder gehen er soll sich wieder um einiges vergrößern.
Ist er wieder auf das Doppelte seiner Größe gewachsen? Gut so, dann kannst Du den Teig in kleine Portionen teilen und wenn Du hast in Briocheformen geben. Es gehen aber auch Muffinformen. Meines Wissens werden die Originale aus zwei Kugeln geformt. Eine etwas größere und auf die wird eine kleine Kugel gesetzt.
Egal wie Du es machst, Du lässt den Teig jetzt nochmals etwas gehen. Während der Teig geht verquirlst Du das Ei mit dem Dotter und bestreichst den gegangenen Teig damit.
Den Backofen solltest Du auf 200°C vorheizen. Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat gibst Du das Gebäck hinein und backst die Brioche gute 20 Minuten bei 200°C, danach schaltest Du den Ofen herunter auf 180°C und backst weitere 15 bis 20 Minuten. Goldgelb soll das Gebäck werden, lass es nicht zu braun werden sonst wird es innen zu trocken.
Brioche schmeckt nicht nur zur Geflügellebercreme brûlée. Auch zum Frühstück, oder in Scheiben geschnitten in einer Eiermilch getränkt und in Butter gebraten ist Brioche regelrecht eine Delikatesse.


Freitag, 18. Juli 2014

Die Dampfnudel ist mit dem Rhabarber liiert…

Es ist Wochen her, aber das muss jetzt noch sein und vielleicht hast Du Dir im Gefrierfach auch noch etwas Rhabarber gesichert. Erst war im Fernsehen der Dampfnudelblues, dann fand ich bei Schnuppschnüss die Pflaumenmus-Buchteln mit Birnenkrautfüllung und jetzt zu guter Letzt fällt mir auch noch dieses uralt Büchlein in die Hände das ich vor gefühlten 30 Jahren, mal beim Kauf eines gusseisernen Schmortopfes, als Zugabe bekam. Das Rezept mit den Dampfnudeln will ich schon so lange machen, wie ich das Buch habe. Zwischenzeitlich hat der Schmortopf allerdings nicht überlebt und ich weiß noch nicht einmal ob der Topfhersteller überhaupt noch existiert. Ich weiß nur er hatte damals seinen Stammsitz irgendwo im Sauerland. Doch auch das ist nichts ungewöhnliches, denn im Sauerland sind so einige Hersteller die sich auf Kochgeschirr spezialisiert haben.
Was ich an diesem Rezept so super interessant fand war zum Ersten, das die Dampfnudeln nicht wie üblich im Backofen, sondern in dem Schmortopf gemacht wurden und zum zweiten, dass der Topf nicht gefettet wurde, aber statt dessen die Hefeklöße in einer Zuckerlösung gegart wurden. Die Zuckerlösung kochte etwas ein und dadurch karamellisierte der Boden der Dampfnudel. Du glaubst nicht wie köstlich diese Zuckerkruste war. Bisher kannte ich es nur vom Hörensagen, doch wie heißt es so schön, probieren geht über studieren.
Da ich ja jetzt das Buch mit dem Dampfnudelrezept eh schon am Wickel hatte, ich im Moment sowieso gerne mit Hefe bastel und Herrn GB mit einer Süßspeise bespaßen wollte, hab ich nicht lange gefackelt und ratz fatz wurde das Rezept ausprobiert. Laut Anleitung hätte es klassisch Pflaumenmus oder gerösteten Mohnsamen dazu gegeben, gab es aber nicht.
Was der Schnuppschnüss ihr Birnenkraut ist, ist mir mein Rhabarberkompott. Du merkst schon ich musste auch improvisieren, allerdings nicht weil ich kein Pflaumenmus hatte, sondern weil Rhabarberkompott meinen Kühlschrank belagerte und das musste weg. Wie gesagt es ist Wochen her.
Als kleines Schmankerl gab es noch zusätzlich eine Vanillepuddingcreme mit Jogurt. Dampfnudel auf Vanillepudding-Joghurtcreme mit Rhabarberkompott ist eine Kombination die mal wieder zeigt dass es gelegentlich ganz sinnvoll ist mal von der klassischen Version abzuschweifen. Probier es aus und Du wirst mir Recht geben.
Dampfnudel:
500 g Mehl
25 g Hefe
60 g Butter
60 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
¼ Liter lauwarme Milch
Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen und kurz stehen lassen, sie schäumt ein wenig auf. Butter, Zucker, Eier und Salz mischen. Die restliche warme Milch einrühren. Nun noch die aufgelöste Hefe zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Gründlich kneten bis er nicht mehr klebt. Nun den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und in einem warmen Eckchen ohne Zugluft gute 1 ½ Stunden gehen lassen.
Mit einer kleinen Suppenkelle kleine Kugeln ausstechen und auf ein bemehltes Brett legen. Die Teigkugeln mit Mehl bestäuben, nochmals mit einem Tuch abdecken und wieder ruhen lassen.
Jetzt in eine große Pfanne (mit Deckel) eine Tasse Zuckerwasser mit einem kleinen Stück Butter geben. Das Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht die Teigkugeln in die Pfanne geben. Jetzt die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Teigkugeln gute 10 Minuten dämpfen.
Die Dampfnudeln gehen schön auf. Wenn man den Decken abnimmt, darauf achten, dass kein Kondenswasser vom Deckel auf die Dampfnudeln tropft. Am Boden der Dampfnudel gibt es eine herrliche braune Zuckerkruste und innen sind sie genial fluffig.
Rhabarberkompott mit Holunderblütensirup:
Rhabarber putzen und mit Holundersirup marinieren. In einem Topf auf kleiner Hitze zu Kompott kochen.

Vanillepudding-Joghurtcreme:
500 ml Milch
Mark einer Vanillestange
3 Esslöffel Zucker
2 Eier
40 g Speisestärke
Prise Salz
250 g Joghurt 10% (griechischer Joghurt eignet sich sehr gut)
Die Milch, 5 - 6 EL zurückhalten, mit dem Vanillemark und dem Zucker aufkochen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Milch und der Speisestärke gut verrühren. Das Eiweiß mit der Prise Salz zu Schnee schlagen und kühl stellen.
Sobald die Milch kocht, die angerührte Stärke in die Milch rühren und kurz aufkochen. Den Pudding gut durch rühren und gut abkühlen lassen. Gelegentlich immer mal wieder umrühren, dann kühlt er auch schneller ab. Den Joghurt unterrühren. Jetzt noch vorsichtig das Eiweiß unterheben und fertig.

Die warmen Dampfnudeln auf Teller verteilen und zusammen mit dem Rhabarberkompott und der Vanillepudding-Joghurtcreme anrichten.

Sonntag, 20. April 2014

Weißt Du wie Ostern duftet?

….bei dem Gedanken an die Gerüche von Weihnachten hat jeder sofort den Duft von Zimt, Anis, Kardamon und Nelke in der Nase, aber wie riecht Ostern? Der Tannenduft wird von den Aromen der Hyazinthen, Narzissen und Tulpen ersetzt. In der Küche machen die schweren Gewürze Platz für den Wohlgeruch von Hefe, Milch und Zucker. Frische Kräuter, leichte Salate, Frühlingsgemüse machen sich breit und verdrängen schwere gehaltvolle Speisen. Deftiges wird nur noch an Regentagen ausgegraben, oder wieder frühestens im Herbst verspeist.
Doch hier und jetzt ist Ostern und spätestens mit Ostern zieht der Frühling ein, Punkt, der Herbst wird wohl warten müssen!
Aber egal ob Ostern im frühen März oder im späten April gefeiert wird, ein absolutes Muss ist der Osterzopf. Okay, ich lass mich ggf. auch für Osterhörnchen erwärmen, aber wirklich nur, wenn es ein Hefeteig ist. Kein anderes Gebäck schmeckt wie Ostern. Schon der Duft der durch die Küche zieht, wenn der Teig langsam vor sich hin geht. Aber glaub mir, er geht nur wenn Du ihn vorher von Hand geknetet hast. Meine Kitty unterstützt mich zwar wo sie nur kann, aber den letzten Feinschliff bekommt mein Hefeteig durchs Kneten von Hand. Je mehr Du den Teig mit einer gewissen liebevollen Art bearbeitest umso besser wird später das Ergebnis sein. Und mal so ganz unter uns, Du wirst es auch schmecken. Das einzig Wichtige was Du beim Hefeteig benötigst ist Zeit und zwar genügend! Na okay, Hefe solltest Du auch im Hause haben. Wenn möglich dann auch bitte frische Hefe. Wobei ich auch einige Hefebäcker kenne die auf Trockenhefe schwören.
Also ich schwör auf Frische und nur für den Notfall lungert die Trockene im Küchenschrank herum.
Das idiotensichere Rezept ist schnell erklärt, der Zopf ratz fatz gebacken und noch fixer gegessen.
Also los, Osterzopf:
500 g Mehl in einen Topf geben, eine Mulde hineindrücken.
In die Mulde 30 g Hefe bröckeln. Eine Prise Zucken auf die Hefe geben. 250 ml lauwarme Milch auf die Hefe geben, etwas Mehl von den Seiten der Mulde aufstreuen. Den Topf mit einem Tuch abdecken und gute 15 Minuten bis 20 Minuten warten. Die Hefe grummelt vor sich hin und schäumt etwas auf. Das ist der sogenannte Vorteig. Du gibst jetzt ein Ei, eine Prise Salz, 100 g flüssige Butter und 70 g Zucker zum Vorteig. Wenn Du einen Verwandten von meiner Kitty hast, lässt Du den jetzt arbeiten. Also der Verwandte muss alles gut kneten. Sobald der Verwandte eine geschmeidige Teigkugel hergestellt hat kommt Dein Einsatz. Du knetest die Teigkugel mit bemehlten Händen nochmals kräftig durch. Du wirst merken wie angenehm sich die Teigkugel anfühlt, ganz elastisch wird der Teig. Nun muss Du die Teigkugel mit einem feuchten Tuch abdecken und komplett in Ruhe lassen. Also die nächsten 20 Minuten kannst Du mit Eierfärben, Osternest bauen oder Relaxen verbringen. Jetzt bekomme keinen Schreck, während Du Dich mit anderen Dingen beschäftigt hast, hat sich die Teigkugel vergrößert, so ist es auch richtig. Jetzt kommst Du wieder ins Spiel, Du teilst die Kugel in drei gleichgroße Teile.
Aus den einzelnen Teigstücken formst Du jeweils einen langen Strang. Diese drei Stränge flechtest Du zu einem Zopf.
Nun heißt es wieder etwas Geduld. Decke Deinen Zopf nochmals mit dem feuchten Tuch zu und lass ihn 10 bis 15 Minuten in Frieden. Zwischenzeitlich kannst Du den Backofen auf 200° C vorheizen und ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Ach ja, und den Hagelzucker solltest Du auch bereit stellen. Nach den Minuten des Friedens, pinsel den Zopf mit dem Eigelbgemisch ein und bestreue ihn mit gut 2 Esslöffeln Hagelzucker.
Nun ab mit dem guten Stück in den Backofen. Dort soll er jetzt 25 bis 30 Minuten bleiben. Goldgelb soll er werden, damit er nicht zu braun wird solltest Du die letzten Minuten auf ihn aufpassen und ihn nicht aus den Augen lassen. Goldgelb ist er genau richtig und Du kannst ihn fürs Osterfrühstück auskühlen lassen.
Ach, das mit dem *nicht aus den Augen lassen* würde ich übrigens bis zum Frühstück beherzigen, denn sollte in Deinem Haushalt auch so ein Leckerschnäutzchen wie hier im Büdchen leben, dann ist der Zopf nicht wirklich sicher…
Frohe Ostern!

Dienstag, 25. Juni 2013

Holunderblütenbrot, den Bäcker musst Du suchen der das im Angebot hat...

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, könnte er aber. Wobei Herr GB ja immer ganz gerne Brot beim Bäcker kauft um mir die Arbeit zu ersparen und sich selbst das Fiasko meiner Brotbackkunst. Aber diesmal ist mir wirklich ein ganz großer Clou gelungen. Ich war selbst ganz von den Socken.
Während der Holunderblütezeit gehört im Büdchen zum Standardprogramm Holunderblütensirup, Holunderblütenessig und Holunderblütenzucker. Manchmal mache ich auch zwei oder drei Gläser Holunderblütengelee. Auf dem Programm stehen noch kandierte Holunderblüten und jetzt ganz neu Holunderblütenbrot. Ausgerechnet ich Brotbackdepp habe dieses leckere Brot hinbekommen.
Wir haben es mit einem milden Käse probiert, ging, aber etwas mit kräftigerem Geschmack wäre besser. Herr GB hat sich an würzige gekochte Mettwurst getraut, Du denkst jetzt sicher das Gleiche was ich auch gedacht habe. Iiiiiii, das geht doch gar nicht, aber es ging und wie das ging, einfach genial. Tja und mit etwas Süßem, wie z.B. Aprikosenkonfitüre war es natürlich auch genial. Schade eigentlich dass es nicht das ganze Jahr Holunderblüten gibt. Wenn Du dich beeilst, kannst Du es auch noch backen, noch gibt es Holunderblüten.

Holunderblütenbrot:
400 g Weißenmehl
100 g Buchweizenmehl
30 g Hefe
1 Prise Zucker
¼ Liter Milch, lauwarm
Blüten von 6 Holunderdolden
½ Teelöffel Salz
Schale einer unbehandelten Limette
1 Eigelb

Die Mehle mit einander vermischen. In die Mitte eine Kuhle drücken und die Hefe hinein krümeln. Die Prise Zucker auf die Hefe geben und mit etwas lauwarmer Milch angießen. 30 Minuten warten und die Hefe etwas gehen lassen. Sie schäumt etwas auf.
Die restliche Milch angießen Salz, Holunderblüten und Limettenschale zufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zum Brotlaib formen und gut 60 Minuten gehen lassen. Wenn es sich größenmäßig verdoppelt hat mit einem verquirlten Eigelb einpinseln und bei  Umluft im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 50 Minuten backen. Das Brot vor dem Aufschneiden auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Mittwoch, 31. Oktober 2012

Herzliche Pilztörtchen…

Im Moment kreist hier noch der Federweiße und gelegentlich muss er auch mal Platz für den Apfelcidre machen. Beide sind süffig und in den Flaschen stecken kleine Teufelchen die beim Einschenken ins Glas springen. Während des Trinkens lassen sie sich aufschlürfen und dann ist ihr Weg vom Mund in den Kopf auch nicht mehr weit. Je mehr man von diesem Teufelszeug trinkt, umso mehr nimmt man von diesen kleinen Teufelchen zu sich und umso größer wird der Klamauk den sie im Kopf veranstalten. Sie klopfen und hämmern, sie schlagen und pochen und verstecken sich gerne hinter der Bezeichnung Kopfschmerzen.
Aber ich habe jetzt ein Gegenmittel. Du musst nur ausreichend von diesen kleinen herzigen Pilztörtchen essen und die Chance der kleinen Teufel minimiert sich locker auf die Hälfte dich ärgern zu können. Ich vermute mal dass sie auf den saftigen gehaltvollen Törtchen ausrutschen und es deshalb nicht in den Kopf schaffe. Ich meine ganz genau kann ich es jetzt nicht sagen, aber ich bleibe an dem Thema dran, opfere mich noch einige Male für einen Selbstversuch und sobald ich zu neuen Erkenntnissen gekommen bin, werde ich wieder von den Teufelchen berichten.
Solltest Du auch den Versuch machen wollen, dann backe Dir die Törtchen und besorge Dir Federweiße oder Apfelcidre. Ach ja, ich würde mich freuen mal zu hören, ob in Deinen Getränken auch diese komischen Teufelchen waren und Du sie in Schach halten konntest.
Herzige Pilztörtchen
375 g Mehl
½ Hefewürfel
½ Teelöffel Zucker
200 ml Wasser, lauwarm
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Speiseöl
Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die Hefe hinein krümeln. Den Zucker zugeben und mit etwas Wasser angießen. Gehen lassen bis die Hefe leicht aufschäumt. Dann alle weiteren Zutaten zufügen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gehen lassen bis er sich um das Doppelte vergrößert hat. Nochmals kräftig durchkneten und in 12 Portionen teilen. In kleine Herzformen, oder Torteletts, die mit Backpapier ausgelegt sind, jeweils eine Portion Teig geben und glatt hinein drücken. Nochmals gehen lassen.
Für die Füllung 3 würzige Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und 750 g braune Champignons in Blätter.
Beides in etwas Öl ca. 15 Minuten bei geringer Wärme dünsten.
In einer Schüssel drei Eier mit 200 g Creme fraiche, Salz, Pfeffer, Thymianblättchen und Muskatnuss verschlagen. Das Pilz-Zwiebelgemisch und 100 g geriebener Parmesan in die Eiercreme mischen.
Die Mischung auf die, mit Teig ausgelegten, Formen verteilen.
Bei 180°C im vorgeheizten Backofen 35 bis 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun sein.