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Montag, 3. Oktober 2011

Ravioli statt Jause…

Pünktlich wie bestellt kommt das sonnige Wetter wieder zurück. Wieso pünktlich? Herr und Frau GB hatten Urlaub und sind in die Berge gereist. So fürchterlich wie ich in jungen Jahren die Berge fand, so gerne fahre ich heute in die Gebirgsregion und genieße die klare Luft, die Höhe der Berge, die Weite zum blauen Himmel und natürlich auch die recht deftige Küche. Geschlemmt haben wir wieder und natürlich ist auch das eine oder andere in unser Gepäck gewandert dass bis zum nächsten Urlaub hier im Büdchen für Erinnerung sorgt. Vom Käse angefangen über diverse geräucherte Würste und natürlich der so bekannte Speck musste mit in die Büdchenküche. Der Anlass für eine SJause ist ja durchaus schnell gefunden, soll mal keiner meinen wir wären nicht erfinderisch. Doch eh hier eine SJause der anderen folgen kann muss ich Herrn GB noch einen Wunsch erfüllen. Jaaaha, Herr GB hat nach einer Urlaubsreise immer einen Essenswunsch frei. Österreich ist für meinen Schatz das Land der Schnitzel und er hat natürlich keine Gelegenheit ausgelassen sein geliebtes Kalbsschnitzel zu essen. Und jetzt als wir wieder zurückkehrten konnte er sich, wie gesagt, etwas wünschen was ich ihm koche. Ratet mal was mein Schatz sich gewünscht hat! Okay, doch eh ich Herrn GB den Wunsch nach einem Schnitzel erfülle, wird mein Appetit auf Nudeln gestillt. Nudeln beim warmen Wetter sind ja immer gut, aber da wir uns bereits im tiefsten Herbst befinden sollte es auch etwas deftig sein. Waren da nicht auch Äpfel im Gepäck?
Wunderbare Kalbsleber habe ich noch bekommen und sehr schmackhafte Leberwurst. Das waren Zutaten für ein fantastisches Essen. Die Idee Nudeln mit einer Fülle aus Kalbsleber, Leberwurst, Äpfel und Zwiebeln, dazu eine Art Apfelkompottsauce mit ausgelassenen Speckwürfeln war schnell in die Tat umgesetzt.
Das war so genial, das hat Herrn GB kurzweilig die Kalbsschnitzel die in seinem Kopf herumschwirren vergessen lassen. Doch ich bin sicher, spätestens beim Betrachten der Urlaubsbilder wird der Geschmack wieder geweckt.
Den Nudelteig habe ich nach diesem Rezept gemacht.
Für die Fülle brauchte ich lediglich zwei große Scheiben Kalbsleber in kleine Würfel geschnitten und in Butter gebraten.
Drei Esslöffel grobe Leberwurst, zwei rote Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten und in Butter glasig gedünstet. Einen Apfel geschält und entkernt auf einer Glasreibe zu Mus gerieben. Alle Zutaten gut vermischen mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Die Masse sollte gut geschmeidig sein, sonst noch einen kleinen Schuss Sahne angießen und untermischen.
Die Nudelteigplatten ausrollen, jeweils kleine Portionen der Fülle auf den Teig geben, die Ränder mit einem verschlagenen Ei befeuchten, eine weitere Nudelplatte auflegen, die Ränder andrücken und Ravioli ausstechen.
Für die Soße habe ich zwei kleine Schalotten in Würfel geschnitten und in Butter gedünstet. Mit 100 ml Gemüsebrühe und 150 ml Apfelsaft ablöschen, einen geschälten entkernten Apfel ebenfalls auf eine Glasreibe reiben und zum Soßenansatz geben. Alles zusammen gute 15 bis 20 Minuten sämig einkochen, sollte es noch nicht richtig fein sein, ggf. mit einem Mixstab pürieren. Zwei Esslöffel eiskalte Butter unterschlagen und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.
In einer kleinen Pfanne Speckwürfel knusprig ausbraten und zur Seite stellen.
Die Ravioli in kochendem Salzwasser garen.
Ravioli mit Kompottsauce und gebratenen Speckwürfeln anrichten und servieren.