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Mittwoch, 15. Januar 2014

Heute gibt es was aus dem Sauerkrautvorrat…

…kann ja nicht angehen, dass das gute Zeug schlecht wird. Außerdem soll Sauerkraut gesund sein, das wusste schon Pfarrer Kneip und die Hildegard von Bingen sowieso. Sauerkraut hat einen hohen Anteil an Vitamin C, empfiehlt sich für jede Frühjahrskur, soll Blut und Darm reinigen und das alles bei ca. 17 kcal auf 100 Gramm.
Bei soviel geballter Gesundheit musste das Kraut im Büdchen unbedingt auf die Teller kommen.
Wie in jedem Jahr steht in den kalten Monaten des Jahres hier ein Steintopf mit Sauerkraut herum und wartet darauf verarbeitet zu werden. Jetzt in den ersten Tagen des Jahres ist man ja nicht wirklich traurig wenn auch mal ein Pfündchen von den Hüften fällt und das Kraut hilft, glaub es mir. Ich liebe Sauerkraut, sogar roh könnte ich es essen. Ich verwende nur das selbst Gestampfte, oder das Frische vom Metzger oder Bauern. Du kennst ja meine Einstellung zu Dosenfutter und soweit mir bekannt, wird dem industriell hergestelltem Kraut Milchsäure zugeführt und bei dem langsam gegorenen Kraut wächst es langsam. Aber das könnte ein Chemiker, die Maus oder Planet Wissen sicher besser erklären.
Ich hatte das Kraut zusammen mit Mettwürstchen, okay die sind jetzt nicht so hilfreich für eine Entschlackungs-Kur, in dem neuen Kocher über Nacht gebrutzelt. Es war butterzart und super toll durchgezogen. Aber bei so einer langen Schmorzeit ist das ja auch kein Wunder und es ist ja auch der Sinn so eines Slow Cockers. Trotzdem ist ein Rest vom Sauerkraut übrig geblieben, die Mettwürstchen sind wohl während des Garvorgangs verdunstet. Ich glaube Herr GB war Augenzeuge.
So, nun stand ich da mit meinen Sauerkrautresten, nur was sollte ich jetzt damit anfangen?
Schnell waren Kartoffeln gekocht und gepellt. Du hast richtig gelesen, es gab Stampfkartoffeln und zwar aus Pellkartoffeln, das hab ich von Herrn Lafer gelernt.
Die gepellten Kartoffeln wurden gestampft. Milch und Gemüsebrühe zugefügt und einige Löffel Senf untergerührt, mit Salz abgeschmeckt und fertig. Nein keine Butter, die kommt später, wir wollen doch Entschlacken.
Den Kartoffelmatsch habe ich in einen Spritzbeutel gegeben und kleine Nester auf ein, mit Backpapier, ausgelegtes Backblech gespritzt. In die Mitte der Nester den Sauerkrautrest verteilt. Der Rand des Kartoffelpürees mit einer Mixtur aus Milch und Ei bestrichen und anschließend ab damit in den Backofen. Mit wenig Umluftwärme (140°C) und einer schwachen Grillstufe wurde es erwärmt bzw. gratiniert bis der Kartoffelring leicht gebräunt war.
Für das Topping wurden kleine Schinkenwürfel in einem Butter/Öl-Gemisch zusammen mit gelben Senfkörnern leicht angebraten.
Die Sauerkrautnester auf Teller drapiert und mit dem Schinkengemisch bestreut serviert. Gar nicht so schlecht das Resteessen, oder?


Dienstag, 14. Januar 2014

Kabeljau im Winter auch als Skrei bekannt…

…ist immer wieder total lecker. Wieso heißt er eigentlich Skrei, das hab ich mich ja so einige Male gefragt. Du kennst diese wiederkehrenden Fragen, die Dir einfach keine Ruhe lassen und Dir permanent im Kopf herumschwirren bis Du Dir endlich die Mühe gemacht hast und dem Geheimnis auf die Schliche gekommen bist? Ich habe für mich und auch für jeden den es interessiert das Rätsel gelöst.
Der Skrei ist ein Winterkabeljau und wird in Norwegen Skrei genannt. Er hat ein wundervoll zartes und ein sehr weißes, festes Fleisch. Das kommt daher, weil er eine lange Reise hinter sich hat. Wenn er ab Januar im Gewässer rund um die Lofoten ankommt ist er durchtrainiert. Schwimm Du mal jeden Tag! Seine Reise hat er hoch oben im Norden, in der kalten Barentssee, angetreten. Ich denke er wird wissen wie sehr er erwartet wird, zumal er im Januar den kulinarischen Höhepunkt des norwegischen Winters darstellt.
Soll ich Dir sagen was Skrei bedeutet? Es soll Wanderer heißen! Macht ja irgendwie Sinn zumal er ja auch eine ganze Ecke auf Achse ist. Tja und wie schon erwähnt, wenn er dann in den Lofotengewässern plantscht, freuen sich alle da oben und  nicht zuletzt auch wir hier unten. Er ist bekannt, mittlerweile weit über die Grenzen von Norwegen und beliebt ist er auch. Und was meinst Du was den kulinarischen Höhepunkt hier im Büdchen darstellte?
Genau, es gab den zarten, weißen Winterkabeljau, denn Wanderer, im Salat und zwar lauwarm. Sicher ganz anders als Du Dir vorstellen kannst. Ich habe ihm mediterrane Zutaten, wie Oliven und Kapern zugemutet. Und Herrn GB der keine Oliven ist, hat er ausgezeichnet geschmeckt. Sogar die aromatischen schwarzen Kalamataoliven hat er in den höchsten Tönen gelobt. Ich sag ja, auf die Zutaten und die Kombination kommt es an, dann eroberst Du Herzen im Sturm. Der Skrei die Norweger und ich Herrn GB….
Lauwarmer Kabeljausalat:
Pro Person 100 g Kartoffeln, vorwiegend mehlig
Pro Person 100 g Kabeljau, im Winter natürlich Skrei
Pro Person 10 g Kapern
Pro Person 5 Kalamataoliven, schwarz ohne Stein
Pro Person 40 g kleine rote Zwiebeln, (ich habe die Zwiebeln im Asialaden gekauft, das ist eine spezielle Sorte)
Saft einer frischen Zitrone
Salz, Pfeffer, frische Petersilie gehackt, Olivenöl, Butter
Friséesalat,
Feldsalat
Portulakblätter
Die Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Achtel teilen. Die Oliven in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffeln und Olivenöl braten ohne dass die Kartoffeln Farbe bekommen.
Den Kabeljau in einer Pfanne in heißer Butter garziehen lassen.
Die Zwiebeln in einer weiteren Pfanne mit etwas Butter glasig dünsten.
Die Kapern fein hacken und zusammen mit dem Zitronensaft, mit Pfeffer und Salz vermischen.
Den Salat waschen und auf Teller verteilen. Das Zitronendressing auf den Salat verteilen, die Kartoffeln mit Oliven, die glasigen Zwiebeln und den Kabeljau auf den Salat geben.
Das Fett von den gebratenen Kartoffeln, wie auch das Fett von den Zwiebeln ist völlig ausreichend.

Sonntag, 17. November 2013

Letzter Tag in dieser Woche, letztes Buch in dieser Woche...

Alle Rechte: Ariane Bille
Ich weiß, ich bin spät dran, heute ist der letzte Tag für eine Buchvorstellung. Also das soll nicht heißen, dass jetzt keine Bücher mehr ins Büdchen einziehen, oder sogar nicht mehr gelesen werden! Nur bei der Vorstellung wird mir schon ganz schlecht. Nein, im Rahmen der Buchwoche "jeden Tag ein Buch" ist heute der letzte Tag für eine Buchbesprechung.
Für heute habe ich mir ein Buch von Angelo Sosa ausgesucht. Mit dem Titel "Geschmack entscheidet" ist es im Jan Thorbecke Verlag erschienen und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Unterstützung des Verlages bedanken.
Es ist ein Buch das sich mal so ganz von anderen Kochbüchern abhebt. Es heißt wohl nicht umsonst im Untertitel „Meine außergewöhnliche Aromenküche“
Die Rezepte sind geprägt von asiatischen Zutaten bzw. Gewürzen. Ganz klar Angelo Sosa beweist in diesem Buch schon dass er eine DER Kochgrößen ist. Vielfältige Kombinationen die man sonst nirgends findet, werden in diesem Buch geballt geliefert. 
Alain Ducasse hat das Vorwort zu diesem Werk verfasst. Na wenn das kein Zeichen ist. Es muss wohl schon etwas ganz besonderes sein, wenn Alain Ducasse sich die Zeit dafür nimmt.
Wie auch schon Herr Ducasse bemerkte, wurde jedes Rezept mit einer kleinen Geschichte begleitet und steht unter dem Stern der Kreativität.
Die ansprechenden warmen Fotos wurden von William Brinson beigesteuert.
So machen nicht nur die Rezepte Appetit.
Der Aufbau der Lektüre ist mal so ganz anders, was mich im ersten ansehen zwar etwas überraschte, aber wenn man sich mit dem Konzept befass, durchaus Sinn macht.
Nach dem Vorwort und der Einleitung geht es mit süß weiter. Falls Du jetzt glaubst die Desserts kommen als erstes, liegst Du falsch. Süß ist nicht gleichzusetzen mit Dessert, sondern es geht lediglich um den Geschmack süß. Hier findest Du eine Süße Tomatensuppe mit Currysahne oder Gegrillte Entenbrust mit Honig-Pfeffer-Glasur.
Nach süß kommt salzig, rauchig, bitter, sauer, umami, scharf, erdig und zum guten Schluss nussig.
Gleich am Anfang in den Rezepten findest Du neben den Portionsangaben die Zubereitungszeit und Angaben zum Geschmack. Hier werden von Herrn Sosa immer drei Angaben gemacht die den Geschmack in dem folgenden Gericht bestimmen.
Hühnchen in Soja-Tee-Marinade wird von umami-erdig-duftend bestimmt.
Nach den genannten Angaben folgt immer die bereits schon erwähnte kleine Geschichte. Immer sehr interessant und informativ.
Ebenfalls die Rezepte selbst, sie sind gut beschrieben und die Erklärungen sind ausführlich und detailliert.
Allerdings habe ich auch eine Anmerkung die mir weniger gut gefällt. In einigen Rezepten wird bei Zutaten auf ein anderes Rezept verwiesen und oft findet man dort eine Beschreibung wie die Zutat hergestellt wird. Das finde ich eher unpraktisch denn im schlimmsten Fall muss ich erst einmal ein Rezept nacharbeiten um ein anderes Gericht zubereiten zu können.
Das schmale Hochkantformat ist ungewöhnlich 28,8 x 17,8 x 2,2 cm und mit einem Hardcover im zusätzlichen Schutzeinband.
Es hat 208 Seiten und die ISBN: 978-3799503792 und wie schon erwähnt, im Jan Thorbecke Verlag erschienen.
Das sympathische Buch endet mit einem alphabetischen Register und letztendlich mit Danksagungen an, ihm wichtige, Wegbegleiter.
Ich habe mich für ein Rezept mit dem Geschmack bitter-säuerlich-kräuterwürzig entschieden.
Würdest Du bei dieser Geschmacksvorgabe auf Kartoffelsalat tippen? Ich hätte es nicht vermutet, aber ob Du es glaubst oder nicht, es ist einer der besten Kartoffelsalate die ich bisher gegessen habe.
Also im Büdchen gibt es ja selten Wiederholungen, aber dieser Salat steht auf der Liste für Wiederholungstäter. Probier es aus, Du wirst mir sicher zustimmen.
Kartoffelsalat mit Senfkörnern und Dill:
450 g mehlige Kartoffeln (war für mich ungewöhnlich, ich verwende gewöhnlich festkochende)
Meersalz
55 g Butter
3 Esslöffel gelbe Senfkörner
3 Esslöffel Dijon-Senf
2 Esslöffel Mayonnaise
60 ml Reisessig
2 Esslöffel Zucker
50 g fein geschnittene Schalotten (oder feinwürzige rote Zwiebeln)
3 Esslöffel fein gehackter frischer Dill und einige Dillspitzen für das Anrichten.
Die Kartoffel mit der Schale im Salzwasser ca. 20 Minuten gar kochen. Kartoffeln abgießen, abkühlen lassen, pellen, in Stücke (Scheiben) schneiden und abgedeckt zur Seite stellen.
Die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und die Senfkörner darin rösten bis sie anfangen aufzuplatzen.
Die Butter mit den Senfkörnern in eine Schüssel geben. Den Senf und die Mayonnaise ebenfalls zugeben. Alles zusammen über die Kartoffeln geben und vermischen. Den fein gehackten Dill ebenfalls unter die Kartoffeln mischen
Nun den Zucker mit Salz und dem Essig gründlich verrühren bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Die fein geschnittenen Schalotten in das Essiggemisch geben und ziehen lassen. Nach einiger Zeit die Schalotten herausheben und zu den Kartoffeln geben.
Mit einigen Dillspitzen anrichten. Wir haben den Salat mit klassisch paniert gebratenen Kabeljau gegessen, ich denke schon alleine wegen dem Senfgeschmack passt gebratener Fisch hervorragend. Ein Glas spitziger Weißwein macht diesen Gang rund.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Tatar vegetarisch, aber nix mit Soja oder so…

…nee, einfach mit Kartoffeln. Mit schönen frischen festkochenden Kartoffeln und frischen Champignons, die Pfifferlinge waren aus. Die Champignons kamen aus der Zucht aus NRW so hat es mir mein Gemüsedealer gesagt. Ja und die Kartoffeln waren aus dem Münsterland. Ich hätte welche aus Israel, von Zypern oder sogar von Arizona haben können, aber nein, ich entschied mich für die aus dem Münsterland. Als Beilage gab es eine Blattsalatmischung. Natürlich frisch!!! Nicht diese Mischungen aus dem Beutel, wobei ich mir vorstellen kann, dass diese Beutelmischungen für Singlehaushalten so verkehrt nicht sind, denn selbst bei zwei Personen isst Du eine Woche Salat, meinst Du es mal gut und machst Dir eine Mischung selber. Für meine Mischung benötigte ich schon gleich drei Sorten. Der Radicchio ist ja recht klein, aber da er auch viele Bitterstoffe hat ist er jetzt bei uns nicht der Favorit Nummer eins, also gibt’s von ihm nur einige Blättchen. Der Feldsalat in meiner Mischung ist mal ebenschnell auf dem Markt gekauft, dort bekomme ich ihn fast blätterweise. Nicht nur hübsch sondern auch wirklich lecker ist der Endiviensalat, allerdings hat auch er Bitterstoffe. Um die Bitterstoffe etwas zubinden eignen sich übrigens ganz hervorragend Kartoffeln. Sicher hast Du schon mal von einer Kartoffel-Vinaigrette gehört, aber auf die habe ich verzichtet, denn als Beilage gab es ja das Kartoffeltatar.
Für das Tatar brauchst Du auch nicht viel, vor allem brauchst Du wenig Zeit.
Kartoffeltatar mit Pfifferlinge Champignons
200 g Kartoffeln in feine Würfel geschnitten
500 g Pfifferlinge Champignons fein gehackt
1 Esslöffel Knoblauchöl von den confierten Zehen
Ein Zwiebel, in feine Würfel gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz, Pfeffer, 1 Bund glatte Petersilie fein gehackt
Olivenöl
Gemischter Salat
Salatvinaigrette aus Olivenöl, Akazienhonig und Zitronensaft
Die Kartoffelwürfel zusammen mit der gehackten Zwiebel und den Knoblauchwürfeln im Knoblauchöl anbraten und auf kleiner Temperatur garen. In einer weiteren Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Champignonwürfelchen darin gar braten. Die Pilzwürfel zu den Kartoffelwürfeln geben uns alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hälfte der gehackten Petersilie unterheben.
Das Tatar mit Hilfe von Portionsringen auf Teller geben, mit dem Salat anrichten und das Dressing auf den Salat geben. Das Kartoffeltatar mit Petersilie bestreuen, mit etwas größeren gebratenen Pilzen dekorieren und servieren. Total vegetarisch, es fehlt nichts und man benötigt auch keinen sogenannten Fleischersatz.


Dienstag, 2. Juli 2013

Bratkartoffeln waren gestern, heute gibt es BratkartoffelSALAT...

Wir haben Sommer auch wenn es sich nicht wirklich so anfühlt. Bei den kalten Tagen bekommen wir Appetit auf herzhafte Dinge, auf heißen Tee und Wolldecke. Laut Kalender müssten wir aber jetzt Salat essen. Also müssen wir wieder einen Spagat probieren. Also jetzt nicht so ein Spagat wie das früher in der Turn- oder Ballettstunde geübt wurde, sondern einen Spagat zwischen herzhaft und Salat, warm und kalt. Seit unserem Urlaub bin ich ja sehr kartoffelfixiert. Kartoffeln sind nicht nur sehr sättigend, sie sind auch gesund. Bei Wikipedia habe ich folgendes gelesen:
Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten
Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten im Mittel folgende Bestandteile[39]
78 Prozent Wasser
15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
2 Prozent Eiweiß
2,1 Prozent Ballaststoffe
1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
0,1 Prozent Fett
zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, dazu Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe
Stoffe, die für den Geschmack und den Geruch der Knolle verantwortlich sind. Es lassen sich etwa 140 chemische Verbindungen in rohen, gekochten oder dehydrierten Kartoffeln finden. Die wichtigsten sind 1-Octen-3-ol, (E)-2-Octenol, (E)-2-Octanal und Geraniol, sowie 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin, das die „erdige“ Note im Geruch und Geschmack hervorruft. Derivate des Pyrazin sind es, die das Aroma gebackener Kartoffeln ausmachen.[39][40]
Eiweiß enthalten Kartoffeln in geringer Menge, aber hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt über eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders reich ist das Knollengewächs an den Vitaminen B1, B2 und C.
100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 71 Kilokalorien.[41]
Bei so vielen Inhaltsstoffen bist Du jetzt sicher genauso platt wie ich. Wenn Du die Kartoffeln nicht gerade mit 5 Esslöffeln Fett zubereitest, dann sind die Erdäpfel sogar figurfreundlich. Genauso etwas figurfreundliches gab es jetzt im Büdchen Einen super leckeren Bratkartoffelsalat habe ich Herrn GB untergejubelt. Wieso untergejubelt? Na Du weißt doch, Herr GB hat es doch nicht so mit roter Bete, aber genau die war auch im Salat, die ist doch auch so gesund, aber nach den Nährwerten kannste ja auch mal selber suchen…
Bratkartoffelsalat für 2 Personen
400 g Kartoffeln in der Schale gekocht.
50 g rote Zwiebel, in Würfel geschnitten
2 Salatherzen und einige Blätter Radicchio
2 Rote Bete, gekocht
4 kleine Gewürzgurken
100 g magere Schinkenwürfel
Etwas Öl zum Braten und 1 Esslöffel Öl für das Dressing
100 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel körniger Senf
Salz, Pfeffer
Schnittlauchröllchen
1 Esslöffel Gurkenwasser
Die gekochten Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erwärmen und die Zwiebelwürfel mit dem Schinken dünsten. Die Kartoffel zufügen und alles zusammen braun anbraten. Die Rote Bete in Würfel schneiden und die Gurken ebenfalls würfeln.
Beides zu den Kartoffeln geben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die fertigen Bratkartoffeln etwas abkühlen lassen.
Die Salatherzen und die Radicchioblätter putzen und zerpflücken. Aus Öl, Gemüsebrühe, Senf, Gurkenwasser, Salz, Pfeffer und Schnittlauchröllchen ein Dressing mischen. Die Salatblätter auf Teller anrichten und darauf die Bratkartoffel geben. Das Dressing aufträufeln und servieren.


Dienstag, 18. Juni 2013

Kartoffelspaghetti ohne Eier und ohne Mehl...

Gleich hinter dem Reschenpass das kleinste Städtchen Südtirols ist Glurns. Es ist nicht nur das kleinste hinterm Reschenpass, es ist auch das Kleinste von ganz Südtirol und laut unterschiedlichsten Reiseführern wäre es sogar das Kleinste von ganz Italien.
Ein wirklich kleines Städtchen, doch in verschiedener Hinsicht sehr beachtenswert.
Es hat eine Stadtmauer, drei Stadttore, ein tolles Schuhgeschäft, drei Hotels, eine richtig tolle Konditorei und noch einige andere Geschäfte, wie auch diverse Lokalitäten. Natürlich darf ich die Kirche nicht vergessen und den wunderschönen Laubengang. Dass auch hier die Landschaft traumhaftschön ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Es war ganz lustig wie wir auf dieses Örtchen gekommen sind. Im letzten Jahr habe ich mir das Buch von Monika Kellermann „Südtirol kulinarisch“ besorgt. Ein Buch mit wirklich schönen Bildern und Reisevorschlägen. Herr GB und ich hatten die Idee wir nehmen das Buch mit auf unsere Südtirol Reise.
Das war schon mal eine sehr gute Entscheidung. An verschiedenen Vorschlägen orientierte ich mich schon bei der Tourenausarbeitung. Was sich wiederum als ein Pluspunkt darstellte, denn so entstand eine eigens für uns gebastelte kulinarische Südtirol Reise.
Glurns war ein Stopp auf unserer Fahrt und zwar mussten wir Mäuse besorgen. Du glaubst uns wäre die Kohle direkt am Anfang ausgegangen und wir brauchten Nachschub? Weit gefehlt, hier ist nicht die Rede von Kies, Kröten, Moneten, Zaster oder auch Geld genannt. Nein, richtige Mäuse. Da es eine Genussreise war, versteht sich wohl von selbst das es sich um eine Art Gaumenschmaus handeln musste, oder?!
Göttlich schmeckende Mäuse, nicht gekocht, gebraten oder gegrillt, sondern vom handwerklich geschickten Konditor, ehemals Bürgermeister persönlich hergestellt.
Hochglänzende Schokoladenmäuse gefüllt mit einer zartschmelzenden Nougatcreme und in der Creme zwei geröstete Haselnüsse.

Meister Riedl der Ex-Bürgermeister orientierte sich bei der Erfindung seiner Mäuse an den berühmten Glurnser Mäuseprozess und trifft mit der Herstellung dieser Leckerei eine wunderbare Entscheidung. Wenn Du wissen willst was es mit diesem Mäuseprozess auf sich hat, musst Du hier lesen. In meiner Reisebibliothek fand sich auch noch eine Empfehlung für das Hotel bzw. das Restaurant Grüner Baum. Unsere Wahl war treffsicher, gut dass wir auch diesem Tipp folgten.
Ein wirklich nettes Lokal. Für Herrn GB gab es Tomatensuppe und einen butterzarten Zwiebelrostbraten. Mir wurde die erste Vinschgauer Weißweinsuppe meines Lebens serviert und im Anschluss noch Spargel, ich kam einfach nicht an ihm vorbei.
Dessert schafften wir nicht, wir mussten ja noch Mäuse essen.

Jetzt lange nach unserem Urlaub, während ich mir die ganzen Urlaubsbilder anschaute, viel mir ein, dass ich auf irgendeiner Speisekarte etwas von Kartoffelnudeln  gelesen habe.  Ob das im Grünen Baum war weiß ich nicht mehr so ganz genau. Also gemeint war Nudelteig aus Kartoffeln. Ein Rezept für derartige Nudeln habe ich persönlich von Monika Schölzhorn, sie führt den Schlosswirt Juval, bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.
Doch da Kartoffeln in Südtirol eine der Hauptzutaten ist und wir noch etwas in den Urlaubswogen schwelgen wollen, gibt es heute im Büdchen Kartoffelspaghetti. Na, was sagste jetzt?

Kartoffelspaghetti:
1,2 kg Kartoffeln, festkochend
1 große Zwiebel (ca.40 – 50g) in feine Würfel schneiden
Zu gleichen Teilen Butter und Öl
Etwas Olivenöl
150 g Schinkenwürfel
1 Esslöffel Knoblauchöl (dafür nimmst Du vielleicht das Öl von dem confierten Knoblauch)
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
100 ml Gemüsefond
200 g Butter, eiskalt
Parmesan oder würziger Bergkäse
Kartoffeln schälen und mit dem Spirali in feine Spaghetti schneiden. Die Kartoffelnudeln in reichlich Salzwasser 2 Minuten kochen.
Die Zwiebelwürfel in dem Butter-Ölgemisch glasig dünsten.
Die Schinkenwürfel in Olivenöl andünsten. Knoblauchöl, Zwiebeln und Petersilie vermengen.
Gemüsefond erhitzen und mit der eiskalten Butter zu einer Buttersauce verschlagen bzw. einkochen. Die Speckmischung mit der Buttersauce vermischen und die gut abgetropften Spaghetti in die Saucenmischung geben. Alles verrühren und 15 Minuten im geschlossenen Topf auf kleinster Hitzezufuhr garen.
Zum Anrichten die Kartoffelspaghetti auf Teller verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan oder würzigem Bergkäse servieren.



Dienstag, 9. April 2013

Linsen bringen Glück, aber wohl nur in Italien und zum Jahreswechsel…


…wie ich auf diese wahnwitzige Idee komme willst Du wissen? Kann ich Dir ganz genau sagen, ich hatte neulich Linsen gekocht, aber mein Glück hält sich in Grenzen. Wobei die Definition von Glück ja doch sehr auf die Perspektive ankommt aus der man die Situation gerade betrachtet. Neulich als ich in der Küche meine ungeschickten Turnübungen machte, ja da, da hatte ich Glück. Das ich endlich alle Daten meiner unterschiedlichen Computer bzw. Notebooks auf eine Festplatte abgespeichert und die einzelnen Rechner aufgeräumt habe, da fühlte ich mich auch irgendwie glücklich etwas geschafft zu haben. Aber jetzt ist dieses portable schei.. Dingen abgeschmiert und jetzt frag mich bitte nicht nach Glück. Meine kompletten Daten sind weg, wobei sie eigentlich nicht weg sind, also sie sind noch da, aber diese Festplatte die per USB-Anschluss gestartet wird, fährt nur kurz an und dann bleibt sie hängen. Ich könnte schreien. Ich habe das komplette Internet schon nach Reparaturmöglichkeiten abgesucht, aber egal was ich gefunden habe, ganz gleich mit welchem Experten ich gesprochen habe, alle sagen mir das Gleich das ich nicht hören will. Ich könnte heulen, ach nee schreien. Ich habe beschlossen mein Linsengericht das ich neulich gekocht habe jetzt mal so aus dem Kopf aufzuschreiben. Vielleicht bringt es mir ja doch etwas Glück und einer von Euch hat noch einen Tipp, was ich wegen meiner defekten Festplatte veranstalten könnte.

Jetzt schreibe ich auf jedem Fall mal das Rezept von den Linsen auf die ich neulich gekocht habe, vielleicht möchtest Du sie nachkochen und ich wünsche diese Linsen bringen Dir Glück.

Sahnekartoffeln mit Tellerlinsen

500 g festkochende Kartoffeln
100 g mehlige Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
250 g Tellerlinsen
3 rote Zwiebeln in feine Würfel
30 g geriebenen Ingwer
1 Teelöffel gemahlenen Koriander
½ Teelöffel gemahlene Nelken
½ Teelöffel gemahlenen Muskatblüte
1 Teelöffel gemahlenes Ingwerpulver
½ Teelöffel gemahlenen Zimt
Pfeffer und Salz
2 Teelöffel getrocknetes Korianderkraut
1 Prise Chilipulver
500 g Sahne
750 ml Gemüsebrühe
Die Linsen in kaltem Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Kartoffeln mit den Zwiebelwürfeln und dem geriebenen Ingwer anschmoren. Sämtliche Gewürze zugeben und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Die Kartoffeln in dem Sahnegemisch knappe 20 Minuten garen.
Die gegarten Linsen abgießen und zu den Sahnekartoffeln geben.
Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 12. März 2013

Es geht auch ohne Fleisch, wie wäre es mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry?

Im Moment ist hier im Büdchen grüne Küche angesagt, was das genau heißt werde ich Dir noch in den nächsten Tagen genauer erzählen. Hier ist ein Buch eingezogen das ich aber nicht mal eben im Vorrübergehen erklären kann. Nee, das ist so toll, dafür benötige ich etwas mehr Zeit und weil ich es so schön finde, habe ich auch schon einiges daraus gekocht. Ich spanne Dich gerade auf die Folter? Ja, Du kannst auch mächtig gespannt sein. Es ist kein reines vegetarisches Kochbuch, sondern es animiert lediglich zu weniger Fleisch. Es geht nicht so dogmatisch vor wie reine vegetarische Kochbücher, aber es macht neugierig. So, mehr werde ich Dir heute aber nicht erzählen, dafür habe ich aber schon einmal ein richtig schönes Rezept für Dich. Vielleicht macht es Dich ja wissbegierig und Du freust Dich schon auf die nächsten Rezepte aus dem Buch. Den Reigen eröffne ich mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ein Rezept das absolut alltagstauglich und äußerst schmackhaft ist. Tja und so ganz nebenbei ist es auch noch total schnell gemacht. Das die Zutaten frisch sein sollen brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?
Kartoffel-Blumenkohl-Curry
2 rote Zwiebeln, geviertelt und in Scheiben geschnitten
600 g festkochende Kartoffeln geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 kleiner Blumenkohl in kleine gleichmäßige Röschen geteilt
2 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Teelöffel Currypulver, mittelscharf
100 g ausgelöste Erbsen (hier habe ich geschummelt und TK-Erbsen gekauft)
70 g Ingwerwurzel
Salz
100 g Creme Fraiche, mein Töpfchen hatte 125 g und ich habe die komplette Creme verarbeitet.
In einem Topf mit schwerem Boden das Öl erhitzen. (ich habe einen Gusseisenbräter, der ist genial für dieses Gericht). Die Zwiebelscheiben in dem heißen Öl anbraten. Das Currypulver drüberstreuen und alles kräftig durchrühren, bis das Currypulver anfängt zu duften. Die Kartoffelwürfel und die Blumenkohlröschen zufügen, kurz mitbraten und mit Wasser ablöschen.
Das Curry mit Wasser soweit angießen, bis das Gemüse halb davon bedeckt ist. Auf kleiner Stufe knapp 35 Minuten köcheln lassen. Die Erbsen zufügen und gar ziehen lassen.
Den Ingwer reiben und gut ausdrücken. Wir benötigen nur den Ingwersaft. Den Ingwersaft zum Curry geben und das Curry mit Salz abschmecken. Evtl. noch mit etwas Currypulver nachwürzen. Die Creme frâiche untermischen und vielleicht einige Kartoffeln zerdrücken um eine Bindung zu erzielen. Bei Bedarf das Curry nochmals erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.


Montag, 7. Januar 2013

Ich glaub es geht jetzt wieder los…

…der Urlaub ist vorbei und ich werde Euch wieder in meine Kochtöpfe, aber auch in meinem Backofen schauen lassen. Gleich heute fange ich damit an und habe ein Rezept von Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip. Viele unterschiedliche Aromen die auf dem Teller wunderbar miteinander harmonierten. Eigentlich bin ich ja jetzt nicht der Fan von unzähligen Gewürzen innerhalb eines Menüganges. Aber Ende dieses Monats steht ein Kochkurs an, wieder ein Kochkurs mit der Freundin und diesmal geht es um Gewürze, da wollte ich mich einfach schon mal etwas einstimmen. Ich bin schon so gespannt was die Freundin da wieder aus dem Ärmel zaubert. Freundin, ich freu mich…
Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip
Rinderfiletspieß:
Pro Person 3 Stücke Rinderfilet á ca. 50 g zwischen zwei Folien flach plattieren
Für die Marinade:
Sesamöl und Sojasauce, je 2 Esslöffel
1 Teelöffel Honig
2 Esslöffel feingehacktes Koriandergrün
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 kleine rote entkernte Chilischote, fein gehackt
Die Rinderfiletscheiben mit der Marinade einstreichen. An den Zitronengrasstangen die äußeren 2-3 Blätter entfernen.
Die marinierten Fleischscheiben um die Zitronengrasstangen wickeln und mit Küchengarn festbinden. Die Spieße in eine Schale geben und mit der restlichen Marinade einstreichen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Gebraten werden sie übrigens kurz vor dem Essen in Sesamöl innerhalb von 5-6 Minuten von allen Seiten.
Für das Dip 200 g Kartoffelwürfel von mehligen Kartoffel in Salzwasser garen.
Die Kartoffeln abgießen und warm durch ein feines Sieb streichen.
Die die Schneekartoffeln 100 g Saure Sahne rühren. Schale einer ½ Limette und 2 Esslöffel Limettensaft unterrühren. Ein daumengroßes Stück Ingwer fein reiben und zusammen mit dem Mark einer Vanillestange ebenfalls unter die Kartoffel geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Möhren in Scheiben schneiden, mit einem Esslöffel Wasser in einen Topf geben und salzen. Gute 15 Minuten stehen lassen und weiteres Wasser ziehen lassen. Die Möhren ca. 20 Minuten garen. Zwischenzeitlich eine Stange Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden und zu den Möhren geben. Die Möhren mit einem Teelöffel Honig und etwas Butter würzen. Weitere 5 Minuten bei minimaler Hitze warmhalten.
Anmerkung: noch etwas (ca. ein Teelöffel) geriebene Galgantwurzel unter die Möhren mischen, das gibt einen ganz besonderen Geschmack der mit leichter schärfe das Aroma unterstreicht.

Jetzt die Rinderspieße braten und zusammen mit den Honigmöhren und dem Kartoffeldip anrichten und servieren.