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Dienstag, 7. August 2012

Orangenhähnchen mit Kräutern á la Greta…

Jetzt wollt Ihr wissen wer Greta ist! Greta ist eine ganz entzückende Person die ich persönlich gar nicht kenne. Ja verdreh nur die Augen, es ist aber genauso wie ich es eben schrieb. Greta und ihre feine Küche habe ich in einem dieser social network foren kennengelernt. Dort sind wir in einer Gruppe in der wir uns nicht nur übers Essen und Trinken austauschen. Zu meinem Bedauern schreibt Greta keinen Foodblog. Sie kocht für Cherie und ihre Tochter und verwöhnt sie nach Strich und Faden. Oft schüttelt sie, während sie im Forum ihre Zutaten schreibt und um Hilfe bittet, schon ganz allein die fantastischsten Rezepte aus dem Ärmel. Sie kocht üblicherweise nachts, denn Cherie hat Hunger wenn er aus seiner Arbeitsküche nach Hause in Gretas Küche kommt. Wie oft ich Cherie schon wegen seinem nächtlichen Mahl beneidet habe kann ich gar nicht sagen. Klar jetzt könnt Ihr denken Klärchen ist wiedermal voll neben der Spur, sie beneidet jetzt schon ihr unbekannte, weitentfernte Menschen ums Essen. Nee, hier geht es nicht einfach nur ums Essen! Hier geht es um die Darbietung, die ein fröhlicher, gutgelaunter Mensch allabendlich für seine Lieben zaubert und nicht um materiellen Neid. Ich höre in meinem Umfeld so oft von der Lustlosigkeit des Kochens und ich staune nicht schlecht wie viele Fertiggerichte täglich in die Einkaufwagen wandern. Das einzige Fertiggericht das evtl. mal ins Büdchen einzieht, ist ein Joghurt mit Frucht. Bei Greta scheint es ähnlich zu sein, sie werkelt auf jedem Fall immer mit frischen Zutaten. Tja und letzten Freitag hat sie wieder zugeschlagen, sie zauberte einen Flattermann allererster Güte. Ein Orangenhähnchen mit Kräutern goldgelb zart gebräunt und gegart. Obwohl ich bereits satt bis zum Platzen war, sammelten sich beim Anblick dieser appetitlichen Vorstellung in meinem Mund kleine Pfützchen die von einer Wange in die andere plätscherten. Ich musste Greta nicht lange bitten und schon schob sie mir die Anleitung rüber. Jetzt glaub nicht ich hätte mein Vorhaben auf die lange Bank geschoben, nee! Gleich gestern habe ich Herrn GB auch mit so einem Hähnchen überrascht und er hat geschwärmt ohne Ende. Normal müsste es Greta bis in den hohen Norden gehört haben, oder zumindest hätte sie einen Schluckauf haben müssen, so sehr haben wir während unseres Schmausens an sie gedacht.
Greta hat mir versichert ich darf ihr Rezept hier veröffentlichen damit Ihr nachbasteln könnt. Also viel Spaß…
Ein ordentlich gutes Huhn (Gretas Worte) ich habe ein freilaufendes Maishähnchen genommen. Also es kam jetzt nicht ins Büdchen gelaufen, dahin ließ es sich dann doch wegen Überangebot an Bewegungsmangel tragen.
Butter mit Kräutern schmelzen, Kartoffeln und Tomaten schnippeln. Das Huhn ordentlich mit der Kräuterbutter einreiben/übergießen ... gerne auch unter die Haut, Orangen in Scheiben oder wie man möchte und extra Zesten abziehen, Salz und Pfeffer, Piment d`Espelette oder anderes Paprikapulver, Kräutern...
Das Huhn mit Orangen, Kräutern und Gewürzen auch füllen.
Ach ja, auf keinem Fall die Zwiebeln und den Knoblauch vergessen, davon kannst Du ruhig reichlich verwenden.
Alles in eine Ofenform geben, das Gemüse drumherum drapieren und erst bei geringerer Hitze abgedeckt im Ofen garen lassen, zwischendurch mit dem ausgetretenen Saft begießen, nach ca. 1 Std. Abdeckung entfernen und die °C auf ca. 200 °C erhöhen und auch immer wieder mit Salzwasser/-Brühe begießen, damit die Haut knusprig wird
... die ganze Bude riecht herrlich nach dem Huhn und nach Orange (Gretas Worte)

Die Kartoffeln und die Tomaten mussten bei mir leider draußen bleiben, die Form war so voll, weil sich das Maishähnchen einfach zu dick gemacht hat. Es hatte sage und schreibe 1900 g! Eindeutig Übergewicht. Alles in allem habe ich das Hähnchen gut 1Std. 45 Minuten im Backofen gehabt und es war butterzart und außen knusprig.

Herr GB begrüßte mich mit dem Kommentar: Was riecht es hier so lecker nach Huhn und Orangen? (Noch Fragen?)


Dienstag, 20. März 2012

Mediterranes Geflügel mit Pilze und Knoblauch...

Die Petra hat mich angesteckt! Welche Petra? Ja die von Foodfreak! Ihr wollt auch wissen mit was sie mich angesteckt hat? Okay, dann will ich Euch mal nicht auf die Folter spannen. Ich bin von ihrem Vinz-Event angesteckt. Aber eigentlich war es doch wieder ganz anders. Also Anfang des Jahres hat Petra zu einem Ganzjahres-Event aufgerufen, bei dem es um die Rezepte aus den Büchern von Vinzent Klink geht. Während ich ihren Blog so lese, fallen mir meine Bücher vom Klink wieder ein. Die stehen schon eine ganze Zeit im Regal und bisher habe ich nur einzelne Anregungen herausgepickt, dabei sind die Bücher voll mit tollen Rezepten.Also ran ans Werk, gestern habe ich Euch ja schon einen Abklatsch von seinem Zitronenhühnchen und dem Lauchflan präsentiert, aber heute gibt es Hähnchen mit geröstetem Knoblauch. Wie schon wieder Hähnchen! Na und! Ist doch Frühling, da ist leichte Kost genau richtig und das vom Vinz…
Hähnchen mit geröstetem Knoblauch
8 Schalotten
1 Knoblauchknolle
150 g Champignons
1 küchenfertiges Hähnchen (ca. 1200 g)
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Olivenöl
1/8 Liter Geflügelbrühe
1/8 Liter trockenen Wermut
1 Teelöffel Thymianblättchen
8 Cocktailtomaten
1 Esslöffel Mehlbutter (½ Esslöffel Mehl und ½ Esslöffel Butter verkneten)
2 Esslöffel gehackte glatte Petersilie
Schalotten schälen, Knoblauchknolle in Zehen teilen und ebenfalls schälen. Champignons putzen und vierteln. Das Hähnchen in 4-6 Teile zerteilen, waschen, trocken tupfen, und kräftig salzen und pfeffern.
Olivenöl in einem großen Schmortopf erhitzen Die Schalotten, Champignons und Knoblauchzehen zusammen mit den Hühnchenteilen rundherum braun anbraten.
Mit Brühe und Wermut ablöschen, Thymian zugeben und gute 30 Minuten schmoren. Das Geflügel aus den Topf nehmen und im Backofen bei 60°C warm stellen.
Den Schmorfond zusammen mit dem Gemüse reduzieren, mit der Mehlbutter binden und etwas köcheln lassen. Die gewaschenen Tomaten halbieren und zusammen mit der Petersilie in die Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Hähnchenstücken anrichten.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, hier sind noch jede Menge weiterer Rezepte vom Vinz.


Dienstag, 18. Oktober 2011

Hübsch oder doch lieber etwas auf die Gabel…

Ständig suche ich nach Möglichkeiten das Büdchen aufzuhübschen. Alle anderen Foodblogs haben oben im Kopf tolle Bilder einzelner Zutaten, oder schicke Bilder ihrer Kompositionen, natürlich in Pose gebracht wie sich das für einen Blogschreiber gehört der in ist.Warum fällt mir einfach nichts Außergewöhnlicheres ein? Nein ich werde nicht die Zwiebeln und Tomaten von meinem letzten Einkauf in Positur bringen und auf weißem Fotokarton drapieren. Jaha, der Profi fotografiert den Erbseneintopf auf dem weißen Teller, positioniert auf weißem Fotokarton, ohne Blitzlicht und schon gar nicht im Sonnenschein. Ich habe es auch versucht, aber soll ich Euch was sagen?! Meine Bilder sehen farblos aus! Klar mit so einem weißen Karton im Hintergrund ist es leichter, da brauchste nicht gucken, ist der Tisch sauber, machen wir heute die Bilder auf Granit in schwarz, auf Holz in braun oder auf Glas in durchsichtig? Nee mit nem weißem Karton ist es eben immer weiß, immer schick und immer sauber. Aber ins Büdchen passt das irgendwie nicht, vielleicht mal ab und zu aber nicht immer. Das ist genauso mit dem Kopf in diesem Blog, ich glaube wäre das Häuschen weg, würde im Büdchen etwas fehlen. Also bleibt hier erst einmal alles wie es ist, okay ich verspreche hoch und heilig, ich überarbeite die Speisekarte, die ist längere Zeit mit Nichtachtung behandelt worden, ist mir irgendwie untergegangen. Schlamperei, ich bräuchte eine Sekretärin, oder einen Tipp, ob ich eine Automation einbauen kann.
Doch für die Speisekarte habe ich jetzt auch leider keine Zeit, denn ich muss ganz dringend der Sus vom Gärtnerblog ein Rezept schicken. Sus hat wie in jedem Monat wieder zum Blogevent aufgerufen, diesmal ist das Thema Knoblauch, da muss ich mitmachen!
Garten-Koch-Event Oktober 2011: Knoblauch [31.10.2011]
Sicherlich habt ihr Verständnis, dass ich mich bei so einem Auftrag nicht um die Speisekarte kümmern, oder mich mit Blogverschönerungen aufhalten kann, oder?
Für Sus habe ich ein Rezept das man besser essen sollte, wenn man den nächsten Tag in Einsamkeit verbringt…
Shiitake mit karamellisiertem Knoblauch
200 g Shiitake
150 g Topinambur schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
12 Knoblauchzehen, geschält
2 Schalotten in kleine Würfel geschnitten
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 Lorbeerblatt
100 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Ahornsirup
1 Esslöffel Butter
1 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Bund Schnittknoblauch
An den Shiitakepilzen den Stiel entfernen (der ist sehr hart und wird auch während des Kochens nicht richtig weich). Das Olivenöl erhitzen, die Würfel einer Schalotte in das Öl geben und glasig dünsten. Thymian, Rosmarin und das Lorbeerblatt zufügen, ebenfalls die geputzten Shiitake und auf kleiner Temperatur gar dünsten.
In einer weiteren Pfanne die Butter auslassen, die restlichen Schalottenwürfel in die Butter geben und die Topinamburstücke zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschmoren. Mit Gemüsebrühe ablöschen und gar kochen.
In einem kleinen Topf die Knoblauchzehen geben, den Ahornsirup angießen und auf kleiner Hitze glasig dünsten.
Pilze, Topinambur und den gegarten Knoblauch mischen, mit dem Schnittlauchknoblauch bestreuen und anrichten. Mit Weißbrot servieren.


Montag, 8. August 2011

Ingwerknoblauchpaste für Asiagerichte…

Letzte Woche war ich ja in Bochum in meinem Lieblingsasialaden und habe mich mal wieder mit einigen Produkten, die ich eben nicht in jedem Supermarkt bekomme, eingedeckt. In diesem Laden bekomme ich aber auch wirklich alles Denkbare aus fernen Ländern die ganz neue Kochmöglichkeiten eröffnen. Eigentlich ist im Büdchen Regionale Kost angesagt, aber meinen Reis muss ich schon hier im Laden kaufe, denn so sehr ich mich regional orientiere, so sehr kann ich hier im Ruhrgebiet nach Reisterrassen suchen, bis ich schwarz werde und finden werde ich wohl keine. Also hat der Asialaden seine volle Berechtigung. Beim letzten Asiaschoppingtag hatte ich ja die Schokischwester im Schlepptau und Herrn GB ist es gleich aufgefallen, die Schwestern sind ziemlich gleich. Unsere Ausdauer durch die Regale zu schleichen ähnelt eineiigen Zwillingen. Bin ich mit Herrn GB alleine unterwegs im Asialaden versucht er meinen Einkauf immer damit zu beschleunigen, indem er nach ca. 30 Minuten schauen und schnüffeln einen leichten Schwächeanfall vortäuscht und diesen damit begründet, dass diese fremden Gerüche der Gewürze ihm Kopfschmerzen bis zum Schwindel unterbreiten. Ganz entspannt biete ich ihm dann immer schnell an ruhig draußen zu warten. Dann steht wenigstens keiner hinter mir mit dem „das kaufst Du eh nicht Blick“. Naja, beim letzten Asiashopping war es dann ganz ähnlich, nur diesmal hatte Herr GB einen Verbündeten, den Gatten der Schokischwester. Nach wenigen Minuten flüchteten der Gatte und der Schwager aus dem Laden und das richtige Regaleschnüffeln konnte beginnen. Da sind so viele Köstlichkeiten in den Einkaufskorb gewandert und was soll ich sagen, zum guten Schluss sogar noch ein Asiakochbuch das Rezepte aus ganz verschiedenen Regionen beherbergt. Wunderschöne Rezepte. Tja und jetzt habe ich hier dieses wirklich schöne Buch und schon einige Rezepte ausgesucht die ich Euch hier demnächst vorstellen werde. Alles schmackhafte und leichte Rezepte die genau in mein Konzept passen. Aber in den Rezepten steht oft als Zutat Ingwerknoblauchpaste und wie sollte es anders sein, natürlich gleich am Anfang gibt es schon ein Rezept für diese besagte Paste. Also was liegt da näher als das ich mir erst einmal die Pasten zusammenrühre die ich demnächst für meine Rezepte brauche. Ich habe mit der Ingwerknoblauchpaste angefangen.
Für die Paste benötigt man genau 2 Zutaten, Ingwerwurzel und Knoblauchzehen zu gleichen Teilen. Die Ingwerwurzel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Die Knoblauchzehen schälen und zusammen mit den Ingwerwürfeln mit einem Mixstab fein pürieren. Anschließend die Paste in Gläser füllen und verschließen. Da ich mir nicht sicher war, ob die Paste so länger haltbar ist habe ich sie vorsichtshalber 30 Minuten bei 100°C eingekocht.
Aus 200 g Ingwerwurzel und 200g Knoblauchzehen habe ich 2 Gläser á 125 g und ein Glas mit 50 g bekommen.


Donnerstag, 14. Juli 2011

Knoblauch, ein einsamer Arbeitstag...

Ich weiß nicht warum, aber im Sommer essen wir viel mehr Knoblauch wie im Winter, vielleicht liegt es daran, dass wir im Winter mehr traditionelle deutsche Gerichte essen und im Sommer eindeutig mehr mediterrane Kost zu uns nehmen. Im Sommer gibt es ja auch diesen schönen französischen Knoblauch, ganz frisch und saftig, da kann man ja auch gar nicht anders. Allerdings ist Knoblauchschälen manchmal auch etwas müßig, gerade dann wenn er ganz frisch ist klebt die Schale so fest und hat man sie erstmal von der Knoblauchzehe ab, klebt sie wie verrückt am Messer und an den Fingern.
Obendrein ist Knoblauch frisch verzehrt sehr lecker und verhilft gelegentlich auch zu einem Arbeitstag in der Einsamkeit. Knoblauch ist meine geheime Waffe, wenn mein Schreibtisch im Büro mal wieder überläuft und ich meine vier Wände für mich alleine haben möchte, um mal in Ruhe arbeiten zu können. Ihr könnt es Euch schon sicher denken wie das mit der geplanten Einsamkeit funktioniert, oder? Richtig, läuft mein Büro vor Arbeit über, laufe ich zur Hochform auf und koche erstmal was Leckeres. Natürlich mit Knoblauch, versteht sich doch von selbst, sonst funktioniert der Plan doch nicht. Also, da gibt es solche Sachen wie karamellisierte Knoblauchtarte, oder das Brathühnchen mit 40 Knoblauchzehen.
Das wurde sogar schon bei Bioleck gekocht, aber ich weiß nicht mehr von wem, aber ich habe es auch in einem Kochbuch und es ist klasse. Witzig fand ich auch, dass ausgerechnet der Bio darunter leiden musste, der isst zwar Knoblauch, aber wie er immer betonte, nur als Gewürz, aber das Huhn hatte ihm sogar prima geschmeckt.
Na, was gibt es noch mit Knoblauch, Eine Aioli, ich meine jetzt die, die auf Grundlage von Knoblauchzehen gemacht wird, nicht die auf Mayonnaisebasis, oder nicht zu vergessen meine geliebten Knoblauchscampi in Öl. Nur bei dem Gedanken schmelze ich schon wie Butter in der Sonne. Auch total lecker sind confierte Knoblauchzehen auf frischem geröstetem Brot, aber die haben eindeutig einen Nachteil, die verfehlen das Ziel meines Plans. Klar, eindeutig sind sie lecker und zu allem erdenkliche zu gebrauchen, aber eben nichts für die Einsamkeit. Da muss man, glaube ich, schon ein ganzes Glas leer putzen eh man von Chefs und Kollegen gemieden wird. Mit den Dingern funktioniert es einfach nicht!!! Aber sie sind genial für die schnelle Küche. Egal ob man Knoblauch zum Kochen benötigt oder einem Salat das i-Tüpfelchen aufsetzen möchte. In meiner Küche ist er nicht mehr wegzudenken. Aber das Tolle an ihm ist, er macht sich praktisch von selbst, einfach 2-3 dicke frische Knoblauchknollen in einzelne Zehen teilen und mit kochendem Wasser übergießen, 2 Minuten warten, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Nun lassen sich die Zehen super schälen, da klebt nix.
Die geschälten Zehen in einen Topf geben und mit gutem Olivenöl bedecken. Ich nehme immer mein Öl vom Nachbar Willi das ich hier in dieser schönen Amphore lagere. Nun das Öl langsam erhitzen, sobald es heiß wird die Wärmezufuhr sofort drosseln bis das Öl eine Temperatur von 75° bis 80° erreicht hat. Den Knoblauch bei dieser Temperatur nun gute 60 bis 90 Minuten ziehen lassen. Mit der Zeit wird er etwas glasig, dann ist er genau richtig und kann in Gläser abgefüllt werden. Die Zehen sollten immer komplett mit Öl bedeckt sein, so halten sie dann fast ewig.
Ich sag mal guten Appetit und wenn Ihr ein Rezept für die Einsamkeit braucht, gebt mir einfach einen Tipp ;-)

Dienstag, 31. Mai 2011

Präsente kann man doch auch selber essen…

 Irgendwie habe ich den Eindruck alle sind im Geschenkewahn, wenn ich es nicht besser wüsste würde ich annehmen wir haben kurz vor Weihnachten. Vor Weihnachten springe ich gelegentlich mal von einem Laden zum anderen und im Moment springe ich von einem Blog zum anderen. Dauernd zwischen Küche, Schlepptop, Keller und Büro. Überall liegt irgendwie Bastelkram herum, oder ich suche nach einem Rezept. Mal muss ich Etiketten ausdrucken, bringe gerade fertiggestellte Geschenke in den Keller, suche nach neuen Anregungen oder stehe in der Küche und probiere neue Geschenke aus. Herr GB der fleißig die Wände im Esszimmer aufreißt und alles unter Strom legt, weil ich mehr als 2 Steckdosen zukünftig in Beschlag nehmen will, ist sehr geduldig und kostet jeden Löffel den ich ihm zum Probieren gebe. Also bekommt er auch indirekt Geschenke für seine Arbeit. Aus dem Geschenkebuch  hatte ich ja das eine oder andere Rezept schon nachgebastelt und jetzt stand das Caponata Siciliana und die Mozzarellakugeln im Kühlschrank und lachten uns an. Klar hätte ich jetzt irgendein leckeres Brot bei unserem Bäcker kaufen können, aber das wäre stillos gewesen. Also habe ich das erste Buch von Frau Stich hervorgekramt und die super köstlichen Pittole gemacht. Einfach so als kleines Geschenk für meinen Schatz der mal wieder unser „Nest“ so herrichtet, dass ich mich wohlfühle.Die wundervollen Pittole passten hervorragend zu meinen Geschenkevorräten und da ich in dieser Woche wohl kaum zu einem Besuch komme, bei dem ich ein Mitbringsel loswerden könnte, essen wir es eben selber. Präsente kann man doch auch selber essen…
Die Pittole waren schnell gemacht.

300 g Mehl und etwas Mehl zum Kneten
1 Teelöffel Salz
20 g frische Hefe
1 Prise Zucker
2 Esslöffel Olivenöl
200 ml lauwarmes Wasser

Zum Frittieren:
2 Knoblauchzehen
Einige Zweige Rosmarin
Olivenöl

Die Hefe mit dem Zucker und dem Wasser auflösen. Mehl mit dem Salz mischen und die aufgelöste Hefe dazugeben. Ebenfalls das Olivenöl. Aus diesen Zutaten einen geschmeidigen nicht klebenden Teig kneten. Sollte er kleben,, ggf. etwas Mehl zufügen. Wenn man ihn gut durchgeknetet hat zu einer Kugel formen mit etwas Mehl bestäuben und mit einem feuchten Tuch abdecken und gehen lassen. Der Teig sollte sich gut um das doppelte vergrößern.
Zwischenzeitlich den Knoblauch schälen und den Rosmarin waschen und trocknen. Das Öl, mindestens so viel dass es 3 cm hoch im Topf steht, erhitzen. Es sollte die 180°C nicht überschreiten. Die Knoblauchzehen und den Rosmarin zum Öl geben und das Öl damit aromatisieren.
Den Teig fingerdick auf einer bemehlten Fläche ausrollen und Quadrate schneiden von 4x4 cm.
Diese Teigstücke in das heiße Öl geben und frittieren bis sie goldgelb sind.
Richtig sind sie wenn sie aufgehen wie ein kleines Kissen. Während des Frittierens die Teigstücke mehrmals wenden. Wenn sie die gewünschte Farbe haben, aus dem Öl heben und auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen.
Warm gegessen sind sie natürlich sowas von lecker, dass man sich kaum bremsen kann, aber auch kalt sind sie ein Hochgenuss. Übrigens, die kann man auch wunderbar verschenken, gerade die Grillzeit bietet sich an. Pittole kombiniert mit eingelegten Mozzarellakugeln und Caponata Siciliana, da wird das Grillwürstchen zur Nebensache.

Montag, 28. März 2011

Paprikasuppe mit Noilly Prat-Schäumchen als I-Tüpfelchen…

Fast 2 Wochen frei und fast 2 Wochen nur Sonnenschein. Noch haben wir März und das muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis holen. Bei so viel Sonnenschein an einem Streifen neigt man schnell dazu an Frühsommer zu denken, doch bis der kommt ist noch lang hin. Der ganze April steht uns noch bevor und der ist unberechenbar.
Doch ich kann es leider nicht ändern, mein Geschmack möchte etwas Sommerliches. Erst wollte ich Spagetti mit Basilikumpesto machen, aber eh das Basilikum den richtigen Geschmack hat, ist vorher noch der Bärlauch dran und der Löwenzahn, na und vielleicht auch noch die Brennnessel.
Trotz Urlaub hatte ich aber keine Zeit das Alles zu suchen, also war ich mal wieder auf dem Markt und bin hinter Paprikaschoten her gepirscht.
Statt Pasta gab es Paprika, fängt ja auch mit P an.
Ich habe eine Paprikasuppe gemacht und als I-Tüpfelchen gab es Noilly Prat-Schäumchen…
2 rote Paprikaschoten

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 rote Chilischote
1 Esslöffel Olivenöl
500 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
Salz, Pfeffer
½ Teelöffel Zucker
2 Teelöffel Paprikapulver geräuchert (Pimentón de la Vera)
2 Esslöffel Noilly Prat
200 ml lauwarme Milch
Basilikumblätter für die Dekoration
Die Schalotte in kleine Würfel schneiden, ebenfalls die Knoblauchzehe, die Chilischote und die Paprikaschoten.
Das Olivenöl erwärmen und alle Gemüsewürfel andünsten. Das Tomatenmark zugeben und mit anschwitzen.
Mit der Brühe ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Paprikapulver würzen.
Das Gemüse in der Brühe ca. 15 Minuten gar köcheln.
Mit dem Pürierstab die Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen.
Die Milch mit dem Noilly Prat aromatisieren, erwärmen und mit dem Pürierstab aufschäumen.
Die Suppe in Gläser füllen, den Schaum obenauf geben und mit Basilikumblätter anrichten.

Freitag, 18. März 2011

Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...

Mit entsetzen stellte ich gestern auf dem Weg vom Büro nach Hause fest, kein Geld im Portmonee, nur sonn paar Cent, ja guten Tach auch. Also war nichts mit Gemüse shoppen, erstmal muss ich wieder Geld kaufen. Nur mal so als kleine Anmerkung. Dieser Ausdruck „Geld kaufen“ hat sich bei uns etabliert. Folgender Hintergrund: mein kleiner Neffe, er war so 5, also vor ca. 30 Jahren, quengelte in einem Laden und wollte irgendetwas haben. Die Mutter des Neffen, sagte kurz und knapp zu ihm, ich hab kein Geld. Seine Antwort, dann musst Du zur Bank und Geld kaufen. Tja so einfach ist das.
Ja und ich hatte jetzt auch kein Geld, aber ich hatte auch keine Lust Geld zu kaufen.
Faulheit macht erfinderisch, wie auch schon in der ganzen letzten Zeit, habe ich auf Vorräte zurückgegriffen und mal eben improvisiert. Geholfen hat mir wieder mein kleines Tapasbuch.
Guten Tach auch, kurzerhand ist heute Tapas-Tag...
Übrigens dieses "Guten Tach auch" sagt man hier auch mal ganz gerne wenn man jemanden wachrütteln möchte. So frei nach dem Motto, ach auch schon wach, auch schon etwas gemerkt? Alles klar?
Zustande gekommen ist eine Backofentortilla:
Eine Auflaufform ca. 18 x 25 cm
Alufolie
Öl für die Folie
2-3 Knoblauchzehen
4 Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
8 Kartoffeln (Drillinge mittlere Größe)
5 Eier
200 g Schmand
50 ml Milch
1 Mozzarella (hier gehört eigentlich ein spanischer Käse rein, der lag aber noch im Geschäft)
2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
Salz und Pfeffer
Für die Dekoration:
Holzspießchen und Schnittlauchröllchen
Die Auflaufform mit der Alufolie ausschlagen und mit dem Öl einfetten. Die Drillinge gut abschrubben und mit Schale in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser etwas angaren. Abgießen und in die Auflaufschale schichten. Die Frühlingszwiebeln und den Paprika in kleine Würfel schneiden und mit den Schnittlauchröllchen auf den Kartoffelscheiben verteilen.
Mozzarella grob in kleine Stücke schneiden. Den Knoblauch mörsern. Die Eier mit Schmand und Milch verschlagen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Den Mozzarella und den gemörserten Knoblauch zu dem Eiergemisch geben und mit einem Pürierstab sämig verschlagen.
Alles gleichmäßig auf die Kartoffelscheiben gießen.
Nun die Tortilla im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft 30 – 35 Minuten backen. Sollte die Eiermasse zu braun werden mit etwas Alufolie abdecken.
Die Auflaufschale aus dem Backofen nehmen und gut auskühlen lassen. Mit der Alufolie lässt sich die Tortilla super aus der Form heben. Jetzt in mundgerechte Stücke schneiden auf Tellern anrichten mit je einem Spießchen und Schnittlauchröllchen dekorieren.
Bei uns war der Hunger sehr groß und deshalb ist sie lauwarm in unseren Mund gerutscht. Bei der Menge ist selbstverständlich noch einiges übrig geblieben und wie ich aus einschlägigen Kreisen erfahren habe, schmeckt sie kalt bald noch besser.
Also auch eine schöne Sache für ein Tapasbuffet.

Freitag, 4. März 2011

Tapas, klein, temperamentvoll, anregend...

Neulich habe ich mal wieder in meinen Kochbüchern gekramt, weil ich ein bestimmtes Buch suchte. Prompt habe ich es gefunden, ein kleines Buch mit Tapas. Siedend heiß kam mir wieder der Anlass dieses Bücherkaufs in den Sinn. Eine Einladung zum Tapas essen steht noch bei Freunden vom Büdchen aus. Oh je, die Einladung haben wir vor einem Jahr schon ausgesprochen, allerdings war auch ständig etwas anderes los und wir konnten einfach keinen gemeinsamen Termin finden.
Nun liegen hier aber Pimientos de Padrón herum und auf einen Termin warten hieße, sie würden irgendwann faul herumliegen. Das weiß ich zu vermeiden.
Wir essen gerne eine Aioli dazu, also brauchte ich dieses bestimmte Buch, denn da steht die Aioli drin. Sicher ist es nicht die Aioli die ausschließlich aus Knoblauch und Olivenöl gemacht wird, sondern eine Mischung aus Knoblauch, Eigelb und Olivenöl. Ach ja, die üblichen verdächtigen Geschmacksgeber, wie Zitronensaft und Salz kommen auch noch hinein. Es sollte eigentlich nur ein kleiner Snack sein. Gut, dass ich nicht so Unmengen davon eingekauft habe, sonst hätte das Hauptgericht eine Warteschleife durch den Kühlschrank bis zum nächsten Tag ziehen können.
Ja, ja, so sind die Tapas, klein, temperamentvoll und anregend...


Tapas - Pimentos de Padrón

Pro Person ca. 5 Pimentos de Padrón
Olivenöl
Fleur de sel (Meersalz)

3 Knoblauchzehen
Etwas Salz
150 ml Olivenöl
1 Eigelb
Zitronensaft


Die Knoblauchzehen mit Salz zermörsern bis ein richtiger Brei endstanden ist. Zu diesem Brei ein Eigelb geben und schaumig schlagen. Tropfenweise das Öl dazugeben und zu einer Mayonnaise rühren.

Die Pimentos de Padrón in Olivenöl kräftig frittieren bis die Haut bräunt und leicht aufplatzt. Die Pimetos aus dem Öl nehmen und auf einem Tuch Küchenrolle abtropfen lassen. Auf Teller anrichten und mit Fleur de Sel bestreuen. Mit der Knoblauchmayonnaise beträufeln und noch lauwarm essen.