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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Neue Taschen zum Fest, Apfeltaschen…

…neee, neee, ich schreibe noch keinen Wunschzettel für das Christkind, obwohl wenn ich es mir so recht überlege……., neee komm, lassen wir das. Erstmal wollen wir den goldenen Oktober genießen und im Oktober gibt es immer das eine oder andere im Büdchen und Umgebung zu feiern. Allen Aktivitäten voran und überhaupt eins der wichtigsten Ereignisse ist der Geburtstag von Herrn GB. Selten feiern wir den ganzen Tag zuhause, lieber sind wir auswärts und können so besser den eigentlichen Tag genießen. Wo es an diesem Tag hingeht dürfen sich prinzipiell immer die Geburtstagskinder aussuchen. Geburtstagskinder sind an ihrem Tag die Bestimmer und das ist mit Sicherheit nicht nur im Büdchen so.
Jetzt ist es ja mit dem eigentlichen Geburtstag meistens nicht abgetan. Dahinter stehen ja auch noch immer so einige Gratulanten und die lieben Kollegen, die will man ja auch nicht einfach links liegen lassen. Schließlich geht man Seite an Seite, Tag für Tag zusammen durch das Berufsleben, da werden natürlich die Gelegenheiten wahrgenommen, um an solchen Tagen auch die Kollegen zu bespaßen.
Herr GB als Bestimmer weiß immer ganz genau was er sich für die Kollegen wünscht, bis ich daher komme. Ja, ich mit meinen tollen Ideen. Herr GB lässt sich immer ganz geduldig alles aufzählen was mir so einfällt, früher endete das dann immer bei einem Topf Gulasch und einer Philadelphiatorte. Beides in den Achtzigern sehr gerne genommen. Mittlerweile sind wir moderner geworden und der Topf Gulasch wurde gegen Pulled Pork Burger ausgetauscht. Tja und die Philadelphiatorte schafft es auch leider nicht mehr in die Büdchenhitliste. Außerdem werden lieber kleine Gebäckstücke, mal so auf die Hand, gegessen. Also hier im Büdchen ist das so. Keine mächtigen Torten und schon mal gar nicht diese überwältigenden Cremeteilchen. Nööö, die Büdchengesellschaft greift lieber zu Kleingebäck. Ich erinnere da ja gerne an die Schwarzwälderkirschtörtchen oder die fluffigen Bierteilchen. Sowieso sind kleine Taschen in denen etwas Versteckt ist der Renner. Ja überhaupt, wie wäre es denn mal mit kleinen gefüllten Taschen zum Fest? Eine Idee war geboren! Probeweise habe ich mal welche gebacken, so halt zum Testen, ob sie Herrn GB schmecken und ob die geburtstagkollegentauglich sind. Sie sind!!! Allerdings nur unter einer Bedingung, hat Herr GB gesagt, nur wenn ich ihm auch noch den Marzipankuchen von neulich backe.
Okay, so ist das, Herr GB ist das Geburtstagskind, er ist der Bestimmer und der Trend geht eh zum Zweitkuchen…
Apfeltaschen:
Teig:
400 g Mehl
40 g Zucker
20 g frische Hefe
200 ml lauwarme Milch
1 Ei
1 Prise Salz
40 g Butter
3 gehäufte Esslöffel Magerquark
Mehl und Zucker in einer Schüssel vermischen, in das Mehl eine Mulde drücken und die Hefe hinein bröseln. Die warme Milch aufgießen, 5 Minuten stehen lassen und die Hefe etwas arbeiten lassen. Alle restlichen Zutaten zugeben und solange kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst und ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen, er sollte sich vergrößern.
Füllung:
3 Esslöffel Rum
400 g aromatische Äpfel (ich verwende gerne die Sorte Elster)
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Zucker
Eine gute Prise Zimt
1 Esslöffel Butter
Butter in einer Pfanne zerlassen, Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Den Zucker zugeben und die Apfelstücke in der Butter kurz andünsten. Mit Zitronensaft und Zimt würzen und in einer Schüssel abkühlen lassen.
Den Teig ausrollen und in etwa 10x10 cm große Vierecke schneiden. In die Mitte der Vierecke jeweils etwas von den Äpfeln geben und zu Dreiecken zusammenklappen.
Die Ränder gut zusammen drücken.
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und innerhalb von 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

Mittwoch, 13. August 2014

Gugelchen hüpf, oder auch Spring ins Schnütchen genannt…

…ich habe gebacken, keinen großen Kuchen, nein viele kleine, um genau zu sagen viele kleine Gugelhüpfchen. So winzig kleine die Herrn GB förmlich wie von Zauberhand nach und nach ins Mäulchen hüpften. Keine original Gugelhupfen, sondern Fälschungen. Die Echten sollen eigentlich aus Hefeteig sein.
Bei Wikipedia kannst Du folgende Erklärung lesen:
Der Gugelhupf (abgeleitet von Gugel „Kapuze“) ist ein Kuchen aus Hefeteig, oft mit Rosinen. Ursprünglich wohl in einem rundlichen Napf oder kleinen Kessel zubereitet, wird er in einer typischen, hohen Kranzform aus Metall oder Keramik mit einer kaminartigen Öffnung in der Mitte gebacken, die klassischen Puddingformen ähnelt und den Teig gleichmäßiger garen lässt. Besonders in Österreich ist Gugelhupf allerdings keine Bezeichnung für einen bestimmten Teig, sondern für die charakteristische Form.
Gugelhupf ist eine süddeutsch-österreichisch-schweizerische Bezeichnung. In der Schweiz ist die Variante Gugelhopf üblich. Im niederdeutschen und mitteldeutschen Raum spricht man von Napfkuchen oder Topfkuchen, bezogen auf die Backform. Im Rheinland und in der Pfalz spricht man auch von Bundkuchen, in Südwestdeutschland von Bäbe. Im Raum zwischen Thüringen und Schlesien ist die Bezeichnung Aschkuchen üblich, in Nordwestdeutschland auch Rodonkuchen.
Also Varianten ohne Ende nur eins haben sie gemeinsam, wie schon erwähnt haben sie die Form eines Kamins. Da ist es auch pipegal ob mit Hefe oder ohne. Die Idee für meine Gugelhüpfchen kam mir ganz spontan in den Sinn, als mir mein abgetropfter Quark in die Hände fiel. Dann habe ich in den Weiten des Internets nach Rezepten gesucht, verschiedene gefunden, hier und da etwas geklaut, gemischt, abgewandelt und gebastelt und zu guter Letzt ihnen den Namen „Spring ins Schnütchen“ gegeben. 
Spring ins Schnütchen:
2 Eier
40 g Zucker
160 g abgetropfter Quark
(Magerstufe, ich lasse den Quark über Nacht in einem Sieb abtropfen)
1 Esslöffel Vanillezucker (ca. 20 g)
30 g Speisestärke
50 g weiße Kuvertüre
Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den abgetropften Quark gut unterrühren.
Die Kuvertüre fein raspeln und unter die Quarkmasse ziehen.
Die Speisestärke auf den Teig sieben und vorsichtig unterheben.
Den Backofen hast Du hoffentlich schon auf 160°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Den Teig in die einzelnen Gugelhüpfchen verteilen und im Backofen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.
Die Gugelhüpfchen gut auskühlen lassen und im Anschluss vorsichtig aus der Form lösen. Holst Du sie zu früh aus der Form sehen sie so aus:
Für meine Form benötigt man 250 g Teig, dieses Rezept ergibt ca. 420 g Teig. Deshalb ist die Ausbeute etwas größer und ich bin gut auf die Anzahl von ca. 24 Stück gekommen.


Donnerstag, 27. März 2014

Moccabuttercremtörtchen wie früher…

…aber ganz anders als beim Bäcker. Hast Du schon einmal beim Bäcker ein Stück Buttercremetorte gekauft? Also mein Geschmack ist das ja nicht, wobei das ja sicher auch auf dem Bäcker ankommt. Aber jetzt mal ehrlich, eine gute Buttercreme mal eben herzustellen ist ja jetzt so auch nicht gerade Teufelswerk, das einzige Problem was wir im Büdchen haben, wer soll die ganze Torte nur essen? Außerdem hatte ich mal irgendwann so einen hübschen Törtchenausstecher gekauft und der musst doch endlich mal zum Einsatz kommen. Ein wunderschöner Ausstecher in Blütenform. Ganz einfach hatte ich mir das vorgestellt.
Teig backen, einzelne Böden ausstechen, Buttercreme rühren, Böden zusammen mit der Creme stapeln und noch mal eben schnell rundherum mit Creme einschmieren, fertig ist der Blümchenkuchen.
Haste aber nur gedacht.
Den Teig backen – einfach
Die Böden ausstechen – einfach
Die Creme herstellen – einfach
Die Böden mit Creme bestreichen – einfach
Die Böden mit Creme stapeln – einfach
Die gestapelten Böden von außen bestreichen – einfach
Dabei die Form der Blüte einhalten – nix für mich.
Man war das fummelig, mal war die Creme zu dick aufgetragen, mal zu dünn. Irgendwann war es mir egal und ich habe einfach kleine runde Törtchen gehabt.
Okay, schön ist anders, aber lecker waren sie. Optisch konnte ich sie dann doch noch mit den Mokkabohnen und mit der Tortenspitze rausreißen.
Mokkabuttercremetörtchen:
Biskuitteig
4 Eier mit 4 Esslöffeln heißes Wasser schaumig schlagen. 150 g Zucker und einen Esslöffel Vanillezucker hinein rieseln lassen und weiter schaumig schlagen.
100 g Mehl mit 100g Speisestärke und 3 gestrichenen Teelöffeln Backpulver mischen und auf die Eierschaummasse sieben. Das Mehlgemisch sorgfältig unterheben.
Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober- Unterhitze ca. 20 Minuten goldgelb backen.
Nach der angegebenen Backzeit aus dem Ofen holen und direkt kleine Tortenböden ausstechen.
Während der Boden auskühlt die Buttercreme anfertigen.
Hierzu einen Schokoladenpudding aus einem halben Liter Milch und einem Beutel Puddingpulver mit zwei Esslöffel Zucker kochen. In den warmen Pudding 100 g Schokolade mit ca. 70 % schmelzen und gut unterrühren. In den Schokoladenpudding einen gehäuften Esslöffel Instandkaffee rühren und den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren damit sich keine Haut bilden kann. 250 g zimmerwarme Butter schaumig rühren und nach und nach löffelweise den Pudding unterrühren.
Pro Törtchen jeweils 3 Biskuitböden mit der Creme einstreichen und aufeinander stapeln. Nun noch rundherum die Seitenränder mit Creme einstreichen und mit Mokkabohnen dekorieren. Die kleinen Torten im Kühlschrank gute 3 Stunden auskühlen bzw. festwerden lassen.
Das Gebäck auf kleine Tortenspitzen setzen und servieren, aber vorher noch den Kaffee kochen!

Dienstag, 25. Februar 2014

Birnentarte für die Kuchenesser unter uns…

…eine Birnentarte ist nicht irgendein Birnenkuchen, oder gar mit einer Apfeltarte zu verwechseln. Wie heißt es doch so schön, man soll nicht Äppel mit Birnen vergleichen.
Also kein Kuchen, sondern eine Tarte.
Als Tarte wird ein Kuchen bezeichnet, der aus einer besonderen Art Mürbeteig hergestellt wird. Der Teig beinhaltet weder Salz noch Zucker und sollte geschmacksneutral sein. Diese Tatsache kannst Du bei meiner Tarte heute getrost vergessen.
Tarten gibt es süß belegt, aber auch in der herzhaften Variante. Ein weiteres Merkmal, die Tarte wird in einer speziellen flachen Form gebacken die mit einem geriffelten Rand ausgestattet ist. Okay, wer keine Tarteform hat kann natürlich auch eine Springform nehmen, aber es ist dann doch eben keine original Tarte mehr. Aber ist meine ja auch nicht.
Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige Varianten von würzig mit Fisch, Fleisch oder Gemüse, übergossen mit einer Mischung aus Eiern, Milch oder Sahne, aber auch manchmal mit geriebenen Käse in der Eiermischung, bis hin zu den Süßen die mit Obst, Cremes, Puddings oder sonstigen Pasten gefüllt sind. Herzhafte Tartes werden durchaus als richtige Hauptmahlzeit serviert, sind sie doch oft üppig. Was nicht heißt, dass eine Süße nicht satt macht, ganz im Gegenteil. Oft sind sie so reichhaltig, da ist man froh vorher nichts gegessen zu haben. Ich erinnere da an diesen und jenen Gaumenkitzel.
Doch heute gibt es nichts pompöses, nur eine schlichte einfache Birnentarte, Du weißt schon, für den süßen Zahn von Herrn GB.
Der Countdown läuft, in etwa einer Wochen ist Aschermittwoch und dann geht der Run auf die Fastenzeit wieder los, der Süßkonsum wird in den Keller gefahren. Der Alkohol wird bis Ostern verteufelt, Fleisch steht eh auf der roten Liste und am besten wird das Essen ganz eingestellt.
Ob es am kommenden Frühling liegt, dass es Leute gibt die sich von innen und von außen reinigen möchten und dabei auch gleich alle Welt verändern wollen? Auch wenn Frühling ist wird es im Büdchen auch dann nicht anders zugehen. Sicherlich halten wir hier nicht an alten Zöpfen fest, aber das Rad wird auch nicht neu erfunden. Sollte es dem Chef oder der Chefin vom Büdchen auf etwas Besonderem gelüsten, ist es total egal welche Zeit gerade angesagt ist. Generell denke ich, ist es nicht verkehrt mal etwas kürzer zu treten, wobei ich das nur für mich persönlich entscheiden kann. Ich muss auch nicht etwas veranstalten, nur weil es auf dem Kalender steht, irgendeinen Zweig in der Industrie förderlich ist oder gar von Gutmenschen inszenierte Kampagnen unterstützt.
Was mich allerdings immer wieder amüsiert, sind Mitmenschen die etwas verändern wollen weil es Trend ist, aber sobald sie merken sie müssen einen gewissen Aufwand betreiben, genau diesen Kurs, wenn sie nicht mehr wollen, verteufeln.
Aber lassen wir das, mir geht es schlicht und einfach nur um eine schlichte einfache Birnentarte mit Birnen aus der Region. Da ich den Markt nur samstags besuche musste ich mitten in der Woche zum Supermarkt in meinem Dorf. Sag ich doch, Birnentarte mit Birnen aus der Region und das im herannahenden Frühling…
Frei nach dem Motto von Udo Lindenberg: "und ich mach mein Ding, egal was die Andren sagen…"
Birnentarte und dann auch noch mit gekauftem Blätterteig:
300 g Blätterteig aus der Kühltheke
40 g Butter
125 g Mascarpone
3 Esslöffel Zucker
Schale einer kleinen Bio-Orange
75 g gemahlene Mandeln
1 Eigelb der Größe L
4 reife Birnen, ohne Kerngehäuse und in schmale Spalten geschnitten (ich habe die Sorte Abate genommen)
4 Esslöffel Aprikosenkonfitüre
4 Esslöffel Mandelblätter trocken in der Pfanne geröstet 
Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und anschließend mit den Blätterteigblättern auskleiden.
Mascarpone,  Zucker, Schale der Orange, die gemahlenen Mandeln und das Eigelb zu einer glatten Creme vermischen. Die Creme auf den Blätterteig geben.
Die Birnenspalten auf der Mascarponecreme drapieren und die überstehenden Teigränder umklappen.
Die Butter schmälzen und die ganze Tarte, inkl. der  Teigränder, mit der Butter bepinseln. Noch mit etwas Zucker bestreuen, dann werden die Ränder auch schön knusprig.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Die Tarte auf einem Rost legen, die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle erwärmen und die Birnenspalten damit bestreichen. Nun noch die Mandelblätter aufstreuen und auskühlen lassen. 

Mittwoch, 29. Januar 2014

Matte Mohrenköpfe zum Kaffee…

…ein Wochenende ohne Gebäck wäre ja kein richtiges Wochenende meinte neulich Herr GB. Nur jetzt habe ich das Problem nicht ständig mit hervorragenden Ideen für kleine spontane Gebäckteilchen gesegnet zu sein. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, aber die ganz große Bäckerin bin ich ja nun wirklich nicht. Das bestätigen auch übrigens die heutigen Gebäckstückchen die ich präsentiere. Ich brauche Backanleitungen die kurz und bündig sind. Die Zutaten überschaubar und nach Möglichkeit sollen sie auch vorrätig sein. Die Mohrenköpfe die ich für Herrn GB gebastelt habe gingen eigentlich recht einfach, nur diese Schmiererei mit der Schokolade, oh man, ich kann Dir was erzählen. Erst musste ich die Halbkugeln noch etwas zurechtschnitzen damit sie in meine Rosetten passten und anschließend auch noch mit Schokoladenglasur aufhübschen. Wegen der Buttercreme mussten sie in den Kühlschrank, in den sie eigentlich wegen dem Glanz der Schoki gar nicht hätten hinein gedurft. Aber beides geht eben nicht. Die Gefahr dass die Buttercreme schlecht würde war mir dann doch zu hoch, also opferte ich den Glanz.
Die Halbkugeln wurden aus einem Biskuitteig gebacken und die Hauptzutaten der leichten Buttercreme waren Pudding und Nussnougat. Nur für den Stand brauchte ich die Butter.
Herr GB war von den Mohrenköpfen ganz begeistert und ich befürchte ich werde sie wegen besagtem Mangel an Ideen wiederholen müssen.
Ich gebe Dir mal das Rezept, vielleicht brauchst Du ja auch mal einen Joker für Kleingebäck.
Mohrenköpfe:
3 Eiweiß
Zucker
Prise Salz
3 Eigelbe
80 g Mehl
30 g Speisestärke
Messerspitze Backpulver
Als Zubehör benötigst Du eine Mohrenkopfbackform
Die Eiweiße mit der Prise Salz zu steifen Schnee schlagen. Nach und nach den Zucker einrühren. Die Eigelbe einzeln unter den festen Eischnee rühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver auf die Eiercreme sieben und gründlich unterheben. Es dürfen sich keine Mehlnester bilden. Jeweils einen Esslöffel Teig in die gut gebutterte Mohrenkopfform füllen und 12 bis 15 Minuten bei 180° C Heißluft im vorgeheizten Backofen backen. Diesen Vorgang so oft wiederholen bis der Teig verbraucht ist.
Von den Halbkugeln einen Boden von ca. 0,5 cm Dicke abschneiden und in Rosetten setzen.
Die obere Halbkugel in flüssige Kuvertüre tauchen. Auf einem Gitter abtropfen lassen.
Füllung:
200 g Schokoladenpudding
100 g Haselnussnougat
125 g Butter
Einen Schokoladenpudding kochen und ihn ständig rühren damit er keine Haut bildet. In dem warmen Pudding den Nougat auflösen. Den Nougatpudding kalt rühren.
Die Butter auf Zimmertemperatur bringen und schaumig schlagen. Nach und nach den Pudding in die Butter geben und alles zusammen gründlich verrühren. Ganz wichtig!!! Die Butter und der Pudding sollten die gleiche Temperatur haben.
Die Creme auf die unteren Hälften der Mohrenköpfe streichen und die schokoladenüberzogene Oberhälfte aufsetzen.
Noch mit kleinen Schokoröllchen verzieren und auskühlen lassen.

Für die spontane Kaffeetafel eine garantierte Bereicherung.


Dienstag, 19. November 2013

Törtchen wie im Schwarzwald…

…kennst Du das, Du hast Appetit auf Gebäck aber einen ganzen Kuchen backen willst Du nicht? Es soll so einfach wie möglich sein, und Du hast einfach keine Lust auf pompöses Gedöns?
Ich habe kleine Törtchen ausgegraben, ich dachte was in groß lecker ist kann in klein nicht schlechter schmecken und ich hatte mit meiner Theorie tatsächlich recht.
Magst Du auch Kleingebäck das Du mal eben so mit einem oder zwei Habs wegputzen kannst? Dann habe ich für Dich genau das Richtige. Ich hatte die kleinen Gaumenkitzler schon mal irgendwann im März gemacht und jetzt kamen sie mir genau richtig als es mal wieder schnelles Naschwerk geben musste.
Du musst auch nicht viel machen, Du backst einen Boden, Du machst eine Creme, eine Schokoglasur und bastelst alles zusammen, fertig.
Du brauchst einen Bastelplan? Okay, fangen wir mal langsam an, am besten mit den Zutaten:
185 g Süßrahmbutter
330 g Feinster Zucker
6 getrennte Eier
2 Esslöffel Milch
Prise Salz
110 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
70 g Kakao
125 ml Kirschwasser oder noch besser Kirschlikör
320 g Schwarzkirschkonfitüre
300 g geschlagene Schlagsahne
200 g entsteinte Sauerkirschen abgetropft
Butter mit dem Zucker, der Milch und den Eigelben schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver und Kakao mischen und zu dem Eigelbschaum geben. In zwei Portionen das Mehlgemisch unterrühren. Nun das Eiweiß mit der Prise Salz zu Eischnee schlagen und unter den Teig heben.
Eine rechteckige Backform in der Größe 20 x 30 cm fetten und den Teig in die Form füllen. Die Backform in den vorgeheizten Backofen schieben und bei 160°C ca. 35 Minuten backen.
Nach der Backzeit den Kuchen auskühlen lassen und einmal quer durchschneiden.
Beide Kuchenplatten mit dem Likör tränken und in 40 kleine Würfel schneiden. Die untere mit der Konfitüre einstreichen und Sahne aufstreichen. Nun den oberen Würfel aufsetzen.
Für die Schokoglasur 220 g dunkle Schokolade (halbbitter) in 125 ml warmer Sahne auflösen. Die Schokolade muss komplett aufgelöst sein. Die Ganache abkühlen lassen, aber sie muss noch gut streichfähig sein. Die Oberseite der Kuchenwürfel mit der Ganache bestreichen, jeweils ein Kirsche aufsetzen, in kleine Papierförmchen geben und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Für ein schnelles Kaffeegebäck doch echt keine schlechte Idee, oder!?

Mittwoch, 6. November 2013

Walnüsse und ein Überraschungsgewürz, na das soll mir was geben...

…ich grabe mal wieder in den Tiefen meines Blog und erinnere an das Safranhuhn im Juni. Das hat natürlich mal wieder einen ganz bestimmten Grund, denn mit meinem persischen Huhnrezept habe ich ein Kalenderblatt im Jahreskalender 2014 bei "kalifornische Walnüsse" gewonnen. Das Ganze wurde natürlich von keiner geringeren Bloggerin inszeniert als der ideenreichen Zorra und ich war durch Zufall dabei. Aber dass ich dann auch noch gewinne, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet und umso mehr hat es mich gefreut. Für mein Huhn hatte ich die Zutaten selber besorgt und die Walnüsse die Verwendung fanden waren schon sehr lecker, aber soll ich Dir was sagen!? Jetzt habe ich welche probiert, die waren megaklasse. Ich wurde gefragt ob ich Lust hätte einen Snack mit Walnüssen zu entwerfen. Na und ob ich Lust hatte. Mir wurden Walnüsse und ein Überraschungsgewürz zugeschickt. Ja und jetzt kam mein Moment. Das Überraschungsgewürz war Anis. Mal so ganz unter uns, das war mir etwas langweilig und deshalb habe ich mit Anis und anderen Zutaten ein Printengewürz gemischt.
Die Idee für Printenwalnusschnecken war geboren.
Okay, ein Snack ist es jetzt nicht geworden, aber da ich ja eh für die Snackwochen etwas zu spät bin, wäre das doch jetzt ein gutes Rezept für die Gebäckwochen, oder was meint Ihr?
Printenwalnussschnecken:
1 Rolle Blätterteig
Ca. 100 g kalifornische Walnüsse, grob gehackt
Printengewürz bestehend aus (Anis, Ceylonzimt, Kardamon, Koriandersamen, Pimentkörner, Muskatnuss, Gewürznelken) alle Gewürze zu gleichen Teilen mischen und fein mahlen bzw. mörsern.
Butter
Muscovadozucker
Einzelne Teigblätter dünn mit kalter Butter bestreichen. Die Platten aufeinander legen und zu einer großen Platte ausrollen. Die zusätzliche Butter lässt den Blätterteig noch luftiger aufgehen.
Das Gewürz mit 2 Esslöffeln flüssiger Butter vermischen und die Oberseite der Teigplatte mit der Gewürzbutter bestreichen. Die Walnüsse ebenfalls auf der Teigplatte verteilen und mit Muscovadozucker bestreuen.
Die Teigplatte vorsichtig aufrollen und ausgehend von der Seite in schmale Scheiben schneiden. Die einzelnen Scheiben (Schnecken) auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Heißluft gute 20 Minuten goldgelb backen.
Sicher sehr willkommen als Kleingebäck jetzt in der kommenden Winterzeit oder als kleiner süßer Snack der immer geht.

Übrigens, Walnüsse sind super gesund, das wusste schon die Hildegard, die von Bingen…