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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Saltimbocca, oder Kalbsschnitzel für den Gatten...

So, Schnitzel hab ich ihm gemacht, zwar nicht in altbekannter Art als paniertes Wiener, aber es war Kalbfleisch. Super zart und butterweich. Genauso wie mein Schatz es mag. Auf die Idee mit Saltimbocca bin ich gekommen als ich die Salbeiüberhänge in meinem Blumenkasten sah. Da fährt man kaum mal ein paar Tage weg, schon wuchert sämtliches Grünzeug ohne Ende. Tja und dann kam eben die Idee mit den Kalbschnitzeln. So ganz nebenbei hatten wir uns ja auch ein richtig dickes Stück Schinken (in den Bergen spricht man immer von Speck) mitgebracht. Nach dem Originalrezept muss man Parmaschinken, Salbeiblatt und Holzstäbchen verwenden. Ich habe unseren geräucherten Bergspeck einfach unter dem Salbeiblatt versteckt und nach Vorschrift mit einem Holzstäbchen beides ans Schnitzel geheftet. Klar dass es durch das Salbeiblatt und dem Holzstäbchen nicht zum Original wurde, aber der leicht rauchige Geschmack hat uns sehr gefallen und brachte gut Würze mit, sodass ich auf Salz durchaus verzichten konnte. Original hin oder her, schmecken muss es!
Also einfach 4 Kalbschnitzel etwas flach klopfen und einmal durchschneiden, darauf jeweils eine entsprechend große Schinkenscheibe und ein Salbeiblatt legen, antackern mit einem Holzstab wie bereits erwähnt und der erste Schritt ist getan.
Nun 2-3 Esslöffel Butter auslassen und die Schnitzel von beiden Seiten ca. 3 Minuten kräftig anbraten. Die Schnitzel auf Küchenkrepp legen und warm stellen.
Den Bratenansatz in der Pfanne mit 200 ml trockenen Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Mit 2-3 Esslöffeln einkalter Butter binden. Die Schnitzel zurück in die Soße legen und erwärmen.
500 g frische Erbsen ca. 5 Minuten in Wasser garen, anschließend abgießen und zur Seite stellen. Im Topf etwas Butter auslassen, darin eine in kleine Würfel geschnittene Zwiebel dünsten, noch 100 g Schinken in schmale Streifen geschnitten dazugeben und leicht dünsten. Erbsen hinzufügen und mit einer Prise Zucker bestreuen. Alles gut durchmischen.
Die Schnitzel mit der Soße und den Schinken-Erbsen anrichten. Mit Weißbrot und einem Weißwein servieren.

Mittwoch, 3. August 2011

Kalbsgeschnetzeltes mit Speckpfifferlingen für Chefhansen

Normal müssten Pilze in diesem Sommer sprießen wie Unkraut und am letzten Samstag gab es keinen Gemüsestand auf dem Markt, der nicht Pfifferlinge im Angebot hatte. Boah, war das verführerisch und Ihr könnt Euch sicher schon denken, dass ich nicht wiederstehen konnte. Jahaaaa, ich habe wieder zugeschlagen und wunderschöne Pfifferlinge gekauft. Das war sowieso so ein richtig toller Einkaufstag. Die Schokischwester ist mit ihrem Schatz recht früh ins Büdchen gekommen und dann haben wir zusammen eine Foodshoppingtour gestartet. Angefangen haben wir mit dem Weinhändler, wie sich herausstellte ein schlechter Start auf nüchternen Magen, denn das Frühstück war für später angesagt. Also mit einem leichten Weingeschmack im Mund, den hatten allerdings nur die Mädels vom Wein kosten, chauffierte Herr GB uns weiter Richtung Bochum Wochenmarkt. Dort wurde kein Stand ausgelassen. Fast an jedem Stand haben wir etwas gefunden, was in unseren Einkauftrolli wanderte. Beim Fleischer gab es noch fertig belegte Brötchen. Also mit belegten Brötchen bewaffnet ging es dann zu einem Stand bei dem es leckeren Kaffee gab. Wir brauchten eine kleine Stärkung, denn die Taschen waren voll bis obenhin und wir waren noch lange nicht fertig. Die nächste Station war der schöne italienische Laden in der Herner Str., den ich in der letzten Woche ausfindig gemacht habe. Der hat samstags nicht so ewiglange geöffnet, also nur ein kurzer Zwischenstopp. Nicht weit vom Italiener entfernt ist der supertolle Edeka-Einkaufsmarkt in der Alleestraße. Da die Schokischwester und ihr Schatz den Laden nicht kannten, wurde es ein etwas längerer Aufenthalt. So kurz vor knapp noch schnell in die Rottstraße zum Asiaten und bei ihm auch noch das eine oder andere Regal plündern. Mit Unmengen an Einkaufstaschen behangen ging es jetzt wieder Richtung Büdchen. Klar hatten wir mehr gekauft als wir wollten, oder sogar brauchten. Aber mit Zutaten wie frischem Zitronengras, Thaibasilikum, Aromatomaten, und na was??? Richtig, Pfifferlingen im Gepäck waren wir rundum glücklich und bereit für nächste Schandtaten.
Alles wurde sorgfältig verstaut und dann kümmerten sich die Schokischwester und ich mich um unser Rezept, das wir zusammen ausgesucht hatten. Nun kam die Ernüchterung, Mensch was hatten wir denn da für ein Rezept ausgesucht? Weder Zitronengras noch Thaibasilikum und erstrecht keine Pfifferlinge tauchten in den Angaben auf. Blumenkohl, Möhren und Hähnchenbrust standen da in der Anweisung, das hatten wir zwar auch alles gekauft, aber verdammt für was waren denn die anderen Dinge gedacht. Dieses Rätsel wird wohl immer vor uns verschlossen bleiben. Wir haben nicht lange gezaudert und schwupp unser Blumenkohl-Dingens-Rezept nachgebastelt. Es hat nicht nur uns hervorragend geschmeckt, auch unsere Männer waren begeistert. Nur vor lauter Quasselei haben wir ganz vergessen schöne Bilder zu machen, aber da es eh super lecker war, werde ich es nochmals kochen und Euch dann Bilder mitbringen. Wie Ihr mich kennt, habe ich heute aber trotz allem für Euch ein Rezept, sogar mit Bildern. Die Pfifferlinge mussten doch weg und außerdem ist Alex von chefhansen in diesem Monat Gastgeber auf Zorra´s Blog und jetzt haltet Euch fest wenn ich Euch das Thema sage: Ran an den Speck!!!
Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)
Erst hatte ich gedacht der Hansen will in seine alte Badehose wieder rein, Ihr wisst schon ich will ja auch gerade Speck loswerden. Aber beim Chefhansen geht’s um einen ganz anderen Speck.
Das hält mich aber nicht ab mitzumachen und ihm mein Geschnetzeltes mit Pfifferlingen anzubieten…

500 g Pfifferlinge, gut gesäubert
2 Teelöffel Pflanzenöl
300 g Kalbsschnitzelfleisch, in schmale Streifen
50 g Speck, gewürfelt
2 rote Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten
Thymian, frischer Lorbeer
Pfeffer, Salz
300 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
evtl. Speisestärke oder Pfeilwurzmehl zum andicken
glatte Petersilie fein gehackt.
Pflanzenöl erhitzen und die Kalbfleischstreifen mit den Speckwürfeln und Zwiebelwürfeln anbraten. Pfifferlinge zufügen und ebenfalls mit anbraten. Mit Gemüsebrühe und Milch ablöschen.
Das Thymian-Lorbeersträußchen zugeben und alles ca. 10 Minuten einkochen. Soll die Sauce zu dünnflüssig sein, mit wenig Speisestärke oder Pfeilwurzmehl binden.


Montag, 24. Januar 2011

Der Alltag hat mich noch nicht ganz zurück, gut dass es Vorräte gibt…

Also die Koffer sind ausgepackt, die Wäsche ist gewaschen und nun höre ich komische Geräusche!!! Ups, das war wohl der Magen des Herrn GB, der scheint Hunger zu haben. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt zu kochen, ich wurde im Urlaub ja täglich wundervoll verwöhnt. Nein, nein, mein Schatz hat im Urlaub nicht das Kochen übernommen. Das kulinarische Verwöhnprogramm haben ansässige Köche und Köchinnen in Tirol übernommen.
Aber nun wieder zurück zum Magenknurren.
Während ich mir Gedanken über besagte Geräusche machte, überlegte ich mir so, ich könnte mal was kochen. Mit Entsetzen fiel mir ein es ist Sonntag und ich habe nichts eingekauft! Wo auch, auf der Autobahn? Okay, Okay, ich weiß, dass es durchaus Zeitgenossen gibt die ein komplettes Menü an der Tanke kaufen, die verwöhnten Schnuten aus dem Büdchen aber nicht.
Also, das Shoppen haben wir uns bei den Spritanbietern geschenkt, stattdessen habe ich die Gefriertruhe überfallen.
Ihr glaubt nicht welch ein edles Fleischstückchen mir in die Hände fiel! Ein bereits fertiggegartes Kalbsnüsschen! Na wenn das nicht für ein geniales Mittagessen herhalten könnte.
Mein Schatz liebt Vitello tonnato. Thunfisch lag noch im Keller rum, Sardellen und Kapern waren auch im Hause. Also rucki zucki eine Mayonnaise gemacht, die restlichen Zutaten untergemischt, das Nüsschen aufgetaut und noch etwas gefrorenes Weißbrot aus der Gefriertruhe gekramt, das konnte auch noch schnell auftauen.
Tja, was soll ich sagen, die komischen Geräusche waren nach dem Essen auch weg. Gut dass es Vorräte gibt…

Vitello tonnato:
Eine gekochte Kalbsnuss (ca. 400g bis 500g)
1 Glas Thunfisch in Olivenöl (Fischgewicht ca. 230 g netto)
2 Sardellenfilets
2 Eigelbe
1 Teelöffel Zitronensaft
Salz
Frisch gemahlenen Pfeffer
2 Esslöffel trockenen Weißwein
2 Esslöffel Kapern
2 Teelöffel Kapernlake
1 Teelöffel Weißweinessig
Olivenöl
Zitronenscheibe
Weißbrot


Die Kalbsnuss nach Möglichkeit mit einer Aufschnittmaschine ganz fein aufschneiden. Die dünnen Scheiben auf einem Teller auslegen.
Für die Soße den Fisch abtropfen lassen und dabei das Olivenöl auffangen. Das Olivenöl vom Fisch mit einem guten anderen Olivenöl auf 200 ml auffüllen.
Eigelbe mit Zitronensaft, Weißwein, Lake, Essig, Salz und Pfeffer mit dem Olivenöl zu einer Mayonnaise mit einem Pürierstab verrühren. Einen Esslöffel Kapern und den Thunfisch in die Mayonnaise geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Die Soße dabei geschmeidig glatt rühren.
Die fertige Soße auf die Fleischscheiben streichen, sie sollen komplett bedeckt sein. Mit dem restlichen Esslöffel Kapern bestreuen, die Zitronenscheibe darauf anrichten und gut eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
Mit Weißbrot servieren.