Posts mit dem Label Joghurt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Joghurt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Juli 2013

Jetzt was kühles helles, Safran-Orangen-Drink…

…der Appetit auf Nahrungsaufnahme beschränkt sich bei 30°C Sommertemperaturen hier bei uns im Büdchen meistens auf flüssige Nahrung. So eine richtige Esslust kommt nicht auf, aber man kann sich ja auch nicht den ganzen Tag nur von Wasser ernähren. Auch wenn jede Tätigkeiten der Nahrungszubereitung immense Anstrengungen erfordern, etwas Einsatz muss man schon bringen. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß kein Preis.
Ich bin ja noch immer mit dem (Ge)Würze Buch beschäftigt, da sind so tolle Anregungen drin, ich glaube es wird sich zu meiner „Gewürzanregungsbibel“ entwickeln. Na, mal sehen. Aber der Orangendrink den ich heute vorstelle, wird es garantiert auf die Sommergetränkeliste schaffen. Wenn Du Lust hast probiere ihn doch einfach mal!
Safran-Orangen-Drink:
2 Messerspitzen Safranfäden
500 ml frisch gepresster Orangensaft
1 unbehandelte Orange
2 Esslöffel Ahornsirup
300 g Naturjoghurt
1 Esslöffelfrisch gepresster Limettensaft
1-2 Prisen Cayenne
1 Prise Salz
einige Eiswürfel
4 kleine Zweige Minze
Safranfäden im Mörser zerreiben, mit etwas Orangensaft vermischen und ziehen lassen. Orange heiß abwaschen, Schale in dünnen Streifen abschälen, Saft auspressen und zu dem anderen Orangensaft geben.
250 ml Orangensaft abmessen, mit dem Ahornsirup und der Orangenschale aufkochen und zu einem Sirup einkochen.Abkühlen lassen, Schale entfernen. Den Sirup mit Saft, Safranmischung, Eiswürfel und Joghurt zusammen in einen Blender (Standmixer) geben und kräftig mixen.
Mit Limettensaft, Cayenne und Salz abschmecken. Den Drink auf Gläser verteilen, die Minze gründlich reinigen und die Drinks mit der Minze verzieren.



Freitag, 8. Februar 2013

Limettensorbet, etwas Erfrischendes für die heißen Faschingstage…

demnächst bin ich zum Kochen unterwegs und ich habe groß angekündigt mich für das Dessert verantwortlich zu zeigen. Seit Wochen überlege ich was ich für ein Dessert wohl machen könnte. Die meisten Teilnehmer wünschten sich ein Crème Brûlée. Okay, dann gibt es ein Orangen Crème Brûlée hab ich mir gedacht. Dazu noch ein Baumkuchenmarzipantörtchen und ein Klecks Parfait, Sorbet oder Eis. Nur welch kühle Erfrischung sollte dazu passen? Vielleicht ein Zimtparfait, oder ein Granatapfelparfait? Ein Torroneparfait, oder doch besser ein Walnusseis? In den nächsten Tagen bzw. Wochen werde ich Dir noch das eine oder andere kühle Gedöns präsentieren, denn ich habe ausprobiert wie bekloppt. Ich werde das Törtchen und die Crème mit einem Kürbiskernparfait mit karamellisierten Kürbiskernen ergänzen. Ich glaube das wird eine richtig schöne Kombination und heute starte ich meine kalte Session mit einem Limettensorbet. Jetzt wo es in die heiße Phase der tollen Tage geht, ist es bestimmt eine erfrischende Angelegenheit.
Limettensorbet
Schale einer unbehandelten Limette
Saft von zwei Limetten
250 g Sahnequark
250 g Sahnejoghurt
150 ml Milch
80 g Puderzucker
1 Esslöffel Akazienhonig
Alle Zutaten in einem Mixer glatt pürieren.
Die Sorbetmischung in eine Metallschüssel geben und in der Gefriertruhe ca. 4 Stunden tiefkühlen. Dabei gelegentlich immer mal wieder kräftig durchrühren.
Übrigens: Das Sorbet ist auch toll mit Magerquark und fettreduziertem Joghurt
 

Mittwoch, 22. August 2012

Heiße Tage, scharfe Suppe…

Ich weiß, Du wartest seit Tagen auf einen Bericht von mir und willst ein Lebenszeichen haben, aber auch im Pott ist es warm und die Menschen hier leben nicht unterirdisch und hausen im kühlen Stollen, sondern quälen sich bei über 30° zur Arbeit und der Lorenz brennt vom Himmel als hätte er etwas gut zu machen.
Mir ist es ja schon etwas zu heiß, ich würde gerne mal wieder etwas Gutes schmoren, oder einen leckeren Eintopf essen, doch bei dieser Wärme finde ich keine Mitesser die sich für derartige Eskapaden opfern würden. Frag mal in die Runde ob jemand ein Eis essen möchte, oder gekühlten Obstsalat. Da findest Du Esser, soviel hast Du gar nicht an Eis- oder Obstvorrat.
In solchen fällen hole ich mir Rat bei Herrn Klink, Du weißt schon, der Vince der immer so tolle Ideen, oder besser gesagt tolle Rezepte in seinen Büchern hat.
Außerdem kann ich auf diese Art wieder etwas zu dem Jahresevent, der bei foodfreak läuft, beisteuern. 
Eine scharfe Joghurt-Pfirsich-Suppe mit warmen Garnelen. Mit diesem Süppchen kam jeder auf seine Kosten. Herr GB weil es schön kühl war und ich hatte eine warme Komponente. Jetzt sag mal, hättest Du auch zugelangt oder weiterhin auf Eis und Obstsalat bestanden?
Joghurt-Pfirsich-Suppe:
1 rote Chilischote
1 große Fleischtomate
½ Bund Schnittlauch
6 Blätter Zitronenmelisse
2 saftige reife Pfirsiche
½ Zitrone
4 Garnelen
Salz, Pfeffer
Olivenöl ca. 2 Esslöffel
500 g Joghurt 10%
250 ml Gemüsebrühe abgekühlt
1 TL Ahornsirup
Chilischote putzen und fein hacken. Tomaten und Pfirsiche häuten und entkernen. Das jeweilige Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und die Melissenblättchen fein hacken. Alle gehackten und geputzten Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Salat vermischen. Mit Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl würzen und zur Seite stellen.
Joghurt mit Gemüsebrühe und Ahornsirup vermischen und mit Salz, wie auch mit Pfeffer würzen.
In dem restlichen Öl die Garnelen von beiden Seiten knappe 3 bis 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
In Suppentassen den Pfirsich-Tomatensalat geben, mit der Joghurtbrühe aufgießen und jeweils mit einer gebratenen Garnele anrichten.



Freitag, 8. Juni 2012

Erdbeerdessert mit Erdbeeren!!!

Ich sag Euch, was ich bei Frau Kampi gelesen habe glaubt mir keiner, aber Ihr könnt es ja selber lesen! Eigentlich wollte ich es auch nicht glauben, aber dann habe ich mich erinnert, dass Herr GB mal einen Eisbecher mit Rumtopffrüchten bestellt hat und soll ich Euch sagen was er bekam? Einen Eisbecher mit Rumrosinen! Der Hammer, Herr GB mag keine Rosinen! Herzensgut wie ich ja sein kann, hat er meinen Schokoladenbecher bekommen und ich seinen Eisbecher mit Rumtopffrüchten. Seitdem bestellt er nur noch Erdbeerbecher, ich stell mir gerade vor meinem Herrn GB wäre dieser Eisbecher serviert worden. Bei der Vorstellung bekomme ich einen Lachkrampf, ich weiß, das ist jetzt gemein. Aber ganz so sehr gemein bin ich nun auch wieder nicht, weil Herr GB Erdbeeren in allen Variationen liebt habe ich ihm eine Erdbeerdessertvariation serviert. Außerdem sind Erdbeeren ja sooo gesund und ich glaube das ist schon eine der Lieblingsfrüchte von den ganz kleinen Menschenkindern. Oder kennst Du jemanden der keine Erdbeeren mag? Ich liebe dieses rote Zeug auch. Wusstest Du dass die Erdbeere eine Sammelnussfrucht und eigentlich gar keine Beere ist? Oder dass in einer Erdbeere 150 bis 300 Samenkörnchen stecken, auch sogenannte Nüsschen? Du musst also nur eine Erdbeere trocknen und die kleinen Kernchen (Nüsschen) lösen sich von selbst und schon hast Du Erdbeersamen. Aber ich will sie nicht anbauen sonder in der Küche verarbeiten und anschließend essen. Wie eben schon erwähnt, Herr GB liebt Erdbeeren genauso sehr wie ich sie liebe, aber leider gehören wir beide zu den Auserwählten die dem Erdbeergenuss nur in Maßen frönen können und zur Erdbeerunverträglichkeit neigen. Was wir auch noch beim Kauf beachten, dass wir die Gezüchteten aus Deutschland ergattern. Vielleicht ist es ja wirklich Einbildung, aber erstens sind wir der Meinung wir vertragen sie besser, zweitens sie sind aromatischer und schmecken auch wirklich wie Erdbeeren schmecken müssen und zum Dritten, sie werden reif geerntet und nicht halb grün. Außerdem sind sie auch nicht mit Wasser bis zum Platzen aufgequollen und sehen auf dem Teller richtig toll aus.
Erdbeer-Shooter:
1 Orange, unbehandelt
1 Limone, unbehandelt
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 EL Zucker, braun
2 cl Pitú
Mineralwasser oder Sekt
Die Erdbeeren waschen und putzen. Viertel und mit einem Esslöffel Zucker mischen. Gute 30 Minuten Saft ziehen lassen.
Den Saft in Eiswürfelformen geben und einfrieren.
Die Schale der Orange und der Limone abreiben und in einen Blender geben. Beide Früchte ausdrücken und den Saft ebenfallt in den Blender geben. Noch Pitú zufügen und die Erdbeereiswürfel in den Blender geben. Alles zusammen kurz auf höchster Stufe pürieren. Auf kleine Gläser verteilen und mit Sekt oder Mineralwasser auffüllen. Mit einem Strohhalm servieren.
Marinierter Erdbeersalat
125 g Erdbeeren
Schale 1 Orange
2 Esslöffel Orangenlikör
Erdbeeren waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Die Schale der Orange unter die Erdbeerscheiben mischen und den Orangelikör zugeben. Die Erdbeeren gut eine Stunde ziehen lassen.
Erdbeermousse
150 ml Erdbeerpüree ohne Kerne
250 ml Joghurt
200 ml Sahne
2 Esslöffel Zucker
6 Blatt Gelatine (oder Agar-Agar)
Erdbeerpüree mit dem Zucker und dem Joghurt verrühren. Die Gelatine mit etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und leicht erwärmen bis sie sich aufgelöst hat. Die aufgelöste Gelatine unter den Erdbeerjoghurt mischen. Die Sahne schlagen und auch noch zu dem Erdbeerjoghurt geben. Vorsichtig unterheben. Auf kleine Gläser verteilen und im Kühlschrank erstarren lassen.
Erdbeer-Shooter mit Erdbeersalat und dem Erdbeermousse auf Teller anrichten und servieren.


Freitag, 18. Mai 2012

Diätküche, Joghurtmousse mit Rhabarberkompott…

Seit Wochen wird hier im Büdchen Rhabarber verputzt und in diesem Jahr habe ich noch nicht ein einziges Rezept gepostet. Im letzten Jahr habe ich Euch ja den Rhabarbersirup vorgestellt, der hat im Büdchen festen Bestand und wird jedes Jahr aufs Neue produziert. Auch das genussvolle ruck zuck Rezept vom Rhabarbercrumble wird mindestens einmal in der Rhabarbersaison gebastelt. Jetzt habe ich ein super Kompott ausprobiert und ich bin davon überzeugt auch diese Leckerei wird eine feste Größe auf der Rhabarberkarte werden und das Rhabarber-Repertoire im Büdchen erweitern.
Aber jetzt nur einfach Rhabarberkompott wäre ja jetzt verdammt langweilig, also habe ich noch eine Joghurtmousse dazu gemacht. Man kann sagen ein figurfreundliches Dessert, so leicht, so frisch, so fruchtig. Probiert es aus und ich versichere jeder möchte Nachschlag…
Rhabarberkompott
400 ml Apfelsaft
1 Esslöffel Speisestärke Mark einer Vanillestange
50 ml Wasser
750 g Rhabarber
2 Esslöffel Zucker
Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Den Apfelsaft aufkochen. Speisestärke mit dem Zucker und dem Wasser glattrühren. Den erhitzten Apfelsaft mit der angerührten Speisestärke binden. Die Rhabarberstücke in den gebundenen Apfelsaft geben und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen.

Joghurtmousse
Saft ein ½ Zitrone
Schale einer Zitrone
100 g Frischkäse
500 g Joghurt
50 g Zucker
6 Blatt Gelatine
Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Alle anderen Zutaten gründlich vermischen. Die Gelatine ausdrücken und unter milder Wärme auflösen. Die aufgelöste Gelatine zu den anderen Zutaten geben. Nochmals alles gut vermischen.
Timbaleformen oder Kaffeetassen mit der Mousse füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und einige Stunden im Kühlschrank gelieren lassen.
Zum servieren die Formen kurz in heißes Wasser tauchen und die Creme stürzen.
Zusammen mit dem abgekühlten Rhabarberkompott anrichten.


Dienstag, 3. April 2012

Kompott geht immer, Apfel sowieso...

Ich als Klärchen Kompott muss das ja wohl wissen. Wenn nichts mehr geht, geht ein Kompott das ist von jeher so. Es rutscht förmlich hinein wie die Dessertexperten zusagen pflegen. Ich kann das nicht bestätigen, aber ich bin ja auch kein Experte. Also manche Desserts flutschen schon, doch müssen sie schön kalt und cremig sein. Aber Kompott ist nicht immer so geschmeidig wie z.B. ein Mus. Der Unterschied zwischen Kompott und Mus liegt schon darin, dass im Kompott noch Stücke liegen, im Mus ist da nichts. Werden die Stücke die im Kompott liegen püriert, ist es ratze fatze Mus. Oder besser gesagt, das Obst wird solange gekocht bis es durch einfaches Rühren schon zu Brei zerfällt. Doch das Wort Brei hört sich für mich nur nach „nicht lecker“ an. Würdet Ihr Euch Pflaumenbrei auf die frischen, knusprigen, mit eiskalter Butter bestrichenen Sonntagsbrötchen schmieren, oder Euren Gästen einen Brei als Dessert servieren wollen? Wie wohlwollender klingen da die Begriffe Pflaumenmus und Apfelmus. Trotzdem verbinde ich diese Bezeichnungen nicht wirklich mit Nachtisch, denn wer isst Pflaumenmus pur als Nachspeise? Da hinterlässt das Apfelmus schon eher den Gedanken an Dessert. Mit Kompott hat man da natürlich einen ganz anderen Auftritt. Birnenkompott, Pflaumenkompott und nicht zuletzt das Apfelkompott verfolgen mich ja schon seit meiner Kindheit. Am Wochenende gab es Pudding oder Götterspeis, zu besonderen Gelegenheiten manchmal Eis, aber in der Woche Pflaumen- oder Apfelkompott. Die Birnen wurden auch gerne verschmäht die waren immer so krisselig. Aber heute habe ich ein Kompott für Euch, das würde es sogar in ein Ostermenü schaffen.
Ingwer-Apfel-Kompott unter einer Zimt-Joghurt-Haube...
1 kg Äpfel (z.B. Elstar)
2 Bio Zitronen
2 Teelöffel Ingwer gerieben
250 g Joghurt
50 g Crème Fraîche
Ahornsirup
Kurkuma
Zimt
Die Schale einer Zitrone abreiben und beide Zitronen auspressen. Zitronenschale und -saft zur Seite stellen. Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und in einen Topf geben. Die Äpfel sofort mit dem Zitronensaftbeträufeln und die Zitronenschale ebenfalls zugeben. Mit etwas Ahornsirup abschmecken. Zwei Esslöffel Wasser zugeben und den Topf mit den Apfelstücken erhitzen. Bei geringer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Apfelstücke grob mit einem Löffel umrühren, sodass noch einige ganze Apfelstücke übrig bleiben. Das mussartige Kompott im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Zwischenzeitlich den Joghurt mit dem Crème Fraîche vermischen und mit Kurkuma, Zimt und Ahornsirup abschmecken.
Das Apfelkompott auf vier Gläser verteilen und darauf den Joghurt aufteilen. Mit einem Minzblättchen dekorieren und fertig.
Ach übrigens, nicht den langen Löffel vergessen, damit man auch noch den letzten Rest aus dem Glas bekommt...


Montag, 18. Juli 2011

Marmite und der marokkanische Karottensalat...

Hat jemand von Euch so eine schöne Tajine? Das sind diese wunderschönen Keramikteile, die z.B. aus Marokko kommen. Dort gehört in jede Küche so ein Kochgerät. Gerne würde ich so ein Teil ja mal in Aktion sehen oder gar selbst ausprobieren. Man kann sie wohl sogar auf Ceranfeldern benutzen, im Backofen oder auf dem Grill. Nur auf dem Induktionsfeld wird dieser "Kochtopf" dann wohl endgültig an seine Grenzen kommen. Herrn GB brauche ich erst mal nicht mit so einem modernen, uralten, fremdländischen Schnickschnack kommen, bei meinem Schatz muss ich schon durchschlagende Argumente liefern. Ach Ihr denkt jetzt er hält mich an der kurzen Leine und ich muss erst einmal fragen ob ich so was anschaffen darf? Na da liegt Ihr aber total falsch. Herrn GB geht es eher darum, wenn er etwas nicht kennt sieht er dem, was da im Anschluss auf ihn zukommen könnte, skeptisch entgegen. Wenn ich ihm erkläre mein sehnlichster Wunsch ist es so ein Teil für Dekorationszwecke, um Blumen rein zu pflanzen, anzuschaffen, würde er eher für mich ein Wellness-Entspannungswochenende buchen, aber mir sicher nicht vorschreiben es nicht zu kaufen. Erkläre ich ihm aber, darin werden zukünftig unsere Eintöpfe gekocht, sieht er Bedrohlichem entgegen. Also muss ich es wieder taktisch klug anstellen. Ich muss ihm meine Wünsche suggerieren, bis er auch der Meinung ist, dass ein Leben ohne Tajine schon fast nicht mehr möglich ist. Aber ich weiß auch, dass die Marokkanische Küche sehr gewürzhaltig ist. Vor allem Gewürze die für uns nicht unbedingt alltäglich sind. Da ich meinen Schatz ja nicht verärgern möchte, serviere ich heute erst mal einen marokkanischen Karottensalat und mit dem können wir schon mal geschmacklich üben.
Diesen tollen Salat habe ich aus der legendären Kochzeitschrift Marmite. Eine Kochzeitschrift die mir bisher nicht bekannt war, da sie in Deutschland nur über ein Abo erhältlich ist. Seit über 50 Jahren hat sie einen festen Platz in den schweizerischen Küchen und spricht die etwas außer der Norm kochenden Hobbyköche an.
Der Hobbykoch mit einem gewissen Anspruch wird bei den vielen interessanten Rezepten garantiert fündig. Sehr interessant fand ich wie diese Zeitschrift aufgebaut ist. Zu jedem Hochglanzexemplar gehört ein kleines Rezeptheftchen.
Das Cover ist minimalistisch aufgebaut und es erschlägt einen nicht gleich mit zig Highlight Überschriften, bei denen man oft mehr erwartet wie hinterher im eigentlichen Artikel preisgegeben wird. Reportagen über Regionen und ihre Produkte, wie sie hergestellt bzw. angebaut werden, bis hin zu Rezepten erstklassiger Köche die mit etwas Kochverständnis nachgearbeitet werden können. Sehr interessant kamen die Weinempfehlungen zu den einzelnen Gerichten an. Inwieweit diese Weine auch in anderen Ländern erhältlich sind, kann ich nicht beurteilen. Zu meinem heutigen marokkanischen Karottensalat gab es einen kühlen Weißwein, ich habe mich für einen Riesling entschieden. Der Salat war als Vorspeise für vier Personen gedacht, aber wir haben ihn als Hauptgericht mit 2 Personen geschafft. Da ich mir noch jede Menge Rezepte aus den kleinen und großen Heften gesucht habe, werde ich Euch noch Einiges vorstellen, Ihr könnt gespannt sein....
Marokkanischer Karottensalat:
1 kg Karotten schälen, halbieren und in kleine Scheiben oder Halbmonde schneiden. Diese 10 Minuten in Salzwasser langsam gar kochen aber mit Biss.
1 Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
4 Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin bei schwacher Wärme dünsten.
3 confierte Knoblauchzehen zugeben und zerdrücken.
1 Teelöffel Zucker zugeben
2 grüne Chilischoten entkernen, Trennwände entfernen und in kleine Würfel schneiden
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, das Grüne zur Seite stellen, das Weiße mit in die Pfanne geben.
Nun mit ¼ Teelöffel Ingwer gemahlen, 1/8 Teelöffel Nelken gemahlen, ½ Teelöffel Koriander gemahlen, ¼ Teelöffel Zimt gemahlen, 1 Teelöffel Paprika edelsüß, 1 Teelöffel Kreuzkümmelpulver und einem Esslöffel Weißweinessig würzen. Evtl. noch einen kleinen fein gehackten Schnitzer von einer Salzzitrone und etwas Salz zugeben.
Dazu gab es bei uns Joghurt verrührt mit etwas Zitronensaft, Olivenöl und eine Handvoll gehackter Minzblätter.
Ein wirklicher Genuss und Herr GB war auch ganz begeistert, ich würde sagen die Schienen sind gestellt Richtung Tajine....

Dienstag, 12. Juli 2011

Jetzt gibt es erstmal gebratene Jakobsmuscheln mit Möhrenrösti und Joghurt…

Im Moment jagt ein verplantes Wochenende das Andere und es bleibt einiges im Büdchen liegen. Jedes Mal wenn wir zurückkommen holt uns wieder eine Kleinigkeit mehr ein. Aber Herrn GB und mir ist das reichlich schnuppe, dann müssen wir eben in der Woche mal wieder etwas mehr aufräumen und erledigen. Also was liegt da näher als Gerichte die schnell von der Hand gehen und obendrein schnell auf dem Tisch stehen. Herr GB war ja erst etwas skeptisch was die Möhrenrösti anging, weil er eigentlich eher der Spezialist für diese Art von „Plätzchen“ ist. Genau aus diesem Grund musste er die ersten Rösti auch probieren. Begeistert hat er Nachschub gefordert, aber nix da, erst musste ich auch noch die Jakobsmuscheln braten und damit das Gericht auch komplett war, noch schnell Joghurt anrühren.
Das Rezept habe ich wieder aus dem Buch von Bill Granger. Ihr erinnert Euch, das war der Typ aus Australien mit dem Käsekuchenrezept das in die Hose gegangen ist. Abgesehen von dem Käsekuchen sind seine Rezepte sehr schön und nicht ganz so alltäglich. Das Buch ist von mir schon vollgepackt mit kleinen Erinnerungsschnipseln und Ihr werdet hier bestimmt noch einiges von ihm lesen können. Die nächsten Gerichte stehen schon in der Pipeline, aber jetzt gibt es erst mal gebratene Jakobsmuscheln mit Möhrenrösti und Joghurt…
Möhrenrösti:
80 g Mehl
¼ Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
¼ Teelöffel gemahlener Koriander
¼ Teelöffel gemahlener Kurkuma
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
125 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
1 Ei, verquirlt
1 kleine rote Chili ohne Samen und Trennwände, fein gehackt
250 g geraspelte Möhren
8 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
25 g gehackte Minzblätter
60 ml Öl
Alle Zutaten bis auf das Öl verrühren und etwas quellen lassen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und kleine Plätzchen backen. Sie sollten von beiden Seiten schön goldbraun sein. Küchenpapier auf einen Teller legen und die gebratenen Plätzchen auf dem Küchenpapier abtropfen lassen. Den Backofen auf 100°C aufheizen und die Plätzchen dort warm stellen.
Joghurtdressing:
125 g Joghurt
1 Esslöffel Limettensaft
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Esslöffel Olivenöl
Alle Zutaten gut verrühren.
Pro Person 3 Jakobsmuscheln von beiden Seiten in Olivenöl goldbraun braten.
Möhrenplätzchen mit Jakobsmuscheln auf Teller anrichten, dazu das Joghurtdressing reichen und servieren.

Freitag, 8. Juli 2011

Hähnchenspieße mit Safran und buntem Salat, dreimal besser wie der Käsekuchen...

Ich habe beschlossen ich backe nur noch altbekannte Rezepte die ich aus dem Backbuch meiner Mutter kenne, Modernes nur in muffinform und evtl. noch Modetorten. Wobei hier weise ich ausdrücklich daraufhin, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob man Modetorten backt oder Motivtorten!!! Das Letztere würde ich im Leben nicht können!
Dass der Honigkäsekuchen von dem Bill aus Australien bei mir nix geworden ist lag sicher daran, weil wir geographisch auf der anderen Seite der Erdkugel hausen. Es gibt ganz schlaue Leute die behaupten, bei denen läuft das Wasser im Ausguss nicht rechts sondern linksherum ab. Na wer das glaubt. Aber nichts ist abwegig, denn ich habe ihm ja auch geglaubt dass sein Käsekuchen schmeckt. Tja, jetzt glaube ich ihm schon wieder und lasse mich auf sein nächstes Rezept ein. Nein keine Angst, ich backe nicht!
Die Silvia von rock the kitchen ist doch noch immer mit ihrem Event beschäftigt den sie noch bis zum 15.07.2011 als Gastgeberin auf Zorra´s Kochtopfblog betreuen darf. Ein Rezept hab ich ihr ja schon gespendet und weil farbenfrohe Gerichte so ein schönes Thema ist, treibe ich es jetzt auch noch mal bunt und spendiere Hähnchenspieße mit Safran und einem gemischten Salat.
Blog-Event LXIX - Farbenfrohe Gerichte (Einsendeschluss 15. Juli 2011)
Ich hoffe sie freut sich und soll ich Euch was sagen wer sich noch freu?! Herr GB!!! Er ist richtig froh, dass er kein neumodisches Gedöns von anderen Kontinenten, das sich Kuchen nennt, mehr probieren muss. Außerdem freut er sich auf den nächsten klassischen altbekannten Kuchen und auf sämtliches was im Büdchen gekocht wird. Auf meine Kochkünste verlässt er sich fast blind. Denn er weiß, dass ich weiß was ihm schmeckt und ich weiß, dass er weiß, dass ich will dass es ihm schmeckt.
Hähnchenspieße mit Safran und buntem Salat, dreimal besser wie der Käsekuchen...
Spieße:
1 Teelöffel Safranfäden
250 g Joghurt
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Zitronensaft
400 g Hähnchenbrust
1 Teelöffel Sumach
Salz
Safranfäden im Mörser etwas zermahlen, mit 2 Esslöffeln heißem Wasser vermischen und 5 Minuten ziehen lassen. Knoblauch hacken, mit dem Safranwasser, dem Zitronensaft, dem Sumach und dem Joghurt vermischen. Die Hähnchenbrust hineinlegen und rundherum in der Marinade wenden.
Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Noch besser wenn man es über Nacht ziehen lässt. 4 Holzspieße 30 Minuten in Wasser legen, dann verbrennen sie auf dem Grill nicht.
Das Hähnchenfleisch aus der Marinade nehmen, in Stücke schneiden und auf die Spieße stecken. Die Spieße von beiden Seiten grillen bis sie leicht gebräunt sind, oder wie ich es gemacht habe, 6 Minuten im Kontaktgrill.
Bunter Salat:
1-2 Romanasalatherzen
8 Radieschen in feine Stifte geschnitten
1 Schlangengurke in kleine Würfel geschnitten
8 Cherrytomaten halbiert


60 ml gutes Olivenöl
2 El Zitronensaft
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
Salatherzen putzen und in kleine Stücke zupfen. Die Radieschenstifte, die Gurkenwürfel und die Tomatenstücke mit den Salatherzen mischen. Aus dem Olivenöl und dem Zitronensaft ein Dressing mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend über den Salat geben.
Zitronenspalten, Minzblätter und eine rote Zwiebel in feien Ringe geschnitten für die Dekoration
Hähnchenspieße mit Minzblätter und den feinen Zwiebelringen auf Teller anrichten und den Salat dazu reichen.