Posts mit dem Label Herbstküche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Herbstküche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Feuchter Herbst oder deftiger, goldener Oktober…

habt Ihr es auch schon gemerkt? Ja genau, es ist Herbst. Die Bäume werden immer bunter, die Luft immer feuchter und man hat bei goldenem Sonnenschein den typischen Duft des Herbstes in der Nase.
Im Büdchen werden wir uns auch auf Herbst einstellen und es geht in Richtung deftige Gerichte. Neulich auf unserer Rückreise haben wir in der Nähe von Memmingen noch ganz liebe Verwandte besucht und als Reiseproviant wurde uns ein großer Sack mit wunderbaren Kartoffeln eingepackt. Nee, nee, es war kein Reiseproviant, das war nur ein Scherz. Den Sack mit den Kartoffeln haben wir zwar bekommen, aber eben nicht als Reiseproviant, sondern als gute Grundlage für tolle Rezepte in der Büdchenküche.
Tja und jetzt habe ich es getan, die ersten Kartoffeln sind im Topf gelandet und wir sind mehr als begeistert.
Mit einem würzigen Kartoffelgratin aus goldgelbenen Kartoffeln wird aus einem feuchten Herbst ein goldener Oktober. Wenn Dich Kartoffeln auch so begeistern können, solltest Du dieses Gratin unbedingt mal ausprobieren…

Würziges Kartoffelgratin
1200 g Kartoffeln als Pellkartoffeln gekocht
400 g Lauch
400 g Zucchini
100 g Champignons
Rapsöl
Kräuter der Provence
Pfeffer, Salz
160 g Salami
Maiskörner von zwei gekochten Maiskolben
150 g Emmentaler gerieben
150 ml Gemüsebrühe
Abgekühlte Pellkartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Champignons, Lauch und Zucchini ebenfalls in Scheiben schneiden.
Etwas Rapsöl in eine Pfanne geben und die Gemüsescheiben darin kurz anbraten. Die Kartoffelscheiben mit den Gemüsescheiben abwechselnd in eine Gratinform fächerartig einschichten.
Mit Pfeffer, Salz und Kräuter der Provence kräftig würzen. Die Gemüsebrühe angießen. Die Salamischeiben eins- bis zweimal falten und zwischen die Gemüse-Kartoffelscheiben stecken.
Die Maiskörner auf dem Auflauf verteilen und als Abschluss den geriebenen Käse aufstreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C goldgelb ca. 30 Minuten gratinieren ...


Mittwoch, 23. November 2011

Orange Möhren, rote Beete oder bunte Schweine…

So, der 25.zigste Hochzeitstag ist vorbei und wir haben ihn richtig genossen. Glücklich und zufrieden sind wir durch die Lande gezogen und haben uns so richtig toll verwöhnen lassen. Sind einige Tage abgetaucht und unser rund um Sorglos-Paket hätte nicht besser sein können. Ist doch immer wieder interessant welche Inspiration so eine Reise hat, heißt ja auch nicht umsonst "wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erlebenzählen“Nein, ich erzähl Euch jetzt nicht ausgiebig von unserer kleinen Hochzeitsreise, aber ich verrate Euch, hier wird demnächst Rote Beete verarbeitet. Jahaaaa, richtig gelesen ROTE BEETE, Herr GB überrascht mich immer wieder, selbst nach so vielen Jahren hat er immer wieder einen Joker im Hinterhalt und trumpft auf. Diesmal hat er ohne mit der Wimper zu zucken Rote Beete verkonsumiert, er hätte durchaus auch etwas anderes haben können, aber nein, er blieb bei Rote Beete Carpaccio. Irgendwie war es ja etwas sehr lustig, egal an welchem Tag uns welches Menü auch immer vorgesetzt wurde, die Rote Beete war immer in irgendeinem Gang dabei. Sie scheint im Trend zu sein und die gehobene Küche hat den Kurs aufgegriffen. Selbst das Rote Beete Süppchen ließ der Gatte nicht aus, na komm Du mir mal nach Hause. 25 Jahre wurde die rote Knolle aus der Büdchenküche verband und jetzt schaufelt mein Schatz sich mit genüsslichem Lächeln ein Rote Beete Gericht nach dem Anderen ins Schnäuzchen.
So schnell kann ich jetzt natürlich nicht mit dem dunkelrotem Erdgemüse aufwarten, aber Erdgemüse hat Saison. Extra für mein Schleckermäulchen gibt es Möhren. Natürlich gibt es nicht nur Möhren, nein, es gibt auch Kartoffeln und Knollensellerie. Aber da der Gatte unverändert zur Kategorie "fleischfressende Pflanze" gehört, gab es als Krönung ein geschmortes Schweinebäckchen und zwar vom Bunten Bentheimer...
Zutaten:
Pro Person 1-2 Schweinebäckchen (Nur den Muskel ausgelöst verwenden, müsste auf jedem Fall beim Metzger vorbestellt werden.)
Die Schweinebäckchen in Butterschmalz anbraten mit 200 ml Weißwein und 500 ml Wasser ablöschen. Gemüsewürfel von Knollensellerie, Möhren, Porree und Zwiebeln zugeben. Einige Zweige Thymian auflegen und gute 120 Minuten auf niedriger Hitze schmoren.
Die Bäckchen aus dem Schmorsud nehmen, den Schmorsud passieren, etwas einkochen und mit 2 Esslöffeln eiskalte Butter aufschlagen bis es bindet.
Mehlige Kartoffeln und Knollensellerie schälen in Würfel schneiden und gar kochen. Die gekochten Kartoffel-Selleriewürfel mit einem Kartoffelstampfer zerquetschen, etwas warme Milch angießen, einen Esslöffel Butter zugeben und mit dem Kartoffel-Selleriestampf verrühren. Evtl. nochmals etwas warme Mich angießen und verrühren. Das Kartoffel-Selleriepüree soll geschmeidig-cremig sein.
5 Möhren pro Person gute 10 Minuten im Dampf garen und anschließend in einem Esslöffel Butter und einem ½ Teelöffel Zucker karamellisieren.
Kartoffelselleriepüree auf einen angewärmten Teller geben, ein Schweinebäckchen auflegen, die Möhren ebenfalls auf den Teller geben und etwas Soße drapieren.

Freitag, 28. Januar 2011

Sicher kein Ungeziefer, Käfer-Bohnen im Gepäck…

Ich kann es einfach nicht lassen, selbst im Urlaub schleiche ich durch Genussläden, aber auch durch ganz normale ortsansässige Supermärkte, weil man gerade dort die Dinge findet, die in der Region typische sind. So ist es mir auch in Österreich gegangen. Das steirische Kürbiskernöl ist im Gourmet-Büdchen schon Standardprodukt, aber was ich auf meiner Shoppingtour noch fand, waren Käferbohnen. Die kommen zwar auch aus der Steiermark, aber der Name Käferbohnen ist jetzt nicht wirklich appetitlich, oder!? Eigentlich ist doch jeder froh nichts käferartiges, oder gar insektenähnliches und schon gar nichts in Richtung Ungeziefer, in seinem Haus zu haben, natürlich auch nicht im Gepäck, aber ich habe sie eigens extra gekauft.


Ich will Euch ja nicht auf die falsche Fährte locken, denn Käferbohnen haben nichts, aber auch gar nichts mit dem beschriebenen Getier zutun. Sie sind zwar so groß wie, na ich sag mal, Maikäfer, haben eine wunderschöne Zeichnung und durch ihr lebhaftes Aussehen sah der Salat, den ich gemacht habe, richtig dekorativ aus. Die Käferbohne heißt auch Feuerbohne und ist eine Steirische Dickebohne die ihren Ursprung in Amerika findet. Aber das alles war mir eigentlich erst einmal egal, mir kam es auf den Geschmack an, er ist etwas maronig. Tja was soll ich sagen, der Salat war mal richtig lecker, ich habe in der Pipeline noch ein weiteres Rezept für die Dicken, mal sehen wann ich es ausprobiere. Aber eins weiß ich, im nächsten Urlaub in Österreich werde ich wieder Käferbohnen kaufen und wie werde ich sie transportieren? Natürlich im Gepäck…


Außerdem habe ich mir gedacht mein Rezept könnte ein schöner Beitrag für den Lorbeer-Event, der von Sus aus dem Gärtnerblog arrangiert wurde, sein.Vielleicht sogar ein Anreiz für den einen oder anderen, mal die Käferbohnen im eigenen Garten zu setzen.

Garten-Koch-Event Januar 2011: Lorbeer [31.01.2011]

Eventuell gibt es auch mal ein Event zu Käferbohnen, wenn es so einen nicht schon gab. Vermutlich gibt es mehr Rezepte als die Zwei die ich kenne.


Käferbohnensalat:
250 g Käferbohnen
1 Teelöffel Kümmel,
2 Knoblauchzehen
3 Lorbeerblätter
Salz
1 Zwiebel
2 Esslöffel Weißweinessig
3 Esslöffel Kürbiskernöl (wirklich gutes Öl aus der Steiermark)
2 Esslöffel gehackte Petersilie


Die Käferbohnen 12 Stunden im lauwarmen Wasser einweichen.
In frischem Wasser mit Kümmel, Knoblauch, Lorbeerblätter und Salz ca. 1 Stunde gar kochen. Die Bohnen abgießen, Knoblauch und Lorbeer entfernen. Die Bohnen in eine Schüssel geben. Die Zwiebel in kleine Würfel hacken. Aus Zwiebelwürfel, Essig, Öl, Pfeffer, Salz und der Petersilie ein Dressing herstellen. Das Dressing mit den Käferbohnen vermischen und etwas ziehen lassen.
Dazu schmeckt Weißbrot und etwas Gegrilltes.

Mittwoch, 24. November 2010

Das Ende der Büdchenkultur, Frechheit…

Also bald bestelle ich aber die Tageszeitung ab. Vor einigen Tagen steht direkt auf der Titelseite “Die-Kuh-gibt-H-Milch-glauben-viele-Kinder” lt. Bericht glauben tatsächlich manche Kinder, ein Huhn legt 10 Eier am Tag, woher bitte schön soll dann das Lied kommen “ ich wollt ich wär ein Huhn und hätt nicht viel zutun…” soweit so gut, oder eher nicht gut. Hier ist also Aufklärung gefragt.
Aber neulich, einen Samstag, ich glaube vor zwei Wochen, grenzte es ja doch etwas an der Unverschämtheit schlechthin. Dick und fett gleich ganz oben “Der Niedergang der Büdchen-Kultur”, halt, stopp, mein Büdchen gibt’s doch erst seit wenigen Wochen und kommt so langsam in Gange, da kann man doch nicht von Niedergang reden.
Ich habe dann mal den Bericht weiter gelesen und okay, in diesem Bericht geht es um die Kioske und Trinkhallen, eben auch Büdchen genannt, hier im Revier. Ja, es ist schon etwas traurig durch die erweiterten Öffnungszeiten der Supermärkte, kämpfen die Betreiber dieser Miniläden ums Überleben.
Tja und damit mein Büdchen nicht auch vom Aussterben bedroht ist, habe ich mal schnell was zu essen gemacht, ein Schweinefilet mit Brezenfüllung…


Schweinfilet mit Brezenfüllung
500 – 600 g Schweinefilet
50 g geräucherter Schinken
2 Esslöffel Bratfett

Brezenfüllung:
100 g Laugenbrezel
2 Schalotten
100 g geputzte Pfifferlinge
1 Esslöffel Butter
100 ml heiße Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1-2 Esslöffel gehackte glatte Petersilie
2 Eier


Sauce:
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Butter
100 g Cremechampignons
50 g Pfifferlinge
250 g Austernpilze
200 g Sahne
Salz, Pfeffer
1 Esslöffel glatte gehackte Petersilie
3 kleine Stiele Thymian
1 Sternanis


Für die Füllung die Laugenbrezen in kleine Würfel schneiden und in eine größere Schüssel geben. Ebenfalls die Schalotten klein würfeln. Die Pilze putzen und zusammen mit den Schalotten in der Butter anbraten. Die angedünsteten Schalotten und die Pilze zu den Brezelwürfeln geben. Die
heiße Milch darüber gießen und alles gut vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und der Petersilie würzen, die Eier unterrühren und nochmals gut durchmischen. Die Füllung gute 30 Minuten quellen lassen.
Das Filet horizontal aufschneiden und mit der Brezelfüllung bestreichen. Das Filet zusammenklappen. Den Schinken wie eine Matte ausbreiten, das Filet darauf legen und mit dem Schinken einschlagen.
Das Bratfett erhitzen und das Filet von allen Seiten gut anbraten. Das Filet in eine feuerfeste Form geben und 20 Minuten bei 160°C in vorgeheizten Backofen weiter garen.
Zwischenzeitlich für die Sauce die Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln. Zusammen mit den Pilzen in der Butter anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie, den Thymian und den Sternanis zugeben. Die Sahne angießen und sämig einkochen lassen.
Das Filet in Scheiben schneiden, mit Bandnudeln und der Sauce anrichten.

Montag, 15. November 2010

Süßes oder saures? Ich hätte gerne herzhaftes…

Neulich, vor ein paar Wochen, war es ja mal wieder soweit, Halloween in aller munde. Die ersten Berührungen die ich mit Halloween hatte, waren in der 80ger in USA. Überall Kürbisdekoration, Hexenkostüme, Vampire, übergroße Spinnen, unglaublich hässliche Gestalten und Geister soweit das Auge reichte.
Erstmal hatte ich nicht die leiseste Ahnung worauf dieses Fest bzw. Brauch basierte. Jahre später, dank Internet, konnte ich lesen dass es ursprünglich wohl aus Irland stammt. Wer es genau wissen will hat hier die Möglichkeit zu forschen.
Irgendwie hat das Halloweenfieber ja nun auch bei uns um sich gegriffen und in jedem Laden gibt’s irgendwas, das mit diesem Spektakel zu tun hat.
Gerne wird im Büdchen ja gefeiert, aber wenn es um Halloween geht werden wir zur Spaßbremse, nicht etwa dass wir etwas gegen Kürbisse haben, nööö, ganz im Gegenteil, aber der Einzige der sich hier in diesem Jahr verkleidet hat, war der Besagte.
Er kam verkleidet in einer Roulade daher, nicht süß und nicht sauer, sondern lecker herzhaft…


Roulade mit Kürbisfüllung, Kartoffelkürbispüree und Kürbiskugeln
Kürbisrouladen:
4 Rinderrouladen
6 Teelöffel Senf
400 g Kalbsbrät
200 g Kürbisraspel
1 Bund Petersilie, fein gehackt
2 Esslöffel Bratfett
Pfeffer und Salz
250 ml Kalbsfond
100 ml Weißwein
1 Esslöffel Brühpulver
Ca. 250 ml Wasser
20 g Mehl
20 g kalte Butter
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
1 Esslöffel Creme fraiche

Die Rouladen ausbreiten und mit dem Senf bestreichen. Das Kalbsbrät mit den Kürbisraspeln und der Petersilie vermischen und die Brätmasse auf die Rouladen streichen. Die Rouladen aufrollen mit Nadeln feststecken oder mit Band verschnüren. Mit wenig Pfeffer und Salz von außen würzen.
Das Fett erhitzen und die Rouladen darin von allen Seiten braun anbraten. Mit Kalbsfond und Wein ablöschen. Das Brühpulver einrühren, mit einem Deckel abdecken und im geschlossenem Topf ca. 1 ½ Stunden bei mittlerer Hitze gar schmoren. Zwischendurch immer etwas Wasser angießen.
Die Butter mit dem Mehl verkneten und die Soße damit binden. Die Creme fraiche einrühren und die Ringe der Frühlingszwiebeln unterheben.


Kartoffelkürbispüree:
400 g mehlige Kartoffeln
100 g Kürbis
50 ml heiße Milch
1 Esslöffel Butter
Salz und Muskatnuss
Die Kartoffeln schälen und zusammen mit den geschälten Kürbisstücken ca. 20 bis 25 Minuten in Wasser gar kochen. Abgießen und mit einem Kartoffelstampfer fein stampfen. Mit Salz und Muskatnuss würzen, die Milch und die Butter zugeben und alles cremig verrühren.


Kürbiskugeln:
400 g Kürbiskugeln, (aus Kürbisfleisch Kugeln ausstechen)
50 ml Weißwein
50 ml Orangensaft
½ Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Ras el Hanout
Salz

Wein und Orangensaft mit dem Zucker und dem Ras el Hanout vermischen. Die Kürbiskugeln darin in ca. 10 - 15 Minuten gar kochen und anschließend mit Salz abschmecken.

Die Rouladen mit dem Püree und den Kürbiskugeln anrichten.

Freitag, 5. November 2010

Gemüsepflanze trifft Fleischfresser

Nahrung sollte ja ausgewogen sein, also von allem etwas, aber auch nicht zuviel. Ich mag ja Gemüse bis zum platzen, wobei es mir erst so richtig gut mit einem Stich Butter schmeckt, oder aber auch in einem feinen Sößchen, vielleicht noch mit einem kleinen Kartöffelchen. Der Gatte ist da ja etwas anders, er mag Fleisch. Wenn ich mal so ganz fleisch- bzw. fischlos koche schmeckt´s ihm schon, aber ich merke auch, wenn ein Stückchen Fleisch, Wurst, oder aber auch Fisch seinen Teller ziert, wie er sich freut. Mit einem schönen Braten und Gemüsebeilage treffe ich sein Genießerherz. Gulasch kommt auch immer an, aber das ist ja schon wieder nur Fleisch, ich will Gemüse. Bei Gemüsegulasch fehlt dann doch wieder eindeutig der Fleischgeschmack und Gulasch ohne Fleisch ist auch kein richtiges Gulasch, auf jedem Fall für die Esser im Büdchen. Gulasch kommt aus Ungarn und eigentlich ist es eine Suppe, das was die Ungarn als Gulasch kochen, hat in Ungarn einen ganz anderen Namen, aber ganz genau kann man es auch hier nachlesen.


Es gibt ja zig verschiedene Gulascharten, doch jedes Land hat irgendwie sein eigenes Gulasch, ach was, jeder Haushalt. Im Büdchen wird Gulasch mal mit Paprika, mal mit Kümmel (nicht zuviel, mag sonst keiner im Büdchen essen) oder auch mit Sauerkraut gekocht. Wenn es mit Sauerkraut gekocht wird, ist für jeden was dabei, Fleisch und Gemüse. Dann heißt es aber nicht nur einfach Gulasch, sondern Szegediner Gulasch.
Und genau das habe ich auch mal wieder gekocht, aber nicht nur mit Fleisch und Sauerkraut, ich nahm noch Paprika und Kümmel. Wenn schon, denn schon...


Rezept Szegediner Gulasch
1 kg Rindergulasch
500 g frisches Sauerkraut
1 Zwiebel in Würfel
125 g geräucherter Speck in Würfel
500 g gehäutete, entkernte und passierte Tomaten
250 ml kräftigen Rotwein
250 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Bratfett
1 rote Paprikaschote in Würfel
1 Teelöffel Chiliflocken
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer
200 ml Creme fraiche

In einem Bräter das Bratfett auslassen und die Fleischstücke darin rundherum braun anbraten. Nach einiger Zeit die Speck- und Zwiebelwürfel zufügen und auch mit anbraten. Dann das Sauerkraut und die Paprikawürfel unter die Fleischwürfel mischen und auch noch mit anbraten. Die Tomaten zugeben und alles mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Mit Chiliflocken, Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und gute 90 Minuten auf mittlerer Hitze garen.
Kurz vor dem Servieren die Creme fraiche unterziehen und gut durchrühren.
Mit Salzkartoffeln anrichten.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Mehr als ein Pfifferling wert...

Im Büdchen musste mal wieder ausgemistet werden und dabei ist mir ein riesiger Stapel Kochzeitschriften in die Hände gefallen. Es ist eine Kochzeitschriftenserie die ich über Jahre erwarb, ich habe nicht eine Ausgabe verpasst. Ich wusste schon immer ganz genau den Wochentag und natürlich wann bzw. wie oft im Monat diese Zeitung erschien.
Irgendwann viel mir auf, es gab kaum ein Rezept in dem nicht irgendein Fertigprodukt verarbeitet, oder für ein Fertigprodukt geworben wurde.
Also eine Fertigproduktverfeinerungszeitschrift. Das machte mich stutzig.
Da stellte sich mir die Frage, brauche ich diese Zeitschrift eigentlich noch? Mit Fertigprodukten koche ich nicht, im Büdchen gibt es noch nicht einmal gekörnte Brühe. Selbst wenn ich irgendein Rezept hätte nachkochen wollen, ich wäre an den Zutaten gescheitert. Dass die Leser, die diese Zeitung kauften wohl auch in echt selber kochen wollten, müssen die von der Zeitungsredaktion wohl irgendwie geahnt haben. Vielleicht aber auch gemerkt, weil die kochenden Leser den Bezug dieser Zeitschrift einstellten. Auf jedem Fall überlegten sich die Zeitungsmenschen eine neue Anreizstrategie. Was soll ich sagen, wie Phönix aus der Asche tauchte von einer Ausgabe auf die Nächste, vorne auf dem Titelblatt der Kochzeitschrift, ein Tütchen mit wechselnden Gewürzmischungen zum ausprobieren auf.
Stellte sich mir doch gleich die nächste Frage, wofür eine Gewürzmischung? Normal besteht jede Mischung aus einzelnen Gewürzen. Diese aber beinhalteten noch Aromen, Stärke, Zucker und evtl. auch Spuren von Weizen, Ei, Soja oder Milch. Ich war sprachlos, was nicht oft passiert. Die neue Strategie ging bei mir nicht auf.
Von Stund an habe ich diese Zeitschrift keines Blickes mehr gewürdigt. Es ist erschütternd was einem zugemutet wird.
Seither bin ich äußerst kritisch mit meiner Kochzeitschriftenauswahl.
Aber ein Rezept habe ich noch in einem der alten Hefte gefunden und es ist auch ganz ohne Fertigprodukt oder aromatisierter Gewürzmischung, selbst die Gnocchi sind nicht aus dem Kühlregal. Also ein Rezept der wenigen Wertvollen, passend zum the real deal Event. Aus einem Heft, das mehr als ein Pfifferling wert ist…

Blog-Event LXI - The Real Deal (Einsendeschluss 15. Oktober 2010)

Rezept: Pfifferlinge mit Gnocchi
Die Sauce:
500 g Pfifferlinge
2 Schalotten
50 Butterschmalz
75 ml Madeira
200 ml Sahne
125 ml Geflügelfond oder Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
evtl. 1 Teelöffel Speisestärke
Glatte Petersilie


Pilze putzen und auf mundgerechte Größe schneiden. Schalotten abziehen und in feine Würfel schneiden. In Butterschmalz andünsten bis sie glasig sind. Dann die Pilze zufügen und kurz mitbraten, anschließend mit Madeira ablöschen. Sahne und Geflügelfond zugießen und alle etwas einkochen lassen. Evtl. die Speisestärke mit etwas Wasser verrühren und unter die Pilze mischen und damit leicht binden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Petersilie hacken und ebenfalls untermischen.


Die Gnocchi:
1 kg Kartoffeln
200 g Mehl, ob mehr oder weniger sollte man von der Konsistenz der Kartoffeln abhängig machen. Das wiederum davon abhängig ist, ob man festkochende oder mehlige Kartoffeln nimmt.
1 verquirltes Ei
Salz

Die Kartoffeln dämpfen statt kochen (dann werden sie fluffiger, leichter) und noch heiß mit einem Stampfer zerdrücken oder zügig durch eine Kartoffelpresse drücken. Nun das Ei, Salz und nach und nach das Mehl zugeben. Alles zu einem weichen geschmeidigen Teig verkneten. Nicht zuviel Mehl verwenden, dann werden sie hart, nimmt man zuwenig, fallen sie beim Garen auseinander.
Aus dem Teig Rollen mit einem Durchmesser von ca. 1,5 cm formen. Die Teigrollen in 2 cm dicke Scheiben schneiden und über die Rückseite einer Gaben rollen, oder leicht gegen die Rückseite einer Reibe drücken.
Die Gnocchi auf ein bemehltes Geschirrtuch legen und portionsweise In einem großen Topf mit heißem Salzwasser garen. Idealerweise eine Probe kochen.
Wenn sie an der Oberfläche schwimmen mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen, mit den Pfifferlingen anrichten und servieren.

Samstag, 9. Oktober 2010

Französische Spezialitäten - Birnen, Bohnen und Speck, häääää?

Als Blogschreiber muss man nicht nur mit offenen Augen durchs Leben stolpern, nein, man sollte auch kommunikativ sein. Früher in meinem Freundeskreis gab es so zwei, drei Mädels die mich gerne Gisela Schlüter nannten, wohl eher nicht wegen den langen Beinen, sondern wohl mehr für mein Mitteilungsbedürfnis. Manchmal hat es mich ja echt gestört, heute sehe ich es als Kompliment an und bedauere eher die Mädels, die mich sicherlich heimlich um mein Kontakttalent beneidet haben, denn Langeweile hatte ich nie und werde ich wohl auch im Leben, hoffentlich, nicht kennen lernen.
Dank meiner Begabung habe ich aber Madam kennen gelernt. Über Monsieur Ernenwein wurde ja neulich von mir hier ausgiebig berichtet und in diesem wunderschönen Weinstübchen konnte ich zu Madam Kontakt knüpfen. Nein, es ist nicht die Madam von Monsieur, die kenne ich gar nicht, es ist einfach nur Madam, die dort die Kunden bespaßt, oder doch besser gesagt, berät. Und sie ist auch nicht nur “einfach” Madam, nein, sie ist in meinen Augen der Inbegriff französischer Lebensart. Wenn ich sie sehe tauchen vor meinem geistigen Auge Lavendelfelder, soweit das Auge reicht, auf. Ich sehe einen Weinberg vor mir der mit einer Steinmauer umzäunt ist, auf der man ein Picknick zelebrieren kann. Ich sehe einen Weidenkorb mit Käse, Wurst, Baguette, Wein und anderen Kleinigkeiten gefüllt. Die Geruchsaromen von Provenzalische Gewürze werden förmlich real….
Madam berät genauso hervorragend wie Monsieur und von ihr habe ich mir schon so manches schöne Tröpfchen einpacken lassen.
In meinen Augen ist sie auch ein Genussmensch, sonst könnte sie dort auch gar nicht arbeiten und die ganzen Köstlichkeiten an den Mann/Frau bringen, da muss man hinter stehen und sie steht da hinter. Aus unseren schönen Gesprächen habe ich herausgehört, ihr Mann isst auch gerne und genießt auch genauso gerne und für den kocht sie. Ganz nebenbei erwähnte sie ein fantastisches französisch Kochbuch, das hat sie mir mal ausgeliehen und ich war so begeistert und habe es mir prompt im Antiquariat besorgt.


Sie kennt auch gute Rezepte die schnell gehen und trotzdem super lecker sind. Neulich habe ich gelacht, ich löcherte sie mal wieder wegen einem Rezept und während sie das Rezept erklärte, plätscherten ihr und mir förmlich kleine Pfützchen von links nach rechts im Schnäuzchen hin und her und ihr Kommentar lautete: Immer wenn Sie kommen bekomme ich Hunger. Ich habe versprochen demnächst immer erst kurz vor Feierabend zu kommen, damit sie im Anschluss nach meinem Einkauf direkt zum Essen kann.
Das Rezept das für die Pfützchen verantwortlich ist, heißt Birnen, Bohnen und Speck. Kommt jetzt nicht wirklich aus Frankreich sondern aus dem Norden Deutschlands, aber passend zum Koch-Event im Gartenblog. Tja, gut dass wir drüber gesprochen haben…

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen [31. Oktober 2010]

Rezept: Birnen, Bohnen und Speck (leicht abgewandelt, Madam kocht es etwas anders)
4 Scheiben durchwachsenden, geräucherten Speck, je Scheibe ca. 2 cm dick
1 kg grüne Bohnen
4-8 kleine Birnen idealerweise Kochbirnen
1 Esslöffel Olivenöl
1 Zwiebel, in feine Würfel gehackt
Bohnenkraut
Salz und Pfeffer
750 g Kartoffeln festkochend


Die Speckscheiben in dem Olivenöl von beiden Seiten etwas anbraten und dabei den Speck ein wenig auslassen. Wenn er schön braun ist, herausnehmen und zur Seite stellen. Nun die feingehackte Zwiebel im Fett glasig dünsten. Die geputzten und in mundgerechte geschnittene Bohnen zu den Zwiebeln geben. Mit wenig Wasser angießen, mit Bohnenkraut bestreuen, die Speckscheiben auflegen und ca. 20 Minuten gar ziehen lassen. Aus den Birnen die Blüten entfern und oben auf dem Speck und auf den Bohnen verteilen. Ca. weitere 20 Minuten garen bis die Birnen weich, aber nicht matschig sind.
Die Bohnen sollen nicht umgerührt werden!
Wem die Brühe, die beim Kochen entstanden ist, zu dünn ist, kann diese mit etwas angerührtem Mehl andicken, so wird es in vielen original Rezepten beschrieben.
Ich habe darauf verzichtet, weil ich eh nicht viel Brühe hatte.
Nebebbei die Kartoffeln schälen in Stücke schneiden und mit Salz gar kochen.
Alles zusammen auf einem Teller anrichten, fertig.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Blätter fallen und es klopft an der Tür…

Die letzten Spätsommertage machen mir immer Lust auf einen Kurztrip an den Rhein. Doch es ist ein Drama, immer wenn die Zeit für ein Trip da ist, regnet es und die Lust auf Wanderungen und Picknick in Weinbergen sinkt rapide auf den Nullpunkt zurück. Die Erfahrung hat gezeigt, an solchen Tagen sitzt man dann im ausgesuchten Ausflugsziel nur in Gaststätten herum und pflegt den Leib, wobei die Seele meistens aus Mangel an Sonnenstrahlen doch sehr vernachlässigt wird.
Für mich ist ja Kochen Nahrung für die Seele, also bleibe ich zuhause, schwinge selbst den Kochlöffel, labe mich mit meinen Lieben an den Ergebnissen und ärgere mich nicht über den Regen, oder dass unerwartet die Sonne dann doch scheint wie verrückt..
Jetzt zum Ende des Sommers kommt so langsam der Appetit auf herzhafte Speisen zurück. Unbewusst bereitet sich der Körper auf Winter vor, aber wir haben erst Herbst, ich kämpfe noch mit den Pfunden vom letzten Winter und ich brauche nicht ein Pölsterchen mehr auf den Hüften, ich habe gut isolierte Wohnräume mit einer intakten Heizung. Wann merkt mein Körper das endlich?
Was sich zu den Pölsterchen einstellt, ist das Gemütlichkeitsgefühl. Mit Decke, Teechen und Büchern auf der Couch, kuscheln ist nichts für den Sommer, das ist Herbst. Bunte Blätter, warme Farben und Spekulatius im Supermarkt zeigen die Richtung an. Die Spekulatiusaktion boykottiere ich ja, wobei es gibt da so klitzekleine Minispekulatius mit Schokolade, die habe ich ja mal probiert, aber irgendwie zählen die nicht. Habe ich ja auch wirklich nur ein einziges Mal gekauft und ich warte jetzt echt bis Dezember, Ehrenwort.
Außerdem hat der Herbst ja gerade erst angefangen und was ja auch ein Zeichen für Herbst ist, ist der Vorrat an Federweißer. Der ist noch lange nicht erschöpft und die Ideen, was man alles zum Federweißer essen kann, auch nicht.

Ich habe so viele Ideen, bis ich die alle umgesetzt habe, ist aus dem Federweißer sicher schon ein edles Tröpfchen gegoren, den man dann doch eher zu einem Frühlingsmenü schlürfen kann.
Also fange ich mal gleich mit meiner ersten Idee an und lasse den Herbst einziehen, der klopft energisch an der Tür…


Rezept: Rosenkohl-Tarte mit Bratwurst
750 g Rosenkohl
Salz
50 g Butter
½ Esslöffel Zucker
1 Prise Cayennepfeffer
Etwas Muskat
Einige Chillifocken
50 g Pinienkerne

Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g Butter, eiskalt
1 Eigelb
½ Teelöffel Salz
Evt. 1-2 Teelöffel Sahne oder Wasser

Aus Mehl, Butter Eigelb und Salz schnell einen Mürbeteig kneten. Idealerweise mit den Händen, das geht besser wie mit einer Küchenmaschine. Sollte der Teig zu wenig Geschmeidigkeit haben, etwas Sahne oder Wasser einarbeiten. Zu einer Kugel formen und im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen.

Zwischenzeitlich den Rosenkohl putzen und ca. 3 Minuten köcheln lassen. In einer Tarteform den Zucker in der Butter karamellisieren. Den Rosenkohl abgießen, die Köhlchen halbieren und in die Tarteform in die Butter geben. In einer Pfanne die Pinienkerne leicht anrösten und auf dem Rosenkohl verteilen. Mit Salz Cayennepfeffer und Chiliflocken würzen.
Den Mürbeteig auf Größe der Tarteform ausrollen und den Rosenkohl damit abdecken.
Die Ränder in die Form drücken und anschließend bei 200°C im Backofen ca. 20 Minuten backen.
Vor dem Stürzen einige Minuten ruhen lassen.
Zu Stürzen einen Teller auf die Form legen und die Form auf den Kopf stellen.

Dazu schmeckt Bratwurst ganz super.


Mittwoch, 29. September 2010

Meise heißt der Zaungast

Vogelliebhaber sind in ihren Meinungen ja sehr differenziert, was das Vogelfüttern zu jeder Jahreszeit angeht. Einige Stimmen behaupten ja man muss immer zufüttern da der Lebensraum für das Gefieder immer enger wird und sie weniger finden, andere plädieren, das Vogelvieh in Ruhe zu lassen, damit es sich in die Wälder zurück zieht und selber auf Nahrungssuche gehen.
Das Gourmet-Büdchen ist ja sehr ländlich angesiedelt und rundherum in der Umgebung finden die fliegenden Tierchen alles was sie brauchen. Sie klauen sich den Mais vom Feld, die Kirschen aus Nachbarsgarten, auf Pflaumen- und Apfelbäume wird gelandet um zu speisen und dass die Felder mit Hafer, Weizen und Roggen nicht sicher sind, ist wohl auch klar. Ich find es schön, sind ja auch nicht meine Bäume.
Na ja, so ein kleines Bisschen muss ich auch gelegentlich unter ihrem Appetit leiden. Neulich, als ich aus dem Urlaub kam, wollte ich noch schnell Holunderbeeren pflücken, aber die kleinen Biester waren schneller und haben die Holunderbeeren vor mir geerntet, das war schon etwas ärgerlich.
Aber wie ich dann eine kleine Meise beim Plündern meiner Sonnenblumen erwischte, wurde meine Tierliebe dann doch hart auf die Probe gestellt. Na was habe ich geschimpft, wie ein Rohrspatz, aber dann fand ich im Vorratsschrank eine Tüte mit Sonnenblumenkernen. Die standen kurz vor dem Verfalldatum, also genau richtig für mein Vorhaben bei dem Garten-Koch-Event über Sonnenblumenkerne mitzumachen.

Dann werde ich mal eben mein Sonnenblumenkernmousse machen und die kleine Meise kann sich die Nase als Zaungast an der Fensterscheibe platt drücken, aber von außen…

Garten-Koch-Event September: Sonnenblumenkerne [30. September 2010]
Rezept: Sonnenblumenkernmousse mit marinierter Kiwi
1 Ei
2 Esslöffel Wasser
1 Blatt Gelantine
200 g Kuvertüre, weiß
75 g geröstete Sonnenblumenkerne, fein gerieben
1 Esslöffel gutes Traubenkernöl
300 ml Sahne geschlagen
2 Kiwi
1 Esslöffel Rohrzucker
1 Esslöffel Vanillelikör
2 Esslöffel geröstete Sonnenblumenkerne leicht gehackt

Das Ei mit dem Wasser im Wasserbad schaumig schlagen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Ausdrücken und bei geringer Wärme auflösen. Die Kuvertüre, auch bei geringer Wärme, schmelzen. Beides in den Eierschaum geben und unterheben. Das Öl in die Masse geben und die geriebenen Sonnenblumenkerne mit der geschlagenen Sahne vorsichtig unter die Creme heben. Die Mousse in Portionsgläser oder in eine größere Schüssel geben und kalt stellen.
Die Kiwis schälen und in Scheiben schneiden, mit dem Zucker und dem Likör marinieren.
Die marinierten Kiwischeiben mit etwas Saft und der Sonnenblumenkernmousse anrichten und evtl. mit gerösteten, leicht gehackten Sonnenblumenkernen bestreuen.