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Dienstag, 28. Oktober 2014

Erst Panne dann Penne, oder Orangenbutternudeln und andere Gewinne…

…Du glaubst nicht was hier in der letzten Woche los war. Erst war ich mega sauer weil der achso geliebte Paketbringmann ein Paket verschlammt hatte. Im Paket steckte das Geburtstagsgeschenk für Herrn GB. Also gab es zum Geburtstag ein Notgeschenk. Das wiederaufgefundene Präsent gibt es jetzt vom Christkind. Wie sich dann doch noch herausstellte war für die Schlamperei auch nicht der Lieblingspaketbringmann verantwortlich (hätte ich mir auch gar nicht denken können) sondern seine Urlaubsvertretung. Liebe DHL, die Urlaubsvertretung braucht Ihr mir nicht mehr schicken!!!
Dann habe ich mir ein Kochbuch bestellt das schon seit Jahren in meinem Regal steht, aber unter anderem Titel. Wer billig kauft, kauft zweimal. Und zu guter Letzt waren die Marshmallow, die ich ausprobiert habe, etwas für die Tonne. Aber das erzähle ich Euch demnächst.
Eine Woche voller Pannen und dann der Wochenhöhepunkt der alles heraus gehauen hat.
Ich habe gewonnen!!! Kannst Du dich erinnern, ich habe bei PE von oberstrifftsahne beim Würzevent mitgemacht und wurde prompt von ihrem Glücksboten aus dem Lostopf gefischt. Dann am letzten Freitag, der Höhepunkt der Woche, jetzt kommt wieder mein Lieblingspaketbringmann ins Spiel, erhalte ich das gewonnene Paket mit den köstlichen Produkten der Firma activcooking, Du weißt schon, dieses junge Unternehmen mit der tollen Idee, Catering im Baukastensatz, oder so ähnlich. Du solltest Dich auf jedem Fall mal hier informieren, denn dort findest Du auch die fantastischen Zutaten die ich in meinem Päckchen hatte. Im September beim Kochtreffen hatte uns Frau PE in homöopathischen Dosen von dem genialen Orangenöl probieren lassen und mir klingt es noch immer in den Ohren, wie sie schwärmte. So und jetzt schwärme ich Frau PE, hörst Du!?
Direkt noch am Freitag war es beschlossene Sache, damit wird gekocht und zwar sofort! Nicht gleich mit allen Zutaten, aber das Orangenöl, das musste sofort herhalten, okay bis Samstag musste es sich gedulden.
Im Kühlschrank lag noch ein Hokkaido-Kürbis, Bandnudeln lungern immer im Schrank herum und am Samstag auf dem Markt jaulten die Jakobsmuscheln dass sie unbedingt mit ins Büdchen wollten. Ungern lass ich mich lange bitten!
Die Bandnudeln wurden zu Orangenbutterbandnudeln, der Kürbis machte Bekanntschaft mit dem großen, scharfen Messer und wurde zu Coulis geschnibbelt und eine Orange schäumte vor Wut, weil ich sie auspresste wie eine Zitrone.
Also nochmal zum Mitschreiben:
Orangenbutternudeln mit Kürbis-Coulis an Orangenschaum auf Jakobsmuscheln.
Zutaten:
Pro Person 3 Jakobsmuscheln
Feine Bandnudeln
½ Hokkaido-Kürbis
Rapsöl
Gemahlenen Koriandersamen
Gemahlenen Fenchelsamen
Salz, weißer Pfeffer, Cayenne
¼ Bund Petersilie
50 ml frischen Orangesaft
50 ml Sahne
Orangenöl
1 Esslöffel Butter
Bandnudeln kochen.
Den Kürbis mit Schale in kleine Coulis schneiden. Rapsöl erhitzen, den Kürbis anbraten und mit Koriandersamen, Fenchelsamen, Salz, Pfeffer und Cayenne würzen.
Orangensaft mit der Sahne erhitzen, mit einem Pürierstab aufschäumen und mit einem ½ Teelöffel Orangenöl würzen. Ggf. nochmals aufschäumen.
Die Jakobsmuscheln mit einem Hauch Cayenne würzen und in erhitztem Rapsöl von beiden Seiten zügig gar braten.
Die gekochten Bandnudeln mit der Butter mischen und mit einen ½ Esslöffel Orangenöl aromatisieren. Die Petersilie fein hacken und ebenfalls unter die Bandnudeln geben.
Die Orangenbutternudeln zusammen mit den Kürbiscoulis, den Jakobsmuscheln und dem Orangenschaum anrichten.


Freitag, 24. Oktober 2014

Apfeldessert, oder die Fortsetzung der Topfenknödel mit Apfelmarzipanfüllung…

…gestern gab es die Topfenknödel und heute gibt es den Rest dazu. Um genau zu sagen, Bratapfelmousse und Paradiesäpfel. Für die Bratapfelmousse mussten die geschmacklichen Grundlagen eines Bratapfelkuchens herhalten und für die Paradiesäpfel wurde ich durch die Herbstkirmes im Nachbarstädtchen animiert. Kennst Du diese süßen Paradiesäpfel, die fürchterlich kleben und irgendwann hat man das Gefühl der ganze Mund ist zugekleistert!? Pfiffige Hersteller verwenden mittlerweile aromatische säuerliche Äpfel und die eher geschmacksflachen Golden Delicious werden außer Acht gelassen. Gut so!
Ich backe und koche äußerst gerne mit der Sorte Boskop, außerdem ist es eine alte Sorte und der Allergengehalt ist weitaus niedriger wie in so einem Golden Delicious. Doch das muss jeder für sich ausprobieren und wenn Du zu den Glücklichen gehörst die mit diesem ganzen Allergiegedöns und Unverträglichkeiten eh nichts am Hut hat, muss und sollte es Dir eh egal sein welchen Apfel du verwendest. Dann geht es nur noch um Geschmack und uns schmecken die Säuerlichen einfach besser. Für das Bratapfelmousse kannst Du einen Apfel verwenden der beim Kochen schnell zerfällt, für den Paradiesapfel brauchst Du einen festen, beständigen Apfel, denn der Zuckerguss ist sehr heiß und der Apfel soll ja nicht unter dem Guss garen.
Die Paradiesäpfel kannst Du auch gut einen Tag vorher zubereiten, dann können sie in Ruhe auskühlen, das machen die auf der Kirmes auch so.
Also fangen wir mal an.
Paradiesäpfel:
4 Esslöffel Wasser
½ Teelöffel Essig
½ Teelöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Grenadine-Sirup
500 g Zucker
2 Äpfel
Aus den Äpfeln kleine Apfelkugeln ausstechen und auf Schaschlikspieße stecken.
Alle Zutaten bis auf die Apfelkugeln vermischen und langsam zum kochen bringen. Die Zuckerlösung kochen bis sie eine Temperatur von 145°C erreicht hat, dann die Apfelkugeln hinein tauchen und sofort in Eiswasser abschrecken. Das muss wirklich rasend schnell geschehen, denn wie schon erwähnt, garen die Äpfel und die Zuckerkruste wird nicht fest. Du musst also etwas experimentieren.
Die Bratapfelmousse geht wesentlich einfacher, die machst Du wie folgt.
Bratapfelmousse:
2 Äpfel
50 g getrocknete Aprikosen
1 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Zucker
Die Äpfel und die Aprikosen in grobe Stücke schneiden, mit Zucker bestreuen und den Rum aufträufeln. Etwas stehen lassen und marinieren. Alles zusammen in einen Topf geben und gar dünsten. Abkühlen lassen und mit einem Mixstab superfein pürieren. Jetzt noch durch ein Sieb streichen, abkühlen lassen und die Apfelmasse für die Mousse ist fertig.
2 Eigelbe
2 Eiweiße
1 Esslöffel Zucker
Mark einer Vanillestange
3 Blatt Gelatine in Wasser 10 Minuten quellen lassen
200 ml Sahne
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark schaumig schlagen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und die Sahne ebenfalls schlagen. Die Eigelbmasse mit dem Eischnee und der Sahne vermischen. Die Gelatine ausdrücken, erwärmen bis sie flüssig ist. Nun die Gelatine zur Sahnemischung geben, bzw. erst einige Esslöffel von der Sahnemischung zur Gelatine geben, verrühren und dann wieder zurück zur Sahnecreme geben. Nun noch die abgekühlte Apfelmasse untermischen und auf kleine Gläser verteilen. Die Bratapfelmousse für ca. 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Die Mousse zusammen mit den Topfenknödeln und den Paradiesäpfeln anrichten und servieren.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Urlaubserinnerungen, Apfeldessert mit Topfenknödel und Paradiesäpfel, oder doch ganz anders…

…es ist Wochen her wann ich dieses Dessert gemacht habe, es war irgendwann im Spätsommer inspiriert noch von unserem Urlaub in Südtirol. Du weißt schon, wir waren im Juni dort und Südtirol ohne kulinarisches Schlemmen geht gar nicht. So viele Anregungen habe ich dort gesammelt und irgendwie reicht die Zeit nie so ganz alles umzusetzen. Auf der Nachbastelliste standen ganz oben Topfenknödel. Jetzt ist es ja nicht so, als würden Herr GB und ich dort nur essen und trinken, nööö, wir machen auch den einen oder anderen Wanderweg unsicher und das dann ausgerechnet auf dem Weg eine Raststation liegt, die die weltbesten Marillenknödel hat, ist jetzt wirklich nicht unsere Schuld.
Also unser Weg wurde von einer ganz reizenden Hütte gekreuzt und prompt hatten die eine Speisekarte. Die Marillenknödel wurden sofort bestellt, denn wir hatten vorher einen heißen Tipp bekommen, wir sollten nur alleine wegen der Knödel den Weg auf uns nehmen. Wie gesagt, wir haben es nicht bereut, das Einzige was wir bereuten, dass wir keine Gelegenheit hatten die Hütte noch ein zweites Mal zu besuchen.
Herr GB war so begeistert und drängte die Wirtin uns das Rezept zu geben. Na so ganz hat sie es nicht herausgerückt, aber Anhaltspunkte hat sie gegeben. Bis ich mich endlich durchdringen konnte nach Anhaltspunkten nachzubasteln war die Aprikosenzeit vorbei und jetzt stand ich da mit meinem kurzen Hemd ohne Marillen. Dann lachten mich die Äpfel so sehr an und da kam der Geistesblitz. Topfenknödel mit Apfelfüllung.
Es verselbstständigte sich der Apfelgedanke und Schwups war ein ganzes Dessert im Kopf. Von der Herbstkirmes im Nachbarstädtchen angestiftet kam dann auch noch die Idee für den Paradiesapfel hinzu, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt es in den kommenden Tagen zusammen mit der Apfelmousse.
Heute Topfenknödel:
Für den Teig
3 Eier
120 g Butter
150 g Hartweizengrieß, fein
150 g Mehl
500 g Quark 20% (gute 12 Stunden abtropfen lassen)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Apfelstückchen ganz kurz dünsten, höchstens 3 Minuten
100 g Rohmarzipan
Die Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich mit der Butter verschlagen. Dann nach und nach die anderen Zutaten zugeben. Mehl und Quark immer im Wechsel. Den Teig so lange rühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Je länger er ruht umso besser.
Den Teig in 12 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Jeweils in die Mitte jeder einzelnen Scheibe ein Stück Apfel legen, das Apfelstück mit dem überstehenden Teig umschließen und zu einer Kugel formen. Bitte den Nachtrag unten beachten!
Wasser zum kochen bringen, salzen und die einzelnen Knödel in das kochende Wasser legen. Die Hitze reduzieren und die Knödel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie aufsteigen.
Für die Butterbrösel
150 g Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
300 g Paniermehl / Semmelbrösel
Zimtzucker
Butter, Zucker, Vanillezucker und Paniermehl in einer Pfanne vermischen und erhitzen. Dabei kann man sie Brösel ruhig leicht anrösten.
Die Topfenknödel in die Butterbrösel geben und rundherum behutsam in den Bröseln wälzen. Auf Teller geben und mit etwas Zimtzucker bestäuben.

Nachtrag: Man, man, man, wie konnte mir das passieren!? Lag bestimmt daran weil es Wochen her ist wann ich die Knödel gemacht habe.

Eh die Apfelstücke in dem Topfenknödelteig versteckt werden, bitte vorher noch mit ausgerolltem Rohmarzipan umhüllen und dann erst den Knödelteig herum basteln. Ich habe das Rohmarzipan mit in die Zutatenliste aufgenommen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Herbstessen, Spitzkohlauflauf mit Bier…

…hast Du es auch schon gemerkt, er gibt sich alle Mühe sich unbeliebt zu machen. Ungemütlich, unangenehm stürmisch und unberechenbar. Morgens noch nett und freundlich, mittags so lala und abends, ja abends wenn es eigentlich nett werden sollte, dann haut er mal so richtig rein und versaut Dir den Feierabend. Von den Wochenenden will ich gar nicht reden. Hast Du dich gerade auf richtig schöne leuchtende Stunden gefreut, wird es genauso wie Du es im Leben nicht wolltest, trübe und unausstehlich grau. Du fragst Dich die ganze Zeit von wem oder was ich hier herum fasle? Vom Herbst natürlich! Er treibt es im Moment nicht nur recht bunt, sondern auch stürmisch. Wobei mal so ganz unter uns, ich mag den Herbst ja ausgesprochen gerne. Der Geruch von feuchtem Laub, im Wald duftet es nach Pilzen und der Appetit auf herzhafte Gerichte steigt von Tag zu Tag. In Weingegenden duften ganze Orte nach geerntetem Wein der frisch angesetzt wurde. Und dann die weiten Felder voller Kohl.
Herbst hat genauso einen ganz speziellen Duft wie jede andere Jahreszeit auch, aber eben vergleichbar mit Nichts. Herbst ist halt Herbst und riecht auch wie Herbst. Und mein Spitzkohlauflauf mit Bier schmeckt auch am besten jetzt. Okay, vielleicht auch noch in den Wintermonaten, aber dann ist auch gut. Im Frühling tischen wir dann wieder etwas Frisches auf, aber bis dahin dauert es noch einige Monate und deshalb gibt es den heute, hier und jetzt.
Den Spitzkohlauflauf mit Bier:
1 kg Spitzkohl fein gehobelt
250 g Schinkenwürfel
3 Zwiebeln in kleine Würfel
Rapsöl
1 Flasche 0,5 Liter Alt-Bier
400 g Schmand
3 Eier
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
1 Teelöffel Zucker
8 mittelgroße Pellkartoffeln
Nochmal 2 Zwiebeln in Ringe geschnitten
2 Esslöffel Rapsöl
1 Esslöffel Butter
Rapsöl in einen großen Topf geben. Zwiebel- und Schinkenwürfel leicht dünsten bis die Zwiebelwürfel glasig sind. Nun den fein gehobelten Spitzkohl zugeben, den Zucker untermischen und anbraten.
Das muss schnell und auf hoher Temperatur geschehen. Nun mit der Hälfte des Altbiers ablöschen und einkochen lassen. Wenn das Bier herunter gekocht ist, den Rest des Alts zugeben. Nochmals aufkochen lassen.
Die frisch gekochten Pellkartoffeln heiß schälen, grob in Scheiben schneiden und leicht quetschen. In eine große Auflaufschale geben. Die Kartoffeln mit Salz und Pfeffer würzen. Die Spitzkohlmischung mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Kartoffeln geben. Den Schmand und die Eier verquirlen, mit Pfeffer, Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Eiermischung über den Spitzkohl gießen und die Auflaufschale in den vorgeheizten Backofen stellen. Den Auflauf bei 180°C gute 30 Minuten garen, zwischendurch mal schauen das er nicht zu braun wird, sonst mit Alufolie abdecken.
In einer kleinen Pfanne Rapsöl und Butter erhitzen und im Fett die Zwiebelringe braun frittieren.
Anrichten: Jeweils eine Portion von dem Auflauf auf einen Teller geben und mit den braunen Zwiebelringen belegen, fertig!

Freitag, 10. Oktober 2014

Kürbiscremesuppe mit Krönung…

…wenn Du jetzt glaubst ich habe eine Suppe gekocht und als Krönung Kürbiskernöl aufgeträufelt und dann noch die arme Suppe mit gehackten Kürbiskernen beworfen, dann hast Du dich in den Finger geschnitten! Also so sinnbildlich!
Die Kerne und das Öl kannst Du getrost vergessen im Schrank stehen lassen.
Klar habe ich eine Kürbiscremesuppe gekocht, aber mal ganz anders. Nicht dass Du glaubst ich verteufel jetzt alle anderen delikaten Kürbissuppenrezepte, nee ganz sicher nicht, aber ich denke es ist einfach mal Zeit dem Kürbis andere Partner zu präsentieren.
Die besten Rezepte sind eh meistens Zufallsprodukte und mit meiner Suppe war es eigentlich auch so. Ich hatte noch zwei richtig dicke Süßkartoffeln und dann lungerte hier auch noch ein Minikörbchen voll Pfifferlinge herum. Obendrein war ich auch noch derart im Rapsölrausch, dass alles was mir unter die Finger kam die Bekanntschaft mit Rapsöl machte.
Echt schade dass ich schon zwei Rezepte bei Peggy eingereicht habe, denn ich denke dieses Süppchen hätte auch noch hervorragend zu ihrem Event gepasst. Aber ist egal, Hauptsache es geht nicht verloren und hier im Büdchen ist das Rezept gut aufgehoben.
Aber jetzt kommt das Rezept, ich will Dich mal nicht zu lange auf die Folter spannen.
Kürbissuppe mit frittierten Süßkartoffelscheiben und Pfifferlingen
500 g Hokkaido Kürbis, in grobe Würfel
2 faustgroße Süßkartoffeln, eine Kartoffel in Würfel und eine in Scheiben schneiden
1 große Zwiebel, in kleine Würfel (oder 2 kleinere)
Rapsöl
½ Teelöffel Korianderkörner
½ Teelöffel Fenchelsamen
Eine Prise Cayennpfeffer
Salz und Pfeffer
2 Teelöffel Gemüsebrühe
750 ml Wasser
250 g Pfifferlinge
Pfeffer und Salz
Thymianblätter
Die Kürbiswürfel zusammen mit den Süßkartoffelwürfeln und den Zwiebelwürfel in Rapsöl andünsten. Das Gemüsebrühpulver zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Koriander, Fenchel, Cayennpfeffer und Salz mit Pfeffer ganz fein mörsern. Die Gewürzmischung zur Suppe geben. Die Suppe gute 15 Minuten kochen bis das Gemüse gar ist. Nach der Garzeit die Suppe mit einem Mixstab nur so eins – zwei Mal pürieren, es sollen noch ganze Stücke in der Suppe sein.
Während die Suppe gar zieht kannst Du die Süßkartoffelscheiben im Rapsöl frittieren. Nach dem Frittieren die einzelnen Scheiben auf Küchenpapier abfetten lassen.
Die Pfifferlinge putzen und in heißem Rapsöl anbraten, das muss schnell gehen, nicht dass sie Wasser ziehen, denn dann werden sie wie Gummi. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Thymianblätter untermischen.
Jetzt geht’s ans anrichten, Suppe in einen tiefen Teller geben, einige Scheiben Süßkartoffeln auf der Suppe verteilen und oben auf die Süßkartoffelscheiben Pfifferlinge verteilen. Mal so ganz unter uns, wenn Du jetzt gerne noch etwas grünes körniges auf dem Teller haben willst, dann streue fein gehackte Kürbiskerne auf die Suppe, aber nur ganz wenig! Hörst Du, ganz wenig!!!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Es gab Spaghetti, keine Nudeln, aber genauso schnell – Spaghettikürbis…

…jetzt frag mich nicht wie lange ich schon Spaghettikürbis machen will. Tagelang freut man sich auf die lange Kürbissaison und schwupps ist sie vorbei.
Herr GB wollte immer zum Kürbisessen überredet werden. Der ganz große Fan war er eigentlich nie bis ich ihn immer mal wieder mit einem leckeren Kürbisgericht überrascht habe.
Die hübschen bunten Dinger sind in den Auslagen aber auch recht verführerisch und ganz schnell ist es passiert! Dann liegen mal ebenso zwei – drei Kürbisse in Deinem Einkaufswagen. Es sieht aus als hättest Du eine Großfamilie zu versorgen, oder es steht eine Halloween- Party an, auf der unbedingt Kürbiscremesuppe serviert werden muss.
Aber Kürbis ist ja haltbar, einige Wochen sogar wenn er richtig gelagert wird. Bei mir wird er zwar kühl gelagert, ist aber trotzdem lange vor dem Verfaulzeitpunkt gegessen.
Denn er geht ja schnell! Ich sag Dir, so aus dem Stehgreif wirst Du selten schneller das Essen auf dem Tisch haben. Ganz fix geht der Spaghettikürbis, der ist so pflegeleicht, er könnte sich zu einem Lieblingsgemüse entwickeln.
Der Spaghettikürbis lebt von Beilagen und Gewürzen, eigentlich genauso wie die Spaghetti aus Nudelteig. Ein wenig Salz und Öl untermischen und schon ist das beste Mittagessen fertig.
Aber ganz so stiefmütterlich wollte ich den Spaghettikürbis dann doch nicht behandeln und habe mir bei der Zubereitung etwas mehr Mühe gegeben. Denn während ich so an meinem Kürbis schnitzte und ich mir alle Komponenten für mein Rezept durch den Kopf gehen ließ, fiel mir das Rapsöl bei meinen Zutaten auf. Rapsöl!!! Da war doch was!!! Na klar, die Peggy von multikulinarisches bekommt ein zweites Rezept für ihren Rapsölevent. Erst das Maronenrisotto und nun noch den Spaghettikürbis. Was sagste jetzt!?
Zum Spaghettikürbis gibt es noch eine Rinderhüfte, die natürlich auch in Rapsöl angebraten wurde. Wie schon beim Maronenrisotto habe ich auch hier wieder das Rapsöl aus der Geistenbecker Ölmühle verwendet. Ein geschmacklich vortreffliches Öl. Der Bratensatz bildete die Grundlage für ein richtig tolles Topping auf dem Spaghettikürbis. Ein sehr schönes und schnelles Gericht, aber schau einfach mal selbst was ich gebastelt habe:
Spaghettikürbis mit Rinderhüfte und Tomatentopping
1 Spaghettikürbis
Den Kürbis quer durchschneiden und die Kerne herauslöffeln. Die Hälften in einem großen Topf mit Salzwasser garen. Das dauert vielleicht so 15 bis 25 Minuten, es kommt auf die Größe des Kürbisses an.
Als Alternative kannst Du den Kürbis auch im Dampfgarer kochen. Bei 100°C 20 Minuten, oder im Backofen bei 160°C Heißluft. Dann dürfte es nach guten 30 Minuten fertig sein.
Die gegarten Kürbishälften schabst Du mit einer Gabel aus, dabei zerfällt das Kürbisfleisch in spaghettiähnliche Fasern, daher hat der Spaghettikürbis auch seinen Namen.
Als weitere Zutaten benötigst Du pro Person 150 g Rinderhüfte, 2 Tomaten, 1/2 Teelöffel eingelegten grünen Pfeffer, 1/2 Esslöffel gesalzene Kapern, einige Zweige Rosmarin und ganz wichtig: Rapsöl!!!
In einer Pfanne erwärmst Du das Rapsöl und brätst die Rinderhüfte von allen Seiten zügig an. Aber sie sollte schon schön gebräunt sein, die Hüfte.
Du legst sie in eine angewärmte backofenfeste Schale und lässt sie bei 120°C Heißluft garen bis sie eine Kerntemperatur von 65°C hat, dann ist sie fertig. Lass sie noch einige Minuten im geöffneten Backofen ruhen.
In die Pfanne gibst Du zu dem Bratensatz, der sich beim braten der Hüfte gebildet hat, noch etwas Rapsöl. Das kann ruhig ein großer Schuss sein. Das Rapsöl erwärmst Du, zwischenzeitlich hast Du die Tomaten schon in Stücke geschnitten. Die dünstest Du im Rapsöl an, gibst die Kapern und den grünen Pfeffer hinzu. Schwenkst alles gründlich durch. Jetzt noch mit den Rosmarinnadeln, die vorher fein gehackt wurden, würzen. Nun abschmecken, den Spaghettikürbis auf Teller geben, das Tomatentopping auf den Kürbis verteilen, die gebratene Hüfte anlegen und noch gehackte Rosmarinnadeln aufstreuen.